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Trump will Libanon-Konflikt entschärfen, nennt Netanjahu "verrückt"

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet, Teheran habe die Verhandlungen mit den USA ausgesetzt. US-Präsident Trump widerspricht den Berichten. Alle aktuellen Entwicklungen im Live-Blog.
Donald Trump und Bibi Netanyahu
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Iran-Krieg

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Israel meldet Beschuss trotz von Trump verkündeter Einigung

    Trotz einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Einigung ist Israel laut der Armee vom Libanon aus beschossen worden. Es seien Dienstag früh zwei auf den Norden Israels gerichtete Geschosse abgefangen worden, erklärten Israels Streitkräfte. Libanesische Medien hatten kurz zuvor von neuen israelischen Angriffen im Südlibanon berichtet. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz erklärte ihrerseits, sie habe am späten Montagabend im Südlibanon israelische Soldaten angegriffen.

    Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump erklärt, er habe den israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon zu einer Deeskalation bewegt. Es würden "keine (israelischen) Truppen nach Beirut entsandt, und alle Truppen, die bereits unterwegs sind, wurden bereits zurückbeordert", schrieb Trump nach einem seinen Angaben zufolge "sehr produktiven" Telefonat mit Netanyahu.
     

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Trump will Libanon-Konflikt entschärfen - Iran droht mit Gesprächsende

    US-Präsident Donald Trump war am Montag deutlich um Deeskalation bemüht, nachdem der Iran angesichts der Angriffe Israels auf den Libanon mit einem Abbruch der Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Kriegs gedroht hatte. 

    Trump sagte dem US-Sender ABC nach dessen Angaben in einem Telefon-Interview, er denke, dass er "nächste Woche" eine Einigung mit dem Iran über eine Verlängerung der Waffenruhe und die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz erzielen werde. 

    Wegen Israels Eskalation im Libanon soll Trump Netanyahu am Montag in einem mit Schimpfwörtern gespickten Telefonat scharf angegangen haben, berichtete das US-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei US-Beamte und eine dritte mit dem Gespräch vertraute Quelle. 

  • |Patrick Resch

    Libanon und Israel setzen Gespräche in Washington fort

    Inmitten der sich zuspitzenden Lage zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah im Libanon kommen israelische und libanesische Regierungsvertreter am Dienstag und Mittwoch zu weiteren direkten politischen Gesprächen zusammen. Es ist die vierte derartige Gesprächsrunde. Sie sollen früheren Angaben zufolge wie die vorigen Verhandlungen auch in der US-Hauptstadt Washington abgehalten werden. Die Lage zwischen Israel und der Hisbollah hatte sich zuletzt deutlich zugespitzt.

  • |Patrick Resch

    Trump widerspricht iranischen Angaben

    US-Präsident Donald Trump hat Angaben aus dem Iran widersprochen, die Verhandlungen über ein Ende des Krieges in der Golfregion seien ausgesetzt. "Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran gehen in raschem Tempo weiter", so Trump am Montag auf Truth Social. Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon hätten ihm auch ein Ende der gegenseitigen Angriffe zugesagt. 

  • |Patrick Resch

    Iran fordert Menschen in Nordisrael zur Flucht auf

    Der Iran warnt Israel vor Angriffen auf Vororte von Libanons Hauptstadt Beirut. Das iranische Militärhauptquartier Khatam al-Anbiya forderte die Bewohner von Israels Norden im Staatssender IRIB zur Flucht auf, "um keinen Schaden zu nehmen", falls Israel tatsächlich Beirut angreifen sollte. Zuvor hatte ein Sprecher der iranischen Streitkräfte im Staatssender gesagt, für den Iran sei Israels Krieg im Libanon gegen die proiranische Hisbollah-Miliz nicht länger hinnehmbar.

    Er sprach eine Warnung für Israel und "seine westlichen Unterstützer" aus. Das israelische Militär hatte die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Flucht aufgerufen. Eine Waffenruhe im Libanon gilt als Teil der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Zuletzt hatte der iranische Außenminister Abbas Araqchi auf X bekräftigt, dass aus iranischer Sicht die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran den Libanon einschließe.

  • |Patrick Resch

    Iranische Revolutionsgarden drohen mit "neuen Fronten"

    Die iranischen Revolutionsgarden drohten iranischen Staatsmedien zufolge mit der Eröffnung "neuer Fronten" im Iran-Krieg. "Der Iran betrachtet das Überschreiten der roten Linien im Libanon und im Gazastreifen als direkten Krieg", zitierte das iranische Staatsfernsehen am Montag den Geheimdienst der Revolutionsgarden. Die Revolutionsgarden seien "entschlossen, defensive Einsätze auszuführen" und "neue Fronten" zu eröffnen.

    Mohsen Resaee, ein militärischer Berater des Obersten Führers des Iran, Ayatollah Mojaba Khamenei, erklärte im Onlinedienst X: "Die Geduld der iranischen Streitkräfte hat ihre Grenzen." Er fügte hinzu, dass "die Eskalation der Spannungen im Libanon nicht toleriert" werde.

    Tasnim zufolge haben der Iran und die mit ihm verbündete sogenannte Widerstandsfront - zu der schiitische Gruppen im Jemen, im Libanon und im Irak gehören - zudem Pläne ausgearbeitet, um die für den Welthandel wichtige Straße von Hormuz vollständig zu blockieren und eine weitere Front an der Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen zu eröffnen. Damit sollten Israel und dessen Unterstützer bestraft werden. Über die Meerenge läuft ein Großteil des Schiffsverkehrs in Richtung Suezkanal.

  • |Patrick Resch

    Tote und Schäden nach Angriff nahe einem Krankenhaus

    Am Montag wurden bei einem israelischen Luftangriff nahe einem Krankenhaus in der Küstenstadt Tyrus nach libanesischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass nach einer ersten Zählung 23 Personen verletzt worden seien. Der Strom auf der Intensivstation sei infolge des Angriffs ausgefallen.

    Auf Bildern in sozialen Medien war zu sehen, wie die Räume des Krankenhauses zum Teil komplett verwüstet wurden. Lokale Medien berichteten, es seien massive Schäden entstanden. Die Kühlräume der Halle, in denen sich Leichen der im Konflikt Getöteten befanden, seien zertrümmert. Das gegenüber dem Krankenhaus gelegene Gebäude wurde Berichten zufolge von drei Raketen getroffen und dadurch nahezu komplett zerstört. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht.

  • |Patrick Resch

    Explosion auf Frachtschiff nahe Irak

    Ein Frachtschiff ist im Persischen Golf südöstlich des irakischen Hafens Umm Kasr von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Wie die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mitteilte, wurde das Schiff während der Durchfahrt durch den Golf von einem bisher nicht identifizierten Projektil getroffen. Dadurch kam es zu einer größeren Explosion an Bord.

    Hinweise auf Umweltschäden lägen bisher nicht vor. Die zuständigen Behörden hätten Ermittlungen zur Ursache und den Hintergründen des Vorfalls aufgenommen. Die irakischen Behörden äußerten sich zunächst nicht. Genauere Angaben zum Ursprung des Projektils lagen zunächst nicht vor.

  • |Adisa Beganović

    Iranische Agentur: Teheran setzt Verhandlungen mit USA aus

    Teheran hat nach iranischen Agenturangaben die indirekten Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Krieges in der Golfregion ausgesetzt. Die Entscheidung sei wegen der "anhaltenden Verbrechen" Israels im Libanon getroffen worden, meldete die Agentur Tasnim am Montag. "Das iranische Verhandlungsteam setzt daher den Dialog und den Austausch von Mitteilungen über Vermittler aus."

  • |Adisa Beganović

    Netanjahu ordnet Angriffe auf Hisbollah-Hochburg bei Beirut an

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weist das Militär an, Ziele in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut anzugreifen. Dies teilt Netanjahu in einer Erklärung mit. Bei dem Gebiet handelt es sich um die Hisbollah-Hochburg Dahija. 

  • |Adisa Beganović

    Iran macht USA und Israel für stockende Verhandlungen verantwortlich

    Der Iran macht tiefes Misstrauen, widersprüchliche Positionen der USA und die israelischen Angriffe im Libanon für die Verzögerungen bei den Friedensgesprächen verantwortlich. Die Verhandlungen hätten in einer Atmosphäre des großen Misstrauens begonnen, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Die US-Seite ändere ständig ihre Ansichten und stelle neue Forderungen. Zudem betrachte Teheran das Vorgehen Israels in der Region als untrennbar mit den USA verbunden. 

  • |Josef Siffert

    Ölpreise wieder höher

    Die Ölpreise haben zum Wochenstart wieder zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im August legte zuletzt 2,51 Prozent auf 93,38 US-Dollar (80,20 Euro) zu. Am Freitag hatten die Notierungen noch deutlich nachgegeben, als Berichte über Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Runde gemacht hatten.

    Der Optimismus hat sich nun wieder etwas gelegt. Die USA und der Iran sollen am Wochenende Nachrichten über Änderungswünsche an einem Entwurf ausgetauscht haben, der eine Verlängerung der Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Ob es dabei Fortschritte gibt, ist unklar.

  • |Josef Siffert

    Trump: "Lehnen Sie sich zurück"

    US-Präsident Donald Trump beschwert sich über eine nach seiner Ansicht übermäßige Kommentierung seiner Verhandlungen mit dem Iran. "Es ist VIEL schwieriger für mich, meine Arbeit richtig zu machen und zu verhandeln, wenn politische Wichtigtuer in einem noch nie dagewesenen Ausmaß immer wieder negativ 'dazwischenreden', dass ich schneller oder langsamer vorgehen, in den Krieg ziehen oder nicht in den Krieg ziehen sollte, oder was auch immer", schreibt Trump auf der Plattform Truth Social. 

    "Lehnen Sie sich einfach zurück und entspannen Sie sich, am Ende wird alles gut." Z

  • |Josef Siffert

    Trump: Iran will Abkommen

    US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, dass der Iran wirklich ein Abkommen mit den USA schließen wolle und dass es ein gutes für Washington und seine Verbündeten wäre. "Der Iran möchte wirklich ein Abkommen schließen, und es wird ein gutes für die USA und alle, die an unserer Seite stehen, sein", schrieb Trump auf Truth Social.

  • |Josef Siffert

    Israel-Libanon: Neuer Anlauf für Waffenruhe

    Die USA unternehmen einem Insider aus US-Regierungskreisen zufolge einen neuen Anlauf für eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon. Die Hisbollah-Miliz solle alle Angriffe auf Israel einstellen und im Gegenzug müsse Israel auf eine Eskalation in Beirut verzichten, sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. US-Außenminister Marco Rubio spreche über diesen Plan bereits mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Während Aoun versuche, den Vorschlag voranzutreiben, fordert der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri dem Insider zufolge, dass Israel zuerst das Feuer einstellt.

  • |Josef Siffert

    Kuwait: Raketen- und Drohnenangriffe abgefangen

    Wie die staatliche Nachrichtenagentur Kuna meldete, hat die kuwaitische Luftabwehr Raketen- und Drohnenangriffe abgefangen. Im ganzen Land heulten demnach die Sirenen. Weitere Details nannte die Agentur zunächst nicht.

  • |Josef Siffert

    USA und Iran melden erneut gegenseitige Angriffe

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben am Wochenende iranische Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel Keschm angegriffen. Die Angriffe seien eine Reaktion auf aggressive Handlungen des Iran gewesen, darunter der Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1 über internationalen Gewässern, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. US-Kampfflugzeuge hätten demnach die Luftabwehr, eine Bodenkontrollstation und zwei Drohnen zerstört. US-Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen.

    Unterdessen erklären die iranischen Revolutionsgarden iranischen Medien zufolge, sie hätten einen Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen. Dieser sei von den USA für einen Angriff auf einen Telekommunikationsturm auf der Insel Sirik im Süden des Iran genutzt worden.

  • |Julia Deutsch

    Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats

    Im Hinblick auf die Ausweitung der israelischen Militäreinsätze forderte Frankreich eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats. "Nichts kann die Fortsetzung der israelischen Militäroperationen im Libanon und eine immer tiefere Besetzung libanesischen Territoriums rechtfertigen", sagte Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot dem Sender BFMTV. Die Sitzung könnte laut AFP-Informationen am Montag stattfinden.

  • |Julia Deutsch

    Angreifer raste im Westjordanland in israelische Zivilisten

    An einer Kreuzung im Westjordanland ist ein Angreifer mit einem Auto in eine Gruppe israelischer Zivilisten gerast und hat dabei zwei Mädchen im Alter von 15 und 17 Jahren verletzt. Das erklärte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom am Sonntag. Eines der Mädchen habe schwere Verletzungen erlitten. Die beiden Jugendlichen wurden demnach in ein Krankenhaus nach Jerusalem gebracht. Der mutmaßliche Angreifer wurde laut israelischer Armee von einem Soldaten getötet.

    Zur Identität des Angreifers machte die Armee zunächst keine Angaben.

  • |Julia Deutsch

    Netanjahu ordnet Ausweitung der Bodenoffensive an

    Netanjahu erklärte, er habe das Militär angewiesen, das Bodenmanöver auszuweiten, um den Druck auf die ehemals von der pro-iranischen Hisbollah-Miliz beherrschten Gebiete zu erhöhen. Im Hinblick auf die Ausweitung der israelischen Militäreinsätze forderte Frankreich eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats. "Nichts kann die Fortsetzung der israelischen Militäroperationen im Libanon und eine immer tiefere Besetzung libanesischen Territoriums rechtfertigen", sagte Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot dem Sender BFMTV am Sonntag.
  • |Julia Deutsch

    Behörden schließen Café in Teheran wegen "Satanismus"

    Iranische Behörden haben laut Medienberichten ein Café im Zentrum Teherans wegen der Förderung "satanistischer" Aktivitäten geschlossen. Das Lokal an der bekannten Valiasr-Straße habe Veranstaltungen mit Musik westlichen Stils organisiert, die einen Rahmen für "abnormes Verhalten" geboten hätten. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur Fars am Sonntag. Im Iran kann Tanzen als "unanständige" Handlung bestraft werden, Musik unterliegt strengen Zensurregeln.

    Die Polizei habe Gästen des Cafés "satanistische Bewegungen" vorgeworfen, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Ein von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreitetes Video ohne Ton zeigte einen voll besetzten Raum, in dem Musiker Gitarre spielen, während einige Gäste offenbar im Takt der Musik mit dem Kopf nicken.

  • |Manuel Simbürger

    Israel weitet Militäroffensive im Südlibanon aus und ruft erneut zur Evakuierung auf

    Verteidigungsminister Katz sagte, die israelische Armee habe unter Führung von Regierungschef Benjamin Netanyahu "ihren Einsatz im Libanon ausgeweitet, den Fluss Litani überquert und die Beaufort-Höhe eingenommen". Dies diene der Verteidigung der Ortschaften in Galiläa im Norden Israels und der Sicherheit israelischer Soldaten.

    Zugleich rief die israelische Armee die Bewohner aller libanesischen Gebiete südlich des Flusses Sahrani dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen.

  • |Manuel Simbürger

    Israel meldet Einnahme der Burg Beaufort im Südlibanon

    Israel hat nach eigenen Angaben im Zuge seiner Bodenoffensive gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon die Burg Beaufort eingenommen. Israelische Soldaten seien "auf den Gipfel von Beaufort zurückgekehrt und haben dort erneut die israelische Flagge gehisst", erklärte Verteidigungsminister Israel Katz am Sonntag. Zugleich riefen die israelischen Streitkräfte zur Evakuierung sämtlicher libanesischer Gebiete südlich des Flusses Sahrani auf.

    Bei der Einnahme von Beaufort handle es sich trotz einer vor mehr als sechs Wochen vereinbarten Waffenruhe um einen bedeutenden Vorstoß gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz. Allerdings sei bei den Kämpfen ein israelischer Soldat getötet worden, wie das Militär am Sonntag mitteilte. Ziel der Offensive sei es, die Kontrolle über die Beaufort-Hügelkette und das Gebiet Wadi al-Saluki zu sichern, sowie die dortige Infrastruktur der Hisbollah zu zerstören. Die Stellung sei den Streitkräften zufolge unter iranischer Anleitung aufgebaut worden. Von dort aus hätte die Hisbollah Hunderte Geschosse gegen Israel abgefeuert. Zudem erfolgte laut dem Militär ein Einsatz israelischer Truppen nahe der Hisbollah-Hochburg Nabatieh.

    Israeli soldiers operate at Beaufort Ridge in southern Lebanon
  • |Manuel Simbürger

    Iran pocht auf Freigabe eingefrorener Auslandsvermögen

    Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Freitag, der Iran habe wiederholt betont, dass vor jeder Einigung zunächst der Status der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte geklärt werden müsse. Auch die Nachrichtenagentur Fars schrieb, Trump habe ignoriert, dass unmittelbar nach Unterzeichnung einer vorläufigen Einigung zwölf Milliarden US-Dollar (10,31 Mrd. Euro) auf eingefrorenen iranischen Auslandskonten freigegeben werden müssten. Damit widersprach sie Aussagen des US-Präsidenten zum Rahmenabkommen.

    Ohne diese Freigabe werde der Iran nicht in die nächste Verhandlungsphase eintreten, hieß es bei Fars. Von US-Seite gab es bisher keine Details diesbezüglich. Ob die USA hier mitgehen, ist also offen. Dem Iran Zugang zu diesem Geld zu gewähren, insbesondere bevor ein umfangreiches Abkommen abgeschlossen sei, wäre für Trump eine bittere Pille, schrieb die "New York Times" jüngst. Auch weil Trump wiederholt den früheren US-Präsidenten Barack Obama für Sanktionslockerungen und die Freigabe von Zahlungen an den Iran im Rahmen des unter ihm verhandelten Wiener Atomabkommens von 2015 kritisiert hatte.

  • |Manuel Simbürger

    US-Armee griff unter Flagge Gambias fahrendes Schiff an

    Die US-Armee hat nach eigenen Angaben ein unter der Flagge Gambias fahrendes Schiff im Golf von Oman angegriffen. Das Frachtschiff "Lian Star" habe trotz der von den USA verhängten Blockade versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen, teilte das für die Golfregion zuständige US-Zentralkommando (CENTCOM) am Samstag mit. Die Besatzung habe mehr als 20 Warnungen missachtet. Daraufhin habe ein Kampfflugzeug eine Rakete in den Maschinenraum des Schiffes abgefeuert.

    Angaben zu möglichen Verletzten an Bord machte die US-Armee mit. 

  • |Daniela Wahl

    Libanons Regierungschef wirft Israel "gefährliche Eskalation" vor

    Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam hat die anhaltenden israelischen Angriffe auf Ziele im Süden des Libanon scharf kritisiert. "Angesichts der gefährlichen und beispiellosen israelischen Eskalation in den vergangenen Tagen ist es notwendig, die politischen und diplomatischen Bemühungen zu verstärken, um eine rasche und echte Waffenruhe zu erreichen", sagte Salam am Samstag in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache.

    Er warf Israel vor, eine Strategie "der verbrannten Erde und der Kollektivstrafe" zu betreiben, indem die Armee "Städte und Dörfer zerstört und ihre Bewohner zur Flucht zwingt". Salam verteidigte die seit April laufenden direkten Verhandlungen mit Israel. Ein Erfolg sei dabei zwar "nicht garantiert", sagte der Regierungschef. "Aber sie sind der am wenigsten kostspielige Weg für unser Land und unser Volk."

  • |Daniela Wahl

    Iran hat immer noch keine Visa für Fußball-WM

    Die iranische Fußball-Nationalmannschaft hat knapp zwei Wochen vor dem Beginn der Weltmeisterschaft immer noch keine Visa für die USA und Mexiko. Wie der iranische Verband mitteilte, habe man ein offizielles Schreiben an den Weltverband FIFA geschickt, „in dem um Transparenz und Klarstellung hinsichtlich des Visumverfahrens für die Mitglieder der iranischen Nationalmannschaftsdelegation gebeten“ wurde. 

    Die FIFA wurde „ausdrücklich um eine eindeutige Stellungnahme“ zu dieser Angelegenheit aufgefordert. Jedoch liege noch keine Antwort vor, hieß es vom Verband weiter. 

  • |Daniela Wahl

    Israel stellt sich auf mehr Angriffe der Hisbollah ein

    Die israelische Armee bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen möglichen stärkeren Raketenbeschuss der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden des Landes vor. Die Armee begründete dies auf Telegram mit einer Ausweitung ihres Militäreinsatzes im Südlibanon. Im grenznahen Bereich zum Libanon gab es mehrfach Raketenalarm.

    In der Nacht hatte die Hisbollah-Miliz laut Angaben der israelischen Armee etwa 10 bis 15 Raketen in vier Wellen auf den Norden Israels abgefeuert. Allein zehn Geschosse waren nach einem Bericht der israelischen Tageszeitung Haaretz unter Berufung auf Kommunalbehörden auf die grenznahe Stadt Kiriat Schmona gerichtet. Die israelische Luftabwehr fing neun Raketen ab. Ein Projektil schlug im Stadtzentrum ein und verursachte Sachschäden. Es gab keine Verletzten.

  • |Josef Siffert

    Israel ruft Dorfbewohner im Libanon zur Evakuierung auf

    Die israelische Armee hat nach mehreren Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz die Bewohner von vier Dörfern im Libanon zur Evakuierung aufgefordert. Ein Armeesprecher begründete dies mit anhaltenden Verstößen der Hisbollah gegen die vereinbarte Waffenruhe. 

    Arabische Fernsehsender berichteten außerdem von israelischen Luftangriffen auf Ziele in der Umgebung der libanesischen Stadt Nabatija. Dabei sollen nach Angaben des libanesischen Fernsehsenders LBC mindestens drei Menschen getötet worden sein. Eine offizielle Bestätigung gab es bislang nicht. Laut Angaben der israelischen Armee feuerte die Hisbollah in der Nacht etwa 10 bis 15 Raketen in vier Wellen auf den Norden Israels ab. 

  • |Josef Siffert

    Ölvorräte schrumpfen rasant: Warnung vor Spritmangel im Sommer

    Der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank und die Internationale Energieagentur (IEA) haben vor einem Treibstoffmangel im Sommer gewarnt. Derzeit würden die "weltweiten Ölvorräte in beispiellosem Tempo abgebaut, um den massiven Ausfall von Lieferungen durch die Straße von Hormus auszugleichen", erklärten die Organisationen am Freitag in Washington.

  • |Josef Siffert

    "Produktive Gespräche" zwischen Israel und dem Libanon

    Militärdelegationen Israels und des Libanon haben im Pentagon "produktive" Gespräche geführt, die kommende Woche auf politischer Ebene weitergeführt werden sollen, wie Elbridge Colby, ein ranghoher Vertreter des US-Verteidigungsministeriums, auf X mitteilte.

     Israel und die libanesische Regierung - die keine Konfliktpartei ist - hatten Mitte April eine Waffenruhe geschlossen. Die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah gehen trotzdem weiter. Die libanesische Regierung pocht auf eine dauerhafte Waffenruhe. Sie hat sich zur Entwaffnung der Schiiten-Miliz verpflichtet und beauftragte die reguläre Armee damit. Durchgesetzt konnte die Entwaffnung aber bisher nicht werden.

  • |Josef Siffert

    US-Kriegsminister: USA zu weiteren Angriffen bereit

    Die USA sind nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth bereit, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen, sollte keine Einigung im Atomstreit erzielt werden.. "Wir sind mehr als fähig, wenn nötig, wieder anzugreifen", sagte Hegseth in Singapur. Die USA hätten genug Waffen in den Lagern, sowohl vor Ort als auch weltweit. "Wir sind also in einer sehr guten Position."

  • |Josef Siffert

    Keine Einigung in Sicht: Teheran widerspricht Trump

    US-Präsident Trump kündigte eine "endgültige Entscheidung" in den Verhandlungen mit dem Iran an. Doch eine Einigung der Konfliktparteien scheint in weiter Ferne.

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Trump-Entscheidung steht aus

    US-Präsident Donald Trump hat interne Gespräche zum Iran nach Angaben des Weißen Hauses beendet. Die "New York Times" berichtete am Freitag, Trump habe nach der rund zweistündigen Sitzung im sogenannten Situation Room anders als angekündigt nicht über eine Einigung mit Teheran entschieden. Trump hatte erklärt, er werde mit seinen Sicherheitsberatern zusammenkommen, "um eine endgültige Entscheidung zu treffen".

    Unterhändler aus Washington und Teheran hatten sich US-Kreisen zufolge auf einen Rahmen für weitere Verhandlungen verständigt, die Zustimmung Trumps und der iranischen Führung stand allerdings noch aus. Die vorläufige Einigung sieht nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage vor. Erstmals seit Kriegsbeginn Ende Februar wollen beide Seiten zudem wieder vertieft über das iranische Atomprogramm verhandeln.
     

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Auch Turmp: Entscheidung steht bevor

    Auch US-Präsident Donald Trump hat - wie zuvor schon Vize-Präsident Vance - in den Verhandlungen mit dem Iran eine baldige Entscheidung angekündigt. Trump schrieb am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social, er werde im Weißen Haus mit seinen Sicherheitsberatern zusammenkommen, "um eine endgültige Entscheidung zu treffen". Der Iran äußerte sich unterdessen zurückhaltend.

    Der US-Präsident bekräftigte, dass der Iran den Verzicht auf Atomwaffen erklären und die Straße von Hormuz wieder freigeben müsse. Im Gegenzug würden die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen beenden, schrieb Trump weiter. Zudem erklärte er, die USA wollten in Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA die iranischen Uran-Bestände "ausgraben und zerstören".

    Zu Berichten, wonach der Iran eine finanzielle Entschädigung für den Krieg gefordert habe und das Weiße Haus die Idee von Investitionen ins Spiel gebracht habe, erklärte Trump: "Bis auf weiteres wird kein Geld ausgetauscht." Es seien lediglich "Punkte von weitaus geringerer Bedeutung vereinbart worden".
     

  • |Stefan Berndl

    Iran ist misstrauisch

    Irans Parlamentspräsident hat sich trotz positiver Zeichen für eine Verhandlungslösung mit den USA misstrauisch gezeigt. „Wir vertrauen weder Garantien noch Worten. Maßgeblich sind allein die Taten“, schrieb Mohammed Bagher Ghalibaf auf X. Der wahre Gewinner einer Vereinbarung sei derjenige, der am Tag danach besser auf einen Krieg vorbereitet ist, fügte er hinzu. Ghalibaf schrieb, der Iran erlange Zugeständnisse nicht durch Gespräche, „sondern durch Raketen“. 

    Die USA und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Bezüglich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Ob allerdings Präsident Donald Trump zustimmen wird, sei offen. Aus Teheran hieß es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt.

  • |Elisabeth Kröpfl

    Vance: USA und Iran stehen kurz vor Einigung

    Die USA und der Iran stehen nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance kurz vor einem Abkommen. Man sei "noch nicht am Ziel", aber nah dran, sagte Vance vor Journalisten. Es gebe noch einige Streitpunkte, die die iranischen Bestände an angereichertem Uran und die Frage der Anreicherung beträfen. "Es ist schwer zu sagen, wann genau oder ob der Präsident die Absichtserklärung unterzeichnen wird", erklärt Vance mit Blick auf US-Präsident Donald Trump.

    Man diskutiere noch über einige Formulierungen. "Ich kann nicht garantieren, dass wir ans Ziel kommen, aber im Moment habe ich ein ziemlich gutes Gefühl dabei", fügte der Vizepräsident hinzu.

  • |Patrick Resch

    Iran dementiert Einigung

    Nach den Berichten über eine vorläufige Einigung über eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage, weist der Iran eine Einigung nun zurück. Das US-Nachrichtenportal "Axios" hatte als erstes über die Einigung auf eine gemeinsame Absichtserklärung berichtet, über die seit Wochen verhandelt wird.

    Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete jedoch unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld des Verhandlungsteams, eine Einigung sei noch nicht erreicht. Die Arbeit an dem Text sei noch nicht abgeschlossen. Iranische Medien berichteten zudem unter Berufung auf informierte Kreise, eine Einigung könne nicht einseitig von Trump verkündet werden, sondern müsse von Teheran bestätigt werden.

  • |Patrick Resch

    USA und Iran einigen sich auf Verlängerung der Waffenruhe

    Die USA und der Iran haben sich auf einen Rahmen für eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage geeinigt. Die Vereinbarung müsse aber noch von US-Präsident Donald Trump gebilligt werden, erfuhr AFP am Donnerstag aus US-Kreisen. Zuvor hatte bereits "Axios" über eine Einigung berichtet. Laut dem Nachrichtenportal verständigten sich beide Seiten auf eine Absichtserklärung, mit der die Feuerpause verlängert und Verhandlungen über das Atomprogramm aufgenommen werden sollen.

    Die Vorabvereinbarung löst laut dem Nachrichtenportal demnach die Frage des iranischen Atomprogramms noch nicht, öffnet aber den Weg für vertiefte Gespräche dazu. Der mögliche Fortschritt in den Verhandlungen erfolgt inmitten neuer Spannungen zwischen Washington und Teheran.

  • |Daniela Wahl

    Amnesty: Mehr als 6.000 Festnahmen seit Kriegsbeginn

    Im Iran sind seit Kriegsbeginn vor drei Monaten Menschenrechtlern zufolge mehr als 6.000 Menschen festgenommen worden. Unter den Inhaftierten seien auch Demonstranten, Medienschaffende, Anwälte, Dissidenten und Angehörige ethnischer Minderheiten, hieß es in einem Bericht von Amnesty International. Im selben Zeitraum seien außerdem 39 "politische" Todesurteile vollstreckt worden.

    "Um ihre Macht zu sichern, haben die Behörden einen umfassenden Angriff auf die Menschen im Iran gestartet und gehen gegen jeden vor, der es wagt, die Islamische Republik zu kritisieren, sagte Amnesty-Expertin Erika Guevara Rosas laut der Mitteilung. Ohnehin leide die Bevölkerung unter den "verheerenden Folgen der rechtswidrigen Luftangriffe durch US-amerikanische und israelische Streitkräfte", sagte sie.

  • |Adisa Beganović

    Iran: Bekunden Solidarität mit Oman nach "Drohungen von US-Vertretern"

    Der Iran hat den US-Angriff auf Gebiete in der südlichen Hafenstadt Bandar Abbas verurteilt. Zudem bekunde der Iran seine Solidarität mit dem Oman nach den "Drohungen von US-Vertretern", teilt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, in einer Erklärung weiter mit. US-Präsident Donald Trump hatte einen Bericht des iranischen Staatsfernsehens zurückgewiesen, wonach eine Kompromisslösung im Ringen um ein Ende des Krieges kurz bevorstehe. Diese beinhalte, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus innerhalb eines Monats wieder auf das Vorkriegsniveau gebracht werden solle und der Iran und der Oman ihn gemeinsam verwalten würden. Trump sagte dazu, kein einzelnes Land werde die Kontrolle über die Wasserstraße haben. "Es sind internationale Gewässer, und der Oman wird sich genauso verhalten wie alle anderen, oder wir müssen sie in die Luft jagen."

  • |Adisa Beganović

    Zinsspekulationen treiben Dollar nach oben

    Schwindende Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen im Iran haben dem gern als sicheren Hafen angesteuerten US-Dollar Rückenwind verliehen. Der Dollar-Index stieg am Donnerstag um bis zu 0,3 Prozent auf 99,54 Punkte, den höchsten Stand seit Anfang April. Der Euro gab 0,2 Prozent auf 1,1603 Dollar nach. 

  • |Adisa Beganović

    Iran bekräftigt Forderung nach Freigabe eingefrorener Vermögen

    Der Iran bekräftigt im Ringen mit den USA um ein Ende des Krieges seine Forderung nach einer vollständigen und bedingungslosen Freigabe aller eingefrorenen Vermögenswerte. Dies sei das legitime Recht der iranischen Nation, zitiert die iranische Nachrichtenagentur Tasnim den stellvertretenden Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Ali Bagheri Kani. Die Vermögenswerte der Islamischen Republik müssten vollständig und ohne Bedingungen zurückgegeben werden. 

  • |Josef Siffert

    US-Sanktionen gegen Irans Behörde zur Kontrolle der Straße von Hormus

    Die US-Regierung hat die vom Iran neu geschaffene Behörde zur Kontrolle und Mauterhebung in der Straße von Hormus mit Sanktionen belegt. Der Plan, eine Gebühr für die Durchquerung der Meerenge zu erheben, verstoße gegen internationales Recht, erklärte das Finanzministerium in Washington. Die US-Regierung warnt Reeder vor einer Zusammenarbeit mit der Behörde, um die Meerenge zu passieren.

    Denn dies könne als Unterstützung der iranischen Revolutionsgarden - der Elitestreitmacht der Islamischen Republik - aufgefasst und ebenfalls mit Sanktionen belegt werden. Westliche Regierungen und die Staaten am Persischen Golf lehnen Irans Maut-Pläne ebenso ab wie Schiffsbetreiber. Reeder, die auf den Zugang zu westlichen Märkten und auf Geschäfte in US-Dollar angewiesen sind, dürften sich nun aufgrund der Sanktionen wohl erst recht nicht auf Mautzahlungen an die Behörde einlassen.

  • |Josef Siffert

    Neue Angriffe: Ölpreis steigt

    Die neue Eskalation im Iran-Krieg hat den Ölpreis am Donnerstag in die Höhe getrieben. Die Notierungen für Brent und WTI kletterten in der Spitze um mehr als vier Prozent auf 98,20 beziehungsweise 92,52 Dollar je Fass. Die USA haben trotz der bestehenden Waffenruhe erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Revolutionsgarde der Islamischen Republik reagierte darauf mit dem Beschuss eines US-Luftwaffenstützpunktes in der Golf-Region. 

    In den vergangenen Tagen hatten Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende die Ölpreise deutlich gedrückt.

  • |Josef Siffert

    Israels Armee greift erneut im Südlibanon an

    Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut im Süden des Libanons Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz angegriffen. Es sei "Infrastruktur" der Schiiten-Miliz in der Stadt Tyrus attackiert worden, teilte die Armee am frühen Morgen mit. Zu möglichen Opfern gab es zunächst keine Informationen. Zugleich meldete die Armee, ein mutmaßlicher Drohnenangriff auf israelische Truppen im Süden des Nachbarlandes sei abgewehrt worden.

    Das "verdächtige" Flugobjekt sei über einem Gebiet abgefangen worden, in dem Israels Soldaten im Einsatz seien. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

    Eigentlich gilt seit Mitte April eine Waffenruhe. Darauf hatten sich die israelische und die libanesische Regierung, die selbst keine Konfliktpartei in dem Krieg ist, geeinigt. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel ab. Faktisch läuft der Krieg ohnehin weiter. Zuletzt hatte sich die Lage erneut deutlich zugespitzt.

  • |Josef Siffert

    Trump mit Verhandlungsstand nicht zufrieden

    Aus der Sicht von US-Präsident Donald Trump ist der Verhandlungsstand zu einem möglichen Kriegsende noch nicht zufriedenstellend. In einer Sitzung seines Kabinetts im Weißen Haus sagte der Republikaner, der Iran sei sehr entschlossen: "Sie wollen unbedingt ein Abkommen schließen." Die US-Regierung sei damit aber noch nicht "zufrieden". Trump erneuerte die Drohung, dass man entweder einen Deal abschließen oder weiter kämpfen werde. Eine Kernforderung der USA ist es, dass das Land niemals in den Besitz einer Atomwaffe kommen dürfe.

    Trump sagte in der Kabinettsitzung auch, dass niemand die Straße von Hormus kontrollieren werde. Die USA würden darauf achtgeben. Das sei Teil Verhandlungen.

  • |Josef Siffert

    Vergeltung für Angriffe: Iran greift US-Stützpunkt an

    Als Vergeltung für nächtliche US-Angriffe hat der Iran nach Angaben des staatlichen Fernsehens einen US-Stützpunkt angegriffen. Ziel sei der US-Stützpunkt gewesen, von dem aus zuvor die Angriffe auf den Iran ausgeführt worden seien, hieß es unter Berufung auf die Revolutionsgarden. Angaben zum Ort des US-Stützpunktes wurden nicht gemacht.

  • |Patrick Resch

    Iran droht mit Vergeltung

    Das iranische Außenministerium hat die jüngsten US-Angriffe als groben Verstoß gegen die Waffenruhe verurteilt und mit Vergeltung gedroht. "Zweifellos wird die Islamische Republik Iran keinen provokativen Akt unbeantwortet lassen." Diese parallel zum von Pakistan vermittelten Friedensprozess gestarteten aggressiven Handlungen hätten den "boshaften Willen" der USA offenbart. Ein erneuter Kriegsausbruch zwischen Iran und USA sei aber laut den Revolutionsgarden unwahrscheinlich.

    "Die Streitkräfte halten sich bereit, mit vollen Magazinen" sagte Mohammed Akbarzadeh, ein ranghoher Vertreter der Marine der iranischen Revolutionsgarden, laut der Nachrichtenagentur Tasnim am Mittwoch. "Das Gebiet von Chabahar bis Mahshahr" an der Südküste des Iran könne "in einen Friedhof für Aggressoren" verwandelt werden. Trotzdem sei ein erneutes Aufflammen des Krieges zwischen dem Iran und den USA unwahrscheinlich. "Die Wahrscheinlichkeit eines Krieges ist gering wegen der Schwäche des Feindes", ergänzte Akbarzadeh.

  • |Patrick Resch

    Ziel sei weiterhin der Sturz der iranischen Führung

    Nach Darstellung Teherans wollen die USA und Israel weiterhin die Führung des Iran stürzen. "Der Feind" verfolge nun mit anderen Mitteln das Ziel, das er zu Beginn des Iran-Krieges "offen verkündet" habe, das er aber durch militärische Mittel "nicht erreichen konnte", hieß es in einer am Mittwoch vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung des Geheimdienstministeriums.

    Das Ministerium erklärte weiter, es habe Hinweise darauf erhalten, dass die USA und Israel versuchen würden, den "wirtschaftlichen Druck zu verstärken", religiöse und ethnische Gruppen zu spalten sowie Sabotageakte und andere "terroristische Operationen" auszuführen. Dazu würden im großen Stil "Waffen, Munition und illegale Kommunikationsmittel, insbesondere Starlink-Geräte" für den Zugang zum Internet per Satellit geschmuggelt.

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