Hormus-Öffnung für Trump keine Priorität + Expertin über Trump: "Agiert kopflos im Iran"
- Israel und die USA haben Ende Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen. Dabei wurden prominente Köpfe des Regimes getötet: etwa der Oberste Führer Ali Khamenei, Sicherheitschef Larijani, der iranische Geheimdienstminister Ismail Chatib und der Sprecher der Revolutionsgarden.
- Das US-Militär soll einen möglichen Einsatz mit Bodentruppen planen. Im Nahen Osten sind bereits weitere US-Spezialeinheiten angekommen.
- US-Präsident Trump würde gerne die Kontrolle über das Öl im Iran übernehmen, 3.000 Ziele sind laut Trump noch übrig.
- Bei einer Explosion im Libanon sind zwei Soldaten der UNO-Friedenstruppe UNIFIL getötet worden.
- Der Iran setzt den Beschuss der Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen unablässig fort. Im Persischen Golf wurde ein Öltanker getroffen.
- Die USA haben ein Munitionsdepot in der iranischen Stadt Isfahan angegriffen.
- Trump soll bereit sein, den Krieg zu beenden, auch wenn die Straße von Hormus weitgehend blockiert bleibe. Außenminister Marco Rubio hingegen zeigte sich überzeugt, dass die Meerenge wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird.
- "Agiert kopflos im Iran": USA-Expertin Ashbrook sprach im ZiB2-Interview über die Ziele von Trump.
- Trump könnte die Länder am Persischen Golf an den Kriegskosten beteiligen.
- Israels Premier Benjamin Netanjahu sieht mehr als die Hälfte der Kriegsziele erreicht.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
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- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
- Warum die Hormus-Sperre eine Eskalation des Krieges wahrscheinlicher macht
- Indien bis Japan: Der Iran-Krieg stürzt Asien in die Energiekrise
- Warum Israel die neue Bodenoffensive im Libanon begonnen hat
- Wasser als Waffe: Die Golfstaaten haben einen verwundbaren Punkt
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- Hormus-Ultimatum: Trumps Spiel mit dem Feuer
- Energieagentur warnt vor schwerster Energiekrise seit Jahrzehnten.
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- Mohammad Bagher Ghalibaf: Die neue Schlüsselfigur im Iran
- Die Straße von Hormus ist dicht: Teure Folgen für Österreichs Esstische
- Erstmals seit Beginn des Iran-Krieges hat die Houthi-Miliz im Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert und damit den Konflikt ausgeweitet.
Iran-Krieg
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Netanjahu zu Kriegszielen: "Haben die Hälfte hinter uns"
Der israelische Regierungschefs Benjamin Netanjahu ist zuversichtlich, dass das Regime im Iran fallen wird.
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Trump könnte arabische Länder um Kriegskosten-Anteil bitten
Das Weiße Haus signalisiert, dass US-Präsident Donald Trump den Ländern am Persischen Golf eine Beteiligung an den Kosten des Iran-Krieges nahelegen will. Sie wolle Trump nicht vorgreifen, aber sie wisse, dass er diese Idee habe und gehe davon aus, dass er sich dazu noch äußern werde, sagte Sprecherin Karoline Leavitt.
Ein Journalist sprach in Leavitts Pressekonferenz in Washington an, dass im Golfkrieg 1990 nach der Besetzung Kuwaits durch Iraks Diktator Saddam Hussein arabische Nachbarländer wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einen Großteil der Kosten getragen hätten. Sie denke, Trump sei ziemlich interessiert daran, sie auch jetzt dazu aufzurufen, sagte Leavitt dazu.
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Menschenrechtsorganisation verurteilt Rekrutierung von Kindern
Die Menschenrechtsorganisation HRW hat die Rekrutierung von Kindern durch die iranischen Revolutionsgarden scharf verurteilt. "Die Rekrutierung und der Einsatz von Kindern im Militär stellen eine schwerwiegende Verletzung der Kinderrechte dar und gelten als Kriegsverbrechen, wenn die Kinder jünger als 15 Jahre sind", hieß es in einer Erklärung der Organisation. "Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass die iranischen Behörden offenbar bereit sind, das Leben von Kindern für etwas zusätzliche Arbeitskraft zu riskieren", sagte Bill Van Esveld, Vizedirektor in der HRW-Abteilung für Kinderrechte, laut der Mitteilung.
Hintergrund sind Aufrufe einer den mächtigen Revolutionsgarden unterstellten Organisation, die in der Hauptstadt Teheran Freiwillige mobilisieren will. Interessierte ab 12 Jahren könnten sich in Moscheen und an Stützpunkten registrieren.
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Rubio: Straße von Hormus wird wieder für Schifffahrt öffnen
US-Außenminister Marco Rubio zeigte sich unterdessen überzeugt, dass die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird - "so oder anders". Entweder werde sich der Iran bereit erklären, "sich an internationales Recht zu halten" und die Meerenge nicht zu blockieren, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera. "Oder eine Koalition von Nationen aus der ganzen Welt und der Region wird mit Beteiligung der Vereinigten Staaten dafür sorgen, dass sie offen ist".
Rubio äußerte sich nicht weiter dazu, was genau er mit "dafür sorgen" meinte. Falls der Iran die Meerenge weiter blockieren sollte, drohten Teheran "wirkliche Konsequenzen, nicht nur seitens der Vereinigten Staaten, sondern von Ländern in der Region und der Welt", sagte Rubio.
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Hormus-Öffnung für Trump keine Priorität
Das Wall Street Journal berichtete unter Berufung auf US-Beamte, Trump habe seinen Beratern mitgeteilt, er sei bereit, den Krieg zu beenden, selbst falls die Straße von Hormus weitgehend blockiert bleibe. Trump habe entschieden, dass sich die USA auf ihre Hauptziele wie das Vorgehen gegen die Marine und die Raketenbestände des Irans konzentrieren sollten - und gleichzeitig diplomatisch Druck auf Teheran ausüben sollten, die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Sollte das nicht gelingen, würden die USA Druck auf Verbündete in Europa und am Golf ausüben, bei Bemühungen um die Öffnung der Meerenge die Führung zu übernehmen.
Die Informationen der Zeitung ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Trump ist dafür bekannt, viele seiner Positionen immer wieder zu verändern.
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US-Spezialeinheiten im Nahen Osten angekommen
Medienberichten zufolge sind weitere hunderte Mitglieder von US-Spezialeinheiten im Nahen Osten eingetroffen. Darunter seien Navy Seals, eine Eliteeinheit der US-Marine, wie die New York Times und der Sender CBS News berichten. Sie schlössen sich Tausenden Marineinfanteristen und Fallschirmjägern an.
Damit habe US-Präsident Donald Trump weitere militärische Optionen zur Verfügung, hieß es. Dazu zähle eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus, eine Einnahme der für Irans Ölexport wichtigen Insel Kharg oder eine Bergung von Irans hochangereichertem Uran. Solche Einsätze wären komplex und für US-Soldaten mit deutlich höherem Risiko verbunden als die bisherigen Luftangriffe.
Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs. Trump drängt Teheran öffentlich zu einer diplomatischen Lösung des von den USA und Israel begonnenen Krieges - spart aber gleichzeitig auch nicht mit Drohungen einer weiteren militärischen Eskalation.
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USA bombardieren Munitionsdepot in Isfahan
Die USA führten unterdessen einem Medienbericht zufolge einen massiven Angriff auf ein Munitionsdepot in der iranischen Stadt Isfahan durch. Dafür habe das US-Militär in der Nacht eine große Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2.000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) eingesetzt, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf einen US-Beamten.
US-Präsident Donald Trump postete am Montagabend auf seiner Plattform Truth Social einen Videoclip, der Explosionen zeigt. Er nannte dazu allerdings keinerlei Kontext. Der Zeitung zufolge handelte es sich dabei um ein Video des Angriffs in Isfahan. Der 31 Sekunden lange Videoclip zeigt eine Reihe von Explosionen. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass nach dem ursprünglichen Angriff dort gelagerte Munition explodierte. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine wollen heute bei einer Pressekonferenz im Pentagon über den Kriegsverlauf berichten.
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Golfstaaten weiter unter Beschuss - Öltanker getroffen
Der Iran setzt auch einen Monat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe den Beschuss der Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen unablässig fort. Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten in der Nacht auf Dienstag erneute Angriffe.
Im Persischen Golf wurde vor der Küste von Dubai ein riesiger kuwaitischer Öltanker getroffen, teilte die Kuwait Petroleum Corporation laut der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna mit.
Es brach ein Feuer aus, das nach Angaben der Behörden in Dubai erst nach mehreren Stunden gelöscht werden konnte. Verletzte gebe es nicht.
Der Iran will US-Streitkräfte aus dem Nahen Osten verwiesen sehen. Außenminister Abbas Araghchi schrieb in der Nacht auf der Plattform X, es sei für Saudi-Arabien "höchste Zeit, die US-Streitkräfte des Landes zu verweisen".
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Iran: Parlamentsausschuss billigt Maut für Straße von Hormus
Der Sicherheitsausschuss des iranischen Parlaments hat den Gesetzentwurf für ein Mautsystem in der Straße von Hormus gebilligt. Der Vorschlag solle umgehend im Parlament beraten und verabschiedet werden, sagte das Ausschussmitglied, Mojtaba Sarei, der Nachrichtenagentur Fars. Der Entwurf sieht laut Sarei außerdem vor, dass Schiffe aus den USA, Israel sowie aus Staaten, die in den vergangenen Jahren Sanktionen gegen den Iran verhängt haben, die Meerenge nicht passieren dürfen.
Auch Schiffe aus der EU wären davon betroffen. Die Maut soll laut Fars in der Landeswährung Rial erhoben werden. Der Iran will damit die Landeswährung Rial stärken und US-Sanktionen umgehen. Damit hat der Staat die volle Kontrolle über den Geldfluss.
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Neuer Raketenangriff Teherans auf Israel
Israel ist Montagabend erneut vom Iran aus mit Raketen attackiert worden. Die israelische Armee wies die Bürger deshalb an, bis auf Weiteres Schutzräume aufzusuchen. Im Großraum Tel Aviv heulten Warnsirenen, Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. Das Nachrichtenportal "ynet" teilte unter Berufung auf Rettungskräfte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte. Eine Rakete sei offenbar in offenem Gelände niedergegangen. Es war der erste Raketenangriff seit Stunden.
Über die Zahl der abgefeuerten Raketen gab es zunächst keine Angaben. Auch die Attacken auf die Golfstaaten gingen unterdessen weiter.
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Tausende US-Fallschirmjäger in Nahost
Im Nahen Osten sind nach Angaben von Vertretern der US-Regierung Tausende Soldaten der 82. US-Luftlandedivision eingetroffen. Bereits am Wochenende seien 2.500 Marineinfanteristen in die Region verlegt worden, sagten die US-Insider am Montag. Der genaue Einsatzort der Soldaten, zu denen auch eine Kampfbrigade sowie Logistik- und Kommandoeinheiten gehören, wurde zunächst nicht genannt. Eine Entscheidung über Vorstöße von Bodentruppen im Iran sei jedoch noch nicht gefallen.
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Zwei Palästinenser im Westjordanland erschossen
Israelische Soldaten haben am Montag im Westjordanland zwei Palästinenser getötet. Ein mit einem Messer bewaffneter Mann sei nahe der Stadt Dura auf israelische Soldaten zugelaufen, teilte das Militär mit. "Die Soldaten haben das Feuer auf den Terroristen eröffnet und haben ihn eliminiert." Das palästinensische Gesundheitsministerium bestätigte den Tod des 22-Jährigen durch Schüsse israelischer Soldaten.
Nach Angaben des israelischen Militärs erschossen Soldaten außerdem nahe Tulkarem einen Mann, der sein Auto beschleunigt habe und auf sie zugesteuert sei. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums ereignete sich der Vorfall an einem Kontrollpunkt östlich von Tulkarem.
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Zwei UNIFIL-Soldaten bei Explosion getötet
Bei einer Explosion im Südlibanon sind am Montag zwei UNIFIL-Soldaten ums Leben gekommen. Wie die UNO-Friedensmission im Libanon mitteilte, hat eine Explosion "unbekannter Ursache" ihr Fahrzeug zerstört. Ein dritter Blauhelmsoldat sei schwer verletzt worden, ein weiterer habe bei dem Vorfall in der Nähe der Gemeinde Bani Haiyyan ebenfalls Verletzungen erlitten. Bereits Sonntagabend war ein Blauhelmsoldat bei der Explosion eines Geschosses im Süden des Libanon getötet worden.
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EU weitet Marineeinsatz aus
Die EU weitet ihre Marineeinsätze im Roten Meer und westlichen Indischen Ozean aus, wird sich aber vorerst nicht an möglichen Einsätzen zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Straße von Hormus beteiligen. Wie die Vertretung der Mitgliedstaaten mitteilte, sieht eine Ergänzung des Mandats vor, dass die beteiligten Schiffe und Flugzeuge künftig auch Informationen über verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit kritischer Unterwasserinfrastruktur sammeln können.
Diplomaten betonten am Montag in Brüssel, dass die geplante Ausweitung der Einsätze nicht im Zusammenhang mit Forderungen von US-Präsident Donald Trump steht. Dieser verlangt von europäischen Alliierten, einen Beitrag zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Straße von Hormuz zu leisten. Hintergrund ist nach Angaben aus Brüssel unter anderem auch eine bessere Beobachtung der russischen Schattenflotte.
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Mehrere Blauhelmsoldaten nach Explosion im Libanon verletzt
Erneut sind UNO-Blauhelmsoldaten beim Konflikt zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel im Libanon zwischen die Fronten geraten. Bei einer Explosion seien einige Soldaten der UNO-Friedenstruppe UNIFIL verletzt worden, ihr Fahrzeug sei schwer beschädigt worden, teilte UNIFIL-Sprecherin Kandice Ardiel mit. Zunächst wurde nicht mitgeteilt, wie viele Soldaten verletzt wurden.
Zwei Soldaten konnten demnach jedoch zunächst nicht geborgen werden, da Sicherheitsgarantien für das Gebiet fehlten. "Nach Absprache mit libanesischen und israelischen Behörden ist ein Team in das Gebiet unterwegs, um die Evakuierung abzuschließen", sagte Ardiel. Der UNIFIL-Truppe gehören auch 171 Soldatinnen und Soldaten des österreichischen Bundesheeres an.
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Fed-Chef Powell: Warten bei Zinspolitik erst einmal ab
US-Notenbankchef Jerome Powell hat trotz des Iran-Kriegs eine abwartende Haltung in der Geldpolitik signalisiert. Die Fed sei entschlossen, die Inflation nachhaltig auf ihr Ziel von zwei Prozent zurückzuführen, sagte der Chef der Federal Reserve (Fed) am Montag an der Harvard-Universität. Die Geldpolitik sei an einem guten Punkt, um abzuwarten und zu beobachten, wie sich die aktuelle Lage entwickle.
Die längerfristigen Inflationserwartungen schienen trotz des aktuellen Energieschocks stabil zu sein. Die Zentralbank müsse noch keine Entscheidung über ihr weiteres Vorgehen angesichts der jüngsten Turbulenzen treffen.
"Die Inflationserwartungen scheinen über den kurzfristigen Zeitraum hinaus gut verankert zu sein", sagte Powell. Was den mit dem Iran-Krieg verbundenen Energieschock angehe, so wisse man zwar noch nicht, welche wirtschaftlichen Auswirkungen dies haben werde, werde aber die Entwicklung des Preisdrucks nach der langen Zeit über dem Zwei-Prozent-Ziel genau beobachten.
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Erneut Geschoss von der NATO in der Türkei abgefangen
In der Türkei ist erneut ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss von einem NATO-Abwehrsystem abgefangen worden. Es sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit. Alle notwendigen Maßnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, hieß es. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht.
Es ist bereits der vierte Vorfall dieser Art in den vergangenen Wochen. Die NATO hatte die bisherigen Abfangaktionen bestätigt. Zuletzt war eine ballistische Rakete in den türkischen Luftraum eingedrungen und zerstört worden. Die iranische Führung dementierte bisher stets, die Türkei beschossen zu haben.
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Iran will Botschafter nicht aus dem Libanon abziehen
Trotz einer Ausweisung der Behörden im Libanon will der iranische Botschafter das Land nicht verlassen. Der Botschafter in Beirut werde seine Arbeit fortsetzen und an seinem Einsatzort bleiben, sagte der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghaei laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Das libanesische Außenministerium wollte sich zu der Angelegenheit auf Nachfrage zunächst nicht äußern.
Das libanesische Außenministerium hatte den iranischen Botschafter im Land Mohammed Reza Sheibani vergangene Woche zur Persona non grata erklärt. Er hätte das Land eigentlich bis gestern verlassen sollen.
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Plastikmistsackerl-Hamsterkäufe in Südkorea
Nach Hamsterkäufen von Plastikmistsackerln hat der südkoreanische Energieminister am Montag Befürchtungen über einen Engpass zu zerstreuen versucht. "Es besteht kein Grund zur Sorge über die Versorgung mit Standard-Müllsäcken", erklärte Energieminister Kim Sung Whan in Onlinenetzwerken. Es gebe "reichlich Kapazitäten für die Verwendung von recycelten Rohmaterialien, sodass es für mehr als ein Jahr keine Lieferengpässe geben wird."
Südkorea importiert viel Erdöl und Nebenprodukte, aus denen Plastik und andere Waren hergestellt werden. Haushaltsmüll kann in dem Land nur in regierungsregulierten, speziellen Beuteln entsorgt werden. Laut der Stadtverwaltung der Hauptstadt Seoul haben sich die täglichen Verkäufe der Müllbeutel in der vergangenen Woche auf 2,7 Millionen nahezu verfünffacht. Große Einzelhandelsunternehmen führten demnach Obergrenzen für die Abgabe pro Kunde ein.
Die meisten der südkoreanischen Ölimporte müssen die Straße von Hormus passieren, die der Iran seit Beginn der US-israelischen Angriffe faktisch blockiert hält. Südkorea reagierte auf die steigenden Energiepreise mit einem Deckel für Kraftstoffpreise. Zudem appellierten die Behörden an die Bevölkerung, durch kürzere Duschen sowie mehr Radfahren und zu Fuß gehen Energie zu sparen.
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Trump: Ohne Deal wird Irans Infrastruktur ausgelöscht
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit massiven Angriffen, falls es keine rasche Einigung zur Beendigung der Kämpfe und zur Öffnung der Straße von Hormus gibt. Zugleich schrieb er auf seiner Plattform Truth Social, die USA führten "ernsthafte Gespräche mit einer NEUEN UND VERNÜNFTIGEREN REGIERUNG", um die Militäroperation zu beenden. Einem Medienbericht zufolge erwägt Trump im Iran einen Militäreinsatz zur Bergung von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran.
Es seien "große Fortschritte erzielt" worden, schrieb Trump. Sollte es jedoch keine Einigung geben und die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet werden, "werden wir unseren netten "Aufenthalt" im Iran abschließen, indem wir alle ihre Stromkraftwerke, Ölquellen und die Insel Kharg (sowie möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) sprengen und vollständig auslöschen", schrieb der US-Präsident. Diese Ziele habe man bisher bewusst nicht angegriffen. Dies wäre Vergeltung für getötete US-Soldaten und andere Opfer, die der Iran während der "47-jährigen "Terrorherrschaft" des alten Regimes abgeschlachtet und getötet" habe.
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Angriff auf irakischen Luftwaffenstützpunkt
Bei einem Angriff auf einen irakischen Luftwaffenstützpunkt ist ein Antonov-132 Transportflugzeug der irakischen Luftwaffe zerstört worden. Das teilte das irakische Verteidigungsministerium mit. Demnach erfolgte der Raketen-Angriff auf die Muhammad Alaa Air Base am Montagfrüh von einem Vorort von Bagdad aus. Wer die Raketen abfeuerte, war zunächst nicht klar.
Es gebe keine Verletzten. Nach Angaben der Behörden wird das Ausmaß der Schäden bewertet und versucht, den Raketenbeschuss zurückzuverfolgen. Das irakische Verteidigungsministerium verurteilte den Angriff.
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EU-Ratspräsident: Guter Austausch mit Pakistan zu Diplomatie
EU-Ratspräsident Antonio Costa hat nach eigenen Angaben ein gutes Gespräch mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif über den Krieg im Iran geführt. In dem Telefonat sei es um Sharifs Einschätzung der Lage sowie um die Ergebnisse der jüngsten Beratungen der Außenminister Ägyptens, Saudi-Arabiens, Pakistans und der Türkei in Islamabad gegangen, teilte Costa auf der Plattform X mit.
Die EU sei zutiefst besorgt über die Fortdauer des Krieges und dessen zunehmende Auswirkungen weltweit. Pakistan bereitet nach eigenen Angaben für die kommenden Tage Gespräche vor, die zur Beendigung des Konflikts beitragen sollen.
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Iran: US-Vorschläge unrealistisch
Der Iran hat nach eigenen Angaben über Vermittler Nachrichten erhalten, die eine Verhandlungsbereitschaft der USA signalisieren. Die Führung in Teheran halte die US-Vorschläge jedoch für "unrealistisch, unlogisch und übertrieben", erklärt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei.
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Iran weist 1.200 Bürger der Emirate aus
Vor dem Hintergrund des Kriegs weist die iranische Regierung 1.200 Staatsbürger der Vereinigten Arabischen Emirate aus. Ihre Aufenthaltstitel seien aufgehoben worden, berichtete das Onlineportal Nurnews unter Berufung auf die Justiz. Sie seien angewiesen, den Iran innerhalb von einer Woche zu verlassen. Zuvor hatten die Emirate ihrerseits Iranerinnen und Iraner zur Ausreise gezwungen. Die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen dem Iran und den Emiraten sind nach Kriegsbeginn eskaliert. Seitdem feuern die iranischen Streitkräfte im Rahmen ihrer Vergeltungsangriffe fast täglich auf Ziele im Golfstaat.
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Starke Kurseinbrüche in Tokio und Seoul
Der Iran-Krieg und ein steigender Ölpreis hat den Börsen in Ostasien teilweise heftig zugesetzt. Der japanische Leitindex Nikkei 225 brach am Montag zum Handelsstart um mehr als fünf Prozent ein und schloss am Nachmittag mit einem Minus von 2,8 Prozent. Der südkoreanische Kospi sank um knapp 3 Prozent. Die ostasiatischen Volkswirtschaften sind stark von Öllieferungen über die derzeit nahezu geschlossene Straße von Hormus vor Iran angewiesen.
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Historische Orte im Iran beschädigt
Im Iran sind deutschen Regierungsangaben zufolge Dutzende historische Orte bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen beschädigt worden. Landesweit verzeichnete die Regierung Schäden an 131 historischen Bauwerken, wie aus einer Erklärung hervorgeht. Am stärksten betroffen ist demnach die Provinz der Hauptstadt Teheran mit 61 Fällen, gefolgt von der Kulturmetropole Isfahan mit 23 beschädigten Kulturwerken.
Das Ministerium für Kulturerbe, Tourismus und Handwerk berichtete außerdem über zahlreiche Schäden an touristischen Orten und Gebäuden, darunter Hotels und Erholungskomplexe in zehn Provinzen. Bereits kurz nach Kriegsbeginn hatte Irans Regierung zum Schutz der kulturellen Einrichtungen aufgerufen. Unter anderem der Golestanpalast in der Hauptstadt Teheran mit seiner prunkvollen Innenarchitektur wurde beschädigt. Der Palast im Herzen der Metropole wurde 2013 in die Liste der Weltkulturerbestätten der Unesco aufgenommen. In Isfahan wurde der berühmte Tschehel-Sotun-Palast in der Innenstadt in Mitleidenschaft gezogen.
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Spanien sperrt Luftraum für Militärflüge
Die spanische Regierung hat den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen. Diese Maßnahme "ist Teil der Entscheidung der spanischen Regierung, sich an diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstößt, nicht zu beteiligen und ihn nicht zu unterstützen", erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo im Interview des Radiosenders Cadena Ser.
Das Verbot betreffe nicht nur Starts von spanischem Boden, sondern auch den Überflug militärischer Flugzeuge, die etwa von Stützpunkten in Großbritannien oder Frankreich aus operieren, hatten zuvor die Zeitung El País und die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez berichtet.
Die Sperre des Luftraums zwingt auch US-Militärmaschinen dazu, das Nato-Mitglied Spanien auf dem Weg in den Nahen Osten zu umfliegen. Notfälle sind davon ausgenommen.
Madrid zählt in Europa zu den schärfsten Kritikern der militärischen Operationen der USA und Israels. Sánchez sagt immer wieder: "Nein zum Krieg!".
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Iran bestätigt Tod des Marinekommandanten
Der Iran bestätigt den Tod des Marinekommandanten der Revolutionsgarden, Aliresa Tangsiri. Er sei an den Folgen schwerer Verletzungen gestorben, berichten iranische Medien unter Berufung auf eine Erklärung der Revolutionsgarden. Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte bereits am 26. März erklärt, dass die israelischen Streitkräfte Tangsiri sowie hochrangige Offiziere der Marine eliminiert hätten.
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Inflation schnellt auch in Deutschland hoch
Die durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Ölpreise schlagen ersten Daten aus deutschen Bundesländern zufolge deutlich auf die Verbraucherpreise durch. In Bayern schnellte die Inflationsrate im März auf 2,8 Prozent nach oben, nachdem sie im Dezember noch bei 1,9 Prozent gelegen war. In Nordrhein-Westfalen kletterte sie von 1,8 auf 2,7 Prozent, in Niedersachsen von 1,9 auf 2,6 Prozent und in Baden-Württemberg von 1,8 auf 2,5 Prozent.
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Iranischer Politiker fordert Ausstieg aus Atomwaffensperrvertrag
Alaeddin Borujerdi, Mitglied des Nationalen Sicherheits- und Außenpolitischen Komitees, hat nach der Bombardierung mehrerer Nukleareinrichtungen durch Israel und die USA einen Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag (NPT) gefordert. Dies werde im Parlament ernsthaft diskutiert, sagte er.
Als Mitglied internationaler Abkommen habe sich der Iran zur Überwachung seiner nuklearen Aktivitäten verpflichtet und versichert, nicht nach Atomwaffen zu streben. Es sei nicht vorgesehen, "die strengsten Inspektionen zu akzeptieren und gleichzeitig keinerlei Unterstützung zu erhalten", sagte der erzkonservative Politiker. Scharfe Kritik äußerte er auch an Rafael Grossi, dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).
"Viele sind der Ansicht, dass diese Inspektionen der Agentur den Boden für Spionage bereiten", sagte Borujerdi. "Es ist nicht vorgesehen, dass wir die Spielregeln einhalten, während sie uns bombardieren", sagte der Parlamentsabgeordnete weiter. "Meiner Meinung nach ist die Zeit für einen Austritt aus dem NPT gekommen."
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Ölpreise ziehen an: Brent vor 120-Dollar-Marke
Die Ölpreise sind zum Start in die fünfte Handelswoche nach dem Beginn des Iran-Kriegs gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai stieg in der Nacht auf Montag um bis zu vier Prozent auf fast 117 Dollar. Damit näherte sich der Ölpreis wieder seinem vor drei Wochen erreichten Zwischenhoch von 119,50 Dollar an. Am frühen Morgen lag der Preis bei 115,55 Dollar und damit 2,7 Prozent höher als Ende vergangener Woche. Seit Beginn des Iran-Kriegs hat sich die Referenzsorte Brent um fast 60 Prozent verteuert. Auch die Preise anderer Ölsorten zogen seit dem Angriff Israels und der Vereinigten Staaten auf den Iran kräftig an. So kostet ein Barrel der US-Sorte WTI am Montagmorgen etwas mehr als 100 Dollar - und damit etwas mehr als 50 Prozent als vor dem Beginn des Iran-Kriegs. Der Preisschub hat Folgen für Wirtschaft und Verbraucher weltweit, so sind unter anderem die Kosten für Treibstoff in die Höhe geschnellt.
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Oppositionelle im Iran hingerichtet
Im Iran sind zwei Mitglieder einer dort verbotenen Oppositionsgruppe hingerichtet worden. Nach Angaben der Justiz wurden die Männer am Morgen durch Erhängen exekutiert, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Es war die Rede von "Elementen der terroristischen Gruppe der Heuchler", eine Anspielung auf die Volksmujaheddin. Sie sollen Angriffe geplant haben, zitierte die Nachrichtenagentur FARS die Justiz. In ihrer Wohnung seien Waffen sichergestellt worden.
Die Exil-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem im Iran zu stürzen. Im Ausland gründeten ihre Anhänger im Jahr 1981 den Nationalen Widerstandsrat (NWRI). Die Organisation ist jedoch äußerst umstritten und wird innerhalb und außerhalb des Iran auch von Oppositionellen größtenteils abgelehnt.
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Mojtaba Khamenei dankt Iranern
Einen Monat nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Khamenei hat sich dessen Sohn und Nachfolger Mojtaba Khamenei mit einer weiteren schriftlichen Botschaft an die Bevölkerung gewandt. Darin danke der neue oberste Führer den Iranern für ihre Unterstützung im Krieg gegen die USA und Israel, berichteten die Staatsmedien am Sonntag.
Seit seiner Ernennung ist Mojtaba Khamenei bisher nicht öffentlich aufgetreten und hat nur wenige schriftliche Erklärungen abgegeben. Diese Tatsache hat Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und Aufenthaltsort ausgelöst. Nach Berichten des Staatsfernsehens erholt er sich von den Folgen des Luftangriffs, bei dem sein Vater am 28. Februar getötet wurde.
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IAEA: Schwerwasserreaktor im Iran getroffen
Irans Forschungsreaktor Khondab wurde indes nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) durch Beschuss stark beschädigt. Der früher Arak genannte Schwerwasserreaktor sei nicht mehr betriebsfähig, erklärte die Behörde mit Sitz in Wien auf der Plattform X. Sie berief sich dabei unter anderem auf Satellitenbilder und eigene Kenntnisse der Einrichtung. Die Anlage enthalte kein deklariertes Nuklearmaterial. Der Iran habe den Beschuss des Reaktors am 27. März gemeldet, hieß es.
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Golfstaaten melden Angriffe
Die Vereinigten Arabischen Emirate und weitere regionale Nachbarn am Golf standen unterdessen weiter unter Beschuss durch den Iran. Die Flugabwehr habe am Sonntag 16 Raketen und 42 Drohnen abgefangen, meldete das emiratische Verteidigungsministerium. Seit Beginn des Kriegs vor vier Wochen habe das Land iranische Angriffe mit mehr als 410 Raketen, 1.900 Drohnen und 15 Marschflugkörpern abgewehrt. Bisher wurden elf Menschen getötet, darunter zwei Soldaten, und rund 180 weitere verletzt.
Die Streitkräfte im kleinen Golfstaat Bahrain teilten mit, dass dort bisher 170 Raketen und 390 Drohnen abgewehrt wurden. In Bahrain wie auch in Kuwait ertönten am Sonntag wieder die Warnsirenen wegen der laufenden Angriffe, mit denen der Iran auf Militärschläge der USA und Israels reagiert.
In Kuwait wurden bei einem Angriff auf einen Armeestützpunkt zehn Soldaten verletzt. Die Armee berichtete von 14 "feindlichen" Raketen und zwölf Drohnen im kuwaitischen Luftraum innerhalb von 24 Stunden.
Auch Saudi-Arabien wehrt weiterhin Angriffe ab. In der Nacht auf Sonntag und in der Früh seien zehn Drohnen abgefangen und zerstört worden, teilte das saudische Verteidigungsministerium mit.
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Israel: Erneut Drohnen der Houthi-Miliz abgefangen
Der Iran feuert nach Angaben des israelischen Militärs mehrere Raketenwellen auf Israel ab.
Zudem gebe es zum zweiten Mal seit Beginn des US-israelischen Krieges einen Angriff aus dem Jemen, teilt das Militär mit. Es seien zwei Drohnen aus dem Jemen abgefangen worden. Zuvor hatten im Raum der Hafenstadt Eilat am Roten Meer im Süden Israels die Sirenen geheult.
Die islamistische Houthi-Miliz war am Samstag an der Seite Teherans in den vor einem Monat von Israel und den USA gegen den Iran begonnenen Krieg eingetreten. Innerhalb von kurzen Abständen feuerten die Houthi Raketen und Drohnen auf Israel ab, die jedoch nach israelischen Armeeangaben allesamt abgefangen wurden. Die Miliz kontrolliert weite Teile des Jemens und erhält von der iranischen Führung militärische Unterstützung.
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Stromversorgung in Teheran angegriffen
Aus dem Iran sind Sonntagabend erneut schwere Angriffe der USA und Israels gemeldet worden. Nach Angaben des Energieministeriums zielten die jüngsten Attacken auf Anlagen der Stromversorgung in der Hauptstadt Teheran ab. Infolgedessen kam es in verschiedenen Stadtteilen zu Stromausfällen. Einsatzteams seien in die betroffenen Gebiete entsandt worden, um die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen, meldete der Staatssender IRIB unter Berufung auf das Ministerium.
Die israelische Armee meldete unterdessen neue Angriffe auf Ziele der iranischen Führung in Teheran. Das Militär machte zunächst allerdings keine Angaben zu den genauen Zielen der abermaligen Angriffswelle.
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Mehr als 100.000 zivile Einrichtungen im Iran beschädigt oder zerstört
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran wurden nach jüngsten Angaben des Roten Halbmonds mehr als 100.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört. Allein in der Hauptstadt Teheran wurden demnach fast 40.000 Wohngebäude und Geschäftseinheiten getroffen. Zudem seien in den vergangenen vier Wochen rund 600 Schulen und fast 300 Gesundheitszentren angegriffen worden, teilte der Rote Halbmond auf der Plattform X mit. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht verifizieren.
Zur Zahl der Todesopfer gibt es keine aktuellen Angaben. Das iranische Gesundheitsministerium teilte Anfang der Woche mit, dass seit Kriegsbeginn am 28. Februar dieses Jahres mehr als 1.900 Menschen getötet worden seien, darunter 240 Frauen und über 200 Kinder. In derselben Zeitspanne seien zudem mehr als 24.800 Menschen verletzt worden.
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Pakistan bereit zu baldiger Ausrichtung von Iran-Gesprächen
Pakistan hat sich bereiterklärt, in den kommenden Tagen Gespräche zwischen den USA und dem Iran auszurichten. Das teilte der pakistanische Außenminister, Ishaq Dar, Sonntagabend mit. "Pakistan wird es als Ehre empfinden, in den kommenden Tagen bedeutsame Gespräche zwischen den beiden Seiten auszurichten und zu ermöglichen, um eine umfassende und dauerhafte Beilegung des andauernden Konflikts zu erreichen", hieß es. Zuvor waren gegenseitige Attacken weitergegangen.
Pakistan sei sehr erfreut darüber, dass sowohl der Iran als auch die USA ihr Vertrauen in Pakistan als Vermittler bei diesen Gesprächen zum Ausdruck gebracht hätten. Auch China unterstütze uneingeschränkt Pakistans Initiative, Gespräche zwischen dem Iran und den USA zu veranstalten, hieß es weiter.
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Trumps Ex-Berater Bolton: Konflikt auch Europas Problem
Der frühere Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, rät Europa zu einer stärkeren Rolle im Iran-Konflikt. "Iran liegt näher an Europa als an den USA", sagte Bolton der "Augsburger Allgemeinen". Zudem reichten Irans Raketen offenbar weiter als erwartet und könnten beinahe ganz Europa erreichen. Auch wirtschaftlich sei der Kontinent wegen gestiegener Ölpreise betroffen. Außerdem sei Europa immer wieder Ziel iranisch gesteuerter Terrorangriffe.
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Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Südisrael
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind am Sonntag rund um die Wüstenstadt Beersheba im Süden des Landes mehrere Menschen verletzt worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldete Sonntagnachmittag elf Verletzte durch von Druckwellen umhergeschleuderte Gegenstände. Im Süden Israels gab es mehrfach Raketenalarm, in vielen Gegenden heulten Sirenen. Auch die Golfstaaten melden weitere Angriffe Teherans.
Nach einem Raketenangriff ebenfalls Sonntagnachmittag brach außerhalb von Beersheba zudem ein großer Brand in einer Chemiefabrik aus. Auf Fernsehbildern war eine riesige Rauchwolke zu sehen. Kurzzeitig bestand die Sorge, dass bei dem Brand gefährliche Stoffe austreten und eine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Das israelische Umweltministerium gab jedoch nach Untersuchungen Entwarnung.
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Aus Libanon ausgewiesener Iran-Botschafter wird Land nicht verlassen
Der wegen seiner mutmaßlichen Einflussnahme auf die pro-iranische Hisbollah im Libanon zur unerwünschten Person erklärte iranische Botschafter wird der Aufforderung zur Ausreise nach iranischen Angaben nicht nachkommen. Mohammed Reza Sheibani werde den Libanon "nicht verlassen", erfuhr AFP am Sonntag aus iranischen Diplomatenkreisen. Dies geschehe "gemäß den Wünschen des (libanesischen) Parlamentspräsidenten Nabih Berri und der Hisbollah".
Das libanesische Außenministerium hatte am Dienstag erklärt, dass Sheibani das Land verlassen müsse, und ihm eine Frist bis Sonntag gesetzt. Das Ministerium warf Sheibani vor, mit Äußerungen "in die Innenpolitik des Libanon einzugreifen". Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hatte die Ausweisung als "mutige Entscheidung" gelobt.
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Netanjahu kündigt Ausweitung von Pufferzone im Libanon an
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat das Militär nach eigenen Angaben angewiesen, die Pufferzone im Südlibanon weiter auszuweiten. Ziel sei es, die Sicherheitslage an der nördlichen Grenze Israels zu stärken, sagte Netanjahu Sonntagabend. Zuvor war beim Vorrücken der israelischen Armee im Süden des Libanon erneut ein israelischer Soldat getötet worden. Der 22-jährige Fallschirmjäger sei "bei Kampfhandlungen im Südlibanon gefallen", erklärte die Armee.
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Mögliche Abstimmung über Todesstrafe-Gesetz in Israel am Montag
Das israelische Parlament will voraussichtlich am Montag abschließend über einen umstrittenen Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen entscheiden. Eine genaue Uhrzeit der Abstimmung war zunächst nicht bekannt. Der Vorstoß der Partei Otzma Yehudit des rechtsextremen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir gilt als höchst umstritten. Kritiker sehen ihn als rassistisch an, weil er de facto nur Palästinenser betrifft.
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"Verlogene Person ohne psychisches Gleichgewicht"
Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) äußerten sich zu einer möglichen Bodenoffensive. "(US-Präsident Donald) Trump würde mit einer solchen Aktion die amerikanischen Truppen den Haien im Persischen Golf zum Fraß vorwerfen", erklärten die IRGC gegenüber IRIB. Trump sei eine "verlogene Person ohne psychisches Gleichgewicht" und direkt verantwortlich für die aktuelle Misere und die daraus entstehenden Schäden.
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