Es war das erste Finale in Hinblick auf den Aufstieg in die Hauptrunde. Österreich verlor gegen Spanien am Ende doch deutlich 25:30, weshalb der Abschied von der EM konkrete Züge annimmt. Enttäuschend war, dass man sich aufgrund einer schwachen Leistung in der ersten Hälfte jegliche Chance auf einen Sieg nahm.
Sebastian Frimmel bilanzierte nüchtern: „Es ist sehr enttäuschend, Spanien war uns in allen Belangen einen Schritt voraus. Sie haben uns über das ganze Spiel geduldig attackiert und uns mit vielen Kleinigkeiten verunsichert.“
Die letzte Chance
Weil aber am Abend Serbien gegen Deutschland 30:27 gewann, hat Österreich im letzten Gruppenspiel am Montag gegen die Serben sogar noch die Chance auf den Aufstieg in die Hauptrunde. Dafür muss aber auch danach Spanien gegen Deutschland gewinnen.
Österreichs spanischer Teamchef Iker Romero trällerte bei der österreichischen Bundeshymne mit, bei der textlosen spanischen konnte er ohnehin nur mit summen. Was er danach sah, kam ihm vielleicht spanisch vor. Österreich lag von Beginn an zurück, hatte in der Abwehr nicht den Zugriff wie gegen Deutschland und in der Offensive verbuchte man zu viele Fehlwürfe. Auch, weil Spaniens Torhüter Hernandez in der ersten Hälfte eine Quote von 40 Prozent vorzuweisen hatte.
Mit zu vielen Zeitstrafen erschwerte man sich den Handball-Abend. Österreich fand nie so richtig in die Partie, es fehlte der Rhythmus und auch lange Zeit das starke Spiel über die Flügel, besonders Frimmel kam vorerst kaum zur Geltung. In einer Phase, in der man acht Minuten keinen Torerfolg feiern konnte, zogen die Spanier bis zur Pause auf 19:12 davon. Es bedurfte nun eines mittelgroßen Handball-Wunders.