Murenabgänge in Tirol: Linienbus erfasst + Frankreich: Zwillinge an Wassermangel gestorben
- Mehrere Murenabgänge in Tirol: Linienbus erfasst
- Frankreich: 15 Monate alte Zwillinge an Wassermangel gestorben
- Hitzerekord in Wien gefallen: Noch nie war es in der Bundeshauptstadt so heiß
- Blutzuckerprobleme und Kopfschmerzen: Vermehrt Hitzenotfälle gemeldet
- Mehr Muren möglich: Lokal heftige Gewitter, im Osten bleibt die Hitze
- 28 Grad: Kärntner Seen schon so warm wie im Hochsommer
- Alarmstufe Sommer: Wie heiß kann es eigentlich noch werden?
- Hitzewelle zieht sich hin: Warnstufe Rot bis Dienstag ausgeweitet
- Hitze im Kreißsaal: Warnung vor „Hitzeschlag im Spital“
- Mehrere Badetote: In Bludenz starben zwei Männer und ein Kind (10)
Alle News zur Hitzewelle
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Mehrere Murenabgänge in Tirol: Linienbus erfasst
Die vier Insassen blieben unverletzt. Nach dem Abgang einer Mure im Kaunertal laufen die Aufräumarbeiten.
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Historische Hitzerekorde
In Tschechien und der Slowakei sind die Temperaturen am Sonntag und Montag deutlich über die bisherigen Rekordwerte gestiegen. An mehreren Orten wurde die 40-Grad-Grenze übertroffen. Die Nachrichtenagentur CTK korrigierte schon Sonntagabend ihren zuvor gemeldeten Hitzerekord für Tschechien nach oben. Mit 41,9 Grad Celsius hält nun Doksany den neuen Höchstwert. Obendrein sorgte dieses Wochenende für neun der zehn höchsten Werte, die in Tschechien je gemessen wurden.
In der Slowakei erreichte Turňa nad Bodvou, südwestlich der zweitgrößten Stadt Košice, mit genau 41 Grad den neuen Höchstwert. Der liegt um 0,7 Grad höher als der bisherige Rekord aus dem Juli 2007.
Schon am Montag begann sich das Wetter aber drastisch zu ändern, auf die Sommerhitze folgten Stürme und Starkregen. In Südböhmen sorgten sie bereits für Verkehrsbehinderungen.
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Tragödie in Frankreich
In Nordfrankreich starben während der Hitzewelle zwei 15 Monate alte Zwillinge in ihrem Zuhause an Wassermangel. Vier weitere Geschwister wurden dehydriert aufgefunden.
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Kräftige Gewitter in Norditalien
Kräftige Gewitter tobten am Montagnachmittag über der norditalienische Metropole Mailand und ihrer Umgebung. Die stärksten Niederschläge konzentrierten sich auf den Norden und das Zentrum des Großraums Mailand und breiteten sich anschließend in Richtung der Provinzen Varese, Como und Bergamo aus. In Mailand versetzten die Behörden Feuerwehr, Zivilschutz und Stadtpolizei in erhöhte Alarmbereitschaft. Besonders überwacht werden die Flüsse Seveso und Lambro, da aufgrund der intensiven Regenfälle örtliche Überschwemmungen befürchtet werden.
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Kärntner Landeshauptmann für Vorverlegung der Sommerferien
Der Kärntner Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) hat sich am Montag angesichts der Hitze für die Vorverlegung der Sommerferien um zwei Wochen ausgesprochen. Damit würde man Hitzestaus in den Klassenzimmern ausweichen und durch die längere Unterrichtszeit nach dem Sommer würden "die Herbstferien mehr pädagogischen Sinn" bekommen, hieß es in einer Aussendung.
Momentan halte man "starr an einer Ferienregelung fest, die vor 80 Jahren fixiert worden ist. Historisch gesehen waren die Sommerferien an die landwirtschaftlichen Erntezeiten angepasst. Heute holt der Landwirt ja auch dann die Ernte ein, wenn sie reif ist und nicht, wann es vor 80 Jahren üblich gewesen ist", so Fellner. Die landwirtschaftliche Haupternte habe sich durch Hitze und Trockenheit bereits um rund 14 Tage nach vorne verschoben - nun sollte man auch bei den Sommerferien nachziehen.
Der zweite Vorteil sei, dass man zwischen dem Ende der Sommerferien und dem Start der Herbstferien zwei Wochen mehr Unterrichtszeit hätte: "Zwei Wochen, die unterrichtstechnisch wichtig sind und die die Herbstferien auch aus pädagogischer Sicht sinnvoller machen", so der Landeshauptmann. Er forderte den Bund zum Handeln auf, damit man bereits "im nächsten Jahr früher in die Sommerferien" starten könne.
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Vermehrt Hitzenotfälle bei Notruf NÖ gemeldet
Bei Notruf Niederösterreich sind am vergangenen Wochenende vermehrt Hitzenotfälle gemeldet worden. Insgesamt gezählt wurden von Freitag bis Sonntag 42, eine Woche zuvor waren es neun gewesen, wurde am Montag mitgeteilt. Eine Verdopplung habe es zudem bei Blutzuckerproblemen und -entgleisungen gegeben, eine Zunahme von 40 Prozent sei bei akuten Kopfschmerzen verzeichnet worden.
Ein Plus gab es Angaben von Notruf Niederösterreich zufolge im Wochenvergleich auch bei gemeldeten Atembeschwerden und Brustschmerzen. Die Gesundheitshotline 1450 verbuchte in Summe 2.574 Anrufe (Vorwoche: 2.206 Anrufe).
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Herzstillstand bei Spaziergang in Hitze: Frau starb im Helenental
Am bislang heißesten Tag des Jahres suchten gestern unzählige Menschen Abkühlung am Schwechat-Fluss. So auch ein in Österreich lebendes chinesisches Ehepaar. Während des Spaziergangs stürzte die Frau jedoch und erlitt einen Herzstillstand.
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Waldbrände in Deutschland: Löschroboter und Drohnen im Einsatz
Hunderte Feuerwehrleute bekämpfen in mehreren Gegenden in Deutschland nach wie vor Waldbrände, die größte Gefahr scheint aber gebannt. In Rheinland-Pfalz blieb der Ort Traisen nahe Bad Kreuznach zunächst geräumt, weil in einem brennenden Waldstück Weltkriegsmunition durch das Feuer zu explodieren droht. Dort sollen jetzt Löschroboter die Flammen eindämmen. Auch in Bayern, Thüringen und Sachsen waren die Feuerwehren wegen größerer Waldbrände im Einsatz.
Das extreme Wetter der vergangenen Tage hatte nicht nur große Hitze gebracht. Es blieb insgesamt sehr trocken, was die Brandgefahr erhöht hatte. Zuletzt fiel aber wieder Regen, was die Situation etwas entspannte. Aktuell ist die Waldbrandgefahr nur in wenigen Gegenden Deutschlands sehr hoch. Nach dem entsprechenden Index des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Montag betrifft dies vor allem Regionen in Baden-Württemberg und Bayern.
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Lokal heftige Gewitter, im Osten bleibt die Hitze
Die bei einem Murenabgang im Tiroler Kaunertal eingeschlossenen 200 Menschen sind bald alle evakuiert. Weitere Murenabgänge dieser Dimension könnten folgen.
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Heuer bereits 25 Badetote in Österreich
Viele Menschen suchen bei der aktuell herrschenden Hitzewelle Abkühlung in den österreichischen Gewässern. Der Sprung ins kühle Nass birgt jedoch gesundheitliche Risiken wie den Kälteschock oder Kreislaufprobleme. Dementsprechend hoch ist heuer bereits die Zahl tödlicher Badeunfälle. In diesem Jahr kamen bereits 25 Menschen ums Leben. Im vergangenen Jahr waren es laut Zählung von Medienberichten durch das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) 14 Tote.
Die Zahl der Badetoten für das Jahr 2025 ist noch nicht von der Statistik Austria veröffentlicht worden. 2019 ertranken 38, 2020 28, 2021 36, 2022 40, 2023 50 und im Jahr 2024 44 Menschen beim Schwimmen.
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Verkürzte Ausmusterung von Wiener Polizisten wegen Hitze
220 Aspirantinnen und Aspiranten der Landespolizeidirektion, darunter 67 Frauen, haben am Montag in Wien den erfolgreichen Abschluss ihrer polizeilichen Grundausbildung gefeiert. Weitere 259 Aspirantinnen und Aspiranten wurden angelobt. Der Festakt sei dabei aufgrund der Hitze auf 25 Minuten verkürzt worden, auch Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) habe seine Redezeit auf drei Minuten begrenzt, wie das Innenministerium mitteilte.
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ÖVP warnt vor "Hitzeschock im Spital": 32 Grad im Kreißsaal
Am vergangenen Wochenende haben nach Angaben der Wiener ÖVP 32 Grad im Kreißsaal der Klinik Hietzing und sogar mehr als 40 Grad im Eingangsbereich geherrscht. SPÖ-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker müsse handeln, forderte VP-Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec am Montag: "Wer krank ist oder gerade ein Kind zur Welt bringt, hat ein Recht auf erträgliche Temperaturen - und nicht auf einen Hitzeschock."
"Derzeit sind nur vier der zahlreichen Bettenstationen der Klinik Donaustadt überhaupt klimatisiert. Das ist zu wenig", sagte Korosec. Sie fordert ein Bündel an Maßnahmen: "Konsequente Beschattung, funktionierende Außenjalousien und Sonnensegel sind oft schon mit wenig Aufwand rasch umsetzbar. Mittelfristig gehören aber auch spitalstaugliche Klimaanlagen mit medizinischen Schwebstofffiltern und der Ausbau der Fernkälte dazu." Wien habe mit der Fernkälte eine bewährte Technologie zur Verfügung. "Diese muss konsequent ausgebaut und auch in den Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes stärker genutzt werden."
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Rekord der wärmsten Nacht gebrochen: 27,3 Grad in Wien
Die Nacht auf Montag war die heißeste dieser Hitzewelle, und sie hat den alten Rekordwert der wärmsten Nacht in Österreich pulverisiert: "Die Nacht auf den 29. Juni verlief extrem warm. An insgesamt 90 der rund 280 Wetterstationen der Geosphere-Austria fiel die Temperatur nicht unter 20 Grad. Die Luftmasse ist schon so extrem heiß, dass Tropennächte bis zu einer Seehöhe von 1.000 Metern beobachtet wurden", sagte Geosphere-Klimatologe Alexander Orlik auf APA-Anfrage.
"Auch der alte Österreich-Rekord der wärmsten Nacht wurde gebrochen. In der Nacht auf den 29. Juni erreichte das Minimum der Lufttemperatur auf der Jubiläumswarte in Wien (auf 450 Meter Seehöhe, Anm.) nur noch 27,3 Grad Celsius", sagte Orlik. "Den alten Rekord hielt die Wetterstation in der Inneren Stadt mit 26,9 Grad, aufgetreten am 2. August 2017."
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Dutzende Badetote in Deutschland
Die vorläufige Bilanz bezieht sich auf die Zeit von Freitag bis Sonntag. Bereits am Donnerstag hatte es den Angaben zufolge mindestens sieben weitere tödliche Unglücke gegeben.
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Drittes Todesopfer nach Badeunfall
Ein 22-jähriger Mann und ein zehnjähriges Kind wurden in Ill von Strömungs- und Sogkräften unter Wasser gedrückt. Ein 40-Jähriger erlag ebenfalls seinen Verletzungen.
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79-Jähriger bei Badeunfall im Bezirk Amstetten gestorben
Ein 79-Jähriger ist am Wochenende bei einem Badeunfall in St. Peter in der Au (Bezirk Amstetten) gestorben. Der Einheimische war am Sonntagnachmittag leblos in einem Becken des Freibades entdeckt worden, berichtete die Polizei am Montag in einer Aussendung. Nach der Bergung aus dem Wasser wurden Rettungsmaßnahmen durchgeführt, ein Notarzt konnte in der Folge aber nur noch den Tod des Mannes feststellen.
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Extrembelastung hält im Osten Österreichs an
Die extreme Hitze hält in Ostösterreich an. Schuld an den außergewöhnlich hohen Temperaturen sind laut Geosphere Austria, die auch am Montag eindringlich vor den Belastungen für den menschlichen Körper warnte, ein mächtiges Hochdruckgebiet und subtropische Warmluftmassen. Anhaltende Abkühlung sucht man mittlerweile selbst in Naturgewässern mitunter vergeblich: Die Alte Donau, ein Altarm des großen Stroms und ein Binnengewässer, war Montagfrüh laut ARBÖ-Infos 29 Grad warm.
Erfrischender ging es noch an der Neuen Donau zu. Der Donau-Seitenarm brachte es in der Früh erst auf 23 Grad Celsius. Der Neusiedler See hingegen, das "Meer der Wiener" im nördlichen Burgenland, meldete laut ARBÖ 28 Grad, der Neufeldersee nur ein Grad weniger.
Im ebenfalls noch immer hitzegeplagten Kärnten versprachen beispielsweise Afritzer See (23,5 Grad) und Weissensee (25,5 Grad) Abkühlung. Der Flatschacher See brachte es am frühen Vormittag auf 28,5 Grad, der niederösterreichische Herrensee auf 28 Grad. Der tiefe Hallstätter See in Oberösterreich lockte mit 22 Grad, der Mondsee wies laut diesen Angaben 25 und der Wolfgangsee 27 Grad auf. In der Steiermark hatte man Montagfrüh die Wahl etwa zwischen um die 20 Grad im Toplitzsee, rund 23 Grad im Altausseer See oder 28 Grad im Stubenbergsee. Der Bodensee in Vorarlberg lag mit 24 Grad im Mittelfeld.
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Warnung vor „Gewitterasthma“
„Gewitterasthma, auch 'Thunderstorm Asthma' (TSA; Anm.) genannt, ist ein sehr seltenes Phänomen.
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WHO-Chef: Hitze für Hunderte zusätzliche Todesfälle mitverantwortlich
Die Hitzewelle in Europa ist nach Einschätzung des Chefs der Weltgesundheitsorganisation WHO mitverantwortlich für Hunderte zusätzliche Todesfälle. „Seit dem 21. Juni wurden in Europa mehr als 1.300 zusätzliche Todesfälle verzeichnet, die im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen stehen“, schrieb Tedros Adhanom Ghebreyesus auf X. „Europa ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent der Erde - die Erwärmung verläuft doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt.“
Laut Tedros leiden derzeit 150 Millionen Menschen unter extremer Hitze, Schulen seien geschlossen, die Stromnetze würden zusammenbrechen. Hitzestress werde oft als „stiller Killer“ bezeichnet. Europäische Wohnungen, Arbeitsplätze und Schulen seien für solche Temperaturen nicht ausgelegt, schrieb Tedros. Vergangene Woche hatte er bereits gewarnt, weltweit würden jährlich rund eine halbe Million Menschen an Hitzefolgen sterben. Viele dieser Todesfälle seien durch Schutzmaßnahmen vermeidbar.
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Erneut Temperaturrekord in Deutschland: 41,7 Grad gemessen
Den dritten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert: Der vorläufige Höchstwert von 41,7 Grad wurde nachmittags in Neißemünde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree gemessen, wie der Wetterdienst mitteilte.
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Hitzerekord auch in Polen gebrochen
Auch in Polen ist am Sonntag mit 40,5 Grad Celsius ein neuer Hitzerekord verzeichnet worden. Die Temperatur wurde in der Stadt Slubice im Westen des Landes gemessen, wie eine Sprecherin des Instituts für Meteorologie und Wasserwirtschaft (IMGW) mitteilte.
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Erstmals 40 Grad: Hitze-Allzeitrekord in Wien gefallen
Historischer Hitzetag in Wien: Erstmals seit Beginn der Messungen wurden in der Bundeshauptstadt 40,0 Grad erreicht.
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Großes Feld brannte in Wien-Donaustadt zwischen Wohnhäusern
In der Groß-Enzersdorfer Straße in Wien-Donaustadt hat am Sonntag ein großes Feld zwischen mehreren Wohngebäuden gebrannt. Das Stoppelfeld war bereits abgedroschen, dennoch kam es zu starker Rauchentwicklung. Die Berufsfeuerwehr Wien konnte den Flurbrand löschen, ehe die Flammen auf die umliegenden Wohnhäuser übergriffen. Wegen des Qualms war auch die Rettung vor Ort. Verletzt wurde aber niemand.
Die Feuerwehr sprach wegen der hohen Temperaturen von einem "extrem fordernden Einsatz". Neun Fahrzeuge und 45 Mann waren beteiligt, die Wasserversorgung wurde mittels Großtanklöschfahrzeug sichergestellt. Der Brand konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden, die Brandursache ist unklar.
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80-Jährige nach Badeunfall in Wien erfolgreich reanimiert
Zu einem weiteren Badeunfall ist es am Sonntag in Wien-Donaustadt gekommen. Eine 80-Jährige soll nach Angaben der Berufsrettung Wien bei einem Badeteich aus unbekannter Ursache untergegangen sein. Andere Badegäste verständigten die Einsatzkräfte. Ein Notarzt reanimierte die Frau nach zehn Minuten unter Wasser erfolgreich, teilte ein Sprecher der Rettung mit. Die Frau wurde auf die Intensivstation eines Spitals gebracht und dort weiter versorgt.
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39 Grad: Witwer stirbt am Grab seiner Frau
Die Hitzewelle fordert in Frankreich ein weiteres Opfer: Ein über 90-jähriger Mann brach bei 39 Grad am Grab seiner verstorbenen Ehefrau zusammen und starb.
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Heißester Tag in Wien seit Beginn der Messungen
Auf die gefühlte Wahrheit folgte am Sonntagnachmittag die Bestätigung durch die Unwetterzentrale: 39,7 Grad zeigte das Thermometer in Wien-Stammersdorf demnach um kurz vor 15 Uhr.
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Kärntner Seen fast ausnahmslos mit Spitzentemperaturen
Die Hitze hat die Kärntner Seen bereits Ende Juni auf Spitzentemperaturen aufgeheizt. Am wärmsten war am Sonntagvormittag der Rauschelesee (Bezirk Klagenfurt-Land) mit 28,1 Grad. Nur unwesentlich kühler waren der Turnersee (27,8 Grad) sowie der Gösselsdorfer See, der Maltschacher See und der größte See des Landes, der Wörthersee, mit jeweils 27,7 Grad. Das geht aus der aktuellen Auflistung des Hydrographischen Dienstes hervor.
Bis auf wenige Ausnahmen überschritten die Seentemperaturen Ende Juni die bisher in diesem Monat verzeichneten Maximalwerte. Die Erwärmung zieht sich quer durch das Land: Galt der auf über 900 Metern Seehöhe gelegene Weissensee bisher immer noch als Geheimtipp für eine wirkungsvolle Abkühlung, so gilt das heuer auch nicht mehr vollumfänglich - an der Messstation Techendorf wurden am Sonntag schon 25,8 Grad gemessen. Am "kühlsten" der großen Seen war am Sonntag noch der Afritzer See (Bezirk Villach-Land) mit 23,4 Grad.
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ÖAMTC: Erste Straßenschäden
Hohe Temperaturen und glühender Asphalt: Die Hitzewelle setzt nicht nur Mensch und Tier zu, sondern auch der Infrastruktur, warnte der ÖAMTC. Eine erste Schadensmeldung kam demnach von der West Autobahn (A1) im Baustellenbereich zwischen Haag und St. Valentin Richtung Linz. Dort war nur ein Fahrstreifen befahrbar, an der Behebung des Schadens wurde gearbeitet. Obwohl das Verkehrsaufkommen am Sonntag gering war, standen Autofahrende zwei bis drei Kilometer zurück, hieß es.
Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen sei mit einer Zunahme von Straßenschäden zu rechnen, teilte der ÖAMTC am Sonntag per Aussendung mit. Besonders gefährdet seien alte, mehrfach reparierte Straßen. Der Club riet, vorausschauend zu fahren und bemerkte Schäden unbedingt der Polizei oder den zuständigen Meistereien zu melden.
Die ÖBB appellierten bereits am Freitag, nicht unbedingt notwendige Bahnreisen in den kommenden Tagen zu verschieben oder zu vermeiden. Bahnreisenden wurde empfohlen, sich im Vorhinein über ihre Verbindung zu informieren und längere Reisezeiten einzuplanen.
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Frankreich verzeichnet etwa 1.000 zusätzliche Todesfälle
In Frankreich haben die Gesundheitsbehörden während der aktuellen Hitzewelle seit Mittwoch etwa 1.000 zusätzliche Todesfälle im Vergleich zu den Vormonaten verzeichnet. Laut einer Mitteilung der Gesundheitsbehörde starben vor allem ältere Menschen ab 65 Jahren. Die Zahlen seien vorläufig und wohl zu niedrig angesetzt, hieß es. Nach elf Tagen außergewöhnlicher Hitze mit mehr als 40 Grad in vielen Teilen des Landes sanken die Temperaturen in Frankreich am Sonntag etwas.
Die größte Zunahme wurde den Angaben zufolge bei den Todesfällen in der eigenen Wohnung registriert. Besonders betroffen war dabei die Region Île-de-France, zu der auch die Hauptstadt Paris gehört. Dies sei eine Erinnerung daran, wie wichtig Solidarität gegenüber denjenigen Menschen sei, die isoliert lebten oder in tiefer Einsamkeit, auch in urbanen Regionen, erklärte die Gesundheitsbehörde.
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84-Jähriger trieb tot in Schwimmteich in NÖ
Ein tödlicher Badeunfall hat sich am Samstagnachmittag in Golling (Bezirk Melk) ereignet. Ein 84-jähriger Mann trieb leblos mit dem Kopf unter Wasser im hauseigenen Badeteich. Seine Ehefrau fand ihn und verständigte die Nachbarn, die den Notruf wählten. Der mit dem Rettungshubschrauber angerückte Notarzt konnte nur mehr den Tod des 84-Jährigen feststellen, berichtete die Polizei.
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Wiener Wissenschafter: Erste Hitzewelle am gefährlichsten
Die erste Hitzewelle des Jahres belastet Menschen am stärksten, wie eine Wiener Studie zeigt. Wissenschafter der MedUni Wien werteten fast eine Million Rettungseinsätze zwischen 2018 und 2021 aus und stellten fest: Am ersten Tag einer Hitzewelle steigen die Einsätze um 6,5 Prozent, nach vier Tagen sogar um 12,9 Prozent. Besonders gefährdet sind Kinder, Jugendliche und Senioren. Die erste Hitzewelle jeder Sommersaison führt zu deutlich mehr Notrufen als spätere Hitzeperioden. Zudem halten die gesundheitlichen Probleme an: Bis zu fünf Tage nach Ende einer Hitzewelle bleiben die Rettungseinsätze erhöht.
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Bis Montag fährt in Leipzig keine Straßenbahn
Aufgrund von Hitzeschäden fahren in der ostdeutschen Metropole Leipzig bis Montag keine Straßenbahnen. Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) stellen den Straßenbahnverkehr wegen Hitzeschäden an Schienen und Weichen bis Montag um 3.30 Uhr ein, wie das Unternehmen mitteilte. Zunächst hatten die LVB den Betrieb nur bis in die Nacht auf Sonntag eingestellt, der Zeitraum wurde jetzt verlängert.
Die hohen Temperaturen sorgten demnach an vielen Stellen im Netz dafür, dass Fugenmasse für Asphalt und Beton in Weichen und Schienen lief und dort verklumpte. Ein sicherer Straßenbahnbetrieb sei derzeit nicht möglich, hieß es.
Von der Einstellung sind sämtliche Straßenbahnlinien in der sächsischen Stadt betroffen. Busse sollen so weit wie möglich planmäßig fahren. Fahrgäste sollten sich vor Fahrtantritt über aktuelle Verbindungen informieren.
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Hitzewelle: Sechs Bundesländer knacken Juni-Rekorde
Am Samstag wurden in gleich sechs Bundesländern neue Temperaturrekorde für Juni erzielt. An insgesamt 125 von 277 Messstationen der Geosphere Austria wurden neue Spitzenwerte registriert: in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg.
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Erwartete Warnstufen
Vor allem für den Nordosten Österreichs gilt am Sonntag die höchste Wetterwarnstufe.
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Warum bei starker Hitze auch die Psyche leidet
Eine Psychologin erklärt, wie Extremtemperaturen auf das Gehirn wirken und wie man lernt, dem inneren Hitzestress mit Gelassenheit zu begegnen.
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Heißestes Juni-Wochenende seit Messbeginn
So heiß war es heute um 17 Uhr in ...
- Bad Deutsch-Altenburg: 39,3°C
- Stammersdorf: 38,8°C
- Wien - Innere Stadt: 38,7°C
- Innsbruck/Univ.: 38,7°C
- Wieselburg: 38,6°C
- Bad Vöslau: 38,5°C
- Laa an der Thaya: 38,4°C
- Wien - Hohe Warte: 38,3°C
- Gänserndorf: 38,2°C
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Auch Ungarn drosselt wegen Hitzewelle AKW-Leistung
Im Zuge der Rekord-Hitzewelle in Europa hat nun auch Ungarn die Leistung eines Atomkraftwerks gedrosselt. Wegen der hohen Wassertemperatur der Donau sei die Produktion eines der vier Reaktoren im Kraftwerk Paks um 243 Megawatt gesenkt worden, teilte der Betreiber MVM am Samstag mit. Messungen hätten ergeben, dass das Kühlwasser flussabwärts 29,7 Grad Celsius erreicht habe und damit den Grenzwert von 29,5 Grad überschreite.
Auch in anderen europäischen Ländern macht die Hitze AKW-Betreibern zu schaffen. In der Schweiz schaltete der Energiekonzern Axpo am Freitag beide Reaktoren des Kernkraftwerks Beznau vorübergehend ab. Die Temperatur des Flusses Aare habe wiederholt die Marke von 25 Grad erreicht, hieß es zur Begründung. In Frankreich, das stark auf Kernenergie setzt, musste der staatliche Betreiber EDF die Stromerzeugung bereits zur Wochenmitte um 4,1 Gigawatt reduzieren. Dies entspricht etwa sieben Prozent der gesamten Stromnachfrage. Mehrere Reaktoren an der Rhône, der Seine und der Garonne wurden gedrosselt oder ganz vom Netz genommen.
Die Produktionsausfälle wirken sich auf den europäischen Strommarkt aus. Frankreich verzeichnete entsprechend einen deutlichen Rückgang seiner Ausfuhren. Diese fielen bereits am Mittwochnachmittag auf etwa drei Gigawatt, gegenüber zehn bis zwölf Gigawatt in der Vorwoche.
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Special Olympics wegen Hitze teilweise in Hallen verlegt
Die neunte Auflage der Special Olympics Österreich ist von der aktuellen Hitzewelle beeinträchtigt. Fünf Freiluft-Bewerbe mussten in Wien abgesagt werden, für drei davon - Tennis, Golf und Fußball - gab es aber kurzfristig organisierte Ersatz-Events in der Halle. "Es war richtig, die Outdoor-Bewerbe abzusagen. Gesundheit geht über alles", sagte Special-Olympics-Österreich-Präsident Laurenz Maresch. Rund 1.800 Aktive mit intellektueller Beeinträchtigung sind beim Event dabei.
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40,8 Grad - Hitzerekord auch in Tschechien
In Tschechien ist schon vor dem erwarteten Höhepunkt der Hitzewelle der Temperaturrekord gebrochen worden. Der staatliche Wetterdienst CHMU registrierte nach vorläufigen Angaben mit 40,8 Grad die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen. Erreicht wurde dieser Wert in Doksany in der Region Usti nad Labem nördlich von Prag. Der bisherige Höchstwert von 40,4 Grad Celsius war am 20. August 2012 in Dobrichovice in Mittelböhmen gemessen worden. Auch die Wetterkundler in der benachbarten Slowakei gehen davon aus, dass es neue Temperaturrekorde geben wird.
Seit Tagen erreicht das Thermometer in Tschechien Werte, die sonst erst im August erwartet werden. Der Höhepunkt der derzeitigen Hitze wird für Sonntag erwartet. Die Behörden haben Alarmstufe Rot ausgerufen. Veranstaltungen wie ein Pferderennen in Karlsbad (Karlovy Vary) wurden abgesagt. Krankenhäuser und Rettungsdienste berichteten von einer gestiegenen Zahl an Patienten. In den Städten sorgten mobile und fest installierte Wasservernebler für etwas Abkühlung. Auch die Nächte sind durchweg tropisch warm.
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Hitzewarnstufe Rot in Österreich bis Dienstag ausgeweitet
An 18 Messstationen verzeichnete die Geosphere Austria am Samstag um 17.00 Uhr Temperaturen von mindestens 38 Grad. Darunter waren laut den Experten auch sechs Messpunkte, an denen es zuvor noch nie so heiß war: Wien-Stammersdorf mit 38,8 Grad, Innsbruck-Universität und Bad Vöslau mit je 38,5 Grad, Wieselburg (Niederösterreich) mit 38,3 Grad, Melk (Niederösterreich) mit 38,2 Grad und die Station Braunau/Ranshofen (Oberösterreich) mit 38,0 Grad. Klar gebrochen wurde bereits der österreichweite Juni-Rekord vom 20. Juni 2013 mit 38,6 Grad (gemessen an der Station Waidhofen an der Ybbs).
Die Hitzewelle wird sich laut Prognosen vor allem im Osten Österreichs noch mindestens drei weitere Tage hinziehen. Die Hitzewarnstufe Rot wurde deshalb bis Dienstag ausgeweitet. Ursprünglich hatte die Warnung bis Montag gelten sollen.
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Hitze lässt deutsche Temperaturrekorde purzeln: 41,5 Grad
Der endende Juni hat Deutschland Temperaturrekorde in Serie beschert: Den zweiten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert. Der vorläufige Höchstwert von 41,5 Grad wurde um 16.20 Uhr in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.
Erst am Freitag hatte der DWD in Saarbrücken-Burbach mit 41,3 Grad die bis dahin höchste Temperatur registriert, die jemals in Deutschland gemessen wurde. Am Samstag wurde dieser Rekord an derselben Wetterstation ebenfalls gebrochen: 41,4 Grad zeigte das Thermometer um 15.00 Uhr im Nordwesten der saarländischen Hauptstadt.
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Hitzerekord in Dänemark gebrochen
In Dänemark ist am Samstag mit 37,0 Grad ein neuer Hitzerekord verzeichnet worden. Er sei in Odum nördlich der Stadt Aarhus gemessen worden, teilte das Dänische Meteorologische Institut (DMI) im Onlinedienst X mit. Die bisherige Rekordtemperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1874 war demnach im August 1975 mit 36,4 Grad erreicht worden.
Der neue Rekord könnte schon bald wieder gebrochen werden, warnte das DMI. "Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, dass wir 40 Grad in Dänemark erreichen", schrieb der Meteorologe Peter Tanev, der für den Sender TV2 arbeitet
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