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Unwetter und Waldbrand in Salzburg: 203 Feuerwehrleute im Dauereinsatz

Blitz schlug in Mühlbach am Hochkönig in Hochsitz ein, der Brand breitete sich aus; Feuerwehrleute waren zu Fuß im unwegsamen Gelände im Einsatz.
Waldbrand

Die Feuerwehr ist am Montagabend im Bundesland Salzburg nach Unwettern erneut zur Bekämpfung von Waldbränden ausgerückt.

In Mühlbach am Hochkönig (Pongau) schlug ein Blitz in einen Hochsitz am „Wetterriffl“ ein. Das Feuer breitete sich auf ein Latschenfeld aus. In Lofer im Pinzgau entfachte sich am Kienberg ein Bodenbrand. In mehreren Bezirken kam es zu Unwetterschäden. Bereits am Sonntag hatten Blitzschläge in Hüttau und Werfenweng (Pongau) Waldbrände verursacht, berichtet die APA.

In Mühlbach am Hochkönig entdeckte ein Feuerwehrmitglied Flammen um 19.15 Uhr, informierte der Landesfeuerwehrverband Salzburg, Bezirk Pongau. Da der schwer zugängliche Brandort mit Feuerwehrfahrzeugen nicht erreicht werden konnte, wurde zur Unterstützung ein Polizeihubschrauber angefordert. Die Einsatzleitung der Feuerwehr befand sich bei der Brandstätt-Hütte.

Ausbreitung des Brandes eingedämmt

Feuerwehrleute konnten den Einsatzort mit Trail-Bikes und zu Fuß erreichen. Dort brannte bereits ein rund zehn mal zehn Meter großes, mit Latschen dicht bewachsenes Areal. Es gelang ihnen zwar, die Ausbreitung einzudämmen, indem sie den noch nicht betroffenen Bewuchs mit Hilfe von Motorsägen entfernten. Das Ausmaß des Brandes machte aber klar, dass ein Hubschraubereinsatz erforderlich war.

Waldbrand Salzburg

Waldbrand Salzburg

Waldbrand Salzburg

Waldbrand Salzburg

Waldbrand Salzburg

Waldbrand Salzburg

Waldbrand Salzburg

Waldbrand Salzburg

Waldbrand Salzburg

Waldbrand Salzburg

Waldbrand Salzburg

Der Löscheinsatz aus der Luft wurde beim Arthurhaus vorbereitet. Einsatzkräfte bauten einen Faltbehälter auf und befüllten ihn mit Wasser aus einem nahen Teich und bereiteten den Löschwasser-Außenlastbehälter für den Hubschrauberflug vor. Kurze Zeit später traf eine Maschine der Flugpolizei ein, die zuvor schon beim Waldbrand in Lofer im Einsatz war. Die Löscharbeiten am Kienberg wurden am Dienstag fortgesetzt.

Neun Löschflüge unter massivem Zeitdruck

Da es bereits dunkel wurde, standen die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Flugpolizei unter Zeitdruck. „Nur durch die perfekte Zusammenarbeit zwischen den Organisationen konnten noch rechtzeitig neun Löschflüge und - nachdem diese Wirkung gezeigt hatten - zwei Transportflüge - durchgeführt werden“, berichtete die Feuerwehr.

Waldbrand Salzburg

Nach einem Blitzeinschlag breitete sich ein Waldbrand aus. Die Feuerwehr dämmte diesen ein, in dem sie den noch nicht betroffenen Bewuchs mit Hilfe von Motorsägen entfernte. Trotzdem war der Einsatz von Hubschraubern notwendig, um den Brand zu löschen. 

Bei den Transportflügen wurden auch noch gefüllte Löschrucksäcke zur Einsatzstelle gebracht, mit deren Hilfe die letzten Glutnester abgelöscht werden konnten. Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren Mühlbach am Hochkönig und Bischofshofen sowie die Waldbrandausrüstung aus St. Johann im Pongau und die Drohnengruppe Pongau.

Nach einem abschließenden Erkundungsflug mit der Drohne Pongau, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist, wurde um 21.45 Uhr „Brand aus“ gegeben. 

Feuerwehr und Flugpolizei

„Dass der Einsatz noch am Montag erfolgreich abgeschlossen werden konnte, ist dem schnellen Einsatz und der guten Zusammenarbeit von Feuerwehr und Flugpolizei zu verdanken. Wäre am Montag kein Hubschraubereinsatz mehr möglich gewesen, hätte eine wirksame Brandbekämpfung erst am Dienstag erfolgen können und der Brand sich bis dahin weiter ausgebreitet“, erklärte der Landesfeuerwehrverband in einer Aussendung. Für Dienstag wurde noch ein Kontrollflug geplant.

Die Gewitterfront hatte außerdem zu kleineren Vermurungen, Murenabgängen, überfluteten Straßen, überschwemmten Kellern, durch umgestürzte Bäume verlegten Straßen und diversen Wasserschäden im Bundesland Salzburg geführt. 

Nach Unwettern waren Feuerwehren an 22 Einsatzstellen aktiv

Insgesamt rückten 203 Feuerwehrleute von zwölf Feuerwehren zu 22 Einsatzstellen aus, wie ein Sprecher der Landeswarnzentrale auf Anfrage der APA schilderte. Einsatzorte waren neben Mühlbach am Hochkönig und Lofer auch Wals-Siezenheim und Elixhausen im Flachgau, weiters Lend, Taxenbach, Dienten, Maria Alm und Saalfelden im Pinzgau und Bad Hofgastein und Goldegg im Pongau.

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