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Olympiasieger Alessandro Hämmerle ist rechtzeitig vor dem Saisonhöhepunkt aufs Podest zurückgekehrt. Der 32-jährige Vorarlberger fuhr im letzten Snowboardcross-Weltcuprennen vor den Olympischen Spielen auf Platz zwei. 

Hämmerle musste sich am Sonntag in Dongbeiya in China nur dem Australier Adam Lambert geschlagen geben. Vortagessieger Jakob Dusek landete nach einem Viertelfinal-Aus unmittelbar hinter seinem Teamkollegen Lukas Pachner auf Rang 14.

Fotofinish 

In den ersten beiden Einzelrennen der Saison war Hämmerle nicht über Rang elf hinausgekommen. Platz zwei einen Monat vor den Winterspielen in Mailand/Cortina war für den Goldmedaillengewinner von 2022 eine große Erleichterung. 

Hämmerle saugte sich im Halbfinale aus dem Windschatten noch zum Sieg. Im Endlauf versuchte er eine ähnliche Taktik, kam aber nicht mehr an Premierensieger Lambert vorbei. Im Fotofinish behauptete Hämmerle gegen den US-Amerikaner Nathan Pare Rang zwei.

Der vergangene Winter hatte Fabio Gstrein Lust auf mehr gemacht. Nach den ersten Podestplätzen seiner Karriere schien der Slalomspezialist aus dem Ötztal mit 28 Jahren endlich an der Weltspitze angekommen und fällig für den Premierensieg im Weltcup.

Doch diesem Aufwärtstrend folgte in dieser Saison ein Absturz ins Mittelmaß: Fabio Gstrein, der als Österreichs Nummer 1 im Slalom in diesen Winter gestartet war, muss nun plötzlich sogar um seinen Startplatz bei den Olympischen Winterspielen bangen.

Es war das erste Finale in Hinblick auf den Aufstieg in die Hauptrunde. Österreich verlor gegen Spanien am Ende doch deutlich 25:30, weshalb der Abschied von der EM konkrete Züge annimmt. Enttäuschend war, dass man sich aufgrund einer schwachen Leistung in der ersten Hälfte jegliche Chance auf einen Sieg nahm.

Sebastian Frimmel bilanzierte nüchtern: „Es ist sehr enttäuschend, Spanien war uns in allen Belangen einen Schritt voraus. Sie haben uns über das ganze Spiel geduldig attackiert und uns mit vielen Kleinigkeiten verunsichert.“

Die letzte Chance

Weil aber am Abend Serbien gegen Deutschland 30:27 gewann, hat Österreich im letzten Gruppenspiel am Montag gegen die Serben sogar noch die Chance auf den Aufstieg in die Hauptrunde.  Dafür muss aber auch danach Spanien gegen Deutschland gewinnen. 

Österreichs spanischer Teamchef Iker Romero trällerte bei der österreichischen Bundeshymne mit, bei der textlosen spanischen konnte er ohnehin nur mit summen. Was er danach sah, kam ihm vielleicht spanisch vor. Österreich lag von Beginn an zurück, hatte in der Abwehr nicht den Zugriff wie gegen Deutschland und in der Offensive verbuchte man zu viele Fehlwürfe. Auch, weil Spaniens Torhüter Hernandez in der ersten Hälfte eine Quote von 40 Prozent vorzuweisen hatte.

Mit zu vielen Zeitstrafen erschwerte man sich den Handball-Abend. Österreich fand nie so richtig in die Partie, es fehlte der Rhythmus und auch lange Zeit das starke Spiel über die Flügel, besonders Frimmel kam vorerst kaum zur Geltung. In einer Phase, in der man acht Minuten keinen Torerfolg feiern konnte, zogen die Spanier bis zur Pause auf 19:12 davon. Es bedurfte nun eines mittelgroßen Handball-Wunders.

Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, da wurde Christian Ilzer belächelt, als er bei der damals schwer abstiegsbedrohten TSG Hoffenheim von der Champions League sprach. Weil im Abendspiel Leipzig gegen die Bayern 1:5 verlor, stehen die Hoffenheimer bereits auf Rang drei. 

Mit einem sehenswerten Freistoßtor gelang Wouter Burger bereits in der neunten Minute das 1:0 für die TSG, die auch danach stark aufspielte und letztlich erstmals seit fast sechs Jahren in Sinsheim gegen Leverkusen gewann. Ex-Sturm-Kollege Alexander Prass war bis zur 79. Minute im Einsatz. 

Ohne den verletzten ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer gewann Dortmund erst dank eines Elfertors in der Nachspielzeit durch Emre Can mit 3:2. 

Matej Svancer und Lara Wolf haben am Samstag beim Weltcup der Freeskier in Laax im Slopestyle aufgezeigt und kurz vor Olympia Podestplätze errungen. Der 21-jährige Svancer musste sich nach zwei Final-Runs mit 84,08 Punkten nur knapp dem Norweger Birk Ruud (85,08) beugen, Dritter wurde der Kanadier Evan McEachran (82,70). Wolf kam mit 67,85 Punkten auf den dritten Rang hinter der Chinesin Eileen Gu (85,13) und der US-Amerikanerin Marin Hamill (71,38).

Svancer hatte eine Einlage erster Klasse hingelegt, im zweiten Run verlor er beim ersten Kicker während einer Drehung im Flug einen Ski, setzte auf dem anderen aber sicher und sturzlos auf. Der Podestplatz war bereits festgestanden. "Ich bin froh, dass ich die Aktion mit dem verlorenen Ski gut überstanden habe, denn das war nicht so chillig, wie es vielleicht ausgesehen hat", sagte Svancer. Mit der Performance im ersten durfte er zufrieden sein. Es sei ein cooler Kurs mit einem guten Flow gewesen. "Ich habe versucht, einen kreativen Run zusammenzustellen, und das ist auch gut aufgegangen." Im Big Air war Svancer im Dezember Dritter in Peking.

Wolf: "Ich bin bereit"

Die 25-jährige Wolf fuhr erstmals in dieser Saison im Freeski auf das Stockerl. "Es war heute nicht einfach, weil sich vor dem Finale nur vier Trainingsläufe ausgegangen sind und auch der stark drehende Wind eine Herausforderung gewesen ist", meinte sie. Kurz vor Olympia fühle sich der Podestplatz gut an. "Es ist eine Bestätigung, dass ich bereit bin." Im Slopestyle war sie in diesem Winter zuvor bereits Fünfte im November auf dem Stubaier Gletscher, im Big Air lief es mit den Rängen 16 und 23 noch nicht so gut.

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