Wirtschaft
25.06.2018

Darüber spricht das Netz: Reisen und Bezahlen im Urlaub

In den Sommermonaten stehen im Internet bei Usern vermehrt Themen rund ums Verreisen im Mittelpunkt des Interesses.

Am kommenden Freitag starten in Ostösterreich die großen Ferien, eine Woche später folgt der Rest des Landes. Die großen Ferien sind mehr denn je auch Reisezeit. Laut einer repräsentativen Online-Umfrage des Verkehrsbüros unter 1500 Österreichern  wollen heuer 88 Prozent verreisen. Die beliebtesten Reiseziele im Inland sind laut Statistik Austria die Steiermark und Salzburg. Rund zwei Drittel aller Reisen führen aber ins Ausland, wobei die beliebtesten Ziele Italien, Kroatien und Deutschland sind (siehe Grafik). Bei Städtereisen führt in Europa Amsterdam vor Berlin und London bzw. Venedig, bei Fernzielen geht es besonders gerne in die USA (New York, Los Angeles, Miami).

Die gute Nachricht: Ein Drittel der Befragten hat ein höheres Urlaubsbudget als noch 2017. Mehr als jedem Zweiten steht ein Urlaubsbudget von bis zu 1000 Euro pro Person zur Verfügung. Knapp einem Drittel mehr als 1000 Euro, dem Rest mehr als 2000 Euro.

Die anfallenden Reisekosten sind neben Fragen zu Sicherheit und passenden Reiseversicherungen auch eine der größten Sorgen der Urlauber. Das zeigt die  Online-Analyse von BG-thinktank. Die Analysten haben in den vergangenen 30 Tagen die wichtigsten Fragen und Meinungen der User sowie die Top-Themen zum Bereich „ Reisen und Bezahlen im Urlaub“ zusammengetragen.

Tatsächliche Reisekosten

User sind unschlüssig über die tatsächlichen Reisekosten und suchen nach Einschätzungen anderer. Wie viel Geld muss man für zusätzliche Kosten neben Unterkunft und Flügen berechnen? Welche Gebühren fallen bei Kartenzahlung etc. an? 

Geld im Urlaub sparen

Neben der Auswahl eines Reiseziels mit günstigem Wechselkurs und Kaufkraftgewinn (u. a. Türkei, Kroatien, aber auch USA) können Kosten durch Reisen in der Nebensaison, der Verzicht auf Taxifahrten und das Nutzen der öffentlichen Verkehrsmittel im Urlaubsland, verringert werden. Darüber hinaus kann ein Blick auf Portale mit verbilligten Ticket-Deals für Sehenswürdigkeiten und Touren die Kosten minimieren (z.B. dailydeal.at)

Reisen ohne Kreditkarte

Jugendliche bzw. Studenten, die für die Buchung ihrer Reise die Kreditkarte ihrer Eltern benutzen, sind besorgt, ob die Reise selbst auch ohne Kreditkarte möglich ist. Sie erkundigen sich im Web nach Alternativen, wie etwa Prepaid-Karten.

Bezahlen ohne Kreditkarte

In Ländern, wie den USA oder Dänemark, gilt die Kartenzahlung mittlerweile als Top-Zahlungsmittel. In den USA werden von Usern nur vereinzelte Mautstationen, kleine Kioske, Busse und Taxis genannt, wo das Bezahlen mit Kreditkarte nicht möglich ist. Auch um Trinkgelder geben zu können, sollte ein kleiner Bargeldbetrag auf Reisen nicht fehlen, wird empfohlen.
Befürworter des bargeldlosen Bezahlens im Urlaub betonen im Netz vor allem Vorteile hinsichtlich der Bequemlichkeit, unter anderem dank der Möglichkeit währungsunabhängig zu bezahlen. („Kann mir gar nicht vorstellen, wie umständlich es wäre verschiedene Währungen dabei zu haben“, so ein User auf Twitter). 

Skeptiker folgen dem Motto „Nur Bares ist Wahres“ und befürchten durch Kartenzahlungen den Überblick über ihre Reiseausgaben zu verlieren. Kritisiert werden auch automatische Sperrungen aus Sicherheitsgründen („Ich konnte mein Hotel nicht mit der Karte bezahlen! Sehr, sehr unangenehm!“, so ein User auf Facebook).

Online-Affin

Schon 35 Prozent der Österreicher buchen ihre Reisen und Unterkünfte im Internet. Entsprechend informieren sie sich schon vorab auch im Web. Eine Quelle sind Blogger. Österreichs führende Reisebloggerin, Marion Vicenta Payr, kann auf 272.000 Follower verweisen. Ein Trendthema unter heimischen Bloggern ist derzeit das Wandern. Momentan sind die  Blogger Jan Pöltner für 1000thingsinAustria und Ernst Merkinger unter ernstjetzt.com zu Fuß durch Österreich unterwegs. Via Blog und Instagram nehmen sie ihre Follower täglich mit auf ihre Wanderungen.