Vance: "Große Fortschritte" in Gesprächen + USA fordern 20 Jahre keine Urananreicherung

Laut US-Präsident Trump haben sich die Iraner bei den USA gemeldet und "wollen einen Deal machen". Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg live.
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Iran-Krieg

  • |Josef Siffert

    Ölpreise gesunken

    Die Ölpreise sind mit der Hoffnung auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran gesunken. Am Morgen wurden für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee 98,62 US-Dollar gezahlt und damit 0,74 Prozent weniger als am Vortag. Noch stärker fiel der Preis für Rohöl aus den USA. Hier ging die Notierung am Morgen um 1,72 Prozent auf 97,38 Dollar zurück. Zuletzt haben neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran nach der Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance „große Fortschritte“ gemacht.

  • |Josef Siffert

    Vance: Haben in Gesprächen echte Fortschritte gemacht

    Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben nach der Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance zu echten Fortschritten geführt - jetzt liege der Ball aber bei den Iranern. Trotz bestehender Differenzen sei vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. "Wir haben große Fortschritte gemacht." 

    Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen - nämlich deren Atomprogramm. Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran außer Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. In diesen beiden Punkten seien die Iraner auf die USA zugegangen. "Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt", sagte Vance.

    Wann und ob es zu weiteren Verhandlungen kommt, ließ Vance offen. "Im Grunde genommen ist das eine Frage, die man den Iranern stellen sollte, denn der Ball liegt in ihrem Feld." Vance sagte, er habe in Islamabad den Eindruck gehabt, dass die iranischen Verhandler ohnehin nicht dazu befugt gewesen seien, einem Abkommen zuzustimmen. Seiner Ansicht nach braucht es dafür erst grünes Licht aus Teheran, womöglich vom Revolutionsführer Modschtaba Chamenei. Darauf müsse man jetzt warten.

  • |Josef Siffert

    UNO-Chef Guterres fordert weitere Gespräche

    UN-Generalsekretär António Guterres hat nach dem Scheitern der Friedensverhandlungen zu einer Fortsetzung der Gespräche gemahnt. Auch wenn es keine Einigung gegeben habe, so hätten die Gespräche selbst doch die "Ernsthaftigkeit des Engagements" betont und stellten somit einen bedeutenden Schritt hin zu einem neuen Dialog dar, teilte der Sprecher des UN-Chefs am Montag mit.

    "Angesichts der tief verwurzelten Differenzen kann eine Einigung nicht über Nacht erzielt werden, und der Generalsekretär ruft dazu auf, die Gespräche konstruktiv fortzusetzen, um eine Einigung zu erreichen", so der Sprecher. Zugleich müssten die zweiwöchige Waffenruhe eingehalten und die Freiheit der Schifffahrt bewahrt bleiben, betonte Guterres demnach. Dies gelte auch für die Straße von Hormus.

  • |Josef Siffert

    USA fordern 20 Jahre keine Urananreicherung vom Iran

    Die USA haben den Iran Medienberichten zufolge dazu aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag hätten sie Teheran bei den Verhandlungen am Wochenende vorgelegt, berichten das Nachrichtenportal Axios und das Wall Street Journal. Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben - ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.

    Der Iran hat nach Informationen von US-Medien seinerseits vorgeschlagen, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Axios sprach von einem Zeitraum im "einstelligen" Bereich, das Wall Street Journal von wenigen Jahren. Auch die US-Forderung, dass das hochangereicherte Uran, das sich tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, aus dem Land entfernt werden solle, lehnten die Iraner den Berichten zufolge ab.

  • |Josef Siffert

    Blockade der Straße von Hormus hat begonnen

    Die USA haben mit der Blockade der Straße von Hormus begonnen, bestätigte US-Präsident Donald Trump vor Reportern in Washington. Washington will mit der Maßnahme den Druck auf Teheran erhöhen. Bestimmte Schiffe werden nun an der Durchfahrt durch die Meerenge gehindert. Blockiert werden sollen demnach Schiffe, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel haben. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, hieß es. Zugleich hatte das US-Militär erläutert, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus ohne iranischen Ziel- oder Startpunkt nicht beeinträchtigt werden solle. 

    Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten, dass mehr als 15 US-Kriegsschiffe bereit seien, den Einsatz zu unterstützen. Laut Vertretern des Militärs hätten die USA einen Flugzeugträger, mehrere Lenkwaffenzerstörer, ein amphibisches Angriffsschiff sowie weitere Kriegsschiffe im Nahen Osten, schreibt die Zeitung. Einige der Schiffe seien in der Lage, Handelsschiffe in bestimmte Gebiete zu eskortieren, um sie dort festzuhalten. Das Blatt zitiert einen ehemaligen hochrangigen Soldaten der US-Marine mit der Einschätzung, dass die Kriegsschiffe wahrscheinlich außerhalb der Straße von Hormuz eingesetzt würden, um eine Bedrohung durch den Iran zu vermeiden.

  • |Patrick Resch

    USA fordern 20 Jahre keine Urananreicherung vom Iran

    Die USA haben den Iran Medienberichten zufolge dazu aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag hätten sie Teheran bei den Verhandlungen am Wochenende vorgelegt, berichten das Nachrichtenportal Axios und das Wall Street Journal unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle beziehungsweise mit der Angelegenheit vertraute Personen.

    Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben - ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.

    Der Iran hat nach Informationen von US-Medien seinerseits vorgeschlagen, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Axios sprach von einem Zeitraum im "einstelligen" Bereich, das Wall Street Journal von wenigen Jahren. Auch die US-Forderung, dass das hochangereicherte Uran, das sich tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, aus dem Land entfernt werden solle, lehnten die Iraner den Berichten zufolge ab.

  • |Patrick Resch

    EU-Kommission will Staatshilfen lockern

    Die EU-Kommission will den Mitgliedsstaaten mehr Spielraum bei finanziellen Hilfen für Unternehmen einräumen, die unter den hohen Treibstoff- und Düngemittelpreisen leiden. Sie schlug am Montag vor, die Beihilferegeln vorübergehend zu lockern. Damit sollen Regierungen einen Teil der Kostensteigerungen übernehmen dürfen, die seit dem Beginn des Iran-Krieges angefallen sind. Davon sollen vor allem die Landwirtschaft, der Straßenverkehr und die Schifffahrt profitieren.

    Außerdem sollen energieintensive Industrien künftig staatliche Unterstützung für mehr als 50 Prozent ihrer Stromkosten erhalten können. Normalerweise wacht die Behörde streng über die Vergabe staatlicher Beihilfen, um Wettbewerbsverzerrungen im EU-Binnenmarkt zu verhindern.

  • |Patrick Resch

    Israel und Libanon wollen in Washington verhandeln

    In Washington sollen am Dienstag Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon beginnen. Die Gespräche auf Botschafterebene finden im US-Außenministerium statt. Über die Ziele herrscht Uneinigkeit: Die libanesische Präsidentschaft will über eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel verhandeln. Israel schließt dies vorerst aus und fordert eine Entwaffnung der vom Iran finanzierten Miliz. Beide Länder befinden sich seit 1948 formell im Kriegszustand.

    Außerdem unterhalten sie keine formalen diplomatischen Beziehungen. Die israelische Armee hatte am Mittwoch nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ihre Angriffe im Libanon verstärkt und nach eigenen Angaben zahlreiche Hisbollah-Stellungen ins Visier genommen.

  • |Patrick Resch

    Iran spricht von "Piraterie"

    Irans Streitkräfte bezeichneten die Seeblockade als "Akt der Piraterie". Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim. "Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden."

    Trumps Ankündigung sei nichts als Bluff, schrieb der Sprecher des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Rezaei, in der Nacht auf Montag auf X. Dies würde als Militäroperation gewertet, "und wir würden darauf reagieren". Die Revolutionsgarden warnten davor, dass sich Militärschiffe der Straße von Hormuz nähern. Dies würde als "klarer Verstoß gegen die (seit Mittwoch) bestehende Waffenruhe betrachtet", hieß es Sonntagabend in einer Mitteilung.

  • |Patrick Resch

    Was die US-Blockade der Straße von Hormus für die Welt bedeutet

    Seit 16:00 Uhr ist die Meerenge endgültig geschlossen, nachdem das US-Militär nun jene Schiffe aufhalten will, die der Iran passieren lässt. Was das für die Waffenruhe und den Ölpreis bedeutet.

  • |Patrick Resch

    Israel: Stadt Bint Jbeil im Südlibanon eingekesselt

    Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben die Stadt Bint Jbeil im Süden des Libanon vollständig eingekesselt. "Die Streitkräfte der 98. Division haben die Einkesselung der Stadt Bint Jbeil abgeschlossen und mit einem Angriff auf sie begonnen", postete Armeesprecher Avichay Adraee am Montag auf X. In der vergangenen Woche hatten israelische Soldaten demnach bei direkten Gefechten und bei Luftangriffen in und um die Stadt mehr als hundert Hisbollah-Kämpfer getötet.

  • |Patrick Resch

    Trump: Der Iran hat angerufen, "wollen einen Deal machen"

    Nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran haben sich die Iraner nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei den USA gemeldet. "Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden", sagte Trump Montagmittag (Ortszeit) in der US-Hauptstadt Washington. "Sie wollen einen Deal machen" - und zwar unbedingt, sagte er. Eine entsprechende öffentliche Äußerung aus dem Iran gab es zunächst nicht.

    Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran waren Sonntagfrüh ohne Einigung zu Ende gegangen. In Pakistan, Schauplatz der Verhandlungen am Wochenende, mehrten sich zuletzt wieder Gerüchte über neue Gespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. "Die Diplomatie ist noch nicht tot", sagte ein pakistanischer Regierungsbeamter. Wo und wann die Gespräche weitergehen könnten, sei jedoch noch unklar.

  • |Patrick Resch

    Schah-Sohn: Bin im Gespräch mit der gesamten Exil-Opposition

    Der Sohn des letzten Schahs im Iran steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit den verschiedenen Gruppen der tief gespaltenen Exil-Opposition. Er wolle "als einende nationale Figur" agieren, sagte Reza Pahlavi am Montag bei einem Besuch im schwedischen Parlament. Er wolle nicht nur eine einzelne Gruppierung oder Idee unterstützen. Die iranische Opposition ist tief gespalten, die meisten ihrer Mitglieder sind schon vor langem ins Ausland geflohen.

    Die Exilgruppierungen bestehen unter anderem aus ethnischen Minderheiten, liberalen Kreisen und linken Bewegungen. Diese konkurrieren wiederum mit den Anhängern des 1979 gestürzten Schahs, die sich um Pahlavi scharen.

    Auf die Frage, was er zur Vereinigung der verschiedenen Teile der Opposition unternehme, antwortete Pahlavi: "Ich spreche mit ihnen, ich führe Dialoge mit ihnen, ich treffe mich mit ihnen." Mit wem er genau in Kontakt steht, sagte er aber nicht. Pahlavi lebt in den USA im Exil, er hat sich für eine säkulare Demokratie im Iran ausgesprochen.

  • |Diana Dauer

    US-Militär will ab sofort Straße von Hormus blockieren

    Die von den USA geplante Blockade der Straße von Hormuz soll früheren Ankündigungen zufolge Montagnachmittag in Kraft getreten sein. Unklar blieb zunächst, ob das US-Regionalkommando für Nahost (CENTCOM) tatsächlich seit 16.00 Uhr MESZ bestimmte Schiffe an der Durchfahrt durch die Meerenge hinderte. Angekündigt war zuvor eine Blockade von Schiffen, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel hatten. US-Präsident Donald Trump drohte Teheran bei Annäherung an Hormuz.

    Kleine Boote der iranischen Revolutionsgarden werden ausgeschaltet, sollten sich diese der neuen US-Seeblockade in der Straße nähern. Dabei werde das US-Militär genauso agieren wie bei den angekündigten Einsätzen gegen Drogenschmuggler im Pazifik und in der Karibik, kündigte Trump auf seiner Plattform Truth Social an. Bisher seien die USA noch nicht gegen die "Schnellangriffsschiffe" - so nannte der Republikaner die Boote der Revolutionsgarden - vorgegangen, weil diese "nicht als nennenswerte Bedrohung" erachtet worden seien.

  • |Diana Dauer

    Israelischer Panzer rammte UNIFIL-Fahrzeug im Libanon

    In Libanon ist es am Sonntag zu einem Vorfall zwischen der israelischen Armee und Soldaten der UNIFIL-Friedensmission der Vereinten Nationen gekommen. UNIFIL-Fahrzeuge seien von israelischen Tankern gerammt worden, erklärte die UNO-Mission. In einem Fall sei erheblicher Sachschaden entstanden. Die israelischen Soldaten hätten eine Straße im Südlibanon blockiert, "die als Zugang zu UNIFIL-Stellungen dient", hieß es weiters.

    Erst vor wenigen Tagen hätten in dem Gebiet israelische Soldaten "Warnschüsse abgegeben", berichtete die UNO-Mission in einer Stellungnahme auf ihrer Homepage. Dabei seien deutlich erkennbare UNIFIL-Fahrzeuge getroffen und beschädigt worden. "In einem Fall schlug ein Warnschuss nur einen Meter von einem Blauhelmsoldaten entfernt ein, der gerade aus seinem Fahrzeug ausgestiegen war."

  • |Diana Dauer

    Zahl der Hinrichtungen im Iran auf Höchststand seit 35 Jahren

    Im Iran sind 2025 nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHRNGO) mindestens 1.639 Menschen hingerichtet worden, so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Anstieg um 68 Prozent, sagte IHRNGO-Direktor Mahmood Amiry-Moghaddam in Paris.

    Der nach den landesweiten Protesten unter dem Motto "Frau, Leben, Freiheit" im Jahr 2022 begonnene Anstieg der Hinrichtungen setze sich damit fort. Die Entwicklung verdeutliche, dass die Behörden weiterhin auf die Todesstrafe als Mittel setzten, um Angst zu schüren und von neuen Protesten abzuschrecken.

  • |Diana Dauer

    Justiz bearbeitet Fälle im Schnellverfahren

    Trotz der zweiwöchigen Waffenruhe will die iranische Justiz wie im Krieg gegen mutmaßliche Kollaborateure ihrer Feinde vorgehen. "Die Justizbehörde befindet sich bis auf Weiteres bei der Bearbeitung der Fälle von Kollaborateuren des Feindes in einer kriegsorientierten Aufstellung", sagte Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Ejehi der Nachrichtenagentur Misan zufolge. Fälle werden demnach "entschlossen und beschleunigt" bearbeitet.

    Konkret heißt die Ankündigung des Justizchefs, dass Urteile im Schnellverfahren gesprochen werden können. Seit Beginn des Kriegs hat die Justiz bereits zahlreiche Todesurteile vollstrecken lassen. Menschenrechtler kritisieren die Prozesse teils als unfair und werfen der iranischen Justiz vor, Geständnisse auch unter Einsatz von Folter zu erzwingen.

  • |Diana Dauer

    Russland kritisiert US-Blockade

    Der Kreml kritisiert die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormus durch eine Blockade iranischer Häfen abzuriegeln. „Solche Maßnahmen werden sich wahrscheinlich weiterhin negativ auf die internationalen Märkte auswirken“, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Davon sei mit hoher Wahrscheinlichkeit auszugehen. Weitere Kommentare lehnt er ab, da viele Details des US-Plans noch unklar seien. Das US-Militär will ab 16.00 Uhr (MESZ) Schiffe daran hindern, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen. Dadurch werden täglich rund zwei Millionen Barrel iranisches Öl vom Weltmarkt ferngehalten, was das weltweite Angebot weiter verknappt. 

  • |Diana Dauer

    Vor US-Blockade: Öl-Tanker mit Iran-Verbindung verlassen Golf

    Zwei mit dem Iran in Verbindung stehende Öltanker verlassen vor einer geplanten US-Blockade iranischer Häfen und Küstengebiete den Persischen Golf durch die Straße von Hormus. Dies geht aus Schifffahrtsdaten von Kpler und LSEG hervor. Der Tanker „Auroura“ sei mit iranischen Ölprodukten beladen, während die „New Future“ Diesel aus dem Hafen Hamrija in den Vereinigten Arabischen Emiraten an Bord habe, zeigen die Daten von Kpler weiter. 

  • |Diana Dauer

    Israels Armee übernehme Kontrolle über Stadt im Südlibanon

    Die israelische Armee übernimmt nach eigenen Angaben innerhalb von Tagen die vollständige operative Kontrolle über die südlibanesische Stadt Bint Dschubail. Die Fähigkeit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, von dort aus den Norden Israels anzugreifen, sei eingeschränkt, teilt ein israelischer Militärvertreter mit. „Nur eine kleine Anzahl von Terroristen hält sich noch in der Gegend von Bint Dschubail auf“, heißt es weiter. Das Militär habe zudem Extremisten beim Verlassen des örtlichen Krankenhauses getötet sowie zahlreiche Raketenwerfer und Waffen gefunden.

  • |Diana Dauer

    UNDP: Eskalation könnte 30 Millionen Menschen in Armut treiben

    Die militärische Eskalation in der Golfregion könnte nach Schätzungen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) weltweit mehr als 30 Millionen Menschen in die Armut treiben. Auch wenn die direkten Folgen des Länder träfen, die von dem Konflikt betroffen seien oder stark von Energieimporten abhingen, zeigten neue Schätzungen, dass langfristig auch weit vom Konfliktgebiet entfernte schwächere Länder stark darunter leiden werden, teilte das UNDP am Montag mit. Das UN-Entwicklungsprogramm veröffentlichte einen Bericht mit dem Titel "Militärische Eskalation im Nahen Osten: Rückschritte in der globalen Entwicklung und politische Handlungsoptionen". Darin werden die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Krieges untersucht - von den kurzfristigen Folgen des Krieges bis hin zu Auswirkungen, die bis zu acht Monate anhalten könnten.
  • |Diana Dauer

    Frankreich und Großbritannien organisieren Konferenz zu Sicherung der Straße von Hormus

    Frankreich und Großbritannien wollen in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine mögliche Mission in der Straße von Hormuz abhalten. Gemeinsam mit anderen Ländern, die an einem solchen friedlichen Einsatz mitwirken wollen, um die freie Schifffahrt in der Meeresenge wiederherzustellen, wolle man sich zusammensetzen, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf X.

    "Diese strikt defensive Mission, die von den Kriegsparteien getrennt ist, soll durchgeführt werden, sobald die Situation es ermöglicht." Macron hatte zuletzt von einem guten Dutzend Länder gesprochen, die sich an einer solchen Initiative beteiligen wollten. Wer genau bei der Konferenz dabei ist und wann sie stattfindet, teilte Frankreich zunächst nicht mit.

  • |Diana Dauer

    Türkei hat Bedenken über neue Regelung für Straße von Hormus

    Die Türkei äußert Bedenken über neue Regelungen für die Straße von Hormus. Der Vorschlag der USA und des Iran für eine internationale Einsatzgruppe, die die Wiederöffnung der Wasserstraße überwacht, sei mit vielen Schwierigkeiten verbunden, sagt der türkische Außenminister Hakan Fidan der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Fidan, der in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten, dem Iran und dem Vermittler Pakistan steht, fordert, dass die Straße von Hormus über Diplomatie wieder für den Schiffsverkehr geöffnet werden sollte. 

  • |Diana Dauer

    Großbritannien werde Blockade von Straße von Hormus nicht unterstützen

    Großbritannien wird sich Premierminister Keir Starmer zufolge nicht in den Iran-Krieg hineinziehen lasse. Sein Land werde eine Blockade der Straße von Hormus nicht unterstützen, sagt Starmer im BBC Radio 5 Live. Es sei von entscheidender Bedeutung, die Meerenge wieder zu öffnen. „Meiner Ansicht nach ist es entscheidend, dass wir die Meerenge öffnen und vollständig öffnen, und darauf haben wir in den letzten Wochen all unsere Anstrengungen konzentriert, und das werden wir auch weiterhin tun“, sagt Starmer. 

  • |Diana Dauer

    Straße von Hormus: China ruft zur Zurückhaltung aller Seiten auf

    China ruft alle Seiten zur Ruhe und Zurückhaltung auf. Die Sicherheit, Stabilität und die ungehinderte Passage durch die Straße von Hormus liege im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft, erklärt ein Sprecher des Außenministeriums auf die Frage nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump, nach dem Scheitern der Gespräche mit dem Iran die wichtige Wasserstraße zu blockiern. China sei bereit, mit allen Seiten zusammenzuarbeiten, um die Energiesicherheit und -versorgung zu gewährleisten, sagt er. 

  • |Josef Siffert

    Iran: Hormus-Blockade als "Akt der Piraterie"

    Irans Streitkräfte haben die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade in der Straße von Hormus als "Akt der Piraterie" bezeichnet. Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim. "Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden", sagte der Sprecher weiter. 

    Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Straße von Hormus durch das US-Militär soll an diesem Montag beginnen.

  • |Josef Siffert

    Auch Gaspreis gestiegen

    Der europäische Erdgaspreis ist wieder sprunghaft nach oben geklettert. Die maßgeblichen Future-Kontrakte stiegen am Montag um bis zu 18 Prozent. Mit der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormuz zu blockieren, verschärft sich die weltweite Energiekrise.

    An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zuletzt um 8,5 Prozent auf 47,35 Euro je Megawattstunde (MWh) zu, nachdem der Preis Mitte vergangener Woche bis auf 42,80 Dollar (36,55 Euro) gefallen war. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran vor mehr als sechs Wochen war der Gaspreis zwischenzeitlich über die Marke von 70 Dollar geklettert. Vor dem Krieg war der Preis bei lediglich gut 30 Dollar gelegen.

  • |Josef Siffert

    Ölpreis steigt auf über 100 Dollar

    Die Ölpreise sind nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder gestiegen. In der Nacht auf Montag kletterte der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni bis zu neun Prozent auf fast 104 Dollar (88,81 Euro). Am frühen Morgen lag der Preis für den Öl-Future bei rund 102 Dollar und damit sieben Prozent über dem Niveau vom Freitagabend.

    Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen. Auch der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai legte in der Nacht auf Montag wieder deutlich zu. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

  • |Josef Siffert

    Libanon bemüht sich um Ende des Kriegs

    Der Libanon strebt laut Regierungschef Nawaf Salam ein Ende des Kriegs zwischen Israel und der Hisbollah sowie einen Abzug der israelischen Truppen an. Der Libanon bemühe sich weiter, "Verhandlungen zu führen, um den Krieg zu beenden", erklärte Salam in einer Fernsehansprache am Sonntag. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu besuchte seinerseits den Südlibanon und kündigte eine Fortsetzung der Kämpfe mit der libanesischen Hisbollah-Miliz an.

    "Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, diesen Krieg zu beenden, den Abzug Israels aus all unseren Gebieten sicherzustellen, die Rückkehr aller Gefangenen zu erreichen, unsere zerstörten Dörfer und Städte wieder aufzubauen und die sichere Rückkehr der Vertriebenen zu gewährleisten", hielt Salam in seiner Ansprache fest.

  • |Josef Siffert

    Parlamentspräsident: US-Drohungen gegen Teheran wirkungslos

    Die Drohungen der USA haben nach Angaben des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Baqer Qalibaf ihren Einfluss verloren. "Der Iran hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass er sich Drohungen nicht beugen wird und dass sie keinerlei Wirkung mehr haben", sagte Qalibaf. Ohne US-Präsident Donald Trump namentlich zu nennen, deutete er die amerikanischen Drohungen als Ausdruck von Ratlosigkeit.

    In diese sei Washington seit dem Ausbruch des Krieges geraten. Der Iran werde Logik mit Logik und Kampf mit Kampf erwidern und den USA erneut eine Lektion erteilen. "Die USA aber sollten lieber das Vertrauen des Irans zurückgewinnen und das Versäumte wiedergutmachen", so der einflussreiche Politiker.

    Als Leiter der iranischen Delegation bei den Friedensgesprächen war Qalibaf der erste iranische Politiker seit fast 50 Jahren, der direkt mit einem US-Vizepräsidenten - JD Vance - gesprochen hat. Die Gespräche ab Samstag fanden zudem erstmals seit den Wiener Atomverhandlungen von 2015 wieder auf direktem Wege statt, endeten aber ohne Ergebnis.

  • |Josef Siffert

    Trump: Ölpreise könnten bis November hoch bleiben

    US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Worten davon aus, dass die Öl- und Benzinpreise bis zu den Zwischenwahlen in den USA im November hoch bleiben werden. "Es könnte so sein, oder gleich bleiben, oder vielleicht ein bisschen höher, aber es dürfte in etwa gleich bleiben", sagte Trump am Sonntag dem Sender Fox.

    Seine Äußerungen bezüglich der Frage, ob die Kosten für Öl und Benzin bis zum Herbst sinken würden, folgen auf wochenlange Behauptungen, der Preisanstieg werde nur ein kurzfristiges Phänomen sein. Trump hatte kurz nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran Ende Februar auch gesagt, der Krieg werde vier Wochen "oder kürzer" dauern.

    Der Durchschnittspreis für Benzin an US-Tankstellen lag laut Daten des Dienstes GasBuddy den größten Teil des Aprils bei über vier Dollar pro Gallone (knapp 3,8 Liter). Das sind fast 30 Prozent mehr als üblich. Am Ölmarkt ist der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl von knapp 73 Dollar von vor Beginn der Angriffe auf bis zu 114 Dollar gestiegen.

  • |Josef Siffert

    Seeblockade der Straße von Hormus beginnt heute

    Die angekündigte Seeblockade der Straße von Hormus durch das US-Militär soll am Montag beginnen. Ab 10.00 Uhr US-Ostküstenzeit (16.00 Uhr MESZ) werde der Seeverkehr für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, kündigte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X an. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein. Die Blockade werde gegenüber Schiffen aller Nationen durchgesetzt, hieß es weiter.

    Zugleich erläuterte Centcom, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus, deren Ziel oder Startpunkt nicht ein iranischer Hafen ist, durch das US-Militär nicht beeinträchtigt werde.

    Seit Kriegsbeginn am 28. Februar mit US-israelischen Angriffen auf den Iran hatte Teheran die für den Öltransport wichtige Straße von Hormus vor seiner Küste blockiert. Die Durchfahrt von Schiffen kam praktisch zum Erliegen. Weltweit schossen Energiepreise in die Höhe, was auch Trump unter Druck setzt.

  • |Diana Dauer

    Netanjahu zeigt sich in Video bei Truppenbesuch im Südlibanon

    Inmitten anhaltender israelischer Angriffe auf den Libanon hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu am Sonntagabend ein Video veröffentlicht, das ihm beim Truppenbesuch im Südlibanon zeigt. Netanjahu trägt in dem Video eine kugelsichere Weste und ist von Soldaten umgeben, von denen einige maskiert sind.

    Zudem versicherte er, durch das im Zuge des Iran-Krieges erfolgte Vorgehen der israelischen Armee im Nachbarland sei "die Gefahr eines Eindringens" von Kämpfern der pro-iranischen Hisbollah nach Israel gebannt worden. Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Anfang März nahm die mit Teheran verbündete libanesische Hisbollah-Miliz Israel unter Beschuss. Daraufhin flog Israel massive Angriffe auf Teile des Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. Die gegenseitigen Angriffe halten bis heute unvermindert an.

  • |Diana Dauer

    Iran: Militärschiffe in Straße von Hormus würde als Bruch der Waffenruhe gewertet

    Die iranischen Revolutionsgarden erklären, jeder Versuch von Militärschiffen, sich der Straße von Hormus zu nähern, werde als Verstoß gegen den von den USA ausgerufenen Waffenstillstand gewertet. Der Iran werde darauf „hart und entschlossen“ reagieren. Die Meerenge stehe unter der Kontrolle und dem „intelligenten Management“ der iranischen Marine. Sie sei für die „sichere Durchfahrt nichtmilitärischer Schiffe gemäß spezifischer Vorschriften“ offen. Fast wortgleich hatte sich der Iran bereits am Samstag geäußert. 

  • |Diana Dauer

    Friedensverhandlungen scheiterten laut Insidern an den Themen Hormus, Uran und Hamas

    Aus dem Umfeld der US-Regierung heißt es, der Iran habe es bei den Verhandlungen in Pakistan abgelehnt, seine Uran-Anreicherung zu beenden. Auch wolle der Iran seine Anlagen zur Uran-Anreicherung nicht offenlegen. Ebenfalls abgelehnt habe der Iran ein Ende der Finanzierung für die extremistischen Gruppen Hamas, Hisbollah und Huthi. Zudem habe der Iran die Forderung zurückgewiesen, die Straße von Hormus vollständig zu öffnen. Im Sommer 2025 hatte die US-Regierung nach Angriffen auf den Iran noch erklärt, die nuklearen Fähigkeiten des Irans seien vollständig vernichtet worden

  • |Diana Dauer

    Mehr als 3.300 Tote seit Beginn der US-israelischen Angriffe

    Im Iran sind seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf das Land nach Behördenangaben mehr als 3.300 Menschen getötet worden. Unter ihnen seien knapp 500 Frauen, teilte am Sonntag die iranische Rechtsmedizinorganisation mit, die zur Justiz des Landes gehört. Von unabhängiger Seite konnten die Angaben nicht überprüft werden.

  • |Diana Dauer

    Iran: "Einigung mit USA unter bestimmten Umständen in greifbarer Nähe"

    Der Iran ist iranischen Staatsmedien zufolge zu einem „ausgewogenen und fairen“ Abkommen bereit, das dauerhaften Frieden und Sicherheit gewährleistet. Eine Einigung sei nicht in weiter Ferne, sollten die USA „in den Rahmen des Völkerrechts zurückkehren“, sagt der iranische Präsident Massud Peseschkian nach dem Bericht in einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin. 

  • |Diana Dauer

    Iran: Gespräche gescheitert, zurück in den Krieg?

    Die Verhandlungen in Islamabad blieben ergebnislos, JD Vance reiste am Sonntag ab. Ernsthaft weiterreden will Donald Trump offenbar nicht: Er kündigte eine Blockade der Straße von Hormus an.

  • |Diana Dauer

    Heftige Kämpfe in Hisbollah-Hochburg im Südlibanon

    In einer Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz im Süden des Libanons kommt es nach israelischen und libanesischen Berichten weiter zu heftigen Kämpfen. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, israelische Truppen seien noch weiter nach Bint Dschubail vorgedrungen. In dem Ort, der wenige Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt, sind den Berichten zufolge seit Tagen Dutzende von Hisbollah-Kämpfern eingeschlossen. 

    Die Hisbollah teilte mit, sie habe in dem Gebiet mehrere israelische Soldaten mit Raketen angegriffen. Der Hisbollah-Sender Al-Manar berichtete, israelische Truppen würden versuchen, Bint Dschubail komplett einzukreisen und Straßen in die Umgebung abzuschneiden. Die Hisbollah würde neben Raketen auch mit Artillerie und Drohnen angreifen und habe Versuche der israelischen Seite, in den Ort einzurücken, abgewehrt. 

    Die israelische Armee teilte mit, in den letzten Tagen seien mindestens 20 Hisbollah-Kämpfer auf dem Gelände eines Regierungskrankenhauses in Bint Dschubail getötet worden. Vorwürfe des Militärs, Hisbollah habe in der Klinik Waffen gelagert und von dort aus israelische Soldaten beschossen, ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Von der Hisbollah gab es dazu zunächst keine Angaben. Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete auch von heftigem Beschuss der Ortschaft aus der Luft. Soldaten hätten in dem Ort mehrere Wohnhäuser gesprengt, berichtete die libanesische Nachrichtenagentur NNA. Bereits während des zweiten Libanon-Kriegs vor 20 Jahren war es in Bint Dschubail zu erbitterten Kämpfen zwischen israelischen Bodentruppen und der Hisbollah gekommen. 

  • |Diana Dauer

    Iran-Krieg kostet Israel 10 Milliarden Euro

    Der Krieg Israels gegen den Iran verursacht nach einer ersten Schätzung Haushaltskosten von 35 Milliarden Schekel (knapp zehn Milliarden Euro). Davon entfallen 22 Milliarden Schekel auf die Verteidigung, teilt das Finanzministerium mit. Der Betrag sei bereits in den Haushalt für 2026 eingestellt worden.

  • |Diana Dauer

    Internationale Unterstützung für US-Blockade?

    Die USA werden nach den Worten von Präsident Donald Trump bei der Blockade der Straße von Hormus von der Nato und zahlreichen anderen Ländern unterstützt. Unter anderem Großbritannien entsende Minensuchboote, sagt Trump dem Sender Fox News. Die USA selbst würden ebenfalls weitere Minensuchboote dorthin verlegen. Die Räumung der Meerenge werde nicht lange dauern. Zwei US-Schiffe hätten die Meerenge zuletzt unbehelligt passiert. 

  • |Diana Dauer

    US-Präsident Trump kündigt Blockade der Straße von Hormus an

    US-Präsident Donald Trump hat die sofortige Blockade der Straße von Hormus durch die US-Marine angekündigt. Zudem werde jedes Schiff in internationalen Gewässern abgefangen, das eine Gebühr an den Iran für die Durchfahrt der Meerenge gezahlt habe, schreibt Trump auf der Plattform Truth Social.

  • |Diana Dauer

    Israel stellt sich auf Wiederaufnahme des Kriegs ein

    Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete, Generalstabschef Eyal Zamir habe die israelischen Streitkräfte angewiesen, unverzüglich in einen Zustand erhöhter Alarmbereitschaft überzugehen.

    Das Militär solle sich "auf die Möglichkeit einer kurzfristigen Rückkehr zu militärischen Auseinandersetzungen vorbereiten", hieß es. Eine Entscheidung für einen militärischen Einsatz sei jedoch noch nicht getroffen. Ein israelischer Militärsprecher sagte auf Anfrage, man prüfe den Bericht.

    Auch der israelische Kan-Sender berichtete unter Berufung auf einen ranghohen israelischen Regierungsvertreter, Israel sei gemeinsam mit den USA bereit für eine Wiederaufnahme des Kriegs gegen den Iran. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Samstagabend gesagt, die Kampagne im Iran sei weiterhin nicht beendet.

    Laut ynet hat die Armee Gefechtsvorbereitungen ähnlich wie vor den beiden Iran-Kriegen - dem jüngsten und dem im letzten Jahr - aufgenommen. Dabei würden "sämtliche Planungs- und Umsetzungsprozesse beschleunigt". Es sei Anweisung erteilt worden, eine hohe Einsatzbereitschaft in allen Bereichen aufrechtzuerhalten, Reaktionszeiten zu verkürzen und operative Lücken zu schließen, hieß es weiter in dem Bericht.

  • |Diana Dauer

    Putin telefoniert mit Pezeshkian

    Am Sonntag telefonierte der russische Präsident Wladimir Putin mit seinem iranischen Amtskollegen Massoud Pezeshkian. Wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete, wurden dabei die Gespräche des Iran mit den USA erörtert. Putin erklärte sich anschließend bereit, bei einer Lösung des Konflikts zu vermitteln.

  • |Stefan Berndl

    Gespräche gescheitert: Iran gibt USA die Schuld

    Der Verhandlungsleiter der iranischen Delegation hat den USA die Schuld dafür gegeben, dass die Friedensverhandlungen in Islamabad keine Einigung brachten. „Meine Kollegen in der iranischen Delegation brachten zukunftsorientierte Initiativen vor, doch letztendlich gelang es der Gegenseite nicht, in dieser Verhandlungsrunde das Vertrauen der iranischen Delegation zu gewinnen“, schrieb der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer seines Landes, Mohammed Bagher Ghalibaf, auf der Plattform X. 

    Er habe bereits vor den Gesprächen betont, dass der Iran über den nötigen guten Willen und Entschlossenheit verfüge, aber aufgrund der Erfahrungen aus vorangegangenen Kriegen kein Vertrauen in die Gegenseite habe. Ghalibaf dankte Pakistan zudem für die Vermittlungsbemühungen. Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran waren am frühen Sonntagmorgen ohne Einigung zu Ende gegangen. US-Vizepräsident JD Vance sagte, nach 21 Stunden habe sich die iranische Seite dazu entschieden, die Bedingungen der USA nicht zu akzeptieren. Man verlasse nun den Ort der Verhandlungen und lasse einen Vorschlag für den Iran zurück, der ein endgültiges Angebot darstelle. 

  • |Stefan Berndl

    Iran: "Es hört nie auf"

    "Wir haben in einer Reihe von Fragen eine Einigung erzielt. Die Realität sieht jedoch so aus, dass bei zwei zentralen Themen die Positionen zu weit auseinander lagen und letztendlich keine Einigung erzielt werden konnte", sagte der Sprecher von Irans Außenministerium, Ismail Baghai, dem Staatssender IRIB. Um welche Themen es sich handelte, sagte er nicht.

    Zuvor hatte Baghai auf der Plattform X geschrieben, es sei bei den Gesprächen um die Straße von Hormus, die Atomfrage, Kriegsreparationen, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein Ende des Krieges gegangen. Zu verhindern, dass der Iran jemals eine Atombombe entwickeln kann, sowie die Öffnung der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus sind zentrale Anliegen der USA.

    Baghai schloss weitere Verhandlungen mit den USA nicht aus. Auf die Frage der Reporterin, ob die Diplomatie beendet oder noch im Gange sei, sagte er: "Es hört nie auf. Diplomatie ist stets ein Instrument zur Sicherung und Wahrung nationaler Interessen, und Diplomaten müssen ihre Pflichten unter allen Umständen erfüllen, sei es in Kriegs- oder in Friedenszeiten."

  • |Stefan Berndl

    Ost-West-Pipeline wieder mit voller Förderkapazität

    Saudi-Arabien hat die volle Förderkapazität seiner Ost-West-Pipeline wiederhergestellt. Die Kapazität liege nun wieder bei rund sieben Millionen Barrel pro Tag, teilte das Energieministerium mit. Die während des Krieges der USA und Israels gegen den Iran angegriffenen Energieanlagen und die Pipeline hätten ihre Betriebskapazität wiedererlangt. Wer die Angriffe ausgeführt hat, ließ Saudi-Arabien offen.

  • |Stefan Berndl

    Auch Iran-Delegation reiste ab

    Auch die Delegation des Iran verließ Islamabad. Überzogene Forderungen der USA hätten einen gemeinsamen Rahmen und ein Abkommen verhindert. Der Iran und die USA haben sich laut dem Außenministerium in Teheran in einigen Punkten verständigt. In zwei wichtigen Fragen habe es aber unterschiedliche Ansichten gegeben, weshalb es nicht zu einer Einigung gekommen sei, sagte ein Sprecher des Ministeriums iranischen Medien zufolge. 

    Die Gespräche hätten in einer Atmosphäre des Misstrauens stattgefunden. Es sei daher nicht zu erwarten gewesen, dass beide Seiten in nur einer Gesprächsrunde zu einer Einigung hätten kommen können. Die Kontakte und Beratungen zwischen dem Iran und Pakistan sowie "unseren anderen Freunden" würden fortgesetzt.

  • |Stefan Berndl

    Keine Einigung erzielt: Trump-Vize Vance reist ab

    Bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ist laut US-Vizepräsident James Vance keine Einigung erzielt worden. So habe es vom Iran keine Zusage für einen Verzicht auf Atomwaffen gegeben, sagte er am Sonntag in Islamabad vor Journalisten. Er reise ab, nachdem er Teheran ein "letztes und bestes Angebot" unterbreitet habe. "Wir werden sehen, ob die Iraner es akzeptieren", so der Stellvertreter von Präsident Donald Trump.

    Bei den 21-stündigen Gesprächen habe es "bedeutende Diskussionen mit den Iranern" gegeben, sagte Vance weiter. "Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass wir zu keiner Einigung gekommen sind. Und ich denke, für den Iran sind das viel mehr schlechte Nachrichten als für die Vereinigten Staaten von Amerika. Wir kehren also in die USA zurück, ohne eine Einigung erzielt zu haben." Während der Verhandlungen habe er ein halbes Dutzend Mal mit US-Präsident Trump telefoniert, fügte der Vizepräsident hinzu.

  • |Amina Beganovic

    Große Differenzen bei US-Iran-Gesprächen

    Nach getrennten Vorgesprächen der Delegationen aus den USA und dem Iran mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif starteten die Kriegsparteien ihre Friedensverhandlungen. Die Differenzen dabei dürften aber äußert groß sein, bei der Straße von Hormus seien die Verhandlungen in einer Sackgasse, hieß es. Am Samstagabend wurde weiter verhandelt.

    Die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars berichteten von "überzogenen Forderungen" der US-Seite. Konkret wurde die Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden. Tasnim zufolge besteht die iranische Delegation auf der "Wahrung der militärischen Errungenschaften", eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den größten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Straße von Hormus geben.

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