Teheran prüft neuen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges
- Israel und die USA haben am 28. Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen.
- Seit 8. April gilt eine Waffenruhe. Gespräche zwischen den Konfliktparteien haben bisher keine Ergebnisse gebracht.
- Trotz Waffenruhe haben sich die USA und der Iran gegenseitig in der Straße von Hormus beschossen. Laut US-Präsident Donald Trump hängt die Waffenruhe an einem seidenen Faden.
- Einer DER Knackpunkte neben dem Atomprogramm: die Öffnung der Straße von Hormus. Das US-Militär will die iranische Blockade der Straße von Hormus brechen und hat am vergangenen Montag begonnen, Handelsschiffe zu eskortieren. Am Mittwoch dann die Kehrtwende: Die US-Navy würden sich aus der Straße von Hormus zurückziehen, kündigte Trump an.
- Der Iran hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump einen Verzicht auf Atomwaffen zugesichert.
- US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping sind sich einig, dass die Straße von Hormus "offen bleiben" muss.
- Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sollen unterdessen erstmals den Iran angegriffen haben.
- Der Iran prüft nach eigenen Angaben die jüngsten Vorschläge der USA zur Beendigung des Krieges.
- Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll nach US-Angaben um 45 Tage verlängert werden.
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- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
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Iran-Krieg
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Rubio zu Verhandlungen: "Es gibt einige gute Anzeichen"
US-Außenminister Marco Rubio hat sich mit Blick auf die diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs vorsichtig optimistisch geäußert. Er glaube, man habe Fortschritte erzielt, sagte Rubio am Donnerstag. "Es gibt einige gute Anzeichen", er wolle aber auch nicht "übermäßig optimistisch" sein, betonte Rubio. Dabei bekräftigte er die von den USA schon häufiger vorgebrachte Darstellung, dass man es im Iran mit einem "ein wenig" zerrütteten System zu tun habe.
Rubio unterstrich vor seinem Abflug zum NATO-Treffen in Schweden, dass US-Präsident Donald Trump einen Deal bevorzuge. "Aber wenn wir kein gutes Abkommen erzielen können, hat der Präsident klargemacht, dass er andere Optionen hat."
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"Monströses Video": Israel distanziert sich von Ben-Gvir
Auch Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger reagierte auf das Video des israelischen Polizeiministers Ben-Gvir, in dem Aktivisten der Gaza-Flotte vorgeführt werden.
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Pakistans Armeechef reist für Vermittlungen nach Teheran
Der im Iran-Krieg als Vermittler auftretende pakistanische Armeechef Asim Munir wird am Donnerstag in Teheran erwartet. Munir werde "Gespräche und Konsultationen" mit den iranischen Behörden fortsetzen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur ISNA Nähere Details zum Inhalt der Treffen wurden nicht bekannt.
Die Regierung in Teheran prüft derzeit nach eigenen Angaben einen neuen Vorschlag der USA zur Beendigung des Iran-Kriegs. Seit dem 8. April gilt im Konflikt des Iran mit den USA und Israel eine brüchige Waffenruhe. Die Verhandlungen über ein endgültiges Ende der gewaltsamen Auseinandersetzungen unter Vermittlung Pakistans brachten bisher jedoch keinen Durchbruch.
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Iran: Erneut Hinrichtungen im Zusammenhang mit Protesten
Im Zusammenhang mit Protesten sind im Iran erneut zwei Männer hingerichtet worden. Nach Angaben des Justizportals "Misan" sollen die beiden "Mitglieder terroristischer Gruppen" gewesen sein und einen bewaffneten Aufstand organisiert haben. Dies habe die nationale Sicherheit gefährdet. Die Hinrichtungen wurden vollstreckt, nachdem der Oberste Gerichtshof die Todesurteile bestätigt hatte. Auf welche Proteste sich die Urteile bezogen, wurde am Donnerstag nicht bekannt.
Die Exekutionen kommen während einer Hinrichtungswelle im Iran. Derzeit werden nach den Massenprotesten im Jänner, die die Führung des Landes brutal niederschlagen ließ, und in Zusammenhang mit Spionagevorwürfen viele Todesurteile vollstreckt.
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CNN: Iran fährt die Drohnenproduktion hoch
Der Iran hat einem Medienbericht zufolge während der sechswöchigen Feuerpause bereits Teile seiner Drohnenproduktion wieder aufgenommen. Das Militär des Landes erhole sich deutlich schneller als zunächst angenommen, berichtet der Sender CNN unter Berufung auf US-Geheimdienstkreise. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen. US-Präsident Donald Trump droht Teheran mit weiteren Angriffen, sollte das Land einem Friedensabkommen nicht zustimmen. Washington könne jedoch noch einige Tage auf die "richtigen Antworten" warten, sagt er.
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USA heben Sanktionen gegen UN-Berichterstatterin Albanese auf
Die USA haben ihre Sanktionen gegen die UN-Expertin für die Palästinensergebiete, Francesca Albanese, aufgehoben. Dies berichtet das US-Finanzministerium auf seiner Webseite. Vergangene Woche hatte ein Bundesrichter die Sanktionen vorläufig blockiert. Zur Begründung hieß es, die Regierung von Präsident Donald Trump habe mit den Maßnahmen wahrscheinlich das Recht Albaneses auf freie Meinungsäußerung verletzt.
Die US-Regierung hatte die Sanktionen im Juli 2025 verhängt. Sie warf der italienischen Anwältin vor, den Internationalen Strafgerichtshof zu Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen gegen Vertreter der USA und Israels gedrängt zu haben. Albanese hatte Israel in einem Bericht eine "fortlaufende Genozid-Kampagne in Gaza" vorgeworfen.
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Teheran prüft neuen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges
Die Regierung in Teheran prüft nach eigenen Angaben einen neuen Vorschlag der USA zur Beendigung des Iran-Krieges. Seine Regierung habe einen neuen Vorschlag mit den "Standpunkten der amerikanischen Seite erhalten" und prüfe diesen derzeit, erklärte der iranische Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei am Mittwoch im Staatsfernsehen. US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben bereit, einige Tage zu warten, um "die richtige Antwort" vom Iran zu erhalten.
Bei der Führung in Teheran handle es sich um vernünftige Menschen, sagte Trump weiter. Unklar blieb zunächst, was Trump mit der richtigen Antwort meint. Außerdem meinte er, dass die Verhandlungen auf der Zielgeraden seien. Gleichzeitig drohte der US-Präsident für den Fall des Scheiterns mit neuen Angriffen.
Baghaei bekräftigte im TV die iranischen Bedingungen für eine Beendigung des Krieges, darunter die Freigabe eingefrorener iranischer Guthaben und ein Ende der US-Blockade der iranischen Häfen. Zudem äußerte der Sprecher des Außenministeriums in Teheran "großes Misstrauen" gegenüber den USA.
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Zusammenarbeit mit Oman
Nach Angaben des Außenministeriums strebt der Iran gemeinsam mit dem Oman einen Mechanismus an, um die Sicherheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten. In Abstimmung mit internationalen Fachgremien und anderen Anrainerstaaten sei die Regierung in Teheran bereit, Protokolle für einen sicheren Schiffsverkehr zu entwickeln, sagte ein Ministeriumssprecher im staatlichen Fernsehen.
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Austausch von Botschaften geht weiter
Wie das iranische Außenministerium Mittwochabend mitteilte, wird der Austausch von Botschaften weiter fortgesetzt. Grundlage sei ein 14-Punkte-Vorschlag Teherans, teilte das Ministerium iranischen Medien zufolge mit. Teheran fordere von den USA einen Beweis für ihren guten Willen und ein Ende der Piraterie gegen iranische Schiffe.
Außerdem verlange der Iran eine Einstellung aller Kämpfe, unter anderem im Libanon, sowie die Freigabe iranischer Vermögenswerte. Die Regierung in Teheran setze ernsthaft auf Verhandlungen, hege aber weiterhin große Zweifel an den USA.
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Trump: Verhandlungen in Endphase
US-Präsident Donald Trump sieht nach eigenen Angaben die Verhandlungen mit dem Iran auf der Zielgeraden, droht jedoch für den Fall eines Scheiterns mit neuen Angriffen. "Wir sind in der Endphase mit dem Iran", sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten. Entweder gebe es ein Abkommen, oder die USA würden "einige Dinge tun, die ein bisschen unschön sind". Er habe es nicht eilig. Die Regierung in Teheran warf Trump vor, eine Wiederaufnahme des Krieges zu planen.
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Trumps "Friedensrat" sieht Hamas als Haupthindernis für Gaza-Lösung
Der von US-Präsident Donald Trump eingesetzte "Friedensrat" hat die radikalislamische Hamas für mangelnde Fortschritte im Gazastreifen verantwortlich gemacht. Das "Haupthindernis" für die Umsetzung des Friedensplans für das Palästinensergebiet sei "die Weigerung der Hamas, einer kontrollierten Entwaffnung zuzustimmen, ihre Zwangsherrschaft aufzugeben und einen echten zivilen Übergang im Gazastreifen zu ermöglichen", heißt es im ersten Bericht des Rates.
Der Bericht prangert außerdem "nahezu tägliche" Verstöße gegen die Feuerpause an, die seit dem 10. Oktober gilt. Der Hohe Vertreter des Rates, der bulgarische Diplomat Nikolai Mladenow, wollte den Bericht am Donnerstag dem UNO-Sicherheitsrat in New York vorstellen.
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Teheran rechnet mit neuen Angriffen
Teheran rechnet inmitten militärischer Spannungen mit neuen Angriffen. "Die offenen und verdeckten Bewegungen des Feindes zeigen, dass er eine neue Runde des Krieges anstrebt", sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Qalibaf in einer Audiobotschaft, die iranische Medien verbreiteten. Die Streitkräfte hätten die Waffenruhe bestmöglich genutzt, um ihre Fähigkeiten wiederaufzubauen. Israels Armee ist nach neuen Drohungen des Iran und der USA in "höchster Alarmbereitschaft".
"Zum jetzigen Zeitpunkt ist die IDF in höchster Alarmbereitschaft und auf jede Entwicklung vorbereitet", sagte Armeechef Eyal Zamir am Mittwoch bei einem Treffen von Kommandanten einer Erklärung zufolge. Auch Saudi-Arabien warnte vor "gefährlichen Folgen einer Eskalation".
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Irans Marine: 26 Schiffe passierten Straße von Hormus
Nach iranischen Angaben haben in den vergangenen 24 Stunden 26 Schiffe die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus passiert. Dies sei in Koordination mit der Marine der iranischen Revolutionsgarden erfolgt, hieß es in einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Es handelte sich demnach um Öltanker, Frachter und andere Handelsschiffe.
Die iranische Führung hat im Zuge des Kriegs nach eigenen Angaben eine Kontrollbehörde geschaffen, die den Schiffsverkehr in der Meerenge regeln soll. Die Behörde für die Meerenge des Persischen Golfs (PGSA) fordert Reedereien zur Koordination auf. Eine Durchfahrt ohne Genehmigung werde als illegal betrachtet, hieß es in einem Beitrag der neu geschaffenen Behörde auf X.
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Jordanien schoss Drohne ab: keine Opfer
Jordanien hat erneut eine Drohne im eigenen Luftraum abgeschossen. Der Vorfall habe sich nördlich der Hauptstadt Amman ereignet, meldeten die jordanischen Streitkräfte heute. Verletzte habe es nicht gegeben und nur geringen Schaden. Jordanische Medien zeigten am Mittwoch Bilder nach dem Vorfall, bei dem an einem Haus unter anderem einige Fenster zu Bruch gingen.
Vergangenen Monat hatten die jordanischen Streitkräfte mitgeteilt, dass der Iran das Land seit Kriegsbeginn mit rund 280 Raketen und Drohnen angegriffen habe. Auch beim jüngsten Angriff richtete sich der Verdacht schnell auf den Iran und die mit ihm verbündeten Milizen in der Region. Im Vergleich zu anderen Ländern im arabischen Raum - vor allem den Golfstaaten - wurde Jordanien im Iran-Krieg aber vergleichsweise wenig angegriffen.
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Großbritannien lockert Sanktionen gegen Russland
Unter dem durch den Iran-Krieg entstandenen Energiepreisdruck lockert Großbritannien die Sanktionen auf russisches Öl. Die britische Regierung erlaubt auf unbestimmte Zeit den Import von Flugzeugtreibstoff und Diesel, der in Drittländern aus russischem Öl raffiniert wurde, wie die Nachrichtenagentur PA mitteilte.
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Bei neuen Angriffen drohen Revolutionsgarden mit Eskalation
Irans Revolutionsgarden (IRGC) drohen nach neuen Ultimaten von US-Präsident Donald Trump mit einer überregionalen Eskalation. In einer Mitteilung schrieben die IRGC laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, bei neuen Angriffen Israels und der USA werde der "Krieg diesmal über die Region hinausreichen".
Es werde schwere Angriffe an Orten geben, die bisher nicht erwartet würden, hieß es weiter. Bereits am Dienstag hatte der iranische Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi Bereitschaft für neue Eskalation gezeigt.
US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran zuletzt wieder mit Angriffen gedroht, nachdem die Verhandlungen über ein dauerhaftes Kriegsende ins Stocken gekommen waren. "Ich sage zwei oder drei Tage, vielleicht Freitag, Samstag, Sonntag, irgendetwas, vielleicht Anfang nächster Woche, ein begrenzter Zeitraum", hatte er erklärt.
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19 Tote bei israelischen Luftangriffen im Libanon
Im Libanon sind nach offiziellen Angaben bei israelischen Luftangriffen mindestens 19 Menschen getötet und 32 weitere verletzt worden. Bei einem der Luftangriffe seien zehn Bewohner eines Hauses im Süden getötet worden, darunter drei Kinder, wie das Gesundheitsministerium in der Nacht auf Mittwoch mitteilte.
Die Hisbollah setzte ihre Angriffe auf israelische Ziele ihrerseits fort. Die vom Iran unterstützte Miliz beanspruchte mehrere Angriffe auf israelische Soldaten im südlichen Libanon für sich. Sie habe dabei Raketen und Drohnen eingesetzt, teilte die Hisbollah am Montag mit. Sie habe erneut auch Ziele in Israel nahe der Grenze angegriffen.
Bereits mehr als 3.000 Menschen im Libanon getötet
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US-Senat will Trumps Befugnisse beschränken
Der US-Senat hat am Dienstag eine Resolution zur Beschränkung der Befugnisse von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg auf den Weg gebracht. Ohne eine Genehmigung des Kongresses für militärische Einsätze müsste der Krieg demnach beendet werden.
Die Kammer stimmte mit 50 zu 47 Stimmen für einen verfahrenstechnischen Schritt, um den Entwurf voranzutreiben. Dabei stimmten vier Republikaner mit den Demokraten, während ein demokratischer Senator dagegen votierte. Der Schritt gilt als seltene Zurechtweisung des Präsidenten, 80 Tage nachdem US- und israelische Streitkräfte mit Angriffen auf den Iran begonnen hatten.
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Vance: Niemals Atomwaffen für den Iran
US-Vizepräsident JD Vance sagte, der Kern der Verhandlungen mit Teheran bestehe für die USA darin, dass der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen dürfe. Wenn das geschehe, würden die Länder am Golf ihre eigene Waffe wollen, und dann würden auch andere Länder auf der ganzen Welt diese haben wollen. "Wir wollen die Zahl der Länder, die über Atomwaffen verfügen, gering halten, und deshalb darf der Iran keine Atomwaffe besitzen", sagte Vance vor Reportern. Die USA würden deshalb wollen, dass der Iran mit den USA an einem Prozess zusammenarbeite, der sicherstelle, dass die islamische Republik ihre Atomwaffenkapazitäten in den kommenden Jahren nicht wieder aufbaue.
"Das ist es, was wir in den Verhandlungen erreichen wollen", sagte Vance. Beide Länder hätten bei ihren Gesprächen große Fortschritte erzielt und keine Seite wolle eine Wiederaufnahme der militärischen Operationen, fügte Vance hinzu. "Wir glauben, dass wir große Fortschritte gemacht haben. Wir glauben, dass die Iraner eine Einigung erzielen wollen."
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Teheran zeigt sich bereit für militärische Eskalation
Irans Regierung hat sich nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump bereit für eine erneute militärische Eskalation gezeigt. "Iran ist geeint und entschlossen bereit, jeder militärischen Aggression entgegenzutreten", schrieb Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi auf X. "Für uns hat Kapitulation keine Bedeutung. Entweder siegen wir oder werden zu Märtyrern." Trump hatte dem Iran zuletzt wieder mit Angriffen gedroht, nachdem Verhandlungen ins Stocken gekommen waren.
Nach eigenen Worten hatte er einen angeblich für Dienstag geplanten US-Angriff gestoppt. Mehrere Golfstaaten hätten ihn darum gebeten, es liefen "ernsthafte Verhandlungen" mit Teheran, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social.
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Zu "Selbstopferung" bereit: Massenhochzeit in Teheran
Im Iran haben die Behörden öffentliche Massentrauungen für Paare abgehalten, die sich bereit erklärt haben, im Iran-Krieg für ihr Land zu sterben. Die Zeremonien am späten Montag wurden laut iranischen Medienberichten für hunderte Paare auf mehreren Plätzen in der Hauptstadt Teheran veranstaltet und wurden im Staatsfernsehen übertragen. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr nahmen allein auf dem Imam-Hussein-Platz 110 Paare teil.
Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, trafen Paare in geschmückten Militärfahrzeugen mit Waffen auf dem Platz ein. Anschließend wurden sie von einem Geistlichen auf einer Bühne getraut. Die Beteiligten der Massentrauungen hatten sich laut iranischen Medienberichten für das sogenannte "Selbstopferungs"-Programm registriert. Demnach geloben sie, im Krieg ihr Leben zu riskieren, etwa durch Menschenketten an Kraftwerken. Laut den Behörden meldeten sich Millionen Iraner, darunter Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf und Präsident Masoud Pezeshkian.
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Börse in Teheran öffnet wieder
Inmitten von Unsicherheit über Verhandlungen oder neue Angriffe im Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten öffnet die Börse in Teheran wieder. Der Handel habe am Morgen nach etwa 80-tägiger Pause wieder begonnen, meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars.
Ausgeschlossen vom Handel seien 42 Firmen wegen Kriegsschäden. Das entspreche etwa 35 Prozent des Marktvolumens, hieß es bei Fars unter Berufung auf einen Leiter der Börse. So seien etwa Chemiefirmen und Unternehmen der Metallverarbeitung nicht handelbar, berichtete die Zeitung Sharq.
Der Ausschluss dürfte einen möglichen Kursverfall dämpfen, da Anleger geneigt sein könnten, Unternehmen mit Kriegsschäden zu verkaufen. Sharq berichtete dennoch von einem Kursverfall zu Beginn des Handels. Lediglich 28 Prozent der Börsenwerte lägen im Plus.
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Iran stellt umfangreiche Forderungen für Kriegsende
Der Iran gibt Details seines jüngsten Friedensvorschlags bekannt, den er an die USA übermittelt hat. Teheran fordert laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna eine Aufhebung der Sanktionen, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder und ein Ende der Seeblockade iranischer Häfen. Außerdem ruft er zu einem Ende des Kriegs an allen Fronten auf, also auch im Libanon, sowie zu einem Abzug der US-Truppen aus Gebieten in der Nähe des Iran. Ferner verlangt der Iran Reparationszahlungen wegen der durch den Krieg verursachten Schäden. Die Nachrichtenagentur beruft sich in ihrem Bericht auf Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi.
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Trump: Geplanter Angriff auf Iran gestoppt
US-Präsident Donald Trump verzichtet nach eigenen Angaben vorerst auf einen angeblich für heute geplanten Angriff auf den Iran. Mehrere Golfstaaten hätten ihn darum gebeten, es liefen "ernsthafte Verhandlungen" mit Teheran, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Deshalb habe er Verteidigungsminister Pete Hegseth und andere US-Militärvertreter angewiesen, die bisherigen Pläne auszusetzen und einen Großangriff auf den Iran erst dann zu beginnen, wenn ein "akzeptables Abkommen nicht erreicht wird".
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USA bei Verzicht auf Atomwaffen zu Abkommen mit Iran bereit
US-Präsident Donald Trump stellt dem Iran bei einem Verzicht auf Atomwaffen eine Einigung in Aussicht. Die USA seien voraussichtlich zufrieden, wenn ein Abkommen erzielt werden könne, das die Regierung in Teheran am Erwerb von Nuklearwaffen hindere, sagt Trump. Wenige Stunden zuvor hat er nach eigenen Angaben einen geplanten Militärschlag verschoben, um weitere Verhandlungen zu ermöglichen.
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Iranische Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi aus Krankenhaus entlassen
Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist aus dem Krankenhaus entlassen worden und nach Hause zurückgekehrt. Dies teilte eine von ihrer Familie geführte Stiftung am Montag mit. Die 54-Jährige hatte Ende März mutmaßlich einen Herzinfarkt erlitten und war einen Monat später aus dem Gefängnis ins Krankenhaus verlegt worden. „Ihre Genesung erfordert eine strenge medizinische Überwachung außerhalb von Gefängnismauern“, erklärte Mohammadis Tochter Kiana Rahmani laut der Stiftung. Eine Rückkehr in die Haft wäre ein Todesurteil für ihre Mutter. Das iranische Außenministerium äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Fall. Auch in den staatlichen Medien wurde er nicht erwähnt. Mohammadi hatte 2023 den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für Frauenrechte und die Abschaffung der Todesstrafe im Iran erhalten. Sie saß zu dem Zeitpunkt im Gefängnis. -
Behörde zur Kontrolle der Hormus-Straße eingerichtet
Der Iran hat offiziell bestätigt, dass er eine eigene Behörde zur Kontrolle der Schifffahrt in der Straße von Hormus gegründet hat. Die "Behörde für die Straße des Persischen Golfs" (PGSA) verfüge über einen offiziellen Account, über den sie "Echtzeit-Updates zu den Operationen" in der Meerenge bereitstellen werde, erklärten der Nationale Sicherheitsrat und die Marine der iranischen Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht des Landes, am Montag. Details wurden nicht genannt.
Das Fachblatt Lloyd's List hatte Anfang Mai berichtet, die Behörde werde dafür zuständig sein, Durchfahrtsgenehmigungen zu erteilen und Mautgebühren zu erheben. Schiffe, welche die Straße von Hormuz befahren wollen, müssten "detaillierte Aufzeichnungen über Eigentümer, Versicherung, Besatzung und die geplante Transitroute" machen. Zuvor hatte bereits der iranische Fernsehsender Press TV über die geplante Behörde berichtet.
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Pakistan soll den USA neuen iranischen Vorschlag übermittelt haben
Pakistan hat den USA einen überarbeiteten Vorschlag des Iran zur Beendigung des Krieges übermittelt. Das sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person aus pakistanischen Vermittlerkreisen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters vor dem Hintergrund der stockenden Friedensgespräche. "Wir haben nicht viel Zeit", sagte der Insider auf die Frage zu den Möglichkeiten, die bestehenden Differenzen zu überwinden. Beide Seiten würden ihre Bedingungen zudem immer wieder ändern.
Das iranische Außenministerium bestätigte die Übermittlung des neuen Vorschlags. Wie am Vortag angekündigt, seien Teherans "Bedenken" der Gegenseite übermittelt worden, sagte Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei am Montag Journalisten. Weiter sagte er, die Gespräche würden "über den pakistanischen Vermittler fortgesetzt". Details nannte er zunächst nicht.
Iranische Medien hatten zuvor von "überzogenen Bedingungen" der USA berichtet. Laut der Nachrichtenagentur Mehr verlangt Washington in seinem jüngsten Vorschlag "sehr strenge und langfristige Restriktionen für den iranischen Atomsektor".
Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars legte die US-Regierung einen Fünf-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs vor, wonach der Iran nur noch eine Atomanlage betreiben dürfte und seinen Bestand an hochangereichertem Uran den USA aushändigen müsste. Außerdem wolle Washington nicht einmal 25 Prozent der eingefrorenen iranischen Guthaben freigeben und keine Reparationszahlungen für Kriegsschäden leisten.
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G7-Finanzminister beraten zu Iran-Krieg und Welthandel
Die Finanzminister der führenden westlichen Industriestaaten (G7) beraten in Paris ab Montag über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs und der Blockade der Straße von Hormus. Dabei geht es bis Dienstag auch um Ungleichgewichte im Welthandel, die Versorgung mit kritischen Rohstoffen, die Finanzierung von Entwicklungsländern sowie das Vorgehen gegen die Finanzierung von Terrorismus und Organisierter Kriminalität. Weiteres Thema ist die Unterstützung der Ukraine.
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Emirate melden insgesamt drei Drohnen
Der emiratische Außenminister, Abdullah bin Sajid, verurteilte in einem Telefonat mit Rafael Grossi, dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), den Angriff als eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht, wie die staatliche Nachrichtenagentur WAM berichtete. Bin Sajid habe das Recht der Emirate betont, "auf diese Terroranschläge zu reagieren und alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz ihrer Sicherheit" zu ergreifen.
Am Abend hieß es vom Verteidigungsministerium der Emirate, insgesamt seien am Sonntag drei aus westlicher Richtung kommende Drohnen in das Staatsgebiet eingedrungen. Zwei habe man abfangen können, während die dritte Drohne einen Stromgenerator außerhalb des inneren Sicherheitsbereiches des AKWs Baraka getroffen habe. Ermittlungen zu dem Angriff liefen, hieß es weiter.
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Keine konkreten Zugeständnisse der USA im Ringen um Kriegsende
Die USA haben in ihrer Reaktion auf iranische Vorschläge zur Beendigung des Iran-Kriegs dortigen Medien zufolge keinerlei konkrete Zugeständnisse an Teheran gemacht. Die US-Regierung habe "überzogene Bedingungen" gestellt und ihrerseits "keinerlei greifbare Zugeständnisse" gemacht, schrieb die Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag. So habe Washington "sehr strenge und langfristige Restriktionen für den iranischen Atomsektor" verlangt.
Diese Strategie der USA führe in eine "Sackgasse in den Verhandlungen", so Mehr. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars hat die US-Regierung einen Fünf-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs vorgelegt, wonach der Iran nur noch eine Atomanlage betreiben dürfte und seinen Bestand an hochangereichertem Uran den USA aushändigen müsste. Außerdem wolle Washington nicht einmal 25 Prozent der eingefrorenen iranischen Guthaben freigeben und keine Reparationszahlungen für die im Iran-Krieg entstandenen Schäden leisten. Als Vorbedingung für den Beginn von Verhandlungen formulierten die USA laut Fars die Einstellung der Kampfhandlungen an allen Fronten.
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Drohnenangriff auf Atomkraftwerk in den Emiraten
Bei einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist an einem Atomkraftwerk ein Feuer ausgebrochen. Ein Stromgenerator der Anlage in der Wüstenregion westlich von Abu Dhabi sei in Brand geraten, teilte das Medienbüro der Hauptstadt am Sonntag mit. Der Brand habe die Sicherheit der Anlage aber nicht gefährdet und der Betrieb laufe normal, hieß es. Auch Verletzte habe es nicht gegeben.
Der Verdacht richtete sich schnell gegen den Iran, der die Emirate seit Kriegsbeginn im Nahen und Mittleren Osten besonders stark angegriffen hat. Das Land meldete seit Ende Februar nahezu 3.000 iranische Angriffe mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern.
Das Atomkraftwerk Baraka ist die wichtigste Stromquelle der Emirate und soll mit seinen vier Reaktoren etwa ein Viertel des landesweiten Strombedarfs decken. Den Betreibern zufolge ist es das erste Atomkraftwerk in der arabischen Welt. Unter anderem treiben aber Saudi-Arabien und Ägypten eigene Pläne zur Entwicklung und Nutzung von Atomkraft voran.
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Israel greift Süden und Osten des Libanon an
Nach der Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon hat Israel libanesischen Angaben zufolge den Süden und den Osten des Landes erneut angegriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete am Sonntag von zwei israelischen Luftangriffen auf die Ortschaft Sohmor in der Bekaa-Region im Osten des Landes. Im Süden gab es demnach weitere Luftangriffe in den Regionen Nabatiyeh und Tyros.
Israel und der Libanon hatten sich am Freitag unter US-Vermittlung auf eine Verlängerung ihrer Waffenruhe um 45 Tage geeinigt. Die beiden Nachbarländer unterhalten offiziell keine diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand.
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist, lehnt sowohl die direkten Gespräche zwischen den Nachbarländern als auch die Waffenruhe ab. Ungeachtet der Feuerpause hatten Israel und die Hisbollah ihre gegenseitigen Angriffe bereits in den vergangenen Wochen fortgesetzt. Beide Seiten werfen sich gegenseitig Verstöße gegen das Waffenruhe-Abkommen vor.
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Pannen-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" kehrt in die USA zurück
Der aus dem Iran-Krieg abgezogene US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" ist nach seinem 326 Tage dauernden Einsatz auf See wieder in den USA angekommen. Verteidigungsminister Pete Hegseth nahm den größten Flugzeugträger der Welt am Samstag in dessen Heimathafen in Norfolk im US-Bundesstaat Virgina laut Armee in Empfang. Das Schiff hatte die Golfregion vor rund zwei Wochen verlassen, nachdem es zuvor an Militäreinsätzen gegen den Iran beteiligt war.
Über zehn Monate befand sich die "USS Gerald R. Ford" auf See. Das ist laut dem Marine-Institut der Vereinigten Staaten die längste Mission eines US-Flugzeugträgers seit Ende des Kalten Krieges. Der Flugzeugträger war vor seinem Einsatz im Iran-Krieg bereits in der Karibik im Kampf gegen Drogenschmuggelboote im Einsatz. Auch bei der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Jänner wurde er genutzt. Mitte Februar beorderte US-Präsident Donald Trump die "USS Gerald R. Ford" in die Golfregion.
Im März war auf dem Schiff in einem Waschraum ein Feuer ausgebrochen, bei dem zwei Matrosen verletzt wurden. Außerdem traten Probleme mit den Sanitäranlagen auf. US-Medien berichteten von verstopften Toiletten und langen Schlangen vor den Sanitäranlagen. Nach US-Angaben vom vergangener Woche sind mit der "USS Abraham Lincoln" und der "USS George Bush" noch zwei US-Flugzeugträger in der Golfregion stationiert, sowie etwa 20 weitere Schiffe der US-Marine.
© APA/AFP/US NAVY/JOHN BELLINO / JOHN BELLINOHatte zuletzt immer wieder massive Probleme: Der größte Flugzeuträger der USA, die USS Gerald R. Ford.
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Iran-Krieg hinterlässt Spuren auf Europas Stellenmärkten
Der Krieg im Iran und seine Auswirkungen haben die Stellenmärkte in großen Teilen Europas durcheinandergewirbelt. Die Jobseite Indeed verzeichnete einen durchschnittlichen Rückgang der Stellenausschreibungen um 5,6 Prozent in neun untersuchten Ländern. In Deutschland lag das Minus bei 4,6 Prozent.
Besonders starke Einbrüche gab es demnach in Großbritannien (minus 7,4 Prozent), Irland (minus 7,1 Prozent) und Frankreich (minus 5,9 Prozent). Auch der Ausbildungsmarkt sei - entgegen dem eigentlich saisonüblichen Trend - eingeknickt. Einziger Lichtblick blieb Spanien - mit einem Plus von 4,1 Prozent.
In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres sei die Zahl der Stellenausschreibungen noch gestiegen. Im März sei es dann synchron mit Kriegsbeginn zu einem Einbruch gekommen, heißt es in der Untersuchung der Indeed-Ökonomin Virginia Sondergeld. "Die Zeichen stehen derzeit weiterhin eher auf Abwarten als auf Aufbruch", betonte sie.
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Börse im Iran soll am Dienstag wieder öffnen
An der iranischen Börse soll ab Dienstag wieder gehandelt werden. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf einen hochrangigen Börsenvertreter. Der Handel war seit Beginn des Kriegs der USA und Israel gegen den Iran ausgesetzt worden. "Mit der Wiedereröffnung der Börse werden nun alle Bereiche des Kapitalmarktes ihre volle Tätigkeit wieder aufnehmen", sagte Hamid Yari, stellvertretender Leiter der Wertpapieraufsichtsbehörde im Iran.
"Die Aussetzung der Börsenaktivitäten seit Kriegsbeginn diente dem Schutz der Vermögenswerte der Aktionäre, der Verhinderung von panikgetriebenen Handelsgeschäften und der Schaffung transparenterer Preisbildungsbedingungen", ergänzte Yari.
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Im Küstenstreifen nannten sie ihn den "Geist" der Qassam-Brigaden, dem militärischen Flügel der islamistischen Hamas. Izz al-Din al-Haddad schloss sich bereits kurz nach der Gründung 1987 der Terrororganisation als einfaches Mitglied an, stieg bald zum Bataillonsführer auf. 2021 wurde er zum Chef der Brigaden ernannt, bis er im Vorjahr nach der Tötung von Hamas-Chef Mohammad Sinwar zum Militärchef ernannt wurde.
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Europäer sprechen mit Iran über Straße von Hormus
Mehrere europäische Staaten verhandeln nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens mit Teheran über die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus. Nach der Durchfahrt von Schiffen aus ostasiatischen Ländern, insbesondere aus China, Japan und Pakistan, hätten nun "auch Europäer Verhandlungen mit der Marine der Revolutionsgarden aufgenommen", berichtete das Staatsfernsehen am Samstag. Um welche Länder es sich dabei handelt, ist bisher nicht bekannt.
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Hamas bestätigt Tod von Kommandant Haddad
Die radikal-islamistische palästinensische Terrororganisation Hamas im Gazastreifen bestätigt den Tod des Kommandanten Izz al-Din al-Haddad. Die israelische Regierung hatte Haddad als einen der Architekten des überraschenden Angriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 bezeichnet. Haddad war zum Militärchef der Hamas im Gazastreifen aufgestiegen, nachdem Mohammad Sinwar im Mai 2025 von Israel getötet worden war.
In mehreren Moscheen im Norden des Gazastreifens wurde bereits zuvor der Tod des Hamas-Kommandeurs verkündet. Der Kommandant des bewaffneten Teils der Hamas, der Qassam-Brigaden, sei den Märtyrertod gestorben, wurde Augenzeugen zufolge in Moscheen erklärt.
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VAE verteidigen jüngste militärische Handlungen
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verteidigen ihre jüngsten militärischen Handlungen als rein defensive Maßnahmen zur Wahrung ihrer Souveränität. Alle ergriffenen Schritte dienten dem Schutz der Zivilbevölkerung sowie der lebenswichtigen Infrastruktur, teilte das Außenministerium mit. Das Wall Street Journal hatte am Montag berichtet, dass die VAE Anfang April militärische Operationen gegen den Iran vorgenommen hätten. In der Mitteilung des Ministeriums wurden diese mutmaßlichen Angriffe jedoch nicht explizit erwähnt.
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Tote und Verletzte bei israelischem Angriff im Libanon
Bei einem mutmaßlich von Israels Armee geführten Angriff im Süden des Libanon sind laut einem Medienbericht sechs Menschen getötet worden. Drei der Todesopfer bei der Attacke auf ein Zentrum des Zivilschutzes im Bezirk Nabatieh seien Sanitäter gewesen, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Weitere 22 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu.
Die USA hatten erst am Freitag die Verlängerung der aktuell geltenden Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon um 45 Tage bekanntgegeben. Allerdings war die Feuerpause bereits in den vergangenen Wochen von beiden Seiten immer wieder verletzt worden.
Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte die von der Islamischen Republik unterstützte Hisbollah in Solidarität mit Teheran wieder Raketen und Drohnen auf den Norden Israels abgefeuert. Die israelischen Streitkräfte griffen daraufhin Stellungen der Miliz im Süden des Libanons und Hochburgen der Hisbollah in den Vororten der Hauptstadt Beirut an.
Seit dem erneuten Ausbruch der Kämpfe Anfang März wurden im Libanon offiziellen Angaben zufolge rund 2.900 Menschen getötet, darunter zahlreiche Frauen und knapp 200 Kinder.
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Angriff auf Hamas-Militärführer in Gaza
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat einen Angriff auf den militärischen Führer der Hamas im Gazastreifen, Izz al-Din al-Haddad, bekanntgegeben. Israelische Medien zitierten am Freitagabend einen hohen Vertreter der Sicherheitsdienste, wonach der Tötungsversuch offenbar erfolgreich war.
Haddad sei "einer der Architekten des Massakers am 7. Oktober" 2023 gewesen, schrieb Katz. "Das ist eine klare Botschaft an alle Mörder, die uns nach dem Leben trachten: Früher oder später kriegen wir euch."
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USA verkünden Verlängerung der Waffenruhe im Libanon
Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll nach US-Angaben um 45 Tage verlängert werden. Das teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums am Freitag auf der Plattform X mit. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht. In Washington verhandelten am Freitag libanesische und israelische Unterhändler. Die libanesische Regierung ist allerdings selbst keine aktive Konfliktpartei.
Die bisherige brüchige Waffenruhe gilt seit dem 17. April und würde am Sonntag auslaufen. Die Hisbollah, die sich mit Israel Gefechte liefert, sitzt bei den Verhandlungen nicht mit am Tisch.
Seit dem Beginn der jüngsten Feindseligkeiten Anfang März wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums in dem Land beinahe 3.000 Menschen getötet.
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Emirate wollen Pipeline-Ausbau beschleunigen
Die Vereinigte Arabische Emirate wollen den Ausbau ihrer bestehenden Ölpipeline nach Fudschaira im Osten des Landes beschleunigen. Wie das Medienbüro von Abu Dhabi mitteilte, soll die Leitung von 2027 an Öl von Abu Dhabi an den Golf von Oman transportieren und damit die durch den Iran-Krieg zum Erliegen gekommene Straße von Hormuz umgehen. Die Pipeline werde die Exportkapazität der Emirate über Fujairah verdoppeln, hieß es am Freitag.
Der Ort am Golf von Oman spielt für die Emirate eine zentrale Rolle. Von dort aus können Öllieferungen die Weltmärkte erreichen, ohne die Straße von Hormuz passieren zu müssen. Die für den Welthandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr frei passierbar, was den Ölexport stark behindert.
Der staatliche Energiekonzern ADNOC betreibt schon seit Jahren eine Pipeline-Verbindung von Abu Dhabi nach Fudschaira. Bei dem neuen Pipeline-Projekt handelt es sich um eine Erweiterung, um bestehende Exportwege zu verstärken und um die Exportinfrastruktur flexibler zu machen.
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Ölpreise ziehen wieder an
Die Ölpreise sind nach der jüngsten Beruhigung am Freitagvormittag wieder gestiegen. Die Notierungen haben sich auf Wochensicht deutlich verteuert, da die für den Ölhandel entscheidende Straße von Hormuz faktisch geschlossen bleibt.
Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 108,03 US-Dollar. Das waren 2,19 Prozent mehr als am Vortag. Im Wochenverlauf liegt die Notierung etwa sieben Prozent im Plus. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni stieg um 1,05 Prozent auf 103,02 Dollar. Am Markt standen die Ergebnisse des mittlerweile beendeten Gipfeltreffens zwischen den USA und China im Fokus.
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Libanon: Israels Armee ruft Bewohner zur Evakuierung auf
Die israelische Armee (IDF) hat die Bewohner von fünf Ortschaften im Libanon zur sofortigen Evakuierung aufgerufen. Angesichts der "Verletzung des Waffenruheabkommens durch die terroristische Hisbollah" sähen sich die Streitkräfte "gezwungen, mit aller Härte gegen sie vorzugehen", erklärte der arabischsprachige Sprecher der IDF, Avichay Adraee, am Freitag im Onlinedienst X. Adraee nannte dabei fünf Dörfer in der Nähe der Stadt Tyros an der Küste im Südlibanon.
Die Bewohner sollten unverzüglich ihre Häuser verlassen und sich mindestens einen Kilometer entfernt von den Dörfern und Städten aufhalten. Die israelische Armee erklärte am Freitag zudem, dass einer ihrer Soldaten im Südlibanon getötet worden sei. Der 20-Jährige starb demnach im Süden des Landes, teilte die Armee mit. Nähere Angaben machte sie nicht.
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Trump will mit Iran "nicht mehr lange geduldig sein"
Trump drohte dem Iran mit dem Ende seiner Geduld. "Ich werde nicht mehr lange geduldig sein", sagte er in einem Interview mit dem Sender Fox News. Der Iran solle ein Abkommen schließen. Das angereicherte Uran des Iran könne sicher verschlossen gelagert werden. Er hätte es lieber in den USA, aber dies sei mehr für Public Relations als alles andere. Die iranischen Führer, mit denen die US-Regierung verhandle, seien vernünftig.
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