Kiku
01.06.2018

Jugend Innovativ: Neugier bringt frische Ideen

Im Herbst starteten 431 Projekten, 35 schafften es ins Bundesfinale. Hier sind die Finalist_innen aller Kategorien und Sonderpreise.

Wertvolle Metalle und seltene Erze aus Abfällen zu gewinnen – das setzten sich beispielsweise einige der Projekte im 31. Durchgang von Jugend Innovativ zum Ziel. Und die Jugendlichen schafften ihre Ziele – zumindest in Projekten, die es ins Bundesfinale geschafft hatten wie etwa aus der HTL Leoben für die Schlämme am Erzberg. Andere ließen sich technisch ausgereifte Dinge einfallen – und produzierten Prototypen –, die Menschen ganz konkret helfen, beispielsweise SmartCUP aus der HTL Rennweg.

Berichte über alle 35 Finalprojekte - weiter unten, gegliedert nach den Kategorien und Sonderpreisen!

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© Bild: aws

Von technischen Erfindungen bis zu digitalen Lernspielen

Das Bundes-Finale von Jugend Innovativ ist stets ein Festival schlauer Ideen. Eingereicht und gewertet wird in den Kategorien Design, Science, Young Entrepreneurs sowie Engineering – hier aufgrund der vielen Einreichungen seit einigen Jahren in zwei Teile: Maschinenbau/Mechatronik usw.  einerseits sowie Elektrotechnik/Elektronik, Informations- & Kommunikations-, Bau- & Holz- sowie Werkstofftechnik, Lebensmitteltechnologien, Land- und Forstwirtschaft auf der anderen Seite. Dazu gibt es Sonderpreis-Kategorien: Sustainability der Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative (seit zehn Jahren) sowie heuer neu: Digital Education der Innovationsstiftung für Bildung. Obwohl die aktuelle Regierung diese Stiftung finanziell sehr zusammengestrichen hat, wird es diesen Sonderpreis weiterhin geben, versicherte Christian Dorninger, Ministerialrat im Bildungsministerium am Rande der Preisverleihung dem Kinder-KURIER.

Im Herbst sind 431 Projekte mit 1435 beteiligten Jugendlichen in die 31. Runde dieses Bewerbs gestartet. Alle, die allein schon das Finale erreicht haben – sind Gewinner_innen.

Mehr noch als die Topplatzierungen bringen die Reisepreise zu internationalen Bewerben, u. a. der internationalen Erfindermesse – davon berichteten immer wieder Alumnis, vormalige erfolgreichen Teilnehmer_innen. Die Vernetzung, der Austausch mit jungen Innovativen aus aller Welt sind stets die bleibenden Erfahrungen.

Die Finalistinnen und Finalisten von Jugend Innovativ erhielten Geldpreise in Gesamthöhe von 40.500 Euro. Erstmals wurden in diesem Jahr im Rahmen des dreitägigen Bundesfinales, wo die Projekte auch für die Öffentlichkeit zu besichtigen waren, auch zwei Publikumspreise vergeben.

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© Bild: Katrin Solomon/KURIER-Grafik

9100 Projekte

Jugend Innovativ ist der größte österreichische Schulwettbewerb für innovative Ideen. Er wird im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort sowie des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung von der Austria Wirtschaftsservice GmbH abgewickelt. Unterstützt wird der Bewerb seit 10 Jahren von der Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative (RNI), vormals Klimaschutz-Initiative. Mit der Innovationsstiftung für Bildung konnte ein weiterer Partner gewonnen werden – für den erstmals vergebenen Sonderpreis Digital Education sowie die beiden Publikumspreise. Jugendliche selbst entwickeln innovative, oft spielerische Lernprogramme oder -plattformen in verschiedensten Fachbereichen. Als Umsetzungspartner dieser Sonderpreis-Kategorie sowie der erstmals vergebenen Publikumspreise fungierte der OeAD.

Der Bewerb beweist das Potenzial, das in Jugendlichen und heimischen Schulprojekten sowie den sie unterstützenden Lehrpersonen steckt. 1987 – zu einem Zeitpunkt als Projektunterricht noch kaum vorkam – startete die Innovationsagentur als Vorgänger der heutigen austria wirtschaftsservice gemeinsam mit dem Pädagogischen Institut Wien einen Schulversuch zum praxisgerechten Unterricht.

Der Wettbewerb wird laufend von Weiterbildungs-Maßnahmen für Lehrerinnen und Lehrer zu den Themen „Teaching Innovation“ und „Rechte an geistigem Eigentum für Schulprojekte“ sowie von Praxis-Workshops für Schülerinnen und Schüler erfolgreich begleitet.
Insgesamt haben in den 31 Jugend Innovativ-Jahren rund 9.100 Projekt-Teams am Bewerb teilgenommen.

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© Bild: Katrin Solomon/KURIER-Grafik
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Das JI-Team: M. Makrisević, K. Schelbaum, E. Tröscher, C. Plandor, L. Stöger, K. Strasser, E. Beck, J. Breyer © Bild: Gilbert Novy

Finale ist nur die sichtbare Spitze des Eisbergs an (Vor-)Arbeit

Allein, damit das dreitägige Bundes-Finale reibungslos funktioniert – von den Ständen bis zu den Stromanschlüssen und der WLAN-Verbindung – ist jede Menge Aufwand erforderlich. Das ist nur der nach außen sichtbare Gipfel der Arbeit des Teams von Jugend Innovativ.
Zur Abwicklung des Bewerbes selbst gesellen sich das Organisieren von Workshops und Coachings –  auch in Sachen Gebrauchsschutz- und Patentrechte.

Das JI-Team kümmert sich aber auch um die Abwicklung der „Reisepreise“. Aus den Finalprojekten werden immer welche zu diversen internationalen Bewerben oder Messen eingeladen.
Seit vier Jahren können sich darüber hinaus TeilnehmerInnen beim Projekt „aws First“ bewerben. Durch dieses Coaching werden Jugendliche aus erfolgreichen Projekten dabei unterstützt, aus ihrer Erfindung vielleicht ein eigenes Unternehmen aufbauen zu können.

 

www.jugendinnovativ.at

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Alle Preisträger_innen im folgenden ausführlich nach Kategorien
Als gesamte Liste am Ende

Schnappschüsse vom Finale, insbesondere dem Besuch von Volksschulkindern

Schnappschüsse vom Jugend-Innovativ-Finale 2018

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"Twister" zum Tasten ...

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Die Reisepreis-Träger_innen

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Alle Sustainability-Finalisten 2018

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Kinder der 3b der Volksschule Elisabethplatz (Wien-Wieden) besuchten die Ausstellung...

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... hier beim Stand des multifunktionalen Wintersportschuhs von Jugendlichen der HTL Ferlach (Kärnten)...

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... bei der "wahrscheinlich wundersamsten Wurmlochreise" ...

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... von Jugendlichen der Graphischen" in Wien

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Am meisten selber tun konnten sie beim Spiel "NuClue - erfühle es im Nu, dann hast du den Clue" ......

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... von Jugendlichen aus der Linzer BundesAnstalt für Elementarpädagogik, ...

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... also angehenden Kindergärtnerinnen, die dieses Spiel für sehende und blinde Kinder gemeinsam entwickelt haben...

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... hier fühlen sie den 3D-Druck-"Draht", der zur Hälfte aus Abfallholz besteht...

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... hier beim Stand der VBS-Mödling, wo Wirtschaft gelernt werden konnte ...

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Spaß machte auch...

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... die Fotowand...

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...

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... beim Lösen des Quizes..

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... und noch ein paar Schnappschüsse ...

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Die Siegerstatuen...

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.... die Preise ...

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