Im Internet einkaufen und dabei gleich bezahlen.

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Wirtschaft
04/01/2019

Darüber spricht das Netz: Apple Pay und Mastercard Debitkarte

Neue Dienste bestimmen derzeit im Internet die Diskussionen über Bezahlmöglichkeiten im Internet.

Immer mehr Österreicher kaufen online ein. Laut dem Immobilienberater CBRE liegt der Onlineanteil am gesamten heimischen Einzelhandelsumsatz derzeit bei 6,7 Prozent. In den nächsten fünf Jahren wird ein Anstieg auf 8,0 Prozent prognostiziert. Bezahlt werden kann im Netz natürlich nicht mit Bargeld, sondern mittels Debit- oder Kreditkarte, einer App oder Sofortüberweisung.

Laut Erhebung der Oesterreichischen Nationalbank entfielen im Vorjahr von 661 Mio. Debitkarten-Transaktionen nur 0,03 Prozent auf Onlinezahlungen. Bei Kreditkarten waren es zwar insgesamt nur 203 Mio. Transaktionen, davon entfielen aber gleich 59 Prozent auf Online-Einkäufe.

Start in Kürze

Bezüglich der Bezahlmethoden stand in den vergangenen sechs Wochen die Debitkarte im Fokus der Internetuser und der online erschienenen Artikel. Das zeigt eine Erhebung von BG-thinktank. Dahinter folgen mit Abstand Kreditkarte, Rechnung und Apple Pay. Letztere Bezahlmöglichkeit wird, wie in der Vorwoche angekündigt, in Kürze auch in Österreich zunächst den Kunden von Erste Bank, N26 und BOON angeboten werden. Weitere Banken sollen im Laufe des Jahres folgen.

Kontaktloses Zahlen

Apple Pay richtet sich derzeit primär an den stationären Handel. Es funktioniert für alle iPhones (ab Modell 6) oder mit der Apple Watch bei allen Bezahlterminals, die kontaktloses Zahlen ermöglichen. Dabei werden die Uhr oder das Smartphone an das Terminal gehalten, die Abbuchung erfolgt wie beim kontaktlosen Zahlen mit Karte automatisch. Die PIN-Eingabe entfällt, die Autorisierung erfolgt mittels Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.

Aber auch online bezahlen ist via Apple Pay machbar, allerdings nur via Apple-Computer im Safari-Browser bzw. über die App eines Händlers. Die Bestätigung der Zahlung erfolgt über das iPhone, bei Mac-Books über den Fingerprintsensor.

47 Millionen Akzeptanzstellen

Bezüglich Debitkarte dreht sich in der Berichterstattung vieles rund um die bevorstehende Einführung der Mastercard Debitkarte für alle Kunden der Erste Bank. Sie löst dort die bisherige Maestrokarte ab. Die Debitkarte funktioniert an 47 Millionen Akzeptanzstellen weltweit, mehr als die Maestrokarte. Die Debit Mastercard bucht den zu bezahlenden Betrag in Echtzeit vom Konto ab. Um online bezahlen zu können, werden die neuen Karten mit 16-stelligen Nummern ausgestattet sein. Sowohl der PIN-Code als auch die Kartenlimits und die Bankkonditionen sollen laut Erste Bank unverändert bleiben.

Diskussionen und Fragen

Laut Erhebung von BG-thinktank bestimmt auch die Debitkarte die aktuellen Debatten und Fragen der Internetnutzer. Dabei werden Vor- und Nachteile, Anbieter, Akzeptanzen und Konditionen debattiert und grundsätzliche Fragen gestellt, wie etwa welche Kartenart von welcher Bank die eigenen Bedürfnisse am besten erfüllt.

Die neue Debitkarte von Mastercard wirft bei einigen Usern die Frage auf, wozu sie künftig noch eine klassische Kreditkarte benötigen. Die Antworten darauf beziehen sich meist auf mögliche Rechtsstreitigkeiten. Kommt es dazu, sei man mit einer Kreditkarte in einer besseren Position, u. a., weil das Geld nicht gleich abgebucht werde.

Prominenteste Marken

Generell werden Mastercard und Visa in den User-Diskussionen als Synonym für Kredit- und Debitkarten genannt. Sie sind die deutlich prominentesten Marken in diesem Zusammenhang.

Großes Thema unabhängig von der Art der Karte ist Sicherheit. Insbesondere im Zusammenhang mit Apple Pay stellen sich User die Frage, ob ihre Daten vom US-Konzern weiterverkauft werden. Laut Statistiken (siehe Grafik) hält rund ein Viertel der Österreicher Einkaufen im Internet zu unsicher bzw. fürchtet, dass ihre Daten weitergegeben werden. Diverse Diskussionen enden in diesem Zusammenhang mit den Vorteilen, die Bargeld bietet.

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