Sport-News

Und plötzlich fuhren die Ski von Skiflug-Weltmeister Domen Prevc alleine die Schanze hinunter. Einer davon kam sogar auf rund 50 Meter. Was war passiert? Der Norweger Marius Lindvik saß im ersten Durchgang des Teambewerbs bei der Skiflug-WM auf dem Zitterbalken, als sich plötzlich zwei Ski von hinten selbstständig machten.

Prevc, der kurz nach Lindvik an der Reihe gewesen wäre, hatte sie wohl unabsichtlich umgestoßen, danach machten sich die Bretter selbstständig. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand.

Mit der Verpflichtung von Florian Hofmann sichert sich Austria Wien die Dienste des Linksverteidigers von Österreichs U17-Vizewelmeister-Mannschaft. Der 18-Jährige wechselt im Sommer vom FC Red Bull Salzburg nach Wien-Favoriten und wird dem Kader der Young Violets angehören.

Hofmann durchlief in der Mozartstadt sämtliche Akademiemannschaften der Red Bull Akademie und kam in der aktuellen Saison regelmäßig in der ÖFB Jugendliga U18 zum Einsatz. In acht Partien sammelte der 2008er-Jahrgang 601 Spielminuten. 

Zuletzt machte der gebürtige Salzburger vor allem durch seine starken Auftritte als Stammspieler bei der U17-Weltmeisterschaft in Katar auf sich aufmerksam. In sieben von acht Turnierspielen stand der dynamische Linksfuß in der Startelf von Teamchef Hermann Stadler, in sechs davon über die gesamte Spielzeit.

Es ist vollbracht! Mikaela Shiffrin hat sich schon vor Olympia den Sieg im Slalom-Weltcup gesichert. Die US-Amerikanerin feierte in Spindlermühle den siebenten Saisonsieg in dieser Disziplin - im achten Rennen. Somit ist sie in der Gesamtwertung nicht mehr einzuholen und darf sich über ihre bereits neunte Slalom-Kugel freuen. Für die fünfmalige Gesamtweltcupsiegerin ist es die zwölfte Disziplinen-Kugel nach zwei Gesamtsiegen im Riesentorlauf und einem im Super-G.  In Spindlermühle siegte Shiffrin mit 1,67 Sekunden Vorsprung auf Camille Rast. Die Schweizerin liegt zwei Rennen vor Schluss in der Gesamtwertung 288 Zähler zurück und hat keine Chance mehr. Als Dritte kam auch noch Emma Aicher (GER) aufs Podest.

Beste Österreicherin war wieder einmal Katharina Truppe. Die Kärntnerin verbesserte sich im zweiten Durchgang trotz Fehler im oberen Teil noch auf Platz vier, das Podest verpasste sie nur um drei Hundertstel. Auch Katharina Huber schaffte einen Sprung nach vorne und wurde noch Siebente. Die beiden haben ihr Olympia-Ticket fix. Auch Katharina Gallhuber darf auf Olympia hoffen, sie wurde 14.

Die Tennis-Topstars stehen bei den Australian Open in Melbourne im Viertelfinale. Die Weltranglisten-Ersten Carlos Alcaraz und Aryna Sabalenka und auch der -Dritte, Alexander Zverev, blieben am Sonntag ohne Satzverlust. Coco Gauff musste gegen Karolina Muchova in einen Entscheidungssatz, ehe sie 6:1, 3:6, 6:3 gewann. Sabalenka schaltete Kanadas Jungstar Victoria Mboko 6:1,7:6(1) aus und spielt nun gegen die erst 18-jährige Iva Jovic. Alcaraz besiegte Tommy Paul 7:6 (6), 6:4, 7:5.

Sabalenka hat sich zum 13. Mal en suite für ein Major-Viertelfinale qualifiziert. Die Vorjahresfinalistin führte schon 6:1,4:1, ehe sich Mboko aufbäumte. Beim Stand von 4:5 wehrte die Kanadierin drei Matchbälle ab und rettete sich ins Tiebreak. Auch im 22. Tiebreak en suite war Sabalenka aber erfolgreich. "Was für eine unglaubliche Spielerin für so ein junges Alter", staunte Sabalenka über die 19-Jährige. Sie kann wohl weiterstaunen. Denn die erst 18-jährige Jovic, die übrigens knapp zwei Jahre älter ist als Österreichs Hoffnung Lilli Tagger, ließ im Achtelfinale der Kasachin Julia Putinzewa gar nur ein Game.

Gauff war gegen Muchova nicht so dominant. "Ich bin froh, dass ich es ausserviert habe. Ihr kennt ja meine Geschichte mit dem Aufschlag", sagte die trotz ihrer großen Tour-Erfahrung auch erst 21-jährige US-Amerikanerin. "Selbstvertrauen ist der Schlüssel", schrieb Gauff beim Abgang vom Court auf die Kamera. Dies ist auch das Motto, das sie dieses Jahr für sich ausgegeben hat.

Alexander Zverev gewann souverän

Mit großem Selbstvertrauen agierte auch Alexander Zverev. Er bot gegen den als Nummer 18 gesetzten Argentinier Francisco Cerundolo eine überzeugende Leistung beim 6:2, 6:4, 6:4 und vor allem seine Vorhand war beeindruckend. "Ich bin sehr glücklich mit dem Match. Er hat vorher keinen Satz verloren", erinnerte Zverev, der sein fünftes Viertelfinale erreichte. "Die letzten zwei Sätze waren Highlevel. Ich hoffe, dass ich das in den nächsten drei Matches auch zeigen kann", meinte er schmunzelnd. Ob er sein bisher bestes Tennis gezeigt habe? "Da bin ich jetzt lieber still", wollte Zverev nichts "verschreien". Sein nächster Gegner ist der hochtalentierte US-Amerikaner Learner Tien, der nach starker Leistung den Russen Daniil Medwedew nach 102 Minuten 6:4, 6:0, 6:3 abservierte. Schon vor einem Jahr hatte sich Tien gegen Medwedew durchgesetzt.

Zwei Kängurus haben bei der Tour Down Under einen heftigen Crash ausgelöst und den australischen Radprofi Jay Vine fast noch um den Gesamtsieg gebracht. Auf der fünften und letzten Etappe des WorldTour-Rennens mit Start und Ziel in Stirling sprangen 96 km vor dem Ziel zwei große Kängurus auf die Straße und brachten mehrere Fahrer zu Fall, darunter auch Vine. Drei Radprofis mussten das Rennen mit Verletzungen sogar aufgeben. Auch eines der Kängurus war sichtlich angeschlagen. Vine rappelte sich nach dem Crash wieder auf und brachte schließlich seinen Gesamtsieg noch sicher ins Ziel.

„Alle fragen mich, was das Gefährlichste in Australien ist, und ich sage immer: Kängurus“, sagte der Australier. „Zwei von ihnen stürmten durchs Peloton, als wir wahrscheinlich 50 km/h fuhren, und eines blieb stehen und rannte abwechselnd links und rechts, bis ich ihm schließlich in den Hintern krachte“, schilderte der Radprofi die Schrecksekunde. Bester Österreicher in der Gesamtwertung war Marco Schrettl (Astana) als 32. Der U23-WM-Dritte gab in Australien sein Debüt auf der WorldTour. 

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