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Chronik Österreich
01/28/2021

1.449 Corona-Neuinfektionen in Österreich

Mit knapp 1.500 Neuinfektionen bewegt sich Österreich leicht unter dem Schnitt der vergangenen Woche.

von Laura Schrettl

Der Lockdown wirkt: So sieht es Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Allerdings würden die Maßnahmen nicht so schnell Wirkung zeigen, "wie wir uns das wünschen würden".  

Drei Vergleichszahlen brachte der Minister ins Spiel: Gestern gab es 14.866 aktive Fälle, Mitte November lag diese Zahl bei rund 75.000. Am Mittwoch wurden 49 Tote gemeldet. "Das sind 49 zu viel, aber wir waren im Schnitt im November, Dezember bei rund 100 Todesfällen pro Tag. Das heißt, wir haben auch hier eine Halbierung."

Und auch die Intensivbetten-Belegung konnte reduziert werden. Die 7-Tages-Inzidenz lag laut Anschober Mitte November bei 586, mit Mittwoch bei 114. "Das heißt, es bewegt sich etwas in die richtige Richtung." Das "große Fragezeichen" sei aber die Frage Mutationen, warnte er.

Von gestern auf heute wurden in Österreich 1.449 Neuinfektionen gemeldet. Damit bewegt sich Österreich leicht unter dem Schnitt der vergangenen Woche (1.526). 

43 neue Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion wurden in den letzten 24 Stunden verzeichnet.

Bisher gab es in Österreich 410.230 positive Testergebnisse.

Mit heutigem Stand sind österreichweit 7.607 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 387.787 sind wieder genesen.

Derzeit befinden sich 1.791 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 298 der Erkrankten auf Intensivstationen.

Aktuelle Zahlen in den Bundesländern

  • Burgenland: 31
  • Kärnten: 83
  • Niederösterreich: 273
  • Oberösterreich: 223
  • Salzburg: 127
  • Steiermark: 169
  • Tirol: 172
  • Vorarlberg: 59
  • Wien: 312

Aktuelle Entwicklungen

  • Wien will sich Impfstoff bei anderen Bundesländern ausborgen (mehr dazu)
  • Deutschland: Kommen erste Lockerungen und Einreiseverbote? (mehr dazu)
  • Wirtschaft fordert Lockdown-Ende: Jede Woche kostet 1,7 Milliarden (mehr dazu)
  • Jetzt dürfen auch die Hausärzte impfen (mehr dazu)
  • CoV-Mutation: Elf weitere Fälle in Tirol (mehr dazu)
  • Astra Zeneca - EU: Keine Lösung nach nächtlichem Krisengespräch (mehr dazu)
  • NÖ: Britische Virus-Variante in Abwasser entdeckt (mehr dazu)
  • Studie: Leicht veränderte Symptome bei britischer Variante (mehr dazu)
  • Teststraßen in NÖ: Teils langes Warten (mehr dazu)
  • 7-Tages-Inzidenz: Wirtschaft kritisiert Lockdown-Kennzahl (mehr dazu)
  • Wien: 50 impfwillige Senioren wieder nach Hause geschickt (mehr dazu)
  • Illegale Skiurlauber bevölkern Bad Gastein (mehr dazu)
  • Norbert Hofer lässt sich impfen (mehr dazu)

Hospitalisierungen in Österreich

Maßgeblich für etwaige weitere Maßnahmen gelten vor allem die Spitalskapazitäten. Grob gesagt gilt hier die 100-10-1-Regel: Von 100 infizierten Menschen müssen rund 10 hospitalisiert werden, einer davon landet auf der Intensivstation - und das meist gleich für mindestens 10 Tage. 

Wie die Bettenkapazitäten in Spitälern in den einzelnen Bundesländern aussieht, das zeigt die folgende Grafik. 

    Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

    Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

    In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

    Todesfälle in Österreich

    Corona-Hotspots in Österreich

    Folgende Grafik zeigt täglich die neuen Fälle gerechnet auf 100.000 Einwohner - gereiht nach Bezirk. 

    Anmerkung: Bei Bezirken unter 100.000 Einwohnern sind die Fälle statistisch hochgerechnet um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die in dieser Kategorie angegebenen Neuinfektionen müssen also nicht den tatsächlichen Fällen entsprechen. 

    Testungen und Anteil positiver Tests

    Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

    Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

    Internationaler Vergleich

    Acht Monate nach Beginn der weltweiten Corona-Pandemie findet sich Österreich im weltweiten Spitzenfeld des Infektions-Geschehens wieder.

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