Kultur | Dschungelcamp
27.01.2016

Wer riskiert hier noch eine dicke Kamellippe?

Tag 12 im RTL-Dschungelcamp: Nathalie Volk ist raus. Menderes steigt zum Favoriten auf.

"Wie soll die Sendung jetzt weitergehen, ohne Nathalie?" fragt Moderator Daniel Hartwich am Ende von Tag 12 listig. Dschungelküken Nathalie Volk muss das Camp verlassen. Hätte Hartwich es am Ende nicht noch einmal erwähnt, es wäre kaum aufgefallen.

Die zwölfte Sendung wirkt überhaupt wie eine Zwischensendung. Nach den großen Konflikten der letzten Tage ( Helena Fürst gegen Thorsten Legat, Helena Fürst gegen Ricky Harris, Helena gegen Fürst) haben sich die Wogen wieder geglättet. Also alles andere als Kasalla (haben wir das Legatsche Wort an dieser Stelle überhaupt schon einmal erwähnt?).

Sophia, die gerne das Dschungelgebrabbel am Laufen hält, wittert dennoch "negative Wellen". Mit ihren Antennen macht sie "die beiden Jungs" als Störsender aus. Da aber noch drei Männer im Camp verweilen, stellt sich die Frage: Als was sieht sie dann Menderes?

Der hat sich mittlerweile von der "DSDS"-Witzfigur zum sympathischen, natürlich wirkenden Geheimfavoriten gemausert. Hartwich und Sonja Zietlow wurden am Vortag (nach Tag 11) für das RTL-Magazin "extra" nach ihrer Prognose gefragt. Und die überraschte: Sophia als Prinzessin und Menderes als Dschungelkönig ("ganz, ganz süß", "so was von easy") sind die Favoriten der Moderatoren. Gar nicht gut weg kamen hingegen Helena mit ihrer Hypnose-Stimme, aber auch Brigitte Nielsen, der das Duo ein Absitzen ihrer Gage vorwarf.

Da an Tag 12 offenbar mit einem Flugzeug Fadgas über dem Dschungel versprüht worden ist, bleiben wir am Besten noch etwas bei derRTL-Rahmenberichterstattung. In dem zuvor erwähnten Magazin wurde Sophias Ehemann, Ex-Bordellkönig Bert Wollersheim, beim Spaziergang durchs Rotlichtviertel von Oberhausen gezeigt. Beim Anblick des tristen Milieus, in dem Herr Wollersheim beratend tätig ist, könnte man es nachvollziehen, wenn Frau Wollersheim lieber noch ein paar Tage zwischen Kakerlaken und Truthahnhoden(dazu später)verbringt.

Im nächsten Beitrag wurde eine Frau mit gefühlt zwanzig Kilo schweren Gummibrüsten behängt, um zu zeigen, wie schwer ist mit einem Vorbau im Wollersheim-Format durchs Leben zu gehen. Das zieht dann so richtig runter. Auch vor dem Fernseher.

Aber damit nicht genug: Als ob die Expertise von Hartwich und Zietlow (man sieht sie übrigens lieber in ihrer Satire-Rolle) nicht reichen würde, wurden noch ehemalige "IBES"-Teilnehmer (Kim Gloss? Sara Kulka?) um ihre Kommentare zur Jubiläumsstaffel gebeten. Um dem Titel der Rubrik "Der mal ein STAR WAR" gerecht zu werden, wurde Helena Fürst als Vertreterin der "Dunklen Seite der Macht" vorgeführt. Unverständlicherweise hat man es verabsäumt, Ricky Harris als Meister Yoda (kleiner Mann mit kreativem Satzbau) ins Spiel zu bringen. Andererseits fiel der Ex-Talkmoderator kurz vor seiner Abwahl ohnehin mehr durch Brüllen als durch Weisheit auf. War der Bananenentzug wirklich so schlimm?

Die Dschungelprüfung

Zurück zu Tag 12: Die Dschungelprüfung ist diesmal besonders ekelhaft. Nicht etwa wegen der zu verzehrenden Lebensmittel, sondern wegen der Spielregeln. Beim "Dschungel-Metzger" lassen sich Sophia Wollersheim und Brigitte Nielsen an der Feinkosttheke diverse australische Leckereien auf die Teller laden. Das Gewicht der Portion müssen sie selbst schätzen. Kommt weniger als die geforderte Mindestmenge auf den Tisch, gibt es hinterher keinen Stern, auch wenn der Teller ordnungsgemäß geleert wird.

Zwei Mal wird das Gewicht überschritten und nicht aufgegessen (fermentierte Sojabohnen und Dschungelsülze). Bei Truthahnhoden und Kamellippe laden die Damen zu wenig auf, scheitern aber dennoch an der Portion. Besonders bitter verläuft der fünfte Gang für Nielsen. Sie verputzt vier lebende, besonders fette Witchetty-Maden, kommt damit aber nur auf 44 Gramm. 50 wären gefordert gewesen.

Den Weg zurück ins Camp müssen sie mit schwerem Magen, aber mit null Sternen in der Tasche antreten.

Zum Glück können Sophia und Menderes wenigstens bei der anschließenden "Schatzsuche" eine Kiste mit Essbarem ergattern. Dazu müssen sie sich Schaumstoffkostüme anziehen, sich in einem Tümpel wälzen und die vollgesogenen Kleidungsstücke über einer Wanne auswringen. Irgendwann steigt der Wasserspiegel dann so weit an, dass der erforderliche Schlüssel für die Kiste zum Vorschein kommt. Erbeutet werden die Keksprodukte eines Sponsors. "Mmmmh, ein Geschmacksorgasmus", jubiliert man im Camp. Die Idee des Sponsors geht also voll auf: Man füttere ein Dutzend Promis zwölf Tage Lang mit Reis, Bohnen und Maden, bis sie auch ein simples Schokokeks in unübersehbares Verzücken versetzt.

Tag 7 im Schnellcheck

Haupt- und Nebenrolle Brigitte Nielsen bekommt durch ihre erste Dschungelprüfung mehr Aufmerksamkeit. Zudem wird sie zur Campchefin bestellt. Thorsten, von dieser Aufgabe entbunden, lässt es einmal gemütlicher angehen, und widmet sich ausführlich der Körperpflege. Mit Nathalie Volk ist die personifizierte Nebenrolle nun aus dem Camp geflogen.

Bekleidungsfaktor Ein Legat rasiert sich auch mit angezogener Unterhose an schwer zugänglichen Stellen. Sophia Wollersheim bekommt bei der "Schatzsuche" eine zusätzliche Kunststoffschicht verpasst.

Der Konflikt Sophia liefert sich ein Prinzessinnen-Geplänkel mit Nathalie. Diese hat es gewagt, ihre Haarbürste in Sophias Schlafstätte abzulegen. Es kracht noch einmal kurz zwischen Helena und Thorsten. Bei einem Gruppengespräch geht es um eine Frau, die einen Mann unterdrückt. So eine Frau hätte er er längst "weggeknallt", sagt Thorsten. Was immer das auch heißen soll: Helena findet es weniger lustig.

Zwischenmenschliches Helena hat sich übrigens verliebt - allerdings in eine Person außerhalb des Camps. Ein Ranger, der ihr am Vortag beim Heimweg von der Schatzsuche behilflich war, wird von ihr minutenlang als "James Bond"-Typ abgefeiert.

Traditionell werden Briefe von den Liebsten aus der Heimat vorgelesen. Ein paar Tränen fließen, ebenfalls traditionell. Thorsten Legats Augen schwitzen nur ein bisschen.

So gesagt Sophia: "Nathalie ist einfach nur nett. Aber nett sind auch kleine Hunde."

Zumindest liefert Nathalie kurz vor ihrem Auszug noch ein bisschen Zitierfähiges:

Im Gespräch mit Jürgen sagt sie über ihre Teilnahme bei "Germany's Next Topmodel": "Da bist du mit lauter Models eingesperrt."

Jürgen: "Das stell ich mir schlimmer vor als hier mit Kakerlaken."

Nathalie: "Schon. Wenn du richtig modeln willst, dann geh' da lieber nicht hin.

Jürgen: "Aber die Erste hat dann schon Vorteile, oder?"

Nathalie: "Naja, dann bist du bei Klum unter Vertrag, So ein Vorteil ist das glaub ich nicht." (kichert)

Das ist das, was ich liebe: Ketchup, Burger und das alles auf Vegan-Style." Dschungelcamp-Kandidat David Ortega hat auch eine Erklärung dafür, warum es die Veganer sein müssen: "Weil die Veganer, das ist ein Volk, das ist voll intelligent!"

(mehr dazu bei rtl.d

Das ist das, was ich liebe: Ketchup, Burger und das alles auf Vegan-Style." Dschungelcamp-Kandidat David Ortega hat auch eine Erklärung dafür, warum es die Veganer sein müssen: "Weil die Veganer, das ist ein Volk, das ist voll intelligent!"

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Ekelfaktor

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