Verletzte nach möglichem Angriff auf Waffenfabrik

Raketenfabrik in entlegener russischer Region soll getroffen worden sein. Keine offizielle Bestätigung.
Drei Soldaten in Tarnuniform mit Gewehren stehen auf verschneitem Boden im Wald.

Bei einem ukrainischen Angriff in der entlegenen südrussischen Region Udmurtien hat es Schäden und Verletzte gegeben. Das teilte Regionalgouverneur Alexander Bretschalow am Samstag via Telegram mit. Einzelheiten nannte er nicht. Laut nicht überprüfbaren Berichten wurde eine Waffenfabrik getroffen, in der Raketen hergestellt werden. Elf Menschen wurden den offiziellen Angaben zufolge verletzt, drei mussten in Spitäler.

Inoffiziellen ukrainischen Militärblogs zufolge griffen die Streitkräfte eine Fabrik in der Stadt Wotkinsk an, rund 1.400 Kilometer von der Ukraine entfernt. Dort werden demnach russische Raketen hergestellt, darunter die Kurzstreckenrakete Iskander und die Interkontinentalrakete Topol-M. Bewohner in der Region westlich des Uralgebirges veröffentlichten auch Aufnahmen in sozialen Netzwerken von einem Brand und Schäden.

Eine amtliche Bestätigung dafür gab es nicht. In der Hauptstadt Ischewsk gab es wegen Luftalarms auf dem Flughafen zeitweilig keine Starts und Landungen.

Ukraine soll Marschflugkörper eingesetzt haben

Laut Medien in Kiew sollen nicht Drohnen, sondern ein Marschflugkörper des Typs Flamingo für den Angriff eingesetzt worden sein. Dafür gab es ebenfalls keine offizielle Bestätigung. Allerdings teilte das russische Verteidigungsministerium mit, dass die Flugabwehr unter anderem fünf Flamingos und mehr als 170 Drohnen abgeschossen habe. Zu Schäden oder den genauen Orten machte das Ministerium wie fast immer keine Angaben.

Russische Militärblogger meldeten zudem einen Angriff, der einen Brand in einer Gasverarbeitungsanlage in der südostrussischen Stadt Samara ausgelöst habe. Eine offizielle Stellungnahme aus der Region Samara lag dazu zunächst nicht vor. Die staatliche Nachrichtenagentur TASS berichtete von einem Angriffsversuch in der Region Tatarstan. Mit Drohnen würden Produktionsanlagen in Almetjewsk ins Visier genommen. Details werden zunächst nicht bekannt.

Russen rücken in Donezk vor

In der Ukraine rücken russische Streitkräfte unterdessen laut dem Verteidigungsministerium in der Region Donezk vor. Dort sei die Ortschaft Karpiwka eingenommen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur RIA.

Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. An diesem Dienstag (24. Februar) ist der Jahrestag des Beginns der Invasion, die in ihr fünftes Jahr geht.

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