Iran sagt Friedensgespräche mit den USA ab + US-Militär entert iranischen Frachter
- Israel und die USA haben am 28. Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen.
- Am 8. April einigten sich die Konfliktparteien auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand. Die Friedensverhandlungen sind jedoch gescheitert. Wie es nach dem 22. April weitergeht, ist offen.
- Der Iran hat am Freitag angekündigt, die Straße von Hormus für die Dauer der Waffenruhe "vollständig" für die kommerzielle Schifffahrt zu öffnen. Trump allerdings will an der US-Blockade festhalten. Am Tag darauf macht der Iran die Öffnung der Straße von Hormus aber bereits wieder rückgängig.
- Für heute, Montag, wären Friedensverhandlungen in Islamabad geplant gewesen, eine US-Delegation soll auf dem Weg nach Pakistan sein.
- Doch der Iran hat neue Friedensgespräche abgesagt und wirft den USA Bruch der Waffenruhe vor.
- Als Gründe nannte der Iran "überzogene Forderungen" der USA, bedrohliche Rhetorik und die Beschlagnahmung eines iranischen Handelsschiffes im Golf von Oman.
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- Erstmals seit Beginn des Iran-Krieges hat die Houthi-Miliz im Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert und damit den Konflikt ausgeweitet.
Iran-Krieg
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Israel warnt Zivilisten im Südlibanon vor Rückkehr
Das israelische Militär hat die Bewohner im Südlibanon am Montag davor gewarnt, sich südlich einer bestimmten Linie von Dörfern zu bewegen oder sich dem Fluss Litani zu nähern. Die israelischen Streitkräfte blieben während der geltenden Waffenruhe in dem Gebiet stationiert, teilte das Militär mit. Grund seien anhaltende Aktivitäten der Hisbollah-Miliz. Militärsprecher Avichay Adraee rief die Zivilbevölkerung zudem dazu auf, wegen Sicherheitsrisiken bis auf Weiteres nicht in mehrere Grenzdörfer zurückzukehren.
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Zwei Männer im Iran hingerichtet
Der Iran hat einem Medienbericht zufolge erneut zwei Männer hingerichtet, die wegen Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst Mossad und der Planung von Anschlägen verurteilt worden waren. Den beiden Männern sei vorgeworfen worden, einem mit dem Mossad verbundenen Spionagenetzwerk anzugehören, berichtet das Nachrichtenportal der iranischen Justiz, Mizan. Sie hätten in diesem Zusammenhang im Ausland, unter anderem in der irakischen Region Kurdistan, eine Ausbildung erhalten. Sie seien unter anderem wegen „Feindschaft gegen Gott“ und der Zusammenarbeit mit feindlichen Gruppen verurteilt worden. Das Oberste Gericht habe die Todesurteile vor der Vollstreckung bestätigt, heißt es in dem Bericht weiter.
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Goldpreis gibt nach
Der Goldpreis ist am Montag um mehr als ein Prozent gefallen, belastet durch einen festeren Dollar und die Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Eine Feinunze verbilligte sich auf 4.762,09 Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 13. April. Der stärkere Dollar macht das Edelmetall für Anleger außerhalb des Dollar-Raums teurer.
Hintergrund der Nervosität ist die Beschlagnahmung eines iranischen Frachtschiffs durch die USA, woraufhin Teheran mit Vergeltung drohte und eine neue Verhandlungsrunde ablehnte. Die Spannungen trieben die Ölpreise an und ließen Inflationssorgen wieder aufleben. US-Notenbankgouverneur Christopher Waller sagte, der Konflikt werde die kurzfristige Inflation wahrscheinlich anheizen. Ein schnelles Ende würde jedoch Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf ermöglichen.
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Iran sagt Friedensgespräche mit den USA ab
Der Iran wirft den USA Verletzung der Waffenruhe vor und hat eine geplante neue Runde von Friedensgesprächen abgesagt. -
Bericht: Iraner befürchten Überraschungsangriff
Einem Bericht des US-Nachrichtenportals „Axios“ zufolge argwöhnen iranische Beamte, dass Trump mit seinen Worten über ein Abkommen die Führung in Teheran täuschen wolle. Sie befürchteten einen Überraschungsangriff der USA. Irans Präsident Peseschkian sagte laut seiner Homepage in einem Telefonat mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif: „Die fortgesetzten provokanten und illegalen Handlungen der USA“ im Rahmen der Seeblockade gegen den Iran stellten einen klaren Verstoß gegen die auslaufende Waffenruhe dar. Solche Maßnahmen sowie die Drohungen von Trump vertieften das Misstrauen. Man sei entschlossen, das Land gegen „erneutes Abenteurertum“ der USA und Israels konsequent zu verteidigen.
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Iran plant keine Teilnahme an Verhandlungen mit USA
Laut Staatsmedien
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Irans Teilnahme an Gesprächen mit US-Vertretern in Pakistan noch offen
Der Iran habe über seine Beteiligung an den erneuten Gesprächen mit den USA noch nicht entschieden, berichteten am Sonntagabend mehrere iranische Nachrichtenagenturen.
Es gebe keine "eindeutige Aussicht auf fruchtbare Verhandlungen", schrieb die amtliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf anonyme Quellen. Zur Begründung verwies die Agentur auf "unvernünftige und unrealistische Forderungen, häufige Änderungen der Haltung, andauernde Widersprüche und die Fortsetzung der sogenannten Seeblockade" durch die USA. In Berichten der Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim wurden nicht näher bezeichnete Quellen mit der Einschätzung zitiert, dass die Atmosphäre insgesamt "nicht als sehr positiv eingeschätzt" werden könne. Fars zitierte eine Quelle, wonach die Aufhebung der US-Blockade gegen iranische Häfen Voraussetzung für weitere Gespräche sei.
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Zwei Ausländer wegen Import von Starlink-Komponenten in Haft
Im Iran sind zwei Ausländer wegen des Imports von Komponenten für das Satelliten-Netzwerk Starlink festgenommen worden. Den beiden Verdächtigen werde die "Einfuhr von Ausrüstung für Satelliten-Internet" vorgeworfen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Sonntag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Sie wurden demnach in der Stadt Jolfa im Nordwesten des Iran festgenommen. Sie seien Teil eines Netzwerks, dem "die Zusammenarbeit im Geheimdienstbereich mit Gruppen mit Verbindungen in die USA und nach Israel" zur Last gelegt werde. Den Angaben zufolge wurden in Zusammenhang mit dem Fall auch zwei Iraner festgenommen. Einer von ihnen soll demnach versucht haben, "Informationen an feindliche Satellitennetzwerke weiterzugeben", der andere sei wegen Geheimdienstaktivitäten im Visier der Ermittler. -
US-Delegation reist nach Islamabad
Im Konflikt mit dem Iran reist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wieder eine Delegation aus Washington für Verhandlungen in die pakistanische Hauptstadt Islamabad. Seine Vertreter würden dort am Montagabend sein, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social ohne Angaben zur Zeitzone zu machen.
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Türkei fordert Verlängerung der Waffenruhe
Die Türkei fordert eine Verlängerung der am Dienstag auslaufenden Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran. Beide Seiten hätten den Willen, die Gespräche zur Beendigung des Krieges fortzusetzen, sagt der türkische Außenministers Hakan Fidan. Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran seien zwar weitgehend abgeschlossen, es gebe jedoch noch einige Meinungsverschiedenheiten. Deshalb müsse die Waffenruhe verlängert werden.
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Bericht: Zwei Tanker in der Straße von Hormus gestoppt
Die iranischen Streitkräfte hindern nach einem Medienbericht zwei Tanker an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Die unter den Flaggen von Botswana und Angola fahrenden Schiffe seien nach Warnungen zur Kursänderung gezwungen worden, meldet die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim. Als Grund für das Vorgehen nennt die Agentur die anhaltende Seeblockade der USA gegen den Iran und spricht von einer unbefugten Durchfahrt.
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Bericht: Iran nimmt Ausländer wegen Starlink-Schmuggels fest
Im Iran sind einem Medienbericht zufolge vier Personen unter Spionagevorwürfen festgenommen worden, darunter zwei Ausländer. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim meldet, die Gruppe sei Teil eines mit den USA und Israel verbundenen Spionagenetzwerks. Den Ausländern, deren Nationalität nicht genannt wird, wird demnach vorgeworfen, Satelliten-Internet-Ausrüstung wie Starlink ins Land gebracht zu haben. Dies ist im Iran eine Straftat. Der Land hat seit sieben Wochen das Internet im Landblockiert. Seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel sind Hunderte Iraner unter dem Vorwurf der Zusammenarbeit mit feindlichen Staaten festgenommen worden.
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Bericht: Israel teilt Südlibanon in drei Zonen auf
Die israelische Armee hat den weiter von ihr kontrollierten Südlibanon laut einem Medienbericht nach der Waffenruhe in drei Abschnitte unterteilt, in denen sie aktiv ist. Die sogenannte rote Linie bezeichne die erste Reihe von Dörfern direkt an der israelisch-libanesischen Grenze, berichtete die israelische Zeitung Jediot Achronot. Dort seien die meisten Gebäude bereits zerstört, in dem Gebiet hielten sich keine Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz mehr auf, in einigen Orten hätten israelische Bodentruppen fest Stellungen bezogen. Die Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.
Die "gelbe Linie" - nach dem Modell des auch nach einer Waffenruhe weiter zur Hälfte von Israel besetzten Gazastreifens - verlaufe in sechs bis zehn Kilometer entfernt von der Grenze, berichtete das Blatt. In dieser Zone, in der Dutzende von Dörfern liegen, solle Beschuss von Orten im Norden Israels unterbunden werden, hauptsächlich durch Raketen. In dieser Zone seien israelische Bodentruppen noch im Einsatz, es gebe etwa im Bereich der Hisbollah-Hochburg Bint Dschubail auch noch vereinzelt Kämpfe. Die dritte Linie reiche bis zum Litani-Fluss, der in etwa 30 Kilometer Entfernung von der Grenze reicht. In dem Bereich wolle die Armee ihre Kontrolle vor allem durch "Feuerkraft und Beobachtungsposten durchsetzen".
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Protest gegen Waffenruhe: Streik in nordisraelischer Stadt
Aus Protest gegen die Waffenruhe im Konflikt mit der libanesischen Hisbollah-Miliz sind Einwohnerinnen und Einwohner der größten israelischen Stadt an der Nordgrenze in den Streik getreten. In Kiryat Shmona blieben die Stadtverwaltung und das Bildungssystem am Sonntag geschlossen, wie der israelische Sender Kan berichtete. Auch in Jerusalem waren Proteste von Repräsentantinnen und Repräsentanten der Stadt geplant. Die israelische Arbeitswoche beginnt am Sonntag.
Wie andere Einwohner des israelischen Nordens fordern auch Repräsentanten von Kiryat Shmona eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah und besseren Raketenschutz in dem Grenzort. Dies gelte besonders für Schulen und Kindergärten. Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor zweieinhalb Jahren, in den auch die Hisbollah eingestiegen war, haben viele der rund 24.000 Bewohnerinnen und Bewohner die besonders betroffene Stadt Kiryat Shmona verlassen.
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Irans Präsident pocht auf "nukleare Rechte" seines Landes
Der iranische Präsident Massud Peseschkian unterstreicht mit neuen Äußerungen die Differenzen mit den USA im Streit über das Atomprogramm der Islamischen Republik. US-Präsident Donald Trump sage, der Iran dürfe seine "nuklearen Rechte" nicht ausüben, nenne aber kein Verbrechen, das dies begründe, zitiert die Nachrichtenagentur Isna Peseschkian. "Wer ist er, dass er einer Nation ihre Rechte abspricht?", erklärt Peseschkian demnach.
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Israelischer Soldat im Süden des Libanon getötet
Bei Kämpfen im Süden des Libanon ist nach Armeeangaben ein israelischer Soldat getötet worden. Der 31-Jährige sei "im Gefecht gefallen", erklärten die israelischen Streitkräfte am Sonntag, ohne nähere Angaben zu machen. Neun weitere Soldaten seien verwundet worden, einer von ihnen schwer. Der 31-Jährige ist der zweite israelische Soldat, der seit Beginn der Waffenruhe getötet wurde. Diese war eigentlich in der Nacht auf Freitag für zehn Tage in Kraft getreten.
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Iran: Weit entfernt von endgültiger Einigung mit den USA
Bei den Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA bestehen nach Angaben aus Teheran weiter große Differenzen. Man habe zwar Fortschritte erzielt, doch gebe es weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den beiden Staaten, erklärte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf in einem Interview der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Einige Streitpunkte seien zwar gelöst worden, andere Punkte blieben jedoch ungeklärt. Man sei noch "weit von einer endgültigen Einigung entfernt." Sein Land kontrolliere den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, sagte Ghalibaf in dem am Morgen im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview.
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Nach Schüssen auf Schiffe: Indien bestellt iranischen Botschafter ein
Nach dem mutmaßlichen Beschuss zweier indisch beflaggter Handelsschiffe in der Straße von Hormuz hat das Außenministerium in Neu-Delhi den iranischen Botschafter einbestellt. Bei dem Treffen am Abend (Ortszeit) sei dem Diplomaten die "tiefe Besorgnis Indiens über den Schießvorfall" übermittelt worden, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. Die Behörde sprach konkret von Schüssen auf die Handelsschiffe. Weitere Details wurden nicht genannt.
Indien habe betont, wie wichtig ihm die Sicherheit der Handelsschifffahrt und der Seefahrer sei, hieß es. Iran habe früher die sichere Durchfahrt mehrerer Schiffe mit Ziel Indien gewährt. Neu-Delhi rufe den iranischen Botschafter auf, Teheran die Position Indiens zu übermitteln und Schiffen die Fahrt nach Indien durch die Straße von Hormuz wieder zu erleichtern.
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Schiffe von MSC und TUI haben Straße von Hormus passiert
Durch den Iran-Krieg im Persischen Golf gestrandete Kreuzfahrtschiffe durchquerten indes erfolgreich die Straße von Hormus und sind auf dem Weg nach Europa. Darunter sind "Mein Schiff 4" und "Mein Schiff 5" von TUI Cruises und die "MSC Euribia" der Schweizer Gesellschaft MSC. Die Schiffe seien am Samstag im Konvoi durch die Meerenge vor dem Iran gefahren, sagte ein MSC-Sprecher. "Die Durchfahrt erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden", hieß es.
Die TUI-Schiffe seien auf dem Weg Richtung Mittelmeer, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Weitere Details zum Routenverlauf und Zeitplan will die Reederei mitteilen, sobald diese verlässlich feststehen. Die "MSC Euribia" fährt nach Angaben ihrer Gesellschaft nach Nordeuropa. Die Kreuzfahrt der "Euribia" ab Kiel am 16. Mai werde wie geplant stattfinden.
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Iran nutzt Hormus-Sperre als Hebel gegen Sanktionen
Der Iran nutzt die Sperrung der Straße von Hormus nach eigenen Angaben indes gezielt als politisches Druckmittel gegen internationale Sanktionen. Wie der Erste Vizepräsident Mohammed-Reza Aref laut Nachrichtenagentur Fars sagte, sei Teheran durch die Verwaltung der Meerenge in der Lage, allen wirtschaftlichen Strafmaßnahmen standzuhalten. Das Ende des Krieges mit den USA und Israel wird aus Sicht von Aref mit einem Ende der Sanktionen zusammenfallen.
Nach Auffassung des Vizepräsidenten liegt die Verwaltung der Wasserstraße völkerrechtlich in der alleinigen Verantwortung des Irans. Diese Aussage ist aber höchst umstritten und entspricht nicht der herrschenden internationalen Rechtsauffassung.
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Trump: Verhandlungen laufen
US-Präsident Donald Trump lässt sich nach eigenen Angaben nicht von der iranischen Blockade der Straße von Hormuz unter Druck setzen. Teheran gehe seit Jahren so vor - "damit können sie uns nicht erpressen", sagte er vor Journalisten im Weißen Haus. Er betonte, dass beide Seiten weiterhin verhandelten. "Wir führen derzeit sehr gute Gespräche. Es läuft wirklich sehr gut", sagte er. Bis zum Ende des Tages könnte es einige neue Erkenntnisse geben.
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Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge seit Beginn der Waffenruhe mit dem Libanon mehrfach mutmaßliche Hisbollah-Mitglieder angegriffen, die sich im Süden des Nachbarlandes israelischen Soldaten genähert haben sollen. Sie hätten gegen die Waffenruhe-Vereinbarung verstoßen und eine unmittelbare Bedrohung für die Soldaten dargestellt, teilte das Militär am Nachmittag mit.
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UNO-Blauhelmsoldat bei Angriff im Libanon getötet
Rund einen Tag nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel ist ein französischer UNO-Blauhelmsoldat bei einem Angriff im Süden des Libanon getötet worden. Drei weitere französische Blauhelmsoldaten des UNIFIL-Kontingents seien bei dem Angriff am Samstag verletzt worden, teilte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Onlinedienst X mit. Es deute alles darauf hin, dass die pro-iranische Hisbollah "für diesen Angriff verantwortlich ist".
Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam verurteilte auf X den Angriff und ordnet eine Untersuchung des Vorfalls an. Die UNIFIL ist seit Jahrzehnten zwischen Israel und dem Süden des Libanon im Einsatz. An der Mission sind auch rund 180 österreichische Soldaten beteiligt.
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Iranische Boote schießen auf Tanker in Straße von Hormus
Der Iran hat die kurzzeitige Öffnung der Straße von Hormuz nach eigenen Angaben wieder rückgängig gemacht. Die iranische Armeeführung begründete die neuerliche Blockade der immens wichtigen Schifffahrtsstraße am Samstag laut Staatsmedien mit der anhaltenden US-Blockade iranischer Häfen. Laut der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) schossen iranische Kanonenboote auf einen Tanker in der Meerenge. Der Tanker und die Besatzung seien in Sicherheit.
Laut der britischen Behörde berichtete der Kapitän des Tankers von einem Angriff durch zwei Kanonenboote der Iranischen Revolutionsgarden rund 37 Kilometer nordöstlich von Oman. Ohne Vorwarnung hätten die Boote "auf den Tanker geschossen". Das Schiff und seine Besatzung befänden sich aber den Berichten nach in Sicherheit.
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Iran-Krieg für AMS-Chef Kopf "veritable, ernstzunehmende" Situation
Der Iran-Krieg stellt für AMS-Chef Johannes Kopf aktuell eine "veritable, ernstzunehmende Situation" dar. "Wenn diese Krise lange dauert, dann werden wir aus meiner Sicht tiefer in die Rezession wieder schlittern", sagte er am Samstag in der Ö1-Reihe "Journal zu Gast". Dann werde man in der Arbeitsmarktpolitik mehr machen. Eine Kurzarbeit - etwa bei der AUA - schließe er nicht aus. Momentan seien hohe Energiepreise noch kein Grund dafür, so der AMS-Chef weiter.
Kopf warnte darüber hinaus erneut vor den massiven Folgen des demografischen Wandels für den Arbeitsmarkt. Hier sehe er auch die Bundesländer gefordert. Wien werde in Zukunft weiter wachsen, die Bevölkerung im Rest von Österreich aber abnehmen.
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Schiffe unter Beschuss
Insidern zufolge haben mindestens zwei Handelsschiffe gemeldet, dass sie am Samstag bei dem Versuch, die Straße von Hormuz zu durchqueren, unter Beschuss geraten seien. Die genauen Auswirkungen seien zunächst nicht klar, heißt es in Schifffahrts- und Seesicherheitskreisen
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Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig
Wegen der US-Blockade iranischer Häfen hat der Iran eine erneute Blockade der Schifffahrt in der Straße von Hormus verkündet. Die iranische Armeeführung gab am Samstag bekannt, die Meerenge werde erneut "streng kontrolliert", so lange die USA nicht die freie Schifffahrt zum Iran ermöglichten. Am Vortag hatte der Iran zwischenzeitlich eine Öffnung der Straße von Hormus für Handelsschiffe verkündet.
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Teheran öffnet Teil seines Luftraums für internationale Flüge
Der Iran hat nach Angaben der Luftfahrtbehörde des Landes im Zuge der Waffenruhe mit den USA einen Teil seines Luftraums wieder für internationale Flüge freigegeben. "Die Flugrouten im Osten des Landes sind für internationale Flüge geöffnet, die den Iran überfliegen", teilte die zivile Luftfahrtbehörde des Landes am Samstag mit. Zudem hätten in der Früh (Ortszeit) einige bisher geschlossene Flughäfen des Landes ihren Betrieb wieder aufgenommen.
Laut Daten des Flugtracking-Portals Flightradar24 haben bisher jedoch keine internationalen Flüge den Iran überflogen. Einige Flugzeuge nahmen demnach lange Umwege in Kauf, um den iranischen Luftraum nicht zu passieren.
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Pakistans Armeechef beendete Vermittlungsbemühungen in Teheran
Der im Iran-Krieg um Vermittlung bemühte pakistanische Armeechef Asim Munir hat einen mehrtägigen Besuch in der iranischen Hauptstadt Teheran beendet. Munir habe während seines Besuchs mehrere hochrangige iranische Führungspersonen getroffen, was Pakistans "unerschütterliche Entschlossenheit unterstreicht, eine Verhandlungslösung zu ermöglichen", erklärte die Armee am Samstag.
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Israels Armee: "Verdächtiger" im Westjordanland getötet
Im von Israel besetzten Westjordanland ist laut der israelischen Armee ein mutmaßlich bewaffneter Verdächtiger in einer israelischen Siedlung getötet worden. In der Siedlung Negohot habe das Eindringen eines Verdächtigen Alarm ausgelöst, woraufhin ein "mit einem Messer bewaffneter Terrorist identifiziert und neutralisiert" worden sei, erklärte die Armee am Samstag. Die Gegend in dem Palästinensergebiet werde von Sicherheitskräften durchsucht, verletzt worden sei niemand. Wer den Verdächtigen getötet hat, teilte die Armee nicht mit
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Trump droht mit Ende der Waffenruhe
US-Präsident Donald Trump droht mit einem Ende der Waffenruhe mit dem Iran, falls bis Mittwoch keine langfristige Einigung zur Beendigung des Krieges erzielt werde. "Vielleicht werde ich sie nicht verlängern, aber die Blockade der iranischen Häfen wird bestehen bleiben", sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) an Bord der Air Force One. "Die Blockade bleibt, und leider müssen wir dann wieder anfangen, Bomben abzuwerfen", sagte Trump.
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Iran droht USA mit erneuter Schließung der Straße von Hormus
Der Iran hat mit der erneuten Schließung der Straße von Hormus gedroht, sollte die US-Blockade iranischer Häfen andauern. "Mit der Fortsetzung der Blockade wird die Straße von Hormus nicht offen bleiben", schrieb Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf in der Nacht auf Samstag auf der Plattform X. Die Durchfahrt durch die Meerenge erfolge auf der vom Iran "festgelegten Route" und mit "iranischer Genehmigung", fügte Irans Chefunterhändler hinzu.
Nach wochenlanger Blockade wegen des Iran-Kriegs hatte die Staatsführung in Teheran erklärt, dass Öltanker und Handelsschiffe während der laufenden Waffenruhe durch die Meerenge fahren könnten. Umgekehrt wollen die USA aber ihre eigene Seeblockade aufrechterhalten, die nur für Schiffe mit Start- oder Zielhafen im Iran gilt, wie Präsident Donald Trump betonte. Sie bleibe "bis zum vollständigen Abschluss unserer Vereinbarungen mit dem Iran" bestehen, schrieb er auf der Plattform Truth Social. In Teheran sorgte das für Empörung
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Erstes Passagierschiff passiert die Straße von Hormus
Laut dem Schifffahrts-Tracker MarineTraffic hat die "Celestyal Discovery" als erstes Passagierschiff seit Beginn des Konflikts die Straße von Hormus durchquert.
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Trump will gemeinsam mit Iran Uran aus zerstörten Atomanlagen bergen
Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, die USA würden gemeinsam mit dem Iran angereichertes Uran aus den bei den Luftangriffen zerstörten Nuklearanlagen sichern und in die Vereinigten Staaten überführen. Trump sprach in dem Telefoninterview von "Nuklearstaub" – die Rückstände der im Juni 2025 von den USA und Israel bombardierten iranischen Atomanlagen – und zeigte sich zuversichtlich, dass die Bergung "sehr bald" erfolgen werde. -
Wegen US-Seeblockade: Iran droht mit Sperrung der Straße von Hormus
Sollte die Seeblockade der USA andauern, wird der Iran dies als Verletzung der Waffenruhe betrachten und die Straße von Hormus schließen. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Regierungsvertreter.
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Trump habe Israel weitere Bombenangriff "verboten"
Die USA haben Präsident Donald Trump zufolge Israel weitere Bombenangriffe auf den Libanon untersagt. „Israel wird den Libanon nicht länger bombardieren. Dies wurde ihnen von den USA VERBOTEN. Genug ist genug!!!“, schreibt Trump in einem Social-Media-Beitrag. Damit schlägt er gegenüber dem langjährigen US-Verbündeten einen eher ungewöhnlich scharfen Ton an. Trump schreibt zudem, dass jegliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran „in keiner Weise den Libanon betrifft“. Die USA würden jedoch in angemessener Weise mit der Situation der militanten Hisbollah umgehen. Die USA erhielten Nuklearmaterial aus dem Iran. „Es wird keinerlei Geldtransfer in irgendeiner Form stattfinden.“
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Trump: Iran hätte zugestimmt, die Straße von Hormus "nie wieder zu schließen"
Laut US-Präsident Donald Trump habe der Iran zugestimmt, die Straße von Hormus "nie wieder zu schließen". Die Blockade würde "nie wieder als Waffe gegen die Welt eingesetzt" werden. Trump selbst hält an der US-Seeblockade iransicher Häfen weiter fest.
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EU fordert Iran zu Verzicht von Transitgebühren auf
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert den Iran auf, Pläne für Transitgebühren in der Straße von Hormus aufzugeben. Nach internationalem Recht müsse die Durchfahrt durch solche Wasserstraßen ermöglicht und kostenlos bleiben, erklärt Kallas auf der Plattform X. Ein Gebührenmodell würde einen gefährlichen Präzedenzfall für globale Seerouten schaffen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärt, die EU könne bei der Sicherung der Seewege helfen. Möglich seien die Weitergabe von Satellitendaten sowie eine Stärkung der EU-Marinemission Aspides, die derzeit im Roten Meer im Einsatz ist. 1
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Kriegsschiffe dürfen Straße von Hormus weiterhin nicht durchfahren
Kriegsschiffe dürfen die Straße von Hormus nach Angaben eines hochrangigen iranischen Militärvertreters nicht passieren. Handelsschiffe könnten die Meerenge dagegen auf einer festgelegten Route und mit Erlaubnis der Marine der Revolutionsgarden durchqueren, zitiert das Staatsfernsehen den Vertreter.
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Macron: Begrüßt Ankündigung von Öffnung von Straße von Hormus
Der französische Präsident Emmanuel Macron begrüßt die Ankündigung des Irans zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Dies gehe in die richtige Richtung, sagt Macron in Paris. Die jüngsten Entwicklungen seien ermutigend, auch wenn man weiterhin vorsichtig bleiben müsse.
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Gas- und Ölpreise fallen stark
Öl- und Gaspreise sind am Freitag nach Meldungen über eine freie Fahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus deutlich gefallen. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni kostete 91,11 US-Dollar und damit mehr als acht Prozent weniger als am Vortag. Zeitweise fiel der Preis unter die Marke von 90 Dollar. Einen ähnlich starken Einbruch gab es auch beim Preis für Rohöl aus den USA.
Der Iran-Krieg und die faktische Blockade der wichtigen Handelsrouten von den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Straße von Hormus hatte den Preis für Rohöl der Sorte Brent im März zeitweise bis auf knapp 120 Dollar je Barrel getrieben. Vor dem Beginn des Iran-Kriegs lag der Preis bei etwa 70 Dollar je Barrel.
Der Preis für europäisches Erdgas (Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat) hat am Freitag an der Börse in Amsterdam um mehr als 9 Prozent auf 38,54 Euro je Megawattstunde (MWh) nachgegeben. Vor dem Beginn des Iran-Kriegs lag der Preis bei etwa 31 Euro, während des Kriegs im März zeitweise bei 74 Euro.
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Trump: USA bleiben bei ihrer Seeblockade des Iran
US-Präsident Donald Trump will an der US-Blockade iranischer Häfen bis zur Einigung auf ein Friedensabkommen mit Teheran festhalten. Das teilte Trump am Freitag auf seiner Onlineplattform Truth Social mit. Trump erwarte, dass sie einem Friedensabkommen mit dem Iran "sehr nahe" seien. Der Iran hat indes angekündigt, die Straße von Hormus zu öffnen.
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Öffnung der Straße von Hormus: Ölpreis fällt um 9 Prozent
Nach Araqchis Beitrag fielen die Ölpreise um etwa 9 % und setzten damit frühere Verluste fort.
Der Internationale Währungsfonds senkte in dieser Woche seine Prognosen für das globale Wachstum und warnte, dass die Weltwirtschaft in eine Rezession abgleiten könnte, falls der Konflikt andauert.
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Selenskij nimmt an Konferenz zu Straße von Hormus teil
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij nimmt an der Konferenz von Staats- und Regierungschefs zur Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus teil. Die Beratungen werden von Frankreich und Großbritannien geleitet, der deustche Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt ebenfalls teil. Selenskij warnt in einer Ansprache erneut davor, dass der Krieg der USA und Israels gegen den Iran die Lieferung von Luftabwehrwaffen an die Ukraine gefährdet.
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Irans Außenminister: Straße von Hormus "völlig geöffnet"
Der iranische Außenminister erklärte am Freitag, dass die Durchfahrt für alle Handelsschiffe durch die Straße von Hormus für die verbleibende Dauer des Waffenstillstands vollständig geöffnet sei, im Einklang mit dem Waffenstillstand im Libanon.
Die Durchfahrt von Schiffen durch die Meerenge werde über die bereits von der iranischen Hafen- und Seeschifffahrtsorganisation angekündigte koordinierte Route erfolgen, fügte Abbas Araqchi in einem Beitrag auf X hinzu.
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Libanon Präsident Aoun: Verhandlungen "entscheidend und richtungsweisend"
Der libanesische Präsident Joseph Aoun bezeichnete direkte Verhandlungen mit Israel als „entscheidend und richtungsweisend“ und betonte laut einer auf X veröffentlichten Erklärung des libanesischen Präsidentenamts die Notwendigkeit einer „einheitlichen nationalen Verantwortung“ in den kommenden Tagen. „Der Waffenstillstand ist das Tor zur Weiterentwicklung der Verhandlungen“, schreibt Aoun, „und er ist eine Option, die sowohl lokal als auch international Unterstützung genießt.“
Aoun hob die „zentrale Rolle“ der libanesischen Armee nach einem Rückzug der israelischen Streitkräfte hervor und versicherte den Bewohnern des Südens nach ihrer Rückkehr in ihre Dörfer und Städte, dass es „keine bewaffneten Kräfte außer der Armee und den legitimen Sicherheitskräften“ gebe. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, dass das israelische Militär während des Waffenstillstands seine Positionen im Südlibanon nicht räumen werde.
US-Präsident Donald Trump sagte gestern, dass ein Treffen im Weißen Haus zwischen Israel und dem Libanon innerhalb von zwei Wochen stattfinden könnte.
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Waffenruhe: Vertriebene Menschen kehren in den Südlibanon zurück
Während die zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon zu halten scheint, kehren unzählige Vertriebene in ihre Heimatdörfer im Südlibanon zurück. Viele Häuser im Süden und in den Vororten Beiruts sind zerstört, auf den Straßen und übrigen Brücken entstehen lange Staus.
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Waffenruhe zwischen Israel und Libanon: Führt sie zu Frieden?
Krieg führte zu mehr als 2.000 Toten im Libanon, mehr als einer Million Binnenvertriebenen und schweren Verwüstungen in dem Land. Kann die Waffenruhe zu Frieden führen? Die wichtigsten Fragen und Antworten:
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