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Teheran droht Paris und London + Antwort auf US-Vorschlag

In der Straße von Hormus kam es zu neuen Gefechten. Die USA und Iran sprechen jeweils von Reaktionen auf Angriffe der Gegenseite. Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg live.
An Iranian woman walks next to a mural on a street in Tehran
LIVE

Iran-Krieg

  • |Maximilian Fally

    Teheran droht Paris und London mit "entschiedener Antwort"

    Die iranische Regierung hat Großbritannien und Frankreich mit einer "entschiedenen und sofortigen Antwort" gedroht, falls deren Kriegsschiffe in der Straße von Hormuz aktiv werden. "Wir erinnern sie daran, dass sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten allein die Islamische Republik Iran in der Straße für Sicherheit sorgen kann und sie keinem Land erlauben wird, sich in diese Dinge einzumischen", erklärte Vize-Außenminister Kazem Gharibabadi am Sonntag im Onlinedienst X.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron betonte unterdessen, seine Regierung habe "nie" einen Einsatz von Kriegsschiffen in der Straße von Hormuz geplant, sondern eine "mit dem Iran abgestimmte" Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge.

  • |Maximilian Fally

    Netanyahu: Krieg ist noch nicht beendet

    Der Iran-Krieg ist nach Ansicht des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu noch nicht beendet. "Er ist noch nicht vorbei, denn es gibt immer noch Nuklearmaterial, angereichertes Uran, das aus dem Iran entfernt werden muss", sagte er in der CBS-Sendung "60 Minutes" laut einer veröffentlichten Vorschau. Netanyahu erklärte weiter, dass auch noch Uran-Anreicherungsanlagen demontiert werden müssten.

  • |Maximilian Fally

    Israel errichtete Stützpunkt in irakischer Wüste

    Israel hat zu Beginn des Krieges gegen den Iran einen provisorischen Stützpunkt in der irakischen Wüste errichtet. Dafür sei eine unter dem früheren Machthaber Saddam Hussein erbaute und seit Langem aufgegebene Start- und Landebahn in der Najaf-Wüste genutzt worden, bestätigten irakische Sicherheitsvertreter der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag einen Bericht des "Wall Street Journal". Der israelische Einsatz erfolgte demnach "in Koordination mit den USA".

    Inzwischen seien keine israelischen Soldaten mehr vor Ort. Wie lange die israelischen Streitkräfte auf dem Stützpunkt waren oder welchen Auftrag sie hatten, blieb unklar.

  • |Maximilian Fally

    Trump: Bekommen iranisches Uran "irgendwann"

    US-Präsident Donald Trump hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Vereinigten Staaten "irgendwann" das angereicherte Uran des Iran sichern würden. "Nun, wir werden das irgendwann bekommen, zusammen mit allem, was wir wollen", sagte er in einem Interview der Sendung "Full Measure". Das Material stehe "unter Beobachtung" der USA, behauptete Trump weiter. "Wenn sich jemand dem Ort nähert, werden wir davon erfahren, und wir werden ihn in die Luft jagen."

  • |Maximilian Fally

    Teheran übermittelt Antwort auf US-Vorschlag

    Der Iran hat eine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges an den Vermittler Pakistan weitergegeben. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA am Sonntag. Zum genauen Inhalt wurde nichts mitgeteilt. Gemäß dem vorgeschlagenen Plan würden sich die Verhandlungen in dieser Phase auf die Beendigung des Krieges in der Region konzentrieren, hieß es lediglich.

    Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. Dabei handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden.

    Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormuz. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.

  • |Patrick Resch

    Auch wenn der Krieg im Iran endet, wird der Hunger bleiben

    Selbst wenn die Straße von Hormus sofort geöffnet würde, dauert es Monate, bis Hilfslieferungen normal laufen. Zeit, die Millionen Notleidende nicht haben, warnt der Chef des UN-Welternährungsprogramms.

  • |Patrick Resch

    Kuwait meldet Beschuss mit "feindlichen Drohnen"

    Trotz geltender Waffenruhe ist der kleine Golfstaat Kuwait von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Die Streitkräfte hätten dort am Sonntag früh "mehrere feindliche Drohnen" im eigenen Luftraum entdeckt und darauf reagiert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Mehr Details wurden nicht genannt. Außenministerin Beate-Meinl Reisinger (NEOS) betonte unterdessen, Wien stehe erneut als Ort für Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm bereit.

  • |Patrick Resch

    Frachter vor Katar von Projektil getroffen

    Ein Frachter ist vor der Küste Katars von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Der Vorfall habe sich etwa 40 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Doha ereignet, teilte die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO am Sonntag mit. Es sei ein kleines Feuer an Bord ausgebrochen, das jedoch gelöscht worden sei. Dem Kapitän zufolge gab es weder Verletzte noch Umweltschäden.

    Die Behörden untersuchten nun die Herkunft des Projektils, hieß es weiter. Schiffe in der Region seien zur Vorsicht aufgerufen worden.

  • |Patrick Resch

    Russland will Uran aus dem Iran einlagern

    Russland ist nach den Worten von Präsident Wladimir Putin bereit, angereichertes Uran aus dem Iran abzutransportieren und einzulagern. Das sagte Putin bei einer außerordentlichen Pressekonferenz nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg. Ursprünglich habe dazu Einigkeit bestanden, doch hätten die USA plötzlich ihre Haltung verschärft.

    Der Kremlchef sagte, dass Russland bereits einmal im Jahr 2015 angereichertes Uran aus dem Iran abtransportiert habe. Der Iran habe Russland vertraut, "und das nicht ohne Grund". Moskau sei bereit, "diese Erfahrung zu wiederholen". Er sagte, dass alle Konfliktparteien - der Iran, die USA und Israel - damit einverstanden gewesen seien. "Doch dann verschärften die Vereinigten Staaten ihre Position und forderten den Abtransport ausschließlich auf das Gebiet der USA. Daraufhin verschärfte der Iran seine Position."

  • |Patrick Resch

    Acht Tote bei israelischen Angriffen auf Libanon

    Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Samstag mindestens acht Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei ein Mädchen, teilte das Ministerium mit. Bei Angriffen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz auf israelische Soldaten wurden nach Armeeangaben drei Reservisten verletzt. Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit drei Wochen eine Waffenruhe, die von der Hisbollah aber nicht anerkannt wird.

  • |Amina Beganovic

    Parlament tagt aus Sicherheitsgründen online

    Die Plenarsitzung des iranischen Parlaments wird aus Sicherheitsgründen erstmals als Videokonferenz abgehalten. Ein Parlamentssprecher erklärte laut Nachrichtenportal Tabnak, die für Sonntag angesetzte öffentliche Sitzung finde "aufgrund der aktuellen Lage" online statt. Im Mittelpunkt stünden die jüngsten Preissteigerungen nach dem Krieg, die zu einer zentralen Sorge der Bevölkerung geworden seien, so der Sprecher.

    Die letzte öffentliche Sitzung des Parlaments hatte Mitte Februar stattgefunden. Nachdem mit Beginn des Kriegs mit den USA und Israel am 28. Februar mehrere iranische Offizielle ermordet worden waren, setzte auch das Parlament aus Sicherheitsgründen seine öffentlichen Sitzungen aus.

  • |Amina Beganovic

    London entsendet Schiff für Einsatz in Straße von Hormus

    Großbritannien hat einen Zerstörer für einen möglichen Einsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus entsandt. Die "HMS Dragon" werde in Position gebracht, um an einer von Großbritannien und Frankreich geführten Mission teilzunehmen, sobald die Feindseligkeiten zwischen dem Iran und israelisch-amerikanischen Streitkräften enden, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA eine Mitteilung des Verteidigungsministeriums in London.

    Das Schiff war zuletzt im östlichen Mittelmeer im Einsatz, nachdem ein britischer Luftwaffenstützpunkt in Zypern von einer Drohne iranischer Bauart getroffen worden war. Unter Führung Frankreichs und Großbritanniens bereitet ein internationales Bündnis einen möglichen Marineeinsatz nach einem Ende der Kampfhandlungen vor. Derzeit laufen diplomatische Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts - für den Fall eines Scheiterns haben die USA und Israel weitere Angriffe auf den Iran angedroht.

  • |Manuel Simbürger

    Israel meldet 85 Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon

    Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden 85 Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Dazu gehörten Waffenlager, Abschussrampen sowie weitere militärische Infrastruktur. Die Armee begründete den Einsatz mit der Abwehr von Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten im Südlibanon. In der Bekaa-Ebene sei eine unterirdische Anlage zerstört worden, die von der Hisbollah zur Herstellung von Waffen genutzt worden sein soll, hieß es.

    Außerdem griffen israelische Kräfte Kämpfer der Hisbollah-Miliz im Südlibanon an. Die Armee wirft der Hisbollah vor, in den vergangenen Tagen mehrere Raketen auf Soldaten im Südlibanon abgefeuert zu haben. Es habe keine Verletzten gegeben. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Dem Beschuss der Hisbollah vorausgegangen war ein israelischer Angriff in den südlichen Vororten Beiruts, bei dem der Kommandant der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan getötet wurde.

  • |Manuel Simbürger

    Neue Sanktionen treffen chinesische Firmen

    Wenige Tage vor dem geplanten Treffen von Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping treffen neue Iran-Sanktionen der USA auch mehrere chinesische Unternehmen. Sie hätten eine Rolle bei der Beschaffung von Waffen sowie Bauteilen für das iranische Drohnen- und Raketenprogramm gespielt, teilte das US-Finanzministerium mit. Weitere betroffene Unternehmen kommen unter anderem aus Belarus und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

    Die Unterstützung aus China für den Iran ist ein Spannungspunkt im Verhältnis zwischen Washington und Peking. So sind etwa chinesische Raffinerien ein führender Käufer von Erdöl aus dem Iran. Das Iran-Thema dürfte neben dem Handelskonflikt eine wichtige Rolle bei dem für kommende Woche angesetzten Treffen von Trump und Xi in Peking spielen.

  • |Diana Dauer

    Internetsperre dauert nun schon 70 Tage an

    Die Iraner sind inzwischen den 70. Tag in Folge vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen. Die Sperre halte bereits seit 1.656 Stunden an, teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X mit. Mit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Seitdem steht nur ein eingeschränktes Netzwerk mit staatlich genehmigten Inhalten zur Verfügung.

    Für viele Iraner sind seither lokale Apps die einzige Möglichkeit zur internetbasierten Kommunikation. Regierungsstellen drängen ihre Angestellten mittlerweile dazu, diese lokalen Alternativen für Arbeitszwecke zu installieren. Häufig bieten sie die einzige Möglichkeit für Kontakt zu Angehörigen im Ausland. Viele Menschen misstrauen diesen iranischen Apps jedoch aus Angst vor Überwachung.

    Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats nutzt jedoch das globale Internet ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X - also auf Portalen, die eigentlich gesperrt sind.

  • |Diana Dauer

    Tote bei Angriffen im Südlibanon, Hisbollah feuerte auf Israel

    Trotz geltender Waffenruhe hat die Hisbollah erneut am Freitag Raketen auf Nordisrael gefeuert. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete vier Tote und mehrere Verletzte bei einem israelischen Angriff im Südlibanon. Israels Armee äußerte sich dazu zunächst nicht auf Anfrage.

    In Nordisrael gab es am frühen Nachmittag in mehreren Orten Raketenalarm. Ein Geschoss sei abgefangen worden, weitere seien auf offenes Gelände gestürzt, teilte das israelische Militär mit. Israels Armee hatte mit dem Beschuss aus dem Nachbarland gerechnet und zuvor mitgeteilt, dass sie sich darauf vorbereite. Dem Beschuss vorausgegangen war ein israelischer Angriff in den südlichen Vororten Beiruts, bei dem der Kommandant der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan getötet wurde.

  • |Patrick Resch

    Iran beschlagnahmt Öltanker

    Staatlichen Medien zufolge hat der Iran nachts den Öltanker "Ocean Koi" im Golf von Oman beschlagnahmt. Das unter der Flagge von Barbados fahrende Schiff habe iranisches Öl geladen und versucht, die Ölexporte des Landes zu stören, heißt es unter Berufung auf die Armee. Der Tanker werde an die iranische Südküste geleitet und den Justizbehörden übergeben. Die "Ocean Koi" steht seit Februar unter US-Sanktionen.

  • |Patrick Resch

    "Leichtsinnige militärische Abenteuer"

    Der iranische Außenminister Abbas Araqchi warf den Vereinigten Staaten vor, eine Verhandlungslösung zu torpedieren. "Immer wenn eine diplomatische Lösung auf dem Tisch liegt, entscheiden sich die USA für leichtsinnige militärische Abenteuer. Ist das eine plumpe Einschüchterungstaktik?", schrieb Araqchi auf X.

  • |Josef Siffert

    USA fordern Freilassung von Nobelpreisträgerin Mohammadi

    Die USA fordern den Iran auf, die schwer erkrankte iranische Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi sofort aus dem Gefängnis freizulassen. Die inhaftierte 54-Jährige müsse die nötige Behandlung bekommen, die Welt schaue zu, schrieb der im US-Außenministerium für Menschenrechte zuständige Spitzenbeamte Riley Barnes auf der Plattform X. "Sie befindet sich nun in kritischem Zustand und erhält eine völlig unzureichende medizinische Versorgung."

    Am Mittwoch hatten Unterstützer Mohammadis mitgeteilt, sie schwebe "zwischen Leben und Tod". "Das iranische Regime hat Mohammadi eingesperrt, weil sie ihre Stimme erhoben hat – weil sie im Namen des iranischen Volkes und seiner Hoffnungen auf ein besseres Leben gesprochen hat", schrieb Barnes weiter. Die Aktivistin war 2023 für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe im Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Sie ist im Zentralgefängnis der Stadt Zanjan im Nordwesten des Irans inhaftiert und wird zurzeit in einem Krankenhaus behandelt. Nach Angaben aus ihrem Umfeld wurde Mohammadi wegen akuter Herzprobleme auf eine Intensivstation verlegt.

  • |Josef Siffert

    Ölpreis legt leicht zu

    Der Ölpreis ist am Freitag im frühen Handel nach einem Zwischenfall in der Straße von Hormus und der deswegen wackelnden Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran gestiegen - allerdings hielt sich der Anstieg in Grenzen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg im frühen Handel um etwas mehr als ein Prozent auf 101,26 Dollar. Damit blieb das Fass Brent unter seinem Zwischenhoch vom Vortag.

    Am Donnerstag war der Preis für die weltweite Referenzsorte zwischenzeitlich bis auf knapp 104 Dollar gestiegen, beendete den Handel aber mit einem leichten Abschlag mit rund 100 Dollar. 

  • |Josef Siffert

    US-Ministerium prüft möglichen Insiderhandel

    Das US-Justizministerium untersucht Medienberichten zufolge eine Reihe von verdächtigen Transaktionen auf dem Ölmarkt, die kurz vor Ankündigungen von Präsident Donald Trump und anderen Regierungsvertretern getätigt wurden. Dabei gehe es um mindestens vier Geschäfte, bei denen Händler während des Iran-Kriegs mehr als 2,6 Milliarden US-Dollar (rund 2,2 Mrd Euro) auf fallende Ölpreise gesetzt hätten.

    Das berichteten die US-Sender ABC News und NBC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Wetten seien jeweils kurz vor neuen Ankündigungen Trumps oder iranischer Regierungsvertreter platziert worden, hieß es. Auch die für Rohstoffgeschäfte zuständige Bundesbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sei in die Ermittlungen involviert.

    Laut ABC News hatten Händler im März mehr als 500 Millionen Dollar (rund 424,81 Mio. Euro) auf fallende Ölpreise gewettet, kurz bevor der US-Präsident die Verschiebung von angedrohten Angriffen auf das iranische Stromnetz bekannt gab. Im April gab es drei weitere Transaktionen, die nun untersucht würden. Eine Quelle betonte gegenüber NBC News, dass sich die Ermittlungen noch in einem frühen Stadium befänden und es bisher keine Beweise für strafbares Fehlverhalten gebe. Neben den aktuellen Untersuchungen wollen die Ermittler in einem separaten Verfahren auch verdächtige Aktivitäten auf Spekulationsplattformen prüfen, die ebenfalls mit dem Iran-Krieg zusammenhängen.

  • |Josef Siffert

    Trotz Waffenruhe: Neue Angriffe zwischen USA und Iran

    Trotz Waffenruhe haben sich die USA und der Iran gegenseitig in der Straße von Hormus beschossen. Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld für die Eskalation. US-Präsident Donald Trump hat jedoch Befürchtungen über ein Ende der Waffenruhe zerstreut. Die Feuerpause sei weiterhin in Kraft.

  • |Josef Siffert

    Emirate melden Abwehr neuer iranischer Luftangriffe

    Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind eigenen Angaben zufolge erneut vom Iran angegriffen worden. Die Luftverteidigung wehre derzeit Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran ab, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Katastrophenschutzbehörde rief die Bevölkerung auf der Plattform X dazu auf, an einem sicheren Ort zu bleiben und auf offiziellen Warnungen zu achten. Anrainer sollten herabfallende Trümmer nicht angreifen oder fotografieren.

    Zu den Zielen der iranischen Angriffe gab es zunächst keine Informationen. Der Iran hatte den Golfstaat erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor rund vier Wochen am Montag und Dienstag wieder angegriffen.

  • |Diana Dauer

    UNO: Kein Genehmigungsverfahren, sondern freie Hormus-Schifffahrt

    UNO-Generalsekretär António Guterres hat ein vom Iran angekündigtes neues Genehmigungsverfahren für die Straße von Hormuz abgelehnt und sich erneut für freien Schiffsverkehr durch die Meerenge ausgesprochen. "Was wir nicht wollen, sind zusätzliche Restriktionen oder Strukturen", sagte ein Sprecher von Guterres in New York.

    "Wir wollen wieder dahin zurück, wo wir waren, also zur Navigationsfreiheit in der Straße von Hormus, unter der zivile Schiffe kommen und gehen konnten, um zu exportieren und zu importieren, und wir wissen, von welcher Bedeutung die Meerenge für uns alle auf der Welt ist."

    Der Iran hatte zuvor ein neues Genehmigungsverfahren für die von ihm blockierte Straße von Hormus angekündigt. Laut iranischen Staatsmedien sollen Betreiber von Schiffen, die durch die Meerenge fahren sollen, eine E-Mail mit Regeln und Vorschriften für die Durchfahrt erhalten. Für den Transit benötigten die Schiffe dann die Erlaubnis einer iranischen Behörde (Persian Gulf Strait Authority) und müssten den Vorgaben folgen, berichtete der staatliche Sender Press TV.

  • |Diana Dauer

    Iranische Medien melden Explosionen am Persischen Golf

    Inmitten militärischer Spannungen mit den USA meldeten iranische Medien mehrere Explosionen am Persischen Golf. Nahe der Hafenstadt Bandar Abbas an der Südküste seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Die genaue Ursache dafür sei jedoch unklar. Fars schrieb in einem weiteren Bericht von Schusswechsel zwischen iranischen Streitkräften und dem "Feind". Dabei sei unter anderem ein Hafenbereich auf der Insel Gheschm getroffen worden. Nähere Details lagen zunächst nicht vor.

    Unterdessen spekulierten iranische Medien über einen möglichen Luftangriff der Vereinigten Arabischen Emirate. Erst vor wenigen Tagen hatten Irans Streitkräfte Ölanlagen in dem arabischen Golfstaat attackiert. Die Nachrichtenagentur Tasnim, die Irans mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, schrieb: "Sollte sich die Angelegenheit bestätigen, werden die Emirate den Preis für ihre feindselige Handlung bezahlen."

    Auch in den sozialen Medien meldeten Bewohner aus den Küstengebieten Explosionen. Auf der Insel Gheschm etwa seien Explosionsgeräusche und Lichter über dem Meer beobachtet worden, berichtete der bekannte Netzaktivist Vahid unter Berufung auf lokale Einwohner.

    Seit gut einem Monat gilt eine Waffenruhe im Iran-Krieg. Die militärischen Spannungen sind jedoch nach wie vor hoch. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt optimistisch gezeigt, dass bald eine Einigung mit der Führung in Teheran erreicht werden könnte.

  • |Diana Dauer

    Saudi-Arabien und Kuwait heben Beschränkungen für US-Militär auf

    Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Vertreter der USA und Saudi-Arabiens Donnerstagabend berichtete, heben Riad und Kuwait die Beschränkungen für die Nutzung ihrer Stützpunkte und ihres Luftraums durch das US-Militär auf. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst keine.

  • |Diana Dauer

    Ölpreis nach "Wall Street Journal"-Bericht vorübergehend im Plus

    Der Ölpreis ist am Donnerstag vorübergehend ins Plus geklettert. Händler verwiesen auf einen Bericht des Wall Street Journal, demzufolge die USA erwägen, die Blockade der Straße von Hormuz wieder aufzunehmen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 100,58 US-Dollar. Das waren zwar 0,68 Prozent weniger als am Vortag.

    Zuvor hatte der Ölpreis allerdings, belastet von Hoffnungen auf eine Entspannung im Krieg zwischen den USA und dem Iran, deutlich mehr nachgegeben.

  • |Diana Dauer

    US-Verhandlungsvorschlag wird von Teheran weiter geprüft

    Irans Regierung prüft nach eigenen Angaben weiter einen Verhandlungsvorschlag aus den USA. Teheran habe Washington noch nicht geantwortet, sagte Irans Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Sobald die Beratungen abgeschlossen seien, werde das Ergebnis über Pakistan als Vermittler an die USA kommuniziert. Derzeit wartet das Weiße Haus auf eine Reaktion Irans auf eine einseitige Absichtserklärung mit 14 Punkten.

    Ziel ist es dabei unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden demnach auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Atomverhandlungen geschaffen werden.

    US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt optimistisch gezeigt, dass bald eine Einigung erreicht werden könnte. Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran "in Grund und Boden zu bombardieren", sagte er in einem Interview.

    Auf iranischer Seite stießen die US-Pläne auf Skepsis. Das Außenministerium in Teheran teilte mit, man werde zu gegebener Zeit antworten. Der Abgeordnete Ebrahim Rezaei bezeichnete den Vorschlag als "eher eine amerikanische Wunschliste als Realität". Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf verspottete Berichte über eine bevorstehende Einigung. Er schrieb in den sozialen Medien, die "Operation 'Vertrau mir, Bruder'" sei gescheitert, und stellte die Verhandlungen als PR-Aktion der USA nach deren Scheitern bei der Öffnung der Straße von Hormus dar.

  • |Patrick Resch

    Insider: Emirate umgehen Blockade - Tanker passierten Hormus

    ie Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben Insidern zufolge trotz der iranischen Blockade in begrenztem Umfang Rohöl durch die Straße von Hormuz verschifft. Der staatliche Ölkonzern Adnoc konnte im April mehrere Millionen Barrel Öl aus dem Persischen Golf herausschaffen, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten und wie aus Schiffsdaten hervorgeht. Um drohenden Angriffen aus dem Iran zu entgehen, schalteten die Tanker demnach ihre Ortungssysteme ab.

    Dies ist nicht unüblich: Iranische Schiffe, die die US-Blockade umgehen, schalten diese, auch dem Kollisionsschutz dienenden Systeme, oft ebenfalls aus. Adnoc lehnte eine Stellungnahme ab. Der Staatskonzern brachte auf diese Weise im April auf vier Tankern mindestens sechs Millionen Barrel zweier verschiedener Ölsorten aus dem Golf. Das geht aus Schiffsdaten von Kpler und Satellitendaten von SynMax hervor.

    Außerhalb der Gefahrenzone wurde die Ladung den Angaben zufolge entweder auf andere Schiffe umgepumpt, im Oman zwischengelagert oder direkt zu Raffinerien in Asien gebracht. Die exportierten Mengen entsprechen zwar nur einem Bruchteil dessen, was die Emirate vor Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran ausgeführt haben. Aber das Vorgehen zeigt, welches Risiko Produzenten und Käufer bereit sind einzugehen.

  • |Patrick Resch

    USA und Iran stehen laut Insidern vor befristetem Rahmenabkommen

    Die USA und der Iran stehen Insidern zufolge kurz vor einer vorläufigen Vereinbarung zur Beendigung ihres Krieges. Ein entsprechender Rahmenentwurf sehe vor, die Angriffe dauerhaft zu stoppen, klammere die umstrittensten Themen jedoch aus, verlautete am Donnerstag aus Verhandlungskreisen. Der sich abzeichnende Plan konzentriere sich auf eine vorläufige Absichtserklärung anstelle eines umfassenden Friedensvertrags.

    Dies unterstreiche die tiefen Gräben zwischen beiden Seiten und signalisiere, dass eine Einigung zum jetzigen Zeitpunkt lediglich ein Zwischenschritt sei. Die Regierungen in Teheran und Washington hätten ihre Ambitionen auf eine weitreichende Lösung zurückgeschraubt, da Differenzen fortbestünden, hieß es in den Kreisen weiter. Dies betreffe insbesondere das iranische Atomprogramm, den Umgang mit den hochangereicherten Uranbeständen im Iran und die Frage, wie lange Teheran seine nuklearen Aktivitäten aussetzen würde. Anstelle eines umfassenden Abkommens arbeiteten beide Seiten an einer Übergangsregelung, um eine Rückkehr zu einem offenen Krieg zu verhindern und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu sichern.

  • |Josef Siffert

    Vier Tote bei Luftangriff im Südlibanon

    Israel setzt seine Militärschläge im Südlibanon fort. Bei einem Luftschlag auf die Stadt Zelaya wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Mittwoch vier Menschen getötet. Die Hisbollah feuerte daraufhin erneut Raketen auf Israel ab.

    Israel hat im Südlibanon eine bis zu zehn Kilometer tiefe Sicherheitszone eingerichtet, um den Norden des eigenen Landes vor Raketenbeschuss durch die Hisbollah zu schützen. Parallel führt Israel Gespräche mit der libanesischen Regierung. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam bezeichnete ein Treffen auf höchster Ebene am Mittwoch allerdings als verfrüht. Zunächst müsse die Waffenruhe gefestigt werden. US-Präsident Donald Trump will ein Treffen von Netanjahu mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun in Washington organisieren.

  • |Josef Siffert

    Israel tötet Hisbollah-Kommandeur

    Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff auf Beirut einen Kommandeur der Hisbollah-Elitetruppe Radwan getötet. Es handelte sich um den ersten israelischen Angriff auf die libanesische Hauptstadt seit der im vergangenen Monat vereinbarten Waffenruhe, wie die Streitkräfte am Donnerstag mitteilten. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz hatten das Vorgehen bereits am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung angekündigt. Von der Hisbollah-Miliz lag zunächst keine Stellungnahme vor. 

    Die Attacke gefährdet die ohnehin brüchige Feuerpause zwischen den USA und dem Iran. Eine Kernforderung des Iran war dabei ein Stopp der israelischen Militäraktionen im Libanon. Ungeachtet der Waffenruhe halten sich israelische Truppen weiterhin in Gebieten südlich des Litani-Flusses auf.

  • |Josef Siffert

    Folgen des Iran-Kriegs für Österreich geringer als beim Ukraine-Krieg

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt, dass die Folgen des Kriegs im Nahen Osten für die Wirtschaft in Österreich nicht so gravierend ausfallen werden wie im Jahr 2022, nachdem Russland die Ukraine überfallen hatte. Das geht aus einer aktuellen Länderanalyse hervor, in deren Rahmen auch Empfehlungen für die Politik erarbeitet wurden. 

  • |Josef Siffert

    Iran und USA arbeiten an Absichtserklärung

    Nach übereinstimmenden US-Medienberichten arbeiten Washington und Teheran mit Vermittlern an einer einseitigen Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) mit 14 Punkten. Das Papier soll einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen schaffen und den Krieg formell beenden. Diskutiert werden demnach auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus, wo Iran zuletzt den Schiffsverkehr stark eingeschränkt und die USA eine sich gegen iranische Häfen gerichtete Blockade aufgebaut hatten.

  • |Josef Siffert

    Unstimmigkeiten mit Saudi-Arabien bei US-Marineeinsatz

    Der US-Sender NBC News berichtet, US-Präsident Donald Trump habe wegen Unstimmigkeiten mit Saudi-Arabien den Marineeinsatz "Project Freedom" zur Wiedereröffnung der blockierten Meerenge von Hormus unterbrochen. Saudi-Arabien habe dem US-Militär die Nutzung eines Stützpunkts im Land für die Operation untersagt, meldet der Sender unter Berufung auf zwei nicht genannte US-Regierungsvertreter. Die saudische Führung sei von Trumps Ankündigung, Schiffe durch die Straße von Hormus eskortieren zu wollen, überrascht und verärgert gewesen. Daraufhin habe Riad Washington mitgeteilt, es werde den USA die Erlaubnis verweigern, Militärflugzeuge von dem Stützpunkt aus oder durch den saudischen Luftraum fliegen zu lassen. Auch ein Telefonat zwischen Trump und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman habe das Problem nicht lösen können. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag eine Aussetzung des Marineeinsatzes mit Fortschritten bei den Friedensgesprächen mit dem Iran begründet. 

  • |Josef Siffert

    Trump kündigt schnelles Ende des Iran-Krieges an

    Bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Georgia sagt US-Präsident Donald Trump ein schnelles Ende des Iran-Kriegs voraus. Die USA dürften nicht zulassen, dass der Iran eine Atomwaffe bekommt. „Ich denke, die meisten Leute verstehen das. Sie verstehen, dass das, was wir tun, richtig ist, und es wird schnell vorbei sein."

  • |Julia Deutsch

    Iran hat Verzicht auf Atomwaffen zugesagt

    Der Iran hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump zugesichert, keine Atomwaffen zu besitzen. „Iran darf keine Atomwaffe haben (…) und sie haben dem zugestimmt“, sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Teheran habe zudem auch bei anderen Punkten zugestimmt - welche das sein sollen, ließ der Republikaner offen. 
    Trump bezeichnete unterdessen die jüngsten Gespräche mit dem Iran als „sehr gut“. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir einen Deal machen werden“, sagte er.

  • |Julia Deutsch

    Emirate weisen Teherans Kritik an US-Partnerschaft zurück

    Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) weisen iranische Kritik an ihrer Zusammenarbeit mit den USA zurück. Das Außenministerium in Abu Dhabi teilt mit, man behalte sich alle diplomatischen und militärischen Optionen vor, um auf Bedrohungen oder feindselige Akte zu reagieren. Die VAE werfen dem Iran Angriffe in den vergangenen Tagen vor. Die Regierung in Teheran weist dies zurück. Sie bezeichnet die Kooperation der VAE mit den USA als Bedrohung der nationalen Sicherheit.

  • |Julia Deutsch

    Trump sieht Deal kurz bevorstehen und droht mit Bombardement

    US-Präsident Donald Trump sieht die USA kurz vor einer Einigung mit dem Iran zur Beendigung des Konflikts. Man sei "sehr nah dran", sagte Trump am Mittwoch dem US-Sender PBS laut Transkript eines Telefoninterviews. Eine Einigung könne möglicherweise noch vor seiner für kommende Woche geplanten China-Reise zustande kommen. Falls es keinen Deal gebe, werde man den Iran "in Grund und Boden bombardieren", drohte Trump. Laut Teheran wird der US-Vorschlag derzeit überprüft.

    Trump bestätigte in dem Interview auch mehrere Punkte einer möglichen Vereinbarung, über die zuvor bereits übereinstimmend das "Wall Street Journal", der Sender CNN und das Nachrichtenportal "Axios" berichtet hatten. Dieses sieht demnach vor, dass der Iran sein hochangereichertes Uran an die USA übergeben soll. Auf die Frage, ob das Material möglicherweise in die USA gebracht werden solle, antwortete Trump: "Nein, nicht vielleicht. Es geht in die Vereinigten Staaten." Der Iran muss nach dem Willen der USA 408 Kilogramm hochangereichertes Uran übergeben.

    Zudem bestätigte Trump, dass Iran im Rahmen der Vereinbarung zusichern solle, keine unterirdischen Nuklearanlagen zu betreiben. Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf einen iranischen Vertreter, dass ein langjähriges Moratorium für iranische Urananreicherung vorgesehen sei. Danach dürfte der Iran laut einem Vorschlag möglicherweise Uran wieder bis auf 3,67 Prozent Reinheit anreichern. Laut Trump hingegen ist Letzteres nicht Teil der Vereinbarung.

  • |Julia Deutsch

    US-Militär: Haben Tanker unter iranischer Flagge angegriffen

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen unter iranischer Flagge fahrenden, unbeladenen Öltanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Von einem US-Kampfflugzeug seien in der Früh (Ortszeit Washington) mehrere Schüsse auf das Schiff "M/T Hasna" abgefeuert worden, nachdem es Warnungen der USA, dass es die US-Seeblockade verletze, ignoriert habe, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (CENTCOM) auf der Plattform X mit.

    Der Tanker habe internationale Gewässer passiert und sich in Richtung eines iranischen Hafens am Golf von Oman bewegt, hieß es. Es sei manövrierunfähig gemacht worden. "Die US-Blockade gegen Schiffe, die versuchen, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen, bleibt in vollem Umfang in Kraft", betonte das US-Militär.

  • |Julia Deutsch

    USA werden angereichertes Uran aus dem Iran erhalten

    Die USA werden nach den Worten von Präsident Donald Trump angereichertes Uran aus dem Iran erhalten. "Wir werden es bekommen", erklärte Trump am Mittwoch am Rande einer Veranstaltung im Weißen Haus. Derzeit ringen beide Länder um ein Abkommen zur Beendigung des Golfkriegs. Eines der Hauptziele der US-Militärschläge gegen den Iran ist es, die Entwicklung von Atomwaffen durch die Regierung in Teheran zu verhindern.

    Der Iran muss nach dem Willen der USA 408 Kilogramm hochangereichertes Uran übergeben.

  • |Julia Deutsch

    Israelische Luftwaffe griff Ziel in Beiruter Vorort an

    Israels Luftwaffe griff erstmals seit Beginn der Waffenruhe vor drei Wochen wieder in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut an. Ziel sei ein Kommandant der Radwan-Einheit der libanesischen Hisbollah-Miliz gewesen, hieß es in einer Mitteilung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu und des Verteidigungsministers Israel Katz. Man habe ihn dabei "eliminieren" wollen.

  • |Julia Deutsch

    Ziel bleibt Entfernung von Uranvorräten

    Vor dem Hintergrund von Berichten über eine mögliche Einigung zwischen den USA und dem Iran hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betont, oberstes Ziel bleibe die vollständige Entfernung des hoch angereicherten Urans aus dem Iran sowie der Abbau seiner Anreicherungskapazitäten. Dabei handle es sich um ein gemeinsames Ziel Israels und der USA, sagte Netanjahu zum Auftakt einer Sitzung des sogenannten Sicherheitskabinetts.

    "Präsident (Donald) Trump ist der Ansicht, dass er dies auf die eine oder andere Weise erreichen kann", sagte Netanjahu ferner. Israel sei jedoch gleichzeitig "auf jedes Szenario vorbereitet", und dies sei auch seine Anweisung an die israelische Armee. "Israel ist stärker denn je, Iran und seine Stellvertreter sind schwächer denn je", bekräftigte der Regierungschef.

    Gleichzeitig dementierte er Medienberichte, denen zufolge Israel von der möglicherweise bevorstehenden Einigung der USA mit dem Iran überrascht worden sei. "Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Freunden in den Vereinigten Staaten". Er selbst spreche "fast täglich" mit Trump.

  • |Julia Deutsch

    Parlamentspräsident: USA zielen auf "Kapitulation" Teherans ab

    Die USA wollen den Iran nach den Worten des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf "durch verschiedene Methoden" zum Aufgeben bewegen. "Der Feind versucht in seiner neuen Strategie, durch eine Seeblockade, wirtschaftlichen Druck und Medienmanipulation den Zusammenhalt des Landes zu zerstören, um uns zur Kapitulation zu zwingen", sagte Ghalibaf in einer am Mittwoch auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichten Botschaft.

    Auf einen von den USA vorgelegten Friedensplan, den Teheran eigenen Angaben zufolge noch prüft, ging der einflussreiche Politiker und Chefunterhändler in den Gesprächen mit den USA nicht weiter ein.

  • |Julia Deutsch

    Frankreich verlegt Flugzeugträger für Hormus-Mission

    Frankreich verlegt in Vorbereitung einer neutralen Marinemission in der Straße von Hormus seinen Flugzeugträger Charles de Gaulle und dessen Begleitschiffe näher an die Meerenge heran. Der Schiffsverband habe den Suezkanal passiert und Kurs auf das südliche Rote Meer genommen, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch in Paris mit. Frankreich und seine Partner seien nach Angaben des Präsidialamtes in der Lage, die Sicherheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten.

    Die Regierung in Paris wolle zudem, dass das Thema getrennt von den aktuellen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran behandelt werde, teilt der Élysée-Palast mit. Mit der Verlegung des Kampfverbandes um den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" in Richtung des Golfs von Aden solle die Zeitspanne zur Umsetzung der unter Führung von Frankreich und Großbritannien vorbereiteten Marine-Mission verkürzt werden, die nach einem Ende der Kampfhandlungen beginnen soll.

  • |Julia Deutsch

    Libanons Premier sieht Treffen mit Netanjahu als verfrüht an

    Libanons Regierung sieht aktuell ein Treffen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu als verfrüht an. Ministerpräsident Nawaf Salam sagte am Mittwoch, Gespräche auf hoher Ebene mit Israel erforderten umfassende Vorbereitungen. Der Libanon strebe keine Normalisierung der Beziehungen zu Israel an, sondern Frieden. Örtlichen Behörden zufolge hatten zuvor israelische Angriffe auf Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz in der Bekaa-Ebene mindestens vier Tote gefordert.

  • |Julia Deutsch

    Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte vorerst weiter in Gewahrsam

    Zwei Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte sind vor einem israelischen Berufungsgericht damit gescheitert, ihre Freilassung aus dem verlängerten Gewahrsam zu erreichen. Die Behörde in Beersheba habe die Entscheidung der unteren Instanz bestätigt, wonach der Spanier Saif Abu Keshek und der Brasilianer Thiago Ávila bis Sonntag festgehalten werden dürften, so ihr Anwalt am Mittwoch. Die UNO hatte Israel aufgefordert, die beiden Männer "unverzüglich und bedingungslos" freizulassen.

  • |Julia Deutsch

    Hochrangiger Hamas-Polizist bei israelischem Angriff getötet

    Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen ist am Mittwoch palästinensischen Angaben zufolge ein hochrangiger Offizier der von der Hamas geführten Polizei getötet. Getroffen wurde das Fahrzeug des Leiters der Antidrogeneinheit in Khan Younis, wie Sanitäter und ein Vertreter der radikal-islamischen Gruppe mitteilen. Dabei seien mindestens 17 weitere Menschen verletzt worden. Eine israelische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

  • |Julia Deutsch

    Iran Außenamtssprecher Ismail Baghai wies Axios-Bericht als "überzogen" zurück

    Ein hochrangiger iranischer Parlamentarier bezeichnete den US-Vorschlag als realitätsfernen Wunschzettel. Der Text sei eher eine amerikanische Wunschliste als die Realität, erklärte Ebrahim Rezaei, Sprecher des parlamentarischen Ausschusses für Außenpolitik und nationale Sicherheit, auf X. Die USA würden in einem Krieg, den sie verlören, nichts erreichen, was sie nicht schon in direkten Verhandlungen erreicht hätten. Außenamtssprecher Ismail Baghai wies den Axios-Bericht über einen möglicherweise bevorstehendes Abkommen zwischen den Kriegsparteien ebenfalls als "überzogen" zurück.

  • |Amina Beganovic

    Teheran prüft US-Vorschlag

    Ein Insider aus Pakistan, das in dem Konflikt vermittelt, bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des US-Nachrichtenportals Axios über ein geplantes, eine Seite umfassendes Memorandum. "Wir werden das sehr bald abschließen. Wir sind nah dran." Wie Teheran im Anschluss mitteilte, wird der US-Vorschlag derzeit überprüft.

    Die iranische Führung werde dem Vermittler Pakistan ihre Position zur Beendigung des mehr als zweimonatigen Krieges übermitteln, meldete die iranische Nachrichtenagentur ISNA unter Berufung auf das Außenministerium. Pakistan hatte im Vormonat die bisher einzigen Friedensgespräche ausgerichtet.

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