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Chronik Österreich
09/15/2021

Höchster Wert in vierter Welle bisher: 2.624 Neuinfektionen in Österreich

So viele Fälle wie zuletzt Mitte April. 22.066 aktive Fälle.

von Karl Oberascher

Seit Wochen steigen die Corona-Zahlen. Mitte August wurden erstmals über 1.000 Fälle gemeldet. Aktuell liegt der 7-Tages-Schnitt bei knapp über 2.000 Fällen. Und mit dem Schulstart in ganz Österreich diese Woche werden die Zahlen wohl bald noch stärker steigen. Seit Mittwoch gelten daher verschärfte Corona-Regeln. 

Von Dienstag auf Mittwoch wurden nun 2.624 neue Fälle registriert. Das ist der mit Abstand höchste Wert in der vierten Welle bislang. Zuletzt wurde am 15. April ein ähnlich hoher Wert registriert.

Die 7-Tage-Inzidenz steigt damit auf 164,89.  Zudem wurden sieben neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid in den vergangenen 24 Stunden vermeldet. 

Seite heute sollen jedoch nicht mehr die aktuellen Fallzahlen als wichtigster Gradmesser für Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie herangezogen werden. Was zählt, ist ab sofort vielmehr die Belegung auf den Intensivstationen. Aktuell sind rund neun Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. 

In absoluten Zahlen: Derzeit befinden sich 825 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung - das ist ein Plus von 20 Patienten gegenüber dem Stand von Montagmorgen. Davon werden 198 auf Intensivstationen betreut, zwei weniger als am Dienstag. 

Bisher gab es in Österreich 715.893 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (15. September 2021, 9:30 Uhr) sind österreichweit 10.856 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben.

Am stärksten betroffen ist aktuell mit Abstand Wien, mit einer 7-Tage-Inzidenz von inzwischen 231,58. Dahinter folgen mit deutlichem Abstand Oberösterreich, Salzburg und Niederösterreich. Am wenigsten Fälle gibt es aktuell im Burgenland und Kärnten. 

Knapp 60 Prozent vollimmunisiert

Im EU-Vergleich ist Österreich in Sachen Impffortschritt mittlerweile ins Hintertreffen geraten. Knapp unter 62,8 Prozent der Gesamtbevölkerung haben hierzulande zumindest eine Impfung erhalten. Damit liegt man deutlich unter dem EU-Schnitt von 65,9 Prozent und im Hinterfeld der westeuropäischen Staaten. 

Neuinfektionen in den Bundesländern

Burgenland: 49
Kärnten: 90
Niederösterreich: 470
Oberösterreich: 519
Salzburg: 174
Steiermark: 247
Tirol: 110
Vorarlberg: 77
Wien: 888

Aktuelle Entwicklungen

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    • Neue Quarantäne-Regeln für Schulen (mehr)
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    • FFP2-Masken ab sofort gratis in Supermärkten (mehr)
    • Auch Polizei kann Maskenpflicht im Handel kontrollieren (mehr)
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  • Neue Quarantäneregeln für die Schulen (mehr)

Impfstatus in Österreich

Seit 27. Dezember 2020 wird auch in Österreich geimpft. Der Impfstart gab vielen Menschen Hoffnung, bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Doch bis die Impfung auch eine kritische Masse erreicht, ist noch etwas Geduld gefragt. 

Das zeigen die täglich veröffentlichten Impfzahlen des Gesundheitsministeriums, die seit Mitte Jänner tagesaktuell veröffentlicht werden. Die derzeit kommunizierte Zahl zeigt jedoch nicht den präzisen Stand der aktuell geimpften Personen, sondern lediglich einen "Näherungswert". 

Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

Todesfälle in Österreich

Testungen und Anteil positiver Tests

Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

Internationaler Vergleich

Schauen Sie selbst, wo sich Österreich im internationalen Vergleich in Sachen Infektionsgeschehen befindet. 

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