Iran-Krieg: 30.000 Gestrandete – doch Lufthansa-Riese fliegt leer heim

Aus Sicherheitsgründen wäre für die Mitnahme von Fluggästen eine mindestens 17-köpfige Kabinencrew erforderlich gewesen.
FILE PHOTO: An Airbus A320-214 passenger aircraft of Lufthansa airline, takes off from Malaga-Costa del Sol airport, in Malaga

Zusammenfassung

  • Ein Lufthansa-Airbus A380 flog ohne Passagiere von Abu Dhabi nach München, da keine ausreichende Kabinencrew vor Ort war.
  • Die Mitnahme von Fluggästen war aus Sicherheits- und rechtlichen Gründen ausgeschlossen, da mindestens 17 Flugbegleiter benötigt worden wären.
  • Rund 30.000 Gäste deutscher Reiseveranstalter sitzen wegen Flugausfällen in der Golfregion fest.

Ein Airbus A380 der Lufthansa ist ohne Passagiere von Abi Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus mit dem Ziel München gestartet - trotz Zehntausender gestrandeter Reisender in der Golfregion. Das gab die Lufthansa bekannt. "Eine Passagierbeförderung ist geprüft worden", sei aber leider nicht möglich, heißt es in der Mitteilung der Fluggesellschaft. An Bord der Maschine seien lediglich zwei Piloten.

Nicht ausreichend Flugbegleiter vor Ort 

Für die Mitnahme von Fluggästen wäre aus Sicherheitsgründen eine mindestens 17-köpfige Kabinencrew erforderlich gewesen, die nicht zur Verfügung gestanden habe und wegen der massiven Einschränkungen auch nicht habe eingeflogen werden können. "Ohne Flugbegleiter ist eine Passagierbeförderung rechtlich und sicherheitstechnisch ausgeschlossen", teilte die Lufthansa weiter mit. 

30.000 Gäste deutscher Reiseveranstalter sitzen in Golfregion fest

Zudem seien auch die Erreichbarkeit des Flughafens in Abu Dhabi für viele Fluggäste sowie der Check-In, die Sicherheitskontrolle und das Boarding dort nicht gewährleistet gewesen. Beim Airbus A380 handelt es sich um das weltgrößte im Interkontinentalverkehr eingesetzte Passagierflugzeug. Die betroffene Maschine der Lufthansa sei seit 6. November in Abu Dhabi gewartet worden und werde nun nach Deutschland überführt. 

Nach Angaben aus der Tourismusbranche sitzen derzeit rund 30.000 Gäste von deutschen Reiseveranstaltern in der Golfregion fest und können nicht ausreisen, weil aufgrund des Iran-Kriegs keine Flugzeuge fliegen. Hinzu kommen Geschäftsreisende. 

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