Das lange Warten in Graz hat ein Ende: Erster Meistertitel seit 1978

Durch das Aus des KAC sind die Graz 99ers schon vor der Halbfinal-Serie der ICEHL erstmals seit 1978 österreichischer Meister. Am Sonntag kommt Fehervar nach Graz.
48 Jahre gewartet: Die 99ers sind österreichischer Meister

Es ist eine verrückte Meisterschaft mit zwei Siegern, bevor sie überhaupt vorbei ist. Der eine kommt aus Fehervar. Noch nie schaffte es ein Zehntplatzierter des Grunddurchgangs ins Halbfinale der ICEHL. Nach einem 3:0-Sieg beim KAC wurde mit einem Gesamtscore das Ticket gelöst. Nach den Vienna Capitals marschierten die Ungarn also auch über die Kärntner hinweg – eine richtige Sensation.

Während das letzte Spiel dieser Serie am Mittwochabend ins Finish ging, werden schon in Graz die ersten Sektkorken geknallt haben. Denn nachdem im anderen Halbfinale Ljubljana (Slowenien) und Pustertal (Italien) aufeinandertreffen, steht schon vor den ersten Halbfinalspielen ab Sonntag mit den Graz 99ers der österreichische Meister fest. Es ist der erste Coup seit dem Jahr 1978, zuvor hatte man schon 1975 die Meisterprämie kassiert – damals triumphierte man noch unter dem Namen ATSE Graz (Arbeiter- Turn- und Sportverein Eggenberg).

Es folgte eine bewegte Geschichte mit einem berühmten Grazer Namen: Hannes Kartnig. Unter ihm und unter dem Namen EC Graz gab es wieder Glanzzeiten, die aber nur von drei Vizemeistertiteln gekrönt war (1992 bis 1994). Nach dem Umstieg des Mäzens zum Fußballklub Sturm Graz (fünf Titel mit Kartnig), ging es mit dem Eishockeyklub bergab, ehe 1999 von Jochen Pildner-Steinburg die 99ers aus der Taufe gehoben wurden. Nun folgte 27 Jahre danach unter Sponsor Herbert Jerich, der auch in den Tennissport investierte, und Coach Daniel Lacroix die Krönung, nachdem zu Saisonbeginn kräftig in das Team investiert worden war.

Nächste Chance

Nun will man in Graz freilich auch den Liga-Titel. Schon am Sonntag fällt in Graz gegen Fehervar der Auftakt zur Halbfinal-Serie (15:15 Uhr).

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