Fico warnt vor drastischem Schritt gegen die Ukraine
Ukraine-Krieg: Die wichtigsten Entwicklungen der letzten Zeit zusammengefasst:
- Im Eiltempo in die EU: Brüssel bastelt an radikalen Plänen für die Ukraine
- Russland rekrutiert in Uganda "Kanonenfutter" für Ukraine-Krieg
- Ukraine-Krieg: 1,5 Prozent Landgewinn – und viel Propaganda
- Moskau erwartet neue Friedensgespräche in Kürze
- Kein "Kriegskredit": Ungarn blockiert Ukraine-Darlehen
- Militärexperte: "Je länger der Krieg dauert, umso größer sind Russlands Chancen"
- Vier Jahre Krieg: Wie geht es den Ukrainern in Österreich?
- Fico warnt vor drastischem Schritt gegen die Ukraine
Ukraine-Krieg: Alle aktuellen Entwicklungen
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Nach Ungarn: Fico warnt Ukraine
Nach Ungarn erhöht nun auch die Slowakei den Druck auf die Ukraine, russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline wieder zu ermöglichen. Wenn der Öltransit an die Slowakei am Montag nicht wieder aufgenommen werde, werde er den staatlichen Netzbetreiber SEPS auffordern, die Notstromlieferungen an die Ukraine einzustellen, sagte Regierungschef Robert Fico laut Regierungsmitteilung. Fico prognostizierte außerdem der EU "Probleme" bei der Verabschiedung weiterer Sanktionen.
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Zwei Tote nach Angriff auf Odessa
Bei einem russischen Angriff auf die Region Odessa sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen ums Leben gekommen. Drei Personen seien verletzt worden, teilten ukrainische Rettungskräfte am Montag auf Telegram mit. Eine russische Drohne sei auf einem Lkw-Rastplatz eingeschlagen. Das habe ein Feuer ausgelöst, bei dem die Menschen getötet wurden.
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Wieder Strom in Saporischschja
Im russisch besetzten Teil der ukrainischen Region Saporischschja ist die Stromversorgung nach einem ukrainischen Angriff weitgehend wiederhergestellt. Nur noch 12.000 Haushalte in einem Bezirk seien ohne Strom, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki über Telegram mit. Zuvor hatte es nach einem ukrainischen Angriff am Sonntag auf die Energieinfrastruktur zwei Stromausfälle gegeben. Im ebenfalls russisch kontrollierten Luhansk geriet nach Angaben des dortigen Vertreters Russlands ein Treibstofflager nach einem ukrainischen Drohnenangriff in Brand.
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Südkorea: Russland soll "Sieges-Banner" von Botschaft entfernen
Südkorea hat von der russischen Botschaft in Seoul die Entfernung eines „Sieges“-Banners gefordert. Das Transparent mit der Aufschrift „Der Sieg wird unser sein“ sei kurz vor dem vierten Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine an der Botschaft angebracht worden, teilte das südkoreanische Außenministerium mit. Zudem müsse die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea aufhören. Diese stelle eine ernste Bedrohung für die Sicherheit Südkoreas dar. Eine Stellungnahme der russischen Botschaft lag zunächst nicht vor.
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Selenskyj: Toter und Verletzte nach russischen Angriffen
Bei neuen russischen Angriffen sind in der Ukraine laut Präsident Wolodymyr Selenskyj ein 49-jähriger Mann getötet und acht weitere Personen verletzt worden. "Das Hauptziel des Angriffs war die Energieversorgung, auch normale Wohngebäude wurden beschädigt, und es gab Schäden an der Eisenbahn", sagte Selenskyj. Bei zwei Explosionen in der westukrainischen Großstadt Lwiw (Lemberg) wurde eine 23-jährige Polizistin getötet und 25 Menschen verletzt.
"Das war ein Terroranschlag", sagte der Lwiwer Bürgermeister Andrij Sadowyj in seinem Telegram-Kanal. Die Explosionen hatten sich kurz nach Mitternacht ereignet. Nach einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft eilten die Sicherheitskräfte zunächst wegen eines angeblichen Einbruchs zu einem Geschäft nahe der Altstadt von Lwiw. Als sie dort ankamen, sei die erste Explosion ausgelöst worden - und eine zweite dann, als kurz darauf Verstärkung eintraf. Nicht alle Opfer hätten den Anschlag überlebt, teilte die ukrainische Nationalpolizei mit. Laut Bürgermeister Sadowyj wurden auch zwei Autos beschädigt, darunter ein Streifenwagen.
Die Region Lwiw liegt im Westen der Ukraine an der polnischen Grenze. Die gleichnamige Stadt ist nur etwa 50 Kilometer Luftlinie vom EU-Gebiet entfernt.
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Verletzte nach möglichem Angriff auf Waffenfabrik
Bei einem ukrainischen Angriff in der entlegenen südrussischen Region Udmurtien hat es Schäden und Verletzte gegeben. Das teilte Regionalgouverneur Alexander Bretschalow am Samstag via Telegram mit. Einzelheiten nannte er nicht. Laut nicht überprüfbaren Berichten wurde eine Waffenfabrik getroffen, in der Raketen hergestellt werden. Elf Menschen wurden den offiziellen Angaben zufolge verletzt, drei mussten in Spitäler.
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Meinl-Reisinger verteidigt heimische Ukraine-Hilfe
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat bei ihrem Besuch in Kiew die Hilfe für die Ukraine verteidigt. Angesichts der Zerstörungen durch russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur wie etwa Wärmekraftwerke - gerade bei eisigen Temperaturen - drohe den Menschen ein Kältetod. "Deshalb freue ich mich schon auch zu sehen, wo unsere AKF-Mittel hingehen", sagte die Außenministerin zum Abschluss ihrer Reise zu österreichischen Journalisten.
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AKW Saporischschja: Nur noch eine externe Stromleitung
Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA wird das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine nur noch über eine letzte verbliebene externe Stromleitung versorgt. Eine Reserveleitung sei vor mehr als einer Woche ausgefallen. Der Ausfall der Leitung Ferrosplavna-1 am 10. Februar sei "Berichten zufolge infolge militärischer Aktivitäten" geschehen, teilte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi in einer Erklärung mit.
Das von russischen Truppen in den ersten Wochen der Invasion eingenommene Kraftwerk ist das größte Europas. Es erzeugt selbst keinen Strom, benötigt diesen jedoch zur Kühlung des Kernmaterials, um eine Kernschmelze zu verhindern.
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Gouverneur: Ein Toter bei Ukraine-Angriff auf Sewastopol
Bei einem ukrainischen Angriff auf die Stadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Krim ist nach offiziellen Angaben mindestens ein Mensch getötet worden. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, erklärte am Freitag im Onlinedienst Telegram, die Luftabwehr und die russische Schwarzmeerflotte hätten bei der Abwehr des ukrainischen Angriffs 16 Drohnen abgeschossen. Sewastopol wird von der Ukraine immer wieder ins Visier genommen.
In der Hafenstadt auf der annektierten Halbinsel befindet sich das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte.
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Selenskij erwartet nächste Gespräche in der Schweiz
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij erwartet eine Fortsetzung der Verhandlungen mit Russland über eine Beendigung des Kriegs in der Schweiz. Weil der Krieg in Europa tobe, müssten auch die Gespräche hier laufen, sagte Selenskij in einem Interview mit dem britischen Journalisten Piers Morgan. "Ich möchte unterstreichen, dass das nächste Treffen ebenfalls in der Schweiz stattfindet", sagte Selenskij nach den zweitägigen Verhandlungen am Dienstag und Mittwoch in Genf.
Russland hat bisher weder einen Ort noch einen Termin bestätigt. Selenskij hatte die Ergebnisse der trilateralen Gespräche in Genf unter Vermittlung der USA als unzureichend kritisiert und eine Fortsetzung noch im Februar gefordert.
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US-Demokraten für schärfere Russland-Sanktionen
Eine Gruppe von US-Senatoren der Demokraten fordert bei einem Besuch in der Ukraine schärfere Sanktionen gegen Russland. Man hoffe auf stärkere Anstrengungen, um Druck auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin auszuüben, sagt Senatorin Jeanne Shaheen. Länder wie China, Indien, Ungarn und Brasilien, die russisches Öl und Gas kauften, sollten sehr starke Anreize erhalten, dies zu beenden, sagt Senator Richard Blumenthal. Zudem solle die „Schattenflotte“ von Tankern, die russisches Öl transportieren, eingedämmt werden. Die Senatoren kündigen an, nach ihrer Rückkehr nach Washington auf entsprechende Gesetze zu drängen.
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EU will östliche Grenzregionen zu Russland und Ukraine stärken
Die EU-Kommission will mit ihrer am Mittwoch in Brüssel präsentierten Strategie mit fünf Prioritäten die an Russland, Belarus und die Ukraine angrenzenden östlichen EU-Regionen verstärkt unterstützen. Im Zentrum steht die "Eastern Flank Watch", die europäische Drohnenabwehrinitiative, und die Luftraumsicherung. Geplant sind eine EastInvest-Fazilität für Zugang zu Krediten für die Grenzländer, eine bessere digitale Vernetzung, integrierte Strom- und modernere Verkehrsnetze.
Weiters ist in der Strategie eine Integration der Stromnetze der baltischen Staaten in die europäischen Netze, die Entwicklung grenzüberschreitender Wasserstoffinfrastruktur sowie die Förderung der digitalen Vernetzung und Modernisierung der Verkehrsnetze, einschließlich multifunktionaler Straßen, Schienen- und Hafeninfrastruktur sowie grenzüberschreitender Verbindungen mit der Ukraine und Moldau, vorgesehen. Bildungs- und Beschäftigungsprogramme sollen den Fluchtbewegungen aus den Regionen entgegenwirken.
Auch mehr EU-Gelder fließen in die östlichen Grenzregionen: Im gerade diskutierten neuen mehrjährigen EU-Budget für die Jahre 2028-2034 sind spezielle Mittel für sie in den nationalen und regionalen Partnerschaftsplänen eingeplant.
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Kommunikation über Telegram-App ausspioniert
Ausländische Geheimdienste spionieren nach russischen Angaben die Kommunikation der eigenen Soldaten über den Kurznachrichtendienst Telegram aus. Es gebe zahlreiche Hinweise darauf, dass die Geheimdienste die Korrespondenz einsehen könnten und die so gewonnenen Informationen gegen die russische Armee eingesetzt würden, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch Digitalminister Maksud Schadajew.
Die russische Regierung hatte in der vergangenen Woche bestätigt, dass WhatsApp vollständig blockiert wurde. Der zum US-Konzern Meta gehörende Kurznachrichtendienst habe lokale Gesetze missachtet. Stattdessen empfahl die Regierung den staatlich geförderten Messenger "MAX". Kritiker bezeichnen diesen als Überwachungsinstrument, was die russischen Behörden zurückweisen.
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Ukraine verhängt Sanktionen gegen Lukaschenko
Wegen seiner Unterstützung für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Kiew den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko mit Sanktionen belegt. "Die Ukraine hat heute ein Sanktionspaket gegen Alexander Lukaschenko verhängt" erklärte Wolodymyr Selenskij am Mittwoch. Kiew werde "Gegenmaßnahmen gegen jede Form seiner Unterstützung bei der Tötung von Ukrainern deutlich verstärken".
Selenskij nannte zunächst keine Einzelheiten, warf Lukaschenko aber zudem vor, Moskau bei der Umgehung westlicher Sanktionen geholfen zu haben. Die Strafmaßnahmen dürften sich zwar in der Praxis kaum auswirken. Sie haben hohe symbolische Bedeutung.
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Zweiter Verhandlungstag in Genf startet
Unter dem Eindruck wachsender Spannungen hat in Genf der zweite Verhandlungstag zwischen der Ukraine, Russland und den USA begonnen. Die Gespräche seien wieder aufgenommen worden, meldete die russische Nachrichtenagentur RIA am Mittwochvormittag. Die ukrainische Delegation bestätigte dies. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf den USA vor, unverhältnismäßigen Druck auf Kiew auszuüben, um den seit vier Jahren andauernden Krieg zu beenden.
US-Präsident Donald Trump hatte die Ukraine in den vergangenen Tagen mehrfach öffentlich aufgefordert, Schritte für einen Erfolg der Verhandlungen zu unternehmen.
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"Bedeutende Fortschritte" bei Ukraine-Verhandlungen
Der erste Tag der direkten Verhandlungen zwischen Vertretern Moskaus und Kiews unter Vermittlung der USA über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine hat dem US-Sondergesandten Steve Witkoff zufolge "bedeutende Fortschritte" gebracht. Das Treffen am Dienstag sei "sehr angespannt" gewesen, verlautete hingegen aus der russischen Delegation nahestehenden Kreisen. Am Mittwoch sollen die Gespräche weitergehen.
Er sei "stolz", unter der Führung von US-Präsident Donald Trump "daran zu arbeiten, das Töten in diesem schrecklichen Konflikt zu beenden", erklärte Witkoff am Mittwoch. Beide Seiten einigten sich Witkoff zufolge darauf, ihre jeweiligen Staatschefs auf den neuesten Stand zu bringen und weiter auf eine Einigung hinzuarbeiten.
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Ukraine-Krieg: 1,5 Prozent Landgewinn – und viel Propaganda
In der Ukraine wird um jeden Meter Land gekämpft – auf dem Schlachtfeld ebenso erbittert wie medial. Nun hat Kiew wieder einige Kilometer zurückerobert.
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Erster Gesprächstag in Genf beendet
Am Dienstagabend ist der erster Verhandlungstag zwischen ukrainischer und russischer Delegation in Genf beendet worden, die Gespräche werden am Mittwoch fortgesetzt. Russland fordert nach wie vor Gebietsabtretungen, während die Ukraine auf humanitäre Fragen und Sicherheitsgarantien pocht; europäische und US-amerikanische Vermittler sind beteiligt. Zeitgleich gab es schwere russische Angriffe auf die Ukraine, insbesondere auf Energieanlagen, was Kiew als Untergrabung der Friedensbemühungen wertet.
Mehr dazu hier:
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Selenskij warnt vor neuem massiven russischen Luftangriff
Kurz vor Beginn einer neuen Gesprächsrunde mit Russland hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij vor einem massiven russischen Angriff auf Energieanlagen in der Ukraine gewarnt. "Russland kann der Versuchung nicht widerstehen und möchte in den letzten Tagen der Winterkälte den Ukrainern einen schmerzhaften Schlag zufügen", sagte Selenskij in einer Videobotschaft. Die ukrainische Delegation sei bereits am Verhandlungsort Genf in der Schweiz eingetroffen.
Der Ukrainer warf Moskau erneut vor, im Gegensatz zu Kiew nicht zu Kompromissen bereit zu sein. "Russland verwirft alles, setzt die Sturmangriffe an der Front und die Luftschläge auf unsere Städte und die Energieversorgung fort", betonte Selenskij. Russland müsse zum Frieden unter anderem mit neuen Sanktionen gezwungen werden.
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Russland: Verhandeln über Gebietsfragen
Russland kündigt an, bei den anstehenden Friedensgesprächen in Genf auch über Gebietsfragen zu verhandeln. Dies gehöre zu den Hauptthemen, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Russland beansprucht neben der Halbinsel Krim auch große Teile des Ostens der Ukraine. An den Gesprächen mit der Ukraine und den USA nähmen zudem Putin-Berater Wladimir Medinski, der Chef des Militärgeheimdienstes Igor Kostjukow und der Sondergesandte Kirill Dmitrijew teil.
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Russland meldet Einnahme weiterer Dörfer
Russland habe zwei Ortschaften eingenommen, berichten staatliche Medien unter Berufung auf das Ministerium. Es handele sich um Pokrowka und Minkiwka im Osten der Ukraine.
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Nordkorea gibt Familien in Ukraine getöteter Soldaten Wohnungen
Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat Wohnungen für die Familien von in Russlands Krieg gegen die Ukraine getöteten, nordkoreanischen Soldaten angekündigt. So sollen "seine vortrefflichen Söhne, die das Heiligste verteidigt haben, indem sie ihr Wertvollstes opferten, für immer weiterleben", sagte Kim in einer Rede, wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Montag berichtete.
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Ukrainer zeigen bei NATO-Übung Schlagkraft von Kampfdrohnen
Wären NATO-Bodentruppen im Ernstfall chancenlos gegen feindliche Drohnenangriffe? Diesen Eindruck erwecken Recherchen des Wall Street Journal (WSJ). Wie das Blatt berichtete, schaltete im vergangenen Jahr bei einer Bündnisübung ein Team von etwa zehn eingeladenen Ukrainern innerhalb kürzester Zeit zahlreiche gepanzerte Fahrzeuge und andere Ziele aus.
Ein Übungsteilnehmer sagte dem Blatt, die von Esten geführte gegnerische Einheit mit den Ukrainern habe "zwei Bataillone an einem Tag" kampfunfähig gemacht. Der NATO-Seite sei es nicht gelungen, die gegnerischen Drohnenteams auszuschalten. Für sie seien die Resultate "schrecklich" gewesen. Mehrere Quellen hätten dem WSJ von einem Kommandanten berichtet, der die Übung beobachtete und zu dem Schluss gekommen sei: "Wir sind am Arsch."
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Selenskij: Sicherheitsgarantien sind Schlüssel für Frieden
Sicherheitsgarantien für die Ukraine sind nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskij das Hauptziel Kiews bei den anstehenden Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs. Der Schlüssel zur Beendigung des Kriegs liege in der Sicherheitsfrage, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. "Sicherheitsgarantien sind für die Ukraine unerlässlich, das hat die höchste Priorität."
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Neue Gesprächsrunde beginnt kommende Woche
Die Verhandlungen über eine Ende des Kriegs in der Ukraine werden fortgesetzt. Moskau hat am Freitag bestätigt, dass kommende Woche eine neue Verhandlungsrunde startet. Ein genaues Datum und einen Ort nannte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow aber nicht. Laut der Nachrichtenagentur Reuters werden die trilateralen Gespräche am Dienstag und Mittwoch in Genf stattfinden.
Zuletzt hatten Moskau und Kiew Anfang Februar in den Vereinigten Arabischen Emiraten direkt miteinander verhandelt. Wie auch bei der ersten Runde im Jänner waren die USA als Vermittler dabei. Konkrete Ergebnisse der Gespräche wurden nicht präsentiert, die Beteiligten nannten das Treffen anschließend aber konstruktiv.
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Russland könnte Baltikum übernehmen
Russland könnte laut einer Simulation mit 15.000 Soldaten das Baltikum durch Schaffung eines Korridors nach Kaliningrad unter Kontrolle bringen. Die baltischen Staaten gelten als militärisch schwer zu verteidigen und sind durch ihre geografische Lage besonders exponiert.
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Ukraine: 7 Tote bei russischen Angriffen
Bei russischen Angriffen sind nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen in der Ukraine getötet worden. In der Ostukraine seien drei Brüder beim Beschuss von Kramatorsk am Donnerstagabend ums Leben gekommen, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets Donezk mit. Die älteren seien 19 Jahre und der jüngste acht Jahre alt gewesen. Ihre Mutter und ihre Großmutter wurden demnach bei dem direkten Einschlag in ein Wohnhaus verletzt. Ein weiterer Mann starb bei dem Angriff.
Die Region Odessa am Schwarzen Meer war ebenso einmal mehr im Visier russischer Angriffe. Gouverneur Oleh Kiper zufolge wurde auch dort ein Mensch getötet, sechs weitere seien verletzt worden. Ziel der Attacken waren den Angaben nach Objekte der Hafen-, Wohn-, Industrie- und Energieinfrastruktur. Im Hafen seien Lagerhäuser mit Düngemittel beschädigt worden, es sei zu Bränden unter anderem von vier Autos gekommen. Der ukrainische Zivilschutz sprach von einem massiven Angriff mit Drohnen. In der Nacht berichtete er zudem von erheblichen Aussetzern bei der Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser.
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Lettlands Verteidigungsminister sieht keinen raschen Frieden
Lettlands Verteidigungsminister Andris Sprūds hält einen Frieden in der Ukraine bis Juni, wie von US-Präsident Donald Trump geplant, laut einem Medienbericht für unrealistisch. "Putins imperiale Ambitionen sind ungebrochen. Der Drang in Moskau, fremde Länder anzugreifen und zu besetzen, besteht unvermindert fort", sagte Sprūds dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) laut Vorabbericht. "Es ist also ziemlich unrealistisch, dass bis Juni Frieden in der Ukraine einkehrt."
Zu den wahren Ursachen dieses Krieges gehöre auch Putins autoritäres Regime, das um jeden Preis überleben wolle und deshalb auf seinen Maximalzielen im Krieg beharre. Daran habe sich nichts geändert.
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Selenskij zu EU-Beitritt: "Will ein genaues Datum"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert, dass ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs ein konkretes Datum für einen EU-Beitritt seines Landes enthalten soll. Für die Ukraine sei es wichtig, alles dafür zu tun, bis 2027 für einen EU-Beitritt bereit zu sein, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Zumindest die wichtigsten Schritte werde sie erreichen.
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Russland überzieht Ukraine mit neuen schweren Angriffen
Russland hat die benachbarte Ukraine in der Nacht auf Donnerstag erneut mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Schwere Schäden und Verletzte gab es Behördenangaben nach in Kiew und im Schwarzmeerhafen Odessa. Zwei Menschen seien bei dem Raketenangriff auf Kiew verletzt worden, einer davon schwer, teilte Hauptstadt-Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Einen Verletzten gab es auch in Odessa nach einem massiven russischen Drohnenangriff.
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Selenskij fordert konkretes Datum für EU-Beitritt der Ukraine
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij fordert, dass ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs ein konkretes Datum für einen EU-Beitritt seines Landes enthalten soll. Für die Ukraine sei es wichtig, alles dafür zu tun, bis 2027 für einen EU-Beitritt bereit zu sein, schrieb Selenskij in sozialen Medien. Zumindest die wichtigsten Schritte werde sie erreichen.
"Ich will ein genaues Datum", führte er aus. Wenn in dem Abkommen, das die USA, Russland, die Ukraine und Europa unterzeichnen sollen, kein genaues Datum stehe, werde Russland alles dafür tun, um den Beitrittsprozess zu blockieren. Russland werde das nicht selbst, sondern über bestimmte europäische Vertreter tun, schrieb Selenskij. Die EU sei für sein Land eine Sicherheitsgarantie. "Das sind konkrete Details mit einem konkreten Datum."
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Bericht: Selenskij will Plan für Wahl und Referendum vorlegen
Die Ukraine hat einem Medienbericht zufolge mit den Planungen für eine Präsidentschaftswahl und ein Referendum über ein mögliches Friedensabkommen mit Russland begonnen. Präsident Wolodymyr Selenskij werde das Vorhaben am 24. Februar vorstellen, meldete die Financial Times am Mittwoch unter Berufung auf offizielle Vertreter aus der Ukraine und Europa, die in die Planungen eingeweiht sind. Als Termin ist früheren Medienberichten zufolge der Mai im Gespräch.
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Vier Tote bei russischem Angriff nahe Charkiw
Im ukrainischen Gebiet Charkiw sind nach Behördenangaben bei einem russischen Drohneneinschlag vier Menschen getötet worden. Drei Kleinkinder und ein 34-jähriger Mann seien tot aus den Trümmern eines Hauses geborgen worden, teilte Gebietsgouverneur Oleh Synjehubow auf Telegram am Mittwoch mit. Außerdem seien eine schwangere Frau (35) und eine 73-Jährige verletzt worden. Angegriffen wurde die Kleinstadt Bohoduchiw nordwestlich von Charkiw.
In der Großstadt Saporischschja trafen russische Drohnen nach Angaben der Regionalverwaltung Teile des Stromnetzes. Für 11.000 Haushalte sei der Strom ausgefallen. Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben in der Nacht 120 russische Drohnen, von denen 112 ausgeschaltet worden seien.
Russland überzieht das Nachbarland Ukraine seit fast vier Jahren mit einem verheerenden Krieg. Ukrainische Gegenangriffe mit Langstreckendrohnen trafen in der Nacht die Raffinerie der Stadt Wolgograd und lösten dort einen Brand aus. Der Gouverneur der russischen Region, Andrej Botscharow, bestätigte Angriffe "auf die Energie- und Zivilinfrastruktur".
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Energie-Anlage in Odessa bei Angriff schwer beschädigt
Eine Energieanlage in der südukrainischen Schwarzmeerregion Odessa ist dem Betreiber zufolge durch einen russischen Angriff schwer beschädigt worden. Die Reparaturarbeiten würden entsprechend lange dauern, teilte der Energieversorger DTEK mit. Regionalgouverneur Oleh Kiper zufolge sind einige Ortschaften teilweise ohne Strom.
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Tote bei russischen Angriffen auf Odessa und Charkiw
Bei Drohnen- und Raketenangriffen auf die Ukraine sind in der Nacht auf Montag mindestens vier Menschen getötet worden. In der Stadt Bohoduchiw in der östlichen Region Charkiw starben eine Mutter und ihr zehnjähriger Sohn, wie die örtliche Staatsanwaltschaft mitteilte. In der Hafenstadt Odessa im Süden kam ein Mensch ums Leben, in der nördlichen Region Tschernihiw wurde ein 71-jähriger Mann getötet.
Dutzende weitere Menschen wurden verletzt, darunter ein 13-jähriges Mädchen in der Region Dnipropetrowsk. Zudem fiel bei Zehntausenden Einwohnern der Strom aus.
Die ukrainische Luftwaffe meldete russische Angriffe mit elf ballistischen Raketen und 149 Drohnen. Davon seien 116 Drohnen abgeschossen oder neutralisiert worden. Die Angriffe richteten sich erneut gezielt gegen die Infrastruktur. In der westlichen Region Wolhynien an der Grenze zum NATO-Mitglied Polen wurde ein Umspannwerk beschädigt, was in der Stadt Nowowolynsk zu einem Stromausfall bei mehr als 80.000 Haushalten führte. Auch Bahnanlagen in den Regionen Sumy und Tschernihiw wurden getroffen.
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Frau stirbt bei russischem Angriff
Bei russischen Angriffen hat es nach Behördenangaben eine Tote und mehrere Verletzte in der Ukraine gegeben. In Kramatorsk wurde der regionalen Staatsanwaltschaft zufolge eine 77-jährige Rentnerin getötet. Drei Männer zwischen 40 und 48 Jahren seien bei der Attacke im ostukrainischen Gebiet Donezk verletzt worden, so die Behörden. Eine Fliegerbombe schlug in der Nähe eines mehrstöckigen Wohnhauses ein. In Cherson im Südosten wurden acht Menschen durch Beschuss verletzt.
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Russland meldet Gebietsgewinne
Das Verteidigungsministerium in Moskau gab neue Geländegewinne bekannt. Russische Streitkräfte hätten die Ortschaften Hluschiwka in der Region Charkiw und Sydoriwka in der Region Sumy eingenommen, meldeten russische Agenturen unter Berufung auf das Ministerium. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
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Russland greift erneut Ölanlagen an
Russland hat nach Angaben des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz dessen Anlagen in der östlichen Region Poltawa angegriffen. Dabei seien Schäden entstanden, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. "Dies ist der 19. gezielte Angriff auf Einrichtungen der Gruppe seit Jahresbeginn", hieß es. Von russischer Seite lag zunächst keine Stellungnahme vor.
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Ukrainische Raketenangriffe auf russische Grenzregion
Im russischen Grenzgebiet Brjansk hat die ukrainische Armee mit nach russischen Angaben weitreichenden Raketen des Typs "Neptun" und US-amerikanischen Himars Ziele angegriffen. In sieben Gemeinden seien Schäden an der Fernwärme- und Energieversorgung verursacht worden, teilte Gouverneuer Alexander Bogomas bei Telegram mit. Zudem seien zwei Menschen verletzt worden. Auch im benachbarten Gebiet Belgorod gibt es nach Behördenangaben weiter Probleme bei der Stromversorgung nach ukrainischem Beschuss.
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Ukrainische AKW produzieren weniger Strom
Infolge heftiger russischer Raketenangriffe auf wichtige Umspannwerke und Hochspannungsleitungen produzieren ukrainische Atomkraftwerke weniger Strom. "Ein Reaktor schaltete sich automatisch ab. Das ist ein Niveau von Angriffen, das sich kein Terrorist der Welt erlaubt", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij in seiner abendlichen Videobotschaft.
Im Interesse der Sicherheit der Region müsse Russland die Reaktion der "ganzen Welt" darauf spüren, verlangte Selenskij.
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