US-Kriegsminister: "Haben diesen Krieg nicht begonnen" + 3 US-Kampfjets von Kuwait abgeschossen
- Israel und die USA haben am Samstag mit einem Militärschlag gegen den Iran begonnen.
- Dabei wurden Irans Oberster Führer Khamenei und der Generalstabschef getötet. Auch Irans Ex-Präsident Ahmadinejad ist tot.
- Laut US-Präsident Donald Trump könnte der Krieg vier Wochen dauern.
- In der US-Regierung gibt es jedoch Zweifel an einem schnellen Umsturz im Iran.
- Nach Angriffen der Hisbollah auf Israel hat das israelische Militär Ziele im Libanon angegriffen.
- Auf Zypern wurde eine britische Luftwaffenbasis getroffen.
- Aus Versehen: Kuwaits Luftwaffe hat drei US-Kampfjets abgeschossen.
- Öl- und Goldpreis legten kräftig zu. OMV sieht Versorgung gesichert, Inflation in Österreich könnte steigen.
- Laut Außenministerium sind rund 17.000 Österreicher im Krisengebiet registriert.
- Die härtesten Gegenschläge des Iran könnten erst kommen.
Hintergründe:
- Israel im Kriegsmodus: Eine Reportage aus Haifa
- Iran sperrt Straße von Hormus: Warum sie für den Welthandel so wichtig ist
- Die Zukunft des Iran: Sechs Szenarien, wie es weitergehen könnte
- Ayatollah Khamenei: Der Staat war nicht nur er
- Trumps Kalkül und Risiko hinter dem Angriff
Großangriff gegen den Iran
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Erste Flüge aus Dubai und Abu Dhabi sollen abheben
Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate kündigt an, spezielle Flüge zur Rückführung gestrandeter Passagiere an den Airports des Landes seien möglich. Die in Dubai ansässige größte internationale Fluggesellschaft Emirates erklärte, eine begrenzte Zahl von Flügen werde am Montagabend abheben. Zuvor hatte auch Etihad aus Abu Dhabi erklärt, noch am Montag Flüge zur Repatriierung von Reisenden „unter strengen Sicherheitsfreigaben“ wieder aufzunehmen. Davon abgesehen blieben alle kommerziellen Flüge gestrichen.
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Europas Leitbörsen tiefrot wegen Nahost-Kriegs
Die europäischen Börsen haben am Montagnachmittag weiterhin mit deutlichen Abgaben notiert. Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und dessen Vergeltungsschläge haben die Aktienmärkte zum Wochenauftakt stark belastet. Die Öl- und Gaspreise sind wegen des Krieges deutlich gestiegen und belasteten damit die Aktienkurse, nicht zuletzt wegen vermeldeter Produktionsausfälle im wichtigen Lieferland Katar.
Der Euro-Stoxx-50 verlor gegen 14.45 Uhr 2,52 Prozent auf 5.984 Punkte. In Frankfurt rutschte der DAX um 2,61 Prozent tiefer auf 24.623 Zähler. Außerhalb der Eurozone fiel der FTSE-100 um 1,46 Prozent auf 10.751 Einheiten.
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Hegseth: "Haben diesen Krieg nicht gestartet, aber unter Präsident Trump beenden wir ihn"
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Montag in einer Pressekonferenz, dass Militäroperationen gegen den Iran nicht zu einem "endlosen Krieg" führen würden. Das Ziel bestehe darin, Irans Raketen und Marine und Sicherheitsinfrastrukturen Teherans zu zerstören. "Dies ist kein sogenannter 'Regimewechselkrieg', aber das Regime hat sich tatsächlich geändert, und die Welt ist dadurch besser dran", sagt Hegseth weiter.
"Wir schlagen präzise, überwältigend und ohne Reue zu", so Hegseth im Pentagon. "Wir haben diesen Krieg nicht gestartet, aber unter Präsident Trump beenden wir ihn." Die Operation würde nach dem Prinzip "America First" fertiggestellt, so Hegseth.
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Deutsche Pilotengewerkschaft verzichtet diese Woche auf Streiks
Fluggästen in Deutschland drohen seitens der Pilotengewerkschaft VC Cockpit in dieser Woche keine Streiks. Man verzichte vorläufig auf Arbeitskampfmaßnahmen wegen des eskalierten Konflikts im Nahen Osten, teilte VC in Frankfurt mit.
Wegen des Iran-Kriegs ist der Luftverkehr im Nahen Osten stark gestört. Zehntausende Urlauber aus der ganzen Welt sitzen im Kriegsgebiet fest.
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Russland fordert "sofortige" Waffenruhe
Russland hat eine "sofortige" Waffenruhe im Nahen Osten gefordert. "Wir sprechen uns für eine sofortige Einstellung der Kämpfe aller Parteien aus", erklärte das russische Außenministerium am Montag in Moskau. Jeder Angriff auf "zivile Ziele, seien sie im Iran oder in arabischen Ländern", sei "unzulässig und müsse vollkommen ausgeschlossen" werden. Der Kreml teilte davor mit, dass man trotz Kritik am Iran-Angriff weiter offen sei für die US-Vermittlerrolle im Ukraine-Krieg.
"Wir schätzen weiterhin die Vermittlungsbemühungen der Vereinigten Staaten sehr, vertrauen aber in erster Linie nur uns selbst", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.
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Augenzeuge: Hunderte Iraner überqueren Grenze zur Türkei
Hunderte Iraner überqueren einem Reuters-Augenzeugen zufolge am Grenzübergang Kapiköy die Grenze zur Türkei. Einreisende berichten von Angst in der Hauptstadt Teheran, Bombardierungen militärischer Ziele und langen Schlangen an Tankstellen.
In der Früh hatte die Türkei den Grenzverkehr für Tagesausflügler noch ausgesetzt. Der türkische Handelsminister Ömer Bolat erklärt, der Frachtverkehr laufe unter kontrollierten Bedingungen weiter.
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US-Armee meldet Tod eines vierten US-Soldaten
Die US-Armee hat den Tod eines vierten US-Soldaten im US-israelischen Krieg gegen den Iran bekanntgegeben. Ein vierter Soldat, der bei den ersten Angriffen durch den Iran schwer verletzt worden sei, "erlag schließlich seinen Verletzungen", teilte das US-Kommando für den Nahen Osten (Centcom) am Montag im Onlinedienst X mit. Zur Identität oder den Umständen seines Todes machte das Kommando keine Angaben.
Am Sonntag hatte Centcom erklärt, dass drei US-Soldaten bei dem US-israelischen Militäreinsatz "Epischer Zorn" getötet worden seien, fünf weitere Soldaten seien schwer verletzt worden.
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Flugzeug fliegt leer von Abu Dhabi nach München - trotz Zehntausender Gestrandeter
Ein Airbus A380 der Lufthansa ist ohne Passagiere von Abi Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus mit dem Ziel München gestartet - trotz Zehntausender gestrandeter Reisender in der Golfregion. Das gab die Lufthansa am Montag bekannt.
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SPÖ will mit "Krisenmechanismus" Energiepreise deckeln
Die SPÖ will wegen der infolge des Irankriegs steigenden Energiepreise Strom und Gas in Österreich deckeln. SPÖ-Staatssekretärin Michaela Schmidt verwies dazu am Montag im Ö1-Mittagsjournal auf die im Regierungsprogramm vereinbarte "Entwicklung eines Energie-Krisenmechanismus für Strom, Gas und Wärme".
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Präsident beruft kommissarischen Verteidigungsminister
Irans Präsident hat nach dem Tod des Verteidigungsministers einen Nachfolger benannt. Präsident Massud Peseschkian habe Madschid Ebn-ol-Resa, derzeit Brigadegeneral der mächtigen Revolutionsgarden, mit der kommissarischen Leitung des Ministeriums beauftragt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh war am Samstag bei einem der israelisch-amerikanischen Luftangriffe ums Leben gekommen.
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Zypern: Erneuter Alarm auf britischem Stützpunkt Akrotiri
Nach einem nächtlichen Drohnenangriff hat es am Montag erneut Alarm auf dem britischen Stützpunkt Akrotiri auf Zypern gegeben. Zwei unbemannte Fluggeräte, die sich in Richtung der britischen Basen bewegt hätten, seien rechtzeitig abgewehrt worden, teilte Zyperns Regierungssprecher Konstantinos Letybiotis mit. Der weiter westlich gelegene zivile Flughafen von Paphos wurde nach Berichten des zypriotischen Rundfunks evakuiert. Flüge nach Paphos wurden nach Larnaka umgeleitet.
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Erhebliche Einschränkungen auf See- und Luftfrachtrouten
Die Auswirkungen auf die internationalen Transportketten im Bereich Luft- und Seefracht sind laut Branchenunternehmen aktuell noch schwer abschätzbar. Der international tätige Vorarlberger Logistiker Gebrüder Weiss rechnete am Montag jedenfalls mit verlängerten Laufzeiten, Kapazitätsengpässen und Zusatzkosten. Man beobachte die Lage kontinuierlich in enger Abstimmung mit Reedereien und Airlines, so das Unternehmen in einer Aussendung.
Der Krieg im Nahen Osten beeinträchtige zentrale internationale Transportwege und wirke sich global auf Luft- und Seefracht aus. So komme es in der Straße von Hormus, einer der wichtigsten maritimen Routen, zu erheblichen Einschränkungen. Schiffe seien gestoppt oder umgeleitet worden, Transitfahrten wurden ausgesetzt oder über das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet. Zu Umleitungen und Verzögerungen komme es auch wegen des gesperrten Luftraums in der Region.
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Unesco-Weltkulturerbe Golestanpalast bei Angriffen beschädigt
Bei den US-israelischen Angriffen im Iran ist laut iranischen Nachrichtenagenturen der zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Golestanpalast in der Hauptstadt Teheran teilweise beschädigt worden. Fenster, Türen und Spiegel hätten durch die Druckwellen Schaden genommen.
Der einstige Regierungspalast der Kadscharen war bis zur Errichtung der Islamischen Republik offizieller Sitz des persischen Monarchen. Seit 2013 zählt er zum Weltkulturerbe.
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Libanon verbietet Hisbollah militärische Aktivitäten
Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz am Montag für illegal erklärt. Das kündigte Ministerpräsident Nawaf Salam in einer Fernsehansprache an. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation. Mit dem Eingreifen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz hatte sich der Konflikt um den Iran zuvor auf den Libanon ausgeweitet.
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Von der Leyen fordert Deeskalation
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat im Iran-Krieg zu Deeskalation aufgerufen. Man müsse intensiv daran arbeiten, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern, sagte sie in Brüssel. Die einzige dauerhafte Lösung sei eine diplomatische. Diese müsse aber einen politischen Übergang sowie ein definitives Ende des iranischen Atom- und Raketenprogramms beinhalten. Auch die destabilisierenden Aktivitäten des Landes in der Region müssten ein Ende haben.
Die Lage bringe "neue Hoffnung für die unterdrückte Bevölkerung des Irans" unterstrich von der Leyen. Die EU unterstütze nachdrücklich deren Recht, über ihre eigene Zukunft zu bestimmen.
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Israel: Neue Angriffe im Zentrum Teherans
Die israelische Luftwaffe hat am Montag in den Mittagsstunden einen neuen Angriff auf Ziele im Iran gestartet. Gestützt auf Geheimdienstinformationen ziele der Angriff "im Herzen von Teheran" auf Sicherheitseinrichtungen des Landes, teilte das Militär mit. Augenzeugen in Teheran bestätigten schwere Bombardierungen in der Stadtmitte. Sie sollen sich in der Nähe des Parlaments ereignet haben. Auch im Norden der Millionenmetropole wurden Raketeneinschläge beobachtet.
Wie iranische Nachrichtenagenturen am Montag berichteten, wurden bei US-israelischen Angriffen im Iran drei Mitglieder der Revolutionsgarden sowie fünf Soldaten der iranischen Armee getötet. Die drei Gardisten seien bei einem Angriff auf die westliche Provinz Lorestan getötet worden, meldete die Agentur ISNA unter Verweis auf eine Mitteilung der Revolutionsgarden. Bei einem weiteren Angriff auf die westiranische Stadt Khorramabad seien fünf Mitglieder der iranischen Armee getötet worden, zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim eine Mitteilung der iranischen Armee.
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Spritpreise: Iran-Konflikt könnte Inflation in Österreich anheizen
Auf kurz oder lang könnten hierzulande die Spritpreise steigen, womit auch die Inflation wieder zulegen könnte. Von einem Machtwechsel im Iran könnte Österreich wirtschaftlich profitieren.
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Angriff auf Öltanker vor der Küste Omans
Vor der Küste des Omans ist ein Öltanker von einem mutmaßlich iranischen Drohnenboot angegriffen worden. Ein aus Indien stammendes Besatzungsmitglied sei daraufhin bei einem Brand im Maschinenraum ums Leben gekommen, teilte die omanische Behörde für maritime Sicherheit mit. Die etwa 20-köpfige Besatzung mit Landsleuten vor allem aus Indien und Bangladesch sei mit Hilfe eines Handelsschiffs in der Nähe evakuiert worden.
Der etwa 220 Meter lange Öltanker "MKD VYOM" fährt unter der Flagge der Marshallinseln. Nach Informationen von Schiffs-Ortungsdiensten war er auf dem Weg zur Küste Saudi-Arabiens. Nach omanischen Angaben hat der Tanker rund 60.000 Tonnen geladen, was einer üblichen Umrechnung zufolge etwa 430.000 Barrel Öl entsprechen würde.
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Kickl fordert Einberufung des Nationalen Sicherheitsrates
Als Reaktion auf die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten fordert FPÖ-Chef Herbert Kickl "die unverzügliche Einberufung des Nationalen Sicherheitsrates". Die Regierung dürfe angesichts der drohenden Gefahren nicht den Kopf in den Sand stecken, hieß es in einer Aussendung am Montag. "Wir erleben hier eine gefährliche Dynamik, die das Potenzial hat, die gesamte Region und damit auch die ganze Welt in eine erschütternde Krise zu stürzen", wurde Kickl zitiert.
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Frankreich sagt Golfstaaten Hilfe zu
Frankreich hat den vom Iran angegriffenen Golfstaaten und Jordanien Hilfe bei ihrer Verteidigung zugesichert. "Den befreundeten Ländern" Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Irak, Bahrain, Kuwait, Oman und Jordanien bekunde Frankreich "seine uneingeschränkte Unterstützung und Solidarität", sagte Außenminister Jean-Noël Barrot in Paris. "Es ist bereit (...), sich an ihrer Verteidigung zu beteiligen."
"Es geht darum, die Sicherheit unserer Einrichtungen, unserer Stützpunkte und unseres Militärpersonals in der Region zu gewährleisten und, wie ich bereits sagte, bereit zu sein, unter den genannten Bedingungen zur Verteidigung unserer Partner beizutragen, wenn diese uns darum in angemessener Weise und im Einklang mit dem Völkerrecht ersuchen", erklärte der Minister. Am Sonntagabend hatte Präsident Emmanuel Macron zu diesem Zweck bereits eine Verstärkung seiner Verteidigungspräsenz im Nahen Osten angekündigt.
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Öl: China sieht sich gewappnet
China sieht sich für kurzfristige Lieferausfälle durch seinen wichtigen Öllieferanten Iran gerüstet. Grund dafür sind Händlern zufolge jüngste Rekordlieferungen von iranischem und russischem Rohöl sowie die hohe staatliche Bevorratung. China ist der weltgrößte Ölimporteur.
Die Regierung in Peking hat Ölvorräte zuletzt aufgestockt. Schätzungen der Analysefirma Vortexa und von Händlern zufolge sind die staatlich kontrollierten Lager mit rund 900 Millionen Barrel gefüllt. Dies entspricht den Importen von 78 Tagen. Am Markt wird zudem darüber spekuliert, dass die iranischen Lieferungen von der Sanktionsliste Washingtons gestrichen werden könnten, sollte die Militäraktion dazu führen, dass die USA die Kontrolle über die iranischen Ölexporte übernehmen.
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Zweifel in US-Regierung an schnellem Umsturz im Iran
Dass die Angriffe der USA und Israel im Iran zu einem schnellen Regiemwechsel führen werden, wird von so manchen US-Regierungsvertretern bezweifelt. Drei mit Geheimdienstkenntnissen vertraute Insider aus der US-Regierung, mit denen Reuters sprach, äußerten Zweifel, dass die angeschlagene iranische Opposition das seit 1979 bestehende theokratische System zu Fall bringen kann.
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OMV sieht Versorgung gesichert
Der teilstaatliche Energiekonzern OMV sieht die Versorgung seiner Kunden mit Öl und Gas trotz der Eskalation im Nahen Osten derzeit als gesichert an. Die Versorgung mit den potenziell betroffenen Ölmengen sei sichergestellt, teilte das Unternehmen am Montag mit. Für den Fall einer länger andauernden Einschränkung der Schifffahrtsroute bereite man jedoch alternative Szenarien vor.
"OMV geht davon aus, dass betroffene Mengen über alternative Bezugsquellen ersetzt werden können", hieß es weiter. Auch auf die Gasversorgung habe die Situation in der Straße von Hormuz derzeit keinen Einfluss.
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Schulen im Iran bis Ende März geschlossen
Angesichts des Krieges bleiben die Schulen im Iran bis Ende März geschlossen. Der Unterricht erfolge stattdessen nun online, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Die Regelung gilt demnach bis zum Ende des persischen Kalenderjahres, das am 21. März endet.
Infolge der "militärischen Aggression des zionistischen Regimes mit Unterstützung der USA" seien Schulen aller Bildungsstufen bis zum Jahresende geschlossen, und der Unterricht werde virtuell erteilt, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA.
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Experte: Die härtesten Gegenschläge des Iran könnten erst kommen
Politikwissenschafter Nico Lange warnt, dass Teheran noch über erhebliche Reserven und regionale Verbündete verfügt. "Möglicherweise stehen die härtesten Gegenschläge noch bevor", so Lange.
Die iranischen Angriffe auf Israel und US-Militärstützpunkte in der Region sind nach Einschätzung des Völkerrechtlers Manfred Nowak völkerrechtlich "zulässig".
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Katar kündigt Vergeltung an
Der Iran werde für die Angriffe auf das katarische Volk einen Preis zahlen müssen, kündigt das Außenministerium in Doha an. Katar habe Angriffe auf zivile Infrastruktur abgefangen. Darunter sei auch der internationale Flughafen gewesen. Ein Angriff wie dieser könne nicht ohne Vergeltung bleiben, sagt Sprecher Majed Al Ansari dem Sender CNN.
Er zeigt sich aber überzeugt, letzten Endes werde der Konflikt am Verhandlungstisch gelöst. Der Sprecher betont, die Ölanlagen vor der Küste und auf dem Land seien geschützt. Alle Arbeiter seien in Sicherheit.
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Flughafen Wien: Ausfälle betreffen 5.000 Passagiere pro Tag
Der Flughafen Wien hofft, dass der Iran-Krieg bald endet. Vorstand Julian Jäger sagte am Montag, er sei optimistisch, dass sich die Lage in den nächsten Wochen wieder beruhigt. Pro Tag, in denen die Lufträume in der Region gesperrt sind, kommen 5.000 Passagiere aus Wien hinzu, die festsitzen. Gesperrt sind unter anderem die großen Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi und Doha. Auch Airlines, die nicht direkt betroffen sind, müssen großräumig ausweichen.
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Saudi-Arabien: Anlage von Öl-Konzern angegriffen
In Saudi-Arabien ist eine Anlage des staatlichen Ölkonzerns Aramco mit mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Zwei Drohnen hätten die Ölraffinerie in Ras Tanura im Osten des Landes attackiert, teilte ein Sprecher des saudischen Verteidigungsministeriums am Montag mit. Die Drohnen seien abgefangen worden. Durch herabfallende Trümmerteile sei an der Anlage ein Feuer ausgebrochen, Opfer habe es nicht gegeben. Einige Trümmer seien auch in Wohngegenden heruntergekommen.
Der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete unter Berufung auf das Energieministerium, einige Teile der Anlage seien vorübergehend geschlossen worden. Kurz darauf berichtete der Kanal aber unter Berufung auf das Ministerium, die Ölproduktion und der Betrieb in Ras Tanura laufe normal weiter. Im Internet kursierten Videos, die dichte Rauchwolken über der Ölanlage zeigen. Die Raffinerie in Ras Tanura zählt mit einem täglichen Volumen von 550.000 Barrel Öl zu den größten des Landes. Der Staatskonzern Aramco äußerte sich selbst zunächst nicht.
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Krieg treibt Tankerkosten: Versicherer ziehen sich zurück
Der Iran-Krieg treibt die Kosten für Öltransporte in die Höhe. Mehrere große Schiffsversicherer kündigten am Montag an, dass sie den Versicherungsschutz für Kriegsrisiken in der Region zurückziehen werden. Zugleich wird erwartet, dass die Frachtkosten für Öl weiter steigen, nachdem sie bereits auf Sechsjahreshochs geklettert waren.
Die Versicherer Gard, Skuld, NorthStandard, London P&I Club und American Club teilten mit, dass die Kündigungen des Versicherungsschutzes ab Donnerstag in Kraft treten. Dies betreffe iranische Gewässer sowie den Persischen Golf und angrenzende Seegebiete. Der japanische Versicherungskonzern MS&AD Insurance erklärte, ebenfalls den Abschluss neuer Policen für Kriegsrisiken in den Gewässern um den Iran und Israel ausgesetzt zu haben.
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EU-Europaministertreffen wegen Drohnenangriffs verschoben
Das für Montag und Dienstag im zypriotischen Nikosia geplante informelle Treffen der EU-Europaministerinnen und -minister wurde aufgrund eines Drohnenangriffs auf den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf der Insel verschoben. Da diese "unerwartete Entwicklung leider Auswirkungen auf die heutigen Flüge nach Zypern" habe, habe die zypriotische EU-Ratspräsidentschaft beschlossen, das Treffen zu verschieben, teilte ein Sprecher der Präsidentschaft in Brüssel mit.
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Frankreich kritisiert USA und Israel
Frankreichs Außenminister Jean-Noel Barrot kritisiert die Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Der Einsatz von Gewalt erlange nur durch den UN-Sicherheitsrat die nötige Legitimität, sagt Barrot nach einem Treffen in Paris. Das Vorgehen hätte in den entsprechenden Gremien debattiert werden müssen.
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Explosionen am Flughafen im irakischen Erbil
Im Irak hat es am Montagmorgen in der Nähe des auch von US-geführten Truppen genutzten Flughafens von Erbil laute Explosionen gegeben. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete von Detonationen nahe des Flughafens. Zuvor hatte ein AFP-Fotograf berichtet, dass die Luftabwehr in der Nähe des Flughafens von Erbil Drohnen abfing. Erbil beherbergt auch einen größeren Komplex der US-Botschaft.
Der Irak war lange Zeit Schauplatz eines Stellvertreterkrieg zwischen dem Iran und den USA gewesen und hat jüngst wieder Stabilität erlangt. Bagdad erklärte, es wolle nicht in den aktuellen Konflikt hineingezogen werden.
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Deutschland hält sich zurück
Deutschland wird sich nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul (CDU) nicht an militärischen Aktionen gegen den Iran beteiligen. "Die Bundesregierung hat nicht die Absicht, sich zu beteiligen", sagte Wadephul im Deutschlandfunk.
Möglich sei allerdings, dass "unsere Bundeswehrsoldaten, wenn sie angegriffen werden würden, sich defensiv verteidigen würden", führte er weiter aus. "Weitere Maßnahmen darüber hinaus wird es aus bundesdeutscher Sicht nichts geben." Deutsche Soldaten sind an mehreren Standorten im Nahen Osten stationiert, vor allem in Jordanien, im Irak sowie im Libanon.
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China wurde nicht über Angriffe informiert
China ist nach eigenen Angaben nicht im Voraus über die US-Angriffe auf den Iran unterrichtet worden. "Was ich Ihnen sagen kann, ist, dass wir in Bezug auf das US-Militärvorgehen im Vorfeld nicht informiert wurden", sagte Außenamtssprecherin Mao Ning in Peking auf die Frage, ob es vor den Militärschlägen Kontakt mit der US-Seite gegeben habe. Sie rief außerdem zu einer Waffenruhe und diplomatischen Gesprächen auf.
China, das durch seine Öl-Importe ein wichtiger Wirtschaftspartner des Irans ist, verurteilte die Angriffe der USA und Israels erneut. Die Volksrepublik sei besorgt darüber, dass sich die Lage auf andere Länder der Region ausweite, sagte Mao. In der Straße von Hormus, einer wichtigen Schifffahrtsroute für den Frachtverkehr, müsse im Interesse der internationalen Gemeinschaft Stabilität gewahrt werden. China bestätigte außerdem den Tod eines chinesischen Staatsbürgers in Teheran.
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Roter Halbmond: Mehr als 550 Tote im Iran
Im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds seit Beginn der US-israelischen Angriffe 555 Menschen getötet worden. Das berichteten staatliche Medien in der Islamischen Republik am Montag. Mehr als 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, hieß es in einer Mitteilung der humanitären Organisation. Mehr als 130 Landkreise seien vom Krieg betroffen.
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Israel will Hisbollah-Chef Kassem töten
Israels Verteidigungsminister Israel Katz bezeichnet Hisbollah-Chef Naim Kassem als "Ziel für eine Eliminierung". Die mit dem Iran verbündete Miliz im Libanon hat zuvor Israel beschossen. Der Angriff war eine Vergeltung für die Tötung des iranischen geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei. Ein Sprecher des israelischen Militärs erklärt auf die Frage, ob eine Invasion des Libanon mit Bodentruppen geplant sei: „Alle Optionen liegen auf dem Tisch.“
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Mehrere US-Kampfjets in Kuwait abgestürzt
Alle Besatzungsmitglieder hätten überlebt, erklärte ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums. Sie seien zur medizinischen Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden und befänden sich in "stabilem" Zustand. Die Ursache des Absturzes werde derzeit untersucht.
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Großbritannien bereitet Evakuierung von Bürgern aus Nahost vor
Großbritannien bereitet sich auf die Evakuierung seiner Bürger aus dem Nahen Osten vor. Schätzungsweise 300.000 Briten seien in der Region, sagt Außenministerin Yvette Cooper dem Sender Sky News. Die Regierung arbeite an verschiedenen Optionen. Es gehe um Zusammenarbeit mit der Reisebranche und vom Staat organisierte Evakuierungen. Zudem seien Eingreiftruppen in die Region entsandt worden.
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Iran greift Israel erneut mit Raketen an
Irans Streitkräfte haben am Montag in der Früh erneut Raketen auf Israel abgefeuert. Die Verteidigungssysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, teilte die israelische Armee mit. Unter anderem in Tel Aviv gab es Raketenalarm. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen des Heimatschutzes zu folgen. Der Westen des Iran wurde unterdessen nach Angaben von Staatsmedien erneut aus der Luft angegriffen - dabei seien mindestens drei Menschen getötet worden.
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17.000 Österreicher im Krisengebiet registriert
Derzeit sollen laut dem österreichischen Außenministerium rund 17.000 Österreicher im Krisengebiet registriert sein, davon rund 2.500 Geschäftsreisende oder Urlauber. Wegen der Luftraumsperre für die zivile Luftfahrt ist eine Rückkehr nach Österreich nicht möglich. "Das Wichtigste ist, dass sich die Österreicherinnen und Österreicher registrieren. Dann gibt es laufende Informationen von den Botschaften beziehungsweise im Fall von Iran von der Zentrale hier an die Registrierten mit aktuellen Updates", sagt Außenministerin Beate Meinl-Reisinger im Ö1-Morgenjournal.
In der gesamten Region wurde bereits die Reisewarnstufe auf die höchste Stufe 4 erhöht. Die Außenministerin stehe in Kontakt mit den EU-Partnern, wie die eigenen Landsleute das Land verlassen könnten. "Im Moment ist es so, dass die Behörden vor Ort dazu aufrufen, vor allem im Fall von Alarmen und Sirenenläuten Schutz zu suchen. Das heißt, eine Ausreise erfolgt immer nur, wenn sie individuell organisiert wird, in Eigenverantwortung", erklärt Meinl-Reisinger.
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Rom wegen hoher Zahl von Italiener in Dubai besorgt
Das italienische Außenministerium hat wegen der angespannten Lage in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Task Force eingerichtet, um Landsleute in der Region zu unterstützen. Außenminister Antonio Tajani sprach von keiner unmittelbaren Gefahr für die Sicherheit der Italiener, zeigte sich jedoch besorgt über die hohe Zahl der Staatsbürger vor Ort. Allein in den Emiraten hielten sich rund 20.000 Italiener auf, darunter mehrere Starfußballer, Influencer und Sänger.
Der ehemalige italienische Nationaltrainer Roberto Mancini, prominente Fußballer, die Sängerin Big Mama und der römische Polizeichef Roberto Masucci sitzen derzeit in Dubai fest. Auch zahlreiche Schülergruppen warten auf die Heimreise nach Italien. Dubai ist für viele Italiener eine beliebte Urlaubsdestination. Viele von ihnen leben das ganze Jahr in der Stadt.
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Ölpreise ziehen kräftig an
Die Ölpreise haben am Montag wie erwartet zunächst deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April verteuerte sich in den ersten Handelsminuten um bis zu fast 10 Dollar (8,47 Euro) oder 14 Prozent und kostete mit 82,37 Dollar so viel wie seit Jänner 2025 nicht mehr. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte prozentual ebenfalls zweistellig zu.
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Libanon meldet 31 Tote bei israelischen Angriffen
Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, dass bei israelischen Angriffen 31 Menschen getötet und 149 verletzt worden seien.
Das israelische Militär ordnete die Evakuierung von mindestens 50 Städten im Libanon an. Die Bewohner sollen sich einen Kilometer von den Ortschaften entfernen, teilt ein Militärsprecher mit.
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Miliz im Irak: Haben US-Truppen in Bagdad angegriffen
Eine mit dem Iran verbündete Miliz im Irak hat nach eigenen Angaben einen Stützpunkt der US-Truppen in der Hauptstadt Bagdad angegriffen. Sie habe Montagfrüh den US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens mit einer Drohne angegriffen, teilte Saraya Awliya al-Dam mit. Es handle sich dabei um eine "Vergeltung für den getöteten Anführer Ali Khamenei" und eine "Unterstützung" für den Iran. Eine Bestätigung von offizieller irakischer Seite oder vom US-Militär gab es zunächst nicht.
Saraya Awliya al-Dam ist eine kleinere Miliz, die seit einigen Jahren im Irak auf sich aufmerksam machte vor allem mit Angriffen auf US-Truppen und -Konvois im Irak. Sie hat Verbindungen zu den sogenannten Volksmobilisierungseinheiten (PMU), einem einflussreichen Netzwerk aus schiitischen bewaffneten Gruppen, von denen viele vom Iran unterstützt werden und die im Irak großen Einfluss haben.
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Britische Luftwaffenbasis auf Zypern getroffen
Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag von einer Drohne getroffen worden. Demnach schlug eine "kleine Drohne" auf dem Flugfeld der Basis ein.
Nach ersten Angaben gab es keine Verletzten, jedoch sei "geringer Sachschaden" entstanden. Wer die Drohne abgefeuert hatte, war zunächst nicht bekannt. Großbritannien unterhält auf Zypern zwei souveräne Stützpunkte.
Angehörige der Basis seien angewiesen worden, an Ort und Stelle zu bleiben und weitere Anweisungen abzuwarten. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Einschlägen komme. Explosionen und Sirenen seien auch in der nahe gelegenen Stadt zu hören gewesen, berichteten übereinstimmend zypriotische Nachrichtenportale.
Zypern wird sich Präsident Nikos Christodoulides zufolge nicht an Militäreinsätzen beteiligen.
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Raketentrümmer stürzen auf Schiff in Bahrain
In Bahrain sind indes Trümmer einer von der Luftabwehr abgefangenen Rakete auf ein Schiff gestürzt und haben ein Feuer ausgelöst. Dabei kam ein aus Asien stammender Arbeiter ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt, wie das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der Plattform X mitteilte. Der Brand in einem Hafengebiet nahe der Hauptstadt Manama sei inzwischen gelöscht worden.
Der Iran greift im Rahmen seiner Gegenangriffe US-Verbündete und amerikanische Stellungen in der Region an. Bahrain ist unter anderem der Hauptsitz der US-Marine im Nahen Osten. Dort ist die sogenannte Fünfte Flotte der Marine beheimatet. Am Samstag war bei einem iranischen Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain Sachschaden entstanden.
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