Sport-News

Weil Yaw Yeboah, früherer Teamspieler von Österreichs nächstem Testspiel-Gegner Ghana, und der US-Amerikaner Derrick Jones in der Fußballliga MLS - auch auf ihre eigenen Teams - gewettet haben, sind die beiden in den USA aus dem Verkehr gezogen worden. 

Die Major Soccer League erklärte in einer Mitteilung, dass das Duo zwischen 2024 und 2025 „in großem Umfang“ Fußballwetten abgeschlossen und dabei „wahrscheinlich vertrauliche Informationen mit anderen Wettern geteilt“ habe.

So wetteten die beiden Fußballer demnach etwa im Oktober 2024 darauf, dass Jones eine Gelbe Karte erhalten würde - was tatsächlich eintraf. Die Information, sich während des Spiels eine Verwarnung abholen zu wollen, sollen sie zuvor wohl an andere Wettende weitergegeben haben. 

„Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Wetten das Ergebnis eines Spiels beeinflusst haben“, hieß es weiters. Der 28-jährige Yeboah wurde 2023 mit Columbus Crew Meister. 

Das österreichische Sportministerium hat einen Förder- und Abrechnungsstopp gegen den Tischtennis-Verband verhängt. Hintergrund sind mögliche Versäumnisse im Umgang mit Vorwürfen innerhalb des Verbands. Im Raum steht unter anderem eine Verletzung von Förderverträgen, zu denen auch Maßnahmen in den Bereichen Prävention und Integrität zählen.

Der Förderstopp bleibt so lange aufrecht, bis der Verband zur umfassenden Klärung der Vorwürfe beiträgt und ein funktionierendes Präventions- und Integritätsmanagement einführt. Dieses müsse gewährleisten, dass möglichen Fällen von Fehlverhalten im gesamten Verband sowie in den Vereinen konsequent, unabhängig und professionell nachgegangen werde, teilte das Ministerium mit. Der Standard hatte vor einigen Wochen über den Vorwurf berichtet, wonach sich "ein Nachwuchstrainer zu Minderjährigen ins Bett gelegt" haben soll.

Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt bezeichnete die im Raum stehenden Vorwürfe als alarmierend. „Ich will, dass Mädchen und Frauen im österreichischen Tischtennis sicher sind. Die im Raum stehenden Vorwürfe sind erschreckend und dürften im Verband schon länger bekannt sein“, erklärte Schmidt. „Anzügliche Nachrichten oder Nachbesprechungen im Bett haben zwischen Jugendlichen und Trainer:innen keinen Platz.“

"Angstfreies Umfeld verdient"

Unter den aktuellen Umständen könne sie nicht verantworten, dass solche Zustände mit Steuergeld unterstützt würden. „Athlet:innen, insbesondere Mädchen und Frauen im österreichischen Sport haben sich ein angstfreies Umfeld verdient“, so Schmidt.

Markus Salcher hatte sich einiges für die Paralympics in Cortina vorgenommen. Sein „letzter Tanz“ sollte im Optimalfall mit einer Medaille zu Ende gehen. Und mit Cortina hatte Salcher ohnehin noch „eine Rechnung offen“.

Nach den beiden Speed-Bewerben in der Stehend-Klasse ist allerdings klar: Die Karriere des 34-Jährigen wird aller Voraussicht nach ohne ein weiteres paralympisches Edelmetall enden. Mit Platz acht in der Abfahrt feierte der Kärntner am Samstag noch einen emotionalen Abschied von seiner Lieblingsdisziplin. Im Super-G am Montag herrschte dann allerdings Frust. Schon nach wenigen Toren war Schluss mit lustig. Salcher rutschte weg und schied aus. „Es ist schon bitter. Ich wollte mich noch würdig verabschieden – das ist absolut nicht das, was ich kann.“

Ski-Ass Lindsey Vonn hat nach ihrer schweren Beinverletzung keine Lust mehr auf den Rollstuhl - und sich ein anderes Fortbewegungsmittel zugelegt. In einem Instagram-Video zeigte die 41-Jährige, wie sie mit einem Elektroroller durch ihr Haus fährt. „Habe ein paar neue Räder“, schrieb sie dazu. „Schneller werde ich erstmal nicht werden, aber es ist besser als der Rollstuhl.“ Zu dem Gefährt ergänzte die Amerikanerin: „Ich nenne es Speedy.“ 

In dem Clip ist zu sehen, wie Vonn mit dem Roller von der Küche am Rollstuhl vorbei in einen anderen Teil des Hauses kurvt. Das linke Knie und Bein ist dabei ebenso mit einer Schiene gestützt wie das rechte Sprunggelenk. 

Massenschlägerei im Fußball-Finale: Das Stadtderby in Belo Horizonte zwischen Cruzeiro und Atletico Mineiro ist am Sonntag in der Nachspielzeit außer Kontrolle geraten. Es kam auf den Rängen und auf dem Rasen zu Tumulten. Im Spielbericht im Endspiel des Cupwettbewerbs "Campeonato Mineiro" standen am Ende 23 Rote Karten - der prominenteste Sünder war Atletico-Kapitän Hulk. Auslöser für die Tumulte war ein Foul am Ende der sechsminütigen Nachspielzeit.

Als nur noch wenige Sekunden zu spielen waren, rauschte Cruzeiros Angreifer Christian nach einem Schussversuch in Atletico-Torwart Everson hinein. Der reagierte, drückte seinen Gegenspieler mit den Knien zu Boden. Innerhalb weniger Sekunden kam es zu einer Rudelbildung, fast alle Spieler mischten sich ein - mit Faustschlägen und Tritten. Rund zehn Minuten benötigten Sicherheitskräfte und Militärpolizei, um für Ordnung zu sorgen. Danach wurde die Partie beim Stand von 1:0 für Cruzeiro beendet. Vor der Massenschlägerei hatte Schiedsrichter Matheus Delgado Candancan keine einzige Karte gezeigt.

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