Kultur | Dschungelcamp
31.01.2016

Menderes Bagci ist Dschungelkönig 2016

Finale im RTL-Dschungelcamp: Die Zuseher wählten "DSDS"-Dauergast Menderes Bagci zum Dschungelkönig.

Aus. Schluss. Vorbei. Das Dschungelcamp 2016 ist Geschichte und der neue König heißt Menderes Bagci. Nein, das ist weder die Verrückte (natürlich eine Unterstellung) mit den Rasta-Zöpfen, die gerne "diskutiert" noch der Verrückte (natürlich ebenfalls eine Unterstellung) mit der Glatze, der gerne dagegenhält. Bagci ist der "DSDS"-Dauerkandidat, die "DSDS"-Witzfigur - zumindest zeigte ihn RTL nie anders. Nun ist er König, trägt Dschungelzepter und Buschkopfschmuck. Freundlichkeit schlägt Gehässigkeit und Zurückhaltung schlägt Aufdringlichkeit. Gut so.

Das Finale von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" begann dennoch mit bösem Blut. Helena Fürst (von und zu Boshaft) flog raus. Natürlich nicht ohne eine letzte Rede und geflügelten (oder verrückten) Worten wie "Die Wahrheit und Gerechtigkeit möge siegen!" von sich zu geben. Ja eh, für das hat RTL doch die Kameras installiert. Egal. Thorsten Legat ist auf jeden Fall "froh, einige Menschen nicht mehr sehen zu müssen." Sophia Wollersheim ebenfalls. Die freut sich auch darüber, "diese Stimme nicht mehr hören zu müssen." Ich übrigens auch.

Dschungelprüfungen

Der routinierte Dschungelcamp-Zuseher weiß, im Finale müssen alle ein letztes Mal zur Dschungelprüfung. Jeder für sich. Für jeweils einen Gang des Abschieds-Menüs. Aber RTL wäre nicht RTL, würde es nicht noch ein klein wenig schmuddelig. Denn Thorsten Legat leckt, Sophia Wollersheim schluckt und Menderes Bagci liegt flach.

Thorsten Legat, der Zungenkünstler (Vorspeise)

Ein Legat gibt nie auf. Ein Legat steht immer seinen Mann, ein Legat kniet vor niemandem. Vor niemandem? Vor fast niemandem. Aber für RTL geht ein Legat auf alle Viere. Für RTL kriecht ein Legat durch enge Tunnel voll mit kleinem und großem Getier. Für RTL zeigt ein Legat seine Zungenfertigkeit beim Sterne-Abschrauben. Für einen Legat ist keine Prüfung zu schwer, kein Tier zu fies und Fleischabfall zu eklig. Fünf Sterne, die Vorspeise plus Goodie ist gesichert.

Sophia Wollersheim, die Schluckkönigin (Hauptspeise)

Frau Wollersheim durfte nicht nur am abendlichen Finalessen teilnehmen, sondern bereits in der letzten Dschungelprüfung königlich speisen. Serviert wurde Fischauge, Schweinehoden, Krokodilvagina, lebende Mehlwürmer und ein Glas Hirschblut zum Runterspülen. Frau Wollersheim schluckte und schluckte. Nur den Mehlwürmern schenkt sie das Leben. Nett. Vier Sterne, alle Hauptspeisen.

Menderes Bagci, der Meisterschläfer (Nachspeise)

Nein, geschlafen hat Menderes Bagci bei seiner Dschungelprüfung natürlich nicht. Das wäre dann doch zu einfach gewesen. Aufs Ohr hauen musste er sich dennoch. Unter der Erde. Zugedeckt mit Sand. Und vierzig Schlangen. Fünf Minuten musste er durchhalten. Kein Problem für ein zukünftiges Dschungeloberhaupt. Fünf Sterne, die Nachspeisen plus Goodie.

Das letzte Abendmahl

Belohnt wurden die drei Finalisten mit einem üppigen Abendessen. Mit Mandelmilch-Kokosnuss-Shake (Menderes Bagci), Chardonnay (Sophia Wollersheim) und einem Glas Bier (Thorsten Legat) stießen die drei selig an. Geschlemmt wurde unter anderem Bruschetta, Gulasch, Salat, Pasta, Steaks mit Pommes, Zitronensorbet, Pistazien, Schokolade und Mousse au Chocolat.

Das große Finale

Auch das beste Mahl hat mal ein Ende, genauso wie das Dschungelcamp in diesem Jahr. Als erster flog ein sichtlich irritierter Thorsten Legat raus und muss sich mit dem dritten Platz begnügen. Ein Legat kann eben nicht immer gewinnen auch wenn ein Legat das meint.

König Menderes konnte es anschließend nicht fassen. Mit feuchten Augen, zitternden Händen und schwacher Stimme bedankte er sich bei den Zusehern und ließ sich von Sonja Zietlow und Daniel Hartwich krönen - den Sekt schüttete er weg, ein König trinkt keinen Alkohol (oder er darf es wegen seiner Darmerkrankung nicht). Er ist ein verdienter Sieger. Ein stiller Kämpfer. Ein freundlicher, schüchterner Mensch, der vor allem sich selbst sehr viel bewiesen hat. Ich gratuliere.

Das Finale im Schnellcheck

Das Finale im RTL-Dschungelcamp hat immer ein kleines Problem: Es ist teilweise fad und es bleibt kaum Zeit für Diskussionen, Gezeter oder anderen Sachen, die dem sozialpornografischem Format die Würze gibt. So auch in diesem Jahr. Abgesehen vom mit bösen Worten begleiteten Auszug der Helena Fürst gab es nichts erwähnenswertes.

So gesagt

"Zum Glück muss ich diese Stimme nicht mehr hören, danke, liebe Zuschauer, ich liebe euch." Sophia Wollersheim über den Auszug der Fürst.

"Mein Benehmen war für mich okay" - Helena Fürst über sich selber

"Freiheit!" - Helena Fürst macht den William Wallace

"Wenn die Dschungelkönigin wird, reiß ich hier alles ab." - Thorsten Legat über Helena Fürst

"Dankeschön!" - Menderes Bagci

Ekelfaktor

Es wurde gespeist, immer eklig.

Das Dschungelcamp im Rückblick

Die zwölf Kandidaten fürs Dschungelcamp 2016

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