Stadler nach der Wahl: "Bin sehr an der absoluten Mehrheit gehangen"
Stadler präsentierte Wirtschaftsdaten.
Nach der Gemeinderatswahl in St. Pölten sind die Parteiengespräche der Sozialdemokraten weiter im Gange. Über Zwischenstände sei Stillschweigen vereinbart worden, daran halte er sich auch, sagte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) am Donnerstagabend am Rande des Wirtschaftsneujahrsempfangs im Rathaus.
Bis 23. Februar müsse sich der neue Gemeinderat konstituieren: „Ich werde alles daran setzen, dass wir bis dahin eine tragfähige, verlässliche Stadtregierung haben.“
Für die SPÖ möglich sind Zweier-Koalitionen mit ÖVP, FPÖ oder den Grünen. Über mögliche Präferenzen wollte sich Stadler nicht äußern, auch der Zeitplan bleibt unklar. „Wir reden miteinander, ich bin guten Willens.“
Vereinbart sei Stillschweigen, daran werde er auch die Partner messen, das sei „ein Gradmesser“. Stadler räumte ein, dass er „sehr an der absoluten Mehrheit gehangen“ sei. Nun werde es eine vom Wähler gewünschte Veränderung geben, „die werden wir auch vollziehen“.
Er wolle „dafür sorgen, dass das gute Image der Stadt und die Dynamik bleiben“, betonte der Bürgermeister.
Thema war an diesem Abend aber nicht die Politik, sondern vor allem auch die Wirtschaft. Laut Stadler wurden in der Landeshauptstadt im vergangenen Jahr mehr als 200 Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen. Insgesamt 24 Projekte konnten realisiert werden – darunter neue Gesundheits- und Handelsbetriebe, Betriebsansiedlungen wie BYD (chinesischer Autobauer) sowie mehrere Übersiedlungen.
Für weitere Ansiedlungen steht mit dem neuen Gewerbegebiet Eggendorf ein 3,5 Hektar großes Areal zur Verfügung, das bereits stark nachgefragt ist.
Auch die Wirtschaftsdaten entwickeln sich positiv: Die Kommunalsteuer stieg um fast vier Prozent auf über 41 Millionen Euro, die Zahl der Betriebsstandorte wächst weiter.
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