Hitzewelle hält an – alle aktuellen Infos im Überblick
- Hitzealarm in weiten Teilen Europas – und es kommt noch schlimmer
- Glut statt Sommer: 40 Grad am Wochenende erwartet
- Wie können aus 13 offiziellen Hitzetoten plötzlich fast 1.000 werden?
- Kein Zufall: Wie die Erderwärmung Europas aktuelle Hitzewelle antreibt
- Warnungen vor Hitzewelle in Kroatien: Was Urlauber jetzt beachten müssen
- Frankreich: Hitze führte zu Stromausfall bei Tausenden Haushalten
- Hitzewelle im Spital: Maßnahmen für Patienten und Personal
- Unerträgliche Hitze in den Klassen: Erste Schulen verkürzen bereits die Unterrichtszeit
- Sport bei Hitze: Sportmediziner erklärt, worauf zu achten ist
Lesen Sie hier mehr Meldungen dazu.
Alle News zur Hitzewelle
-
Für Versandhändler Otto ist Hitze "ein Geschenk"
Wenn das Thermometer in den nächsten Tagen Richtung 40 Grad steigt, laufen beim Versandhändler Otto die Bestellungen heiß. "Für uns als Online-Firma ist so ein heißes Wochenende für das Geschäft perfekt, es ist ein 'Geschenk für uns'", sagte Otto-Austria-Geschäftsführer Harald Gutschi. Die Menschen würden zu Hause im Schatten bleiben und bestellen. Neben Klimageräten und Ventilatoren seien auch Bademode und Sommerkleidung sehr gefragt.
Bei Saisonware wie Bademode gebe es im stationären Handel bereits Probleme mit der Warenverfügbarkeit. Auch bei Otto dürfte es spätestens im Juli Probleme geben, räumte Gutschi ein. "Der Juni war bei allen im Fashion-Bereich sehr gut."
Derzeit sei alles gefragt, "was runterkühlt" - von Ventilatoren und Kühlgeräten über Eismaschinen bis hin zu Bettwäsche aus Naturfasern wie Leinen. Bei mobilen Klimageräten und Ventilatoren verzeichnete Otto schon im Mai ein Umsatzplus von 60 Prozent gegenüber Mai 2025. Auch für Juni rechnet Gutschi mit einem zweistelligen Plus trotz Rekords im Vorjahr.
-
Die coolsten Plätze ÖsterreichS
Die Hitze dauert an, für das Wochenende werden Temperaturrekorde erwartet. Wo kann man sich jetzt abkühlen?
Elisabeth Holzer-Ottawa und Paul Haider aus der Chronik-Redaktion haben Empfehlungen.
-
Grazer Uni-Forscher: Bis 2027 globale Erwärmung von 1,7 Grad
Es herrscht derzeit Hitze in Europa. Auch weltweit ist ein Anstieg der Temperaturen hin zu beunruhigenden Rekorden zu erwarten, hieß es am Donnerstag seitens Forschender der Universität Graz. 2026 beträgt das Plus voraussichtlich 1,62 Grad Celsius, 2027 dürfte es sogar bei 1,71 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegen. Auch der langfristige Anstieg - ein Mittelwert über 20 Jahre - überschreite bereits ab 2026 das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens.
"Eine derart frühe und genaue Vorhersage gleich für zwei Jahre, und das kombiniert mit einer langfristigen bis 2035, das ist ein echtes Novum. Wir verstehen mittlerweile den Wärmeantrieb durch die menschgemachten Treibhausgasemissionen im Zusammenwirken mit natürlichen Schwankungen wie El Niño so gut, dass wir die Prognose zuverlässig erstellen konnten", sagte Gottfried Kirchengast, Klimaforscher am Wegener Center und Institut für Physik der Universität Graz. Dessen Doktorand Moritz Pichler, der mit ihm gemeinsam die innovative Methodik entwickelt hat, ergänzt: "Wir nutzten bis Mai 2026 Beobachtungsdaten, ab Juni Saisonvorhersagen und für das Jahr 2027 das gute Vorwissen über die weiter zunehmende Erderwärmung sowie den Temperaturverlauf bei starken El-Niño-Ereignissen."
-
Mehr als 200 Hitzetote in Spanien seit Sonntag
Wegen der Rekordhitze in großen Teilen Europas sind in Spanien in den vergangenen Tagen nach Behördenangaben mehr als 200 Menschen gestorben. Mindestens 212 Todesfälle zwischen Sonntag und Mittwoch könnten den extremen Temperaturen zugeordnet werden, erklärte das Gesundheitsinstitut Carlos III. am Donnerstag.
Die Schätzung basiert auf einer Datenbank, mit der die aktuellen täglichen Sterbefälle mit statistischen Daten aus der Vergangenheit abgeglichen werden. Insgesamt gab es in Spanien demnach zwischen Mitte Mai und Ende September vergangenen Jahres 3.832 Hitze-Tote.
-
Heißer Humor
Auch die Tagespresse hat die aktuelle Hitzewelle als Anlass für ein satirisches Posting genommen.
-
Armutskonferenz: Armut verdoppelt Hitzetod-Risiko
Armut erzeugt nach Angaben der Armutskonferenz ein doppelt so hohes Hitzetod-Risiko. "In der Hitzewelle sterben Menschen, besonders gefährdet sind ältere und pflegebedürftige Personen, kranke Kinder und Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen - und da Haushalte in Vierteln mit geringem Einkommen", warnte das Netzwerk am Donnerstag.
"In Österreich verzeichnen wir zwischen 500 und 1.000 Hitzetote im Jahr. Mehr als 47.000 Menschen sind vor drei Jahren in Europa an den Folgen hoher Temperaturen gestorben, wie das Barcelona Institute for Global Health erhoben hat", hieß es weiter. Die wenigsten versterben direkt an einem Hitzschlag. Meist seien die hohen Temperaturen ein erschwerender Faktor, der für verletzliche Gruppen mit Vorerkrankungen gefährlich wird.
Kommentare