Trump: "Kämpfe im Iran sind beendet" + USA handeln bei Hafen-Blockade "wie Piraten"
- Israel und die USA haben am 28. Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen.
- Vorige Woche hätten Friedensverhandlungen in Islamabad stattfinden sollen, wurden vom Iran aber abgesagt. Auch ein neuerlicher Anlauf zu Gesprächen am Samstag scheiterte. Der iranische Außenminister übergab seine Forderungen zwar an Vermittler in Pakistan, zu einem direkten Treffen kam es nicht. Trump sagte die Pakistan-Reise von Witkoff und Kushner daraufhin ab. Der iranischer Außenminister soll aber erneut nach Islamabad kommen. Es herrscht somit diplomatische Eiszeit - ob und wann es neue Verhandlungen geben wird, ist ungewiss.
- In einem Brief an den Kogress erklärte Trump die Kämpfe im Iran für "beendet". Dennoch bleibe die Bedrohung, die der Iran darstellt, erheblich.
- Der Ölpreis der Nordseemarke Brent steigt auf einen Höchststand seit 2022. Zum Verkauf im Juni kostet ein Barrel über 126 Dollar. Grund dafür sind die stockenden Verhandlungen zischen den USA und dem Iran.
- Die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon wird laut US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert. Die Hisbollah lässt noch offen, ob sie sich daran halten wird.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
- Warum die Hormus-Sperre eine Eskalation des Krieges wahrscheinlicher macht
- Indien bis Japan: Der Iran-Krieg stürzt Asien in die Energiekrise
- Warum Israel die neue Bodenoffensive im Libanon begonnen hat
- Wasser als Waffe: Die Golfstaaten haben einen verwundbaren Punkt
- Uran im Iran: US-Spezialeinheiten stehen vor höchst gefährlicher Mission
- Hormus-Ultimatum: Trumps Spiel mit dem Feuer
- Energieagentur warnt vor schwerster Energiekrise seit Jahrzehnten.
- Doch kein sicherer Hafen: Warum der Goldpreis ausgerechnet in der Krise schwächelt
- Mohammad Bagher Ghalibaf: Die neue Schlüsselfigur im Iran
- Die Straße von Hormus ist dicht: Teure Folgen für Österreichs Esstische
- Erstmals seit Beginn des Iran-Krieges hat die Houthi-Miliz im Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert und damit den Konflikt ausgeweitet.
Iran-Krieg
-
Trump: USA handeln bei Hafen-Blockade "wie Piraten"
US-Präsident Donald Trump vergleicht das Vorgehen der USA bei der Blockade iranischer Häfen mit dem von Piraten. "Wir haben uns das Schiff genommen, wir haben uns die Fracht genommen, wir haben uns das Öl genommen", sagt Trump mit Blick auf die Beschlagnahmung eines Schiffes vor wenigen Tagen. Dies sei ein sehr einträgliches Geschäft. "Wir sind wie Piraten. Wir sind so etwas wie Piraten, aber wir spielen keine Spielchen."
Während des Krieges der USA und Israels gegen den Iran hält die Regierung in Teheran fast alle ausländischen Schiffe in der Straße von Hormuz auf, während Trump seinerseits eine Blockade iranischer Häfen verhängt hat.
-
Libanon: Zwölf Menschen bei israelischen Angriffen getötet
Trotz Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz dauern die gegenseitigen Angriffe an. Das libanesische Gesundheitsministerium teilte laut der staatlichen Nachrichtenagentur NNA mit, bei israelischen Angriffen auf Orte im Südlibanon seien zwölf Menschen ums Leben gekommen und 25 weitere verletzt worden. Eines der Opfer sei ein Kind. Die israelische Armee äußerte sich zu den Vorfällen zunächst nicht.
Israels Armee teilte auf der Plattform Telegram mit, sie habe mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen und eine Rakete abgefangen, die ihre Soldaten im Südlibanon bedroht hätten. Mehrere Abfangraketen seien gestartet worden. Laut Medienberichten wurden im Südlibanon und in Nordisrael vier israelische Soldaten leicht verletzt.
-
USA billigen milliardenschwere Rüstungsexporte
Das US-Außenministerium hat nach eigenen Angaben Waffenverkäufe im Wert von mehr als 8,6 Milliarden Dollar an Verbündete im Nahen Osten genehmigt. Zu den Empfängern gehören Israel, Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Ankündigung erfolgt neun Wochen nach Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran sowie mehr als drei Wochen nach Inkrafttreten einer brüchigen Waffenruhe.
-
Trump in Brief an Kongress: "Kämpfe sind beendet"
US-Präsident Donald Trump hat die Kampfhandlungen im Iran am Freitag für beendet erklärt. Seit Beginn der Waffenruhe am 7. April habe es keine Gefechte zwischen dem Iran und den USA gegeben, heißt es in einem von Trump unterzeichneten Brief des Weißen Hauses an den Kongress. "Die am 28. Februar 2026 begonnenen Feindseligkeiten sind beendet." Relevant sind die Aussagen auch deshalb, weil zum Wochenende theoretisch das Zeitfenster ausläuft, in dem er den Krieg noch führen darf.
-
"USS Gerald R. Ford" verlässt Golfregion
Der US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" verließ unterdessen die Golfregion, nachdem er zuvor an Militäreinsätzen gegen den Iran teilgenommen hatte, wie ein US-Beamter am Freitag mitteilte. Damit seien mit der "USS Abraham Lincoln" und der "USS George Bush" noch zwei US-Flugzeugträger in der Region. Der weltweit größte Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" ist seit zehn Monaten auf See. Mitte März war auf dem Schiff in einem Waschraum ein Feuer ausgebrochen, bei dem zwei Matrosen verletzt wurden.
-
Trump: Werde keine Kongresserlaubnis einholen
Ungeachtet der Gesetzeslage wird US-Präsident Donald Trump sich die Fortsetzung des Iran-Krieges nicht vom Parlament genehmigen lassen. "Nie zuvor" sei eine solche Genehmigung beantragt worden, sagte er am Freitag vor Journalisten in Washington. "Warum sollten wir da eine Ausnahme bilden?" Trump betonte zugleich, dass er im Austausch mit dem Kongress stehe.
-
Trump: Unzufrieden mit jüngstem Vorschlag des Iran
US-Präsident Donald Trump zeigt sich unzufrieden mit dem neuen Vorschlag des Iran zur Wiederaufnahme der ins Stocken geratenen Verhandlungen. Die Verhandlungen fänden telefonisch statt, sagte Trump am Freitag vor Journalisten. Die laufenden Gespräche kämen jedoch nicht voran. Er sei sich nicht sicher, ob es zu einer Einigung kommen werde.
-
Iran hat den USA neuen Vorschlag übermittelt - Washington schweigt
Der Iran hat nach Medienberichten einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der ins Stocken geratenen Verhandlungen mit den USA vorgelegt. Der Vorschlag sei an den Vermittler Pakistan übermittelt worden, meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA am Freitag. Das Weiße Haus wollte diese Angaben auf Nachfrage nicht kommentieren.
-
Kurz vor Auslaufen einer wichtigen Frist für die Legitimierung des US-Militäreinsatzes gegen den Iran legt das Weiße Haus Kreisen zufolge die Offensive neu aus. Damit wäre das Weiße Haus nicht an eine gesetzliche 60-Tage-Frist gebunden, in der die USA ohne Zustimmung des Kongresses Krieg führen darf. US-Präsident Donald Trump müsste sich nicht die Einwilligung des Parlaments einholen. Unterdessen legte Teheran einen neuen Vorschlag vor.
-
Wieder Gewalt im israelisch-libanesischen Grenzgebiet
Trotz Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz dauert die Gewalt an. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete seit Freitagmorgen mehrere Angriffe Israels auf Orte im Südlibanon. Israels Armee erklärte, eine mit Sprengstoff beladene Drohne der Hisbollah sei in Nordisrael abgestürzt. Medienberichten zufolge wurden dabei zwei Menschen leicht verletzt. Indes drangen die USA auf direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon.
-
UNO: Iran-Krieg löst Domino-Effekt bei humanitärer Hilfe aus
Der Iran-Krieg bringt nach Angaben einer UNO-Sprecherin zunehmend humanitäre Hilfseinsätze in anderen Regionen unter Druck. Die unsichere Lage rund um die Meerenge von Hormuz habe Treibstoff- und Frachtkosten erhöht und führe zu Transportverzögerungen, erklärte Carlotta Wolf vom UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR.
"Jeder zusätzliche Dollar an Transportkosten bedeutet, dass wir einen Dollar weniger für Geflüchtete haben, oder dass wir weniger Menschen helfen können", sagte Wolf. Kriegsbedingt seien die Frachtraten für Hilfsgüter aus den wichtigsten asiatischen Herkunftsländern um fast 18 Prozent gestiegen. Lieferungen aus dem UNHCR-Versorgungslager in Dubai in das Bürgerkriegsland Sudan seien nun sogar doppelt so teuer.
Zusätzlich verlangsamten die gestiegenen Spritpreise in Kenia den Lkw-Transport zwischen der UNHCR-Drehscheibe in Nairobi und hilfsbedürftigen Menschen in Äthiopien, der Demokratische Republik Kongo und dem Südsudan, berichtete die Sprecherin.
-
Paris: US-Hormus-Mission keine Konkurrenz zu europäischer Initiative
Die von den USA angekündigte Initiative zur Sicherung der Straße von Hormus steht nach Angaben Frankreichs nicht in Konkurrenz zu den Bemühungen europäischer Staaten. Die US-Mission sei eine "Art Ergänzung", sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Freitag in Abu Dhabi zum Abschluss einer Reise durch mehrere Golfstaaten. Die europäisch geführte Initiative Großbritanniens und Frankreichs sei unterdessen "weit fortgeschritten".
Am Donnerstag hatte ein US-Regierungsvertreter bestätigt, dass Washington eine internationale Koalition namens "Maritime Freedom Construct" (zu Deutsch: Initiative für freie Seewege) ins Leben ruft, um die strategisch wichtige Meerenge wieder für die Schifffahrt zu öffnen. US-Präsident Donald Trump pocht dabei massiv auf eine Beteiligung verbündeter Staaten. Zur Frage, ob sich Frankreich der US-Initiative anschließen werde, wollte Barrot sich auf Nachfrage nicht äußern.
-
Ein Barrel der Sorte Brent liegt bei 110,81 US-Dollar
Die Ölpreise haben sich am Freitag nach deutlichen Kursbewegungen der vergangenen Handelstage vorerst stabilisiert. Die Notierungen hielten sich in einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent zur Lieferung im Juli wurde am Vormittag bei 110,81 US-Dollar (94,69 Euro) gehandelt, nachdem die Notierung in der vergangenen Nacht knapp über 111 Dollar gestanden war. Der Preis für US-Rohöl der Sorte WTI mit Lieferung im Juni fiel etwa ein halbes Prozent auf 104,74 Dollar. Am Vortag war der Preis für Brent-Öl noch zeitweise bis über 126 Dollar gestiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump einen Vorschlag des Iran für ein Ende des Iran-Kriegs abgelehnt hatte. Nach dem Preissprung auf den höchsten Stand seit vier Jahren hatte es dann aber bis zum frühen Freitagshandel eine deutliche Gegenbewegung bei den Ölpreisen gegeben. "Kursrückgänge werden mit Vorsicht betrachtet, doch bei Kursanstiegen schließen sich viele Anleger an", beschrieb Analyst Carl Larry von der Beratungsfirma Enverus das Handelsgeschehen der vergangenen Tage. Zum Wochenschluss wird das Handelsvolumen am Ölmarkt von Marktbeobachtern als eher gering beschrieben. In vielen Ländern sind die Finanzmärkte feiertagsbedingt geschlossen. -
Frist für "War Powers Resolution" läuft Freitag ab
Laut einem hochrangigen US-Regierungsvertreter betrachtet die US-Regierung die am 28. Februar begonnenen Feindseligkeiten mit dem Iran im Sinne des "War Powers Resolution"-Gesetzes als beendet. "Beide Parteien haben sich am Dienstag, dem 7. April, auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand geeinigt, der seither verlängert wurde", sagte der Regierungsvertreter. "Seit Dienstag, dem 7. April, hat es keinen Schusswechsel zwischen den US-Streitkräften und dem Iran gegeben."
Für US-Präsident Donald Trump läuft am Freitag eine Frist ab. Gemäß der "War Powers Resolution" aus dem Jahr 1973 muss er den Militäreinsatz innerhalb von 60 Tagen beenden oder die Genehmigung des Kongresses einholen.
-
Iran droht mit Angriffen auf US-Stützpunkte
Ein ranghoher Vertreter der iranischen Revolutionsgarden droht den USA bei erneuten, auch begrenzten US-Angriffen mit langen und schmerzhaften Schlägen gegen US-Militärstützpunkte und Kriegsschiffe in der Region. US-Präsident Donald Trump sollte einem US-Beamten zufolge noch am Donnerstag (Ortszeit) über Pläne für neue Militärschläge gegen den Iran unterrichtet werden. Der Plan soll Infrastrukturziele und einen möglichen Einsatz von Bodentruppen umfassen.
-
Erneut Hinrichtung nach Protesten im Iran
Im Iran ist ein weiteres Todesurteil im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Jänner vollstreckt worden. Dem Mann wurde zur Last gelegt, bei den Aufständen in der Stadt Isfahan Sicherheitskräfte angegriffen zu haben, wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete.
Erst am Mittwoch hatte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, die zahlreichen Festnahmen und Hinrichtungen im Iran in den vergangenen Wochen verurteilt. Seit Beginn der Angriffe Israels und der USA auf den Iran vor zwei Monaten seien mindestens neun Menschen wegen Teilnahme an den regierungskritischen Protesten im Jänner hingerichtet worden, zehn wegen Mitgliedschaft in Oppositionsgruppen und zwei wegen Spionagetätigkeit. Unter den Festgenommenen seien auch Minderjährige, denen die Todesstrafe drohe, so Türk.
Im Jänner war es angesichts einer bereits schwelenden Wirtschaftskrise zu Massenprotesten gegen die politische Führung gekommen. Irans Sicherheitsapparat hatte die Proteste brutal niedergeschlagen.
-
Trump: US-Truppenabzug auch aus Italien und Spanien vorstellbar
Einen Tag nach seiner Drohung eines US-Truppenabzugs aus Deutschland legt Präsident Donald Trump nach. Auf die Frage, ob er sich einen solchen Schritt auch in Italien und Spanien vorstellen könne, sagte er: "Ja, wahrscheinlich. Wahrscheinlich werde ich das." Italien habe sich nicht als Hilfe für die USA erwiesen, sagte Trump ohne weitere Details zu nennen. Über Spanien, mit dem der Republikaner seit geraumer Zeit im Clinch liegt, sagte er: "Furchtbar, absolut furchtbar".
Die USA waren sowohl in Spanien als auch in Italien auf Widerstand bei der Nutzung von Militärstützpunkten für den Iran-Krieg gestoßen.
Am Mittwoch hatte Trump angekündigt, einen US-Truppenabzug aus Deutschland überprüfen zu lassen. Eine Entscheidung solle in Kürze folgen. Kurz vor der Drohung war Trump Bundeskanzler Friedrich Merz verbal angegangen. Der CDU-Politiker ist allerdings nicht der einzige Europäer, mit dem der Republikaner neuerdings nicht kann: Zuletzt krachte es nach Trumps Kritik am Papst auch zwischen ihm und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.
Aktuell sind nach Angaben des US-Militärs von Mitte April rund 86.000 Soldaten in Europa stationiert – davon rund 39.000 in Deutschland. Die Zahl verändert sich regelmäßig, auch wegen Rotationen und Übungen.
-
Bericht: Trump prüft neue Angriffe
US-Präsident Donald Trump wird sich dem Nachrichtenportal Axios zufolge am Donnerstag über neue Pläne für eine Angriffswelle gegen den Iran unterrichten lassen. Der Plan soll Infrastrukturziele und einen möglichen Einsatz von Bodentruppen umfassen. Teheran warnte indes die Vereinigten Staaten. Jeder Versuch, eine US-Seeblockade iranischer Häfen einzurichten, sei "zum Scheitern verurteilt", sagte der iranische Präsident Masoud Pezeshkian am Donnerstag.
Ein solcher Schritt wäre eine "Quelle für Spannungen und eine Störung der langfristigen Stabilität am Persischen Golf", ergänzte Pezeshkian. Angesichts der festgefahrenen Verhandlungen mit dem Iran erwägt Trump US-Angaben zufolge eine monatelange Blockade iranischer Häfen. Wie ein ranghoher Vertreter des Weißen Hauses am Mittwoch mitteilte, deutete Trump diese Möglichkeit bei einem Treffen mit Vertretern der Ölindustrie an.
-
Trump: USA erwägen Truppenreduzierung in Deutschland
Die USA prüfen nach Aussage von Präsident Donald Trump eine mögliche Reduzierung ihrer Truppen in Deutschland. Eine Entscheidung solle in Kürze getroffen werden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Ankündigung folgt auf Trumps deutliche Kritik am deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz, weil dieser sich zuvor kritisch über die US-Offensive gegen den Iran geäußert hatte. Daraufhin betonte Merz am Donnerstag die transatlantische Partnerschaft mit den USA.
"Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!", hatte Trump am Dienstag auf Truth Social mit Blick auf den CDU-Vorsitzenden geschrieben. Es sei kein Wunder, "dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!". Er warf dem Kanzler vor, damit einverstanden zu sein, dass der Iran über Atomwaffen verfüge.
-
Neun Tote nach israelischen Angriffen im Libanon
Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach Behördenangaben neun Menschen getötet worden. Bei den Angriffen auf verschiedene Orte im Süden des Landes nahe der Stadt Nabatieh seien zudem 23 Menschen verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut am Donnerstag mit. Unter den Getöteten seien auch zwei Minderjährige und mindestens vier Frauen gewesen. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie prüfe die Angaben. Indes griff die Hisbollah Israel an.
In einer Erklärung der israelischen Armee hieß es am Donnerstag, sie habe militärische Anlagen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon ins Visier genommen. Die Hisbollah habe diese Einrichtungen genutzt, um Angriffe auf den Staat Israel sowie auf israelische Soldaten zu verüben.
-
VAE-Austritt aus OPEC ist Zeichen für tiefes Zerwürfnis
Die Entscheidung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), aus der OPEC und der OPEC+ auszutreten, legt jahrelange Spannungen mit Saudi-Arabien offen. Der Schritt markiert einen strategischen Bruch mit der von der Führung in der saudischen Hauptstadt Riad dominierten Ölpolitik und spiegelt eine Machtverschiebung wider, die auch durch den Krieg mit dem Iran geprägt ist.
Politische Analysten und Experten aus der Region bewerten den für Freitag angekündigten Austritt aus dem Ölkartell als mehr als nur einen Streit um Förderquoten. Dies zeige vielmehr einen tiefen Riss in den bilateralen Beziehungen. "In den saudisch-emiratischen Beziehungen geht etwas Ernstes vor sich (...), ein viel ernsterer Bruch, als wir denken", sagt Fawaz Gerges von der London School of Economics. "Was wir jetzt sehen, ist eine Art Zerfall der Beziehungen zwischen den beiden größten Mächten am Golf."
-
Khamenei: Amerikaner gehören auf den Meeresboden
Die Führung des Irans hat angekündigt, seine Atom- und Raketenkapazitäten zu schützen und zugleich den USA gedroht. "Neunzig Millionen iranische Bürger im In- und Ausland betrachten alle Atom- und Raketenfähigkeiten als nationales Gut und werden sie wie ihre See-, Land- und Luftgrenzen verteidigen", hieß es in einer Rede des obersten iranischen Führers Mojtaba Khamenei, die im staatlichen Fernsehen verlesen wurde.
Zugleich wurden erneute Drohungen gegen die Präsenz der US-Streitkräfte in der Region ausgesprochen. Zwei Monate nach dem "größten Militärangriff und der Aggression der Weltbullys" in der Region sowie "nach dem beschämenden Scheitern Amerikas mit seinem Plan" werde ein neues Kapitel für den Persischen Golf und die Straße von Hormuz geschrieben, sagte Khamenei demnach weiter.
Die Islamische Republik teile das gleiche Schicksal mit den Nachbarn in den Gewässern des Persischen Golfs und des Golfs von Oman. "Außenstehende, die aus Tausenden Kilometern Entfernung kommen und dort Unruhe stiften, haben keinen Platz unter uns – außer auf dem Grund seiner Gewässer." Khamenei verkündete zudem den Beginn einer neuen Ära in der Golfregion. Seit dem Ausbruch des Krieges des Iran mit den USA und Israel nehme ein neues Kapitel für den Golf und die Straße von Hormuz Gestalt an. Die verlesene Ansprache erfolgte anlässlich des Tags des Persischen Golfs, der jährlich im Iran am 30. April begangen wird.
-
Iran-Experte: Gibt keine schnelle militärische Lösung
Iran-Experte Danny Citrinowicz warnte auf der Plattform X: "Es gibt keine schnelle militärische Lösung für das Iran-Problem". Die USA suchten vermutlich nach einem entscheidenden militärischen Schritt, der den Iran zur Kapitulation zwingen solle, schrieb Citrinowicz und urteilte: "Das wird nicht funktionieren." Was 40 Tage andauernde Angriffe nicht erreicht hätten, werde sich nicht plötzlich durch Angriffe in der Straße von Hormuz, durch Attentate auf hochrangige Persönlichkeiten oder gar durch Angriffe auf zivile Infrastruktur vollbringen lassen.
"Es ist unwahrscheinlich, dass der Iran unter Druck nachgeben wird", schrieb der Experte. Wahrscheinlicher sei, dass Teheran mit Maßnahmen reagiere, die nicht nur für seine Gegner, sondern auch für die Weltwirtschaft die Kosten erhöhten. Störungen am Golf, Angriffe durch Stellvertreter und regionale Instabilität seien für den Iran keine Nebeneffekte, sondern zentrale Bestandteile seiner Strategie. Angesichts des tiefen Misstrauens zwischen den Parteien berge selbst ein gezielter US-Militäreinsatz das Risiko einer unverhältnismäßigen Reaktion. "Eine Eskalation ist in einem solchen Kontext nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich", so Citrinowicz.
-
IEA-Chef: Größte Energiekrise der Geschichte bestätigt
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, sieht seine Befürchtung der weltweit größten Energiekrise der Geschichte angesichts des Iran-Kriegs bestätigt. Die aktuellen Ereignisse gäben der IEA leider recht, sagte Birol in Paris. "Die Öl- und Gasmärkte befinden sich in großen Schwierigkeiten. Die Ölpreise lagen, als ich das letzte Mal nachgesehen habe, bei über 120 Dollar, was viele Länder stark unter Druck setzt."
Neben Öl und Gas seien auch Düngemittel, die für Entwicklungsländer sehr wichtig sind, sowie Petrochemikalien von Lieferengpässen betroffen.
-
Nahost-Krieg katapultiert Inflationsrate im Euroraum auf 3,0 Prozent
Der Ölpreisanstieg infolge des Nahost-Krieges heizt die Inflation im Euroraum weiter kräftig an. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im April um durchschnittlich 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten nur mit einem Anstieg auf 2,9 Prozent gerechnet. Im März und damit nach Ausbruch des Iran-Konflikts war die Inflationsrate bereits auf 2,6 Prozent geklettert.
Die Europäische Zentralbank (EZB), die um 14.15 Uhr (MESZ) ihre Leitzinsentscheidung bekanntgibt, sieht sich mit einem akuten Inflationsschub konfrontiert. Sie hat als Stabilitätsziel eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent. Als Inflationstreiber erweist sich Energie, die sich im April um satte 10,9 Prozent verteuerte.
-
Preis für Brent-Öl auf höchsten Stand seit Anfang 2022 gestiegen
Ein Barrel (159 Liter) mit Lieferung zum Juni kostete 126,41 US-Dollar und damit um 7 Prozent mehr als am Vortag. Stockende Verhandlungen zwischen Iran und USA sind der Grund.
-
Irans Marine-Chef droht US-Militär wegen Seeblockade
Angesichts der von den Vereinigten Staaten gegen den Iran verhängten Seeblockade hat der Kommandeur der iranischen Marine den US-Truppen in der Region gedroht. Der Iran habe die Straße von Hormus geschlossen, zitierte der regierungstreue iranische Fernsehsender Press TV den Marine-Chef Scharam Irani.
"Sollten sie sich weiter nähern, werden wir unverzüglich operative Maßnahmen ergreifen", sagte er über die US-Marine, die Schiffe derzeit daran hindert, iranische Häfen anzusteuern oder aus ihnen auszulaufen. Das iranische Militär werde den Feind bald mit einer Waffe angreifen, "vor der er große Angst hat", kündigte Irani an. Um welche Art von Waffe es sich dabei handeln soll, sagte er nicht. Derzeit gilt zwischen dem Iran und den USA eine Waffenruhe.
Bislang haben die Vereinigten Staaten mit ihrer Blockade nach eigenen Angaben 42 Schiffe gestoppt. Dadurch seien dem Iran schätzungsweise mehr als sechs Milliarden US-Dollar an Einnahmen aus dem Ölexport entgangen, sagte der Kommandeur des zuständigen US-Regionalkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper.
-
Medien: Größter US-Flugzeugträger soll Nahen Osten verlassen
Der größte Flugzeugträger der US-Marine, die "USS Gerald R. Ford", soll Medienberichten zufolge bald den Nahen Osten verlassen. In den kommenden Tagen werde er in Richtung USA aufbrechen, berichtete unter anderem die Washington Post unter Berufung auf mehrere US-Beamte. Der monatelange Einsatz auf See habe seine Spuren hinterlassen - zurück im Hafen werde das Schiff voraussichtlich umfangreiche Reparaturen und Wartungsarbeiten durchlaufen, schrieb die Zeitung.
Der Schritt würde die militärische Schlagkraft der USA im Krieg mit dem Iran schwächen - zu einem Zeitpunkt, zu dem zwar eine Waffenruhe gilt, eine baldige Verhandlungslösung aber nicht in Sicht ist.
Die USA hatten ihre Militärpräsenz in der Region erst jüngst mit dem Flugzeugträger "USS George H.W. Bush" aufgestockt. Erstmals seit 2003 seien damit drei US-Flugzeugträger gleichzeitig im Nahen Osten im Einsatz, hieß es vergangene Woche vom zuständigen US-Regionalkommando (Centcom). Diese umfassten zusammen über 200 Flugzeuge und 15.000 Matrosen und Marineinfanteristen. Neben den beiden Flugzeugträgern war auch die "USS Abraham Lincoln" in Richtung Iran verlegt worden. Die "USS Gerald R. Ford" war nach Angaben des US-Militärs zuletzt im Roten Meer im Einsatz.
-
Konfrontationen bei Protesten gegen Wehrpflicht in Jerusalem
Bei einer Demonstration ultraorthodoxer Juden in Jerusalem ist es zu Konfrontationen mit der Polizei gekommen. Die Demonstranten hätten Steine auf Sicherheitskräfte geworfen, teilte die Polizei mit. Die Polizisten setzten Wasserwerfer gegen die Teilnehmer des Protests ein, die zeitweise eine wichtige Zufahrtsstraße blockiert hatten. In Israel waren streng religiöse Männer lange von der Wehrpflicht befreit.
Diese Regelung lief 2024 aus, und die Regierung scheiterte seitdem bei Versuchen, sie gesetzlich zu verlängern. In einem Urteil am Sonntag wies das höchste Gericht in Jerusalem den Staat an, binnen weniger Wochen konkrete Schritte gegen Wehrdienstverweigerer einzuleiten.
-
Iran-Krieg kostete bisher 25 Milliarden Dollar
Der Iran-Krieg hat die Vereinigten Staaten nach Angaben eines hochrangigen Pentagon-Mitarbeiters bisher circa 25 Milliarden US-Dollar (knapp 21,4 Mrd Euro) gekostet. Dies seien schätzungsweise alle Ausgaben, die seit Beginn der "Operation Epic Fury" (auf Deutsch etwa: "Operation Epische Wut") angefallen seien, sagte Jules W. Hurst III bei einer Anhörung des Repräsentantenhauses. Der größte Teil des Geldes davon sei für Munition aufgewendet worden.
Hurst kündigte an, dass das Pentagon über das Weiße Haus einen Nachtragshaushalt beantragen werde, "sobald uns eine vollständige Einschätzung der Kosten des Konflikts vorliegt". Dem Nachrichtenportal "Politico" zufolge hatte Hurst zuvor gesagt, dass die erste Woche des Iran-Krieges elf Milliarden Dollar an Kosten verursacht habe.
-
Keine Pläne für Netanjahu-Besuch in den USA nächste Woche
Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten hat Berichte zurückgewiesen, wonach Benjamin Netanjahu nächste Woche US-Präsident Donald Trump treffen soll. "Es ist nicht zu erwarten, dass Ministerpräsident Netanjahu nächste Woche in die USA reist", teilte sein Büro am Mittwoch mit. Israels Regierungschef spreche aber häufig "mit seinem Freund Präsident Trump".
Mehrere Medien hatten zuvor von einem in der kommenden Woche anstehenden Treffen der beiden in den USA berichtet. Hintergrund seien die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon sowie die Koordinierung mit den USA im Umgang mit dem Iran, hatte etwa die Zeitung "Israel Hayom" geschrieben.
-
Katz will Finanzierung von Gaza-Hilfsflotte sanktionieren
Israels Verteidigungsminister Katz hat laut offiziellen Angaben Sanktionen gegen die Spendenkampagne der "Global Sumud Flotilla" verhängt. Die Flottille mit rund 100 Schiffen und 1.000 Beteiligten an Bord ist derzeit auf dem Weg nach Gaza und soll am Wochenende vor der Küste des Palästinensergebiets eintreffen. Israels Marine will die Schiffe abfangen. In einer Erklärung beschuldigte Katz die islamistische Hamas und internationale Organisationen, hinter der Aktion zu stehen.
Die Crowdfunding-Kampagne finanziere etwa den Kauf von Schiffen sowie die Anwerbung von Teilnehmern. Sanktionen sollen laut Katz Spender davon abhalten, eine Terrororganisation zu unterstützen. Die Vorwürfe aus Israel sind nicht neu. Die Aktivistinnen und Aktivisten der Flotte äußerten sich auf Anfrage bisher nicht dazu. Details darüber, wie die Sanktionierung umgesetzt werden soll, ließ der israelische Verteidigungsminister zunächst offen.
Die propalästinensischen Aktivisten aus verschiedenen Ländern wollen mit der Aktion erneut versuchen, die seit 2007 bestehende israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen und Hilfsgüter in die Konfliktregion zu bringen.
-
Italien zur Entsendung von Schiffen in Meerenge Hormus bereit
Italien ist nach Angaben von Außenminister Antonio Tajani bereit, sich an einer internationalen Mission zur Sicherung der Schifffahrtswege in der Straße von Hormuz zu beteiligen. Nach einem dauerhaften Waffenstillstand könne Italien Minenräumboote der eigenen Marine sowie weitere Kriegsschiffe im Rahmen einer Mission der Europäischen Union oder der Vereinten Nationen entsenden, erklärte Tajani bei einer Veranstaltung in Turin am Mittwoch.
Ziel sei es, die "Freiheit der Schifffahrt" in der strategisch wichtigen Meerenge zu gewährleisten. Voraussetzung sei eine internationale Mission unter UNO- oder EU-Mandat. Die Regierung in Rom habe bereits entsprechende Vorbereitungen getroffen, sagte Tajani weiter. Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto sei beauftragt worden, die mögliche Beteiligung der Marine an internationalen Einsätzen zu prüfen, die sowohl Minenräumung als auch Schutz der Schifffahrtsrouten umfassen könnten.
-
Iran: Mindestens 21 Hinrichtungen seit Kriegsbeginn
Die Führung in Teheran hat seit Beginn des Iran-Kriegs mindestens 21 Menschen aus politischen Gründen hinrichten und mehr als 4.000 Menschen festnehmen lassen. "Mindestens neun Menschen wurden im Zusammenhang mit den Protesten vom Jänner 2026 hingerichtet, zehn für eine mutmaßliche Mitgliedschaft in Oppositionsgruppen und zwei wegen Spionagevorwürfen", teilte das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte am Mittwoch mit.
Den Festgenommenen werden demnach Vorwürfe im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit gemacht. Der UNO-Behörde zufolge wurden viele der Festgenommenen Opfer von Verschleppung, Folter oder von "grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung", darunter erzwungene und teils im Fernsehen übertragene Geständnisse sowie Schein-Exekutionen.
-
Trump droht Teheran wieder: "No more Mr. Nice Guy"
US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf Teheran, zu einer Verhandlungslösung mit den USA zu kommen, weiter erhöht. In einem Posting auf der Plattform Truth Social drohte er: "Der Iran bekommt es nicht auf die Reihe. Sie wissen nicht, wie man einen Anti-Atomwaffen-Deal abschließt. Sie sollten sich lieber bald schlaumachen!" Dazu veröffentlichte der US-Präsident eine Fotomontage, die ihn mit Sturmgewehr und umgeben von Explosionen zeigt.
Überschrieben ist die Darstellung mit den Worten: "NO MORE MR. NICE GUY". Auf Deutsch übersetzt heißt das in etwa: "Jetzt ist Schluss mit lustig". Zuvor hatte Trump bei einem Staatsbankett zu Ehren des britischen Königs Charles III. im Weißen Haus seine Behauptung wiederholt, die USA hätten den Iran bezwungen. "Wir haben diesen speziellen Gegner militärisch besiegt", sagte Trump am Dienstag. "Charles stimmt mir sogar noch mehr zu, als ich es selbst tue, wir werden diesen Gegner niemals eine Atomwaffe besitzen lassen."
-
Brent-Preis klettert um drei Prozent auf 114,54 Dollar
Der Ölpreis hat am Mittwoch nach einem verhaltenen Handelsstart deutlich zugelegt. Angesichts neuer Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni um 2,95 Prozent auf 114,54 US-Dollar. Damit erreichte der Ölpreis das Niveau von Ende März. Die US-Sorte WTI kletterte um 3,7 Prozent auf 103,45 Dollar hoch.
-
Trump bei Staatsbankett mit Charles III.: Iran "militärisch besiegt"
Bei einem Staatsbankett zu Ehren des britischen Königs Charles III. im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump seine Behauptung wiederholt, die USA hätten den Iran bezwungen. "Wir haben diesen speziellen Gegner militärisch besiegt", sagte Trump am Dienstag (Ortszeit). "Charles stimmt mir sogar noch mehr zu, als ich es selbst tue, wir werden diesen Gegner niemals eine Atomwaffe besitzen lassen."
Im Iran-Krieg hatte es zuletzt immer wieder deutliche Differenzen zwischen den USA und den Europäern gegeben. Die Beziehungen zwischen London und Washington sind derzeit eigentlich sehr angespannt. Trump äußerte sich wiederholt stark verärgert über die Weigerung der britischen Regierung von Premierminister Keir Starmer, die USA und Israel beim Iran-Krieg zu unterstützen.
Am Dienstag hielt Charles seine mit Spannung erwartete Rede vor dem US-Kongress. Darin rief der die USA zum Zusammenhalt mit ihren westlichen Verbündeten auf. Kein Land könne die großen Herausforderungen der heutigen Zeit "alleine bewältigen", sagte er. Großbritannien und die USA könnten sich auch nicht "auf vergangenen Errungenschaften ausruhen". "Welche Differenzen und Meinungsverschiedenheiten es auch zwischen uns geben mag, wir stehen zusammen in unserem Engagement für die Bewahrung der Demokratie", sagte Charles
-
UN: Schiffsverkehr durch Straße von Hormus fast zum Erliegen
Seit Beginn des Iran-Kriegs vor zwei Monaten ist die Zahl der Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, nach Angaben der Vereinten Nationen um mehr als 95 Prozent zurückgegangen. Dagegen seien die Preise für Lebensmittel-Rohstoffe um sechs Prozent gestiegen, sagte Stéphane Dujarric in New York.
Der Rohölpreis für Europa sei darüber hinaus um 53 Prozent gestiegen, fügte er mit dem Verweis auf ein Online-Dashboard mit, mit dessen Hilfe sich unter anderem die Preisentwicklungen angesichts der blockierten Meerenge am Persischen Golf beobachten lassen.
-
Bericht: Trump lässt längere Blockade des Iran vorbereiten
US-Präsident Donald Trump lässt einem Bericht des Wall Street Journal zufolge eine längere Blockade des Iran vorbereiten. Trump habe seine Berater entsprechend angewiesen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Er wolle den Druck auf die iranische Wirtschaft und die Ölexporte aufrechterhalten, indem der Schiffsverkehr von und zu den Häfen des Landes unterbunden werde. Der Bericht wurde von offizieller Seite bisher nicht bestätigt.
-
Libanon: Israels Armee zerstört zwei Hisbollah-Tunnel
Die israelische Armee hat Dienstagabend zwei Tunnel der Hisbollah im Südlibanon gesprengt. Libanesischen Einwohnern zufolge war die Erschütterung weit über die Gegend hinaus zu spüren. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sprach von einem "riesigen Terrortunnel der Hisbollah", der gesprengt worden sei. Die Zeitung "Times of Israel" berichtete, es handle sich um eines der längsten unterirdischen Tunnelsysteme, die Israels Militär bisher im Libanon entdeckt habe.
Israels Armee teilte mit, sie habe in den vergangenen Wochen in der Gegend von Kantara nach Tunneln der vom Iran unterstützten Miliz gesucht - und zwei Tunnel mit einer Gesamtlänge von rund zwei Kilometern entdeckt. Die nun zerstörten Tunnel hätten rund zehn Kilometer von Ortschaften in Israel entfernt gelegen. In ihnen hätten sich Dutzende Wohnquartiere befunden.
-
Iran verbietet Export von Stahl
Der Iran verbietet nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars seit Beginn der Woche den Export von Stahl. Grund sind offenbar die Angriffe Ende März auf die beiden Stahlwerke Chusestan im Südwesten des Landes und Mobarek im Zentrum. Israel hatte vor Beginn der Waffenruhe Anfang April angegeben, seine Luftwaffe habe 70 Prozent der Produktionskapazitäten zerstört.
Fars berichtete am Dienstag unter Berufung auf eine Anweisung der Zollbehörden des Landes, dass die Ausfuhr von Stahl einschließlich Brammen, Blechen und Bändern verboten sei. Die Anweisung sei am 26. April in Kraft getreten.
-
Weltbank warnt vor Rohstoffschock für die Weltwirtschaft
Der Krieg im Nahen Osten treibt die Energiepreise nach einer Prognose der Weltbank heuer um 24 Prozent in die Höhe. Damit erreichen sie den höchsten Stand seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Rohstoff-Ausblick der in Washington ansässigen Organisation. Sie erwartet für 2026 einen durchschnittlichen Preis für die Ölsorte Brent von 86 Dollar (73,20 Euro) pro Fass, nach 69 Dollar im Vorjahr.
Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur und die Störungen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz haben demnach den größten Ölversorgungsschock der Geschichte ausgelöst. Der Preisanstieg hat weitreichende Folgen. "Der Krieg trifft die Weltwirtschaft in mehreren Wellen: zuerst durch höhere Energiepreise, dann durch höhere Lebensmittelpreise und schließlich durch eine höhere Inflation", sagte der Chefökonom der Weltbank, Indermit Gill. "Krieg ist Entwicklung im Rückwärtsgang." Am härtesten treffe es die ärmsten Menschen.
-
Vereinigte Arabische Emirate treten aus OPEC aus
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Austritt aus dem Öl-Kartell OPEC sowie der OPEC+ angekündigt. Der Schritt werde am 1. Mai erfolgen, berichteten staatliche Medien am Dienstag.
-
Bahrain entzieht Unterstützern Teherans die Staatsbürgerschaft
Der kleine Golf-Staat Bahrain hat Dutzenden Menschen die Staatsbürgerschaft entzogen wegen mutmaßlicher Unterstützung des Iran. Die 69 Betroffenen hätten die "feindlichen und abscheulichen Taten des Irans verherrlicht" und ihre "Sympathie dafür" ausgedrückt, erklärte das bahrainische Innenministerium am Dienstag. Es gehe um Personen, die nicht aus Bahrain stammten und die mit "ausländischen Einheiten" kooperiert hätten. Auch ihren Angehörigen verlören die Staatsbürgerschaft.
Bahrain beheimatet unter anderem einen wichtigen US-Marinestützpunkt und geriet im Zuge des Kriegs Israels und der USA gegen den Iran unter iranischen Beschuss. Die Flugabwehr fing dort Hunderte iranische Drohnen und Raketen ab. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist in Bahrain wie in den weiteren Golf-Staaten stark eingeschränkt.
-
Trump skeptisch zu neuen Vorschlägen aus Teheran
US-Präsident Donald Trump sieht Teherans jüngsten Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs übereinstimmenden Medienberichten zufolge skeptisch. Er habe den Vorschlag zwar nicht direkt abgelehnt, aber er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Die "New York Times" berichtete ebenfalls, Trump sei mit dem Vorschlag nicht zufrieden. Der Iran verwahrte sich indes gegen ein Diktat der USA.
-
Iran wirft den USA wegen der Seeblockade Piraterie vor
Sprecher des iranischen Außenministeriums wettert gegen US-Seeblockade: "Unverhohlene Legalisierung von Piraterie und bewaffnetem Raub auf hoher See."
-
Netanyahu: Kampf gegen Hisbollah ist noch nicht beendet
Im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz sieht der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu die andauernde Bedrohung seines Landes durch Raketen und Drohnen als zentrales Problem. Das machte er auf einer Militärkonferenz deutlich. Dieses Problem müsse man mit einer Kombination aus operativen und technologischen Maßnahmen lösen, sagte der Regierungschef am Montag. Erst dann sei man "auf dem Weg, die Hisbollah zu entwaffnen".
Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge trotz formell geltender Waffenruhe erneut Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon. Die israelische Armee teilte am Abend auf der Plattform Telegram mit, sie habe mehr als 20 Infrastrukturanlagen der Miliz im Süden sowie in der Bekaa-Ebene im Nachbarland ins Visier genommen. Zu den Zielen gehörten Waffenlager und Raketenabschussstellungen der Hisbollah.
-
Irans Außenminister: Prüfen Trumps Bitte um Verhandlungen
Der Iran prüft Außenminister Abbas Araghtschi zufolge eine Bitte von US-Präsident Donald Trump um Verhandlungen. Trump habe um Gespräche gebeten, weil die USA keines ihrer Ziele erreicht hätten, sagt Araghtschi vor Journalisten in Russland laut einem Beitrag auf seinem Telegram-Kanal.
-
Iranischer Außenminister in Russland - Treffen mit Putin
Kremlchef Wladimir Putin hat Teheran bei einem Treffen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi in St. Petersburg die weitere Unterstützung Moskaus zugesichert. Er habe vorige Woche eine Botschaft des obersten Führers Mojtaba Khamenei, Sohn des getöteten Ayatollahs Ali Khamenei, erhalten und könne nur bestätigen, dass Russland und der Iran ihre strategische Partnerschaft fortsetzten, sagte Putin am Montag.
Araqchi sagte laut russischer Übersetzung in der Präsidentenbibliothek der Newa-Metropole, dass die Beziehungen zwischen Teheran und Moskau auf höchstem Niveau seien und weiter gefestigt würden. Er dankte Russland für die Unterstützung. Putin wiederum äußerte die Hoffnung auf baldigen Frieden in der Region. "Wir sehen, wie tapfer und heldenhaft das iranische Volk um seine Unabhängigkeit kämpft, um seine Souveränität", sagte der russische Staatschef. "Wir werden von unserer Seite alles tun, was in ihrem Interesse liegt und den Interessen alles Völker der Region entspricht, damit der Frieden so schnell wie möglich erreicht werden kann."
-
Merz sieht weiter keine Exit-Strategie im Iran-Krieg
Merz selbst glaubt nicht, dass die USA den Krieg im Iran schnell beenden können. "Weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben", sagte Merz bei einer Diskussion mit Schülern in Marsberg im Sauerland. "Das Problem bei solchen Konflikten ist immer: Da muss man ja nicht nur rein, da muss man auch wieder raus. Das haben wir ganz schmerzhaft bei Afghanistan gesehen, 20 Jahre lang. Wir haben das im Irak gesehen."
Die Amerikaner seien im Iran "ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen", kritisierte Merz. Deshalb sei es umso schwerer, den Konflikt nun wieder zu beenden. "Zumal die Iraner offensichtlich sehr geschickt verhandeln - oder eben sehr geschickt nicht verhandeln", sagte Merz. "Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung."
Kommentare