Österreich schwitzt weiter: Heute noch einmal 40 Grad und mehr
Die „stärkste Hitzewelle, die wir je hatten“ hat Österreich fest im Griff.
Der heutige Mittwoch ist von außergewöhnlich hohen Temperaturen geprägt. Grund dafür ist der Einfluss eines Hochdruckgebiets und subtropischer Warmluftmassen, die zu einer extremen Hitzebelastung führen. Bereits in den frühen Morgenstunden wurden in Hornstein im Burgenland mehr als 30 Grad gemessen.
Am Nachmittag werden Temperaturen zwischen 30 Grad im Bregenzer Wald und bis zu 40 Grad im Wiener Raum erwartet. Im Osten bleibt es weiterhin sonnig und trocken.
Die Geosphere Austria empfiehlt, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten und unnötige Anstrengungen während der heißesten Tageszeit zu vermeiden. Besonders auf Kinder und vulnerable Personen sollte geachtet werden.
Am Nachmittag soll es stellenweise auch im Flachland zu Gewittern kommen. Danach verläuft die Nacht auf Donnerstag im ganzen Land trocken und meist nur gering bewölkt bis wolkenlos. Der Wind weht überwiegend schwach. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen 13 und 26 Grad.
- Kein Futter wegen Dürre: Viele Bauern müssen Tiere verkaufen
- In der Wiener Lobau kam es am Dienstagnachmittag zu einem Waldbrand. 20 Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr standen im Einsatz
- Hitze und fehlender Niederschlag: Donau-Fracht bricht ein
- Hoher Verbrauch: Gemeinden rufen zum Wassersparen auf
- So heiß nie: Hitzerekord für Österreich eingestellt
- Geophysiker warnt: „Das wird die stärkste Hitzewelle, die wir je hatten“
- Regierung beseitigt Hürden für Klimaanlagen in Wohnungen
- Löschwasser knapp: Feuerwehren in OÖ zapfen private Pools an
- Insulin bis Psychopharmaka: Wie Hitze die Wirksamkeit von Medikamenten beeinflusst
Das Hitzetelefon 0800/880-800 ist aus ganz Österreich kostenlos erreichbar
(Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr; Samstag von 8 bis 20 Uhr; Sonntag von 8 bis 18 Uhr)
Tipps gegen die Hitze:
- Genug trinken: zwei bis drei Liter pro Tag, bei körperlicher Belastung mehr.
- Sonnencreme verwenden
- Auf die Ernährung achten: Gedünstetes Gemüse, Getreidesalate aus Bulgur, Couscous oder Hirse, Tofu-Spieße oder Suppen sind ideal.
- Wohnung kühl halten: Wer ohne Klimaanlage in der Wohnung auskommen muss, sollte tagsüber die Fenster schließen und die Räume verdunkeln.
- Körper und Kleidung: Füße in kaltes Wasser halten, ein feuchtes Tuch in den Nacken legen. Bei der Kleidung sollte man auf Leinen, Baumwolle oder Seide setzen. Diese Stoffe sind atmungsaktiv, nehmen Feuchtigkeit auf und fördern die Luftzirkulation, was zu einer natürlichen Kühlung führt.
- Direkte Sonne meiden: Besonders zwischen 11 und 17 Uhr möglichst im Schatten bleiben und körperliche Aktivitäten auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
- Körperliche Anstrengung reduzieren: Sport und schwere körperliche Arbeit möglichst vermeiden oder auf kühlere Tageszeiten verschieben.
- Kopf schützen: Im Freien einen Hut, eine Kappe oder ein Tuch tragen.
Hitzewelle in Österreich
-
Extreme Temperaturen im Osten
Am heutigen Mittwoch wurden bereits in den Morgenstunden in Hornstein im Burgenland mehr als 30 Grad gemessen. Im Laufe des Tages steigen die Temperaturen laut Geosphere Austria auf bis zu 40 Grad, wobei die höchsten Werte im sonnigen und trockenen Osten erwartet werden.
Am Nachmittag soll es in Ober- und Niederösterreich zu ersten Gewittern kommen, die bis Mitternacht wieder nachlassen. Am Donnerstag ziehen von Vorarlberg bis ins nördliche Waldviertel Regenschauer durch. Damit ist ein Ende der großen Hitze in Sicht. Im Osten wird die Abkühlung allerdings erst am Freitag spürbar sein.
-
Hitze: Regierung beseitigt Hürden für Klimaanlagen in Wohnungen
Angesichts der Rekordhitze der vergangenen Tage und Wochen wird nun die Bundesregierung aktiv. Der Ministerrat hat beschlossen, Hitzeschutzmaßnahmen im Gebäudebereich zu vereinfachen. Bis zum Herbst soll der entsprechende Gesetzesentwurf von Wohn- und Justizministerium vorliegen.
Insbesondere in urbanen Wohngegenden würden viele Häuser nicht über Vorrichtungen verfügen, um die Auswirkungen der hohen Temperaturen für die Bewohner zu lindern, heißt es. Gemeint sind damit etwa Beschattungsvorrichtungen, Begrünungen, Außendämmung, Klimaanlagen oder andere technische Lösungen zur Vermeidung von Überhitzung. Das Problem ist: Nach derzeitiger Rechtslage bestehen teils beträchtliche Hürden für Mieter bzw. Wohnungseigentümer, die Hitzeschutzmaßnahmen umsetzen.
-
Künstlerinnen und Künstler gegen "politisches Nicht-Handeln"
Mit einem "Offenen Brief an die Österreichische Bundesregierung" wenden sich namhafte Künstlerinnen und Künstler wie Ursula Strauss, Stefanie Reinsperger, Michael Ostrowski oder Robert Palfrader angesichts der historischen Hitze und Trockenheit im Land an die Politik. "Politisches Nicht-Handeln angesichts einer wissenschaftlich eindeutig belegten Krise ist keine neutrale Entscheidung", heißt es in dem Papier, das auf wirksamen Klimaschutz pocht.
Die Initiative zu dem Brief an die politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger kommt von der Schauspielerin Valerie Huber. Unterstützt wird der Vorstoß von Fridays For Future, Greenpeace Österreich und UNICEF Österreich. Dem Aufruf, "die Realität anzuerkennen und ihr mit der notwendigen Entschlossenheit zu begegnen", hat sich eine ganze Reihe an Kunst- und Kulturschaffenden wie Cornelius Obonya, Verena Altenberger, Marie Kreutzer, Mavie Hörbiger, Lilian Klebow, Hilde Dalik, Nils Strunk, Thomas Maurer, Lucas Fendrich, Simon Schwarz, Ina Regen oder Julian Le Play angeschlossen.
-
"Das Gröbste mit dieser Woche vorbei"
"Sind wir dann zumindest mit der extremen Hitze für diesen Sommer durch oder könnte noch mal eine ähnliche Hitzewelle kommen?", fragte Moderator Armin Wolf am Dienstagabend in der ZiB 2.
ORF-Meteorologin Wera Gruber zeigte sich optimistisch: "Das Gröbste und sollte damit vorbei sein, also die 40 Grad und mehr. Es wird zwar nächste Woche noch einmal heiß, aber solche Extrema zeigen die Wettermodelle derzeit nicht", so Gruber.
Und: "Wir verlieren jetzt auch täglich drei Minuten Sonnenlicht, es sind insgesamt schon etwa um eine Stunde weniger als zur Sommersonnenwende. Das heißt, die Sonne hat auch weniger Zeit, die Erde zu erhitzen. Normalerweise kommen im Laufe des Augusts nicht mehr sehr hohe Temperaturen, die höchsten Werte gibt es in der Regel im Juni, Juli und Anfang August."
-
Donau-Niedrigwasser legte Nazi-Schiffswracks frei
Ein Blick ins Ausland: Der extrem niedrige Wasserstand der Donau durch die Hitze hat in Serbien mehrere Schiffswracks der deutschen Marine aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Schaulustige kletterten in der Nähe des Flusshafens Prahovo auf den verwitterten Relikten der einstigen Nazi-Flotte herum, berichten serbische Medien.
Die Häufung der Wracks in dem Donauabschnitt unmittelbar vor dem sogenannten Eisernen Tor - einem Durchbruchstal der Donau an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien - erklärt sich mit den Geschehnissen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Nazi-Marine hatte dort Teile ihrer Schwarzmeerflotte selbst versenkt. Der deutsche Flottenverband hatte sich auf dem Rückzug befunden und war von der sowjetischen Donaumilitärflottille verfolgt worden. Die rund 200 versenkten Wasserfahrzeuge sollten die Donau für die Verfolger unpassierbar machen.
-
40 Grad oder mehr
Um 17.00 Uhr verzeichneten insgesamt neun Messstationen Werte von 40 Grad oder mehr: Neben den drei bereits genannten waren das auch Bad Deutsch-Altenburg (40,4 Grad), Krems, Langenlois (je 40,2 Grad), Wieselburg (40,1 Grad) und Gars am Kamp (40 Grad) in Niederösterreich, sowie Wien-Innere Stadt (40,4 Grad).
Laut dem Wetterdienst "Tauernwetter" überschritten noch nie so viele Stationen an einem Tag die 40-Grad-Marke. Zudem seien in St. Pölten erstmals seit Aufzeichnungsbeginn mehr als 40 Grad gemessen worden.
-
Österreichs Spitäler im Hitzestress: Schon jeder fünfte Notfall wegen hoher Temperaturen
Die hitzebedingten Notfälle in den Spitälern nehmen zu. In der Klinik Ottakring wird aktuell jeder fünfte Notfallpatient aufgrund von Hitzebeschwerden versorgt, berichtet Alexander Spiel, Leiter der Notfallabteilung. Eine Aufnahme erfolgt bei weniger als einem Drittel. „Wir vermuten, dass dies in den nächsten Tagen weiter zunehmen wird, ähnlich der Juni-Hitzewelle“, sagt Spiel. Angespannt auch die Lage im AKH Wien: „Normalerweise gibt es im Winter mehr Notfälle als im Sommer. Herzinfarkte und Schlaganfälle treten dann häufiger auf. Derzeit behandeln wir aber gleich viele Menschen wie im Winter“, sagt Harald Herkner, Stv. Klinikleiter der Universitätsklinik für Notfallmedizin am AKH Wien.
Mehr dazu lesen Sie hier:
-
So schaut der heißeste Ort Österreichs aus
Braun, trist, einsam: So schauen 41 Grad aus.
© Anna Perazzolo -
Die Messungen in unserer Grafik basieren auf den veröffentlichten Werten von Geosphere - kommen allerdings mit leichter Verzögerung von rund 20 Minuten bei uns an. Die Tendenz ist aber eindeutig: Stammersdorf vor St. Pölten, Tulln, Wien-Zentrum und Langzeit-Rekordhalter Bad Deutsch-Altenburg.
-
Feuerwehreinsatz wegen Waldbrand in Wiener Lobau
Ein Waldbrand in der Lobau im Bereich Essling hat am Dienstag einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Wie ein Sprecher der Berufsfeuerwehr Wien der APA erklärte, sei nach einer Meldung um 13.45 Uhr Alarmstufe 2 ausgelöst worden. Details zum konkreten Ausmaß des Brandes lagen vorerst noch nicht vor. 20 Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr standen am Nachmittag im Einsatz. Auch Kräfte aus Niederösterreich unterstützten bei den Löscharbeiten.
Rund 20 Feuerwehren und der Flugdienst aus Niederösterreich samt mobiler Tankstelle standen im Einsatz. Probleme gab es mit der Löschwasserversorgung. "Auch die große Hitze ist eine Herausforderung", berichtete Klaus Stebal vom niederösterreichischen Landeskommando. Am späten Nachmittag wurden laufend Feuerwehren nachalarmiert, sagte der Sprecher. Zwei Hubschrauber des Innenministeriums sind ebenfalls im Einsatz.
Die konkrete flächenmäßige Ausdehnung des Feuers steht noch nicht fest. Der Ölhafen Lobau sei nicht in Gefahr, teilte der Sprecher mit. "Der Brand bewege sich räumlich aber jedenfalls in einem überschaubaren Ausmaß", erklärte Günther Annerl, stellvertretender Leiter der für Forst- und Landwirtschaftsbetrieb zuständigen Magistratsabteilung 49 (MA 49). Die weiteren Fortschritte bei den Löscharbeiten seien vom Wind abhängig, verwies er auf die Feuerwehr.
© APA/GEORG HOCHMUTH / GEORG HOCHMUTH -
Und die Rekorde purzeln weiter...
... 41 Grad zeigt der Thermometer jetzt in Wien-Stammersdorf.
Auch in Niederösterreich wurde mit 40,6 Grad in Langenlebarn ein neuer Landesrekord gemessen.
-
So heiß war es noch nie in Österreich: 40,8 Grad in Stammersdorf gemessen
Jetzt ist es offiziell: Der Allzeit-Temperatur-Rekord ist gefallen.
In Wien-Stammersdorf wurden am Dienstagnachmittag 40,8 Grad gemessen, wie aus Daten der Geosphere Austria hervorgeht. Damit wurde der Allzeitrekord aus dem Jahr 2013 übertroffen. Damals waren im niederösterreichischen Deutsch-Altenburg 40,5 Grad gemessen worden. Die aktuelle Hitzewelle steuert am Dienstag und Mittwoch auf ihren Höhepunkt zu. Auch für Mittwoch erwarten Meteorologinnen und Meteorologen Höchstwerte.
-
40,4 Grad and counting...
Wir nähern uns in Riesenschritten dem Allzeit-Rekord. In Stammersdorf wurden um ca. 14.30 Uhr laut Geosphere 40,4 Grad gemessen.
Der Hitze-Rekord von Bad Deutsch-Altenburg aus dem Jahr 2013 scheint nur eine Frage der Zeit.
-
Burgenland-Schnellstraße wegen Waldbrands teils gesperrt
Die S31 ist bei Sieggraben (Bezirk Mattersburg) in Fahrtrichtung Oberpullendorf wegen eines Waldbrandes seit Dienstagmittag gesperrt. Im Einsatz standen laut Landessicherheitszentrale Burgenland 27 Feuerwehren der Region, darunter auch eine aus Niederösterreich. Mehrere Hektar waren betroffen, das genaue Ausmaß ließ sich auf APA-Anfrage noch nicht nennen. Das Feuer dürfte aus bisher unbekannter Ursache gegen 11.00 Uhr ausgebrochen sein. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste der Verkehr bei Sieggraben von der Schnellstraße abgeleitet werden, berichtete der ÖAMTC. Bei Weppersdorf durften die Fahrzeuge wieder auffahren. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die hohe Temperatur, die Trockenheit und der starke Wind erschwerten die Löscharbeiten erheblich. -
40,2 Grad: Temperaturrekord in Wien fällt erneut
Und damit ist es passiert: Der Allzeit-Rekord in Wien ist bereit (wieder) gefallen. Gestern wurden in Stammersdorf erst gegen 15.30 Uhr 40,1 Grad Celsius gemessen. Der neue Rekord hielt keine 24 Stunden. Heute stand der Thermometer bereits um 13.40 Uhr bei 40,2 Grad.
Der Wetterdienst Tauernwetter ging davon aus, dass am Dienstagnachmittag auch der österreichische Allzeitrekord von 40,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg aus dem Jahr 2013 übertroffen wird.
-
Juli um zwei Grad heißer als das Mittel
Österreich hat den viertwärmsten Juli der 260-jährigen Messgeschichte hinter sich, samt neuem Juli-Hitzerekord und kaum Niederschlägen. Vor allem der Osten hatte "nicht nur mit extremen Temperaturen zu kämpfen, sondern auch mit massiver Trockenheit", bilanzierte Geosphere Austria am Dienstag. "An manchen Messstellen lag das Niederschlagsdefizit bei 90 Prozent." Insgesamt war es um zwei Grad wärmer als das Klimamittel 1991 bis 2020.
-
Grüne fordern Hitzegipfel und kritisieren Regierung
Die Grünen fordern Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) auf, noch im August einen Hitzegipfel einzuberufen. Mit Ländern, Gemeinden und Fachleuten - auch aus Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz - soll "ein konkreter Maßnahmenplan gegen extreme Hitze und Wasserknappheit" erarbeitet werden. Weder der Kanzler noch der für Wasser zuständige ÖVP-Minister Norbert Totschnig hätten "einen Plan, wie Menschen geschützt und die Trinkwasserversorgung gesichert werden sollen".
"Sie lassen die Menschen in Österreich in der größten Hitzekrise im Stich", kritisierte die Grünen-Klubobfrau Leonore Gewessler am Dienstag in einer Aussendung. Ziel des Gipfels sollen "mehr Schutz für besonders gefährdete Menschen, rasche Maßnahmen gegen die Hitzebelastung in Städten und Gemeinden, die auch die Trinkwasserversorgung langfristig absichern, sowie eine Strategie, damit Österreich nicht jedes Jahr wieder völlig unvorbereitet in die nächste Hitzewelle stolpert" sein.
-
Hitzemonat Juli brachte Rekord bei Windstrom in Europa
Hitze und fehlender Niederschlag haben den Gewässern in Europa im Juli zugesetzt und damit auch die Stromproduktion aus Wasser- und Atomkraft beeinträchtigt.
Unterdessen verzeichnete die Windkraft die zweithöchste Erzeugung der vergangen 12 Jahre, geht aus einer Aussendung der IG Windkraft am Dienstag hervor. Möglich wurde das durch die steigende Zahl an Windkraftanlagen aber auch durch bessere Windverhältnisse.
Demnach sei im heurigen Juli in Europa um rund 31 Prozent mehr Strom aus Windkraft erzeugt worden als im Schnitt der letzten 12 Jahre.
-
Sorge um Trinkwasser in einzelnen Gemeinden in Österreich
Die andauernde Hitzewelle bringt in so manchen österreichischen Gemeinden Sorgen ums Trinkwasser. Während es in Bundesländern wie in der Steiermark oder Tirol kaum Probleme mit der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung gebe, mussten etwa in Oberösterreich und Kärnten in einzelnen Kommunen Wassersparverordnungen erlassen werden.
Der südburgenländische Wasserverband Thermenland hat, um die Versorgung in Zeiten erhöhten Wasserverbrauchs sicherzustellen, auch dieses Jahr einen elektronischen "Poolfüllkalender" im Einsatz. Das System habe sich bewährt und helfe, größere Wasserentnahmen besser zu koordinieren, hieß es auf der Homepage. Poolbesitzer werden daher ersucht, Poolfüllungen in den Kalender einzutragen. Dadurch soll die Versorgung mit Trinkwasser und der Löschwasserbedarf jederzeit sichergestellt werden. In den 66 Mitgliedsgemeinden des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland (WLV) gibt es laut Verbandsangaben aktuell keine Probleme mit der Versorgung.
In Kärnten ist die Wassersituation wegen der verschiedenen geografischen Voraussetzungen sehr unterschiedlich - während es Gemeinden gibt, die vorerst keine Probleme mit der Wasserversorgung haben, ist die Lage anderenorts ernst. So wie etwa in der Gemeinde Köttmannsdorf im Bezirk Klagenfurt-Land: Dort gilt bereits seit Ende Juni eine Verordnung, die etwa das Bewässern von Rasenflächen oder das Autowaschen verbietet - auch das Bewässern von Blumen und Gemüsebeeten ist "auf das unbedingt erforderliche Maß" einzuschränken.
Eine ähnliche Verordnung gilt bereits seit Mai in Gurk (Bezirk St. Veit): Gemeindebürgerinnen und -bürger müssen ihren Wasserverbrauch auf das "unbedingt notwendige Ausmaß" einschränken. Neben Rasenbewässerung ist auch hier das Autowaschen sowie das "Verdünnen von Gülle mit Trinkwasser" untersagt. Und Wassersparen ist auch in Steuerberg (Bezirk Feldkirchen) angesagt. Auch hier muss die Befüllung von Pools erst von der Gemeinde bewilligt werden.
-
Schon 39 Grad in Stammersdorf
In Stammersdorf, wo gestern gegen 15.30 Uhr der bisherige Wien-Rekord geknackt wurde, hat es jetzt bereits 39 Grad. Gut möglich, dass der neue Hitzerekord heute schon früher fällt.
-
Dürre-Schäden für Bauern derzeit noch nicht abschätzbar
Die Dürreschäden der heimischen Landwirtschaft lassen sich laut dem Agrar-Spezialversicherer Hagelversicherung derzeit noch nicht finanziell beziffern. Man rechne mit Zahlen "Anfang nächster Woche", hieß es von der Hagelversicherung auf APA-Anfrage. In Österreich seien rund 80 Prozent der Ackerbauern und 40 Prozent der Grünlandbetriebe gegen Dürre versichert. Die extreme Trockenheit in Österreich, die schon seit Monaten andauert, wird durch die Hitze weiter verschärft. Nach wie vor fehlen seit Jahresbeginn laut GeoSphere Austria rund 30 Prozent auf ausgeglichene Niederschlagsverhältnisse.
Damit war es in Österreich - zumindest seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts - in den ersten sieben Monaten eines Jahres nicht mehr so niederschlagsarm, hieß es kürzlich von dem staatlichen meteorologischen Dienst.
Unterstützung aus dem Katastrophenfonds gefordert
Angesichts der Ernte- und Dürreschäden werden die Rufe nach einem Maßnahmepaket für die Landwirtschaft lauter. Am Montag forderten die Milchbäuerinnen und Milchbauern des Vereins IG Milch Alarm eine Dürreausgleichzahlung von 300 Euro pro Kuh aus dem Katastrophenfonds.
Laut Statistik Austria wurden Ende 2025 rund 1,8 Mio. Rinder in Österreich gehalten. Die Rekord-Trockenheit bringe die Viehwirtschaft in eine "äußerst prekäre Situation", sagte Michael Wöckinger, Abteilungsleiter Tierhaltung in der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, im Gespräch mit der APA. Viele Landwirte müssten bereits auf die Winterreserven zurückgreifen oder Vieh verkaufen, weil es an Futter - und teils auch an Wasser - mangelt. Der Preis für Kühe sinke, verkleinerte Bestände könnten auch noch in den nächsten Jahren negative Effekte nach sich ziehen. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) versprach am Montag ein Dürre-Maßnahmepaket für die Bauern, noch ohne Details zu nennen.
-
Trockenheit verschärft sich
Selbst am nassesten Ort Österreichs im Juli, auf der Schmittenhöhe (Salzburg, 1.956 Meter Seehöhe), gab es mit 188 Millimetern ein Niederschlagsdefizit von drei Prozent. Der trockenste Ort war Podersdorf am Neusiedler See (Burgenland, 116 Meter Seehöhe) mit zehn Millimetern.
Massive Niederschlagsdefizite von 50 bis 80 Prozent wurden im ganzen Bundesgebiet gemessen. Am größten fiel das Minus am Wachtberg bei Steyr (384 Meter Seehöhe) mit minus 91 Prozent aus, gefolgt von den Messstationen Wien-Mariabrunn (225 Meter) mit minus 89 Prozent und Wels (309 Meter) mit minus 87 Prozent. Der Juli 2026 zählt somit zu den fünf niederschlagsärmsten Julimonaten in den vergangenen 169 Jahren.
-
Juli um zwei Grad heißer als das Mittel und extrem trocken
Österreich hat den viertwärmsten Juli der 260-jährigen Messgeschichte hinter sich, samt neuem Juli-Hitzerekord und kaum Niederschlägen. Vor allem der Osten hatte "nicht nur mit extremen Temperaturen zu kämpfen, sondern auch mit massiver Trockenheit", bilanzierte Geosphere Austria am Dienstag. "An manchen Messstellen lag das Niederschlagsdefizit bei 90 Prozent." Insgesamt war es um zwei Grad wärmer als das Klimamittel 1991 bis 2020.
Noch heißer waren nur die Julimonate 2006, 2015 und 2024. Bei den Spitzenwerten war der Juli 2026 klare Nummer eins: Am 31. Juli zeigte die Messstation Wieselburg in Niederösterreich 40,3 Grad an - um 0,6 Grad mehr als der bisherige Allzeit-Julirekord aus dem Jahr 1983 (39,7 Grad in Dellach im Drautal).
-
Wegen Hitze immer gefragter: Zu Besuch in der Fernkältezentrale
Fernkälte versorgt bereits Parlament, Spitäler und Unis. Der KURIER erhielt Zugang zur neuesten Anlage, in der auch „Wiens größter Eiswürfel“ steht - hier geht's zur Reportage von Kollegen David Kotrba.
© Wien EnergieRohr mit Aufschrift Kaltwasser in einer Fernkältezentrale von Wien Energie.
-
Schon 36 Grad
Kurz vor Mittag ist es aktuell in Pottschach in Niederösterreich am heißesten. Die Tageshöchstwerte werden dann so gegen 16-17 Uhr erwartet.
Hier können Sie die aktuellen Temperaturen in Österreich verfolgen:
-
Homeoffice bei Hitze: ÖGB warnt vor Nachteilen
Manche Arbeitgeber reagieren auf Hitzewellen teilweise mit Homeoffice oder flexibleren Arbeitszeiten. Der ÖGB warnt jedoch vor Nachteilen: Nicht alle hätten zu Hause geeignete Arbeitsbedingungen, und seit dem Aus der Homeoffice-Pauschale blieben Kosten stärker bei den Beschäftigten hängen. Auch sehr frühe oder späte Arbeitszeiten könnten zulasten von Freizeit oder Kinderbetreuung gehen, ohne dass es dafür Zuschläge geben müsse. Homeoffice und flexible Arbeitszeiten seien keine Universallösungen, so ÖGB-Arbeitsrechtlerin Verena Weilharter.
-
Neusiedler See trotz Niederwassers befahrbar
Der Neusiedler See befindet sich aufgrund der anhaltenden Trockenheit aktuell im Niederwasserbereich. Der Wasserstand betrug am Dienstag 115,1 Meter über Adria. Das sind nur zwölf Zentimeter über dem seit 1965 erreichten Tiefststand im Jahr 2022.
Noch sind aber die Schifffahrt und der Badesport am See möglich, auch für die Fische sei die Situation noch nicht kritisch, hieß es am Dienstag seitens der Wasserstandskommission.
-
Kein Futter wegen Dürre: Viele Bauern müssen Tiere verkaufen
Die heurigen Futterernten sind durch die Rekord-Trockenheit mehr als überschaubar geblieben. Und weil auch alle Wiesen verdorrt sind, müssen viele Landwirte bereits auf Winterreserven zurückgreifen oder gar Vieh verkaufen.
Der Preis für Kühe sinkt. Verkleinerte Bestände könnten auch noch in den nächsten Jahren negative Effekte nach sich ziehen, so Michael Wöckinger, Abteilungsleiter Tierhaltung in der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.
-
Niedrigwasser auf der Donau vergleichbar mit historischem Tief 2018
Fehlender Niederschlag und hohe Temperaturen sorgen derzeit für historisch niedrige Pegelstände an der Donau. Die aktuelle Niederwasserperiode ist demnach vergleichbar mit den bisher markantesten Jahren 2003 und 2018, geht aus einer Aussendung des Infrastrukturministeriums am Dienstag hervor. Aktuell sei die Güterschifffahrt weitgehend zum Erliegen gekommen. Im Jahr 2018 sei das Transportaufkommen um 25 Prozent eingebrochen, auch für heuer sei mit einem Rückgang zu rechnen.
-
Feuer westlich von Athen weitgehend unter Kontrolle
Bei den Waldbränden nahe der griechischen Hauptstadt Athen hat sich Dienstagfrüh endlich Entspannung abgezeichnet: Nachdem Hunderte Feuerwehrleute und Freiwillige die vierte Nacht in Folge gekämpft hatten, brachten die Einsatzkräfte die Feuer westlich der Metropole endlich unter Kontrolle. Dank guten Wetters und wenig Wind konnten auch die Löschhubschrauber ihren Beitrag leisten. Entwarnung gab es jedoch weiterhin nicht.
Besonders kritisch sind einem Sprecher der Feuerwehr zufolge die heißen Mittagsstunden. "Gestern haben wir beobachtet, dass sich von Mittag an aus Glutnestern wieder Brände entwickelten, weil die Temperatur stieg und die Luftfeuchtigkeit abnahm", sagte Giannis Artopoios dem Nachrichtensender ERTnews. Dieses Phänomen wolle man bekämpfen. Im Laufe des Tages sollen dazu bis zu 30 Löschhubschrauber und -flugzeuge zum Einsatz kommen.
-
Sturzfluten nach Hitze: Unwetter verwüstet Skiort in Italien
Ein heftiges Unwetter hat am Montagabend den Wintersportort Breuil-Cervinia im italienischen Aostatal schwer getroffen. Innerhalb von rund 20 Minuten traten zwei Gebirgsbäche über die Ufer und verursachten erhebliche Schäden. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben vom Dienstag niemand. Die Wassermassen überschwemmten unter anderem den lokalen 18-Loch-Golfplatz. Eine Schlammlawine mit Geröll bedeckte Teile der Anlage und zerstörte zwei Brücken.
-
Niedrigwasser könnte deutsches Wachstum zunichtemachen
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) warnt angesichts des Niedrigwassers auf deutschen Flüssen vor einem Nullwachstum in diesem Jahr und einer möglichen Rezession. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) könnte um 0,4 Prozentpunkte niedriger ausfallen als bisher erwartet, sagte der IW-Experte Thilo Schäfer der Zeitung Bild. Aktuell findet etwa in Köln gar keine Schifffahrt mehr statt.
"Ein längerer Ausfall der Schiffbarkeit auf dem Rhein könnte das ganz klitzekleine Pflänzchen Wachstum, das wir haben, komplett ersticken", sagte Schäfer dem Vorabbericht zufolge. Grund sei, dass deutlich weniger Waren transportiert werden und damit die Produktion in zahlreichen Branchen gedrosselt werden müsse. "Für die Wirtschaft bedeutet das echte Lieferengpässe, denn die Schiffe können schon seit einiger Zeit nur noch mit geringerer Beladung den Rhein runterfahren."
-
"Nationale Katastrophe": Höchste Warnstufe für Seoul ausgerufen
Inmitten einer anhaltenden Hitzewelle hat der koreanische Wetterdienst erstmals in diesem Jahr die höchste Hitzewarnstufe für die Hauptstadt Seoul ausgerufen. Am Dienstagmittag Ortszeit haben die Temperaturen in Seoul 38 Grad erreicht, in der Nacht wird es laut Prognosen nur bis 29 Grad abkühlen. Die Bevölkerung wurde unterdessen aufgefordert, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten und ausreichend Wasser zu trinken.
Präsident Lee Jae Myung bezeichnete die landesweite Hitzewelle während einer Kabinettssitzung als "nationale Katastrophe", welche den Menschen den Alltag erschwere. Die Hitzewelle begann Ende Juli und erfasst mittlerweile das ganze Land.
Bereits am Wochenende hatten die Behörden im Südosten des Landes einen Hitzerekord gemeldet. In der südöstlichen Stadt Yangsan wurde mit 42,5 Grad der höchste Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen.
-
Waldbrände in den Niederlanden weiter nicht unter Kontrolle
In den USA und Europa sind weiterhin mehrere Regionen von größeren Waldbränden betroffen.
Westlich der griechischen Hauptstadt Athen sind unzählige kleine und große Brandherde aktiv. In den Niederlanden brennt es in einem Naturschutzgebiet, im US-Bundesstaat Washington kämpfen Tausende Feuerwehrleute gegen Großbrände, rund 65.000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. In Frankreich bleibt die Alarmbereitschaft hoch - in Spanien hingegen entspannt sich die Lage. Eine Übersicht.
-
3 Löwen in Japan vermutlich an Hitzschlag gestorben
Inmitten anhaltend schwüler Hitze sind drei Löwinnen in einem Zoo in Tokio gestorben. „Unserem Tierarzt zufolge wird als Todesursache ein Hitzschlag vermutet“, sagte eine Sprecherin des Tama-Zoos in der japanischen Hauptstadt am Dienstag. Bei den toten Tiere sei Dehydrierung und mehrfaches Organversagen festgestellt worden. Weitere Löwen seien in Behandlung.
-
Die Wetterprognose für Dienstag
Zum Abschluss vom heißen Montag noch die Wetterprognose für den Dienstag: Oft scheint von der Früh weg die Sonne ungestört und es wird wieder heiß, im Osten sogar extrem heiß. Hier ist es oft sogar den ganzen Tag wolkenlos, im Westen und im Bergland kommen ab Mittag Wolken auf und es sind vor allem zwischen dem Arlberg und dem Salzkammergut Gewitter zu erwarten. Der Wind weht abseits von Gewittern schwach bis mäßig aus Südost bis Südwest. Tageshöchsttemperaturen 33 bis 40 Grad, mit den höchsten Werten im Osten.
-
Neuer Rekord auch in NÖ
Mit 40,1 Grad hat es am Montag einen Allzeit-Hitzerekord in der Bundeshauptstadt Wien gegeben. Hinter Wien-Stammersdorf auf dem zweiten Platz landete Langenlebarn im Tullnerfeld (Niederösterreich) mit 40,0 Grad. Auch an dieser Messstation wurde noch nie zuvor so eine hohe Temperatur registriert. Der bisherige Höchstwert lag bei 39,9 Grad. Auf Platz drei rangiert Wien-Innere Stadt - der ehemalige Rekordhalter - mit 39,4 Grad, gefolgt von Bad Deutsch-Altenburg - dem Allzeit-Rekordhalter mit 40,5 Grad - mit 39,3 Grad. Auf Platz fünf: Wolkersdorf im Weinviertel mit 39,1 Grad. Auch an dieser Messstelle wurde der alte Allzeit-Rekord (38,8 Grad) gebrochen.
-
Trockenstenter Juli in England und Wales
In England und Wales hat es in diesem Juli so wenig geregnet wie seit mehr als hundert Jahren nicht. Es sei der trockenste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen, die es in England schon seit 1836 gibt, teilte die britische Wetterbehörde am Montag mit. Großbritannien verzeichnete mit 38 Grad im Juni zudem einen Temperaturrekord.
Nach Angaben der britischen Umweltbehörde ist infolge der geringen Niederschläge und der Hitze in den vergangenen Wochen mehr als die Hälfte der Fläche Englands von Dürre betroffen. Ihren Angaben aus der vergangenen Woche zufolge fiel im Juli landesweit nur sieben Prozent der erwarteten Niederschlagsmenge, in einigen Teilen Südenglands sogar nur ein Prozent.
-
Wahr oder falsch: Macht die Klimaanlage krank?
Sie sorgt an heißen Tagen im Auto für Abkühlung. Aber kann die Klimaanlage auch krank machen und Erkältungen auslösen? Wir haben uns das mal genauer angesehen:
-
Lage im Grünland "dramatisch"
Die anhaltende Dürre hat am Montag auch Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) auf den Plan gerufen. Angesichts einer "dramatischen Situation" im Grünland und einer zunehmenden Verknappung bei Futtermitteln werde er gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer (LKÖ) und den Bundesländern "ehestmöglich treffende Maßnahmen" vorbereiten, verkündete er am Montag in einer Aussendung. Im Raum steht etwa ein Ausbau der bestehenden Futtermittelbörsen.
Neben drohenden Ernteausfällen müssten viele Betriebe bereits jetzt ihre Winterreserven verfüttern und stünden vor der Frage, wie sie ihre Tiere über die kalte Jahreszeit versorgen können. Gleichzeitig erschwere die großflächige Dürre den Zukauf von Futter erheblich. "Eine derart lange und flächendeckende Trockenperiode hat Österreich in dieser Form noch nie erlebt", so der Politiker laut Mitteilung.
-
40,1 Grad: Wien erreicht neuen Allzeit-Hitzerekord
Laut Daten der Unwetterzentrale (UWZ) hat die Messstation in Wien Stammersdorf mit 40,1 Grad bereits den Allzeit-Rekord für Wien geknackt. Und für Mittwoch sind noch einmal heißere Temperaturen prognostiziert. Für Dienstag und Mittwoch gilt deshalb in Wien, im Nordburgenland und im Nordosten Niederösterreichs die höchste Wetterwarnstufe Rot.
Auch der österreichweite Temperaturrekord könnte in den kommenden Tagen fallen. Dieser liegt bei 40,5 Grad und wurde 2013 in Bad Deutsch-Altenburg gemessen.
Die rote Warnung gilt neben Wien auch für das Weinviertel, das Nordburgenland, das Wiener Becken und die Landeshauptstadt St. Pölten.Das Problem: Auch in den Nächsten wird es nicht abkühlen.In den betroffenen Gebieten werden Tiefstwerte von 24 bis 27 Grad erwartet. Von einer "Tropennacht" spricht man ab Temperaturen über 20 Grad Celsius.
-
Wir nähern uns den Tageshöchstwerten
Gegen 17 Uhr sollen die heutigen Tageshöchstwerte erreicht werden. Aktueller Spitzenreiter: Wien Stammersdorf mit 39,5 Grad Celsius laut GeoSphere.
-
Hitzewarnung auch für Deutschland
Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile Deutschlands eine Hitzewarnung herausgegeben. Für fast das gesamte Land gilt am Dienstag Hitzewarnung der Stufe 1. Für Regionen in der Mitte und im Süden gilt Stufe 2. Warnstufe 1 gilt ab 32 Grad, Warnstufe 2 bei 38 Grad. Laut dem DWD sind am Dienstag zudem Starkregen, Hagel und Sturmböen vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin möglich. -
Rumänien sprengt Felsen für AKW-Kühlwasser
Um mehr Wasser zum Kernkraftwerk Cernavoda zu leiten, hat Rumäniens Armee im Bett eines Donau-Arms einen Felsen gesprengt. Das AKW bezieht sein gesamtes Kühlwasser aus der Donau, deren Wasserstand dramatisch gesunken ist. Dem Kraftwerk droht mangels Kühlwasser die Abschaltung.
Im Bett eines Donau-Arms bei Izvoarele, etwa 50 Kilometer flussaufwärts von Cernavoda sprengten Soldaten den durch die Dürre freigelegten Felsen. Dessen Trümmer sollen binnen zwei Tagen mit Lastkähnen an eine bestimmte Stelle in einem Donau-Arm gebracht und versenkt werden, um dort den Wasserstand zu erhöhen, so dass mehr Wasser zum AKW Cernavoda im Osten des Landes gelangt.
-
Donau-Niedrigwasser in der Slowakei legte Weltkriegsmine frei
Der niedrige Wasserstand der Donau hat in der Slowakei einen gefährlichen Gegenstand freigelegt, der sich als Anti-Schiffsmine aus dem Zweiten Weltkrieg entpuppte. Die Polizei sperrte am Montag den Flussabschnitt bei der Gemeinde Virt im Bezirk Komarno östlich von Bratislava an der Grenze zu Ungarn für die gesamte Schifffahrt. Auch Freizeitboote durften nicht in die Nähe des Fundortes fahren.
Zunächst sprach die Polizei offiziell von einem "unbekannten Gegenstand", dessen Sicherung die vorübergehende Sperre notwendig mache. Nach ersten pyrotechnischen Untersuchungen am Fundort im ausgetrockneten Rand des Donau-Flussbetts konnte sie bekanntgeben: "Das gefundene Objekt ist als britische Anti-Schiffsmine aus dem Zweiten Weltkrieg identifiziert worden."
Im Zweiten Weltkrieg wurden strategisch wichtige Anlagen in der slowakischen Hauptstadt Bratislava intensiv bombardiert. Zerstört wurden unter anderem die Ölraffinerie Apollo und der nahegelegene Hafenbereich an der Donau. Aus der Luft abgeworfene Anti-Schiffsminen hatten den Sinn, den Transport von militärisch wichtigen Gütern auf der Donau zu verhindern.
-
Bauern schlagen Alarm, fordern 300 Euro pro Kuh aus dem Katastrophenfonds
„So eine Dürre habe ich in meinem Berufsleben noch nicht erlebt. Die Kühe gehen nicht mehr auf die Weide, weil kein Futter wächst und es auch viel zu heiß ist, sie stehen im Stall und fressen das Heu für den nächsten Winter.“
Mit einem dramatischen Appell hat sich am Montag die IG Milch an die Öffentlichkeit gewandt. Stefan Scheipl, Vorstand der IG Milch und Biobauer im Flachgau, Salzburg, forderte „ein wirksames Maßnahmenpaket, um die schlimmsten Folgen abzuwenden.“
„Durch die großflächige Dürre in halb Europa ist es jetzt schon nicht mehr möglich, Futter zuzukaufen und die Schlachthöfe signalisieren auch schon ein erhöhtes Angebot und sinkende Preise“, wird er in einer Aussendung der IG Milch zitiert. Sie wenden sich mit insgesamt 5 Forderungen an die Politik:
-
Dürre: Bauern fordern 300 Euro pro Kuh
Die IG-Milch fordert aufgrund der anhaltenden Hitzewelle unter anderem eine Dürreausgleichszahlung von 300 Euro pro Kuh aus dem Katastrophenfonds, berichtet die Kronen Zeitung. Außerdem verlangt sie eine nationale Futtermittelbörse, Zuschüsse für Futtermitteltransporte und die Sicherung von Maisbeständen als Futterersatz. Zusätzlich solle ein Krisenstab mit Vertretern der Landwirtschaft einberufen werden. Es bestehe „akuter Handlungsbedarf“.
Kommentare