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Politik Ausland
08/16/2021

Nach Chaos am Flughafen in Kabul: Eine letzte Warnung der USA

Nach den dramatischen Szenen mit Toten am Rollfeld meldete sich Präsident Biden zu Wort. Er verteidigt den Abzug der Truppen und fordert eine sichere Ausreise.

von Walter Friedl, Philipp Albrechtsberger

Auf dem und um den Flughafen der  Hauptstadt Kabul spielten sich am Montag dramatische Szenen ab. Tausende Afghanen waren nach der Machtübernahme durch die radikal-islamischen Taliban gekommen, um einen Platz auf einem der Evakuierungsflügen zu ergattern. Es hatte sich das Gerücht verbreitet, dass jeder, der es auf das Areal schaffe, ausgeflogen werde.

Unzählige Menschen drangen bis auf das Rollfeld vor und erklommen Maschinen. Dabei starben mehrere Menschen.  US-Soldaten sollen zwei Menschen getötet haben, die mit Waffen hantierten.   Andere starben, als sie von abhebenden Militärmaschinen aus beträchtlicher Höhe fielen – das legen Videos nahe, die auf sozialen Medien verbreitet wurden.

Auf Hochtouren laufen die Operationen vieler Staaten, darunter der USA, Deutschlands und Frankreichs, ihre Botschafts- und örtlichen Mitarbeiter in Sicherheit zu bringen. Washington hat bereits sein gesamtes Personal auf dem geschützten Flughafen versammelt – am Botschaftsgebäude in  Kabul wurde die  amerikanische Flagge eingeholt.  Österreich hat keine diplomatische Vertretung im Land am Hindukusch, das Land wird vom pakistanischen Islamabad aus betreut.

Enttäuscht zeigte sich Montagabend auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Jenseits der Bekämpfung des Terrorismus sei alles „nicht so geglückt und nicht so geschafft worden, wie wir uns das vorgenommen haben“, sagte die CDU-Politikerin, die den deutschen  Einsatz seit 2005 zu verantworten hatte. „Das ist eine Erkenntnis, die ist bitter.“ Es seien „keine erfolgreichen Bemühungen“ gewesen. Daraus müsse man Lehren ziehen „und seine Ziele auch kleiner fassen“ bei solchen Einsätzen. Die Taliban hätten das ganze Land erneut unter ihre Kontrolle gebracht. „Das ist eine überaus bittere Entwicklung“, sagte Merkel. 

Für Dienstag Nachmittag wurde eine Konferenz der EU-Außenminister angesetzt. „Afghanistan darf nicht wieder zu dem Zufluchtsort des Terrorismus werden, der es einmal war“, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der betonte, dass die Antwort von Frankreich, Deutschland und anderen EU-Staaten „robust, koordiniert und vereint“ sein  werde.

In Kabul selbst herrschte am Montag gespenstische Ruhe: Geschäfte und Cafés blieben geschlossen.   Werbetafeln und Poster, die Frauen abbilden, werden bereits übermalt. Hintergrund: Während der ersten Herrschaftsperiode der Taliban waren jegliche Bildnisse von Menschen verboten. Frauen verschwanden aus dem sozialen Leben.

Politische Beobachter befürchten, dass nun ein ebenso rigides Regime etablierten werden könnte, das mit liberalen Menschen  und vor allem lokalen Mitarbeitern westlicher Staaten kurzen Prozess macht. Deshalb hat Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly angekündigt, beschäftigte afghanische Ortskräfte sowie Menschenrechtsaktivisten, Journalisten oder Künstler ebenso auszufliegen. Deutschland will rund 10.000 Menschen aus dem Gebiet holen. Doch die ersten zwei Militärtransporter konnten nicht landen.
Die Taliban, die überall in Kabul Position bezogen haben, geben sich  betont moderat. Man wolle den Dialog mit der  Staatengemeinschaft.

Letzte Warnung aus Washington

Der Befehlshaber der US-Truppen im Nahen Osten, Kenneth McKenzie, traf sich bereits in Katar mit der Taliban-Führung. Er habe  klargemacht, dass ein Angriff auf die US-Truppen oder den Einsatz am Flughafen eine „schnelle und sehr schlagkräftige Antwort“ des US-Militärs nach sich ziehen würde, sagte ein Pentagon-Sprecher.

Mit Spannung wurde am Montag   die erste Reaktion von US-Präsident Joe Biden erwartet. „Unsere Mission war die Terrorbekämpfung und nicht, eine Nation   aufzubauen“, verteidigte er den Truppenabzug. Es sei die richtige Entscheidung gewesen für „unsere Menschen, für unsere Mitarbeiter vor Ort und für Amerika“, sagte Biden, der den geflohenen afghanischen Staatschef Ashrad Ghani kritisierte, weil er es verabsäumt hatte, die Taliban aufzuhalten.

Der bisher regierende afghanische Staatschef Ashraf Ghani hatte am Wochenende das Land am Hindukusch vor den anstürmenden „Gotteskriegern“ fluchtartig Richtung Usbekistan verlassen. Und zwar laut Angaben der russischen Botschaft in Kabul mit vier Wagen und einem Hubschrauber voller Geld. Ghani habe demnach noch Geld zurücklassen müssen, da nicht alles hineingepasst hätte. „Vier Autos waren voll mit Geld. Sie versuchten, einen weiteren Teil des Geldes in einen Hubschrauber zu stopfen, aber es passte nicht alles hinein. Ein Teil blieb auf der Rollbahn liegen.“

Entwicklung in Afghanistan

  • 08/19/2021, 02:38 PM

    Österreichs Krisenteam ist auf dem Weg nach Kabul

    Das österreichische Krisenteam, das die noch in Afghanistan befindlichen Österreicher bei der Ausreise unterstützen soll, befindet sich nun in Taschkent und soll mit einer Maschine der deutschen Bundeswehr so schnell wie möglich nach Kabul reisen. Das teilte eine Außenamts-Sprecherin am Donnerstag auf APA-Anfrage mit. 50 Österreicher mit afghanischen Wurzeln hätten sich bisher beim Außenministerium oder der zuständigen Botschaft in Islamabad mit einem Ausreisewunsch gemeldet.
    Die betreffenden Personen seien nicht reiseregistriert gewesen und hätten sich erst in den vergangenen Tagen gemeldet.

  • 08/19/2021, 12:27 PM

    Der letzte katholische Priester ist ein Italiener

    Der letzte verbliebene katholische Priester in Afghanistan ist offenbar ein italienischer Ordensmann auf dem Gelände der Botschaft Roms, die in die Hände der Taliban gefallen ist. „Wir sind immer noch hier, die Situation erlaubt es mir nicht, Interviews zu geben“, zitierte die Zeitung „Corriere di Bologna“ (Mittwoch) laut Kathpress aus einem E-Mail von Gianni Scalese.
    Über das Internetportal der Erzdiözese Bologna „12porte“ hatte er am Montag zum Gebet für Afghanistan und die Menschen dort aufgerufen. Der Geistliche, der am Donnerstag 66 Jahre alt wurde, war im November 2014 von Papst Franziskus zum Leiter der Katholischen Mission in Afghanistan ernannt worden. Seit Jänner 2015 war er in Kabul tätig.
    Der Sitz der 2002 errichteten „Mission sui iuris“ befindet sich auf dem Gelände der italienischen Botschaft. Bei den Gläubigen, die zu der Mission gehörten, handelte es sich um ausländische Staatsbürger, Diplomaten, Militärangehörige und zivile Mitarbeiter. Jegliche Mission unter Afghanen ist Christen und anderen nicht-islamischen Religionen streng verboten.

  • 08/19/2021, 11:03 AM

    Tote in Provinzstadt Asadabad

    In der afghanischen Stadt Asadabad in der Provinz Kunar sind laut einem Augenzeugen mehrere Teilnehmer einer Kundgebung anlässlich des Nationalfeiertags getötet worden. Taliban-Kämpfer hätten Schüsse abgegeben. Es sei unklar, ob die Menschen bei einer Massenpanik oder durch Schüsse getötet wurden, sagte Mohammed Salim. Die Kundgebungsteilnehmer hätten die offizielle Flagge Afghanistans geschwenkt. Am 19. August wird die Unabhängigkeit des Landes von Großbritannien gefeiert.

  • 08/19/2021, 10:47 AM

    EU-Chefdiplomat spricht von "Katastrophe" für den Westen

    Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat die Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan als „Katastrophe für die Werte und die Glaubwürdigkeit des Westens“ bezeichnet. Vor dem Auswärtigen Ausschuss des Europaparlaments sprach der Chefdiplomat der Europäischen Union am Donnerstag von einem „Alptraum“. Man habe dabei versagt, das Land auf seinem Weg zu einen modernen Staat zu begleiten.
    Nach Borrells Angaben sind inzwischen die ersten 106 von etwa 400 afghanischen Ortskräften, die für die EU gearbeitet hatten, in Madrid gelandet. Etwa 300 seien immer noch in Afghanistan.

  • 08/19/2021, 10:45 AM

    USA bleiben vermutlich länger in Kabul

    In Afghanistan werden die Evakuierungen vor dem Hintergrund des aufflammenden Widerstandes gegen die Machtübernahme der Taliban fortgesetzt. Die Lage am Kabuler Flughafen war am Donnerstag zunächst vergleichsweise ruhig. Die Taliban forderten allerdings alle Menschen ohne Reisegenehmigung auf, den Airport zu verlassen. US-Präsident Joe Biden schloss nicht aus, dass die US-Streitkräfte über den genannten Abzugstermin 31. August hinaus im Land bleiben würden.

  • 08/19/2021, 08:20 AM

    Ortskräfte der Deutschen nicht in Flughafen gelassen

    „Die amerikanischen Soldaten lassen nur ihre Leute durch“, sagte eine Ortskraft, die für die Deutschen arbeitete. Es habe zu der Zeit, als die Person zum Flughafen gerufen wurde, von deutscher Seite niemanden am Eingang gegeben. Eine andere Ortskraft berichtete, sie habe von 20.00 Uhr abends bis 2.00 Uhr morgens versucht, in den Flughafen zu gelangen. Ein US-Soldat habe gesagt, jemand müsse herkommen und überprüfen, ob er wirklich eine Ortskraft der Deutschen sei. Immer wieder seien Schüsse in die Luft gefeuert worden. Auch Tränengas sei eingesetzt worden. Zudem blockierten Afghanen, die keine Dokumente hätten, den Zugang.
    Seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban versuchen viele Menschen, das Land zu verlassen. Westliche Länder haben Evakuierungsflüge gestartet, um ihre Staatsbürger außer Landes zu bringen sowie Ortskräfte, an denen Racheaktionen der Taliban befürchtet werden. Allein die Bundeswehr hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums aus Kabul inzwischen mehr als 900 Menschen ausgeflogen.

  • 08/19/2021, 07:41 AM

    Politologe Mangott: EU muss Gespräch zu Taliban suchen

    Die EU muss nach dem Machtwechsel in Afghanistan die Gesprächskanäle zu den radikalislamistischen Taliban offen halten. Dieser Ansicht ist der Politologe Gerhard Mangott von der Universität Innsbruck. Im Gespräche mit der ORF-ZiB 2 sagte Mangott am Mittwochabend: "Man kann die Taliban nicht ignorieren." 

    Mehr dazu hier:

  • 08/18/2021, 11:41 PM

    Biden: Chaos am Flughafen Kabul war "unvermeidbar"

    Die chaotischen Szenen am Flughafen von Kabul nach der Machtübernahme der Taliban waren nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden angesichts des geplanten Truppenabzugs unvermeidbar. Er wisse nicht, wie man es hätte schaffen können, den Abzug aus Afghanistan angesichts der Lage „ohne Chaos“ zu meistern, sagte Biden am Mittwoch in einem Interview des Fernsehsenders ABC.

    Auf die Frage, ob die US-Regierung Fehler gemacht habe oder ob man besser mit der Lage hätte umgehen können, entgegnete Biden: „Nein. Ich glaube nicht, dass wir es auf eine Weise managen konnten (...), um ohne Chaos rauszukommen. Ich weiß nicht, wie das gehen soll.“

    Angesprochen auf Videos, die zeigen, wie Afghanen versuchten, sich auf der Startbahn an ein US-Transportflugzeug zu klammern, sagte Biden, ihm sei zu dem Zeitpunkt klar geworden, dass das US-Militär den Flughafen schnell unter seine Kontrolle bringen müsse. „Und das haben wir getan.“ Inzwischen sind dort rund 4.500 US-Soldaten stationiert, um den Flughafen zu sichern und Evakuierungen zu organisieren.

  • 08/18/2021, 11:02 PM

    US-Militär hält "Kampfflugzeuge und Bomber bereit"

    Zusätzlich zu den aktuell mehr als 4.500 US-Soldaten am Flughafen in Kabul hat das US-Militär nach eigenen Angaben bei Bedarf Zugriff auf zahlreiche Kampfflugzeuge, Bomber und Drohnen in der Region. In Kabul selbst gebe es zudem eine „bedeutende Zahl“ Hubschrauber, darunter Kampf- und Transporthubschrauber, sagte Generalstabschef Mark Milley am Mittwoch im Verteidigungsministerium.

    Unter anderem stünden in der Region Staffeln der Kampfflugzeuge der Typen F-16 und F-18 sowie die als „Reaper“ (Sensenmann) bekannten Drohnen vom Typ MQ-9 und Langstreckenbomber vom Typ B-52 bereit.

    Das US-Militär hat die Kontrolle über den Flughafen der afghanischen Hauptstadt übernommen, vor allem um die Evakuierung von Amerikanern und früherer afghanischer Mitarbeiter der US-Behörden und Streitkräfte zu organisieren. In Kürze soll die Zahl der US-Soldaten dort auf bis zu 6.000 steigen. Der Flughafen ist damit quasi zu einer Insel inmitten des von den Taliban kontrollierten Landes geworden.

  • 08/18/2021, 10:53 PM

    Politologe: Auch EU braucht Gesprächskanäle zu den Taliban

    Die EU müsse nach dem Machtwechsel in Afghanistan die Gesprächskanäle zu den radikal-islamistischen Taliban offen halten. Dieser Ansicht ist der Politologe Gerhard Mangott von der Universität Innsbruck. Im Gespräche mit der ZiB 2 sagte Mangott am Mittwochabend: „Man kann die Taliban nicht ignorieren.“ Auch die Großmächte Russland und China würden nach dem Abzug der US- und NATO-Truppen und dem Durchmarsch der Taliban den Kontakt mit den militanten Islamisten suchen.

  • 08/18/2021, 10:34 PM

    US-Militär: Keine Warnung vor schnellem Zusammenbruch in Afghanistan

    Der US-Militärführung waren nach eigenen Angaben keine Berichte oder Szenarien der Geheimdienste bekannt, die einen so schnellen Kollaps von Regierung und Streitkräften in Afghanistan vorgesehen hätten. „Es gab nichts, das ich gesehen habe, oder irgendjemand anders, das auf einen Zusammenbruch dieser Armee und dieser Regierung innerhalb von elf Tagen hingewiesen hätte“, sagte Generalstabschef Mark Milley am Mittwoch im Verteidigungsministerium.

    US-Medien hatten zuletzt unter Berufung auf Geheimdienstkreise berichtet, dass die Regierung intern Warnungen vor einem möglicherweise sehr schnellen Zusammenbruch bekommen habe.

  • 08/18/2021, 10:12 PM

    Frankreich stellt Bedingungen für Anerkennung der Taliban-Regierung

    Frankreich hat Bedingungen für eine internationale Anerkennung einer afghanischen Regierung unter Führung der Taliban gestellt. Die Islamisten müssten etwa internationale Entwicklungshilfe akzeptieren, die Rechte von Frauen respektieren und dem Terrorismus den Rücken kehren, sagte Außenminister Jean-Yves Le Drian am Mittwoch dem Sender BFMTV. „Ich weiß, dass sie sich sehr um internationale Anerkennung bemühen, aber das reicht nicht aus“, fügte er hinzu.

    „Wenn die neue Generation der Taliban internationale Anerkennung will (...), müssen sie zunächst den Afghanen, die das Land aus Angst verlassen wollen, die Möglichkeit dazu geben“, sagte Le Drian. Etwa beim Thema Frauenrechte hätten die Islamisten ja bereits Versprechungen gemacht. „Sie haben es angekündigt, es muss aber auch passieren“, sagte der Außenminister.

  • 08/18/2021, 09:47 PM

    Erdogan will Afghanistan unterstützen und mit Taliban reden

    Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan dem Land seine Unterstützung zugesagt. Wer auch immer die Führung innehabe, man stehe Afghanistan in guten wie in schlechten Zeiten bei, sagte er laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch.

    Die Türkei habe bereits zuvor erklärt, man könne die Führung der Taliban empfangen, das gelte auch heute.

  • 08/18/2021, 09:37 PM

    Pentagon: Binnen 24 Stunden 2.000 Menschen ausgeflogen

    Das US-Militär hat innerhalb von 24 Stunden nach eigenen Angaben rund 2.000 Menschen vom Flughafen Kabul ausgeflogen, darunter 325 amerikanische Staatsbürger. In dem Zeitraum bis Mittwochfrüh (9.00 Uhr MESZ) seien 18 Transportmaschinen vom Typ Boeing C-17 aus Kabul abgeflogen,sagte der Sprecher US-Verteidigungsministeriums, John Kirby.

    Er gehe davon aus, dass die Zahl der ausgeflogenen Passagiere in den nächsten 24 Stunden, also bis Donnerstagmorgen, wieder etwa bei 2.000 liegen dürfte, darunter Afghanen, Menschen aus anderen NATO-Staaten und Amerikaner, so Kirby.

  • 08/18/2021, 09:35 PM

    Präsident Ghani bestreitet Mitnahme großer Geldmengen

    Der entmachtete afghanische Präsident Ashraf Ghani hat Berichte dementiert, er habe bei seiner Flucht vor den Taliban große Mengen Bargeld mitgenommen. Das seien Lügen, sagte Ghani in seinem Exil in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

    Er habe Kabul verlassen, um ein Blutvergießen und eine große Katastrophe zu verhindern, so Ghani. Regierungsvertreter hätten ihm dazu geraten. Er sei aber in Gesprächen, nach Afghanistan zurückzukehren und seine Bemühungen für Gerechtigkeit im Land fortzusetzen. 

  • 08/18/2021, 09:04 PM

    "Islamische Gelehrte" sollen laut Taliban über Frauenrechte entscheiden

    Die Rechte von Frauen in Afghanistan sollen einem ranghohen Taliban-Anführer zufolge von einem Rat islamischer Gelehrter festgelegt werden. Diese Gelehrten würden letztlich über Arbeit und Bildung für Frauen, ob Mädchen zur Schule gehen dürfen, und wie sich Frauen zu kleiden haben entscheiden, hieß es am Mittwoch.

    Mehr dazu lesen Sie hier:

  • 08/18/2021, 08:29 PM

    Taliban wollen afghanische Soldaten in ihre Armee integrieren

    Die radikal-islamistischen Taliban wollen ehemalige Piloten und Soldaten der afghanischen Streitkräfte für einen Neuaufbau der Armee gewinnen. Die Taliban bräuchten vor allem Piloten, weil sie selbst keine hätten, ihnen aber bei der Eroberung des Landes Hubschrauber und Flugzeuge in die Hände gefallen seien, sagte Wahidullah Hashimi, ein mit den Entscheidungsprozessen vertrauter Taliban-Vertreter am Mittwoch.

  • 08/18/2021, 08:24 PM

    4.500 US-Soldaten am Flughafen Kabul

    Das US-Militär ist am Flughafen Kabul inzwischen mit rund 4.500 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Das erklärte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, John Kirby, am Mittwoch. Am Vortag waren es noch 3.500 gewesen.

    Kirby sagte, im Laufe des Mittwochs könnten am Flughafen der afghanischen Hauptstadt noch ein paar Hundert Soldaten dazukommen. In einigen Tagen sollen es dann bis zu 6.000 Soldaten werden. Sie sollen die Sicherheit des Flughafens gewähren und unter anderem die Evakuierung von Amerikanern und früheren afghanischen Mitarbeitern der US-Streitkräfte organisieren.

  • 08/18/2021, 07:49 PM

    Taliban sagen, wie sie Afghanistan regieren wollen

    Ein Sprecher der radikal-islamischen Miliz teilte am Mittwoch mit, ein sogenannter Führungsrat solle die Regierungsgeschäfte in Afghanistan übernehmen. Es werde jedenfalls keine Demokratie im Land geben.

    Mehr dazu lesen Sie hier:

  • 08/18/2021, 07:33 PM

    Merkel und Biden wollen eng zusammenarbeiten

    Deutschland und die USA wollen mit Blick auf die Lage in Afghanistan weiter eng zusammenarbeiten. Kanzlerin Angela Merkel telefonierte dazu mit US-Präsident Joe Biden, wie ihr Sprecher Steffen Seibert am Mittwoch mitteilte. „Die Bundeskanzlerin und Präsident Biden vereinbarten weitere enge Zusammenarbeit, auch zwischen der Bundeswehr und amerikanischen Sicherheitskräften am Flughafen Kabul.“ Sie seien sich einig gewesen, möglichst viele schutzbedürftige Menschen auszufliegen. Merkel betonte demnach „aus deutscher Sicht die Notwendigkeit, möglichst vielen afghanischen Bürgerinnen und Bürgern, die Deutschland unterstützt haben, die Ausreise zu ermöglichen“.

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