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Wirtschaft
02/12/2020

Von wegen Flug-Scham: Österreicher pfeifen auf Greta

Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien ist im Jänner um 14,4 Prozent auf 2,1 Millionen Reisende gestiegen.

Erst kürzlich war mit großem Pomp von der Politik die Wiederaufnahme der ÖBB-Nachtzugverbindung von Wien nach Brüssel gefiert worden.

Doch während die Zugfahrt rund 14 Stunden dauert, ist man mit dem Flugzeug in nicht einmal zwei Stunden dort.

So oder so ist die Debatte um eine Ökologisierung des Transportwesens bislang eine theoretische. Denn die Praxis sieht anders aus.

Die Menschen wollen fliegen. Das zeigen auch die Zahlen ganz deutlich. Am Flughafen Wien stiegen die Flugbewegungen allein im Jänner im Vergleich zum Jänner 2018 um 7,4 Prozent auf 19.507.

Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien ist im Jänner überhaupt gleich um 14,4 Prozent auf 2,1 Millionen Reisende gestiegen.

Die gesamte börsenotierte Flughafen-Wien-Gruppe mit dem Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice verzeichnete ebenfalls ein Plus von 14 Prozent auf 2,5 Mio. Reisende.

Das zeigt ganz deutlich, was die Menschen in der Praxis von den Forderungen der diversen Öko-Bewegungen halten.

Das war schon im Vorjahr so. Am Standort Wien knackte der Flughafen Wien 2019 erstmals in seiner Geschichte die 30-Millionen-Grenze und zählte mit 31.662.189 Passagieren um 17,1 Prozent mehr Reisende als 2018.

Geflogen wird also immer stärker - und zwar in alle Richtungen. Die Anzahl der abfliegenden Passagiere nach Osteuropa stieg 2019 von Wien aus um 21,6 Prozent, das Passagieraufkommen nach Westeuropa nahm um 15,3 Prozent zu.

Das Passagieraufkommen nach Nordamerika stieg um 30,3 Prozent. In den Fernen Osten wurde ein Zuwachs um 13,7 und in den Nahen und Mittleren Osten um 16,3 Prozent verzeichnet.

Ebenso stieg die Anzahl der Reisenden nach Afrika mit 22,3 Prozent.

Der Flughafen Wien gehört jeweils zu 20 Prozent dem Land Niederösterreich und der Stadt Wien. Der australische Fonds IFM Global Infrastructure Fund (IFM) hält über seine Tochter Airports Group Europe 39,8 Prozent und die Flughafen-Mitarbeiter-Beteiligungsprivatstiftung verfügt über 10 Prozent. Rund 10,20 Prozent der Aktien befinden sich im Streubesitz. Der Flughafen Wien wurde im Jahr 1992 teilprivatisiert.