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Wirtschaft
01/28/2021

Wirtschaft fordert Lockdown-Ende: Jede Woche kostet 1,7 Milliarden

Kammerpräsident Mahrer ist für eine schrittweise Öffnung des Handels und für persönliche Dienstleister

Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer drängt darauf, die Wirtschaft nach dem jetzigen harten Lockdown bald und schrittweise zu öffnen. Die Geschäfte hätten seit fast drei Monaten zu. Wird am 8. Februar nichts aufgehen, fehlen viele weitere Milliarden: "Jede Woche Lockdown kostet 1,1 Milliarden Euro. Wenn man alle Zusatzeffekte mitrechnet, sind es 1,7 Milliarden".

Eine Fortsetzung des Lockdowns wäre "Arbeitsplatz-Vernichtung, wenn es Richtung Ostern geht", sagte der Kammerchef in einem "Heute"-Interview.

Nach Meinung von Mahrer könnte derzeit gefahrlos aufgesperrt werden, "da sind wir mit den Sozialpartnern einig. Es gibt Sicherheitskonzepte, FFP2-Masken, Testungen und es wird geimpft." Dem Einwand, dass die Covid-Fallzahlen nicht runtergingen, hält er entgegen, dass dies nach einem längeren Lockdown in fast keinem Land der Fall sei. "Aber sie schießen auch nicht nach oben."

Mahrer ist für eine schrittweise Öffnung für Handel - mit der gewohnten Beschränkung wie viele Menschen in ein Geschäft dürfen - und persönliche Dienstleister vom Modegeschäft bis zum Friseur, etwa auch Blumengeschäfte, es komme der Valentinstag. Für die Gastronomie habe die Regierung frühzeitig kommuniziert, dass es vor März keine Öffnung geben wird. Diese Klarheit sei wichtig gewesen.

Regelmäßig fragt die Kammer die Stimmung in der Bevölkerung ab, letzte Ergebnisse gab es gestern, Mittwoch: 72 Prozent seien dafür, dass Handel und Dienstleister am 8. Februar aufsperren dürfen." Nur 14 Prozent plädierten dafür, dass die Geschäfte weiter geschlossen bleiben.

Händler und deren Mieter und Verpächter (Shoppingflächenbetreiber) pochen auch über eine freiwillige Lobbyvereinigung dringend auf eine Öffnung der Geschäfte am 8. Februar, damit der gesamte Handel nicht noch weiteren Schaden nimmt. Die Warenlager seien randvoll, die Händler hätten ihr Kapital im Warenbestand angelegt, was naturgemäß stark die Liquidität der Unternehmen drücke. Der Austrian Council of Shopping Places (ACSP) verlangt einen Masterplan für Februar. "Wenn die stationären Handelsgeschäfte weiterhin geschlossen bleiben, wird es zu massiven Insolvenzen und leider auch zu weiter erhöhter Arbeitslosigkeit kommen, schrieb die Vereinigung in einer Aussendung.

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