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US-Angriff auf Raketenstellungen und Minen-Schiffe, Trump will Uran zerstören

Laut iranischen Medien gab es nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote.
Donald Trump im Anzug mit roter Krawatte deutet mit dem Finger.

Zusammenfassung

  • USA greifen iranische Raketenstellungen und Minen-Schiffe an, laut CENTCOM als Selbstverteidigung trotz Waffenruhe.
  • Trump fordert die Zerstörung von Irans angereichertem Uran, entweder in den USA oder vor Ort unter Aufsicht von Experten.
  • Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zum Iran-Krieg laufen, zentrale Streitpunkte sind Uranbestände und nukleare Gefahr.

US-Außenminister Marco Rubio hält trotz der jüngsten Angriffe seines Landes auf den Iran ein Abkommen mit Teheran über ein Ende des Krieges weiterhin für möglich. Bei einem Besuch in Indien verwies Rubio am Dienstag auf die im Laufe des Tages geplanten Verhandlungen in Katar. "Wir werden sehen, ob es dabei Fortschritte gibt." In der Nacht auf Dienstag attackierten die USA Raketenstellungen im Südiran und Boote im Bereich der Straße von Hormus, die dort Minen legen wollten.

Ein Sprecher des Regionalkommandos der US-Streitkräfte für den Nahen Osten (CENTCOM) erklärte, die jüngsten "Angriffe zur Selbstverteidigung" dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär. Die US-Armee übe sich im Rahmen der aktuellen Waffenruhe in Zurückhaltung, verteidige aber ihre eigenen Verbände.

Iranische Medien berichteten, es habe nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote gegeben. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern und nannte keine weiteren Details zu den Angriffen auf die iranischen Ziele.

Obwohl die Waffenruhe im Iran-Krieg weitestgehend hält, hat es rund um die Straße von Hormus schon mehrere gegenseitige Angriffe gegeben. Anfang Mai etwa attackierte der Iran US-Militärschiffe in der Meerenge mit Raketen und Schnellbooten, die USA griffen Ziele auf dem iranischen Festland an.

Mehrere Boote liegen vor einer bergigen Küstenlinie im ruhigen Wasser.

Schiffe in der Straße von Hormus.

Nach optimistischen Aussagen hatte US-Präsident Donald Trump am Sonntag die Hoffnung auf eine rasche Vereinbarung mit dem Iran aber wieder gedämpft: In seinem Onlinedienst Truth Social schloss er eine "übereilte" Übereinkunft aus. Unterdessen stiegen am Dienstag die Ölpreise, da der Optimismus der Anleger hinsichtlich eines bevorstehenden Friedensabkommens durch die aktuellen US-Luftangriffe gedämpft wurde.

Trump kündigt Zerstörung von iranischem Uran an

Trump kündigte unterdessen an, dass angereichertes iranisches Uran zerstört werden soll. Dies solle in den Vereinigten Staaten oder an einem anderen Ort geschehen. Entweder es werde "sofort" an die USA übergeben, um in die Vereinigten Staaten gebracht und dort zerstört zu werden, oder in Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Iran vor Ort oder andernorts zerstört, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Der Prozess solle von Atomenergie-Experten überwacht werden, meinte Trump. Dabei verwies er auf die "Atomenergie-Kommission". Unklar war zunächst, ob er damit eine US-Behörde oder möglicherweise die Internationale Atomenergie-Organisation IAEA mit Sitz in Wien meint.

Offen blieb auch, ob Trump einen aktuellen Stand aus Verhandlungen rund um ein mögliches Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs widerspiegelte - also ob es bisher nur eine Forderung ist, die die US-Regierung in den Gesprächen erhebt, oder ob das ein bereits vereinbarter Bestandteil des Deals sein könnte. Der Umgang mit etwa 400 Kilogramm an hochangereichertem Uran Teherans ist ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen. Am Wochenende hatte Trump angekündigt, dass ein Rahmenabkommen "weitgehend" ausgehandelt worden sei.

Israel und die USA waren am 28. Februar gemeinsam gegen den Iran in den Krieg gezogen. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am Sonntag mit, bei einem Telefongespräch mit Trump am Vorabend seien sich beide einig gewesen, "dass jedes endgültige Abkommen mit dem Iran die nukleare Gefahr beseitigen muss". Dies bedeute, dass die iranischen Anlagen zur Urananreicherung abgebaut und die Bestände an hochangereichertem Uran aus dem Land entfernt werden müssten.

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