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Interaktiv
12/03/2020

Neuinfektionen weltweit im Vergleich

Welche Länder verzeichnen die meisten Neuinfektionen, wo ist die zweite Welle besonders stark? Ein Überblick.

Am 25. Februar 2020 wurden eine 24-jährige Hotel-Angestellte und ihr gleichaltriger Freund in Tirol positiv auf das Coronavirus getestet. Drei Wochen später war Österreich als eines der ersten Länder in Europa im Lockdown. Geschäfte mussten schließen, Schulen auf Online-Unterricht wechseln. Die Fallzahlen stiegen dafür nur moderat. 9.143 aktive Fälle wurden am Höhepunkt der ersten Welle am 3. April registriert. Nur einmal - am 27. März - vermeldeten die Behörden mehr als 1000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. 

Sieben Monate später fand sich Österreich im weltweiten Spitzenfeld des Pandemie-Geschehens wieder. Gemessen an den Neuinfektionen pro Kopf lag Österreich im 14-Tages-Schnitt auf Platz 12, noch vor Ländern wie Kroatien, den Niederlanden oder dem früh sehr hart getroffenen Italien. Deutschland lag in diesem Vergleich nur auf Platz 40 mit täglich 282 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Schnitt der letzten 14 Tage, Großbritannien lag auf Platz 30, gefolgt von den USA auf Platz 31. 

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Die folgende Grafik zeigt die Top 20 Länder im Pro-Kopf-Vergleich

Eine Anmerkung zu den Zahlen: Kleinere Staaten mit wenigen Einwohnern landen durch die statistische Orientierung an 100.000 Einwohner schneller an vorderen Plätzen. Einige wenige Cluster genügen hierfür. Dieses Ranking allein sagt also noch nichts über einen etwaigen Kontrollverlust der Pandemie aus. Contact Tracing und Bettenbelegung sind nicht berücksichtigt. Ein Beispiel: Andorra mit seinen 77.000 Einwohnern verzeichnet laut einer Auswertung der John Hopkins Universität 1.060 aktive Fälle, insgesamt wurden 5.383 Fälle registriert. Berücksichtigt man diese kleineren Länder mit einem überschaubaren Infektionsgeschehen nicht, liegt Österreich im internationalen Vergleich sogar auf Platz 10. 

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In der folgenden Karte sehen Sie die weltweiten Neuinfektionen im Zeitverlauf. Zoomen Sie aus der Karte heraus, um das weltweite Pandemie-Geschehen nachvollziehen zu können.

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Insgesamt wurden weltweit bislang mehr als 50 Millionen Infektionen registriert - Spitzenreiter sind hier noch immer die USA mit fast 10 Millionen positiven Corona-Testungen - siehe Grafik unten. 

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Tatsächlich hatten die USA den ganzen Sommer über mit hohen Fallzahlen zu kämpfen, während sich das Infektionsgeschehen in Europa - und auch in Österreich - weitestgehend beruhigt hatte. 

Seit dem 11. August gab es hierzulande aber keinen Tag mehr, an dem die Neuinfektionen nicht mindestens im dreistelligen Bereich lagen. Am 3. Oktober wurden erstmals seit März wieder mehr als 1000 Fälle registriert, am 30. Oktober erstmals mehr als 5.000, von vergangenem Freitag auf Samstag sogar über 8.000. 

Und: Nachdem in den Sommermonaten vor allem Jüngere infiziert wurden, hat nun auch mit einer deutlich Zahl an Todesfällen zu kämpfen. Seit dem 19. Oktober lag der tägliche Zuwachs in absoluten Zahlen nie mehr im einstelligen Bereich. Von den 1411 Todesfällen, die in Österreich bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus behördlich gemeldet wurden, wurden 518 allein in dieser Zeit registriert.

Dramatischer verlief der Anstieg in den letzten Wochen nur in der Schweiz. Bars und Restaurants sind dort weiterhin geöffnet, aber nur bis 23.00 Uhr, nur einzelne Kantone haben strengere Maßnahmen getroffen. 

Hierzulande gilt seit vergangenem Dienstag ein "Teil-Lockdown". Ab 20.00 Uhr darf das Haus, die Wohnung nur in Ausnahme-Gründen verlassen werden, Restaurants sind komplett geschlossen (mehr dazu). Ob die aktuellen Maßnahmen ausreichen, werden die nächsten Tage zeigen. Das tatsächliche Infektionsgeschehen bildet sich immer erst mit rund 10 Tagen Verzögerungen auch in Testungen ab. Gesundheitsminister Rudolf Anschober stellte weitere Verschärfungen am Wochenende bereits in den Raum. 

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