© REUTERS/ALEXANDER ERMOCHENKO

Krieg in Ukraine

Nach schweren Angriffen: Drei AKW wieder am Netz, Schutzzone geplant

Tag 274 im Ukraine-Krieg: Hier finden Sie alle aktuellen Entwicklungen.

von Marie North, Josef Siffert

11/24/2022, 06:30 AM | Aktualisiert am 11/24/2022, 01:42 PM

Aktuelle Entwicklungen

  • Nach schweren Angriffen: Drei AKW wieder am Netz, Schutzzone geplant (mehr)
  • Klitschko: "70 Prozent der Hauptstadt sind bisher ohne ElektrizitĂ€t" (mehr)
  • Selenskij fordert von UN-Sicherheitsrat "sehr harte Reaktion" (mehr)
  • Stromausfall und drei Tote in Kiew nach russischen Luftangriffen (mehr)
  • Deutschland wollte laut Boris Johnson frĂŒhe Kapitulation der Ukraine (mehr)
  • Ukraine richtet WĂ€rmestuben gegen schlimmstem Winter seit Zweitem Weltkrieg ein (mehr)
  • Luftalarm im ganzen Land, Krankenhaus beschossen (mehr)
  • EU-Parlament verurteilt Russland als Terror-UnterstĂŒtzer (mehr)
  • Putin will russischen DĂŒnger ĂŒber den Hafen von Odessa exportieren (mehr)
  • Russland: Drei Tote bei Explosionen nahe Grenze zu Ukraine (mehr)
  • Ukrainischer Stromversorger rechnet mit Abschaltungen bis Ende MĂ€rz (mehr)

Wie man den Menschen vor Ort helfen kann, erfahren Sie hier.

  • Geberkonferenz: Millionen-Zusage an Hilfe fĂŒr Moldau (mehr)
  • Videos zeigen Tötung russischer Soldaten: Untersuchung angekĂŒndigt (mehr
  • Russland plant vorerst keine weitere Mobilisierungswelle (mehr
  • Erneut starke Explosionen bei AKW Saporischschja (mehr
  • Zweites Opfer des Raketeneinschlags in Polen beigesetzt (mehr
  • "Russland nimmt alles aus unseren Museen weg" + Mehr Leichenfunde (mehr
  • NATO: Russische Kampfjets haben sich Marineverband gefĂ€hrlich genĂ€hert (mehr
  • Russland erhöht offenbar Truppen in Luhansk (mehr)
  • Russische Ostseeflotte kĂŒndigt große Manöver an (mehr)
  • Trotz Wintereinbruchs meldet Kiew heftige Gefechte im Donbass (mehr)
  • Ex-Offizier der deutschen Bundeswehr soll fĂŒr Russland spioniert haben (mehr)
  • Ukraine und Polen verhandeln ĂŒber Ermittlungen nach Raketeneinschlag (mehr)
  • Selenskij: Mehr als zehn Millionen Ukrainer ohne Strom (mehr)

Ukraine-Krieg: News zur aktuellen Lage

  • Heute, vor -25 Minuten

    Russische Behörden heben Preise fĂŒr Gas und Strom an

    Die russischen Behörden heizen die Inflation durch die Anhebung der staatlich regulierten Nebenkostentarife deutlich an. Die Preise fĂŒr Gas steigen nach Medienangaben vom Donnerstag um 8,5 Prozent, fĂŒr Strom um 9 Prozent.

    Auch die Wasser- und WĂ€rmeversorgung wird teurer. Es ist bereits die zweite Tarifanhebung im laufenden Jahr.

  • Heute, vor -23 Minuten

    Russische Behörden schreiben Oppositionsanwalt zur Fahndung aus

    Das russische Innenministerium hat den bekannten Anwalt Ilja Nowikow zur Fahndung ausgeschrieben. Gegen Nowikow sei ein Strafverfahren eingeleitet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Donnerstag, ohne nĂ€her auf VorwĂŒrfe einzugehen. Nowikow erlangte Bekanntheit als Verteidiger in den Prozessen gegen die Menschenrechtsorganisation Memorial oder den von Kremlkritiker Alexej Nawalny gegrĂŒndeten "Fonds fĂŒr die BekĂ€mpfung der Korruption" (FBK).

    Der aus einer russisch-ukrainischen Familie stammende Anwalt hatte zudem in den vergangenen Jahren auch die in Russland inhaftierte ukrainische Soldatin Nadija Sawtschenko und den Filmemacher Oleg Senzow verteidigt. Nowikow lebt bereits seit einem Jahr in der Ukraine und soll nach Beginn des russischen Angriffskriegs in eine Einheit der ukrainischen Territorialverteidigung eingetreten sein. In der vergangenen Woche erklÀrte ihn das Justizministerium in Moskau zum "Auslandsagenten".

  • Heute, vor 46 Minuten

    Zwei Briefbomben mit Ukraine-Bezug in Spanien

    Ukrainische Botschaft in Madrid und Waffenfirma, die in die Ukraine liefert, betroffen. Ein Botschaftsmitarbeiter wurde leicht verletzt. Das spanische Höchstgericht stufte den Vorfall als Terrorismus ein.

    Alle Details:

  • Heute, 08:02 AM

    Cyber-Angriff auf Vatikan: Ukraine beschuldigt russische Hacker

    Nachdem die Webseite des Vatikans am Mittwoch durch einen mutmaßlichen Cyberangriff mehrere Stunden lang lahmgelegt wurde, macht der ukrainische Botschafter beim Heiligen Stuhl, Andrej Jurasch, russische Hacker fĂŒr die Attacke verantwortlich. "Russische Hacker zeigen das wahre Gesicht der Politik Russlands, die terroristisch ist", schrieb Jurasch in einem Tweet, nachdem sich Papst Franziskus zuvor kritisch ĂŒber russische ethnische Minderheiten im Ukraine-Krieg geĂ€ußert hatte. Der mutmaßliche Cyberangriff sei wahrscheinlich eine "Reaktion auf die letzten wichtigen Aussagen" des Papstes gewesen. Die Webseite des Vatikans ist inzwischen wieder zugĂ€nglich.

    "Es laufen technische Untersuchungen wegen ungewöhnlicher Zugriffsversuche auf die Website", hatte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni am Mittwochnachmittag berichtet. Mehrere Vatikan-Websites waren am Mittwochnachmittag fĂŒr mehrere Stunden offline. Die offizielle Website vatican.va war auch am Abend noch nicht erreichbar.

    In einem am Montag veröffentlichten Interview hatte der Pontifex gesagt, "die Grausamsten" im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine seien vielleicht jene, die "nicht der russischen Tradition angehören, wie die Tschetschenen, die Burjaten und so weiter". Russland reagierte empört auf die Aussagen des Papstes.

  • Heute, 07:34 AM

    Zwei Briefbomben mit Ukraine-Bezug in Spanien

    Die spanische Polizei untersucht eine mögliche Verbindung zwischen zwei Briefbomben, die an den ukrainischen Botschafter in Madrid und an ein RĂŒstungsunternehmen geschickt wurden, das an Kiew gespendete Raketenwerfer herstellt, bestĂ€tigte sie am Mittwoch in einer ErklĂ€rung.

    WĂ€hrend die Briefbombe in der Botschaft explodierte und einen Botschaftsmitarbeiter leicht verletzte, wurde die Bombe in der Waffenfabrik kontrolliert gesprengt und richtete keinen Schaden an.

  • Heute, 06:16 AM

    OSZE-Außenminister-Treffen in Lodz - Lawrow darf nicht einreisen

    Der Krieg in der Ukraine und die Sicherheitslage in Europa sind Thema beim Ministerrat der Organisation fĂŒr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der heute im polnischen Lodz beginnt. Das zweitĂ€gige Treffen der Außenminister findet allerdings ohne Russlands Chefdiplomaten Sergej Lawrow statt. Polen, dessen Außenminister Zbigniew Rau derzeit OSZE-Vorsitzender ist, hat Lawrow die Einreise verweigert.

  • Heute, 06:06 AM

    Guten Morgen!

    Tag 281 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine:

    EU-BĂŒrger unterstĂŒtzen weiter ĂŒberwiegend eine Aufnahme der Ukraine in die EU und auch Waffenlieferungen an das Land - die Zustimmung ist aber nach mehreren Monaten Krieg leicht zurĂŒckgegangen. Das geht aus einer heute veröffentlichten Umfrage der Bertelsmann Stiftung in der gesamten EU hervor. FĂŒr die Erhebung befragte eupinions, das europĂ€ische Meinungsforschungsinstrument der Stiftung, im MĂ€rz, Juni und September mehr als 13.000 EU-BĂŒrger. Die Befragung ist demnach reprĂ€sentativ fĂŒr die EU, fĂŒr Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, die Niederlande, Polen und Spanien.

  • 11/30/2022, 09:44 PM

    Außenminister der OSZE-Mitgliedsstaaten tagen in Lodz - ohne Lawrow

    Der Krieg in der Ukraine und die Sicherheitslage in Europa sind Thema beim Ministerrat der Organisation fĂŒr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der am Donnerstag (10.00 Uhr) im polnischen Lodz beginnt. Das zweitĂ€gige Treffen der Außenminister findet allerdings ohne Russlands Chefdiplomaten Sergej Lawrow statt. Polen, dessen Außenminister Zbigniew Rau derzeit OSZE-Vorsitzender ist, hat Lawrow die Einreise verweigert.

    Der 72-JĂ€hrige steht wegen des russischen Kriegs gegen die Ukraine auf der EU-Sanktionsliste. Moskau wird nun in Lodz durch seinen stĂ€ndigen Vertreter bei der OSZE reprĂ€sentiert. An dem Treffen werden unter anderem Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP), seine deutsche Amtskollegin Annalena Baerbock und der britische Chefdiplomat James Cleverly sowie der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba teilnehmen. Am Donnerstag wird auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell mit dabei sein. US-Außenminister Antony Blinken wird durch die Spitzendiplomatin Victoria Nuland vertreten.

    Russland zĂ€hlt zu den 57 Mitgliedstaaten der OSZE. Die in Wien ansĂ€ssige Organisation ist aus der 1975 im Rahmen der Entspannung zwischen Ost und West etablierten Konferenz ĂŒber Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hervorgegangen. Im Oktober hatte die OSZE die russischen Angriffe in der Ukraine als "Terror" gegen die Zivilbevölkerung verurteilt. Die Organisation ĂŒberwachte jahrelang den brĂŒchigen Waffenstillstand zwischen der ukrainischen Armee und prorussischen Separatisten in der Ostukraine. Nach Beginn der russischen Invasion zogen die OSZE-Beobachter ab.

  • 11/30/2022, 07:49 PM

    Frankreich bezieht weiter atomares Material aus Russland

    Trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bezieht Frankreich weiterhin atomares Material aus Russland. Eine solche Lieferung, die von den weitreichenden Sanktionen ausgenommen war, kam am Dienstag per Schiff im nordfranzösischen Dunkerque an, bestÀtigte das Kerntechnikunternehmen Framatome am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Paris.

    Es habe sich um eine Materiallieferung fĂŒr die Framatome-Fabrik in Romans fĂŒr die Herstellung von Kernbrennstoffen fĂŒr Kunden gehandelt, insbesondere fĂŒr den französischen Kernkraftwerkspark, hieß es. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace handelte es sich um Container und FĂ€sser mit natĂŒrlichem Uran sowie mit angereichertem Uran, die per Bahn und per Lastwagen weitertransportiert wurden. Als mögliches Ziel vermutete Greenpeace auch den Framatome-Standort im emslĂ€ndischen Lingen, das bestĂ€tigte das Unternehmen aber nicht. Das investigative Nachrichtenportal Mediapart fotografierte die Verladung im Hafen von Dunkerque.

    Trotz der jĂŒngsten Entscheidung der französischen Regierung, den Energiekonzern EDF und das Atomunternehmen Orano anzuweisen, den Export von Uran aus der Wiederaufbereitung nach Russland zu stoppen, laufe der Atomhandel zwischen Frankreich und Russland weiter auf Hochtouren, kritisierte die Greenpeace-Atomexpertin Pauline Boyer. Angesichts des Kriegs in der Ukraine sei das skandalös, die atomare Zusammenarbeit mit Russland mĂŒsse komplett beendet werden.

    Wie EDF dem Portal Mediapart mitteilte, stelle der Konzern sicher, dass keine vertragliche Beziehung mit Russland gegen die internationalen Sanktionen verstoße. "Die Entscheidung, bestimmte Beziehungen fortzusetzen, wird insbesondere unter Beachtung der internationalen Sanktionen und der zwingenden Notwendigkeit getroffen, die nukleare Sicherheit nicht zu beeintrĂ€chtigen."

  • 11/30/2022, 07:44 PM

    Deutscher Bundestag verurteilte Holodomor als Völkermord

    Der deutsche Bundestag hat die vor 90 Jahren gezielt herbeigefĂŒhrte Hungersnot in der Ukraine offiziell als Völkermord anerkannt. Mit großer Mehrheit billigten die Abgeordneten am Mittwochabend einen gemeinsamen Antrag von Ampel-Koalition und Unionsfraktion, in dem von einem "menschenverachtenden Verbrechen" die Rede ist. Bis zu vier Millionen Menschen fielen dem sogenannten Holodomor ("Mord durch Hunger") in den Jahren 1932 und 1933 allein in der Ukraine zum Opfer.

    Das Streben der sowjetischen FĂŒhrung nach einer Kontrolle der Bauern sei damals mit der UnterdrĂŒckung der ukrainischen Lebensweise, Sprache und Kultur verschmolzen, heißt es in der Bundestags-Drucksache. "Damit liegt aus heutiger Perspektive eine historisch-politische Einordnung als Völkermord nahe. Der Deutsche Bundestag teilt eine solche Einordnung."

    In der Bundestagsdebatte verurteilten alle Fraktionen den Holodomor, doch die rechte AfD und die Linke enthielten sich bei der Abstimmung ĂŒber den Antrag. Der AfD-Abgeordnete Marc Jongen sprach von einer "Instrumentalisierung der Geschichte" und wandte sich gegen eine "historische Gleichsetzung" mit dem heutigen Ukraine-Krieg. Gregor Gysi von der Linken warnte zudem vor einer möglichen Gleichsetzung von Adolf Hitler und Josef Stalin: "Stalin war schlimm, sehr schlimm, aber kein Hitler."

    In Österreich hatte vergangene Woche der ukrainische Botschafter in Wien, Wassyl Chymynez, sowie die NEOS die Verurteilung des Holodomors als Völkermord im Nationalrat gefordert.

  • 11/30/2022, 07:24 PM

    Russisches MilitÀr meldet Erfolge im Donbass

    Bei den schweren Gefechten im Donbass in der Ostukraine haben russische Truppen nach Moskauer Angaben die ukrainischen Verteidiger an zwei Stellen zurĂŒckgedrĂ€ngt.

  • 11/30/2022, 07:10 PM

    Reichster Russe Mordaschow beklagt hohe Verluste nach Sanktionen

    MilliardĂ€r Alexej Mordaschow, vor dem Krieg der reichste Mann Russlands, hat sich ĂŒber hohe Verluste durch die westlichen Sanktionen beklagt. "Wir bei Severstal haben etwas mehr als 400 Mio. Dollar (385,88 Mio. Euro) verloren - die sind in Europa hĂ€ngen geblieben, wurden als Waren- und Geldreserven beschlagnahmt", sagte der 57-JĂ€hrige am Mittwoch der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Es sei derzeit sehr schwer, Exporteinnahmen ins Land zurĂŒckzufĂŒhren, klagte er zugleich.

    Mordaschow fĂŒhrte vor Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine die "Forbes"-Liste der russischen MilliardĂ€re an. Wegen seiner Beteiligung an einer Bank und einer Medienholding, die beide als Kreml-nah gelten, landete Mordaschow als einer der ersten auf den westlichen Sanktionslisten. Das Forbes-Magazin stufte ihn deshalb schon im April auf Rang 5 herab. Sein geschĂ€tztes Vermögen soll von 29,1 Mrd. Dollar (28,07 Mrd. Euro) im Vorjahr auf 13,2 Mrd. Dollar (12,73 Mrd. Euro) gesunken sein. Der MilliardĂ€r bezeichnete die Sanktionen gegen ihn als ungerecht und sieht sich als fernab von der Politik.

    In Deutschland war Mordaschow vor dem Krieg grĂ¶ĂŸter EinzelaktionĂ€r beim Touristikkonzern TUI mit einem Anteil von 34 Prozent. Wegen der Sanktionen trat er 29,9 Prozent an eine Firma seiner Ehefrau Marina Mordaschowa ab.

  • 11/30/2022, 07:07 PM

    Litauen will Ausnahmezustand an Außengrenzen erneut verlĂ€ngern

    In Litauen will die Regierung den Ausnahmezustand in den Regionen entlang der Grenze zu Russland und Belarus erneut verlĂ€ngern - er soll nun bis zum 16. MĂ€rz 2023 gelten. Dies beschloss die Regierung des baltischen EU- und NATO-Landes am Mittwoch in Vilnius. Die Sonderregelung greift im Grenzgebiet sowie an anderen Grenzkontrollstellen wie etwa an FlughĂ€fen und Bahnhöfen. Die erneute VerlĂ€ngerung muss noch vom Parlament gebilligt werden. Der Ausnahmezustand wurde unmittelbar nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar verhĂ€ngt. In der Grenzregion zu Belarus ist bereits seit November 2021 der Ausnahmezustand ausgerufen.

  • 11/30/2022, 07:06 PM

    Kiew will Panzer und Beginn der Debatte ĂŒber NATO-Beitritt

    Die Ukraine dringt auf die Lieferung von Panzern, wie sie die NATO besitzt. DarĂŒber mĂŒsse es so rasch als möglich eine Entscheidung geben, sagt Außenminister Dmytro Kuleba bei der Konferenz der NATO-Außenminister in Bukarest. Sein Land benötige auch Raketenabwehrsysteme vom Typ Patriot, um die zivile Infrastruktur vor russischen Angriffen zu schĂŒtzen. Außerdem mĂŒsse die Diskussion ĂŒber den Antrag seines Landes auf Beitritt zum westlichen MilitĂ€rbĂŒndnis beginnen.

    Der ukrainische Außenminister rief die deutsche Regierung dazu auf, die Polen angebotenen Patriot-Flugabwehrsysteme an sein Land zu liefern. "Wenn Deutschland bereit ist, Patriots an Polen zu liefern, und Polen nichts dagegen hat, diese Patriots an die Ukraine zu ĂŒbergeben, dann halte ich die Lösung fĂŒr die Bundesregierung fĂŒr offensichtlich", sagte Kuleba. Die Patriots seien eine "rein defensive Waffe" und die Ukraine sei bereit, sie auf die sicherste und effizienteste Art und Weise zu betreiben. Die Ukraine brauche das System, um die Zivilbevölkerung und kritische Infrastruktur zu schĂŒtzen.

    Deutschland hatte zuvor in Reaktion auf den Einschlag einer vermutlich fehlgeleiteten Flugabwehrrakete in Polen angeboten, deutsche Flugabwehrbatterien vom Typ Patriot in Polen zu stationieren. Warschau regte dann aber eine Verlegung direkt ins Nachbarland an.

  • 11/30/2022, 07:05 PM

    Lawrow beschuldigt den Westen, Krieg gegen Russland zu fĂŒhren

    Das russische Außenministerium wirft dem Westen vor, in der Ukraine einen Krieg gegen Russland zu fĂŒhren. "Der Krieg, den der kollektive Westen gegen Russland losgetreten hat, wirkt sich auf die Lage der strategischen StabilitĂ€t aus", sagte Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch bei einer Konferenz in Moskau. Die Ukraine und ihre BĂŒrger wĂŒrden dabei als "Verbrauchsmaterial" verheizt, erklĂ€rte der 73-jĂ€hrige russische Chefdiplomat.

    Die Ukraine werde vom Westen zur Fortsetzung des Kriegs gedrĂ€ngt, fĂŒhrte Lawrow dabei aus. Russlands Sicherheitsdoktrin ziele darauf ab, jede Konfrontation zwischen den AtommĂ€chten zu verhindern, da es zu einer unkontrollierten Eskalation kommen könne. "Die westlichen Kollegen versuchen nun, von diesem Teil der Formel abzuweichen", klagte er.

    Die Ukraine sei in einen "BrĂŒckenkopf gegen russische Interessen verwandelt" worden, die NATO kein VerteidigungsbĂŒndnis mehr, sondern ein Aggressor sei. "Der expansionistische Globalismus, den dieser aggressive Block demonstriert, ist beispiellos." Er sei sicher, dass die Mehrheit der Staaten die Gefahr erkenne, die diese neue Linie der MilitĂ€rallianz bedeute, sagte Lawrow. Russland stellte er als eine Art Vorreiter gegen den westlichen Kolonialismus dar, um die Staaten Asiens und Afrikas auf seine Seite zu ziehen.

    RUSSISCHER AUSSENMINISTER LAWROW IN ÖSTERREICH
  • 11/30/2022, 07:02 PM

    Ein Verletzter nach explodierender Briefbombe in Ukraine-Botschaft in Madrid

    Bei der Explosion einer Briefbombe in der Botschaft der Ukraine in der spanischen Hauptstadt Madrid ist ein Botschaftsmitarbeiter verletzt worden. Der Mann, der den Brief am Mittwochmittag geöffnet habe, sei nur leicht verletzt worden, berichteten die Medien. Er habe sich trotzdem vorsichtshalber ins Krankenhaus begeben. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba ordnete umgehend an, die Sicherheitsvorkehrungen an allen Auslandsvertretungen seines Landes zu verschĂ€rfen.

    Die spanischen Behörden habe Kuleba aufgefordert, den Vorfall zu untersuchen, teilt das Außenministerium mit. Wer immer hinter dem Anschlag stecke, werde es nicht schaffen, ukrainische Diplomaten einzuschĂŒchtern oder ihre tĂ€gliche Arbeit fĂŒr die StĂ€rkung der Ukraine und fĂŒr den Widerstand gegen die russische Aggression zu stoppen, so Kuleba weiter.

  • 11/30/2022, 12:20 PM

    Russland: 300.000 Reservisten ausgebildet

    Die russische Armee hat in gut zwei Monaten seit der verkĂŒndeten Teilmobilisierung etwa 300 000 Reservisten und Freiwillige militĂ€risch ausgebildet. Dazu seien 3000 Ausbilder eingesetzt, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Mittwoch in Moskau. Das Training finde auf mehr als 100 TruppenĂŒbungsplĂ€tzen in Russland und Belarus statt, fĂŒgte er nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen hinzu.
    Wegen der hohen Verluste im Angriffskrieg gegen die Ukraine hatte PrĂ€sident Wladimir Putin am 23. September eine Teilmobilmachung verkĂŒndet. Berichten zufolge werden aber viele Reservisten ohne Vorbereitung und mit mangelhafter AusrĂŒstung direkt an die Front geschickt. Dementsprechend gibt es viele Tote und Verletzte.

  • 11/30/2022, 07:26 AM

    Trommelfeuer, Mondlandschaften

    60.000 Artilleriegranaten pro Tag: Allein die schlichten Zahlen lassen den Wahnsinn der russischen Offensive im Donbass erahnen, die in diesen Tagen wieder Fahrt aufnimmt. Rund um die Stadt Bachmut geht das Trommelfeuer, begleitet von Marschflugkörpern und Kampfdrohnen, auf die ukrainischen Stellungen nieder. Die sind in mehreren Reihen gestaffelt, um einen Infanterieangriff nach Ende des Trommelfeuers besser abwehren zu können. Ein Szenario also, das bis in viele Details an jenes der Westfront im Ersten Weltkrieg erinnert.

  • 11/30/2022, 06:14 AM

    Lage an der Front schwierig

    Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj berichtet von einer schwierigen Situation an der Front. "Trotz extrem hoher Verluste versuchen die Besatzer immer noch, in der Donezsk-Region vorzustoßen, in der Region Luhansk Fuß zu fassen, in die Charkiw-Region einzudringen", sagt er in seiner abendlichen Videoansprache. "Irgendwas planen sie im SĂŒden." Die Angaben können von unabhĂ€ngiger Seite nicht ĂŒberprĂŒft werden.

    Hier geht's zum aktuellen Lagebericht:

  • 11/30/2022, 05:43 AM

    Ukraine griff laut Gouverneur Kraftwerk in russischer Region Kursk an

    Russland beschuldigt die Ukraine, im russischen Oblast Kursk ein Kraftwerk angegriffen zu haben. "Insgesamt wurden etwa elf Raketen gezĂŒndet. Ein Kraftwerk wurde getroffen", schreibt der Gouverneur der Region auf Telegram. Aus diesem Grund gebe es teilweise StromausfĂ€lle in den Bezirken Sudzha und Korenevo. Die Kreise liegen an der Nordostgrenze der Ukraine. Es gab keine unmittelbaren Informationen ĂŒber mögliche Verletzte oder Opfer, fĂŒgt er hinzu.

    Reuters war nicht in der Lage, die Berichte unabhĂ€ngig zu ĂŒberprĂŒfen. Die Ukraine bekennt sich bislang nicht zu den Angriffen. Die russischen Behörden haben die Regierung in Kiew wiederholt beschuldigt, in den an die Ukraine angrenzenden Regionen Ziele wie Stromleitungen, Treibstoff- und Munitionslager anzugreifen.
     

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