Hochwasser-Lage beruhigt sich, Erdrutsche in Schweiz befürchtet

Hochwasser-Lage beruhigt sich, Erdrutsche in Schweiz befürchtet
Die Hochwassersituation hat sich teilweise leicht entspannt. Die aktuellen Entwicklungen nach den Unwettern in den Bundesländern gibt es in unserem Live-Ticker.

Die Wetterlage in Österreich hat sich in der Nacht auf Dienstag im Westen etwas beruhigt. In Tirol konnten die Zivilschutzwarnungen für die Unterländer Bezirksstadt Schwaz und die Gemeinde Kramsach aufgehoben werden. Eine leichte Entspannung der Situation vermeldeten die Behörden auch in anderen Bundesländern. Die Lage werde aber weiter beobachtet, hieß es.

In Salzburg gingen die Pegelstände der betroffenen Flüsse und Bäche seit Montagabend zurück. Aufräumarbeiten haben begonnen. In Oberösterreich stiegen die Wasserstände entlang des Inn und der Donau am Vormittag noch an. In Oberösterreich stiegen die Wasserstände entlang des Inn und der Donau am Vormittag noch an. In Kärnten hat der Landeskrisenstab Dienstagfrüh in Sachen Unwettern noch keine Entwarnung für die betroffenen Gebiete gegeben. 

Alle aktuellen Meldungen zu den Unwettern in Österreich:

  • Hochwasser erreicht NÖ: Feuerwehr baut Flutschutz an der Donau auf (mehr)
  • Unwetter im Westen: Regenschwerpunkt lag in Vorarlberg (mehr)
  • Die Ereignisse von Montag zusammengefasst: Regenfälle zeigen die "Kraft des Wassers" (mehr)
  • Unwetter im Westen: Bahnstrecken gesperrt, "rote" Regenwarnung (mehr)
  • Istrien: Tornado über Rovinj, 25.000 Blitze in zwei Stunden (mehr)
  • Auf Unwetter folgt ein markanter Temperatursturz (mehr)
  • So wird das Wetter: Woche startet mit Temperatursturz (mehr)
LIVE

Unwetter und Regenwarnung für Österreich

  • |Diana Dauer

    Gefahr von großen Erdrutschen in der Schweiz

    Nach den heftigen Regenfällen und einem großen Erdrutsch in der Zentralschweiz rechnen Experten mit weiterer Gefahr. Drei Häuser und zwei Scheunen waren bereits bis Dienstagabend durch Schlamm und Geröll zerstört, ein Gewerbebetrieb schwer beschädigt worden. Menschen kamen nicht zu Schaden. „Man geht davon aus, dass noch weitere Rutschungen kommen können“, sagte der Sprecher der Polizei im Kanton Glarus am Mittwoch dem Sender SRF.

  • |Marie North

    Leichte Entspannung der Hochwassersituation in Salzburg

    Die Hochwassersituation im Salzburger Pinzgau und Pongau hat sich heute etwas entspannt. Die Pegelstände der betroffenen Flüsse und Bäche sind seit Montagabend rückläufig, die Aufräumarbeiten haben begonnen. Wichtige Straßenverbindungen wie die B311 bei Schwarzach im Pongau sind wieder geöffnet, auch das Großarltal, Gasteinertal und Rauris sind wieder erreichbar. In Kolm Saigurn in Rauris waren am Nachmittag noch rund 50 Personen von der Außenwelt abgeschnitten.

  • |Marie North

    Aktuelle ÖBB-Streckeninformationen für Tirol

    Mittenwaldbahnstrecke: Die Sperre der Karwendelbrücke in Innsbruck wurde mittlerweile aufgehoben. Seit heute 11:00 Uhr ist die Mittenwaldbahnstrecke wieder durchgehend für den Zugverkehr freigegeben.

    Brennerbahnstrecke: Wegen Murenabgängen entlang der Strecke musste die Brennerbahnstrecke zwischen Innsbruck Hbf. und dem Bahnhof Brennero/Brenner für den Zugverkehr gesperrt werden. Ab heute 18:00 Uhr kann der Zugverkehr auf der Brennerbahnstrecke wieder mit geringen Einschränkungen (Langsamfahrstellen an den betroffenen Abschnitten) durchgehend aufgenommen werden.

    Weststrecke in Tirol: Aufgrund der Hochwassersituation musste die Weststrecke zwischen Imst-Pitztal Bf und Schönwies für den Zugverkehr gesperrt werden. Ab heute 18:00 Uhr kann der Zugverkehr auf der Weststrecke wieder mit geringen Einschränkungen (Langsamfahrstellen an den betroffenen Abschnitten) durchgehend aufgenommen werden.

  • |Marie North

    Aktuelle ÖBB-Streckeninformationen für Salzburg

    Weststrecke zw. Golling-Abtenau und Werfen: Die Strecke kann voraussichtlich ab 29.08.2023, 18:00 Uhr, wieder für den Verkehr freigegeben werden. Derzeit ist zwischen Golling-Abtenau und Werfen bzw. Bischofshofen ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Mit begrenzten Kapazitäten in den Bussen des Schienenersatzverkehrs muss allerdings gerechnet werden.

    Tauernstrecke zw. Schwarzach St.Veit und Böckstein: Der Zugverkehr auf der Tauernstrecke ist voraussichtlich ab 14:00 Uhr wieder möglich.

  • |Josef Siffert

    Regen: Hotspot lag in Vorarlberg

    Die vergangenen Tage haben besonders im Westen und Süden Österreichs große Regenmengen gebracht: Der Hotspot lag dabei im Vorarlberger Bezirk Feldkirch, in Fraxern. Dort fielen von Samstag bis Dienstag 220 Millimeter Regen. Das zeigt eine Auswertung der Geosphere Austria. Spitzenwerte wurden auch in weiteren Landesteilen des Ländle registriert. So fielen bei der Messstation in Laterns (Bezirk Feldkirch) 186 Millimeter, in Schröcken (Bezirk Bregenz) gab es 170 Millimeter.

    In Dornbirn, Bregenz, sowie Warth (Bezirk Bregenz) und Hintertux im Zillertal wurden 160 Millimeter Niederschlag registriert, bei der Salzburger Messstelle Kolm Saigurn (Pinzgau) in Salzburg 150, am Brenner 145 und an der Kärntner Messstelle Kornat (Hermagor) rund 140 Millimeter. "Derartige Regenmengen innerhalb von drei Tagen kommen in vielen Regionen alle paar Jahr vor, in Dornbirn, Warth und Schröcken zum Beispiel statisch gesehen etwa alle fünf bis acht Jahre", sagte Klimatologe Alexander Orlik der APA.

    Orlik betonte jedoch auch, dass es "punktuell sehr ungewöhnliche Regenmengen gegeben habe. "Zum Beispiel kommen 145 Millimeter in drei Tagen am Brenner statistisch gesehen etwa alle 20 Jahre vor und 220 Millimeter in Fraxern nur alle 30 bis 40 Jahre."

  • |Kevin Kada

    Donaupegel steigen auch in Niederösterreich an

    Nach starken Niederschlägen im Westen ist auch in Niederösterreich der Pegel entlang der Donau angestiegen. "Die Experten erwarten die Scheitelwerte bereits im Laufe des heutigen Tages und in der kommenden Nacht. Danach ist von einem Rückgang der Wasserstände auszugehen", blickte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) auf APA-Anfrage voraus. Aus Sicht der Feuerwehr wurde die Lage vorerst als ruhig bewertet, großflächige Überschwemmungen seien nicht zu erwarten. An der Messstelle in Kienstock (Bezirk Krems) lag der Pegel der Donau gegen Mittag laut den Wasserstandsnachrichten des Landes bei 6,76 Meter, der Maximalstand wurde für etwa 18.00 Uhr bei 6,80 Meter erwartet. Vergleichbar war die Lage in Korneuburg. Hier erreichte die Donau am Dienstag einen Pegelstand von 5,80 Meter, wie eine Sprecherin der für die Wiener Gewässer zuständigen Magistratsabteilung 45 (MA 45) der APA mitteilte. "Wir rechnen damit, dass er noch bis 5,90 Meter ansteigt, dann jedoch wieder fällt", hieß es. Die Schleusen des Einlaufbauwerks Langenzersdorf müssten somit knapp nicht geöffnet werden, wurde betont. Das ist in der Regel ab einem Pegelstand von sechs Metern der Fall.

  • |Kevin Kada

    Probleme auch in Slowenien, aber kein Worst-Case-Szenario

     Die Unwetterfront, die am Montag auch über Slowenien hinwegzog, hat zahlreiche Probleme im Nachbarland verursacht. Das befürchtete Worst-Case-Szenario ist jedoch nicht eingetreten. Im Norden des Landes, das Anfang August von katastrophalen Überschwemmungen heimgesucht worden war, wurden einige Familien wegen drohender Erdrutsche vorsichtshalber evakuiert, die Nacht verlief laut Medienberichten im ganzen Land relativ ruhig. In den betroffenen Flut-Regionen war die Wetterprognose bereits mit Sorgen erwartet worden. Die Umweltagentur ARSO hatte am Montag Warnstufe Rot ausgegeben. Trotz starker Niederschlägen traten die befürchteten größeren Hochwasser in den Regionen Koroška und Gorenjska nicht ein: Die Einsatzkräfte mussten zu einigen überfluteten Kellern und kleineren Murenabgängen ausrücken. Schwierigkeiten bereitete den Helfern vor allem, einige Straßenverbindungen wiederherzustellen, mehrere lokale Straßen in Koroška blieben wegen Schäden und Muren am Dienstag gesperrt.

  • |Kevin Kada

    Pegel in Linz sinkt

    Die Lage entspannt sich nicht nur in Tirol, sondern auch in der oö. Hauptstadt Linz. Dort sind die Pegelstände von Montag auf Dienstag deutlich gesunken. 

  • |Kevin Kada

    Lage in Tirol beruhigt sich

    In Tirol hat sich die Hochwasserlage in der Nacht auf Dienstag weiter beruhigt und geht in Richtung Normalität. Die Pegelstände an den meisten Messstellen sanken erneut, es regnete zwar vereinzelt, aber nicht mehr so stark wie am Montag. Indes wurden die Zivilschutzwarnungen für die Unterländer Bezirksstadt Schwaz und die Gemeinde Kramsach aufgehoben. Die Nacht für die Feuerwehren verlief "relativ ruhig", man habe zu 35 Einsätzen ausrücken müssen, hieß es zur APA. 24 Feuerwehren waren Dienstagfrüh noch im Einsatz, berichtete der Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes, Anton Wegscheider. Derzeit habe man es vor allem noch mit Wasserschäden zu tun, auch Kontrollfahrten würden durchgeführt. Eine gute Nachricht gab es aus dem hart betroffenen Ötztal. Die Ötztaler Bundesstraße (B 186) von Umhausen bis Ötztal Bahnhof war ab 5.00 Uhr wieder in beide Richtungen befahrbar. Der bekannte Wintersportort Sölden im hinteren Ötztal war indes vorerst weiter nicht erreichbar, nachdem am Montag die Ötztaler Bundesstraße unterspült und beinahe weggerissen worden war. Eine Luftbrücke sollte eingerichtet werden. Krankentransporte seien jedenfalls im ganzen Land gewährleistet, hatte das Land betont.

  • |Josef Siffert

    Große Regenmengen in Kärnten

    Laut GeoSphere Austria fielen in den letzten 48 Stunden vor allem in Oberkärnten sehr große Regenmengen.

    So wurden in Kornat im Lesachtal 135 Liter gemessen, in Maria Luggau 124 und in Kötschach-Mauthen 92 Liter. In St. Michael ob Bleiburg im Bezirk Völkermarkt waren es rund 60 Liter. Heute am Nachmittag und Abend sind laut Prognose vor allem im Südosten Kärntens lokal größere Regenmengen möglich. Auch am Mittwoch sind noch Niederschläge mit Schwerpunkt im Nahbereich der Karawanken möglich.

  • |Josef Siffert

    Einschätzung der Lage in Kärnten

    In der Früh fand in Kärnten eine Lagebeurteilung der Rettungsdienste statt. Demnach könnte der Südosten des Landes in den nächsten Stunden noch größere Niederschläge abbekommen.

    Ein aktueller Hotspot ist das Wiesenmarktgelände in Bleiburg, wo es heute Nacht teilweise zu Überflutungen gekommen ist. Der Wiesenmarkt sollte aber aus jetziger Sicht am Wochenende stattfinden können. Allgemein werden in Kärnten neuralgische Punkte und die Wetterlage weiterhin genau beobachtet.

  • |Josef Siffert

    Markusplatz in Venedig überschwemmt

    Italien ist am Dienstag erneut von schweren Unwettern heimgesucht worden. Der nördliche Teil des Landes sowie Mittelitalien sind von heftigen Regenfällen, Hagel sowie starkem Wind betroffen. Überschwemmungen und Erdrutsche waren in mehreren Regionen die Folge. Wegen Niederschlägen, starken Windes und hohen Wellenganges wurden in Venedig die Flutschutztore aktiviert. Dort wurde auch der weltweit bekannte Markusplatz bereits zum zweiten Mal im August überschwemmt.

    Touristen schossen am Montag Fotos des teilüberschwemmten Platzes. Die von einer halbbeweglichen Barriere aus Glasplatten umgebene Markusbasilika konnte aufgrund der Maßnahmen jedoch geschützt werden. Der Wasserpegel in Venedig reichte am Montagabend etwa einen Meter über den Normalstand, wie die Gemeinde mitteilte.

    Venedig aktivierte darum das Dammsystem "MOSE" an drei Einfahrten zum Hafen der Stadt. Die Flutschutztore waren erstmals im Herbst 2020 in Betrieb genommen worden. "Acqua alta" (Hochwasser) im August gilt in Venedig als äußerst seltenes Phänomen und wird von Experten auf den Klimawandel zurückgeführt.

    Überschwemmungen wurden am Dienstag zudem in Teilen der Toskana und der Region Latium gemeldet. Heftige Regenfälle setzten auch der Stadt Pisa zu. Auch in Rom hielt der Regen die Einsatzkräfte auf Trab.

    Acqua alta in Venedig
  • |Josef Siffert

    Starkregen in Bayern - Lage mittlerweile etwas entspannter

    Die Hochwasserlage im deutschen Bundesland Bayern hat sich zunächst etwas beruhigt. In der Nacht zum Dienstag standen Parkplätze unter Wasser und die dort parkenden Autos wurden von den Einsatzkräften umgestellt, wie mehrere Polizeidienststellen am Morgen berichteten. Größere Schäden oder Verletzte gab es demnach vorerst aber nicht.

    Der Hochwassernachrichtendienst (HND) erwartete am Dienstag noch Dauerregen und Ausuferungen an der Donau und an den Flüssen südlich davon. Streckenweise sei dabei die Warnstufe 3 zu erwarten, sagte ein Sprecher des HND. Die höchste Warnstufe 4 solle vermutlich nicht erreicht werden. In Wasserburg am Inn rechnete der HND am Montagabend mit der Warnstufe 4 - damit sei aber vorerst nicht mehr zu rechnen. Die Vorkehrungen für den Hochwasserschutz in der Altstadt wurden zurückgefahren, wie die Stadt mitteilte.

    In Passau überschritten die Pegel der Donau die Meldestufe 3, der Anstieg habe sich bis zum Morgen aber abgeflacht. Vom HND werden vier Meldestufen ausgegeben. Bei Warnstufe 1 sind kleine Ausuferungen zu erwarten, bei Stufe 4 können bebaute Gebiete in großem Umfang überflutet werden.

  • |Anna Perazzolo

    Niederösterreich rüstet sich für Überschwemmungen

    Nach den enormen Regenmengen, die gestern in Westösterreich niedergingen, wird die Hochwasser führende Donau wohl auch in Niederösterreich für Überschwemmungen sorgen. Im Machland-Süd wird ein zweijähriges Hochwasserereignis erwartet. In Wallsee errichtet die Feuerwehr den mobilen Objektschutz.

  • |Josef Siffert

    Salzburg: Gewerbegebiet überflutet

    Besonders stark betroffen war der St. Johanner Ortsteil Urreiting, wie der Salzburger Landesfeuerwehrkommandant Günter Trinker im ORF Radio Salzburg erklärte. Auch ein Gewerbegebiet war von den Überflutungen betroffen. Feuerwehrleute und Mitarbeiter eines Entsorgungsbetriebes hätten verhindern können, dass dort Wasser eindringt und Schadstoffe in die Salzach gelangen.

    In Mittersill (Pinzgau) mussten drei Personen per Drehleiter vorsorglich aus Häusern geborgen werden, weil die Benützung einer Brücke zu gefährlich gewesen wäre. In Niedernsill (Pinzgau) wurden rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Pfadfinderlagers am Montag in Sicherheit gebracht.

  • |Josef Siffert

    Pongau: Pegel der Flüsse sinken

    Im Pongau sind die Pegel der Gasteiner Ache, der Großarler Ache und der Salzach zurückgegangen. Die Gasteiner Ache ist am Montag teils über die Ufer getreten, was vor allem in der Gemeinde Bad Hofgastein teils zu Überflutungen und Wassereintritte in Kellern geführt hatte. In St. Johann und Bischofshofen ist die Salzach über die Ufer getreten und hat ebenfalls für Überschwemmungen gesorgt.

    Die Einsatzkräfte hatten über Nacht in den vom Hochwasser betroffen Gebieten alle Hände voll zu tun. In zahlreichen Gebäuden mussten überflutete Keller ausgepumpt werden. Salzburgweit standen bisher über 1.500 Feuerwehrleute im Einsatz.

  • |Josef Siffert

    Vorarlberg: 130 Liter Regen pro Quadratmeter

     In den vergangenen 72 Stunden fielen in Vorarlberg laut Angaben des Landes Vorarlberg in fast allen Orten über 130 Liter Regen pro Quadratmeter, an einzelnen Stellen auch deutlich mehr. Im Flussgebiet der Dornbirner Ache waren es über 170 Liter, was den Fluss auf ein ein- bis fünfjährliches Hochwasser ("kleines Hochwasser") ansteigen ließ. 

  • |Josef Siffert

    Bodensee stieg um 40 Zentimeter an

    Welche enormen Mengen an Wasser der Rhein in den vergangenen Stunden in den Bodensee transportiert hat, zeigte der Seepegel: Dieser stieg allein am Montag um etwa 40 Zentimeter an, bis Dienstag früh kamen noch einmal rund 20 Zentimeter dazu - damit der Bodensee um nur einen Zentimeter zulegt, braucht es 5,4 Millionen Kubikmeter Wasser. 

    Durch den großen Sprung übertraf der Pegel erstmals seit Anfang Mai wieder die Vier-Meter-Marke und lag mit 403 Zentimeter um 14 Zentimeter über dem langjährigen mittleren Wasserstand. Vom Maximalwert zu dieser Jahreszeit war man freilich noch gut einen Meter entfernt.

  • |Josef Siffert

    Alpenrhein: Enorme Abflussmengen

    In Vorarlberg sind die Abflussmengen des Alpenrheins weiter enorm, befinden sich aber nicht im bedrohlichen Bereich und gehen stetig zurück. Die Abflussspitze war am Montagnachmittag erreicht worden.

  • |Josef Siffert

    Unwetter: Regenfälle zeigen die "Kraft des Wassers"

    Tirol ist mit einem "blauen Auge" davongekommen. In Salzburg setzt Regen ein. Oberösterreich rüstet sich fürs Hochwasser. Die Ereignisse von Montag zusammengefasst.

  • |Josef Siffert

    Straßen gesperrt

     In Tirol war die Brenner Straße (B182) am Brenner laut Ö3-Verkehrsservice in beiden Fahrtrichtungen aufgrund einer Schlammlawine gesperrt. Auch die Mieminger Straße (B189) war wegen eines Erdrutsches unpassierbar. Auf der Ötztal Straße (B186) gab es zwischen Längenfeld und Umhausen Behinderungen durch ein Hochwasser.

    In Salzburg war die Salzachtalstraße (B159) von Bischofshofen Fahrtrichtung Golling zwischen Pass Lueg und Golling aufgrund von Hochwasser gesperrt, berichtete das ORF-Radio in der Nacht.

  • |Josef Siffert

    Wetterlage hat sich in der Nacht beruhigt

    Die Wetterlage in Österreich hat sich in der Nacht auf Dienstag beruhigt. Die Situation werde aber beobachtet, um bei einem Steigen der Pegel und erneuter Hochwassergefahr möglichst rasch Maßnahmen ergreifen zu können, hieß es vonseiten der Landespolizeidirektion Tirol auf APA-Anfrage.

    Auch im Bundesland Salzburg war die Lage laut Polizei "soweit ruhig". Noch nicht ganz beruhigt hat sich die Lage auf den Straßen der beiden besonders von den Unwettern betroffenen Bundesländer.

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Alarmstufe 1 an der Salzach in der Stadt Salzburg

    Während der Pegelstand in Bad Hofgastein (derzeit Meldegrenze) zurück geht, steigt er in der Stadt Salzburg stark an, meldete die Landesregierung: Derzeit liegt er bei mehr als 7,1 Meter - Alarmstufe 1 wurde erreicht.

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Inn in Schärding hat Warngrenze überschritten

    Der Hydrografische Dienst Oberösterreich meldete, dass der Pegel in Schärding mit einem Abfluss des Inn die Warngrenze von 2.450 Kubikmeter pro Sekunde überschritten habe: Der Wasserstand des Inn werde noch weiter steigen. Bis Dienstagmittag wird ein Höchstwert von 7,5 Metern erwartet. In weiterer Folge würden deshalb auch die Pegel der Donau bei Achleiten, Mauthausen und Linz steigen, das Überschreiten der Warngrenzen wurde für die Nachtstunden erwartet. Für Dienstag werden Höchstwerte für den Pegel Achleiten von circa 6,4 Meter, in Linz von 6,3 Meter und für den Pegel Mauthausen von 6,1 Meter prognostiziert. Die Hochwasserwelle am Inn und Donau könne "aus momentaner Sicht als 5- bis 10-jährliches Ereignis eingestuft werden", hieß es. An kleineren Gewässern können weiterhin in ganz Oberösterreich kleinräumige, lokal begrenzte Überflutungen auftreten
  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Großarltal in Salzburg wieder erreichbar

    Laut Bezirkshauptmannschaft St. Johann ist die Straße ins Großarltal seit Kurzem wieder einspurig befahrbar: Die Verbindung sei damit wieder hergestellt, teilte das Land Salzburg mit.

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Entspannung in Tiroler Gemeinde Kramsach

    Im Tiroler Kramsach wurde am Nachmittag Zivilschutzalarm ausgerufen. Montagnacht teilte die Gemeinde mit, dass man "gerade leichte Entwarnung seitens der BH Kufstein" bekommen habe: Demnach seien oberhalb von Schwaz sowie beim Ziller die Pegelstände rückläufig:  "Wir hoffen, dass die Pegelstände ab jetzt zurückgehen und wir morgen früh alles überstanden haben", hieß es auf der Facebook-Seite der Gemeinde.

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Reisewarnung: Weitere Bahnverbindungen eingestellt

    Die ÖBB gaben eine weitere Reisewarnung heraus: Auch die Bahnstrecke über den Tauern zwischen Schwarzach/St. Veit und Spittal-Millstättersee muss bis voraussichtlich Dienstag, 14 Uhr, gesperrt werden. Betroffen sind alle Fernverkehrszüge zwischen Salzburg, Spittal-Millstättersee, Villach und Klagenfurt.


    Betroffen davon ist auch der Fernverkehr zwischen Graz und Innsbruck/Salzburg, der bis Bischofshofen fährt. Die Züge von Innsbruck nach Graz wenden in Zell am See.Auch Nachtzugverbindungen über die Tauernstrecke bzw. Weststrecke sind betroffen, meldeten die ÖBB. Zugtickets von 28. und 29.August können kostenlos umgebucht werden, hieß es: Bei Umbuchungen sei  die Ticketnummer bereit zu halten.

    Zwischen Golling und Werfen konnte mittlerweile aber ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werden.

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Gasteinertal in Salzburg stark betroffen

    Der Starkregen und die Hochwassersituation trifft den Pongau stark. Bezirkshauptmann Harald Wimmer zur aktuellen Lage: "Derzeit gibt es viele lokale Überflutungen, am schwersten sind das Großarltal und das Gasteinertal betroffen. Wir mussten ein paar Straßen sperren, auch die Westbahnstrecke ist ab Schwarzach nicht mehr passierbar."

    Die Überflutungsgefahr hat sich somit in den Pongau verlagert, während im Pinzgau die Pegel ihren Höchststand bereits erreicht haben dürften. Es bestehe, dass die Gasteiner Ache und andere Bäche großflächig über die Ufer treten. Auch schwere Schäden seien dann möglich, berichtete der Hydrografische Dienst des Landes.

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    40 Einsätze in Kärnten

    Bis Montagabend gab es in Kärnten rund 40 Einsätze wegen des Starkregens und des Hochwassers: In Teilen Oberkärntens fielen bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Besonders betroffen waren die Bezirke Spittal an der Drau und Hermagor. 

    Im Lesachtal kam es zu einer Rutschung, im gesamten Bundesland waren kurzzeitig bis zu 1.500 Haushalte ohne Strom.

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Erste Bilanz: 400 Alarmierungen in Tirol

    Mehr als 400 Alarmierungen hat es seit Sonntag in Tirol gegeben, Montagabend wurden noch rund 260 Einsätze abgearbeitet: Mehr als 4.000 Feuerwehrmitglieder seien im Einsatz, teilte der Krisenstab des Landes mit.

    Aktuelle Wetterprognosen "lassen eine vorsichtige Entspannung von Westen her erwarten", hieß es: Die Niederschlagsfront ziehe rascher als prognostiziert in Richtung Osten. Gleichzeitig baten die Einsatzkräfte weiterhin um "erhöhte Vorsicht", speziell in den Gemeinden im Inntal zwischen Hall in Tirol und Kufstein. Dort steige der Pegel des Inn weiterhin an: Der Hochwasserscheitel sei erst in den Abend- und Nachtstunden zu erwarten.

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    "Luftbrücke" für Sölden in Tirol

    Im Augenmerk der Tiroler Hilfskräfte steht der bekannte Wintersportort Sölden im Ötztal. Dieser ist derzeit nicht erreichbar, weil die Ötztal Straße unterspült und beinahe weggerissen worden ist. Laut Elmar Rizzoli vom Krisenstab des Landes werde derzeit "eine Luftbrücke" organisiert ‐ allerdings sei man in Sölden auf solche Situationen vorbereitet, merkte der Krisenmanager an.  Im Fokus stehe vielmehr die Sicherstellung der medizinischen (Notfall‐)Versorgung.


    Auch im vorderen Ötztal stellte sich die Lage prekär dar: Die Ötztaler Ache war dort über die Ufer getreten. Im Tumpener Ortsteil Ried mussten 30 Haushalte mit rund 70 Personen evakuiert werden. Sie wurden im örtlichen Vereins‐ und Feuerwehrhaus untergebracht.

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Leichtes Aufatmen in Salzburg

    Gute Nachrichten kamen am Abend vom Leiter des Hydrografischen Dienstes des Landes Salzburg, Harald Huemer: Er betonte, dass sich "derzeit die Lage auf hohem Niveau stabilisiert", teilte die Landesregierung mit.

    Die Einsätze gingen jedoch weiter, auch in den Nachtstunden "wird alles für die Sicherheit der Bevölkerung getan", hieß es.

    Die Lage im Pongau

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Parkplatz am Urfahraner Markt in Linz soll geräumt werden

    Die Berufsfeuerwehr der Stadt Linz rät zur Vorsicht:  Fahrzeuge, die auf den Parkplätzen am Urfahraner Jahrmarktgelände abgestellt sind, sollten "vorsorglich an anderen Plätzen" geparkt werden.

    Die Stadt Linz sperrt zudem das Jahrmarktgelände "aufgrund der steigenden Pegelstände" der Donau für den Verkehr. Sollte ein kritischer Pegelstand erreicht werden, müsste die Berufsfeuerwehr die noch abgestellten Kraftfahrzeuge entfernen, hieß es.

     

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Lage in Vorarlberg entspannt sich bereits wieder

    In Vorarlberg entspannte sich die Lage am frühen Abend bereits wieder: Die Hochwasserspitze des Alpenrhein war mit 2.500 Kubikmeter pro Sekunde befürchtet worden - sie erreichte aber nur knapp 2.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Der Hochwasserschutz beim Alpenrhein ist aktuell auf 3.100 Kubikmeter pro Sekunde ausgelegt, was einem 100‐jährlichen Hochwasser entspricht.

    In den vergangenen 72 Stunden fielen in Vorarlberg laut Angaben des Landes durchschnittlich rund 100 Liter Regen pro Quadratmeter, an exponierten Stellen waren es mehr als 150 Liter. Der Wasserstand des Bodensees stieg innerhalb eines Tages um 36 Zentimeter: Er befand sich am späten Montagabend mit 385 Zentimeter aber noch immer um 5 Zentimeter unter dem langjährigen mittleren Wasserstand.

    Blick auf den Rhein und Warnschilder mit der Aufschrift "Hochwassergefahr" aufgenommen am Montag, 28. August, zwischen Lustenau und Höchst.

    Die Situation in Lustenau in Vorarlberg

  • |Michael Pekovics

    Starkregen und Stürme fegen über den Westen Sloweniens

    Starke Regenfälle und Stürme sind aus Italien kommend am Montag über die Adria-Küste und den Westen Sloweniens hinweggefegt. In der Küstenstadt Koper rissen die Windböen die Dächer eines Stadions und einer Schule weg, berichtete die Nachrichtenagentur STA.

    In der Grenzstadt Tolmin standen Häuser und Keller unter Wasser. Das Unwetter zog weiter nach Nord- und Zentral-Slowenien. Zu Monatsbeginn hatten dort sintflutartige Regenfälle eine Überschwemmungskatastrophe von historischem Ausmaß ausgelöst. Die slowenische Regierung schätzt deren Schäden inzwischen auf fünf Milliarden Euro.

    Mehr dazu hier: 

  • |Michael Pekovics

    Istrien: Tornado über Rovinj, 25.000 Blitze in zwei Stunden

    Nicht nur in Österreich, sondern auch in Kroatien geht die Angst vor Unwettern um. Alarmglocken läuten vor allem in der auch bei vielen Österreichern beliebten Region Istrien.

    Am frühen Montagnachmittag erreichten Gewitter und Regen bereits Poreč und Umag, berichtete Istramet.com.

    Mehr dazu hier: 

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Fast 500 Feuerwehrleute in Pinzgau und Pongau im Einsatz

    Im Bundesland Salzburg sind vor allem der Pinzgau und der Pongau vom Unwetter betroffen:  Rund 460 Feuerwehrleute kämpfen dort gegen die Wassermassen.

    Am frühen Abend meldete der Landesfeuerwehrverband aufgrund des Starkregens 125 zur Zeit laufende Einsätze in ganz Salzburg.

    Einsätze auch  in Mittersill

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Auch Linz bereitet sich vor

    In Linz steigt die Donau: Der Hydrografische Dienst des Landes Oberösterreich rechnet für Dienstag gegen 20 Uhr mit dem Erreichen eines Pegelstandes von 6,4 Metern.

    Ab 6,8 Meter würde die Donau im Bereich Alturfahr-West sowie beim Jahrmarktgelände über die Ufer treten. Deshalb wurden am Montag die zwölf Öffnungen in der Mauer der mobilen Hochwasserschutzwand im Bereich der Stiegenabgänge geschlossen sowie Stützen und Dammbalken Richtung Flußgasse / Neues Rathaus aufgestellt, teilte die Stadt Linz mit.

    Durch die getroffenen Maßnahmen sei bei Alturfahr-West "eine Hochwassersicherheit bis Pegelstand 7,6 Meter gegeben", was einem 10-jährigen Hochwasser entsprechen würde, hieß es.

    Die Fahrbahn der Flußgasse bleibt bis auf Weiteres befahrbar.

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    ÖBB-Reisewarnung: Bahnstrecken unterbrochen

    Derzeit sind in Salzburg und Tirol mehrere Bahnstrecken unterbrochen, meldeten die ÖBB: "Aufgrund erforderlicher Sperren ist nur ein stark eingeschränkter Zugverkehr möglich."

    Betroffen sind die Weststrecke über Zell am See zwischen Golling-Abtenau und Werfen sowie zwischen Bruck-Fusch Bahnhof und Schwarzach-St.Veit Bahnhof, auch ein Schienenersatzverkehr ist derzeit nicht möglich.

    Auf der Brennerbahnstrecke ist zwischen Innsbruck Hauptbahnhof. und dem Bahnhof Brennero/Brenner bis voraussichtlich morgen, Dienstag, 18 Uhr, der Zugverkehr unterbrochen. Für die Reisenden (Fern- und Nahverkehr) wurde in diesem Abschnitt ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

    Auf der Weststrecke gibt es zwischen Imst-Pitztal Bf und Schönwies bis voraussichtlich Dienstag, 18 Uhr, keinen Zugverkehr. Für die Reisenden (Fernverkehr) wurde zwischen Ötztal und dem Bahnhof Landeck-Zams ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Für den Nahverkehr wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Imst-Pitztal und Landeck-Zams eingerichtet.

    Die Mittenwaldbahnstrecke ist zwischen Innsbruck-Hötting und Innsbruck Westbahnhof gesperrt. Fahrgäste werden ersucht, im Stadtgebiet von Innsbruck auf die regionalen Bus- und Straßenbahnverbindungen umzusteigen. Die Züge der Mittenwaldbahnstrecke starten bzw. enden am Bahnhof Innsbruck Hötting.

    Auf der Tauernstrecke ist zwischen Bad Hofgastein und Bad Gastein ist der Zugverkehr derzeit unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Hochwasserschutz in Schärding aufgebaut

    In Schärding am Inn hat die Feuerwehr aufgrund der Wettervorhersagen begonnen, den Hochwasserschutz für die Innenstadt aufzubauen. Zwar haben sich die Vorhersagen, wann der Inn über die Ufer treten könnte, immer wieder verändert, derzeit wird aber damit gerechnet, dass das in der Nacht passieren könnte.

    Mit dem Hochwasserschutz sollte die Schärdinger Innenstadt aber vor dem Wasser geschützt werden können, so eine Sprecherin des Landesfeuerwehrverbandes Oberösterreich.

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Zivilschutzwarnung für Tiroler Gemeinde

    In der Gemeinde Kramsach in Tirol wurde am Nachmittag Zivilschutzwarnung ausgelöst, teilte die Landesregierung mit.

    Die Bevölkerung wurde aus Sicherheitsgründen aufgefordert, zu Hause zu bleiben und unnötige Fahrten oder Spaziergänge zu vermeiden.

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Die Lage in Bad Gastein: Straße nicht passierbar

    Die Bundesstraße zwischen Dorfgastein und Bad Hofgastein ist unterbrochen und nicht passierbar, ebenso die Westbahnstrecke im Pinzgau.

    Wie es derzeit in Bad Gastein aussieht, zeigt ein aktuelles Video:

    Hochwasser in Bad Gastein

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Stadt Salzburg baut Hochwasserschutz auf

    Der Starkregen hat nun auch Folgen in der Stadt Salzburg: Montagnachmittag wurde dort damit begonnen, vorsorglich den Hochwasserschutzes entlang der Salzachufer aufzubauen, nach Rücksprache mit dem Hydrografischen Dienst des Landes.

    Die Bevölkerung wird ersucht, Wasserabläufe frei zu halten und Kellerfenster zu schließen, hieß es seitens der Stadt.

    Laut Branddirektor Reinhold Ortler werden an 44 Stellen entlang des Flusses mobile Schutzvorrichtungen hochgezogen.

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Jahrhunderthochwasser in Tirol

    In einigen Regionen Tirols stiegen die Pegel der Flüsse und Bäche so stark an, wie das statistisch nur alle 100 Jahre passiert. Das betrifft etwa die Ötztaler Ache und den Inn bis Innsbruck.

    An Hotspots fielen bis zu 192 Liter Regen pro Quadratmeter, z. B. im hinteren Zillertal.

    Die Situation in Innsbruck

  • |Elisabeth Holzer-Ottawa

    Evakuierungen in Salzburg

    In Salzburg mussten am Nachmittag mehrere Menschen ihre Häuser verlassen, teilte die Landesregierung mit: So evakuierte die Freiwillige Feuerwehr Mittersill in Neukirchen  einige Gebäude, drei Personen sind betroffen.

    Sie mussten mit einer Drehleiter über eine Brücke gehoben werden.

  • |Teresa Sturm

    Hochwasser in Vorarlberg

    Wegen der starken Regenfälle führt der Alpenrhein in Vorarlberg Hochwasser. Teilweise überschwemmte der Rhein in der Nacht auf Montag zwischen Lustenau und der Mündung in den Bodensee seine Vorländer. Bereits am Wochenende wurden diese Gebiete auf beiden Seiten des Rheins für Personen und Fahrzeuge talseits der Brücke Mäder (Bez. Feldkirch) aus Sicherheitsgründen gesperrt. Trotz der anhaltenden Niederschläge blieb die Lage für die Feuerwehren zunächst ruhiger als erwartet.

  • |Teresa Sturm

    Erneut starke Regenfälle in Bad Gastein

    Am Nachmittag gab es kurzzeitig Aufatmen in Bad Gastein, das aber nur kurz Dauer war, wie Bürgermeister Steinbauer schilderte, denn die Pegelstände der Gasteiner Ache sind spürbar gesunken. Um 15.45 stieg die Anspannung wieder: "Jetzt hat es wieder brutal zu schütten begonnen. Wir sitzen auf Nadeln, was alles passieren wird." Denn wenn es bis in die Nacht so weiter regnet, werde mehr überschwemmt, als der Kurpark.

    Die Feuerwehrleute sind im Dauereinsatz, alle arbeiten, füllen Sandsäcke, bereiten alles vor, zollt Steinbauer den Einsatzkräften Lob. Ganz und gar nicht ruhig bleiben kann er ob der Unvernunft, die ihm im Ortsteil Bad Bruck gleichsam ad personam über den Weg gefahren ist. "Da kommen  ein paar Wahnsinnige auf dem E-Bike daher, die den Alpen-Adria-Weg fahren. Sie haben mir erklärt, die andere Straße war gesperrt, deshalb haben sie diese genommen." Obwohl diese auch bereits wegen Überflutung gesperrt war: "Ja glauben die, wir sperren eine Straße aus Spaß?"

    Radfahrer fahren weiter auf der gesperrten Straße.

  • |Teresa Sturm

    Landeshauptmann von Tirol: "Offenbar mit blauem Auge davongekommen"

    Bei einer für Montagnachmittag einberufenen Pressekonferenz sprach man zwar von den steigenden Pegelständen am Inn und der kritischen Situation im Bereich der Steinbrücke, ansonsten gab das Land aber Großteils Entwarnung. "Wir sind offenbar mit einem blauen Auge davongekommen", erklärte Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP).

    Man könne von einer "Entspannung" sprechen, meinte der Landeshauptmann. Die starken Regenfälle würden offenbar schneller "in Richtung Salzburg" abziehen als ursprünglich angenommen. Aktuell habe der Starkregen großteils aufgehört. Die Verantwortlichen rechneten mit geringeren Niederschlägen für den Rest des Tages, detto in der Nacht auf Dienstag. Man müsse aber weiter vorsichtig sein.

  • |Teresa Sturm

    Zivilschutzwarnung für Tiroler Stadt Schwaz ausgelöst

    Für die Stadt Schwaz hat das Land Montagnachmittag eine Zivilschutzwarnung ausgerufen. Grund ist der laufend ansteigende Wasserstand. Hauptbetroffen ist der Innenstadtbereich der Stadt Schwaz, besonders rund um die Steinbrücke. Hier befürchtet die Stadt Verklausungen.

  • |Teresa Sturm

    Mure verlegte Arlbergstrecke in Schönwies

    Mit einer großen Mure hat der Markbach in Schönwies die Arlbergstrecke verlegt. Die Wassermassen suchten sich ihren Weg über die Gleise und hielt die Feuerwehr am Nachmittag in Atem. _Normalerweise handelt es sich um ein zartes Gerinne, heute wurde er zum reißenden Bach', erklärte Bürgermeister Reinhard Raggl. Die Bahnstecke dürfte länger unterbrochen sein, glaubt der Schönwieser Dorfchef. Zum Glück sei beim Murabgang niemand verletzt worden, auch Zug sei keiner betroffen.

    Aufgrund der Hochwassersituation ist die Weststrecke zwischen den Bahnhöfen Imst-Pitztal und Schönwies bis voraussichtlich morgen, 29. August, um 18 Uhr für den Zugverkehr gesperrt, hieß es seitens der ÖBB. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

    Im Bezirk Landeck sind wir mit einem blauen Auge davongekommen, erklärte Bezirksfeuerwehrinspektor Thomas Greuter nachdem am Nachmittag die Pegelstände am Inn wieder langsam zurückgingen. In Schönwies versuche man nun, die Bahngleiche so schnell wie möglich wieder freizubekommen.

Kommentare