Politbeben in St. Pölten: SPÖ verliert nach 60 Jahren ihre Absolute
Matthias Stadler ist seit Mitte 2004 Stadtchef in St. Pölten
44.063 Menschen durften in St. Pölten am Sonntag zur Wahl gehen - und sie sorgten für ein gewaltiges politisches Beben:
Die seit 1965 allein regierende SPÖ verlor massiv, ihre Absolute ist weg. Um weiterhin den Bürgermeister stellen zu können, muss die Partei einen Partner finden, der im Gemeinderat die Mehrheit bei der Bürgermeisterwahl absichert.
Die Grünen können leicht zulegen, die Neos verlieren leicht. Die KPÖ schafft den Einzug ins Rathaus.
Die Ergebnisse im Detail
- SPÖ: 42,53 % (-13,49 Prozentpunkte)
- ÖVP: 21,38 % (-1,36 Prozentpunkte)
- FPÖ: 19,75 % (+10,8 Prozentpunkte)
- Grüne: 9,66 % (+1,65 Prozentpunkte)
- Neos: 2,72 % (-0,47 Prozentpunkte)
- KPÖ: 3,8 % (+2,71 Prozentpunkte)
Die Wahlbeteiligung lag bei 59,1 Prozent und damit etwas höher als 2021.
Stadler: "Bundestrend der SPÖ dürfte durchgeschlagen haben"
Langzeit-Bürgermeister Matthias Stadler sieht die Verluste seiner SPÖ weniger auf der kommunalen Ebene als auf Bundesebene: "Ich bedaure sehr, dass wir nicht zu den Wahlgewinnern zählen. Der Bundestrend der SPö dürfte durchgeschlagen haben."
Gemeinderatswahlen in St. Pölten: Der Ticker zur Nachlese
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Das vorläufige Ergebnis ist da
- SPÖ: 42,53 % (-13,49 Prozentpunkte)
- ÖVP: 21,38 % (-1,36 Prozentpunkte)
- FPÖ: 19,75 % (+10,8 Prozentpunkte)
- Grüne: 9,66 % (+1,65 Prozentpunkte)
- Neos: 2,72 % (-0,47 Prozentpunkte)
- KPÖ: 3,8 % (+2,71 Prozentpunkte)
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Auch Spitzenkandidaten warten auf Ergebnis
Nicht nur Journalistinnen und Journalisten fragen sich, wo es denn mit der Auszählung der Stimmen hakt. Auch die Spitzenkandidaten der FPÖ und ÖVP, Marin Antauer und Florian Krumböck, warten.
© Josef KleinrathFlorian Krumböck und Martin Antauer
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Drei Viertel der Stimmen ausgezählt: SPÖ verliert massiv, FPÖ legt zu
Bei einem Auszählungsgrad von 75 % der Stimmen sieht die Stimmverteilung so aus:
- SPÖ: 42,49 % (- 13,53 )
- ÖVP: 21 % (- 1,74 )
- FPÖ: 19,57 % ( +10,65)
- Grüne: 9,98 % (+1,97)
- Neos: 2,83 % (-0,36 )
- KPÖ: 4,05 % (+2,94)
- Multi: 0,09 %
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KURIER-Analyse: Warum die SPÖ ihre Absolute verlor
KURIER-Redakteur Johannes Weichhart über das bisher bekannte Ergebnis der Gemeinderatswahlen in St. Pölten.
KURIER-Redakteur Johannes Weichhart auf KURIER TV
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Die rote Bastion ist gefallen
Die SPÖ verliert bei den Gemeinderatswahlen in St. Pölten und büßt damit ihre jahrelange absolute Vormachtstellung in der Landeshauptstadt ein.
Lesen Sie eine erste Analyse hier:
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Neos: Zittern um Einzug mit den Sprengelergebnissen
Bernd Pinzer von den Neos erlebt ein Wechselbad der Gefühle: Seine Fraktion ist mit Eintreffen der Sprengelergebnisse einmal im Gemeinderat, dann wieder nicht. Aktuell könnte er es wieder schaffen.Der Politikwissenschaftler will schon vor dem Wahlkampf gewusst haben, dass die SPÖ Absolute fallen werde.
© Josef KleinrathBernd Pinzer (Neos)
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Noch kein Gesamtergebnis bekannt
Für 19 Uhr war eigentlich das vorläufige Ergebnis dieser Gemeinderatswahlen erwartet worden. Doch daraus wurde nichts: Obwohl es nur rund 44.000 Wahlberechtigte gab, sind bisher noch nicht alle 65 Sprengel der Landeshauptstadt ausgezählt.
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KPÖ: Einzug in den Gemeinderat vermutlich geschafft
Max Zirngast (KPÖ) dankte "für einen Wahlkampf mit Herzblut". Dieser "frische Wind, der die KPÖ wohl ins Rathaus weht", solle für mehr soziale Politik sorgen. Zirngast stammt ursprünglich aus Graz, wo die KPÖ mit Elke Kahr bekanntlich seit November 2021 die Bürgermeisterin stellt.
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FPÖ: "Bürger wollen freiheitliche Arbeit im Rathaus"
FPÖ-Spitzenkandidat Martin Antauer ist "überglücklich über den Trend", wolle aber das Endergebnis abwarten. Er betont aber, die "Bürger wollen freiheitliche Arbeit im Rathaus". Er werde mit allen Parteien reden und sei "froh, dass die SPÖ-Absolute gefallen ist".
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SPÖ: Die Absolute ist weg, Stadler will bleiben
SPÖ-Langzeitbürgermeister Matthias Stadler betonte, er wolle an Bord bleiben - trotz Verlust der Absoluten. Die SPÖ habe mehr Stimmen als FPÖ und ÖVP gemeinsam.
"Das ist ein klarer Auftrag für SPÖ unter meiner Führung. Man wird mit allen Parteien in Verhandlungen eintreten, ich bleibe an Bord“ sagt Stadler.
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Grüne erwarten Zuwachs in St. Pölten - und wollen Koalitionspartner werden
Helga Krismer, Chefin der nö. Grünen, freut sich nach 75 Prozent ausgezählter Stimmen wohl auf ein Plus für ihren Spitzenkandidaten Walter Heimerl-Lesnik, der bei einem Verlust der absoluten SPÖ Mehrheit sogar als Koalitionspartner in Frage kommen könnte.
© Josef KleinrathHelga Krismer (Grüne) ist ebenfalls im Rathaus eingetroffen
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ÖVP feiert bereits "historischen Abend" - weil der SPÖ Verlust der Absoluten droht
"Es wird ein historischer Abend für die Stadt St. Pölten", sagt ÖVP-Spitzenkandidat Florian Krumböck. Warum er das sagt? Die SPÖ könnte die absolute Mehrheit verlieren.
Dafür müsste sie mehr als vier Mandate verlieren und das zeichnet sich mittlerweile ab.
© Johannes WeichhartFlorian Krumböck (ÖVP)
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Rosenkranz stellt sich zumindest "Verdopplung" vor
Hoher Besuch kurz vor der Bekanntgabe der Ergebnisse in St. Pölten: FPÖ-Nationalratspräsident Walter Rosenkranz, der sich, ohne sich festlegen lassen zu wollen, auf zumindest eine Verdoppelung des Ergebnisses von 2021 freut. "Das ließe sich auch gut vermarkten", kommentiert er.
© Josef KleinrathWalter Rosenkranz (FPÖ) kam nach St. Pölten
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Blaue hoffen auf Platz 2
Martin Antauer (FPÖ) hofft auf Platz 2, auch er ist bereits im Rathaus eingetroffen.
© Johannes WeichhartFPÖ-Landesrat Martin Antauer hofft auf Platz 2
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Die Spitzenkandidaten treffen ein
Das Rathaus füllt sich, die Spitzenkandidaten treffen ein. Unter den Ersten war Walter Heimerl-Lesnik von den Grünen.
© Johannes WeichhartWalter Heimerl-Lesnik (Grüne)
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Plätze 2 und 3: Liegt Blau vor Schwarz?
Mittlerweile sind 25 der 65 Wahlsprengel in St. Pölten ausgezählt. Im Rathaus ist zu hören, dass derzeit die FPÖ vor der ÖVP auf dem zweiten Platz liegen soll. Zu hören ist ebenfalls, dass die Neos um den Einzug in den Gemeinderat zittern müssen, die KPÖ hingegen könnte ein Mandat schaffen.
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Hält die SPÖ die absolute Mehrheit?
Das vorläufige Endergebnis dieser Wahl soll in etwa 45 Minuten vorliegen. Die Spannung im Rathaus steigt aber von Minute zu Minute: Die SPÖ mit Bürgermeister Matthias Stadler an der Spitze erreichte 2021 etwas mehr als 56 Prozent und damit die absolute Mehrheit.
Wie zu hören ist, ist es noch nix fix, dass die Roten diesmal die 50-Prozent-Hürde überspringen werden. Es könnte ein enges Rennen um die Absolute werden.
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Wer wird Zweiter? Die Spannung in St. Pölten steigt
Auch in anderen Parteibüros geht man derzeit von einem Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Platz zwischen der FPÖ und der ÖVP aus.
Was man auch hört: Die KPÖ könnte es tatsächlich in den Gemeinderat schaffen. Allerdings will sich Max Zirngast dazu noch gar nicht äußern, die Schwankungsbreite sei bei der derzeit ausgezählten Anzahl an Sprengeln noch viel zu groß.
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KURIER-Analyse über den Wahltag
Kollege Johannes Weichhart ist im Rathaus und verortet den Wahltag:
KURIER-Redakteur Johannes Weichhart auf KURIER TV
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Erste Trends: FPÖ sieht sich in einigen Sprengeln vor der ÖVP
Großer Optimismus herrscht bei der FPÖ. In den ersten Sprengeln, die bereits ausgezählt wurden, sollen sie laut einem Funktionär vor der ÖVP liegen. Das Rennen um Platz zwei dürfte also recht spannend werden.
Allerdings: Konkrete Ergebnisse liegen derzeit noch nicht vor.
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Das war das Ergebnis 2021
Noch immer heißt es warten auf das Ergebnis des Wahlsonntages in der Landeshauptstadt.
Zu Erinnerung: So sah die Verteilung von Wählerstimmen und Mandaten im Gemeinderat 2021 aus.
© APA/apaRückblick: Das war das Ergebnis 2021
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Kommt es zum Machtpoker ums Rathaus?
In etwa mehr als einer Stunde sollte das vorläufige Ergebnis der Gemeinderatswahlen bekannt sein. Im Vorfeld dominierte eine Frage: Kann die SPÖ mit Bürgermeister Matthias Stadler an der Spitze auch nach dem 25. Jänner ohne Koalitionspartner weiterregieren?
Für große Umbrüche im Rathaus müsste es aber schon zu einem Wahlbeben kommen, analysiert Johannes Weichhart:
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Blick hinter die Kulissen: Skyline auf Tellern
Auch das gehört in Politik wie Journalismus zuweilen dazu - lange Wahlabende in Medienzentren zu verbringen. Im St. Pöltner Rathaus ist man gerüstet mit allerlei Snacks (unter anderem Tramezzini mit Schinken und Brötchen mit Hummus) - die Teller ziert übrigens die Skyline von St. Pölten.
© Josef KleinrathTeller mit St. Pölten Logo im Medienzentrum
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Blick hinter die Kulissen: Das Medienzentrum im Rathaus
Wo normalerweise die Gemeinderatssitzungen stattfinden, wird heute Abend das Wahlergebnis bekannt gegeben.
Es werden zahlreiche Medien erwartet; so hat etwa der Aufbau von TV-Stationen bereits begonnen.
© Johannes WeichhartMedienvertreter im St. Pöltner Rathaus
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Eine wichtige Frage: Wie hoch fällt die Wahlbeteiligung diesmal aus?
Auch wenn es noch dauern wird, bis das Wahlergebnis vorliegt: Glaubt man den ersten Stimmen aus dem Rathaus, dann dürfte die Wahlbeteiligung heute nicht sehr hoch ausfallen. Bereits 2021 lag die Wahlbeteiligung mit 55,96 Prozent bei einem historischen Tiefstand.
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Wer für den KURIER vor Ort berichtet
An einem Wahltag sei auch ein Blick hinter die Kulissen gestattet, um Kollegen vor die Kamera zu holen:
Johannes Weichhart, Wolfgang Atzenhofer und Josef Kleinrath berichten für den KURIER live aus St. Pölten.
© Josef KleinrathVor Ort in St. Pölten: Josef Kleinrath, Johannes Weichhart und Wolfgang Atzenhofer (von links)
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42 Sitze im Gemeinderat und keine Bürgermeister-Direktwahl
Bevor das Ergebnis der Gemeinderatswahl 2026 bekannt gegeben wird - ein paar Fakten:
- Im St. Pöltner Gemeinderat gibt es 42 Sitze
- Die SPÖ hält seit 1965 die absolute Mehrheit im Gemeinderat
- In der Landeshauptstadt gibt es keine Bürgermeister-Direktwahl
- Matthias Stadler ist seit Juli 2004 Stadtchef und trat heute zum fünften Mal als SPÖ-Spitzenkandidat an
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Welchen Themen haben den Wahlkampf dominiert?
Es war ein kurzer, aber doch intensiver Wahlkampf. Als wichtigste Wahlkampfthemen kristallisierten sich Domplatz, Schnellstraße oder Kulturfestival heraus.
Sie gelten nicht nur als Streitpunkte in der Stadtpolitik, auch die Bürgerinnen und Bürger sind uneins bei diesen Themen.
KURIER-Redakteur Johannes Weichhart hat die wichtigsten Punkte analysiert:
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Vorläufiges Endergebnis wird noch vor 19 Uhr erwartet
Ab jetzt wird es spannend. Um 16 Uhr haben die letzten Wahllokale in der Landeshauptstadt geschlossen, nun beginnt die Auszählung, ein vorläufiges Endergebnis soll bis etwa 18.45 Uhr vorliegen.
Inkludiert in dem Ergebnis werden übrigens bereits auch die 6.540 Wahlkarten sein, die ausgestellt wurden. Zum Vergleich: 2021, während der Corona-Pandemie, waren 12.598 beantragt worden.
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Spannende Nebenfront: Wie schneidet die Volkspartei ab?
Das Abschneiden der ÖVP bei der Gemeinderatswahl gilt als spannendes Thema: Zwei Jahre vor der nächsten Landtagswahl dient die Wahl als wichtiges Stimmungsbarometer.
Mit dem 33-jährigen Spitzenkandidaten Florian Krumböck, der für die ÖVP auch im Landtag sitzt, besteht auch eine direkte Linie zur Landes-ÖVP. De Die Landes-ÖVP hielt sich im Wahlkampf zurück und überließ Krumböck die Bühne.
KURIER-Redakteur Wolfgang Atzenhofer mit einem Überblick:
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Welche Städte wollten 1986 ebenfalls Landeshauptstadt werden?
Unter dem Slogan "Ein Land ohne Hauptstadt ist wie ein Gulasch ohne Saft" fand unter Landeshauptmann Siegfried Ludwig (ÖVP) im März 1986 eine Volksbefragung statt, um eine neue Landeshauptstadt zu küren.
Geworden ist es bekanntlich St. Pölten. Aber welche Städte standen 1986 eigentlich ebenfalls zur Auswahl? - Krems, Baden, Tulln und Wiener Neustadt.
Das Ergebnis:
- St. Pölten - 44,6 Prozent
- Krems - 29,3 Prozent
- Baden - 8,2 Prozent
- Tulln - 5,3 Prozent
- Wiener Neustadt - 4,1 Prozent
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40 Jahre Landeshauptstadt - und stolz darauf
Als St. Pölten 1986 nach einer Volksbefragung zur Landeshauptstadt Niederösterreichs wurde, stieß das zuerst nicht überall auf Begeisterung.
40 Jahre später sind die Niederösterreicher stolz auf diese Entscheidung, wie KURIER-Chefredakteur Martin Gebhart analysiert:
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Was Sie vielleicht noch nicht über St. Pölten wussten
St. Pölten hat 59.767 Einwohner und Einwohnerinnen mit Hauptwohnsitz, dazu kommen noch etwa mehr als 7.000 Nebenwohnsitze. Damit ist St. Pölten die größte Stadt Niederösterreichs.
Doch wie gut kennen Sie die Landeshauptstadt? KURIER-Redakteur Johannes Weichhart kennt sie wie seine Westentasche. Er erklärt, warum St. Pölten überraschen kann – trotz schlechtem Ruf.
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KURIER-Regionalumfrage: Wie tickt St. Pölten?
Wie sicher fühlen sich die St. Pöltnerinnen und St. Pöltner? Was denken sie über die Gesundheitsversorgung, wie groß ist ihr Vertrauen in die Politik?
Der KURIER hat gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut OGM eine großangelegte Befragung in Österreich durchgeführt. Die Detailergebnisse für St. Pölten finden Sie hier:
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Was wollen die Parteien eigentlich mit ihren Plakaten ausdrücken?
Selbst, wenn man sich nicht für Politik interessiert: Am Wahlkampf kommt man in der Stadt nicht vorbei. In den Wochen vor der heutigen Abstimmung war das Stadtgebiet übersät von Wahlwerbung – und manche davon sorgte auch für Unmut.
KURIER-Redakteurin Michaela Höberth hat mit einem Experten darüber gesprochen, was uns die Parteien mit ihren Plakaten sagen wollen – und ob sich Plakatwerbung in Zeiten von Social Media überhaupt noch lohnt.
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Wer bei der Landtagswahl 2023 in St. Pölten vorne lag
2023 wurde in Niederösterreich ein neuer Landtag gewählt. 39.642 Menschen waren damals in St. Pölten wahlberechtigt, 25.810 und damit exakt 65,11 Prozent gaben damals ihre Stimme ab.
Dabei hatte die ÖVP in der roten Landeshauptstadt die Nase vorne: Sie erhielt 7.605 Stimmen und damit 30 Prozent, dicht gefolgt von der SPÖ mit 6.913 Stimmen und 27,28 Prozent. Es folgten die FPÖ (22,44 Prozent), Grüne (9,87 Prozent), Neos (7,64 Prozent), MFG (1,27 Prozent) und KPÖ (1,49 Prozent).
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Die SPÖ kämpft um die Absolute: Was Matthias Stadler Sorgen machen sollte
Für die SPÖ geht es heute um den Erhalt der roten Bastion St. Pölten. Für die Opposition heißt es: alle gegen einen.
KURIER-Redakteur Johannes Weichhart hat mit Polit-Experten Peter Filzmaier darüber gesprochen, welche Faktoren die Gemeinderatswahlen beeinflussen könnten.
Lesen Sie mehr darüber hier:
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Kein Ruhetag am Wahlsonntag
Die Wahl hat auch wirtschaftliche Auswirkungen an diesem Sonntag. Zumindest kleine: Denn das Lokal "Mein Wirtshaus" in der Kremser-Gasse, das sonst nur Montag bis Samstag offen hat, hat heute extra wegen der Wahl aufgesperrt. Noch ist offen, wer heute am Abend dort etwas zu feiern haben wird.
© Josef KleinrathLokal öffnet eigens für den Wahlsonntag
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Rückblick auf 2024: Rot knapp vor Blau
Noch gut eineinhalb Stunden kann der Gemeinderat gewählt werden. Aber wie sah das Ergebnis eigentlich bei den Nationalratswahlen 2024 aus?
Damals sprachen sich die Wählerinnen und Wähler in der Landeshauptstadt mehrheitlich für die SPÖ aus: 28,05 Prozent oder 8.578 Stimmen der 30.858 abgegebenen Stimmen (Beteiligung: 76,34 Prozent) entfielen auf die Sozialdemokraten. 26,03 Prozent entschieden sich für die FPÖ (7.958 Stimmen), 21,74 Prozent wählten die ÖVP (6.647 Stimmen).
Die Grünen fuhren 8,99 Prozent ein, die Neos 8,24. Die KPÖ holte 2,68 Prozent, die BIER-Partei 2,14 Prozent. Alle anderen kandidierenden Parteien lagen unter einem Prozent.
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"Larry" , der Bürgermeister der (Katzen-)Herzen
Wahlkampf muss nicht immer ernst sein. Auf der Facebook-Seite "Was ist los in St. Pölten" wird Stadtkatze "Larry" bereits als neuer Bürgermeister von St. Pölten gefeiert.
Um den Vierbeiner ist in den vergangenen Monaten ein regelrechter Hype entstanden, es wurden "Larry"-Tassen und "Larry"-T-Shirts produziert. Die Katze ist tagsüber regelmäßig in der Innenstadt unterwegs, um es sich in Geschäften gemütlich zu machen. Auch im Rathaus wird "Larry" immer wieder gesichtet.
© Facebook / Was ist los in St. Pölten"Larry", ganz staatstragend
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Neos-Landeschefin hält Bernd Pinzer die Daumen
Indra Collini, Landesparteichefin der Neos, wünscht „ihrem“ Kandidaten Bernd Pinzer viel Glück für die Wahl. "Bernd Pinzer ist der Garant dafür, dass auf die rote Stadtregierung endlich Druck für Reformen ausgeübt und der Schuldenberg abgebaut wird. Eine Stimme für Neos ist eine Stimme für mehr Transparenz und ein schlankes politisches System.“
Die Neos sind mit einem Sitz im Gemeinderat vertreten.
© Neos -
Rückblick: So wählte die Landeshauptstadt 2021
Bei der Gemeinderatswahl 2021 erreichte die SPÖ 56,02 % der Stimmen. Sie hatte dadurch 25 Mandate im Gemeinderat und damit die absolute Mehrheit. Die ÖVP kam auf 22,74 % mit zehn Mandaten, die FPÖ auf 8,92 %, was ihr drei Mandate einbrachte.
Die Grünen erzielten 8,01 % und hatten damit ebenso drei Mandate. Die NEOS erhielten mit 3,19 % ein Mandat in den Gemeinderat. Die KPÖ scheiterte mit 1,11 % am Einzug ins Gremium.
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Rückblick: 2021 gingen nur wenige wählen
46.621 Menschen hätten bei den letzten Gemeinderatswahlen 2021 die Möglichkeit gehabt, ihre Stimme abzugeben. Genutzt haben das jedoch nur 26.088 – und damit exakt 55,96 Prozent.
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Lieber ins Wahllokal? Wahlkarten waren schon einmal beliebter
Für die Gemeinderatswahl in St. Pölten am Sonntag sind nach Angaben des Rathauses vom Freitag 6.540 Wahlkarten ausgestellt worden.
2021, während der Corona-Pandemie, waren 12.598 beantragt worden. Es handelte sich um eine Rekordzahl für die niederösterreichische Landeshauptstadt.
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Rund 44.000 Menschen dürfen heute in St. Pölten wählen
Für die Gemeinderatswahl sind 44.063 Personen wahlberechtigt. Diese sind allesamt österreichische Staatsbürger und Staatsbürgerinnen sowie EU‑Bürger und -bürgerinnen.
Voraussetzung ist ein Hauptwohnsitz in St. Pölten am Stichtag, dem 20. Oktober 2025. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre. Die Zahl der Wahlberechtigten ist geringer als 2021. Der Grund ist, dass Personen mit Nebenwohnsitz seit 2022 nicht mehr wahlberechtigt sind.
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In St. Pölten wird heuer im großen Stil gewählt
So sieht übrigens der Wahlzettel im XXL-Format aus. Bis zu fünf Vorzugsstimmen können vergeben werden, es gilt „Name vor Partei“.
© zvg
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