Selenskij betont: "Putin will den Krieg nicht beenden"

Lesen Sie alle aktuellen Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg im Live-Ticker.
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Ukraine-Krieg: Die wichtigsten Entwicklungen der letzten Zeit zusammengefasst: 

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Ukraine-Krieg: Alle aktuellen Entwicklungen

  • |Josef Siffert

    Landesweiter Raketenalarm: Drei Menschen getötet

    In fast der gesamten Ukraine gilt nach Angaben von ukrainischen Behörden wegen russischer Angriffe Raketenalarm. In allen Regionen außer Odessa wurde der Luftalarm ausgelöst, wie die ukrainischen Behörden Dienstagfrüh mitteilten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij hatte Montagabend in seiner täglichen Fernsehansprache vor einem möglichen "massiven Schlag" der russischen Streitkräfte gewarnt. Die Behörden meldeten mittlerweile insgesamt drei Tote.

    Zwei Menschen wurden bei einem russischen Angriff in der ostukrainischen Region Poltawa getötet, wie der Leiter der ukrainischen Armeeverwaltung, Witali Djakiwnitsch, im Onlinedienst Telegram erklärte. Elf weitere Menschen seien außerdem verletzt worden. Bei dem Angriff seien Wohngebäude und ein Hotel beschädigt worden. Zudem seien Feuer ausgebrochen.

    In der südukrainischen Region Saporischschja wurden bei einem "massiven kombinierten Raketen- und Drohnenangriff" ein Mensch getötet und drei weitere verletzt, wie der Regionalgouverneur Iwan Fedorow im Onlinedienst Telegram erklärte. Sechs Wohngebäude, zwei Wohnhäuser, ein Einkaufsladen, eine industrielle Infrastruktureinrichtung sowie weitere Gebäude seien bei dem Angriff beschädigt worden.

  • |Patrick Resch

    Selenskij warnt Ukrainer vor schweren Angriff Russlands

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij wirft Russland vor, den Iran-Krieg durch die Weitergabe von Geheimdienstinformationen zu verlängern. Es gebe weitere Belege dafür, dass Russland der iranischen Führung weiterhin mit Geheimdienstinformationen helfe, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR. Details nannte er nicht.

    Auch der Geheimdienst SBU erstattete Selenskij demnach Bericht. Der russische Krieg dürfe nicht von der geopolitischen Lage und solchen Krisen-Ölpreisen profitieren, sagte der ukrainische Präsident. Er dankte den Soldaten für ihre "Treffsicherheit" bei Angriffen auf die russische Ölindustrie, die wichtig für Moskaus Kriegskasse ist. Selenskij sprach auch von guten Ergebnissen des SBU an der Front und beim Vorgehen gegen russische Spionagenetzwerke.

    Ebenfalls unter Berufung auf Geheimdienstinformationen warnte Selenskij die Ukrainer davor, dass Russland einen schweren Angriff planen könne. Moskau führt seit mehr als vier Jahren einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen das Nachbarland.

  • |Daniela Wahl

    Kiew: Russland verliert bei Sturmversuchen Tausende Soldaten

    Die russische Frühjahrsoffensive im Ukraine-Krieg hat nach Angaben aus Kiew mit hohen Verlusten für Moskau begonnen. „Innerhalb von vier Tagen intensiver Sturmversuche hat der Feind mehr als 6.090 Soldaten als Gefallene oder Verletzte verloren“, teilte der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Olxander Syrskyj, auf Facebook mit. Im Verlauf der vergangenen Woche seien es sogar mehr als 8.700 Tote und Schwerverletzte auf russischer Seite gewesen. Durchbrüche an der Front habe es hingegen nicht gegeben, schrieb er. Unabhängig überprüfbar sind die Angaben nicht. 

    In den vergangenen Tagen hatten Militärbeobachter eine Aktivierung der russischen Einheiten registriert. Moskaus Truppen versuchen, die besseren Witterungsverhältnisse und das Ende der Schlammperiode für eine Ausweitung ihrer Angriffe zu nutzen. Allerdings kursieren im Internet bereits zahlreiche Videos von zerschlagenen Militärkolonnen, deren Vormarsch von Drohnen gestoppt wurde. Das russische Verteidigungsministerium seinerseits meldete die Eroberung von zwei weiteren Ortschaften im Gebiet Donezk. Nach Darstellung Moskaus verbessern die russischen Truppen ständig ihre Stellungen im Osten der Ukraine. 

  • |Josef Siffert

    Russische Ostseehäfen stoppen Verladung

    Die russischen Ostseehäfen Primorsk und Ust-Luga haben Branchenkennern zufolge nach Drohnenangriffen die Verladung von Öl und Treibstoff ausgesetzt. In Primorsk war nach Drohnenangriffen ein Treibstofftank in Brand geraten, wie der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Ob es in Ust-Luga Schäden gegeben hat, bleibt zunächst unklar. 

    Über die beiden Häfen wird ein Großteil der russischen Öl- und Treibstoffexporte abgewickelt. Aus der Ukraine gibt es zunächst keine Stellungnahme. Das Land hat in seinem Abwehrkampf gegen Russland wiederholt Ölexportanlagen und -raffinerien angegriffen, um die russische Kriegswirtschaft zu schwächen.

  • |Josef Siffert

    Meinl-Reisinger über Ukraine-Frieden: "Auch mit Putin reden"

    Außenministerin Beate Meinl-Reisinger ist angesichts des aktuellen "Gesprächsvakuums" für eine europäische Verhandlungsinitiative.

  • |Josef Siffert

    Russischer Hafen nahe Grenze zu Finnland getroffen

    Der russische Hafen Primorsk nahe der Grenze zu Finnland ist nach Angaben des Gouverneurs der nordwestrussischen Region Leningrad bei Drohnenangriffen beschädigt worden. Ein Treibstofftank sei beschädigt worden, wobei ein Feuer ausgebrochen sei, erklärte Regionalgouverneur Alexander Drosdenko am Montag im Onlinedienst Telegram. Die Feuerwehr arbeite daran, den Brand zu löschen, das Personal sei evakuiert worden, fügte er hinzu.

    Die russische Luftabwehr habe mehr als 50 Drohnen über der Region Leningrad zerstört. Die Bemühungen, den Angriff abzuwehren, dauerten demnach weiter an. Die Region ist kein häufiges Ziel von Angriffen im Konflikt mit der Ukraine.

  • |Patrick Resch

    Tote durch russischen Beschuss bei Nikopol

    Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens zwei Menschen durch russischen Beschuss mittels Artillerie und Drohnen getötet worden. Einer Mitteilung von Gouverneur Olexander Hanscha auf Telegram zufolge sind mehrere Gemeinden des Landkreises Nikopol beschossen worden. Gebäude seien beschädigt und ein Auto in Brand gesetzt worden. Die Ukraine wehrt sich seit über vier Jahren gegen eine russische Invasion.

  • |Josef Siffert

    Zwei Frachter in Odessa bei russischem Angriff getroffen

    Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Schwarzmeer-Region Odessa sind nach Angaben der örtlichen Behörden zwei unter ausländischer Flagge fahrende Handelsschiffe beschädigt worden. Bei dem nächtlichen Angriff seien zudem zwei Menschen verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, am Freitag weiter mit. Getroffen worden seien auch ein Getreidesilo und Verwaltungsgebäude.

    Die beiden zivilen Frachter unter der Flagge von Palau und Barbados hätten im Hafen gelegen und seien mit Getreide beladen gewesen. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor. Russland greift immer wieder die ukrainische Hafeninfrastruktur an, die auch für die weltweite Getreideversorgung wichtig ist.

  • |Manuel Simbürger

    Russische Zeitung: Friedensgespräche ruhen wegen Iran-Krieg

    Die Friedensgespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine sind einem russischen Zeitungsbericht zufolge wegen des Iran-Kriegs ausgesetzt. Das Präsidialamt in Moskau habe die Unterbrechung bestätigt, berichtete die Zeitung Iswestija am Donnerstag unter Berufung auf Regierungsvertreter.

  • |Patrick Resch

    Selenskij: Russische Offensive vereitelt

    Der Ukraine ist es nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskij gelungen, eine für den März geplante strategische Offensive des russischen Militärs zu vereiteln. "Und auch wenn die Attacken stetig sind und die Sturmversuche anhalten, ist ihre Intensität und der Maßstab der Auseinandersetzung nicht so groß, wie die Russen das geplant und ihre Kommandeure das der politischen Führung versprochen haben", sagte Selenskij in seiner abendlichen Videoansprache am Montag.

    Selenskyj bedankte sich in dem Zusammenhang bei den Einheiten verschiedener Frontabschnitte für ihre Zähigkeit und ihren Durchhaltewillen. Nach Angaben unabhängiger Militärexperten ist der Vormarsch der russischen Truppen zuletzt ins Stocken geraten. An einigen Frontabschnitten, speziell im Süden des Landes, konnten die Ukrainer demnach bei Gegenangriffen sogar Territorium zurückerobern. Die Lage bleibt für die Verteidiger aufgrund des anhaltenden Soldatenmangels allerdings schwierig.

  • |Josef Siffert

    Kenianer sollen nicht mehr für Russland kämpfen

    Kenia hat sich nach Angaben seines Außenministers Musalia Mudavadi mit Moskau darauf verständigt, dass Staatsangehörige des afrikanischen Landes nicht mehr für Russland in der Ukraine kämpfen werden. Mudavadi teilte dies nach Gesprächen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau mit. Lawrow zufolge haben kenianische Bürger freiwillig Verträge unterzeichnet, um an der Seite der russischen Armee zu kämpfen.

    Einem kenianischen Geheimdienstbericht zufolge wurden mehr als 1.000 Kenianer rekrutiert.

  • |Josef Siffert

    Kreml: Trump hat Interesse an Ukraine nicht verloren

    Russland weist einen Bericht der "Financial Times" zurück, wonach der Ukraine-Friedensprozess im Sande verläuft, weil US-Präsident Donald Trump wegen des Iran-Kriegs das Interesse an der Ukraine verliere. Man verfolge solche Berichte zwar, ziehe jedoch andere Schlüsse über Trumps Haltung zu den Verhandlungen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag vor Journalisten. Trumps häufige Hinweise auf die Ukraine in jüngster Zeit deuteten auf das Gegenteil hin.

    "Nach seinen Äußerungen zu urteilen, hat Präsident Trump keineswegs das Interesse verloren." Außerdem dränge Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij nachdrücklich zu einer Einigung. Peskow fügte hinzu, Russland sei an einer Fortsetzung der Gespräche zur Beendigung des Krieges interessiert. Ort und Datum für die nächste Verhandlungsrunde seien jedoch weiterhin unklar.

  • |Josef Siffert

    Ungarn blockiert weiter Ukraine-Darlehen

    Bei Gesprächen der EU-Außenminister soll die Lage im Ukraine-Krieg und insbesondere die ungarische Blockade milliardenschwerer Finanzhilfen für die Ukraine besprochen werden. Auf das Darlehen in Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro hatten sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten eigentlich bereits im Dezember des vergangenen Jahres geeinigt. Das Geld soll den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine bis Ende 2027 decken und dem Land eine Fortsetzung seines Abwehrkampfes gegen Russland ermöglichen.

    Ungarn hat nun aber ein Veto gegen einen notwendigen EU-Beschluss für das Darlehen eingelegt und will es erst zurücknehmen, wenn der Konflikt um unterbrochene russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline beigelegt ist. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán wirft der Ukraine vor, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Pipeline zu verhindern. Diese führt von Russland über Belarus und die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei. Blockiert werden von Ungarn wegen des Streits auch neue EU-Russland-Sanktionen. Ungarn werde den Kredit weiterhin blockieren, solange kein Öl durch die Druschba-Pipeline geleitet werde, bekräftigte Außenminister Peter Szijjártó am Montag.

  • |Josef Siffert

    Ukrainische Luftwaffe warnt vor Drohnenschwärmen

    Die Behörden von Kiew meldeten einen russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt am Montag. Im Westen der Stadt seien Trümmerteile abgestürzt, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Klitschko rief die Bewohner auf, in ihren Schutzräumen zu verbleiben. In der Stadt waren am helllichten Tag mehrere Explosionen zu hören, wie Augenzeugen berichteten. Luftalarm wurde ausgelöst. Angaben über etwaige Opfer oder größere Schäden lagen weder aus Moskau noch aus Kiew vor.

    Die ukrainische Luftwaffe schrieb im Onlinedienst Telegram von mehreren Drohnenschwärmen und mindestens einem Marschflugkörper, mit denen die Hauptstadt attackiert worden sei. Nach Angaben aus der Armee nahestehenden Telegram-Gruppen fing die Luftabwehr zwei auf Kiew zufliegende Marschflugkörper ab. Die Luftabwehr hatte zudem vor einem Objekt gewarnt, das mit hoher Geschwindigkeit aus dem an Russland grenzenden Norden des Landes auf Kiew zusteuere.

  • |Josef Siffert

    Drohnenangriff auf Moskau abgewehrt

    Russland hat nach eigenen Angaben am Wochenende einen großen ukrainischen Luftangriff mit hunderten Drohnen auf die Hauptstadt Moskau abgewehrt. Insgesamt seien binnen zwei Tagen etwa 250 der unbemannten Fluggeräte mit Kurs auf Moskau abgeschossen worden, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur TASS Bürgermeister Sergej Sobjanin. An den Moskauer Flughäfen wurde der Flugbetrieb zeitweise eingeschränkt, wie die russische Luftfahrtbehörde mitteilte.

    In der südrussischen Region Krasnodar geriet zudem nach Angaben der örtlichen Behörden ein Öldepot nach einem Drohnenangriff in Brand. Der Angriff habe sich in der Stadt Labinsk ereignet, teilten die Behörden mit. Niemand sei verletzt worden. Die Region ist regelmäßig Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. So hatte die Ukraine in der vergangenen Woche eine Ölanlage nahe der Stadt Tichorezk, die Afipski-Ölraffinerie und den Hafen Kawkas angegriffen. 

  • |Josef Siffert

    Selenskij: Trilaterale Gespräche in den USA

    US-Vermittler wollen laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij in den USA trilaterale Gespräche mit Russland und der Ukraine über eine Beendigung des Krieges abhalten. Ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump sei nötig, unterstrich Selenskij am Sonntag. Der ukrainische Präsident mahnte überdies angesichts schwerer russischer Angriffe auf sein Land und den Krieg im Nahen Osten zur stärkeren Einhaltung der Sanktionen gegen Moskau.

    Allein in der vergangenen Woche habe Russland 1.770 Kampfdrohnen sowie 86 Raketen und Marschflugkörper gegen die Ukraine eingesetzt, schrieb er auf Telegram. "Jede dieser Raketen beinhaltet mindestens 60 ausländische Bauteile, die Russland unter Umgehung der Sanktionen erhält." Das Schema der Sanktionsumgehung sei bekannt und müsse beendet werden, forderte er.

    Selenskij erinnerte in dem Zusammenhang auch an den Krieg im Nahen Osten, in dem der Iran die Angriffe der USA und Israels unter anderem mit Drohnenattacken gegen eine Reihe von Ländern im Nahen Osten beantwortet. Da die Welt nicht genügend Ressourcen habe, um eine Flugabwehr für Europa und den Nahen Osten auf die Beine zu stellen, sei es umso wichtiger, den Russen die Möglichkeit zu nehmen, Raketen in ihren Fabriken herzustellen, schrieb er.

  • |Josef Siffert

    Brand in russischer Ölanlage nach ukrainischem Drohnenangrif

    In der russischen Oblast Krasnodar ist unterdessen nach einem Drohnenangriff am Sonntag in einer Ölanlage ein Brand ausgebrochen. Grund seien herabgestürzte Trümmer einer abgeschossenen Drohne, teilen die örtlichen Behörden mit. Ersten Berichten zufolge sei niemand verletzt worden.

    Die beschädigte Ölanlage befindet sich in der Nähe von Tichorezk, wo ukrainische Drohnen am Donnerstag eine Ölpumpstation getroffen hatten. Das dort ausgebrochene Feuer war am Freitag gelöscht worden. Die Behörden haben nicht angegeben, ob es sich um dieselbe Einrichtung handelt. Tichorezk ist einer der größten Ölumschlagplätze in Südrussland und die einzige Versorgungsroute für Erdölprodukte zum wichtigen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Die ukrainischen Streitkräfte greifen immer wieder die Energie- und Hafeninfrastruktur in dem russischen Gebiet an.

  • |Josef Siffert

    Bus in Charkiw Region von Drohnenangriff getroffen

    Bei einem russischen Drohnenangriff in der Region Charkiw ist am Freitagvormittag ein Bus getroffen worden. Der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform zufolge seien dabei mindestens eine Person getötet und vier weitere verletzt worden. Bei russischen Angriffen auf mehrere Siedlungen in der Charkiw-Region in den vergangenen 24 Stunden seien außerdem sechs Menschen verletzt worden.

    Infolge von russischen Angriffen auf ukrainische Energieinfrastruktur seien am Freitagmorgen sechs Regionen ohne Strom. Das berichtete laut Ukrinform der ukrainische Stromnetzbetreiber Ukrenergo auf Facebook. Wo die Sicherheitslage es zulasse, seien Notfallreparaturarbeiten im Gange. Auch Hafenanlagen in der südukrainischen Region Odessa seien bei russischen Drohnenangriffen getroffen worden. Dabei sei ein Lebensmittellager beschädigt worden, berichtete der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, auf Telegram.

    Der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte Russland in der Nacht 94 Kampfdrohnen ein, davon seien 77 abgewehrt worden.

  • |Josef Siffert

    Ukraine gibt Verbündeten Zugang zu Schlachtfelddaten für KI

    Die Ukraine öffnet ihren Verbündeten den Zugang zu ihren Schlachtfelddaten, um die Entwicklung von Software für Künstliche Intelligenz (KI) bei Drohnen zu trainieren. Dies teilt Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow auf Telegram mit. "Die Ukraine besitzt eine einzigartige Sammlung von Schlachtfelddaten, die nirgendwo sonst auf der Welt ihresgleichen hat", schreibt Fedorow.

    Dazu gehörten Millionen von kommentierten Bildern, die bei Zehntausenden von Kampfeinsätzen gesammelt worden seien. Die Ukraine habe eine Plattform geschaffen, um KI-Modelle sicher zu trainieren, ohne sensible Daten preiszugeben. Die Datensätze würden ständig aktualisiert. Die Ukraine erhoffe sich davon eine beschleunigte Entwicklung von KI-Modellen, die sie dann in ihrem seit vier Jahren andauernden Abwehrkampf gegen Russland einsetzen könne.

  • |Josef Siffert

    15-Jährige bei russischem Angriff getötet

    Bei einem russischen Angriff im Norden der Ukraine ist nach Behördenangaben eine 15-Jährige getötet worden. Bei der Attacke auf eine Ortschaft in der Nähe der Stadt Tschernihiw seien zwei Wohnhäuser beschädigt worden, teilten die örtlichen Behörden am Donnerstag mit. Die Jugendliche sei dabei getötet und ihre Eltern verletzt worden.

  • |Josef Siffert

    Selenskij hofft auf Plan B für weitere Hilfen aus Europa

    Um die von Ungarn blockierten milliardenschweren EU-Hilfen an die Ukraine freizugeben, braucht es nach Angaben aus Kiew neue Ideen. "Wir und Europa, wir brauchen alle einen Plan B", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij in einem Interview von Politico und Welt. Das sei nötig, um weitere Erpressungsversuche von Ungarns Regierungschef Viktor Orbán abzuschmettern.

    Ein seit langer Zeit zwischen Kiew und Budapest schwelender Streit hat sich in den letzten Wochen auch vor dem Hintergrund des Wahlkampfs in Ungarn drastisch verschärft. Die ungarische Regierung fordert von der Ukraine die schnellstmögliche Reparatur der bei russischen Angriffen beschädigten Ölpipeline "Druschba". Über die Leitung erhält Ungarn vergleichsweise billiges Öl aus Russland. Kiews Beteuerungen, dass die Reparatur langwierig ist, schenkt Budapest keinen Glauben und hat die Vergabe eines 90-Milliarden-Kredits an die Ukraine blockiert.

    Im Interview ging Selenskij auch auf Trumps Vermittlungsbemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs ein. Während er sie insgesamt lobte und die Verhandlungsbereitschaft seines Landes betonte, forderte Selenskij zugleich: Washington müsse mehr Druck auf Kremlchef Wladimir Putin ausüben, "nicht auf mich". Hintergrund waren jüngste Äußerungen Trumps, der einmal mehr Putin größere Verhandlungsbereitschaft attestierte als Selenskij.

  • |Josef Siffert

    Ukraine greift Öldepot mit Drohnen an

    Ein ukrainischer Drohnenangriff löst in der südrussischen Region Krasnodar Behördenangaben zufolge ein Feuer in einem Öldepot aus. Verletzt wurde niemand, so der regionale Krisenstab. Das russische Verteidigungsministerium meldet zudem, die Luftabwehr habe in der Nacht 80 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgefangen und zerstört.

  • |Manuel Simbürger

    Mindestens 14 Verletzte durch russische Drohnen

    Durch russische Drohnenangriffe sind in der Ukraine nach Behördenangaben mindestens 14 Menschen verletzt worden. In der Großstadt Dnipro im Süden sei ein Wohnblock beschädigt worden, teilte der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, am Dienstag auf Telegram mit. Zehn Menschen, darunter ein zwölfjähriger Bub, seien verletzt worden. Schäden habe es auch an einem Verwaltungsgebäude gegeben. In der östlichen Großstadt Charkiw wurden vier Menschen verletzt.

    Dort trafen Drohnen einen Stadtteil mit Einfamilienhäuser, teilte Bürgermeister Ihor Terechow mit. Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben in der Nacht 137 angreifende Drohnen aus Russland. 122 von ihnen seien abgefangen worden. An zehn Orten habe es aber Einschläge gegeben. Das russische Militär in Moskau wiederum teilte mit, in der Nacht seien 17 ukrainische Drohnen abgefangen worden. Russland überzieht das Nachbarland seit mehr als vier Jahren mit Krieg.

  • |Patrick Resch

    Iran-Krieg verzögert Friedensgespräche zur Ukraine weiter

    Aufgrund des Iran-Krieges ist eine weitere Verhandlungsrunde zu einer Friedenslösung in der Ukraine verschoben worden. "Derzeit liegt der Schwerpunkt der Partner und die ganze Aufmerksamkeit auf der Situation um den Iran", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einer Beratung mit dem ukrainischen Verhandlungsteam auf sozialen Netzwerken.

    Die Verschiebung sei auf Vorschlag der US-amerikanischen Seite erfolgt. "Doch ist die Ukraine bereit zu Treffen in jedem Moment und in jedem Format", fügte Selenskyj hinzu.

    Russland warf er vor, die Situation im Nahen Osten zu seinen Gunsten auszunutzen. Moskau versuche eine "zweite Front gegen die Ukraine und den ganzen Westen" zu errichten.

    Zuvor hatte das ukrainische Präsidentenbüro Presseberichte über ein mögliches Treffen in Istanbul (Türkei) am Mittwoch dementiert. Davor waren in der vergangenen Woche geplante Gespräche zwischen Russland und der Ukraine mit US-Vermittlung in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) aufgrund der Sicherheitslage verschoben worden.

  • |Josef Siffert

    Russland meldet Schäden nach ukrainischen Angriffen

    Bei einem nächtlichen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Gebäude im russisch besetzten Teil der Region Saporischschja im Süden der Ukraine ist laut den von Russland eingesetzten Behörden eine Frau getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden, sagte eine Behördenvertreterin im Bezirk Wassiliwka der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS am Sonntag. 

    In einem Dorf nahe der Stadt Charkiw in der Nordostukraine wurden bei einem russischen Angriff nach Angaben von Rettungskräften in der Nacht auf Sonntag drei Menschen verletzt. Zunächst sei durch russische Drohnen ein Brand in einem Haus in Welika Babka ausgelöst worden, teilten die Rettungskräfte im Onlinedienst Telegram mit. Anschließend habe das russische Militär mit einer Drohne ein Feuerwehrfahrzeug ins Visier genommen, das zum Löschen des Brandes losgeschickt worden sei. Das Fahrzeug sei zerstört worden.

    Die Ukraine traf zudem bei Angriffen im grenznahen, russischen Gebiet Belgorod erneut Energieanlagen und im Gebiet Krasnodar ein Öldepot. In Belgorod berichtete Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow am Sonntag von schweren Schäden an der Energieinfrastruktur und Stromausfällen nach einem ukrainischen Raketenangriff. Es gebe auch Probleme bei der Wasser- und Wärmeversorgung. In Armawir im Gebiet Krasnodar brach in einem Öllager nach einem Drohnenangriff ein Feuer aus.

  • |Josef Siffert

    Ölterminal in Südrussland nach Drohnenangriff in Brand

    Nach einem Drohnenangriff ist örtlichen Behörden zufolge in einem Ölterminal in der südrussischen Region Krasnodar am Samstag ein Feuer ausgebrochen. Die Einsatzzentrale der Region schreibt auf Telegram, 91 Feuerwehrleute würden den Brand in Armavir bekämpfen. Es gebe keine Verletzten. Die Ukraine, deren Streitkräfte in der Vergangenheit wiederholt russische Ölanlagen angegriffen haben, äußert sich zunächst nicht.

    Frühere Angriffe hatte die Ukraine unter anderem damit begründet, die Handlungsfähigkeit Russlands in dessen Angriffskrieg dadurch einzuschränken.

  • |Josef Siffert

    Selenskij auf Frontbesuch

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij warnte während einer Reise in die umkämpfte Region Donezk vor einer russischen Frühlingsoffensive. Die Offensive werde gerade vorbereitet und es sei wichtig, dass die Verteidigungspositionen ausgebaut und die ukrainischen Soldaten gut ausgerüstet seien für den Fall, sagte Selenskij am Freitag in seiner abendlichen Videoansprache - diesmal aus der Stadt Druschkiwka, gut 20 Kilometer von der Front entfernt.

    Zuvor hatte Selenskij mehrere Kommandopunkte der Ukrainer in der Region besucht, Soldaten ausgezeichnet und sich von den Offizieren ein Lagebild geben lassen, wie aus verschiedenen Beiträgen in sozialen Netzwerken des Präsidenten hervorgeht. Es ist nicht die erste Reise Selenskijs ins Frontgebiet. Die Region Donezk ist schwer umkämpft, die Ukrainer halten noch etwa ein Fünftel des Territoriums, darunter aber auch den gut ausgebauten Verteidigungsgürtel um das Ballungsgebiet rund um Slowjansk und Kramatorsk.

  • |Josef Siffert

    Mehrere Tote bei russischen Angriffen auf Charkiw

    Russland hat die Ukraine erneut mit Luftangriffen überzogen und allein in der zweitgrößten Stadt Charkiw im Osten zahlreiche Menschen getötet und verletzt. Beim Einschlag einer ballistischen Rakete in einem Wohnhaus seien mindestens sieben Menschen getötet worden, teilte der Militärgouverneur von Charkiw, Oleh Synjehubow, am Samstag in der Früh auf Telegram mit. Unter den Toten waren demnach auch ein Bub und ein 13 Jahre altes Mädchen.

    Die Zahl der Opfer hatte sich am Morgen immer wieder erhöht, weil Rettungskräfte die Leichen erst nach und nach aus den Trümmern zogen. Auf den veröffentlichten Fotos waren schwere Schäden an dem fünfgeschoßigen Wohnhaus zu sehen. Demnach sprengte die Rakete große Teile des Gebäudes weg. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij sprach von mehr als zehn Verletzten. "Russland hat 29 Raketen, davon fast die Hälfte ballistische Raketen, und 480 Drohnen, davon die meisten vom Typ Shahed, gegen die Ukraine eingesetzt", teilte er in den sozialen Netzwerken mit. Einmal mehr sei die Energieversorgung Ziel der russischen Angriffe gewesen.

  • |Josef Siffert

    Ungarn und Ukraine: Festnahmen und Geldwäsche-Vorwurf

    Transporter aus Österreich in die Ukraine am Donnerstag festgesetzt. Sieben Mitarbeiter einer Staatsbank vorübergehend festgenommen.
  • |Patrick Resch

    Russland und die Ukraine tauschen je 300 Kriegsgefangene aus

    Russland und die Ukraine haben nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums am Freitag jeweils 300 Kriegsgefangene ausgetauscht. Am Vortag hatten beide Seiten bereits jeweils 200 Soldaten freigelassen, sodass insgesamt jeweils 500 Kriegsgefangene in ihre Heimat zurückkehrten.

    Der Austausch war nach Angaben beider Seiten bei Verhandlungen mit den USA in Genf im vergangenen Monat vereinbart worden. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate vermittelten bei dem Austausch. Gefangenenaustausche gehören zu den wenigen Bereichen, in denen Moskau und Kiew noch kooperieren.

    Die USA drängen auf eine Einigung zur Beendigung des Ukraine-Krieges. Zuletzt schienen die Verhandlungen jedoch ins Stocken geraten zu sein und die USA richteten ihren Fokus mehr auf ihren Krieg gegen den Iran.

  • |Patrick Resch

    Neun Verletzte bei Drohnenabsturz auf Krim

    Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs auf die russisch besetzte Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach russischer Darstellung mindestens neun Menschen verletzt worden. Ein fünfstöckiges Wohnhaus sei in der Hafenstadt Sewastopol von einer abgeschossenen Drohne schwer beschädigt worden, teilte Verwaltungschef Michail Raswoschajew auf Telegram mit.

    Die nahe dem Haus abgestürzte Drohne sei mit Metallkugeln und Sprengstoff gefüllt gewesen, erklärte Raswoschajew weiter. Sechs der Verletzten, darunter auch drei Kinder, seien mit Schnittwunden in Krankenhäuser gebracht worden. Die Informationen ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Angaben zu möglichen Treffern auf Militäreinrichtungen wurden nicht gemacht.

  • |Josef Siffert

    Selenskij: USA baten um Hilfe bei Abwehr iranischer Drohnen

    Die Ukraine hat eine Hilfsanfrage ihrer Partner für die Abwehr iranischer Drohnen erhalten. Dies teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij am Mittwoch in seiner abendlichen Videoansprache mit. Dabei sei es um im Iran entwickelte Shahed-Drohnen gegangen. Auch die USA hätten angefragt.

    Selenskij hatte zuvor angedeutet, dass Kiew sein Fachwissen mit Ländern des Nahen Ostens teilen könnte, wenn diese dazu beitragen könnten, Russland zu einer Waffenruhe in dem Krieg zwischen der Ukraine und Russland zu bewegen. Der ukrainische Präsident berichtete, dass er mit Spitzenpolitiker von Bahrain und Kuwait über den Iran gesprochen hatte. Beide Länder sehen sich iranischen Angriffen ausgesetzt, weil sich auf ihrem Boden US-Militärstützpunkte befinden.

  • |Josef Siffert

    Selenskij: Bemühen uns um Verschiebung der trilateralen Gespräche

    Die Ukraine bemüht sich um eine Verschiebung der Gespräche zur Beendigung des Kriegs. Hintergrund sei die Lage im Nahe Osten, teilte Präsident Selenskij am Donnerstag mit. Die Ukraine habe diesbezügliche mit den USA Kontakt aufgenommen. Es sei über eine Verschiebung und Verlegung der nächsten Runde gesprochen worden. "Das nächste trilaterale Treffen zwischen der Ukraine, den USA und Russland war für den Zeitraum vom 5. bis 9. März geplant, abhängig von den Entwicklungen weltweit. Derzeit gibt es einen weiteren Krieg im Nahen Osten", erklärte Selenskij auf X.

  • |Josef Siffert

    Verletzte nach russischen Angriffen

    Russland hat die Ukraine in der Nacht auf Donnerstag erneut mit Angriffen aus der Luft überzogen. Im ostukrainischen Gebiet Charkiw wurden nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft mehrere Menschen durch russische Drohnenattacken verletzt. Demnach nahm die russische Armee Ortschaften im Landkreis Tschuhujiw ins Visier.

    Vier Personen seien verletzt worden, als eine Drohne in der Nähe eines Mehrfamilienhauses im Dorf Nowopokrowka einschlug, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Fünf weitere erlitten demnach dort und drei weitere im Dorf Kamjana Jaruga eine akute Stressreaktion. Damit reagiert der Körper nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO auf ein sehr belastendes, potenziell traumatisches Erlebnis. Zu häufigen Symptomen gehören unter anderem Flashbacks des Ereignisses und Albträume.

    Der Gouverneur des südukrainischen Gebiets Odessa, Oleh Kiper, sprach zudem von einem Angriff auf ein ziviles Schiff unter der Flagge Panamas im Schwarzen Meer. Es habe den ukrainischen Hafen Tschornomorsk verlassen und Mais transportiert. Es gebe verletzte Besatzungsmitglieder, schrieb er bei Telegram, ohne Details zu nennen.

  • |Josef Siffert

    Warum der Iran-Krieg zum großen Problem für die Ukraine wird

    Der Verbrauch amerikanischer Luftabwehrraketen im Iran ist massiv - Kiew bekommt das zu spüren, weil die Lieferungen ausfallen.

  • |Josef Siffert

    Erdölstreit: Slowakei stellt Notstromhilfe für Kiew ein

    Der slowakische Stromnetz-Betreiber SEPS hat am Mittwoch die Lieferung von Notstrom an die von Russland angegriffene Ukraine eingestellt. "Ab dem Moment dieser Bekanntgabe liefert SEPS keine Notstromhilfe mehr", sagte SEPS-Chef Martin Magath in Bratislava. Das staatliche Unternehmen folgte damit einer Anweisung der Regierung in Bratislava, die der linksnationale Ministerpräsident Robert Fico vor mehr als einer Woche angedroht hatte.

    Bisher hatte sich SEPS auf gültige Lieferverträge mit der ukrainischen Partnerfirma Ukrenerho berufen. Deshalb waren von der slowakischen Regierung angekündigte Stromlieferstopps in der Realität nicht zu spüren gewesen. Nun aber habe die Regierung "diesen Prozess von der rechtlichen Seite zu Ende geführt" und SEPS kündige den Vertrag mit Ukrenerho auf, teilte Magath mit.

    Der Lieferstopp betreffe ausschließlich jene technischen Einspeisungen von elektrischem Strom, die dazu dienten, "in bestimmten Momenten das ukrainische Netz zu stabilisieren", betonte der Unternehmenschef. "Das ist nicht der Strom, der zum Beleuchten, Heizen, Kochen oder das alltägliche Leben verwendet wird", erläuterte er.

  • |Josef Siffert

    Selenskij: Friedensgespräche könnten in Österreich stattfinden

    Für Friedensverhandlungen mit Russland kämen auch der Vatikan oder die Türkei infrage, so der ukrainische Präsident.
     

  • |Josef Siffert

    Selenskij bezweifelt starke russische Frühjahrsoffensive

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij zweifelt an der Stoßkraft der zu erwartenden Frühjahrsoffensive der russischen Armee. Klar sei, dass Russland weiterhin den Osten der Ukraine sowie im Süden die Städte Saporischschja und Dnipro besetzen wolle, sagte Selenskij in Kiew. "Es ist schwierig für sie, aber sie haben die Region Odessa im Blick." Doch nach ukrainischer Einschätzung reichten die russischen Kräfte nicht aus.

    "Ihre Karten stimmen nicht mit der Realität überein – wo sich unsere Streitkräfte befinden und wo ihre Streitkräfte", sagte Selenskij, wie die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform meldete. "Sie können den März-Angriff nicht so beginnen, wie sie es wollten."

  • |Patrick Resch

    Ukraine: Geländegewinne im Süden

    Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben im Gebiet Saporischschja seit Ende Jänner neun Siedlungen zurückerobert und setzen ihren Gegenangriff an der südöstlichen Front fort. Erstmals seit dem Sommer 2024 hätten die eigenen Truppen in einem Monat mehr Gebiete befreit als die russischen Angreifer eingenommen hätten, sagte Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj am Montag.

    Berichten zufolge profitierten die Ukrainer dabei von massiven Ausfällen der Starlink-Terminals auf russischer Seite. Der Gründer der Satellitenfirma SpaceX, Elon Musk, hatte den Zugang für russische Truppen Ende Jänner auf Bitten der Regierung in Kiew blockiert, was die Kommunikation und Lagebeurteilung der Angreifer erheblich beeinträchtigte.

    Dem ukrainischen Kartenprojekt DeepState zufolge eroberten russische Truppen im Februar 126 Quadratkilometer. Dies entspricht dem geringsten Geländegewinn seit 20 Monaten. "Wir haben diese schwere Schlacht um den Winter überstanden", schrieb Syrskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Russland hatte in den vergangenen Monaten seine Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur verstärkt. Parallel zu den Kämpfen laufen diplomatische Bemühungen weiter, den nunmehr im fünften Jahr andauernden Krieg zu beenden. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Montag, er erwarte in dieser Woche eine neue Runde von Washington vermittelter Friedensgespräche, ungeachtet der jüngsten Angriffe der USA und Israels auf den Iran.

  • |Josef Siffert

    Brand in Tanklager wieder gelöscht

    Der Brand eines Tanklagers im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk ist den örtlichen Behörden zufolge wieder gelöscht. Das Feuer war nach einem ukrainischen Drohnenangriff ausgebrochen. Ein Vertreter des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU erklärt, dass die Ukraine das Ölterminal Sheskharis in Noworossijsk in der Nacht mit Drohnen angegriffen hat.

  • |Josef Siffert

    Russland will weiter mit USA verhandeln

    Moskau bleibt nach Kremlangaben offen für eine Vermittlerrolle Washingtons im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. "Wir schätzen weiterhin die Vermittlungsbemühungen der Vereinigten Staaten sehr, vertrauen aber in erster Linie nur uns selbst“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

     Russland werde sich auch weiterhin ausschließlich von seinen eigenen Interessen leiten lassen, sagte er. Unklar ist, ob wegen der Lage im Nahen Osten die von der Ukraine für Anfang März angekündigten trilateralen Gespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten über die Bühne gehen können. Zuletzt hatte es in Genf solche Gespräche gegeben.

  • |Josef Siffert

    Ukraine attackiert russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk

    Fünf Menschen wurden in der russischen Hafenstadt und Flottenbasis Noworossijsk offiziellen Angaben zufolge bei ukrainischen Drohnenangriffen verletzt. Acht Wohnblocks und neun private Wohnhäuser seien bei der Attacke beschädigt worden, schrieb der Gouverneur von Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, bei Telegram. Er rief die Bürger dazu auf, weiterhin Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Die Behörden riefen in Noworossijsk den Notstand aus.

    Unterdessen berichtete das unabhängige Portal "Astra" von einem Brand im Ölterminal Schechsaris im Süden von Noworossijsk. Dieser sei mutmaßlich durch die Drohnenangriffe hervorgerufen worden, hieß es. Schechsaris gilt als für Russland strategisch wichtiger Terminal zur Aufnahme, Lagerung und Verschiffung von Öl und Ölprodukten. Er spielt eine wichtige Rolle beim Ölexport über das Schwarze Meer. Ukrainische Drohnen haben Schechsaris bereits im November 2025 bei einem Angriff auf eine Militärbasis in Hafennähe beschädigt.

    Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von 172 Drohnen in der Nacht. 67 davon seien über dem Schwarzen Meer, 66 über dem südrussischen Gebiet Krasnodar liquidiert worden.

  • |Josef Siffert

    Selenskij: Moskau setzte im Winter fast 19.000 Drohnen ein

    Russland hat laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij allein in der vergangenen Woche mehr als 1.720 Kampfdrohnen, fast 1.300 Gleitbomben und mehr als 100 Raketen gegen sein Land eingesetzt. Selenskij warf Moskau vor, in diesem Winter nicht einmal versucht zu haben, Angriffe auf zivile kritische Infrastruktur zu rechtfertigen. In den drei Wintermonaten habe Russland mit fast 19.000 Kampfdrohnen, mehr als 14.670 Gleitbomben und 738 Raketen angegriffen.

    Die meisten der Drohnen seien vom ursprünglich iranischen Bautyp Shahed, den die iranische Führung derzeit im Nahen Osten einsetze, schrieb der ukrainische Präsident in sozialen Medien weiter. Das Böse müsse überall auf der Welt bekämpft werden, unterstrich Selenskyj. "Wenn die Vereinigten Staaten und andere Partner genug Entschlossenheit zeigen, müssen letztendlich auch die blutigsten Diktatoren für ihre Verbrechen zahlen."

  • |Josef Siffert

    Vier Tote nach russischem Beschuss in Südukraine

    Bei russischem Beschuss der Stadt Cherson im Süden der Ukraine sind vier Menschen getötet worden. Zwei ältere Frauen, die sich am Eingang eines Wohnhauses befanden, seien bei dem Angriff ums Leben gekommen, schrieb Gebietsgouverneur Olexander Prokudin bei Telegram. Eine 85-Jährige und ein 63 Jahre alter Mann seien im Krankenhaus an ihren Verletzungen gestorben.

    Die Ukraine verteidigt sich seit etwas mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.

  • |Josef Siffert

    Selenskij: Haben Winter überstanden

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij hat das Ende des vierten Kriegswinters und den damit verbundenen Widerstand gegen die russischen Angriffe auf das Energiesystem seines Landes begrüßt. "Heute ist der Tag, an dem jeder von uns mit Fug und Recht sagen kann: Wir haben diesen Winter überstanden, den schwierigsten seit Beginn des Krieges", sagte Selenskij in seiner Videoansprache am ersten Tag des meteorologischen Frühlings. "Die Russen wollten diesen Winter zur Vernichtung der Ukraine und der Ukrainer nutzen, aber die Ukraine hat nicht nachgegeben", hieß es weiter.

    Russland habe in einem der größten Angriffe am 6. Dezember über 700 Ziele attackiert, danach folgten regelmäßige Angriffe gegen diverse Objekte zur Energieversorgung. "Kein Volk hat solche Prüfungen durchgemacht", sagte Selenskyj. "Die Ukrainer haben auch das überwunden."

    Mit diesen Angriffen, die die Versorgung mit Wasser, Strom und Wärme teilweise unterbrachen, versuchten die russischen Streitkräfte, die ukrainische Zivilbevölkerung massiv unter Druck zu setzen. Durch die russischen Attacken mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern kam es zu stundenlangen Stromabschaltungen in verschiedenen Landesteilen, die die ukrainischen Reparaturtrupps vor schwere Aufgaben stellten.

  • |Josef Siffert

    Russische Angriffe auf Hafenanlagen in Odessa gemeldet

    Die ukrainische Regierung meldet russische Angriffe auf Hafenanlagen in der südlichen Region Odessa. Brände seien daraufhin in der Nacht auf Freitag ausgebrochen und Lagerhäuser, Lebensmittelcontainer und Geräte beschädigt worden, teilte Vize-Ministerpräsident Olexij Kuleba mit. Der ukrainische Seekorridor sei aber trotz der Angriffe weiterhin betriebsbereit. Über die Strecke im Schwarzen Meer wird trotz des Kriegs wichtige Fracht transportiert, darunter viel Getreide.

    Für die Umgebung des von Russland kontrollierten ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja ist nach russischen Angaben eine lokal begrenzte Feuerpause vereinbart worden. Das soll es ermöglichen, Stromleitungen zu reparieren, berichten russische Nachrichtenagenturen am Freitag unter Berufung auf den staatlichen russischen Atomkonzern Rosatom.

  • |Josef Siffert

    Russland warnt vor Entsendung britischer Soldaten

    Russland warnt vor der Entsendung britischer Truppen in die Ukraine. "Entgegen Healeys irriger Annahme wird die Entsendung britischer Truppen nicht das Ende des Krieges bedeuten", sagte Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa am Donnerstag, mit Blick auf den britischen Verteidigungsminister John Healey. "Vielmehr würde dies den Konflikt verlängern und das Risiko einer groß angelegten militärischen Konfrontation unter Beteiligung vieler weiterer Staaten erhöhen."

    Sacharowa bekräftigte vor der Presse die Drohung, dass Russland jegliche ausländischen Truppen in der Ukraine als legitime Ziele ansehen würde. Healey hatte am Wochenende in einem Beitrag für eine Zeitung geschrieben: "Ich möchte der Verteidigungsminister sein, der britische Truppen in die Ukraine entsendet – denn das wird bedeuten, dass dieser Krieg endlich vorbei ist." Großbritannien und Frankreich haben sich bereit erklärt, nach einem Waffenstillstand Truppen in die Ukraine zu schicken.

  • |Josef Siffert

    Selenskij: Nächste Ukraine-Verhandlungsrunde in Abu Dhabi

    Die nächste Runde der US-vermittelten Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland wird Angaben aus Kiew zufolge Anfang März in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten erwartet. "Es ist notwendig, alles, was für echte Sicherheitsgarantien erreicht wurde, zu finalisieren und ein Treffen der Staatschefs vorzubereiten", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij in einer Videobotschaft. Ein solches Gipfeltreffen könne helfen, "Schlüsselfragen" zu lösen.

  • |Josef Siffert

    Mindestens 20 Verletzte bei russischen Angriffen

    Russland hat ukrainischen Angaben zufolge den Osten und Süden des Landes in der Nacht auf Donnerstag mit Raketen und Drohnen angegriffen. Etwa 20 Menschen seien dabei verletzt worden, teilten die Lokalbehörden mit. Wohnhäuser seien beschädigt worden. Ballistische Raketen und Marschflugkörper hätten Kiew, die gleichnamige Region sowie die östliche Stadt Charkiw zum Ziel gehabt, Saporischschja im Süden sei mit Drohnen angriffen worden.

    Allein in der Region Charkiw wurden laut Gouverneur Oleh Synjehubow mindestens 14 Menschen verletzt, darunter ein siebenjähriger Bub. In Saporischschja gab es nach Angaben von Gouverneur Iwan Fedorow mindestens sieben Verletzte. Die genaue Zahl der eingesetzten Raketen und Drohnen sowie die Hauptangriffsziele nennen die Behörden zunächst nicht. In den vergangenen Monaten hat Russland seine Angriffe vor allem auf den ukrainischen Energiesektor konzentriert.

  • |Josef Siffert

    Über 1700 Afrikaner kämpfen auf russischer Seite

    Russland setzt im Krieg gegen die Ukraine nach Angaben aus Kiew mehr als 1700 Afrikaner als Soldaten ein. Moskau versuche, Bürger afrikanischer Staaten unter falschen Vorwänden in den Krieg hineinzuziehen, sagte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha. Sein ghanaischer Amtskollege Samuel Okudzeto Ablakwa ergänzte, viele Männer seien im Darknet mit falschen Versprechungen auf zivile Arbeitsplätze geködert worden. Sie hätten keinerlei militärische Ausbildung.

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