Pentagon bereitet wochenlange Bodenoffensive im Iran vor + Houthi greifen in Iran-Krieg ein
- Israel und die USA haben Ende Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen. Dabei wurden prominente Köpfe des Regimes getötet: etwa der Oberste Führer Ali Khamenei, Sicherheitschef Larijani, der iranische Geheimdienstminister Ismail Chatib und der Sprecher der Revolutionsgarden.
- Israel rechnet damit, dass Trump bald eine Waffenruhe verkünden könnte.
- Der US-Präsident hat dem Iran eine Frist zur Freigabe der Straße von Hormus gestellt und mehrmals verschoben. Sie soll nun am 6. April enden.
- Indes kassiert der Iran offenbar eine Art "Mautgebühr" für jedes Schiff, das doch die Straße von Hormus passieren will.
- Die Nationalbank hat mehrere Szenarien durchgerechnet: Ohne Gegenmaßnahmen könnte sich der Ölpreis durch den Iran-Krieg fast verdoppeln.
- Am Freitag wurde bei einem Angriff ein iranischer Schwerwasserreaktor getroffen.
- Erste Stornierungen: Der Iran-Krieg wirft seinen Schatten auf dem heimischen Tourismus.
- Im Iran sind nach Angaben des Rotes Kreuzes mehr als 1.900 Menschen ums Leben gekommen, mindestens 20.000 Personen wurden verletzt.
- Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Pläne für einen möglichen Einsatz mit Bodentruppen im Iran vorbereitet.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
- Warum die Hormus-Sperre eine Eskalation des Krieges wahrscheinlicher macht
- Indien bis Japan: Der Iran-Krieg stürzt Asien in die Energiekrise
- Warum Israel die neue Bodenoffensive im Libanon begonnen hat
- Wasser als Waffe: Die Golfstaaten haben einen verwundbaren Punkt
- Uran im Iran: US-Spezialeinheiten stehen vor höchst gefährlicher Mission
- Hormus-Ultimatum: Trumps Spiel mit dem Feuer
- Energieagentur warnt vor schwerster Energiekrise seit Jahrzehnten.
- Doch kein sicherer Hafen: Warum der Goldpreis ausgerechnet in der Krise schwächelt
- Mohammad Bagher Ghalibaf: Die neue Schlüsselfigur im Iran
- Die Straße von Hormus ist dicht: Teure Folgen für Österreichs Esstische
- Erstmals seit Beginn des Iran-Krieges hat die Houthi-Miliz im Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert und damit den Konflikt ausgeweitet.
Iran-Krieg
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Kriegsbilanz Emirate und Bahrain
Auch in anderen Ländern der Region dauern die iranischen Gegenangriffe an. Mehrere Golf-Staaten meldeten erneut Schäden, darunter nach Angriffen auf ein Metallwerk in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate), bei dem es nach offiziellen Angaben auch mehrere Verletzte gab. Auch Katar, Bahrain, Kuwait und Saudi-Arabien meldeten neue Angriffe. In Kuwait zielten einige davon nach offiziellen Angaben auf das Umfeld des internationalen Flughafens und verursachten erhebliche Schäden am Radarsystem.
Die Flugabwehr habe heute 16 Raketen und 42 Drohnen abgefangen, meldete das emiratische Verteidigungsministerium. Seit Beginn des Kriegs vor vier Wochen habe das Land iranische Angriffe mit mehr als 410 Raketen, 1.900 Drohnen und 15 Marschflugkörpern abgewehrt. Bisher wurden elf Menschen getötet, darunter zwei Soldaten, und rund 180 weitere verletzt. Die Streitkräfte von Bahrain teilten mit, dass dort bisher 170 Raketen und 390 Drohnen abgewehrt wurden.
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In Israel sorgt das Vorgehen der Polizei für Aufregung. Dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, dem Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, sowie dem Kustos des Heiligen Landes, Monsignore Francesco Ielpo, wurde am Palmsonntag der Zutritt zur Grabeskirche in Jerusalem verwehrt.
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Büro von katarischem Nachrichtensender Al-Araby in Teheran bei Raketenangriff beschädigt
Bei einem israelischen Raketenangriff auf die iranische Hauptstadt Teheran wurde ein Büro des katarischen Nachrichtensenders Al-Araby beschädigt. Der Sender schrieb am Sonntag im Online-Dienst X, eine israelische Rakete habe das Gebäude getroffen, in dem sich die Redaktionsräume befinden. Dabei sei "erheblicher Schaden" entstanden, die Live-Berichterstattung sei deswegen unterbrochen worden. Aufnahmen aus dem Inneren des Gebäudes zeigten zerbrochene Scheiben, Glas und Trümmerteile. Aufnahmen von außen zeigten Trümmerteile auf den Straßen und beschädigte Gebäude. In Teheran gab es laut Medienberichten am Sonntag wiederholt Explosionen. Im Osten der Stadt stieg Rauch auf.
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USA und Israel greifen Hafen nahe Straße von Hormus an
Israel und die USA haben nach Angaben iranischer Staatsmedien einen Hafen nahe der Straße von Hormus angegriffen. Bei dem Angriff auf den Kai des Hafens von Bandar Khamir seien fünf Menschen getötet und vier weitere Menschen verletzt worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Sonntag. In der iranischen Hauptstadt Teheran gab es unterdessen laut Medienberichten wiederholt Explosionen. Im Osten der Stadt stieg Rauch auf.
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Houthi-Miliz feuert erneut Raketen und Drohnen auf Israel ab
Die Houthi-Miliz im Jemen hat nach ihrem Eintritt in den Iran-Krieg an der Seite Teherans Israel innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal angegriffen. Am Samstagabend seien eine Drohne über der südlichen Stadt Eilat und ein Marschflugkörper vor Erreichen israelischen Territoriums abgefangen worden, berichtete die "Times of Israel" unter Berufung auf das Militär. Am Samstagmorgen hatte die Miliz bereits eine Rakete auf den jüdischen Staat gefeuert.
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EU-Mission warnt vor Houthi-Angriffen auf Schifffahrt
Die EU-geführte Marinemission "Aspides" warnt vor Angriffen der proiranischen Houthi-Miliz im Jemen auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer und im östlichen Golf von Aden. Schiffe könnte dort erneut ins Visier geraten, teilte die Marinemission mit Sitz im griechischen Larissa mit. Reedereien, deren Schiffe sich in der Region befinden, werde empfohlen, besonders vorsichtig zu sein.
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Iran droht mit Angriffen gegen israelische und US-Unis
Der Iran droht mit Angriffen gegen israelische und US-amerikanische Hochschuleinrichtungen als Vergeltung für mutmaßliche Attacken gegen zwei iranische Universitäten. Wenn die US-Regierung wolle, dass ihre Universitäten in der Region von Vergeltungsmaßnahmen verschont bleiben, müsse sie bis Montag 12 Uhr mittags Teheraner Zeit die Bombardierung von Universitäten verurteilen, zitierte die Nachrichtenagentur Fars auf der Plattform X eine Erklärung der Revolutionsgarden.
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Israel: Teherans Waffenproduktion "in wenigen Tagen" zerstört
Das israelische Militär will nach Darstellung eines Sprechers die iranische Waffenproduktion "in wenigen Tagen" weitgehend zerstört haben. Die Streitkräfte würden in diesem Zeitraum "die Angriffe auf alle wichtigen Komponenten der (iranischen) Militärindustrie abschließen", sagte Armeesprecher Effie Defrin Samstagabend.
Die israelische Luftwaffe fliegt seit Beginn des Iran-Kriegs vor vier Wochen intensive Angriffe gegen Ziele der iranischen Militärindustrie. Der "Times of Israel" zufolge geht das israelische Militär davon aus, schon bis jetzt an die 90 Prozent der Schlüsselanlagen der iranischen Waffenindustrie angegriffen zu haben.
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Medienverband wirft israelischer Armee "Übergriff" auf CNN-Team vor
Ein internationaler Presseverband warf der israelischen Armee die willkürliche und gewaltsame Festnahme eines CNN-Teams im Westjordanland vor. Die Journalisten des US-Nachrichtensenders seien am Donnerstag von israelischen Soldaten festgenommen worden, als sie über die Folgen eines Angriffs israelischer Siedler sowie die Errichtung eines illegalen Außenpostens nahe dem Dorf Tajasir berichtet hätten, erklärte die Foreign Press Association (FPA) am Samstag.
Die Soldaten hätten "aggressiv ihre Gewehre" auf das Team sowie auf anwesende palästinensische Zivilisten gerichtet, kritisierte die Organisation. Sie hätten dem Team befohlen, das Filmen einzustellen, und gedroht, die Kamera zu beschlagnahmen. Anschließend habe ein Soldat einen CNN-Fotografen von hinten in den Würgegriff genommen, ihn zu Boden gerissen und seine Kamera beschädigt.
"Dies war kein Missverständnis. Es war ein gewaltsamer Übergriff auf klar erkennbare Journalisten und ein direkter Angriff auf die Pressefreiheit", erklärte die FPA, die hunderte Journalisten in Israel und den Palästinensergebieten vertritt. Gewehre auf Journalisten und Medienteams festzunehmen, spiegle "eine zutiefst Besorgnis erregende Feindseligkeit gegenüber den Medien wider und kann unter keinen Umständen geduldet werden", mahnte die Journalistenorganisation.
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Teheran lässt pakistanische Schiffe durch Hormus
Der Iran erlaubt nach pakistanischen Angaben die Durchfahrt von 20 weiteren Schiffen unter pakistanischer Flagge durch die Straße von Hormus. Wie der pakistanische Außenminister Ishaq Dar mitteilte, dürfen künftig zwei dieser Schiffe pro Tag die Meerenge passieren.
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Weitere US-Marinekräfte in Region eingetroffen
Weitere US-Marinekräfte sind im Nahen Osten eingetroffen. Das amphibische Angriffsschiff "USS Tripoli" erreichte nach Angaben des hauptsächlich für den Nahen Osten zuständigen US-Regionalkommandos CENTCOM bereits am Freitag dessen Einsatzgebiet, wie am Samstag berichtet wurde. Es dient als Flaggschiff einer kombinierten Seestreitkraft mit etwa 3.500 Einsatzkräften. Die USA haben bereits Tausende Marinesoldaten in den Nahen Osten verlegt.
Nach früheren US-Angaben befinden sich mehr als 50.000 Soldaten in der Region.
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Neun Sanitäter bei israelischen Angriffen im Südlibanon getötet
Bei fünf Angriffen Israels auf Gesundheitseinrichtungen im Südlibanon sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Samstag neun Sanitäter getötet und sieben weitere verletzt worden. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus teilte mit, die wiederholten Angriffe beeinträchtigten die Gesundheitsversorgung in der Region sehr.
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Saudi-arabische Pipeline erreicht volle Kapazität
Die saudi-arabische Ost-West-Pipeline wird einem Medienbericht vom Samstag zufolge inzwischen mit ihrer vollen Kapazität genutzt. Durch die Röhre zur Umgehung der vom Iran blockierten Straße von Hormus würden sieben Millionen Barrel Öl pro Tag gepumpt, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf einen Insider.
Der staatliche Ölkonzern ARAMCO lehnt eine Stellungnahme ab. ARAMCO-Chef Amin Nasser hatte Anfang März erklärt, dass die Pipeline bald voll ausgelastet werde.
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Israelische Armee tötete 15-Jährigen im Westjordanland
Im besetzten Westjordanland ist nach palästinensischen Angaben ein 15-Jähriger bei einem israelischen Militäreinsatz getötet worden. Der Jugendliche sei am späten Freitagabend im Lager Dheisheh bei Bethlehem durch einen Schuss in den Bauch getroffen worden und später im Krankenhaus gestorben, teilen die Gesundheitsbehörden am Samstag mit.
Das israelische Militär erklärte, Soldaten hätten während gewaltsamer Ausschreitungen das Feuer eröffnet, nachdem sie mit Steinen beworfen worden seien. Zu der Identität des Getöteten oder dem genauen Grund des Einsatzes äußert sich die Armee zunächst nicht.
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Neue Angriffe auf Teheran
Israel flog eine neue Angriffswelle auf Teheran. Es sei eine Salve ballistischer Raketen gegen "sensible militärische Ziele" in Südisrael gefeuert worden, meldete der Houthi-nahe TV-Sender Al-Masirah unter Berufung auf einen Sprecher. Zuvor hatte das israelische Militär erklärt, es habe eine Rakete aus dem Jemen abgefangen.
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Lage am AKW Bushehr verschlechtert sich
Die Lage am iranischen Atomkraftwerk Bushehr verschlechtert sich nach Angaben des russischen Staatskonzerns Rosatom weiter. Angriffe in der Nähe der Anlage seien eine direkte Bedrohung für die nukleare Sicherheit, erklärte Rosatom-Chef Alexej Lichatschow am Samstag. Das einzige iranische Atomkraftwerk liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom, Rosatom baut dort derzeit einen zweiten Reaktorblock.
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Drei Tote in Gaza bei israelischen Luftangriffen
Israel setzt nach palästinensischen Angaben auch seine Luftangriffe im Gazastreifen fort. Am Samstag seien dort bei zwei verschiedenen Einsätzen insgesamt drei Palästinenser getötet worden, teilten lokale Gesundheitsbehörden und Sanitäter mit. Ein Mann starb demnach bei einem Angriff auf ein Auto in der Gegend von Khan Younis im Süden des Küstengebiets.
Zwei Brüder seien im Osten von Gaza-Stadt getötet worden. Augenzeugen zufolge lieferten sich die beiden bewaffneten Männer zunächst ein Gefecht mit einer von Israel unterstützten palästinensischen Miliz. Dann seien sie von Drohnen ins Visier genommen worden. Weder die Hamas noch eine andere militante Gruppe haben die Brüder als Mitglieder identifiziert. Das israelische Militär reagierte zunächst nicht auf die Anfrage um eine Stellungnahme.
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Journalisten getötet
Die israelische Armee gab am Samstag an, Infrastrukturen der Hisbollah im Nachbarland angegriffen zu haben. Dabei wurden auch drei Journalisten von zwei Hisbollah-nahen Fernsehsendern getötet, wie der TV-Sender der pro-iranischen Miliz, Al Manar berichtete. Die Hisbollah ihrerseits reklamierte erneut mehrere Raketenangriffe auf Israel und israelische Stellungen im Libanon für sich.
Al-Manar meldete, dass ihr langjähriger Korrespondent Ali Shuaib bei einem Angriff bei Jesin im Süden des Landes ums Leben kam. Zudem berichtete der proiranische Sender Al-Majadin, der auch der Hisbollah nahe steht, dass bei dem Angriff ihre Reporterin Fatima Fatuni getötet wurde. Das israelische Militär gab an, einen "gezielten" Angriff auf Shuaib verübt zu haben. Er sei Mitglied der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan gewesen und habe sich als "Journalist getarnt". So habe er über die Standorte israelischer Truppen im Süden des Libanon berichtet.
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Iranischer Präsident droht mit Vergeltungsschlägen
Der iranische Präsident Massoud Pezeshkian hat mit harten Vergeltungsschlägen gegen Nachbarländer gedroht, falls die Infrastruktur oder Wirtschaftszentren im Land attackiert werden. In einer "Botschaft an die Länder der Region" schrieb Pezeshkian auf der Plattform X: "Wenn ihr Entwicklung und Sicherheit wollt, lasst nicht zu, dass unsere Feinde den Krieg von eurem Boden aus führen."
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Iran bleibt im Internet-Blackout
Auch vier Wochen nach Beginn der Internetsperre ist im Iran kein Ende der Blockade absehbar. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, vor genau einem Monat sei der Iran in eine "digitale Dunkelheit" gestürzt worden, als die Behörden den Zugang zum weltweiten Internet gekappt hätten. Damit werde das Recht der Iraner auf Kommunikation und Information verletzt.
Es handelt sich um die bisher längste ununterbrochene Internetsperre in der Geschichte des Landes. Die Bevölkerung hat seit dem 28. Februar nur Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt. Dagegen nutzt ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.
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Tote bei israelischen Angriffen auf den Iran
Die israelische Armee griff nach eigenen Angaben am Samstag erneut Ziele der iranischen Führung in der Hauptstadt Teheran an. Eine weitere Angriffswelle sei abgeschlossen worden, teilte das Militär mit. Details zu den genauen Zielen und möglichen Auswirkungen gab es zunächst nicht. Iranischen Medienberichten zufolge wurden bei einem Angriff auf ein Wohnhaus in der nordwestlichen Stadt Zanjan mindestens fünf Menschen getötet. Zudem seien die Universität für Wissenschaft und Technologie in Teheran sowie zwei Stahlwerke und ein Kraftwerk getroffen worden, teilte Irans Außenminister Abbas Araqchi auf der Online-Plattform X mit.
In Israel wurde unterdessen über neue Raketenangriffe aus dem Iran berichtet, in mehreren Gegenden im Süden des Landes gab es Raketenalarm. Ein Mensch wurde getötet. Im Großraum Tel Aviv kam es zu mehreren Einschlägen durch Streumunition und Trümmer abgefangener Raketen.
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Neue Angriffswelle Israels
Erstmals seit Beginn des Iran-Krieges hat die Houthi-Miliz im Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert und damit den Konflikt ausgeweitet. Der Angriff sei eine Reaktion auf die fortgesetzte Zerstörung von Infrastruktur im Iran, im Libanon, im Irak und in den palästinensischen Gebieten, teilten die vom Iran unterstützten Islamisten am Samstag mit. Ihr Kriegseintritt droht den Konflikt weiter zu eskalieren. Israel flog indes eine neue Angriffswelle auf Teheran.
Es sei eine Salve ballistischer Raketen gegen "sensible militärische Ziele" in Südisrael gefeuert worden, meldete der Houthi-nahe TV-Sender Al-Masirah unter Berufung auf einen Sprecher. Zuvor hatte das israelische Militär erklärt, es habe eine Rakete aus dem Jemen abgefangen. Die Angriffe würden fortgesetzt, bis die "Aggression" an allen Fronten beendet sei, hieß es von der Houthi-Miliz. Die Houthi hatten im aktuellen Konflikt ihre "volle und unerschütterliche Solidarität" mit Teheran angekündigt.
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Pakistan treibt Vermittlungsbemühungen voran
Pakistan treibt seine Anstrengungen für eine Vermittlung im Iran-Krieg voran. Ministerpräsident Shehbaz Sharif habe in einem Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Massoud Pezeshkian über die Bemühungen zur Beendigung des Konflikts gesprochen, teilt sein Büro mit. Sharif habe Pezeshkian in dem mehr als einstündigen Gespräch auch über Pakistans diplomatische Kontakte mit den USA und den Golfstaaten informiert.
Sharif erklärte am Samstag, in einem mehr als einstündigen Telefongespräch mit Pezeshkian habe er "Pakistans starke Verurteilung der anhaltenden Angriffe Israels auf den Iran" bekräftigt und die Solidarität seines Landes mit dem iranischen Volk ausgedrückt. Der iranische Präsident habe die diplomatischen Bemühungen Pakistans gelobt und erklärt, dass Vertrauen nötig sei, um Gespräche und eine Vermittlung in dem Konflikt zu ermöglichen. Pakistan hatte der Führung in Teheran bereits einen 15-Punkte-Vorschlag der USA zur Beendigung des Krieges übermittelt.
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Israel greift erneut Ziele im Süden des Libanon an
Israel hat beim militärischen Vorgehen gegen die islamistische Hisbollah-Miliz erneut zahlreiche Ziele im Süden des Libanon angegriffen. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtete am Samstag von morgendlichen Luftangriffen auf Städte wie Majdal Selm, Kafra, Adlun und Tulin. In der Stadt Nabatiye seien Wohngebäude, Geschäfte und eine Tankstelle getroffen worden. Die israelischen Streitkräfte sprachen von Angriffen auf die "terroristische Infrastruktur der Hisbollah" im Libanon.
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Pakistan, Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei beraten
Pakistan will am Sonntag und Montag mit Saudi-Arabien, der Türkei und Ägypten über den Iran-Krieg beraten. Bei dem zweitägigen Treffen der Außenminister in Islamabad gehe es um "intensive Diskussionen über eine Reihe von Themen, einschließlich der Bemühungen um eine Deeskalation der Spannungen in der Region", teilte das pakistanische Außenministerium am Samstag mit. Laut dem türkischen Außenminister Hakan Fidan soll ein Mechanismus zur Deeskalation geschaffen werden.
Ziel des Treffens seien rasch "umsetzbare Schritte" zur Beendigung des Krieges, bevor es zu weiteren Zerstörungen in der Region und noch mehr Schäden für die Weltwirtschaft komme, sagte Fidan auf einer Konferenz in Istanbul. Die neue "polyzentrische Ordnung" der Welt erfordere eine Lösung zum Schutz wichtiger Energie- und Handelsrouten.
Das Treffen findet vor dem Hintergrund von Versuchen für eine Vermittlung zwischen den USA und dem Iran statt. Pakistan hat sich als möglicher Verhandlungsort angeboten und der Führung in Teheran bereits einen 15-Punkte-Vorschlag der USA zur Beendigung des Krieges übermittelt.
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Schwere Schäden am Flughafen von Kuwait durch Drohnenangriff
Ein Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait führte zu schweren Schäden. Die amtliche Nachrichtenagentur des Golfstaats berichtete am Samstag unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde, bei dem Angriff sei das Radarsystem des Flughafens beschädigt worden. Menschen seien dagegen nicht zu Schaden gekommen.
Derweil berichtete ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP von einer schweren Explosion nahe des internationalen Flughafens von Erbil, der Hauptstadt der kurdischen Autonomieregion im Irak. Ein Augenzeuge berichtete, Rauch steige auf. In Erbil befindet sich ein großer US-Konsulatskomplex. Auf dem Flughafen der nordirakischen Stadt sind zudem Soldaten der von den USA geführten Anti-Dschihadisten-Koalition stationiert.
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Zwölf US-Soldaten bei iranischem Raketenangriff verletzt
Bei einem iranischen Raketenangriff auf die Prince-Sultan-Luftwaffenbasis in Saudi-Arabien wurden zwölf US-Soldaten verletzt, zwei von ihnen schwer. Diese sagt ein US-Beamter der Nachrichtenagentur Reuters. Damit steigt die Zahl der verletzten US-Soldaten seit Beginn des Krieges gegen den Iran am 28. Februar auf mehr als 300. Zuvor teilte das US-Militär mit, dass 273 von ihnen bereits wieder im Dienst sind. In dem Konflikt sind bisher 13 US-Soldaten ums Leben gekommen.
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Israel greift erneut Ziele in Teheran an
Die israelische Armee griff nach eigenen Angaben erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Die Angriffe richteten sich gegen "Ziele des iranischen Terrorregimes in ganz Teheran" und hielten am frühen Samstagmorgen an, erklärte die Armee am Samstag. Ein AFP-Reporter berichtete von einer schwarzen Rauchwolke über der Stadt. Es seien etwa zehn heftige Explosionen im Osten Teherans zu hören gewesen. Am Freitag waren bereits mehrere Regionen des Irans von erneuten Luftangriffen getroffen worden.
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Trump nennt Straße von Hormus "Straße von Trump"
Trump hat die Straße von Hormus "Straße von Trump" genannt. Auf einem Kongress in Miami sprach der Republikaner über den Verlauf des Iran-Kriegs und sagte: "Sie müssen die Straße von Trump öffnen - ich meine Hormus." Im Publikum wurde daraufhin gelacht.
Trump ergänzte dann: "Entschuldigung - es tut mir so leid. So ein schlimmer Fehler." Er schob nach, dass die "Fake News" berichten würden, dass er es aus Versehen gesagt habe. Er ergänzte: "Bei mir gibt es keine Versehen - zumindest nicht viele." Einige Medien kamen anschließend zur Einschätzung, dass er all dies scherzhaft gemeint habe.
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Trump stellt Unterstützung für NATO-Partner infrage
Trump hat die Unterstützung anderer NATO-Partner durch die USA infrage gestellt. "Wir wären immer für sie da gewesen, aber jetzt, angesichts ihres Verhaltens, müssen wir das wohl nicht mehr, oder?", sagte Trump in Miami im US-Bundesstaat Florida. Trump kritisierte das Bündnis scharf dafür, dass es den USA im Krieg mit dem Iran nicht zur Seite stehe. "Ich glaube, es war ein gewaltiger Fehler, dass die NATO einfach nicht da war."
Trump zufolge zahlen die USA Hunderte Milliarden Dollar jährlich für die Sicherheit der Verbündeten. "Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind?", fragte er.
Trump kritisierte auch den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz für die ausbleibende Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus. Der deutsche Bundeskanzler - das sind alles meine Freunde - Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: "Das ist nicht unser Krieg"." Trump schob nach, dass dann der Ukraine-Krieg auch nicht der der USA sei.
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Sechs Einschläge und ein Toter in Israel
Nach einem iranischen Raketenangriff spricht der israelische Rettungsdienst von sechs Einschlägen im Großraum Tel Aviv. Feuerwehr und Rettungsdienst seien unterwegs zu den Einschlagsorten, sagte ein Sprecher am späten Abend. In Zentralisrael wurde den Angaben zufolge ein älterer Mann bewusstlos und in kritischem Zustand an einer der Einschlagstellen gefunden. Er sei wenig später aufgrund seiner schweren Verletzungen gestorben. Außerdem habe es mehrere Leichtverletzte gegeben.
Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome kann zwar den größten Teil der nach Israel abgefeuerten Raketen zerstören, bietet aber keine hundertprozentige Sicherheit.
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Merz wirft Trump "massive Eskalation" im Krieg vor
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat US-Präsident Donald Trump persönlich scharf für sein Agieren im Iran-Krieg attackiert. "Was Trump da im Augenblick macht, ist nicht Deeskalation und der Versuch, da eine friedliche Lösung hinzubekommen, sondern eine massive Eskalation mit offenem Ausgang", sagte Merz auf dem "F.A.Z.-Kongress 2026". "Das sind Eskalationen, die schon bedrohlich sind. Nicht nur für die Betroffenen, sondern für uns alle."
Merz bezweifelte auch, dass ein Sturz der Führung im Iran erreicht werden kann. "Ist das Thema Regime-Change wirklich das Ziel?", fragte er. "Wenn das das Ziel ist, glaube ich nicht, dass sie das erreichen werden. Das ist meistens schiefgegangen." Er sei nicht überzeugt davon, dass das, was die USA und Israel im Iran-Krieg machten, zum Erfolg führen kann.
Zuvor hatte US-Präsident Trump Deutschland wegen der ausbleibenden Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert. Er habe es als "unangemessen" empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: "Das ist nicht unser Krieg." Das sagte der Republikaner am Donnerstag während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Trump nannte keinen konkreten Namen, schrieb die Äußerung aber der Spitze zu ("the head of Germany"). Der Satz stammt ursprünglich von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD).
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UN suchen nach Mechanismus für Straße von Hormuz
Wegen des andauernden Iran-Kriegs will UN-Generalsekretär António Guterres einen Weg finden, wie bestimmte Güter durch die Straße von Hormuz gelangen können. Ziel sei es zunächst, den Handel mit Düngemitteln und landwirtschaftlichen Produkten zu erleichtern, sagte Guterres' Sprecher. Der Fokus liege auf humanitären Bedürfnissen. Es gehe nicht um den Handel mit Öl. Wie der Mechanismus konkret aussehen werde, sei noch nicht festgelegt, so der Sprecher. Die UN hatten zuvor gewarnt, dass die Unterbrechung der Schifffahrt durch die Straße von Hormuz, wo Öl, Nahrungsmittel, Medikamente und Düngemittel blockiert sind, Hunger- und Gesundheitskrisen vor allem in ärmeren Ländern auslösen könnte. Es seien "sofortige Maßnahmen erforderlich, um diese Folgen abzumildern", hieß es nun von den UN. -
Israelische Armee rückt weiter im Libanon vor
Die israelische Armee rückt mit Bodentruppen weiter im südlichen Libanon vor. Die Truppen seien im Süden acht Kilometer weit von der Grenze ins Landesinnere vorgedrungen, sagte der libanesische Verteidigungsminister Michel Menassa in einer Kabinettssitzung. Die Regierung wolle voraussichtlich eine Beschwerde beim UN-Sicherheitsrat einreichen.
Israels Armee teilte mit, die Truppen hätten in einer Schule im Ort al-Khiam Hunderte Waffen entdeckt, darunter Panzerabwehrraketen, Mörsergranaten und Sprengsätze. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz berichtete von Bodenkämpfen mit israelischen Truppen im Grenzgebiet. Sie beanspruchte dabei mehrere Angriffe auf israelische Stellungen im südlichen Libanon für sich.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat nach Medienberichten die Einrichtung einer "größeren Pufferzone" angekündigt mit dem Ziel, die Hisbollah weiter nach Norden zu drängen. Viele Libanesen fürchten eine großangelegte Bodeninvasion Israels mit anschließender Besatzung im Süden des Landes. Israel hatte den südlichen Libanon 18 Jahre lang bis zum Jahr 2000 besetzt.
Israel hat nach Berichten libanesischer Staatsmedien am Freitag einen Angriff auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtete, der Angriff habe am frühen Morgen den südlichen Vorort Tahouitet al-Ghadir getroffen. Es waren mehrere Explosionen zu hören. TV-Aufnahmen zeigten Rauch über den als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah-Miliz geltenden südlichen Vororten.
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Der Iran kassiert für jedes Schiff, das die Straße von Hormus durchfährt
Der Krieg tobt weiterhin, täglich fliegen Kampfjets, Drohnen und Raketen über den Himmel am Persischen Golf – und doch bleibt auf dem Meer noch Zeit für Bürokratie. Zumindest beschreiben jene Besatzungsmitglieder, die mit ihren Schiffen in den vergangenen Wochen die Straße von Hormus durchfahren durften, die Reise als äußerst geordneten Prozess.
Das internationale Schifffahrt-Magazin Lloyd’s List berichtete unter Berufung auf Dutzende Gespräche mit Öltanker-Matrosen, der Iran habe inzwischen eine Art Mautsystem für die Meerenge eingeführt. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Angriff auf Schwerwasserreaktor im Iran laut Staatsmedien
Bei einem Angriff der USA und Israels im Zentrum des Iran ist nach Angaben der iranischen Staatsmedien ein Schwerwasserreaktor getroffen worden. Die Atomanlage in Khondab sei in zwei Wellen angegriffen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Fars am Freitag unter Berufung auf die Verwaltung der Provinz Markasi. Es habe keine Verletzten gegeben, auch Radioaktivität sei nicht ausgetreten.
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Polens Regierungschef Tusk rechnet mit Eskalation
Polens Regierungschef Donald Tusk hält eine weitere Eskalation der Lage im Nahen Osten für möglich. "Ich habe Grund zur Annahme – auch aufgrund von Informationen unserer Verbündeten – dass in den nächsten Tagen kaum mit einer Stabilisierung zu rechnen ist", sagte Tusk am Freitag in Warschau. Das Gegenteil sei der Fall: "Die nächsten Tage und Wochen könnten zu einer Eskalation dieser Situation führen." Tusk sprach am Rande einer Parlamentssitzung, in der über zwei Gesetzentwürfe seiner Regierung zur Senkung der Treibstoffpreise abgestimmt werden sollte. Die Notwendigkeit dieser Maßnahme begründete er mit der Einschätzung der Lage in Nahost.
Die Äußerung Tusks steht im Widerspruch zu Signalen, die zuletzt aus den USA kamen. US-Präsident Donald Trump hatte unter Verweis auf die "sehr guten Gespräche" sein Ultimatum zum Einlenken der iranischen Führung im Krieg noch einmal verschoben. Die Frist zur Freigabe der Straße von Hormuz werde auf Bitte des Irans verlängert, bis zum 6. April werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte er an.
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Hacker haben Zugang zur Mailbox von FBI-Chef Patel
Hacker mit Verbindungen zum Iran haben sich nach eigenen Angaben Zugang zum E-Mail-Account des FBI-Direktors Kash Patel verschafft und angebliches Material daraus veröffentlicht. Auf ihrer Website teilte die Hackergruppe Handala Hack Team mit, der Chef der US-Bundespolizei werde "nun seinen Namen auf der Liste der erfolgreich gehackten Opfer finden".
Ein Beamter des Justizministeriums bestätigte Reuters am Freitag, dass Patels E-Mails kompromittiert worden seien, nannte aber keine Details. Später sagte eine Quelle aus dem Ministerium, das Material scheine echt zu sein.
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Israel will seine Angriffe "eskalieren"
Während es aus den USA Signale für eine mögliche Verständigung mit dem Iran gibt, kündigt Israels Verteidigungsminister eine Ausweitung der israelischen Angriffe im Iran an. Grund seien der andauernde Raketenbeschuss aus dem Land auf Israel, teilte Israel Katz nach Angaben seines Büros mit. Israels Armee werde deshalb ihre Angriffe "eskalieren" und mehr Ziele und Gebiete im Iran ins Visier nehmen. Im Fokus sollen demnach Ziele in Verbindung mit iranischen Waffen stehen.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und er hätten Teheran dazu aufgefordert, Raketenangriffe auf Israels Zivilbevölkerung einzustellen, sagte Katz. Aber trotz der Warnungen gehe der Beschuss weiter. Am frühen Nachmittag hatte es in Israel erneut Raketenbeschuss aus dem Iran gegeben. Berichte über Schäden oder Opfer gab es zunächst nicht.
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Iran senkt Mindestalter für Sicherheitskräfte auf zwölf Jahre
Rund einen Monat nach Beginn des Iran-Kriegs haben die Behörden in Teheran das Mindestalter für freiwillige Sicherheitskräfte in der Hauptstadt auf zwölf Jahre gesenkt. Dies kündigte Rahim Nadali, ein Vertreter der Revolutionsgarden, am Donnerstag in einer Fernsehansprache an.
Es gebe "eine sehr große Anzahl an Freiwilligen" unter der Jugend, die zur "Widerstandsfront gegen den großen Tyrannen beitragen" wollten, sagte Nadali unter Verwendung eines von der iranischen Führung geprägten Ausdrucks für die USA. Die Einsätze der Freiwilligen umfassen demnach unter anderem das Sammeln von sicherheitsrelevanten Informationen sowie Patrouillen. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit verstärktem Sicherheitsaufgebot in der Hauptstadt. Die Behörden haben zahlreiche Kontrollposten eingerichtet, um mögliche Proteste gegen die Islamische Republik zu unterbinden.
Die Kontrollen werden vor allem von den sogenannten Basij-Milizen ausgeführt, einer paramilitärischen Freiwilligentruppe mit landesweit schätzungsweise rund 600.000 Mitgliedern.
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Tote nach Angriff auf Ghom
Bei einem Luftangriff auf Ziele in der iranischen Stadt Ghom sind nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 15 Menschen getötet worden. Weitere zehn Personen seien verletzt, sagte der stellvertretende Gouverneur der gleichnamigen Provinz, Mortesa Heidari, der staatlichen Nachrichtenagentur Isna. Die Rettungskräfte suchten im Stadtviertel Pardisan weiterhin nach Verschütteten. Die Zahl der Todesopfer könne daher noch steigen. Es liegen keine Angaben über die getroffenen Ziele vor, und es gibt keine unabhängige Bestätigung. Ghom gilt als religiöses Zentrum im Iran und zählt zu den wichtigsten schiitischen Wallfahrtsorten weltweit. Die Region ist zudem wegen strategischer Industrie- und Atomanlagen von strategischer Bedeutung.
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Mehr als 1.900 Tote und 20.000 Verletzte im Iran
Im Iran sind nach Angaben des Rotes Kreuzes mehr als 1.900 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 20.000 Personen seien verletzt worden, teilt das Rote Kreuz mit, das sich auf Angaben des im Iran vertretenen Roten Halbmondes bezieht. 17 Zentren des Roten Halbmondes seien getroffen worden, nahezu 100 Krankenwagen beschädigt oder zerstört worden. 289 pharmazeutische, medizinische und Gesundheitseinrichtungen seien beschädigt worden. Auch etwa 600 Schulen und andere Bildungseinrichtungen seien getroffen worden. Das Rote Kreuz ruft die internationale Gemeinschaft auf, die Einsätze der Hilfsorganisation im Iran zu unterstützen.
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Hormus: Basij-Miliz stoppt drei Containerschiffe
Die paramilitärische Basij-Miliz im Iran hat drei Containerschiffen die Fahrt durch die Straße von Hormus verwehrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründete die Miliz ihr Vorgehen mit angeblichen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach die Meerenge für die Schifffahrt offen sei. Die Miliz wies auf die offizielle iranische Haltung hin, dass für Schiffe mit Verbindungen zu Israel, den USA und deren Verbündete die Passage verboten sei.
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"Noch nicht erlebt": Iran-Konflikt treibt Nachfrage nach E-Autos
Steigende Preise an den Zapfsäulen durch den Iran-Konflikt lassen das Interesse an E-Autos zunehmen. Demnach sei die Nachfrage nach E-Autos um rund 40 Prozent im Plus, während das Interesse an Verbrennern sinke, zeigt eine Umfrage der Plattform AutoScout24.
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USA: 850 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert.
Das US-Militär hat einem Bericht der Washington Post zufolge in den vier Wochen des Krieges mit dem Iran über 850 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert. Damit seien diese Präzisionswaffen in einem Tempo verbraucht worden, das einige Vertreter des Pentagon alarmiert und interne Diskussionen darüber ausgelöst hat, wie man den Vorrat aufstocken könnte, berichtet die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Reuters konnte den Bericht nicht sofort bestätigen. Das US-Verteidigungsministerium und das Weiße Haus reagierten nicht sofort auf Anfragen von Reuters nach einer Stellungnahme.
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