IAEA-Chef: "Befinden uns in größter Energiekrise der Geschichte" + Trump prüft neue Angriffe
- Israel und die USA haben am 28. Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen.
- Vorige Woche hätten Friedensverhandlungen in Islamabad stattfinden sollen, wurden vom Iran aber abgesagt. Auch ein neuerlicher Anlauf zu Gesprächen am Samstag scheiterte. Der iranische Außenminister übergab seine Forderungen zwar an Vermittler in Pakistan, zu einem direkten Treffen kam es nicht. Trump sagte die Pakistan-Reise von Witkoff und Kushner daraufhin ab. Der iranischer Außenminister soll aber erneut nach Islamabad kommen. Es herrscht somit diplomatische Eiszeit - ob und wann es neue Verhandlungen geben wird, ist ungewiss.
- Um zu einer Verhandlungslösung mit den USA zu kommen hat Trump am Mittwoch den Druck auf den Iran weiter erhöht.
- Der größte Flugzeugträger der US-Marine, die "USS Gerald R. Ford," soll Medienberichten zufolge bald den Nahen Osten verlassen.
- Der Ölpreis der Nordseemarke Brent steigt auf einen Höchststand seit 2022. Zum Verkauf im Juni kostet ein Barrel über 126 Dollar. Grund dafür sind die stockenden Verhandlungen zischen den USA und dem Iran.
- Die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon wird laut US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert. Die Hisbollah lässt noch offen, ob sie sich daran halten wird.
- Die USA erwägen laut einem Insider einen Ausschluss Spaniens aus der NATO wegen mangelnder Hilfe im Iran-Krieg.
- Im Ringen um die Straße von Hormus hat der Iran den USA Piraterie vorgeworfen.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
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- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
- Warum die Hormus-Sperre eine Eskalation des Krieges wahrscheinlicher macht
- Indien bis Japan: Der Iran-Krieg stürzt Asien in die Energiekrise
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- Energieagentur warnt vor schwerster Energiekrise seit Jahrzehnten.
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- Erstmals seit Beginn des Iran-Krieges hat die Houthi-Miliz im Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert und damit den Konflikt ausgeweitet.
Iran-Krieg
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Khamenei: Amerikaner gehören auf den Meeresboden
Die Führung des Irans hat angekündigt, seine Atom- und Raketenkapazitäten zu schützen und zugleich den USA gedroht. "Neunzig Millionen iranische Bürger im In- und Ausland betrachten alle Atom- und Raketenfähigkeiten als nationales Gut und werden sie wie ihre See-, Land- und Luftgrenzen verteidigen", hieß es in einer Rede des obersten iranischen Führers Mojtaba Khamenei, die im staatlichen Fernsehen verlesen wurde.
Zugleich wurden erneute Drohungen gegen die Präsenz der US-Streitkräfte in der Region ausgesprochen. Zwei Monate nach dem "größten Militärangriff und der Aggression der Weltbullys" in der Region sowie "nach dem beschämenden Scheitern Amerikas mit seinem Plan" werde ein neues Kapitel für den Persischen Golf und die Straße von Hormuz geschrieben, sagte Khamenei demnach weiter.
Die Islamische Republik teile das gleiche Schicksal mit den Nachbarn in den Gewässern des Persischen Golfs und des Golfs von Oman. "Außenstehende, die aus Tausenden Kilometern Entfernung kommen und dort Unruhe stiften, haben keinen Platz unter uns – außer auf dem Grund seiner Gewässer." Khamenei verkündete zudem den Beginn einer neuen Ära in der Golfregion. Seit dem Ausbruch des Krieges des Iran mit den USA und Israel nehme ein neues Kapitel für den Golf und die Straße von Hormuz Gestalt an. Die verlesene Ansprache erfolgte anlässlich des Tags des Persischen Golfs, der jährlich im Iran am 30. April begangen wird.
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Iran-Experte: Gibt keine schnelle militärische Lösung
Iran-Experte Danny Citrinowicz warnte auf der Plattform X: "Es gibt keine schnelle militärische Lösung für das Iran-Problem". Die USA suchten vermutlich nach einem entscheidenden militärischen Schritt, der den Iran zur Kapitulation zwingen solle, schrieb Citrinowicz und urteilte: "Das wird nicht funktionieren." Was 40 Tage andauernde Angriffe nicht erreicht hätten, werde sich nicht plötzlich durch Angriffe in der Straße von Hormuz, durch Attentate auf hochrangige Persönlichkeiten oder gar durch Angriffe auf zivile Infrastruktur vollbringen lassen.
"Es ist unwahrscheinlich, dass der Iran unter Druck nachgeben wird", schrieb der Experte. Wahrscheinlicher sei, dass Teheran mit Maßnahmen reagiere, die nicht nur für seine Gegner, sondern auch für die Weltwirtschaft die Kosten erhöhten. Störungen am Golf, Angriffe durch Stellvertreter und regionale Instabilität seien für den Iran keine Nebeneffekte, sondern zentrale Bestandteile seiner Strategie. Angesichts des tiefen Misstrauens zwischen den Parteien berge selbst ein gezielter US-Militäreinsatz das Risiko einer unverhältnismäßigen Reaktion. "Eine Eskalation ist in einem solchen Kontext nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich", so Citrinowicz.
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IEA-Chef: Größte Energiekrise der Geschichte bestätigt
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, sieht seine Befürchtung der weltweit größten Energiekrise der Geschichte angesichts des Iran-Kriegs bestätigt. Die aktuellen Ereignisse gäben der IEA leider recht, sagte Birol in Paris. "Die Öl- und Gasmärkte befinden sich in großen Schwierigkeiten. Die Ölpreise lagen, als ich das letzte Mal nachgesehen habe, bei über 120 Dollar, was viele Länder stark unter Druck setzt."
Neben Öl und Gas seien auch Düngemittel, die für Entwicklungsländer sehr wichtig sind, sowie Petrochemikalien von Lieferengpässen betroffen.
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Nahost-Krieg katapultiert Inflationsrate im Euroraum auf 3,0 Prozent
Der Ölpreisanstieg infolge des Nahost-Krieges heizt die Inflation im Euroraum weiter kräftig an. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im April um durchschnittlich 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten nur mit einem Anstieg auf 2,9 Prozent gerechnet. Im März und damit nach Ausbruch des Iran-Konflikts war die Inflationsrate bereits auf 2,6 Prozent geklettert.
Die Europäische Zentralbank (EZB), die um 14.15 Uhr (MESZ) ihre Leitzinsentscheidung bekanntgibt, sieht sich mit einem akuten Inflationsschub konfrontiert. Sie hat als Stabilitätsziel eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent. Als Inflationstreiber erweist sich Energie, die sich im April um satte 10,9 Prozent verteuerte.
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Preis für Brent-Öl auf höchsten Stand seit Anfang 2022 gestiegen
Ein Barrel (159 Liter) mit Lieferung zum Juni kostete 126,41 US-Dollar und damit um 7 Prozent mehr als am Vortag. Stockende Verhandlungen zwischen Iran und USA sind der Grund.
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Irans Marine-Chef droht US-Militär wegen Seeblockade
Angesichts der von den Vereinigten Staaten gegen den Iran verhängten Seeblockade hat der Kommandeur der iranischen Marine den US-Truppen in der Region gedroht. Der Iran habe die Straße von Hormus geschlossen, zitierte der regierungstreue iranische Fernsehsender Press TV den Marine-Chef Scharam Irani.
"Sollten sie sich weiter nähern, werden wir unverzüglich operative Maßnahmen ergreifen", sagte er über die US-Marine, die Schiffe derzeit daran hindert, iranische Häfen anzusteuern oder aus ihnen auszulaufen. Das iranische Militär werde den Feind bald mit einer Waffe angreifen, "vor der er große Angst hat", kündigte Irani an. Um welche Art von Waffe es sich dabei handeln soll, sagte er nicht. Derzeit gilt zwischen dem Iran und den USA eine Waffenruhe.
Bislang haben die Vereinigten Staaten mit ihrer Blockade nach eigenen Angaben 42 Schiffe gestoppt. Dadurch seien dem Iran schätzungsweise mehr als sechs Milliarden US-Dollar an Einnahmen aus dem Ölexport entgangen, sagte der Kommandeur des zuständigen US-Regionalkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper.
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Medien: Größter US-Flugzeugträger soll Nahen Osten verlassen
Der größte Flugzeugträger der US-Marine, die "USS Gerald R. Ford", soll Medienberichten zufolge bald den Nahen Osten verlassen. In den kommenden Tagen werde er in Richtung USA aufbrechen, berichtete unter anderem die Washington Post unter Berufung auf mehrere US-Beamte. Der monatelange Einsatz auf See habe seine Spuren hinterlassen - zurück im Hafen werde das Schiff voraussichtlich umfangreiche Reparaturen und Wartungsarbeiten durchlaufen, schrieb die Zeitung.
Der Schritt würde die militärische Schlagkraft der USA im Krieg mit dem Iran schwächen - zu einem Zeitpunkt, zu dem zwar eine Waffenruhe gilt, eine baldige Verhandlungslösung aber nicht in Sicht ist.
Die USA hatten ihre Militärpräsenz in der Region erst jüngst mit dem Flugzeugträger "USS George H.W. Bush" aufgestockt. Erstmals seit 2003 seien damit drei US-Flugzeugträger gleichzeitig im Nahen Osten im Einsatz, hieß es vergangene Woche vom zuständigen US-Regionalkommando (Centcom). Diese umfassten zusammen über 200 Flugzeuge und 15.000 Matrosen und Marineinfanteristen. Neben den beiden Flugzeugträgern war auch die "USS Abraham Lincoln" in Richtung Iran verlegt worden. Die "USS Gerald R. Ford" war nach Angaben des US-Militärs zuletzt im Roten Meer im Einsatz.
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Konfrontationen bei Protesten gegen Wehrpflicht in Jerusalem
Bei einer Demonstration ultraorthodoxer Juden in Jerusalem ist es zu Konfrontationen mit der Polizei gekommen. Die Demonstranten hätten Steine auf Sicherheitskräfte geworfen, teilte die Polizei mit. Die Polizisten setzten Wasserwerfer gegen die Teilnehmer des Protests ein, die zeitweise eine wichtige Zufahrtsstraße blockiert hatten. In Israel waren streng religiöse Männer lange von der Wehrpflicht befreit.
Diese Regelung lief 2024 aus, und die Regierung scheiterte seitdem bei Versuchen, sie gesetzlich zu verlängern. In einem Urteil am Sonntag wies das höchste Gericht in Jerusalem den Staat an, binnen weniger Wochen konkrete Schritte gegen Wehrdienstverweigerer einzuleiten.
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Iran-Krieg kostete bisher 25 Milliarden Dollar
Der Iran-Krieg hat die Vereinigten Staaten nach Angaben eines hochrangigen Pentagon-Mitarbeiters bisher circa 25 Milliarden US-Dollar (knapp 21,4 Mrd Euro) gekostet. Dies seien schätzungsweise alle Ausgaben, die seit Beginn der "Operation Epic Fury" (auf Deutsch etwa: "Operation Epische Wut") angefallen seien, sagte Jules W. Hurst III bei einer Anhörung des Repräsentantenhauses. Der größte Teil des Geldes davon sei für Munition aufgewendet worden.
Hurst kündigte an, dass das Pentagon über das Weiße Haus einen Nachtragshaushalt beantragen werde, "sobald uns eine vollständige Einschätzung der Kosten des Konflikts vorliegt". Dem Nachrichtenportal "Politico" zufolge hatte Hurst zuvor gesagt, dass die erste Woche des Iran-Krieges elf Milliarden Dollar an Kosten verursacht habe.
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Keine Pläne für Netanjahu-Besuch in den USA nächste Woche
Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten hat Berichte zurückgewiesen, wonach Benjamin Netanjahu nächste Woche US-Präsident Donald Trump treffen soll. "Es ist nicht zu erwarten, dass Ministerpräsident Netanjahu nächste Woche in die USA reist", teilte sein Büro am Mittwoch mit. Israels Regierungschef spreche aber häufig "mit seinem Freund Präsident Trump".
Mehrere Medien hatten zuvor von einem in der kommenden Woche anstehenden Treffen der beiden in den USA berichtet. Hintergrund seien die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon sowie die Koordinierung mit den USA im Umgang mit dem Iran, hatte etwa die Zeitung "Israel Hayom" geschrieben.
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Katz will Finanzierung von Gaza-Hilfsflotte sanktionieren
Israels Verteidigungsminister Katz hat laut offiziellen Angaben Sanktionen gegen die Spendenkampagne der "Global Sumud Flotilla" verhängt. Die Flottille mit rund 100 Schiffen und 1.000 Beteiligten an Bord ist derzeit auf dem Weg nach Gaza und soll am Wochenende vor der Küste des Palästinensergebiets eintreffen. Israels Marine will die Schiffe abfangen. In einer Erklärung beschuldigte Katz die islamistische Hamas und internationale Organisationen, hinter der Aktion zu stehen.
Die Crowdfunding-Kampagne finanziere etwa den Kauf von Schiffen sowie die Anwerbung von Teilnehmern. Sanktionen sollen laut Katz Spender davon abhalten, eine Terrororganisation zu unterstützen. Die Vorwürfe aus Israel sind nicht neu. Die Aktivistinnen und Aktivisten der Flotte äußerten sich auf Anfrage bisher nicht dazu. Details darüber, wie die Sanktionierung umgesetzt werden soll, ließ der israelische Verteidigungsminister zunächst offen.
Die propalästinensischen Aktivisten aus verschiedenen Ländern wollen mit der Aktion erneut versuchen, die seit 2007 bestehende israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen und Hilfsgüter in die Konfliktregion zu bringen.
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Italien zur Entsendung von Schiffen in Meerenge Hormus bereit
Italien ist nach Angaben von Außenminister Antonio Tajani bereit, sich an einer internationalen Mission zur Sicherung der Schifffahrtswege in der Straße von Hormuz zu beteiligen. Nach einem dauerhaften Waffenstillstand könne Italien Minenräumboote der eigenen Marine sowie weitere Kriegsschiffe im Rahmen einer Mission der Europäischen Union oder der Vereinten Nationen entsenden, erklärte Tajani bei einer Veranstaltung in Turin am Mittwoch.
Ziel sei es, die "Freiheit der Schifffahrt" in der strategisch wichtigen Meerenge zu gewährleisten. Voraussetzung sei eine internationale Mission unter UNO- oder EU-Mandat. Die Regierung in Rom habe bereits entsprechende Vorbereitungen getroffen, sagte Tajani weiter. Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto sei beauftragt worden, die mögliche Beteiligung der Marine an internationalen Einsätzen zu prüfen, die sowohl Minenräumung als auch Schutz der Schifffahrtsrouten umfassen könnten.
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Iran: Mindestens 21 Hinrichtungen seit Kriegsbeginn
Die Führung in Teheran hat seit Beginn des Iran-Kriegs mindestens 21 Menschen aus politischen Gründen hinrichten und mehr als 4.000 Menschen festnehmen lassen. "Mindestens neun Menschen wurden im Zusammenhang mit den Protesten vom Jänner 2026 hingerichtet, zehn für eine mutmaßliche Mitgliedschaft in Oppositionsgruppen und zwei wegen Spionagevorwürfen", teilte das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte am Mittwoch mit.
Den Festgenommenen werden demnach Vorwürfe im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit gemacht. Der UNO-Behörde zufolge wurden viele der Festgenommenen Opfer von Verschleppung, Folter oder von "grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung", darunter erzwungene und teils im Fernsehen übertragene Geständnisse sowie Schein-Exekutionen.
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Trump droht Teheran wieder: "No more Mr. Nice Guy"
US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf Teheran, zu einer Verhandlungslösung mit den USA zu kommen, weiter erhöht. In einem Posting auf der Plattform Truth Social drohte er: "Der Iran bekommt es nicht auf die Reihe. Sie wissen nicht, wie man einen Anti-Atomwaffen-Deal abschließt. Sie sollten sich lieber bald schlaumachen!" Dazu veröffentlichte der US-Präsident eine Fotomontage, die ihn mit Sturmgewehr und umgeben von Explosionen zeigt.
Überschrieben ist die Darstellung mit den Worten: "NO MORE MR. NICE GUY". Auf Deutsch übersetzt heißt das in etwa: "Jetzt ist Schluss mit lustig". Zuvor hatte Trump bei einem Staatsbankett zu Ehren des britischen Königs Charles III. im Weißen Haus seine Behauptung wiederholt, die USA hätten den Iran bezwungen. "Wir haben diesen speziellen Gegner militärisch besiegt", sagte Trump am Dienstag. "Charles stimmt mir sogar noch mehr zu, als ich es selbst tue, wir werden diesen Gegner niemals eine Atomwaffe besitzen lassen."
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Brent-Preis klettert um drei Prozent auf 114,54 Dollar
Der Ölpreis hat am Mittwoch nach einem verhaltenen Handelsstart deutlich zugelegt. Angesichts neuer Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni um 2,95 Prozent auf 114,54 US-Dollar. Damit erreichte der Ölpreis das Niveau von Ende März. Die US-Sorte WTI kletterte um 3,7 Prozent auf 103,45 Dollar hoch.
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Trump bei Staatsbankett mit Charles III.: Iran "militärisch besiegt"
Bei einem Staatsbankett zu Ehren des britischen Königs Charles III. im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump seine Behauptung wiederholt, die USA hätten den Iran bezwungen. "Wir haben diesen speziellen Gegner militärisch besiegt", sagte Trump am Dienstag (Ortszeit). "Charles stimmt mir sogar noch mehr zu, als ich es selbst tue, wir werden diesen Gegner niemals eine Atomwaffe besitzen lassen."
Im Iran-Krieg hatte es zuletzt immer wieder deutliche Differenzen zwischen den USA und den Europäern gegeben. Die Beziehungen zwischen London und Washington sind derzeit eigentlich sehr angespannt. Trump äußerte sich wiederholt stark verärgert über die Weigerung der britischen Regierung von Premierminister Keir Starmer, die USA und Israel beim Iran-Krieg zu unterstützen.
Am Dienstag hielt Charles seine mit Spannung erwartete Rede vor dem US-Kongress. Darin rief der die USA zum Zusammenhalt mit ihren westlichen Verbündeten auf. Kein Land könne die großen Herausforderungen der heutigen Zeit "alleine bewältigen", sagte er. Großbritannien und die USA könnten sich auch nicht "auf vergangenen Errungenschaften ausruhen". "Welche Differenzen und Meinungsverschiedenheiten es auch zwischen uns geben mag, wir stehen zusammen in unserem Engagement für die Bewahrung der Demokratie", sagte Charles
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UN: Schiffsverkehr durch Straße von Hormus fast zum Erliegen
Seit Beginn des Iran-Kriegs vor zwei Monaten ist die Zahl der Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, nach Angaben der Vereinten Nationen um mehr als 95 Prozent zurückgegangen. Dagegen seien die Preise für Lebensmittel-Rohstoffe um sechs Prozent gestiegen, sagte Stéphane Dujarric in New York.
Der Rohölpreis für Europa sei darüber hinaus um 53 Prozent gestiegen, fügte er mit dem Verweis auf ein Online-Dashboard mit, mit dessen Hilfe sich unter anderem die Preisentwicklungen angesichts der blockierten Meerenge am Persischen Golf beobachten lassen.
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Bericht: Trump lässt längere Blockade des Iran vorbereiten
US-Präsident Donald Trump lässt einem Bericht des Wall Street Journal zufolge eine längere Blockade des Iran vorbereiten. Trump habe seine Berater entsprechend angewiesen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Er wolle den Druck auf die iranische Wirtschaft und die Ölexporte aufrechterhalten, indem der Schiffsverkehr von und zu den Häfen des Landes unterbunden werde. Der Bericht wurde von offizieller Seite bisher nicht bestätigt.
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Libanon: Israels Armee zerstört zwei Hisbollah-Tunnel
Die israelische Armee hat Dienstagabend zwei Tunnel der Hisbollah im Südlibanon gesprengt. Libanesischen Einwohnern zufolge war die Erschütterung weit über die Gegend hinaus zu spüren. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sprach von einem "riesigen Terrortunnel der Hisbollah", der gesprengt worden sei. Die Zeitung "Times of Israel" berichtete, es handle sich um eines der längsten unterirdischen Tunnelsysteme, die Israels Militär bisher im Libanon entdeckt habe.
Israels Armee teilte mit, sie habe in den vergangenen Wochen in der Gegend von Kantara nach Tunneln der vom Iran unterstützten Miliz gesucht - und zwei Tunnel mit einer Gesamtlänge von rund zwei Kilometern entdeckt. Die nun zerstörten Tunnel hätten rund zehn Kilometer von Ortschaften in Israel entfernt gelegen. In ihnen hätten sich Dutzende Wohnquartiere befunden.
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Iran verbietet Export von Stahl
Der Iran verbietet nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars seit Beginn der Woche den Export von Stahl. Grund sind offenbar die Angriffe Ende März auf die beiden Stahlwerke Chusestan im Südwesten des Landes und Mobarek im Zentrum. Israel hatte vor Beginn der Waffenruhe Anfang April angegeben, seine Luftwaffe habe 70 Prozent der Produktionskapazitäten zerstört.
Fars berichtete am Dienstag unter Berufung auf eine Anweisung der Zollbehörden des Landes, dass die Ausfuhr von Stahl einschließlich Brammen, Blechen und Bändern verboten sei. Die Anweisung sei am 26. April in Kraft getreten.
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Weltbank warnt vor Rohstoffschock für die Weltwirtschaft
Der Krieg im Nahen Osten treibt die Energiepreise nach einer Prognose der Weltbank heuer um 24 Prozent in die Höhe. Damit erreichen sie den höchsten Stand seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Rohstoff-Ausblick der in Washington ansässigen Organisation. Sie erwartet für 2026 einen durchschnittlichen Preis für die Ölsorte Brent von 86 Dollar (73,20 Euro) pro Fass, nach 69 Dollar im Vorjahr.
Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur und die Störungen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz haben demnach den größten Ölversorgungsschock der Geschichte ausgelöst. Der Preisanstieg hat weitreichende Folgen. "Der Krieg trifft die Weltwirtschaft in mehreren Wellen: zuerst durch höhere Energiepreise, dann durch höhere Lebensmittelpreise und schließlich durch eine höhere Inflation", sagte der Chefökonom der Weltbank, Indermit Gill. "Krieg ist Entwicklung im Rückwärtsgang." Am härtesten treffe es die ärmsten Menschen.
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Vereinigte Arabische Emirate treten aus OPEC aus
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Austritt aus dem Öl-Kartell OPEC sowie der OPEC+ angekündigt. Der Schritt werde am 1. Mai erfolgen, berichteten staatliche Medien am Dienstag.
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Bahrain entzieht Unterstützern Teherans die Staatsbürgerschaft
Der kleine Golf-Staat Bahrain hat Dutzenden Menschen die Staatsbürgerschaft entzogen wegen mutmaßlicher Unterstützung des Iran. Die 69 Betroffenen hätten die "feindlichen und abscheulichen Taten des Irans verherrlicht" und ihre "Sympathie dafür" ausgedrückt, erklärte das bahrainische Innenministerium am Dienstag. Es gehe um Personen, die nicht aus Bahrain stammten und die mit "ausländischen Einheiten" kooperiert hätten. Auch ihren Angehörigen verlören die Staatsbürgerschaft.
Bahrain beheimatet unter anderem einen wichtigen US-Marinestützpunkt und geriet im Zuge des Kriegs Israels und der USA gegen den Iran unter iranischen Beschuss. Die Flugabwehr fing dort Hunderte iranische Drohnen und Raketen ab. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist in Bahrain wie in den weiteren Golf-Staaten stark eingeschränkt.
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Trump skeptisch zu neuen Vorschlägen aus Teheran
US-Präsident Donald Trump sieht Teherans jüngsten Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs übereinstimmenden Medienberichten zufolge skeptisch. Er habe den Vorschlag zwar nicht direkt abgelehnt, aber er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Die "New York Times" berichtete ebenfalls, Trump sei mit dem Vorschlag nicht zufrieden. Der Iran verwahrte sich indes gegen ein Diktat der USA.
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Iran wirft den USA wegen der Seeblockade Piraterie vor
Sprecher des iranischen Außenministeriums wettert gegen US-Seeblockade: "Unverhohlene Legalisierung von Piraterie und bewaffnetem Raub auf hoher See."
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Netanyahu: Kampf gegen Hisbollah ist noch nicht beendet
Im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz sieht der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu die andauernde Bedrohung seines Landes durch Raketen und Drohnen als zentrales Problem. Das machte er auf einer Militärkonferenz deutlich. Dieses Problem müsse man mit einer Kombination aus operativen und technologischen Maßnahmen lösen, sagte der Regierungschef am Montag. Erst dann sei man "auf dem Weg, die Hisbollah zu entwaffnen".
Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge trotz formell geltender Waffenruhe erneut Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon. Die israelische Armee teilte am Abend auf der Plattform Telegram mit, sie habe mehr als 20 Infrastrukturanlagen der Miliz im Süden sowie in der Bekaa-Ebene im Nachbarland ins Visier genommen. Zu den Zielen gehörten Waffenlager und Raketenabschussstellungen der Hisbollah.
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Irans Außenminister: Prüfen Trumps Bitte um Verhandlungen
Der Iran prüft Außenminister Abbas Araghtschi zufolge eine Bitte von US-Präsident Donald Trump um Verhandlungen. Trump habe um Gespräche gebeten, weil die USA keines ihrer Ziele erreicht hätten, sagt Araghtschi vor Journalisten in Russland laut einem Beitrag auf seinem Telegram-Kanal.
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Iranischer Außenminister in Russland - Treffen mit Putin
Kremlchef Wladimir Putin hat Teheran bei einem Treffen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi in St. Petersburg die weitere Unterstützung Moskaus zugesichert. Er habe vorige Woche eine Botschaft des obersten Führers Mojtaba Khamenei, Sohn des getöteten Ayatollahs Ali Khamenei, erhalten und könne nur bestätigen, dass Russland und der Iran ihre strategische Partnerschaft fortsetzten, sagte Putin am Montag.
Araqchi sagte laut russischer Übersetzung in der Präsidentenbibliothek der Newa-Metropole, dass die Beziehungen zwischen Teheran und Moskau auf höchstem Niveau seien und weiter gefestigt würden. Er dankte Russland für die Unterstützung. Putin wiederum äußerte die Hoffnung auf baldigen Frieden in der Region. "Wir sehen, wie tapfer und heldenhaft das iranische Volk um seine Unabhängigkeit kämpft, um seine Souveränität", sagte der russische Staatschef. "Wir werden von unserer Seite alles tun, was in ihrem Interesse liegt und den Interessen alles Völker der Region entspricht, damit der Frieden so schnell wie möglich erreicht werden kann."
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Merz sieht weiter keine Exit-Strategie im Iran-Krieg
Merz selbst glaubt nicht, dass die USA den Krieg im Iran schnell beenden können. "Weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben", sagte Merz bei einer Diskussion mit Schülern in Marsberg im Sauerland. "Das Problem bei solchen Konflikten ist immer: Da muss man ja nicht nur rein, da muss man auch wieder raus. Das haben wir ganz schmerzhaft bei Afghanistan gesehen, 20 Jahre lang. Wir haben das im Irak gesehen."
Die Amerikaner seien im Iran "ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen", kritisierte Merz. Deshalb sei es umso schwerer, den Konflikt nun wieder zu beenden. "Zumal die Iraner offensichtlich sehr geschickt verhandeln - oder eben sehr geschickt nicht verhandeln", sagte Merz. "Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung."
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Von der Leyen: Zu früh für Aufhebung von EU-Iran-Sanktionen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht sich gegen die Aufhebung von EU-Sanktionen gegen Iran aus. "Wir sind der Meinung, dass eine Aufhebung der Sanktionen verfrüht wäre", sagte sie bei einer CDU/CSU-Fraktionsklausur in Berlin. "Denn es gibt einen Grund, warum Sanktionen gegen den Iran verhängt wurden. Und dieser Grund ist das Verhalten des Regimes gegenüber der eigenen Bevölkerung." Allein in diesem Jahr seien 17.000 junge Menschen getötet worden.
Menschenrechte und insbesondere Frauenrechte würden im Iran unterdrückt. Diese Themen seien Anlass für die Sanktionen. "Wir müssen zunächst eine Veränderung sehen, eine grundlegende Veränderung im Iran, bevor die Sanktionen aufgehoben werden können", sagt die Kommissionspräsidentin. Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hatte im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg angeboten, dass die EU Sanktionen aufheben könnte, dies aber an klare Kriterien geknüpft.
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Ölpreis steigt wegen stockender Friedensgespräche im Iran-Krieg
Die Ölpreise haben am Montag wegen stockender Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran erneut angezogen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um gut 2 Prozent auf 107,49 Dollar (91,78 Euro) pro Barrel, die US-Sorte WTI um knapp 2 Prozent auf 96,17 Dollar.
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Condor-Chef fordert Aussetzen des Emissionshandels
Angesichts des globalen Kerosinmangels infolge der Blockade der Meerenge am Persischen Golf fordert der Chef des deutschen Ferienfliegers Condor, Peter Gerber, ein Aussetzen des Emissionshandels für ein halbes Jahr. Dies wäre der einfachste Weg, "auch die Verbraucher im zweiten Halbjahr vor hohen Preisen zu bewahren", sagte er am Sonntag in der ARD.
"Damit könnte man relativ leicht diese Spekulationsspritpreise aus dem Markt nehmen", sagte Gerber. "Und dann wäre es womöglich für alle ein ganz entspannter Sommer", fügte er hinzu. Auf absehbare Zeit sei die Spritversorgung gesichert: "Wir wissen natürlich auch, dass die Preise für den Sprit in der Perspektive steigen. Das heißt also: Wer jetzt gebucht hat, ist fein raus, der hat Glück. Wer in der Zukunft bucht, muss mit teureren Preisen rechnen."
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Iran-Krieg drückt Kauflaune in Deutschland
Angesichts des Krieges im Iran und seiner Folgen auch für die Geldbeutel der Menschen sinkt die Kauflust in Deutschland immer weiter. Das Konsumklima ist der neuesten Studie der Institute NIM und GfK zufolge zuletzt erneut abgesackt. Die Einkommenserwartungen sind förmlich eingebrochen und erreichen den niedrigsten Wert seit Februar 2023.
Die Bereitschaft, für größere Anschaffungen Geld auszugeben, ging zum dritten Mal in Folge zurück und erreichte den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Die Konjunkturerwartungen fielen auf ein Niveau wie vor Beginn des Ukraine-Krieges. Die Sparneigung gab allerdings ebenfalls leicht nach.
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Araqchi überreichte Pakistan erneut Bedingungen für Kriegsende
Die Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA stocken weiter. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi war seit Freitag zweimal in Islamabad. Am Sonntag übergab er dort dem Vermittler Pakistan erneut die iranischen Bedingungen für eine Beendigung des Kriegs. Dazu zählt die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade sowie die Einführung einer neuen rechtlichen Regelung für die Straße von Hormuz.
Zudem fordert Teheran Kriegsentschädigungen und Garantien, dass es zu keiner erneuten militärischen Aggression gegen die Islamische Republik kommen wird, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Den Atomstreit hingegen wolle der Iran nicht auf die Verhandlungsagenda setzen, hieß es weiter. Gerade Letzteres ist aber einer der wichtigsten Punkte für Washington.
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14 Menschen getötet und 37 weitere verletzt
Israel und die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon greifen einander trotz der geltenden Waffenruhe weiter an. Bei den jüngsten Angriffen seien im südlichen Libanon 14 Menschen getötet und 37 weitere verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut am Sonntag mit. Israelischen Angaben zufolge kam zudem ein Soldat der eigenen Streitkräfte ums Leben.
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Präsidialamt rechtfertigt Internetsperren
Im Iran sieht sich das Präsidialamt nach massiver Kritik an den Internetsperren im Land zu einer Rechtfertigung der Maßnahmen gezwungen. "Auch der Präsident ist strikt gegen eine eingeschränkte Internetnutzung für die Bevölkerung", behauptet die Pressestelle des Präsidialamts auf X. Das Projekt "Pro Internet" - so werden die Einschränkungen in der Islamischen Republik genannt - sei nicht dauerhaft, sondern lediglich eine vom Sicherheitsrat verhängte vorübergehende Maßnahme.
Diese gelte in der aktuellen Kriegssituation, hieß es weiter. Nach Ende der Konflikte werde der reguläre Zugang für alle Bürger wiederhergestellt.
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Araqchi erneut in Pakistan eingetroffen
Einen Tag nach seiner Abreise aus Islamabad ist der iranische Außenminister Abbas Araqchi laut Staatsmedien in die Hauptstadt Pakistans zurückgekehrt, das in den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs vermittelt. Laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA traf Araqchi Sonntagabend nach einem Kurzbesuch im Oman wieder in Pakistan ein. Der iranische Außenminister war am Samstag nach Gesprächen mit pakistanischen Regierungsvertretern aus Islamabad abgereist.
Daraufhin sagte US-Präsident Donald Trump eine Reise seiner Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner zu möglichen neuen Verhandlungen in Islamabad kurzfristig ab. Pakistan hatte vor rund zwei Wochen bereits Gespräche zwischen Vertretern Irans und der USA in Islamabad ausgerichtet, die jedoch ohne Ergebnis geblieben waren.
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Außenminister Araqchi beriet im Oman diplomatische Lösungen
Der iranische Außenminister Abbas Araqchi hat bei Gesprächen im Oman über die Sicherheit in der Straße von Hormuz und eine diplomatische Beilegung des Konflikts mit den USA beraten. Bei dem Treffen mit Sultan Haitham bin Tariq al-Said in Maskat bezeichnet Araqchi die US-Militärpräsenz in der Region als eine Ursache für Unsicherheit und Spaltung, wie das iranische Außenministerium mitteilt. Er habe zudem einen regionalen Sicherheitsrahmen ohne Einmischung von außen gefordert.
Der Oman hat in der Vergangenheit wiederholt zwischen dem Iran und den USA vermittelt.
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Trotz Waffenruhe: Weitere Angriffe von Israel und Hisbollah
Israel und die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon greifen sich trotz der geltenden Waffenruhe weiter gegenseitig an. Bei den jüngsten Angriffen seien gestern im südlichen Libanon 7 Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut heute mit. Die Hisbollah teilte mit, ihre Kämpfer hätten heute früh im Südlibanon unter anderem israelische Soldaten angegriffen. Dabei habe es mehrere Tote gegeben. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies die Armee gestern Abend an, Ziele der Hisbollah „intensiv“ anzugreifen. Die israelische Armee warnte Anwohner der südlichen Gebiete nahe der gemeinsamen Grenze erneut, „bis auf weiteres“ nicht in ihre Häuser zurückzukehren. Im Zuge des Iran-Kriegs kommt es wieder zu schweren Angriffen von Israels Armee im Libanon und zu Angriffen der Hisbollah auf das Nachbarland. Im Libanon wurden dabei nach offiziellen Angaben etwa 2.500 Menschen getötet und 7.700 verletzt, darunter viele Zivilisten. Eigentlich gilt derzeit eine Waffenruhe, die in zweieinhalb Wochen ausläuft. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, gegen die Feuerpause zu verstoßen.
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Erneut Hinrichtung im Iran
Im Iran ist ein weiteres Todesurteil vollstreckt worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim wurde am Morgen ein Mann erhängt. Er wurde demnach zuvor unter anderem wegen Mitgliedschaft in der sunnitischen Rebellengruppe Dschaisch al-Adl und für Anschläge auf Streitkräfte verurteilt.
Organisationen wie Amnesty International und Iran Human Rights kritisieren, dass die Urteile oft in unfairen Schnellverfahren und auf Basis von unter Folter erpressten Geständnissen ergehen. Erst am Samstag war ein Todesurteil im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar vollstreckt worden. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Organisation Iran Human Rights mindestens 1.639 Menschen hingerichtet, so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr.
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Dritter US-Flugzeugträger in der Region
Das US-Militär bündelt weiter seine Kapazitäten in der Golfregion. Auch der Flugzeugträger "USS George H.W. Bush" befindet sich nach US-Angaben mittlerweile im Zuständigkeitsbereich des Regionalkommandos CENTCOM. Es ist demnach das erste Mal seit 2003, dass drei US-Flugzeugträger gleichzeitig im Nahen Osten eingesetzt werden. Auf den Schiffen sind zusammen mehr als 200 Flugzeuge und rund 15.000 Matrosen und Marineinfanteristen stationiert.
Mit einer Seeblockade wollen die USA den Druck auf Teheran erhöhen. Sie gilt für alle Schiffe, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen haben. Der Iran attackiert derweil immer wieder Containerschiffe, die sich durch die Straße von Hormus bewegen. Der Verkehr durch die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Krieges nahezu zum Erliegen gekommen.
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Iranischer Außenminister soll erneut nach Islamabad kommen
Im Ringen um eine diplomatische Lösung des Iran-Konflikts soll der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erneut nach Islamabad kommen. Laut dem vom iranischen Außenministerium bekanntgegebenen Programm werde Araghtschi nach Abschluss seines aktuellen Besuches im Oman und vor seiner Weiterreise nach Russland erneut nach Pakistan reisen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Ein Teil der Delegation des iranischen Ministers sei für Konsultationen nach Teheran zurückgekehrt, hieß es weiter. Sie solle sich am Sonntagabend erneut Araghtschi in Islamabad anschließen. Zu dem genauen Grund für die erneute Reise des Chefdiplomaten gab es keine Angaben. Pakistan vermittelt in dem Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Islamabad versucht, eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den Konfliktparteien zustande zu bringen. Die Hoffnungen darauf waren am Freitag gestiegen, nachdem Araghtschi am Abend in Islamabad eingetroffen war und das Weiße Haus angekündigt hatte, am Samstag eine Delegation dorthin zu entsenden. Allerdings reiste Araghtschi wieder ab und kurz darauf blies US-Präsident Donald Trump die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns Jared Kushner kurzfristig wieder ab. Trump begründete den Schritt mit zu langer Reisezeit und einem inakzeptablen Vorschlag des Irans.
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US-Militär stoppt Schiff der iranischen Schattenflotte
Das US-Militär hat im Arabischen Meer ein Handelsschiff abgefangen, das die Blockade des Iran durchbrechen wollte. Das Schiff mit dem Namen „Sevan“ gehöre zu einer sogenannten „Schattenflotte“, die mit US-Sanktionen belegtes iranisches Öl transportiere, teilte das US-Zentralkommando mit. Es werde nun unter Eskorte zurück in den Iran geleitet. Seit Beginn der Blockade wurden 37 Schiffe umgeleitet.
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Netanjahu ordnet neue Angriffe auf Hisbollah in Libanon an
Nachdem die israelische Armee der libanesischen Hisbollah-Miliz mehrere Verstöße gegen die geltende Waffenruhe vorgeworfen hat, hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu neue Angriffe auf die Hisbollah angeordnet. Der Ministerpräsident habe der Armee Anweisung erteilt, "Hisbollah-Ziele im Libanon mit Nachdruck anzugreifen", erklärte sein Büro Samstagabend. Israel hatte zuvor gemeldet, Hisbollah-Kämpfer hätten Soldaten in der Region Kantara mit Drohnen angegriffen.
Im Süden des Libanon habe die Armee außerdem "mehr als 15 Terroristen eliminiert" und ein Hisbollah-Waffenversteck mit Panzerabwehrraketen und Kalaschnikow-Gewehren entdeckt. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag eine Verlängerung der Waffenruhe für den Libanon um drei Wochen bekanntgegeben. Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz setzten ihre gegenseitigen Angriffe jedoch fort.
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Trump sagt Pakistan-Reise von Witkoff und Kushner ab
US-Präsident Donald Trump sagt einem Medienbericht zufolge die Reise seiner Unterhändler nach Pakistan ab. Wie der Sender Fox News berichtet, nennt Trump seinen Sondergesandten Steve Witkoff und seinen Schwiegersohn Jared Kushner dabei namentlich. Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat nach Gesprächen mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif in Islamabad bereits den Rückflug angetreten. Pakistan vermittelt im Iran-Krieg.
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Medien: Iranische Delegation soll aus Pakistan ausgeflogen sein
Laut der Nachrichtenagentur Reuters soll zwei regierungsnahe Quellen bestätigt haben, dass die iranische Delegation am Samstag bereits abgereist sei. Zuvor soll der iranische Außenminister Abbas Araghchi das iranische Positionspapier für die Verhandlungen mit den USA dem Vermittler Pakistan übergeben haben.
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Präsident Pezeshkian ruft Bevölkerung zum Stromsparen auf
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat die Bevölkerung angesichts massiver Versorgungsengpässe zum Stromsparen aufgerufen. Laut der Nachrichtenagentur Mehr sagte Pezeshkian, der Konsum müsse eingeschränkt werden. "Zu Hause sollten statt zehn Lampen nur zwei eingeschaltet sein - was spricht dagegen?" Pezeshkian begründete die Krise primär mit militärischen Angriffen der USA und Israels auf die nationale Infrastruktur sowie einer "Belagerung".
Damit bezieht er sich auf die US-Blockade iranischer Häfen. Eine unabhängige Schadensbilanz zu den behaupteten Treffern an Energieanlagen liegt jedoch bisher nicht vor.
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Wenig Andrang bei Kommunalwahlen in Palästinensergebieten
Erstmals seit dem Gazakrieg haben die Menschen im Westjordanland und in einem zentralen Teil des Gazastreifens in Kommunalwahlen ihre Bürgermeister und Gemeinderäte neu bestimmt. Die Wahlbeteiligung war zunächst niedrig: Samstagmittag hatte laut Wahlkommission knapp jeder vierte Berechtigte seine Stimme abgegeben. Im von Israel besetzten Westjordanland waren fast 1,5 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen, wie die zentrale Wahlkommission in Ramallah mitteilte.
In Deir el-Balah im Gazastreifen waren 70.000 Menschen an die Urnen gerufen. Die Kandidaten der meisten Wahllisten standen der säkular-nationalistischen Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas nahe oder waren unabhängig. Die im Gazastreifen regierende und mit der Fatah im Westjordanland rivalisierende Hamas hatte keine Wahllisten aufgestellt.
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Deutschland verlegt Minenjagdboot ins Mittelmeer
Das Minenjagdboot „Fulda“ der Deutschen Marine soll samt Besatzung in den kommenden Tagen ins Mittelmeer verlegt werden. „Damit erfolgt eine Vorausstationierung für eine mögliche Beteiligung der Bundeswehr an einem multinationalen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus“, teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums mit. Durch diesen Schritt werde Zeit gespart, um die Fähigkeiten der „Fulda“ schnell in den Einsatz zu bringen, sobald die durch die deutsche Bundesregierung dafür bestimmten Voraussetzungen erfüllt seien.
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Iranisches Positionspapier in Islamabad übergeben, kein Treffen mit US-Vertretern
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi hat Insidern zufolge dem Vermittler Pakistan in Islamabad die Forderungen der Teheraner Führung in den Verhandlungen mit den USA übermittelt. Dabei habe er auch iranische Vorbehalte gegen Forderungen der USA übermittelt, sagt ein an den Gesprächen beteiligter pakistanischer Insider am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Aragtschi war am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt eingetroffen, wo bereits vor zwei Wochen eine erste Verhandlungsrunde über ein Kriegsende stattgefunden hat. Iranischen Angaben zufolge ist aber diesmal kein direktes Treffen mit US-Vertretern geplant. Für die US-Regierung sollen der Sondergesandte von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner am Samstag nach Islamabad reisen.
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