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Niedrigwasser: Donau fast auf historischem Tiefstand von 2018

Durch den niedrigen Wasserpegel können Güterschiffe derzeit nicht voll beladen werden.
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Zusammenfassung

  • Die Donau verzeichnet wegen fehlenden Niederschlags und hoher Temperaturen historisch niedrige Pegelstände, vergleichbar mit den Niedrigwasserjahren 2003 und 2018, wodurch die Güterschifffahrt weitgehend zum Erliegen gekommen ist.
  • Das Infrastrukturministerium rechnet nach dem Transporteinbruch von 25 Prozent im Jahr 2018 auch heuer mit sinkendem Transportaufkommen und verweist auf häufiger auftretende extreme Niederwasserperioden infolge des Klimawandels.
  • Ministerium und viadonau setzen mit jährlichen Investitionen von 30 Millionen Euro, vorausschauender Instandhaltung und Tests flexibler Infrastrukturmaßnahmen auf eine Absicherung der Wasserstraße bei Niedrigwasser.

Fehlender Niederschlag und hohe Temperaturen sorgen derzeit für historisch niedrige Pegelstände an der Donau. Die aktuelle Niederwasserperiode ist demnach vergleichbar mit den bisher markantesten Jahren 2003 und 2018, geht aus einer Aussendung des Infrastrukturministeriums am Dienstag hervor. Aktuell sei die Güterschifffahrt weitgehend zum Erliegen gekommen. Im Jahr 2018 sei das Transportaufkommen um 25 Prozent eingebrochen, auch für heuer sei mit einem Rückgang zu rechnen.

Ungewöhnlich an der aktuellen Situation sei der Zeitpunkt, denn Niedrigwasser trete in den meisten Fällen erst im Spätsommer oder Herbst auf, so das Ministerium unter Verweis auf Fachleute. „Was wir hier beobachten, ist keine Ausnahmeerscheinung, sondern Teil einer längerfristigen Entwicklung. Extreme Niederwasserperioden werden im Zuge des Klimawandels häufiger auftreten - und teils auch viel früher im Sommer, wie wir es gerade erleben“, sagte dazu Hydrologe Helmut Habersack von der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien laut Aussendung.

Ministerium und viadonau setzten auf vorausschauende Instandhaltung

Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) sieht es vor diesem Hintergrund als seine Aufgabe „mit Weitblick zu investieren, statt zuzuwarten“. Jährlich würden daher 30 Millionen Euro in den Erhalt der Wasserstraße Donau investiert. „Wir haben aus den Erfahrungen von 2003 und 2018 gelernt. Unsere Instandhaltung ist heute noch vorausschauender und datenbasierter als je zuvor“, sagte der Geschäftsführer des staatlichen Wasserstraßenbetreibers viadonau, Hans-Peter Hasenbichler, laut Aussendung.

Durch den niedrigen Wasserpegel können Güterschiffe derzeit nicht voll beladen werden, wodurch die Verlagerung der Transporte auf Straße und Schiene verhältnismäßig günstiger ist. Schwierigkeiten bereiten die Pegelstände auch Kreuzfahrtschiffen, Fahrten sind nur eingeschränkt oder gar nicht möglich. Für 2026 sei somit auch mit einem Rückgang der Fahrgastzahlen zu rechnen, so das Ministerium.

Um die Fahrwassertiefe an Seichtstellen bei Niedrigwasser zu sichern, testet viadonau derzeit sogenannte „flexible Infrastruktur“. Transportschuten werden dabei mit Kies beladen und seitlich außerhalb der Fahrrinne so positioniert, dass Wasser gezielt nach innen gedrückt wird. Vergleichbare Pilotversuche laufen parallel auch in Kroatien, Rumänien und Bulgarien.

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