Revolutionsgarden: "Irans Lager voll mit Raketen" + Trump will keine weiteren Soldaten schicken
- Israel und die USA haben Ende Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen. Dabei wurden prominente Köpfe des Regimes getötet: etwa der Oberste Führer Ali Khamenei, Sicherheitschef Larijani oder der iranische Geheimdienstminister Ismail Chatib.
- Rund um der vom Iran blockierten Straße von Hormuz sitzen 20.000 Seeleute fest.
- Im Libanon hat Israel auch eine Bodenoffensive gegen die Hizbollah begonnen, 1.000 Tote soll es dort seit dem Beginn der Angriffe geben.
- Die US-Öffentlichkeit sieht den Krieg kritisch, glaubt jedoch an eine Ausweitung der Angriffe.
- Uran im Iran: US-Spezialeinheiten stehen vor höchst gefährlicher Mission.
- Israel hat eine neue Angriffswelle gestartet. Premier Netanjahu sieht den Iran "schwächer denn je".
- Der Iran wiederum hat zahlreiche Golfstaaten angegriffen.
- US-Präsident Trump will keine weiteren Soldaten in den Nahen Osten schicken.
- Ein US-Kampfjet musste nach mutmaßlich iranischem Beschuss notlanden.
- Iran dürfte noch ein Arsenal an Raketen, Minen und Booten haben.
- Energieexperte über Gas-Versorgung: "Dann haben wir ein Problem".
- Anatomie einer Entscheidung: Wieso sich Trump für den Krieg im Iran entschied.
- Wie der Iran-Krieg Chinas Pläne durchkreuzt.
- Warum der Iran-Krieg zum großen Problem für die Ukraine wird.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- 7 Tage Iran-Krieg: Eine Aufarbeitung
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Ölpreis-Sprung: Die wichtigsten Fragen und Antworten
- Iran-Krieg: Zwischen den Alliierten kracht es
- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
- Trump droht US-Sendern wegen "falscher Iran-Berichte" mit Lizenz-Entzug
- Warum die Hormus-Sperre eine Eskalation des Krieges wahrscheinlicher macht
- Indien bis Japan: Der Iran-Krieg stürzt Asien in die Energiekrise
- Warum Israel die neue Bodenoffensive im Libanon begonnen hat
- Wasser als Waffe: Die Golfstaaten haben einen verwundbaren Punkt
Iran-Krieg
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Energieexperte über Gas-Versorgung: "Dann haben wir ein Problem"
Im Ö1-Morgenjournal sprach Energieexperte Johannes Benini über die Versorgungslage von Öl und Gas und wieso eine Steuersenkung Sinn macht.
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Iran dürfte noch ein Arsenal an Raketen und Minen haben
Die Führung in Teheran ist weiter zu Gegenangriffen in der Lage und dürfte noch ein Arsenal an Kriegsgerät haben. Farzin Nadimi, Experte für iranische Verteidigungssysteme am Washington Institute for Near East Policy, sagte dem Wall Street Journal, man gehe davon aus, dass der Iran nach wie vor über große Bestände an Minen und auf Lastwagen montierten Marschflugkörpern verfügt. Zudem habe das Land wohl Hunderte unbeschädigte Boote in versteckten Anlagen entlang der Küste und auf Inseln.
Sardar Dschabari, Berater des Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, sagte derweil laut Nachrichtenagentur Tasnim, Irans Lager seien weiter voll mit Raketen und Drohnen. Trump hatte vor rund zwei Wochen dem US-Nachrichtenportal Axios gesagt: Es gebe im Iran "praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte". Doch ein baldiges Kriegsende ist nicht in Sicht.
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Meerenge von Hormus weiter umkämpft
Um die für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas wichtige Meerenge wieder zu öffnen, setzen die USA nach Informationen des Wall Street Journal verstärkt tief fliegende Kampfflugzeuge ein, um iranische Kriegsschiffe zu beschießen. Apache-Kampfhubschrauber seien in der Region zudem im Einsatz, um Drohnen des Irans abzuschießen, hieß es unter Berufung auf US-Militärvertreter. Es werde jedoch wahrscheinlich noch Wochen dauern, bis die USA Irans Militäranlagen im Gebiet der Meerenge ausgeschaltet haben.
Sardar Dschabari, Berater des Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, sagte dagegen laut Nachrichtenagentur Tasnim, die USA könnten die Straße von Hormus nicht beherrschen.
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Hormus: Frankreich schließt Militäroperation aus
Der französische Außenminister Jean-Noel Barrot stellt klar, dass sich Frankreich und seine Verbündeten zwar an einer Sicherung der Straße von Hormus beteiligen wollen - sie aber zu keiner offensiven Militäroperation zur Öffnung des Seewegs beitragen werden. "Wir befinden uns derzeit in Konsultationen mit einer Reihe von Ländern in Europa, aber auch mit anderen internationalen Partnern", sagt Barrot der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Freitagausgabe) laut Vorabbericht.
"Sicher ist, dass wir uns nicht an einer Militäroperation beteiligen werden, die die Öffnung der Straße erzwingen würde, und dass es sich nicht um eine Ausweitung von Aspides handeln wird." Aspides ist eine 2024 beschlossene EU-Mission zur Sicherung der Schifffahrt im Roten Meer. Die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, der Niederlande und Japan haben sich in einer gemeinsamen Erklärung bereiterklärt, zur Sicherheit in der Straße von Hormus beizutragen. Einen konkreten Zeitplan gibt es bisher nicht.
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Trump will keine weiteren Soldaten schicken
US-Präsident Donald Trump will wohl doch keine weiteren Soldaten für den Krieg gegen den Iran in den Nahen Osten entsenden. "Ich schicke nirgendwo Truppen hin", sagt Trump im Weißen Haus vor der Presse auf eine entsprechende Frage. "Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicher nicht sagen. Aber ich schicke keine Truppen."
Die Äußerung steht im Widerspruch zu einem Reuters-Bericht vom Vortag, wonach die US-Regierung die Entsendung von Tausenden Soldaten zur Verstärkung des Einsatzes gegen den Iran erwägt. Reuters berief sich dabei auf einen US-Regierungsvertreter sowie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.
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US-Kampfflugzeug getroffen
Ein US-Tarnkappen-Kampfflugzeug vom Typ F-35 wurde US-Medienberichten zufolge von mutmaßlich iranischem Beschuss getroffen. Das Flugzeug habe an einem US-Luftwaffenstützpunkt im Nahen Osten notlanden müssen, berichteten am Donnerstag mehrere US-Medien, darunter die Sender ABC und CNN.
Der Sprecher für das Nahost-Kommando Centcom, Tim Hawkins, erklärte, das Flugzeug sei sicher gelandet und der Pilot befinde sich in stabilem Zustand. Hawkins bestätigte die Medienberichte nicht. "Dieser Vorfall wird untersucht", erklärte er. Die US-Armee hat im bisherigen Verlauf des Iran-Krieges bereits mehrere Flugzeuge verloren.
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Erneut Angriffe auf Golfstaaten
Teheran hat in der Nacht erneut mehrere Golfstaaten angegriffen. Die Armee Kuwaits musste Beschuss durch Raketen und Drohnen abwehren. Auch Saudi-Arabien wehrte laut Verteidigungsministerium mehrere Drohnenangriffe ab. Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten ebenfalls auf X die erfolgreiche Abwehr eines Luftangriffs. In Bahrain geriet nach Angaben des Innenministeriums ein Lagerhaus durch herabfallende Trümmer in Brand. Das Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden. Es gebe keine Verletzten, hieß es.
Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani rief den Iran erneut dazu auf, die Angriffe umgehend einzustellen, damit die Region nicht in einen "gefährlichen Strudel" gezogen werde. Die Handlungen des Irans würden die Sicherheit "für alle Länder in der Region" gefährden. Es sei notwendig, "verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen", sagte der Regierungschef.
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Netanjahu: "Der Iran ist schwächer denn je"
Israel hat dem israelischen Militär zufolge eine neue Angriffswelle auf den Iran gestartet. "Die IDF hat soeben mit einer Welle von Angriffen gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran begonnen", teilte ein Militärsprecher in der Nacht mit.
Ziel der neuen israelischen Angriffe sei die "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes", hieß es in einer kurzen Mitteilung der Streitkräfte auf Telegram ohne nähere Einzelheiten. Kurz zuvor hatte der Iran gleich mehrere Raketensalven auf Israel abgefeuert. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gab es nicht.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte zuvor noch laut der Zeitung Times of Israel gesagt: "Der Iran ist schwächer denn je." Nach knapp drei Wochen Krieg könne der Iran kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen. Die Angriffe auf die Islamische Republik würden dennoch weitergehen, "so lange dies notwendig ist", sagte Netanjahu.
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EU-Gipfel fordert Moratorium für Angriffe auf Energieanlagen
Der EU-Gipfel in Brüssel hat ein Moratorium für Angriffe auf Energie- und Wasserversorgungsanlagen im Iran-Krieg gefordert. Der Gipfel verurteilte am Donnerstagabend "die wahllosen Militärschläge des Iran gegen Länder in der Region und bekundet seine Solidarität mit den betroffenen Ländern". Er forderte den Iran auf, diese Angriffe unverzüglich einzustellen und die Souveränität und territoriale Integrität der Länder in der Region zu achten.
Der Konflikt habe zwar bisher nicht zu unmittelbaren Migrationsströmen in Richtung der Europäischen Union geführt, heißt es in der Gipfelerklärung. Es sei jedoch wichtig, "höchste Wachsamkeit walten zu lassen und die erforderliche Bereitschaft sicherzustellen". Auf Grundlage der Erkenntnisse aus der Migrationskrise von 2015 und um eine ähnliche Situation zu vermeiden, sei die EU bereit, ihre diplomatischen, rechtlichen, operativen und finanziellen Instrumente in vollem Umfang zu mobilisieren, um unkontrollierte Migrationsbewegungen in die EU zu verhindern und die Sicherheit in Europa zu wahren.
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Umfrage: US-Bürger erwarten Bodenkrieg im Iran – lehnen ihn jedoch ab
Eine Mehrheit der US-Bürger rechnet mit einem Befehl von Präsident Donald Trump für einen groß angelegten Bodenkrieg im Iran, doch nur eine Minderheit befürwortet einen solchen Schritt. Einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos zufolge gehen 65 Prozent der Amerikaner davon aus, dass Trump Truppen in den Iran schicken wird. Unterstützung findet diese Vorstellung bei sieben Prozent der Befragten.
Trumps allgemeine Zustimmungswerte in der Bevölkerung stiegen um einen Prozentpunkt auf 40 Prozent. Die Fehlerquote der am Donnerstag abgeschlossenen Umfrage lag bei etwa drei Prozent.
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US-Benzinpreis steuert auf vier Dollar je Gallone zu
Die Benzinpreise in den USA steigen im laufenden Monat um mehr als 30 Prozent und nähern sich der psychologisch wichtigen Marke von vier Dollar pro Gallone (etwa 0,91 Euro je Liter). Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar ist der Durchschnittspreis an den Zapfsäulen nach Angaben des Automobilclubs AAA um rund 90 Cent auf 3,88 Dollar je Gallone geklettert.
Benzin werde voraussichtlich in der kommenden Woche die Marke von vier Dollar erreichen und könnte auf 4,10 Dollar und mehr steigen, schreibt der Analyst Patrick De Haan vom Portal GasBuddy auf der Plattform X. Vor den Kongresswahlen im November ist die Teuerung ein zentrales Thema in den USA.
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Meinl-Reisinger kritisiert "planlosen Krieg"
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger reist kommenden Mittwoch bis Freitag nach New York. Sie werde bei der UNO Termine wahrnehmen, sagte ihre Sprecherin auf APA-Anfrage. Am 3. Juni findet die Wahl für einen nicht-ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat für die Jahre 2027/2028 statt, um den Österreich sich bewirbt. Am Donnerstag telefonierte die NEOS-Chefin außerdem mit ihrem omanischen Amtskollegen Sayyid Badr al-Busaidi, beide übten Kritik am Iran-Krieg.
"Dieser planlose Krieg in Nahost stürzt die Region ins Chaos und treibt weltweit die Energiepreise in die Höhe", schrieb Meinl-Reisinger im Anschluss an das Telefonat im Onlinedienst X. Angriffe auf Energieinfrastruktur und zivile Ziele seien inakzeptabel. "Dieser Krieg muss enden! Er ist nicht in unserem Interesse - und auch nicht im Interesse unseres transatlantischen Partners." Das habe der omanische Außenminister in einem Meinungsbeitrag sehr klar argumentiert. Sie teile seine Ansicht, betonte die Außenministerin weiter. "Die USA haben in diesem Krieg schon einiges erreicht, aber der Preis dafür steigt ständig - und zwar für uns alle."
Al-Busaidi hatte geschrieben, dass es in diesem Krieg sowohl für die USA als auch für den Iran nichts zu gewinnen gebe, meldete die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Das sei eine "unbequeme Wahrheit", weil sie zeige, dass die USA in bestimmtem Maß "die Kontrolle über die eigene Außenpolitik verloren haben". Die Militäreinsätze Israels und der Vereinigten Staaten seien "rechtswidrige Angriffe auf einen Frieden, der für kurze Zeit möglich erschien", schrieb al-Busaidi in dem Meinungsbeitrag im britischen Magazin "The Economist" weiter. Der Minister hatte bis Ende Februar zwischen dem Iran und den USA bei den Atomverhandlungen vermittelt.
Trotz seiner Vermittlungsbemühungen wurde der Oman seit Beginn des Iran-Kriegs mehrmals zum Ziel iranischer Angriffe. Vergangene Woche waren zwei Menschen einem Bericht zufolge durch eine herabstürzende Drohne ums Leben gekommen. Außerdem ist das Land von Angriffen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormuz und im Golf von Oman betroffen.
Meinl-Reisinger hatte kurz vor Kriegsbeginn Ende Jänner die Golfregion besucht. Schon damals sei deutlich geworden, dass Österreich und der Oman für eine Politik des Dialogs und der internationalen Regeln stünden. "Gemeinsam setzen wir auch jetzt auf Deeskalation: Die Lösung kann nur diplomatisch sein", betonte sie auf X.
© APA/HELMUT FOHRINGER / HELMUT FOHRINGER -
Mehr als 1.000 Tote nach israelischen Angriffen
Israelische Angriffe auf den Libanon fordern nach dortigen Angaben mittlerweile mehr als 1.000 Tote. Wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte, seien infolge der Angriffe 1.001 Menschen getötet und 2.584 verletzt worden. Die Angaben beziehen sich auf die Zeit seit Beginn des Iran-Kriegs und der damit verbundenen, erneuten Eskalation im Libanon. Mit massiven Angriffen im Libanon will Israel den Verbündeten des Iran, die Hisbollah-Miliz, deutlich schwächen. Der Iran und die Hisbollah feuern immer wieder Raketen auf israelische Städte und Ortschaften.
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Uno plant Evakuierung von Seeleuten und Schiffen aus Straße von Hormuz
20.000 Seeleute und fast 2000 Schiffe sitzen laut der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) wegen des Irankriegs in der Golf-Region fest. Die IMO arbeite nun an Evakuierungsplänen.
"Es geht nicht darum, alle Schiffe an einem einzigen Tag hinauszuführen", sagt IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez am Donnerstag.Die Sicherheit habe oberste Priorität, "denn bei allen Maßnahmen wollen wir das Risiko für die Seeleute keinesfalls erhöhen". Auch mit Iran, das IMO-Mitglied ist, werde in dieser Sache gesprochen.
Die IMO ist als "International Maritime Organization" eine Teilorganisation der UNO.
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Pistorius schließt Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormus unter Bedingungen nicht aus
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hält Überlegungen zu einer Beteiligung der Bundeswehr an einer möglichen Mission zur Sicherung der Straße von Hormus zwar für verfrüht, aber: "Wir schließen nichts aus, aber derzeit ist nichts zu entscheiden", sagte Pistorius.
Wie der Spiegel berichtet, erläuterte Pistorius, dass eine deutsche Beteiligung an einer internationalen Mission erst "nach einem Waffenstillstand oder einem Ende des Kriegs" möglich sei, dann müsse zum einen die Sicherheitslage als auch die Anforderungen an eine mögliche Sicherungsoperation bewertet werden. -
Gas-Krieg
Während internationale Medien angesichts explodierender Gaspreise längst von einem "Gas-Krieg" sprechen, hat US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu aufgefordert, keine Energiefelder mehr anzugreifen.
Nach dem israelischen Angriff auf das iranische Gasfeld "South Pars" am Mittwoch hat der Iran am Donnerstag Öl-Raffinerien in Saudi-Arabien und in Kuwait angegriffen. US-Präsident Donald Trump drohte Teheran mit der vollständigen Zerstörung des Gasfeldes "South Pars". US-Medienberichte legen zwar nahe, dass Trump vom israelischen Angriff auf "South Pars" informiert war, er selbst meinte jedoch, die USA hätten von dem Schlag nichts gewusst.
Das "Wall Street Journal" berichtete am Donnerstag, die USA seien im Bilde gewesen und hätten keine Einwände gehabt. Trump habe den Angriff gebilligt, um den Druck auf den Iran zu erhöhen, die Straße von Hormuz freizugeben
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Börsen mit dickem Minus
Auch die Londoner Börse hat sich in einem tiefroten europäischen Umfeld mit klaren Abgaben aus dem Handel verabschiedet. Der FTSE-100 sackte um satte 2,35 Prozent auf 10.063,50 Einheiten ab.
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Steigende Öl- und Gaspreise belasten ATX
Der Wiener Aktienmarkt hat am Donnerstag die Erholungsgewinne aus der ersten Wochenhälfte wieder abgegeben. Steigende Öl- und Gaspreise nach Angriffen auf Förderanlagen im Nahen Osten gaben den Inflations- und Konjunktursorgen neue Nahrung. Die Europäische Zentralbank (EZB) tat es inzwischen der US-Notenbank Fed am Vorabend gleich und ließ ihre Schlüsselzinssätze unangetastet. Am Markt werden jedoch zwei Zinsanhebungen der EZB im weiteren Jahresverlauf erwartet.
Der ATX gab um 2,99 Prozent auf 5.263,02 Punkte nach und radierte so die Erholungsgewinne seit dem Wochenende wieder aus. Für den ATX Prime ging es um 2,99 Prozent auf 2.614,2 Zähler hinab. Deutliche Abgaben gab es auch im europäischen Umfeld.
Nach iranischen Angriffen auf Flüssiggasanlagen in Katar und der Androhung von Vergeltung durch US-Präsident Donald Trump wächst die Sorge vor einem folgenreichen Energiekrieg. Zuvor hatte Israel "South Pars", das vom Iran und Katar ausgebeutet wird, angegriffen.
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Iran meldet Beschädigung von F-35 US-Kampfjet
Die iranischen Revolutionsgarden melden die Beschädigung eines F-35-Kampfjets der USA. Der US-Sender CNN berichtete zuvor unter Berufung auf Insider, eine F-35 habe nach einem mutmaßlichen Treffer durch iranische Kräfte eine Notlandung absolviert. Eine Stellungnahme des US-Militärs liegt zunächst nicht vor.
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Trump: US-Regierung braucht aus vielen Gründen weitere Mittel
Auf eine Frage eines Journalisten zu den Kosten des Krieges sagt US-Präsident Donald Trump, seine Regierung werde „aus vielen Gründen“ zusätzliche Mittel benötigen. Einem Medienbericht zufolge ersucht das Verteidigungsministerium um 200 Milliarden Dollar für den Iran-Krieg.
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Teheran: Reaktion auf Israel "nur ein Bruchteil" der Schlagkraft
Irans Außenminister Abbas Araghtschi warnt vor einer härteren Reaktion, sollte Israel erneut die iranische Infrastruktur angreifen. Auf der Plattform X erklärte er, Irans Reaktion auf den israelischen Angriff habe nur einen Bruchteil der Schlagkraft ausgeschöpft. „Der einzige Grund für diese Zurückhaltung war der Respekt vor der geforderten Deeskalation“, so Araghtschi. Der Außenminister betonte zudem, ein mögliches Kriegsende müsse die Schäden an zivilen Einrichtungen im Iran berücksichtigen.
Sardar Dschabari, Berater des Kommandeurs der Revolutionsgarden, sagte laut Nachrichtenagentur Tasnim, der Iran befände sich derzeit auf dem Höhepunkt seiner Macht. Die Lager seien voll mit Raketen und Drohnen. Die USA könnten die Straße von Hormus nicht beherrschen.
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Teheran meldet 178 Festnahmen wegen Spionagevorwürfen
Der iranische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben seit Beginn des Kriegs 178 mutmaßliche Spione festgenommen. Ihnen würden "Vaterlandsverrat" sowie Kontakte zu Agenten der USA und Israels vorgeworfen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur MEHR am Donnerstag. Die Festgenommenen sollen demnach "Bildmaterial von sensiblen Standorten und Kontrollpunkten" an feindliche Geheimdienste weitergegeben haben, damit diese gezielt angegriffen werden.
Zudem seien mehrere ausländische Staatsbürger in Gewahrsam genommen worden, hieß es weiter. Bei ihnen seien Waffen, Ortungsgeräte, spezielle Kommunikationsmittel sowie ausländische Währungen beschlagnahmt worden. Der Geheimdienst der Revolutionsgarden rief die Bevölkerung auf, Verdachtsmomente umgehend zu melden.
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QatarEnergy: Angriffe legen LNG-Export auf Jahre lahm
Die massiven iranischen Luftangriffe haben dem staatlichen Konzern QatarEnergy zufolge die Gasinfrastruktur Katars schwer beschädigt und bedrohen die Energieversorgung Europas und Asiens langfristig. Durch die Attacken seien 17 Prozent der Exportkapazität für Flüssigerdgas (LNG) ausgefallen, sagte der QatarEnergy-Chef Saad al-Kaabi am Donnerstag zu Reuters. Die Reparatur der Anlagen werde drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen.
Der Ausfall verursacht nach Angaben des Managers einen jährlichen Einnahmeverlust von geschätzt 20 Mrd. Dollar (17,4 Mrd. Euro). Betroffen seien Lieferungen an Kunden in Italien, Belgien, Südkorea und China. QatarEnergy werde für diese langfristigen Verträge wohl für bis zu fünf Jahre "Force Majeure" (Höhere Gewalt) erklären müssen.
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Nationalrat: Sondersitzung bringt Regierungserklärung zu Nahost-Krieg
Damit die Regierung ihre Spritpreisbremse pünktlich mit 1. April umsetzen kann, findet am Montag kommende Woche eine Sondersitzung des Nationalrats statt. Dabei wollen Kanzler Christian Stocker (ÖVP), Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) außerdem eine Erklärung zur Krise im Nahen und Mittleren Osten sowie zu deren Auswirkungen auf Österreich abgeben. Zwei reguläre Nationalratssitzungen folgen am Mittwoch und Donnerstag.
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Hegseth: Kriegsziele der USA unverändert
Die Kriegsziele der USA gegen den Iran sind nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth seit Beginn der Angriffe am 28. Februar unverändert. Ziel sei weiterhin die Zerstörung der iranischen Raketenabschussrampen, der Rüstungsindustrie und der Marine, sagte Hegseth, der sich selbst als Kriegsminister tituliert, am Donnerstag vor der Presse. Zudem solle verhindert werden, dass der Iran jemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Die USA lägen dabei im Plan.
Hegseth nannte keinen Zeitrahmen für ein Ende des Krieges. Es werde die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump sein, zu erklären, dass die USA ihre Ziele erreicht hätten.
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WTO: Welthandel durch Nahost-Krieg zusätzlich belastet
Der Welthandel wird sich nach einer Prognose der WTO heuer deutlich verlangsamen. Das Wachstum des Warenhandels dürfte von 4,6 Prozent im Jahr 2025 auf 1,9 Prozent zurückgehen, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Welthandelsorganisation hervorgeht. Sollte der Nahost-Krieg die Energiepreise weiter in die Höhe treiben und globale Transportwege stören, könnte sich das Plus weiter abschwächen, sagte WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala.
Sollten die Preise für Rohöl und Flüssiggas wegen des Konflikts im gesamten Jahr 2026 hoch bleiben, könnte sich das Wachstum des globalen Warenhandels auf 1,4 Prozent verlangsamen, so die WTO. Eine längere Blockade der Straße von Hormus - einer strategisch wichtigen Meerenge zwischen dem Iran und Oman - würde ein Drittel der Harnstoff-Importe für Düngemittel unterbrechen, was die Ernährungssicherheit gefährden und große Produzenten wie Indien, Thailand und Brasilien treffen würde.
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Tausende Luxusautos für Dubai auf kenianischer Insel gestrandet
Tausende Luxusautos sind im Zuge des Iran-Kriegs auf dem Weg von Japan nach Dubai laut Hafenbehörden auf einer kenianischen Insel gestrandet. Örtliche Medien zeigten zahlreiche glänzende Karossen der deutschen Automarke Porsche, die in einem Lagergebäude auf der Insel Lamu geparkt waren. Die Autos gehören zu insgesamt 4.000 Fahrzeugen, die in der vergangenen Woche von zwei Schiffen der italienischen Grimaldi-Gruppe auf Lamu abgeladen wurden.
Das zuletzt angekommene Schiff hatte am 24. Februar die japanische Hafenstadt Yokohama verlassen - vier Tage, bevor der Iran-Krieg mit US- und israelischen Angriffen auf den Iran begann. Am 1. März wurde das Ziel des Schiffs, der Hafen Jebel Ali in Dubai, von iranischen Gegenangriffen getroffen.
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Iran will die USA, aber nicht die WM boykottieren
Der Iran will die Fußball-Weltmeisterschaft nach Worten seines Verbandschefs nicht grundsätzlich boykottieren. "Wir boykottieren die USA, aber nicht die Weltmeisterschaft", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Irna Verbandschef Mehdi Tadsch. "Wir bereiten uns auf die Weltmeisterschaft vor", betonte er. Was mit einem Boykott der USA konkret gemeint ist und ob damit eine Absage möglicher Spiele in den Staaten verbunden sei, ließ er offen.
Angesichts des Krieges im Nahen Osten möchte der Iran seine drei Gruppenpartien nicht - wie bisher geplant - in den USA, sondern in Mexiko austragen. Der Weltverband FIFA steht mit dem iranischen Verband in Kontakt, hat sich aber nicht konkret zu einer Verlegung geäußert. Außerdem ist völlig offen, was passieren würde, wenn der Iran die Gruppenphase übersteht.
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USA erwägen Öl-Sanktionslockerung gegen angegriffenes Land
Angesichts der angespannten Lage auf dem internationalen Ölmarkt hat US-Finanzminister Scott Bessent teilweise Lockerungen von Handelsbeschränkungen für iranisches Öl in Aussicht gestellt. "In den kommenden Tagen werden wir möglicherweise die Sanktionen gegen iranisches Öl aufheben, das sich derzeit auf See befindet", sagte er dem US-Sender Fox Business. Dabei handle es sich um etwa 140 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter).
Die schwimmende Ölmenge entspricht laut dem US-Spitzenpolitiker einem Vorrat von 10 bis 14 Tagen, der ansonsten nach China gegangen wäre. Dabei betonte er, dass iranisches Öl weiterhin aus dem Persischen Golf heraus nach Indien und China exportiert werde. China und Indien sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus dem Iran.
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IATA-Chef: Nahost-Krieg wird Flugtickets teurer machen
Der Krieg im Nahen Osten wird nach Einschätzung des Weltluftfahrtverbands IATA die Preise für Flüge hochtreiben. "Es wird dabei keine Gewinner geben", sagte IATA-Chef Willie Walsh der Nachrichtenagentur Reuters am Rande einer Veranstaltung in Brüssel. Die globale Nachfrage sei derzeit noch robust, aber höhere Ticketpreise könnten sie dämpfen. Sollte der Konflikt andauern und zu Engpässen bei Kerosin führen, könnten Fluggesellschaften zudem ihre Kapazitäten kürzen. -
Hegseth: Kriegsziele der USA unverändert
Die Kriegsziele der USA gegen den Iran sind nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth seit Beginn der Angriffe am 28. Februar unverändert. Ziel sei weiterhin die Zerstörung der iranischen Raketenabschussrampen, der Rüstungsindustrie und der Marine, sagte Hegseth, der sich selbst als Kriegsminister tituliert, am Donnerstag vor der Presse. Zudem solle verhindert werden, dass der Iran jemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Die USA lägen dabei im Plan.
Hegseth nannte keinen Zeitrahmen für ein Ende des Krieges. Es werde die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump sein, zu erklären, dass die USA ihre Ziele erreicht hätten.
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Trump-Regierung möchte Anstieg der Ölpreise eindämmen
US-Finanzminister Scott Bessent erklärte am Donnerstag, die Trump-Regierung erwäge neue Maßnahmen, um den Anstieg der Ölpreise angesichts des andauernden Krieges mit dem Iran einzudämmen. Das berichtet die "New York Times".
„Im Wesentlichen werden wir die iranischen Fässer gegen die Iraner einsetzen, um den Preis für die nächsten 10 bis 14 Tage niedrig zu halten, während wir diese Kampagne fortsetzen“, sagte Bessent im TV und fügte hinzu, dass die Regierung über „viele Hebel“ und „noch viel mehr“ verfüge.
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Rückholaktion: Griechen bringen auch ihre Haustiere heim
Mit einer speziellen Rückholaktion hat Griechenland nicht nur Menschen, sondern auch zahlreiche Haustiere aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Sicherheit gebracht Auf Kosten des Athener Außenministeriums wurden insgesamt 101 griechische Staatsbürger sowie 45 Haustiere von Abu Dhabi nach Athen ausgeflogen, berichtete der griechische Rundfunk (ERTNews) am Donnerstag.
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Hegseth verwendet kriegerische Rhetorik
Die "New York Times" berichtet, dass US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in seinen öffentlichen Äußerungen wiederholt eine kriegerische Rhetorik verwendet, die das Töten von Amerikas Gegnern verherrlicht. "Wir scheuen uns nicht, jeden anzugreifen und zu töten, und das haben wir auch getan, und zwar viele“, sagte er mit Blick auf iranische Streitkräfte und deren Stellvertreter, die US-Botschaften ins Visier genommen haben.
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Iran wirbt um regionale Allianzen
Der iranische Außenminister Abbas Araqchi rief in Telefonaten mit seinen Amtskollegen in der Türkei, Ägypten und Pakistan jeweils zu engerer regionaler Zusammenarbeit auf. Angesichts der jüngsten Angriffe auf die iranische Infrastruktur mahnte er zur Wachsamkeit, wie staatliche Medien berichten. Gleichzeitig droht ein Militärsprecher mit einer "viel härteren" Antwort, sollten erneut iranische Energieanlagen ins Visier genommen werden. Angriffe auf Einrichtungen der USA und ihrer Verbündeten würden dann bis zu deren vollständiger Zerstörung fortgesetzt.
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Berichte: Trump wusste vorab von Israels Angriff auf Gasfeld
US-Medienberichte legen nahe, dass Trump vor dem israelischen Angriff auf das bedeutende Gasfeld "South Pars" informiert war. Damit widersprechen sie Trumps Darstellung, die USA hätten von dem Schlag nichts gewusst. Das "Wall Street Journal" berichtete am Donnerstag, die USA seien im Bilde gewesen und hätten keine Einwände gehabt. Trump habe den Angriff gebilligt, um den Druck auf den Iran zu erhöhen, die Straße von Hormuz freizugeben.
Das US-Nachrichtenportal "Axios" schreibt, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Trump hätten sich über das Vorgehen abgestimmt. Sowohl "Axios" als auch "Wall Street Journal" berufen sich auf US- und israelische Beamte.
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Experten sehen wachsenden Einfluss der Revolutionsgarden
Die iranischen Revolutionsgarden haben sich in ihrem mehr als 40-jährigennach Einschätzung von Experten Bestehen zu einem Staat im Staate entwickelt. Mit der Tötung wichtiger ranghoher Politiker der iranischen Führung durch die US-israelischen Angriffe wurden sie nach Einschätzung von Experten bisher nicht geschwächt, sondern gewannen im Verlauf des seit drei Wochen andauernden Iran-Krieges eher noch an Einfluss und Bedeutung für das Land.
Im Iran nach Ali Khamenei seien die Revolutionsgarden "wahrscheinlich - und offener denn je - auch der zentrale politische Akteur", sagt Nahost-Experte Farsan Sabet der Nachrichtenagentur AFP. Ganz offenbar sei Mojtaba Khamenei den "Ansichten und Absichten der Revolutionsgarden eng verbunden", fügt Sabet hinzu. Sein "schneller Aufstieg" zum obersten Führer zeige den großen Einfluss der Garden.
Es gebe Informationen, dass Mojtaba Khamenei die Nachfolge seines Vaters auch deshalb antreten konnte, weil der Geheimdienst der Revolutionsgarden massiven Druck auf "zögernde" Mitglieder des Expertenrates ausgeübt habe, sagt Sabet weiter.
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NATO-Generalsekretär erwartet Einigung von Alliierten zu Straße von Hormuz
NATO-Generalsekretär Mark Rutte rechnet im Streit um eine mögliche militärische Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Straße von Hormuz mit einer Einigung zwischen den USA und anderen Alliierten. "Was die Straße von Hormuz betrifft, so sind sich alle einig, dass diese Meerenge nicht geschlossen bleiben darf", sagte Rutte am Donnerstag am Rande eines Treffens mit dem rumänischen Präsidenten Nicusor Dan in Brüssel. Dies sei entscheidend für die Weltwirtschaft.
In seinen Kontakten mit den Verbündeten sehe er, dass intensiv über den besten Weg nach vorn beraten werde. Rutte fügte hinzu, er sei zuversichtlich, dass wie immer alles zur Unterstützung der gemeinsamen Interessen getan werde. "Wir werden einen Weg nach vorn finden", sagte er.
Rutte sagte am Donnerstag zum Iran-Krieg, er halte es für sehr wichtig, dass die USA mit ihren Angriffen die militärischen Fähigkeiten des Irans schwächten. "Ein Iran mit Atomwaffen wäre potenziell eine direkte Bedrohung für die Zukunft Israels gewesen, aber wiederum auch für den gesamten Nahen Osten und für Europa", sagte er.
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IMK erwartet Inflationsschub in Deutschland durch Iran-Krieg
Die Menschen in Deutschland müssen sich nach Einschätzung von Ökonomen in den nächsten Monaten auf deutlich stärker steigende Preise einstellen. "Der durch den Iran-Krieg ausgelöste Preisschock bei Energie, insbesondere Öl, wird die Inflationsrate in Deutschland im ersten und zweiten Quartal 2026 auf merklich über 2,5 Prozent erhöhen", prognostiziert das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung.
Nach 2,1 Prozent Inflation im Jänner 2026 war die Teuerung in Deutschland im Februar mit 1,9 Prozent wieder unter die Marke von zwei Prozent gesunken. Energie war für Haushalte in dem Monat sogar um 1,9 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Doch der Krieg im Nahen Osten ließ die Preise für Öl und Gas nach oben schnellen, an den Tankstellen in Deutschland sind Preise von mehr als zwei Euro für den Liter Benzin oder Diesel seit Tagen die Regel.
Etwas stärker belastet der Ölpreisanstieg nach Berechnungen des IMK Alleinerziehende sowie Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen, weil für sie gemessen an ihren sonstigen Ausgaben höhere Preise für Kraftstoffe mehr ins Gewicht fallen. Dauert der Krieg nicht länger als wenige Monate, könnten die Auswirkungen des Energiepreisschubs auf die Inflation nach Einschätzung des IMK insgesamt aber begrenzt bleiben.
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Luftangriffe auf Öl-Raffinerie in Saudi-Arabien
Eine Ölraffinerie in der saudi-arabischen Hafenstadt Yanbu ist Ziel eines Luftangriffs geworden. Die Auswirkungen seien jedoch minimal, verlautete aus Branchenkreisen. Die Revolutionsgarden des Iran hatten zuvor eine Warnung und Evakuierungsaufruf für Ölanlagen in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar veröffentlicht. Sie galt auch für die attackierte SAMREF-Raffinerie.
Diese wird gemeinsam vom saudi-arabischen Ölriesen Saudi Aramco und dem US-Konzern Exxon Mobil betrieben wird. Der Hafen von Yanbu am Roten Meer ist derzeit die einzige Exportmöglichkeit für Rohöl aus den arabischen Golfstaaten. Der Iran hat die Straße von Hormuz, durch die normalerweise ein Fünftel des weltweiten Ölangebots transportiert wird, fast vollständig blockiert. Eine Stellungnahme von Saudi Aramco lag zunächst nicht vor.
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Wie wirkt sich die Hormus-Blockade auf Österreich aus?
Eine längere Blockade der Straße von Hormus als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten könnte die weltweiten Handelsströme im Wert von 1,2 Billionen Dollar (1 Billion Euro) beeinträchtigen. Österreich ist von der Blockade direkt kaum betroffen, sondern eher über steigende Energiepreise in Europa, so das Ergebnis einer Studie
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Nach Protesten: Drei Männer im Iran hingerichtet
Die iranische Justiz hat staatlichen Medien zufolge am Donnerstag drei Männer hingerichtet, die wegen der Tötung von zwei Polizisten während der Massenproteste Anfang des Jahres verurteilt worden waren. Zuvor habe der Oberste Gerichtshof die Todesurteile bestätigt, heißt es in den Berichten weiter. Die Hinrichtungen fanden demnach in der Stadt Qom, einem religiösem Zentrum der schiitischen Muslime, statt.
Laut den Justizbehörden wurden die Männer des Mordes und des "Kriegs gegen Gott" für schuldig befunden. Ihnen wurde zudem vorgeworfen, im Sinne Israels und der USA gehandelt zu haben. Den Behörden zufolge hatten die drei Männer am 8. Jänner bei Protesten mit Messern und anderen Waffen zwei Polizisten getötet.
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Saudi-Arabien schließt "militärische Reaktion" nicht aus
Saudi-Arabien, bereits wiederholt Ziel iranischer Raketen- und Drohnenangriffe, will eine "militärische" Reaktion nicht ausschließen. Riad behalte sich das Recht vor, "militärische Maßnahmen zu ergreifen, falls dies als notwendig erachtet wird", sagte der saudiarabische Außenminister Faisal bin Farhan am Donnerstag in Riad nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus anderen Ländern in der Region. "Das Königreich wird diesem Druck nicht nachgeben, im Gegenteil, dieser Druck wird nach hinten losgehen", fügte er hinzu.
Nach dem Ministertreffen wurde Saudi-Arabien laut Verteidigungsministerium erneut von Drohnen angegriffen. Zuvor waren in Riad vier Menschen durch herabstürzende Trümmer einer ballistischen Rakete verletzt worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf einen Sprecher des Zivilschutzes berichtete. Die Trümmer seien auf ein Wohngebiet gefallen.
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Neue Angriffe auf Schiffe vor Küste der Golfstaaten
Vor der Küste von Katar und im Golf von Oman ist auch wieder jeweils ein Schiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Nach dem Angriff im Persischen Golf rund acht Kilometer vor dem katarischen Gashafen Ras Laffan seien alle Besatzungsmitglieder wohlauf und in Sicherheit, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit.
Bei dem Vorfall südlich des Eingangs zur Straße von Hormus im Golf von Oman brach infolge des Beschusses an Bord ein Feuer aus, wie UKMTO mitteilte. Der Angriff ereignete sich demnach etwa 20 Kilometer vor der Küste der Stadt Khor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Weitere Einzelheiten zu den beiden Vorfällen waren zunächst nicht bekannt.
Der Iran hat zuletzt in der Region wiederholt Schiffe angegriffen. Die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus, die vom Persischen Golf in den Golf von Oman führt, ist daher praktisch zum Erliegen gekommen.
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