Trump setzt Iran ein Ultimatum + Iran droht mit vollständiger Schließung der Straße von Hormus

US-Präsident Trump setzt dem Iran ein Ultimatum. Dieser droht wiederum mit einer vollsändigen Schließung der Straße von Hormus. Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg im Live-Bericht.
FILE PHOTO: Cargo ships in the Gulf, near the Strait of Hormuz

Wie ist die Lage im Nahen Osten - das erfahren Sie in unserem Lagebericht zu Tag 21.

LIVE

Iran-Krieg

  • |Patrick Resch

    Schah-Sohn Pahlavi fordert von Trump Umdenken bei Hormus

    Schah-Sohn Reza Pahlavi hat angesichts des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran ein Umdenken gefordert. Trump solle sein Ultimatum im Konflikt um die Straße von Hormuz überdenken und die zivile Infrastruktur bei Angriffen auf die islamische Führung im Iran verschonen, forderte Pahlavi am Sonntag auf der Plattform X. "Das Regime muss demontiert werden, der Iran selbst aber geschützt bleiben", so Pahlavi.

    Pahlavi appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen - nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei.

    Sowohl Pahlavi,den monarchistische Gruppen als politischen Anführer der Opposition betrachten, als auch die monarchistische Opposition im Exil standen bisher weitgehend auf einer Linie mit Trump und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Trump drohte in der Nacht zum Sonntag (MEZ) dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen.

  • |Patrick Resch

    Libanon: Israel kündigt Ausweitung von Bodeneinsätzen an

    Israels Armee kündigte eine Ausweitung ihrer Bodeneinsätze gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon an. "Der Einsatz gegen die Terrororganisation Hisbollah hat gerade erst begonnen", erklärte Armeechef Ejal Samir. Es handle sich einen "langwierigen Einsatz". Die Armee bereite sich nun darauf vor, "die gezielten Bodeneinsätze und Angriffe entsprechend einem organisierten Plan voranzutreiben".

  • |Patrick Resch

    NATO-Chef Rutte: "Wir prüfen noch"

    Auf die Frage, ob die NATO die israelische Einschätzung teile, dass es sich um Raketen mit einer Reichweite gehandelt habe, die auch Berlin, Rom und Paris treffen könnten, sagte NATO-Generalsekretär Mark Rutte, dass man dies im Moment nicht bestätigen könne. "Wir prüfen das aber noch", sagte er in der US-TV-Sendung Face the Nation bei CBS News. "Was wir mit Sicherheit wissen, ist, dass sie kurz davor stehen, diese Fähigkeit zu erlangen."

    Der britische Minister für Kommunalverwaltung, Steve Reed, sagte der BBC, es gebe "keine konkreten Erkenntnisse, dass die Iraner Großbritannien ins Visier nehmen - oder es überhaupt könnten, selbst wenn sie es wollen". Dazu, ob der Iran über Raketen verfüge, die London erreichen könnten, gebe es "keine Einschätzung", die diese Behauptung untermauern könne.

  • |Patrick Resch

    Iran droht mit vollständiger Schließung der Hormus-Meerenge

    Der Iran droht nach einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus, sollten die USA iranische Kraftwerke angreifen. Die Konsequenz werde eine totale Sperre sein, teilten die iranischen Revolutionsgarden am Sonntag über den Staatssender IRIB mit. Trump hatte zuvor mit der Zerstörung seiner Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen.

  • |Patrick Resch

    Israel greift wichtige Brücke im Libanon an

    Die israelische Armee griff nach libanesischen Angaben eine wichtige Brücke an, die den Südlibanon mit dem restlichen Teil des Landes verbindet. Die Brücke al-Kasmiyeh sei beschossen worden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Die israelische Armee teilte kurz zuvor mit, es habe eine Angriffswelle gegen Hisbollah-Infrastruktur im Süden des Libanons begonnen. Es gab zunächst keine Informationen über Verletzte.

    Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Vormittag angekündigt, man habe die Armee angewiesen, "sofort alle Brücken über den Litani-Fluss zu zerstören, die Terroraktivitäten dienen". So solle verhindert werden, dass Mitglieder der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz und Waffen in den Süden gelangen. Außerdem solle das Militär die Zerstörung von Häusern im libanesischen Grenzgebiet zu Israel beschleunigen, um eine Bedrohung israelischer Grenzorte zu verhindern. Dabei folge man dem "Modell" der Grenzgebiete im Gazastreifen.

  • |Patrick Resch

    Angriffe in Golfstaaten gehen weiter

    Mehr als drei Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs durch die USA und Israel gehen die iranischen Angriffe in der Golfregion weiter. "Die Flugabwehrsysteme reagieren derzeit auf eine Bedrohung durch Raketen. Bitte bleiben Sie an einem sicheren Ort und folgen Sie offiziellen Kanälen für Warnungen und neue Informationen", teilte die Katastrophenschutzbehörde in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, mit.

    Die Emirate reagierten nach Angaben des Verteidigungsministeriums bisher auf Beschuss mit 345 Raketen, 15 Marschflugkörpern und mehr als 1.700 Drohnen. Zwei Angehörige der Streitkräfte und sechs Zivilisten kamen seit Kriegsbeginn ums Leben. 160 weitere Menschen wurden im Land verletzt.

    Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium erklärte, im Osten des Landes, wo unter anderem die meisten Ölfelder liegen, seien mehrere Drohnen abgefangen worden. In der Nähe von Riad sei eine Rakete abgefangen worden, zwei weitere seien in offenem Gelände niedergegangen.

    Bahrain fing nach Angaben der Streitkräfte bisher mehr als 140 iranische Raketen und mehr als 240 iranische Drohnen ab.

  • |Patrick Resch

    Iran meldet "schwere Schäden" an Energieinfrastruktur

    Irans Wasser- und Energieinfrastruktur ist nach iranischen Angaben durch die Angriffe der USA und Israels stark beschädigt worden. Die lebenswichtige Wasser- und Strominfrastruktur des Landes habe "durch Terror- und Cyberangriffe" der USA und Israels "schwere Schäden erlitten", erklärte Irans Energieminister Abbas Aliabadi am Sonntag nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna.

    Die Angriffe richteten sich demnach gegen "dutzende von Anlagen zur Wasserversorgung und -aufbereitung", führte Aliabadi aus. Zudem hätten sie "Teile der kritischen Versorgungsnetze" zerstört. Derzeit werde daran gearbeitet, die Schäden zu beheben.

  • |Diana Dauer

    Netanjahu: Weitere Länder müssen sich Iran-Krieg anschließen

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat weitere Länder dazu gedrängt, sich dem Kampf gegen den Iran anzuschließen. "Sie haben eine interkontinentale ballistische Rakete auf Diego Garcia abgefeuert", sagte Netanyahu bei einem Besuch in der israelischen Wüstenstadt Arad, in der am Samstagabend eine iranische Rakete eingeschlagen und schwere Zerstörungen angerichtet hatte.

    Irans Raketenangriff auf Diego Garcia als Warnung

    Der Iran hatte nach Angaben des Staatsfernsehens am Samstag zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Der Stützpunkt liegt etwa 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste.

    "Sie haben jetzt die Kapazität, tief nach Europa vorzudringen", sagte Netanyahu nach Angaben seines Büros. Der Iran habe schon europäische Länder wie Zypern angegriffen. Mit der Blockade der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormuz versuche Teheran zudem, "die gesamte Welt zu erpressen".

  • |Diana Dauer

    Zahl der Todesopfer von Absturz eines Militärhubschraubers in Katar steigt auf 7

    Bei dem Absturz eines Militärhubschraubers in Katars wurde die Zahl der Todesopfer nach oben korrigiert. Sieben Menschen sind ums Leben gekommen. Dabei verunglückten vier Mitglieder der katarischen Streitkräfte, ein türkischer Soldat und zwei Techniker einer türkischen Sicherheitsfirma, wie das türkische Verteidigungsministerium mitteilte. Diese seien in dem katarischen Hubschrauber bei einem gemeinsamen Einsatz beider Militärs über Wasser abgestürzt.

    Das katarische Verteidigungsministerium sprach von einer "technischen Störung während eines Routine-Einsatzes". Auch die türkische Seite sprach von einem "technischen Versagen". Es gab keine Hinweise darauf, dass der Hubschrauber möglicherweise bei einem iranischen Angriff abgeschossen wurde. Es war unklar, wohin der Hubschrauber bei dem Einsatz flog.

  • |Diana Dauer

    Eu-Außenbeauftragte Kallas telefonierte mit iranischem Außenminister

    Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat am Sonntag mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi telefoniert, sagt ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Worüber gesprochen wurde, blieb zunächst offen.

  • |Diana Dauer

    Israel bestätigt direkte Einschläge in Arad und Dimona

    Bei den iranischen Raketenangriffen auf Israels Süden ist es nach Militärangaben zu direkten Einschlägen in den Wüstenstädten Arad und Dimona gekommen. Der israelische Militärsprecher Nadav Shoshani bestätigte dies im Gespräch mit Journalisten am Sonntag. Die Zerstörungen seien "katastrophal", mehr als hundert Menschen seien verletzt worden, davon Dutzende schwer.

    Der Sprecher betonte, es habe sich aber nicht um neuartige Raketen des Irans gehandelt, sondern um ballistische Raketen, wie sie seit Kriegsbeginn immer wieder eingesetzt worden seien. Andere Raketen dieser Art seien vorher durchaus von der Raketenabwehr abgefangen worden.

  • |Diana Dauer

    Netanjahu und Katz: Zerstörung libanesischer Häuser sollen beschleunigt werden

    Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weisen das Militär an, die Zerstörung von Häusern in libanesischen Grenzdörfern zu beschleunigen. Damit sollen Bedrohungen für israelische Gemeinden beendet werden, teilt Katz mit. Zudem solle die Armee umgehend alle Brücken über den libanesischen Fluss Litani zerstören. Diese würden für „terroristische Aktivitäten“ genutzt.

  • |Diana Dauer

    Großbritannien werde seine "Interessen in der Region schützen"

    Die britische Regierung hat sich bedeckt zum Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran gehalten. Trump spreche für sich selbst und könne seine Aussagen selbst verteidigen, sagte der britische Wohnungsbauminister Steve Reed dem Sender Sky News auf die Frage nach der britischen Haltung. „Wir werden uns nicht in den Krieg hineinziehen lassen, aber wir werden unsere eigenen Interessen in der Region schützen.“ Großbritannien werde mit seinen Verbündeten zusammenarbeiten, um die Lage zu deeskalieren. 

  • |Diana Dauer

    Katar: Sechs Tote bei Absturz eines Militärhubschraubers

    In Katar sind beim Absturz eines Militärhubschraubers mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Eine Person werde noch vermisst, teilte das katarische Innenministerium am Sonntag mit. Dem Verteidigungsministerium zufolge kam es "während eines Routine-Einsatzes zu einer technischen Störung". Es gab zunächst keine Hinweise darauf, dass der katarische Hubschrauber möglicherweise bei einem iranischen Angriff abgeschossen wurde.

    Nach offiziellen Angaben stürzte der Hubschrauber im Persischen Golf in katarischem Hoheitsgebiet ab. An dem Such- und Rettungseinsatz waren Spezialteams beteiligt. Es war zunächst unklar, wohin der Hubschrauber bei dem Einsatz flog. 

     

  • |Diana Dauer

    Neue Siedlergewalt im besetzten Westjordanland

    Israelische Siedler haben nach palästinensischen Medienberichten erneut Dörfer im besetzten Westjordanland angegriffen. Im Umkreis der palästinensischen Städte Jenin und Nablus seien Häuser und Fahrzeuge in Brand gesetzt worden. Es sei erheblicher Sachschaden entstanden. In einem Dorf südlich von Nablus sei das Gebäude des Dorfrats in Brand gesetzt worden. Es gab keine Berichte über Verletzte.

    Die israelische Armee teilte auf Anfrage mit, in der Nacht seien Soldaten und Polizeikräfte in mehrere palästinensische Dörfer im Westjordanland entsandt worden, "nachdem Meldungen eingegangen waren, dass israelische Zivilisten Brandstiftungen an Gebäuden und Eigentum begangen sowie Störungen in der Gegend verursacht hatten". Man verurteile "jegliche Form von Gewalt und werden weiterhin Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit der Bewohner und die öffentliche Ordnung in der Region zu gewährleisten".

    Erheblicher Anstieg der Siedlergewalt

    Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor zweieinhalb Jahren ist es auch im Westjordanland zu einem erheblichen Anstieg von Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser und ihren Besitz gekommen. Der israelische Generalstabschef Eyal Zamir hatte die Angriffe radikaler Siedler auf Palästinenser in dieser Woche als "moralisch und ethisch inakzeptabel" verurteilt.

    Den israelischen Sicherheitskräften wird immer wieder vorgeworfen, sie gingen nicht entschlossen genug gegen das Phänomen vor oder stellten sich sogar auf die Seite der aggressiven Siedler.

  • |Diana Dauer

    Einer von zwei im Iran inhaftierten Japanern frei

    Einer von zwei im Iran inhaftierten Japanern ist wieder freigelassen worden. Die seit Juni in der Islamischen Republik festgehaltene Person sei ohne gesundheitliche Probleme über Aserbaidschan nach Japan zurückgekehrt, gab der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi am Sonntag bekannt.

    Man setze sich für die baldige Freilassung der anderen Person ein, sagte er laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Dabei soll es sich um einen im Juni im Rahmen der Massenproteste im Iran festgenommen Journalisten handeln.

  • |Diana Dauer

    Über 1.500 Tote im Iran seit Kriegsbeginn

    Im Iran sind seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar nach offiziellen Angaben mehr als 1.500 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien mehr als 200 Menschen im Alter von unter 18 Jahren, teilte der iranische Staatssender Irib unter Berufung auf das Gesundheitsministerium auf der Plattform X mit.

    21.000 weitere Menschen seien verletzt. Mehr als 220 medizinische Zentren hätten evakuiert werden müssen. 21 medizinische Mitarbeiter seien tot, berichtete der iranische Sender weiter.

  • |Diana Dauer

    Medienbericht: Großbritannien soll Atom-U-Boot verlegen

    Großbritannien hat einem Zeitungsbericht zufolge ein atomgetriebenes U-Boot ins Arabische Meer verlegt. Das mit Tomahawk-Marschflugkörpern ausgestattete U-Boot ermögliche Langstreckenangriffe, sollte der Konflikt in der Region eskalieren, berichtet die Zeitung Daily Mail. Eine Stellungnahme des britischen Verteidigungsministeriums liegt zunächst nicht vor.

  • |Diana Dauer

    Japan würde sich an Minenräumung beteiligen

    Japan könnte sich nach den Worten von Außenminister Toshimitsu Motegi an einer Minenräumung in der Straße von Hormus beteiligen. Voraussetzung sei jedoch ein Waffenstillstand in dem Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran, sagte Motegi. Japan importiert rund 90 Prozent seines Öls über die Meerenge, die der Iran im Zuge des Krieges weitgehend geschlossen hat. US-Präsident Donald Trump hatte die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zuvor gedrängt, sich stärker für die Öffnung der wichtigen Schifffahrtsroute zu engagieren.

  • |Diana Dauer

    Raketenangriff auf Riad

    Das saudische Verteidigungsministerium meldet den Beschuss der Hauptstadt Riad mit drei Raketen. Eine davon wurde abgefangen, teilt die Behörde mit. Die beiden anderen schlugen demnach in unbewohntem Gebiet ein. 

  • |Diana Dauer

    Trump setzt Ultimatum für Öffnung der Straße von Hormus

    Andernfalls droht US-Präsident mit Angriff auf Energieanlagen. Der Iran droht seinerseits mit Angriffen.

  • |Diana Dauer

    Über 100 Verletzte bei Angriffen in Israel

    In Israel wurden bei iranischen Angriffen am Abend in der Wüstenstadt Arad nach Angaben des Rettungsdienstes 71 Menschen verletzt. Zehn Menschen darunter befänden sich in ernstem Zustand. Davor waren bereits in der südlichen Wüstenstadt Dimona mehr als 40 Personen bei einem iranischen Angriff verletzt worden. Arad liegt rund 50 Kilometer nördlich von Dimona.

  • |Diana Dauer

    Katarischer Armeehubschrauber wegen technischer Probleme

    Ein Hubschrauber der katarischen Armee ist nach Angaben der Regierung in Doha wegen einer "technischen Fehlfunktion" über den Hoheitsgewässern des Golfstaates abgestürzt. Die Suche nach den Besatzungsmitgliedern und Passagieren des Helikopters dauere an, erklärte das katarische Verteidigungsministerium am Sonntag im Onlinedienst X. Der Vorfall habe sich während eines "Routineeinsatzes" ereignet.

    Mehrere Spezialteams seien für den Such- und Rettungseinsatz entsandt worden, teilte das katarische Innenministerium mit. Doha machte keine näheren Angaben dazu, wo der Hubschrauber unterwegs war oder wie viele Menschen an Bord waren.

    Wie andere Golfstaaten ist auch Katar seit Beginn des Iran-Krieges vor knapp drei Wochen immer wieder angegriffen worden. Bisher wurde jedoch keine Verbindung zwischen dem jüngsten Vorfall und dem Krieg hergestellt.

  • |Amina Beganovic

    G7-Staaten an Teheran: "Angriffe einstellen"

    Die G7-Staaten haben den Iran aufgefordert, seine Angriffe auf ihre Verbündeten im Nahen Osten zu beenden. "Wir fordern die sofortige und bedingungslose Einstellung aller Angriffe des iranischen Regimes", erklärten die Außenminister der G7-Staaten und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Samstag in einer gemeinsamen Erklärung.

    Sie bekundeten zudem ihre "Unterstützung für unsere Partner in der Region angesichts der ungerechtfertigten Angriffe der Islamischen Republik Iran und ihrer Stellvertreter". "Wir unterstützen das Recht der Länder, die zu Unrecht vom Iran oder von Stellvertretern des Iran angegriffen werden, ihr Territorium zu verteidigen und ihre Bürger zu schützen", heißt es in der Erklärung weiter.

  • |Amina Beganovic

    Mysteriöses Schweigen um neuen Religionsführer

    Seit fast zwei Wochen ist Mojtaba Khamenei neuer oberster Führer im Iran, öffentlich gezeigt hat er sich bisher nicht. Das nährt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand, seinen Aufenthaltsort und seine tatsächliche Rolle im Krieg. Laut Nachrichtenportal Axios liegen den USA und Israel Geheimdienstinformationen vor, die darauf hindeuten, dass Mojtaba Khamenei noch am Leben sei. Es gebe Hinweise darauf, dass Beamte versuchten, persönliche Treffen mit ihm zu vereinbaren.

    Axios zitierte einen US-Beamten mit den Worten: "Das ist mehr als seltsam. Wir glauben nicht, dass die Iraner sich all diese Mühe gemacht hätten, um einen Toten zum obersten Führer zu ernennen, aber gleichzeitig haben wir keinen Beweis dafür, dass er das Ruder übernommen hat."

    Das israelische Nachrichtenportal ynet wiederum beruft sich auf einen Sicherheitsbeamten, dem zufolge Khamenei am Leben, aber womöglich verletzt sei. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass er zwar bei Bewusstsein sei, aber nicht öffentlich auftreten könne. Die Revolutionsgarden würden Mitteilungen in seinem Namen verbreiten. "Dort geschieht etwas sehr Merkwürdiges", so der Beamte.

    Unterdessen erschien auf einem Khamenei zugeschriebenen X‐Account eine neue Botschaft. Darin heißt es, er sei in einem Taxi anonym durch Teheran gefahren, um Gesprächen der Menschen zuzuhören – eine Methode, die er angeblich für aussagekräftiger halte als Umfragen. Beobachter im Iran halten dieses Szenario für wenig glaubwürdig und vermuten, die Revolutionsgarden wollten den neuen Führer bewusst volksnah inszenieren.

  • |Amina Beganovic

    Russland verurteilte Angriffe auf die Atomanlage Natanz

    Die internationale Gemeinschaft müsse "sofort eine objektive und kompromisslose Bewertung dieser unverantwortlichen Handlungen" vornehmen, erklärte die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa, am Samstag im Onlinedienst Telegram. Die Angriffe auf die Atomanlage im Iran stellten eine "reale Gefahr für eine Katastrophe" im gesamten Nahen Osten dar und "zielten offensichtlich darauf ab, den Frieden, die Stabilität und die Sicherheit in der Region" zu untergraben, kritisierte Sacharowa.

  • |Amina Beganovic

    Raketenangriff auf Diego Garcia?

    Der Iran hat nach Angaben des Staatsfernsehens zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Keines der beiden Geschosse habe die Militärbasis im Indischen Ozean getroffen, berichteten das Wall Street Journal und CNN unter Berufung auf ranghohe US-Beamte. Demnach versagte eines während des Fluges und das zweite wurde abgefangen.

    Diego Garcia ist das größte Atoll des Chagos-Archipels im Indischen Ozean. Das Gebiet gehört zum Britischen Territorium im Indischen Ozean und wird militärisch von Großbritannien und den USA genutzt. Es liegt fernab der großen Landmassen, mehrere Hundert Kilometer südlich der Malediven und weit westlich von Australien.

  • |Diana Dauer

    US-israelische Angriffe auf iranische Atomanlage Natans

    Die USA und Israel haben nach iranischen Angaben die Urananreicherungsanlage in Natans angegriffen. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Es sei keine Radioaktivität ausgetreten und für die Anwohner in der Nähe der Anlage bestehe keine Gefahr. 

  • |Diana Dauer

    Iran warnt Emirate vor Genehmigung von Angriffen auf Inseln

    Der Iran warnte indes die Vereinigten Arabischen Emirate davor, Angriffe von ihrem Territorium aus auf zwei strategisch wichtige Inseln nahe der Straße von Hormus zuzulassen. Sollte es vom emiratischen Staatsgebiet aus "zu weiteren Aggressionen gegen die iranischen Inseln Abu Musa und Große Tunb im Persischen Golf kommen, werden die schlagkräftigen iranischen Streitkräfte Ras al-Khaimah in den VAE mit schweren Angriffen überziehen", erklärte das zentrale Einsatzkommando der iranischen Armee, Khatam al-Anbiya, am Samstag. Die Stellungnahme wurde von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreitet. Das iranische Militär bezog sich dabei auf das Emirat Ras al-Khaimah.

    Die Inseln Abu Musa und Große Tunb liegen im Persischen Golf westlich der Straße von Hormuz, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft. Der Iran kontrolliert die beiden Golfinseln seit 1971, sie werden aber seit Jahrzehnten auch von den Vereinigten Arabischen Emiraten beansprucht.

  • |Diana Dauer

    Iran feuerte offenbar auf US-britischen Militärstützpunkt

    Der Iran feuerte einem Zeitungsbericht zufolge zwei Mittelstreckenraketen auf den US-britischen Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean ab. Keine der Raketen habe jedoch die Basis getroffen, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf mehrere US-Regierungsvertreter. Ein Flugkörper sei während des Fluges ausgefallen, während ein US-Kriegsschiff eine Abfangrakete auf den anderen abgefeuert habe. Wie die Zeitung weiter berichtet, ist unklar, ob der Abschuss der zweiten Rakete erfolgreich war. Wann genau der Angriff stattfand, ließ die Zeitung offen. Stellungnahmen der Regierungen in Washington und London lagen zunächst nicht vor.

  • |Diana Dauer

    Putin bekräftigt Partnerschaft mit Iran

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat der iranischen Führung zum Neujahrsfest Nourus gratuliert und dabei die Partnerschaft beider Länder bekräftigt. „Wladimir Putin wünscht dem iranischen Volk, die harten Prüfungen mit Würde zu überstehen, und betont, dass Moskau in dieser schwierigen Zeit ein treuer Freund und verlässlicher Partner Teherans bleibt“, teilte der Kreml mit.

  • |Diana Dauer

    United Airlines kürzt Flugplan wegen hoher Spritpreise

    Die US-Fluggesellschaft United Airlines kürzt nach dem drastischen Anstieg der Spritpreise durch den Iran-Krieg ihren Flugplan. Insgesamt würden rund fünf Prozent der für dieses Jahr geplanten Kapazitäten zeitweise stillgelegt, kündigte Firmenchef Scott Kirby an. United stelle sich aktuell darauf ein, dass der Erdölpreis auf 175 Dollar (151 Euro) pro Barrel steigen und nicht vor Ende 2027 unter die Marke von 100 Dollar (86 Euro) pro Barrel sinken werde. Zugleich sei möglich, dass es nicht so schlimm kommen werde, so Kirby weiter. Der Kerosin-Preis habe sich in den vergangenen Wochen mehr als verdoppelt, gab der United-Chef zu bedenken. Auf dem aktuellen Niveau würde das für die Fluggesellschaft zusätzliche Spritkosten von elf Milliarden Dollar jährlich bedeuten. Zugleich versicherte Kirby den Mitarbeitern, dass die Airline ein solides Finanzpolster habe und nicht an Investitionen in die Zukunft sparen wolle.
  • |Diana Dauer

    Dieselpreis stieg erstmals seit Kriegsbeginn auf über 2 Euro

    Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg sind die Spritpreise in Österreich weiter gestiegen. Am Freitag hoben viele Tankstellen ihre Preise für Benzin und Diesel stark an. Diesel kostete verbreitet erstmals seit Beginn der US-israelischen Bombardierungen mehr als zwei Euro. Damit gibt es in Österreich nur noch vereinzelt Tankstellen, in denen Diesel für unter zwei Euro pro Liter getankt werden kann. Diese liegen meist in Grenznähe zu Ländern, in denen Sprit günstiger ist.

    Der österreichweite Median betrug 2,109 Euro, nach 1,969 Euro am Donnerstag. Der Median für Benzin stieg von 1,759 auf 1,849 Euro, teilte die E-Control am Samstag auf ihrer Webseite mit.

    Seit dem Iran-Krieg sind die Spritpreise um rund 50 Cent gestiegen. In der Woche vor Beginn des Iran-Kriegs kostete Diesel im Mittel 1,57 Euro und Benzin 1,52 Euro pro Liter.

  • |Diana Dauer

    Iran soll japanische Schiffe durch Straße von Hormus fahren lassen

    Der Iran ist einem Medienbericht zufolge bereit, Schiffe mit Bezug zu Japan durch die Straße von Hormus fahren zu lassen. Die Regierung in Teheran führt bereits Gespräche mit Tokio über eine mögliche Öffnung der Meerenge, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den iranischen Außenminister Abbas Aragtschi. Der Iran hält die für die weltweite Ölversorgung wichtige Route wegen des Krieges der USA und Israels gegen das Land seit drei Wochen weitgehend geschlossen. Japan bezieht rund 95 Prozent seines Öls aus dem Nahen Osten. Etwa 90 Prozent der Lieferungen für das Land werden durch die Straße von Hormus transportiert. 

  • |Diana Dauer

    Angriffe Israels gegen Hisbollah-Miliz in Beirut

    Israels Militär hat nach eigenen Angaben Angriffe gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut gestartet. Israel greife "Ziele der Terrororganisation Hisbollah" an, teilte das israelische Militär am Samstag mit. Ein Militärsprecher hatte die Bewohner der südlichen Vororte von Beirut - einer Hisbollah-Hochburg - zur Evakuierung aufgerufen. Im Süden des Libanon starb libanesischen Staatsmedien zufolge ein Mensch bei einem israelischen Angriff.

  • |Diana Dauer

    EU-Kommission will niedrigere Gasspeicherziele

    Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten einem Bericht der Financial Times zufolge aufgefordert, die Zielvorgaben für die Gasspeicher zu senken und die Reserven nur schrittweise aufzufüllen. EU-Energiekommissar Dan Jorgensen weise die Länder in einem Brief an, das Speicherziel auf 80 Prozent der Kapazität und damit um zehn Prozentpunkte unter die offizielle Vorgabe zu senken. Dies solle so früh wie möglich geschehen, um den Marktteilnehmern Sicherheit zu geben.

  • |Diana Dauer

    UN-Generalsekretär Antonio Guterres arbeitet an Trumps Friedensgremium mit

    UN-Generalsekretär Antonio Guterres arbeitet nach eigenen Angaben mit dem von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen Friedensgremium für den Gazastreifen zusammen. Er begrüße das Ziel des sogenannten „Board of Peace“, einen Wiederaufbauplan für palästinensische Häuser und Infrastruktur zu finanzieren und umzusetzen, sagte Guterres in einem Interview mit dem Nachrichtenportal Politico

  • |Diana Dauer

    US verleihen 45 Millionen Barrel Öl aus strategischer Reserve

    Die US-Regierung hat zur Dämpfung der hohen Ölpreise 45,2 Millionen Barrel Rohöl aus der strategischen Reserve an Energiekonzerne verliehen. Zu den Unternehmen, die Öl bekommen, gehören unter anderem BP, Shell, Marathon Petroleum und Vitol, teilte das Energieministerium mit. Die Menge ist die erste Tranche und entspricht 52 Prozent der in der vergangenen Woche von der Regierung angekündigten Freigabe von bis zu 86 Millionen Barrel. Insgesamt planen die USA, im laufenden und im kommenden Jahr 172 Millionen Barrel zur Verfügung zu stellen. Das Öl ist Teil einer mit der Internationalen Energieagentur (IEA) vereinbarten Freigabe. Die beteiligten Unternehmen müssen das Öl später mit einem Aufschlag von bis zu 22 Prozent in Form von zusätzlichem Rohöl zurückgeben. Durch den Iran-Krieg sind die Ölpreise stark gestiegen. 

  • |Julia Deutsch

    Trump: Andere Staaten sollen Straße von Hormus sichern

    Trump bekräftigte indes, dass andere Staaten für den Schutz des Seewegs verantwortlich seien. Die Meerenge müsse bei Bedarf von den Ländern bewacht und gesichert werden, die sie nutzten, teilt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social mit. Die USA benötigten die Wasserstraße nicht. Auf Ersuchen werde man diesen Staaten zwar helfen, dies sollte aber nach der Beseitigung der iranischen Bedrohung nicht nötig sein. Zugleich erklärt Trump, dass die USA kurz davor stünden, ihre Kriegsziele zu erreichen, und erwögen, den Militäreinsatz zurückzufahren.

  • |Julia Deutsch

    Mehr LNG-Schiffe: Panamakanal an Kapazitätsgrenze

    Wegen der gestiegenen Zahl von Flüssigerdgas-Transporten (LNG) arbeitet der Panamakanal nach Angaben seines Leiters Ricaurte Vasquez mit 36 bis 38 Durchfahrten pro Tag an seiner Kapazitätsgrenze. Der Iran-Krieg treibe die Nachfrage nach Passagen für LNG-Tankern aus den USA in die Höhe, sagt Vasquez. Die USA dienten zunehmend als alternativer Energielieferant. Der Kanal werde künftig einen Transit pro Tag speziell für LNG-Schiffe reservieren, nachdem es nur vier pro Monat gewesen seien.
  • |Julia Deutsch

    Trump lehnt Feuerpause ab

    US-Präsident Donald Trump hat eine Feuerpause im Iran-Krieg abgelehnt. "Wir können einen Dialog führen, aber ich will keine Waffenruhe", sagte Trump am Freitagnachmittag (Ortszeit) vor Journalisten. "Wissen Sie, man vereinbart keine Waffenruhe, wenn man die andere Seite gerade vernichtet." Eine iranische Stellungnahme lag zunächst nicht vor. Teheran hatte zuvor Verhandlungen über eine Öffnung der Straße von Hormuz abgelehnt, solange die Angriffe weitergehen.

  • |Julia Deutsch

    Merz über Trumps MAGA-Bewegung: "Nicht unsere Vorstellung von Demokratie"

    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat grundlegende Differenzen mit US-Präsident Donald Trump eingeräumt, will sich aber dennoch weiter um gute transatlantische Beziehungen bemühen. "Die MAGA-Bewegung ist nicht unsere Bewegung", sagte Merz am Freitag in Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz) mit Blick auf Trump-Anhänger. "Und das, was die machen mit Kultur und Medien, wie sie miteinander umgehen, ist nicht unsere Vorstellung von Demokratie. Wir haben eine andere Vorstellung."

    Merz kündigte an, dass er am Wochenende mit Trump telefonieren und ihn im September nach Deutschland einladen werde. "Ich muss am Wochenende mit ihm sprechen", sagte Merz bei einer CDU-Wahlkampfveranstaltung.

  • |Julia Deutsch

    Insider: Irak erklärt "Force Majeure" für Ölfelder

    Der Irak hat Insidern zufolge "Force Majeure" für alle von ausländischen Ölkonzernen erschlossenen Ölfelder erklärt und beruft sich damit auf höhere Gewalt bei Lieferausfällen. Die Militäreinsätze in der Region hätten den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus unterbrochen und verhinderten den Export des Großteils des irakischen Rohöls, verlautete am Freitag aus dem Ölministerium. Eine offizielle Stellungnahme lag zunächst nicht vor.

  • |Julia Deutsch

    Serbien senkt Steuern auf Rohöl um weitere 40 Prozent

    Serbien hat die Verbrauchssteuern auf Rohöl um insgesamt 60 Prozent gesenkt, um den heimischen Markt zu beruhigen. Zu der bereits beschlossenen Senkung um 20 Prozent kämen weitere 40 Prozent hinzu, kündigt Präsident Aleksandar Vučić an. Die Regierung nehme dafür auch Steuerausfälle in Kauf. Vučić zufolge verfügt das Land über ausreichend Reserven an Diesel, Benzin und Erdgas, sodass keine Rationierungen an den Tankstellen drohten.

    Zudem bemüht sich Serbien um eine Verlängerung des Ende März auslaufenden Erdgasliefervertrags mit dem russischen Gazprom-Konzern. Das Unternehmen deckt bis zu 90 Prozent des serbischen Verbrauchs.

  • |Julia Deutsch

    Katars Energieminister: Habe wiederholt vor Angriffen gewarnt

    Katars Energieminister Saad al-Kaabi sieht sich nach dem iranischen Angriff auf Flüssiggas-Anlagen seines Landes in seinen Befürchtungen bestätigt. "Ich habe immer gewarnt, mit Öl- und Gas-Managern gesprochen, die unsere Partner sind, mit dem US-Energieminister gesprochen, um ihn vor dieser Konsequenz zu warnen, dass das für uns verheerend sein könnte", sagte der Chef von QatarEnergy der Nachrichtenagentur Reuters.

    Zu den Partnern von QatarEnergy gehören große US-Energiekonzerne wie ExxonMobil und ConocoPhillips.Raketen- und Drohnenangriffe haben Tanker, Raffinerien und andere wichtige Energieinfrastruktur beschädigt. Am härtesten traf es QatarEnergys Anlage in Ras Laffan, den weltgrößten Komplex für verflüssigtes Erdgas (LNG). Die Schäden an den 26 Milliarden Dollar teuren Anlagen würden die LNG-Lieferungen nach Europa und Asien für bis zu fünf Jahre beeinträchtigen, sagte Kaabi.

  • |Julia Deutsch

    Iran fordert Angriffsende vor Verhandlungen über Hormus

    Am Freitagabend hieß es, der Iran ist einem Medienbericht zufolge nicht zu Verhandlungen über eine Öffnung der Straße von Hormus bereit, solange er angegriffen wird. 

  • |Julia Deutsch

    Lage am europäischen Erdgasmarkt beruhigt sich etwas

    Die Lage am europäischen Erdgasmarkt hat sich am Freitag etwas beruhigt. Der Preis für europäisches Erdgas hat nach den Turbulenzen am Vortag etwas nachgegeben. An der Börse in Amsterdam sank der Preis für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Nachmittag um 3 Prozent auf 59,04 Euro je Megawattstunde (MWh).

    Am Donnerstag war der Gaspreis noch zeitweise bis auf 71,45 Euro gestiegen. Allerdings hatte er im Tagesverlauf schon einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben.

  • |Julia Deutsch

    Auch Bundeswehrsoldaten aus dem Irak abgezogen

    Im Zuge des NATO-Abzugs aus dem Irak wurden auch Bundeswehrsoldaten des Einsatzes "NATO Mission Iraq" (NMI) von Bagdad nach Hause geholt. Sie seien bereits am Donnerstag wohlbehalten nach Deutschland zurückgekehrt, gab das Verteidigungsministerium in Berlin am Freitag bekannt. Verteidigungsminister Boris Pistorius zeigte sich erleichtert. "Wir haben mit mehreren A400M Personal und Material unter sehr riskanten Bedingungen aus Bagdad ausgeflogen", erklärt er unter Verweis auf Transportflugzeuge des Typs. "Darunter selbstverständlich auch das anderer Partnernationen." Im Nordirak und in Jordanien nehmen knapp 200 deutsche Soldaten weiter an den Einsätzen "Counter Daesh" und "Capacity Building Iraq" teil.

  • |Julia Deutsch

    Die militärische Eskalation im Iran ist zwar Tausende Kilometer von Österreich entfernt, der Schatten des Krieges reicht dennoch bis nach Wien. An der zweithöchsten Terrorwarnstufe seit Oktober 2023 hat sich zwar hierzulande nichts geändert. Pro-iranische Anschläge auf Einrichtungen in Europa haben aber dem Staatsschutz in Österreich vor Augen geführt, wie volatil die Situation tatsächlich ist.

  • |Julia Deutsch

    NATO zieht wegen Iran-Krieg Soldaten aus dem Irak ab

    Die NATO hat wegen der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten das Personal ihrer Irak-Mission nach Europa verlegt. "Ich möchte dem Irak und allen Alliierten danken, die die sichere Verlegung unterstützt haben", teilte NATO-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich mit. Die Mission werde nun vorerst vom operativen Führungskommando des Bündnisses in Neapel aus fortgesetzt.

    Zur Zahl der in Sicherheit gebrachten Personen gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Aus Bündniskreisen hieß es, es seien einige Hundert betroffen gewesen. Die Evakuierungsaktion der NATO folgt darauf, dass der von den USA und Israel angegriffene Iran zuletzt auch Ziele im Irak beschossen hatte.

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