Drohnenangriff auf britische Militärbasis in Zypern
Zusammenfassung
- Britischer Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern wurde von einer Drohne getroffen, es gab keine Verletzten, nur geringen Sachschaden.
- Zypriens Präsident betont, dass das Land sich nicht an militärischen Operationen beteiligt, und die EU sichert Unterstützung zu.
- Nach dem Angriff blieben Schulen in der Region geschlossen, weitere Einschläge können nicht ausgeschlossen werden.
Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht auf Montag von einer Drohne getroffen worden. Das bestätigte das Verteidigungsministerium in London laut der Nachrichtenagentur PA.
Es handelte sich um ein unbemanntes Fluggerät vom Typ "Shahed", teilte der zypriotische Präsident Nikos Christodoulidis im Fernsehen mit. Das britische Verteidigungsministerium in London bestätigte den Vorfall. Verletzt wurde nach Angaben des Präsidenten niemand.
Unklar war zunächst, wer die Drohne abgefeuert hat. "Ich möchte klarstellen: Unser Land beteiligt sich in keiner Weise an militärischen Operationen und hat auch nicht die Absicht, sich daran zu beteiligen", erklärte Christodoulides in einer Stellungnahme. Er stehe in ständigem Kontakt mit europäischen Staats- und Regierungschefs und anderen über die Entwicklungen.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sicherte den Mitgliedstaaten nach dem Drohnenangriff auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern Unterstützung zu. Auch wenn die Republik Zypern nicht das Ziel gewesen sei, stehe die EU angesichts jeder Bedrohung "gemeinsam, fest und unmissverständlich" an der Seite ihrer Mitglieder, schrieb von der Leyen auf X, nachdem sie mit dem zypriotischen Präsidenten telefoniert hatte.
Einschlag auf dem Flugfeld
Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen den Iran. Verteidigungsminister John Healey zufolge schießen britische Flugzeuge Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern. Großbritannien unterhält dort zwei Militärstützpunkte.
Nach einem Bericht des Nachrichtenportals Cyprus Mail schlug eine "kleine Drohne" auf dem Flugfeld der Basis ein, die westlich der Hafenstadt Limassol liegt. Die Behörden des Stützpunkts hätten umgehend reagiert und Alarm signalisiert. Nach ersten Angaben gab es keine Verletzten, jedoch sei "geringer Sachschaden" entstanden. Das zypriotische Nachrichtenportal "Politis" veröffentlichte Videoaufnahmen von außerhalb des Stützpunkts. Darauf seien deutlich Alarmsirenen zu hören gewesen.
Aus Sicherheitsgründen blieben am Montag die Schulen in der Region des Stützpunktes westlich der Hafenstadt Limassol geschlossen, wie der zypriotische Rundfunk berichtete.
Warnung vor möglichen weiteren Einschlägen
Angehörige der Basis seien angewiesen worden, an Ort und Stelle zu bleiben und weitere Anweisungen abzuwarten. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Einschlägen komme. Explosionen und Sirenen seien auch in der nahe gelegenen Stadt zu hören gewesen, berichteten übereinstimmend zypriotische Nachrichtenportale. Großbritannien unterhält auf Zypern zwei souveräne Stützpunkte.
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