Energiepreise: Sorge vor Engpässen durch Hormuz-Blockade

Täglich passieren rund ein Fünftel der globalen Öltransporte die Meerenge. Jede Störung könnte zu einem Anstieg der Energiepreise führen.
Eine Ölförderanlage unter einem strahlend blauen Himmel mit Wolken.

Zusammenfassung

  • Ölpreise steigen nach Nahost-Eskalation deutlich an, Brent verteuert sich um bis zu 14 Prozent.
  • Iran schränkt nach Angriffen von Israel und USA den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz ein.
  • Opec+ beschließt Erhöhung der Tagesproduktion, um Preisanstiege abzufedern.

Die Ölpreise haben am Montag nach der Eskalation im Nahen Osten am Wochenende wie erwartet zunächst deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April verteuerte sich in den ersten Handelsminuten um bis zu fast 10 Dollar (8,47 Euro) oder 14 Prozent und kostete mit 82,37 Dollar so viel wie seit Jänner 2025 nicht mehr. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte prozentual ebenfalls zweistellig zu.

Nach den zunächst zweistelligen Zuwächsen zum Handelsbeginn gaben die Ölpreise bis 0.30 Uhr wieder einen Teil ihrer Gewinne ab, lagen aber immer noch mit rund neun Prozent im Plus.

Iran sperrt Straße von Hormuz

Am Wochenende griffen Israel und die USA den Iran an und töteten dabei unter anderem das Staatsoberhaupt und den Religionsführer des Landes, Ayatollah Ali Khamenei. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen und schränkte außerdem den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels, ein.

Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern. Die Staaten des Ölkartells Opec+ hatten am Sonntag beschlossen, die Tagesproduktion zu erhöhen, um Engpässe und zu starke Preisanstiege zu verhindern.

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