Lokales

Ein Siebenjähriger ist am Mittwoch nach einem Badeunfall im Freibad Großpetersdorf (Bezirk Oberwart) wiederbelebt worden. Ein Badegast entdeckte den reglos im Wasser treibenden Buben und zog ihn aus dem Becken, bestätigte ein Polizeisprecher am Donnerstag auf APA-Anfrage einen Bericht der Krone.

Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen waren erfolgreich.

Drohungen eines mit einem Messer bewaffneten Mannes haben in der Nacht zum Donnerstag einen Polizei-Großeinsatz im Bereich des Kapaunplatzes in Wien-Brigittenau ausgelöst.

Der Verdächtige sei von mehreren Personen im Bereich des Kapaunplatzes wahrgenommen worden. Gegen 21.30 Uhr seien dann erste Anrufe von besorgten Passanten bei der Polizei eingegangen, hieß es von der Exekutive. 

Polizeisprecher Mattias Schuster zufolge war der "Mann auf jeden Fall sehr bedrohlich unterwegs".

Hochsommerliche Temperaturen sind nicht für alle Menschen erfreulich:.Vier von zehn Wienerinnen und Wienern sind bei Hitze körperlich stark und sehr stark belastet, wie eine Erhebung der Statistik Austria ergab. Eine Online-Karte der Mobilitätsorganisation VCÖ soll der Wiener Bevölkerung dabei helfen, durch die Hitze-Tage zu kommen.

In Städten ist die Hitzebelastung durch viele Asphaltflächen oder weniger Grün besonders hoch. Viele öffentliche Orte sind der prallen Sonne ausgesetzt, was vor allem für chronisch kranke oder ältere Menschen eine Herausforderung darstellen kann. Die Karte des VCÖ soll deshalb aufzeigen, wo es in den Bezirken für Wiens Fußgänger besonders heiß hergeht. 

Karte soll Hilfestellung sein

Auf der Online-Karte können die betroffenen Orte und Straßenabschnitte eingetragen werden. Die Organisation leitet im Anschluss die Informationen an die Stadt beziehungsweise den zuständigen Bezirk weiter. Aber auch andere Problemstellen, die für Fußgänger möglicherweise auftreten, können in der Karte vermerkt werden.

"Wenn Gehsteige in der prallen Sonne liegen, dann führt das dazu, dass gesundheitlich beeinträchtigte Menschen oder auch zahlreiche ältere Menschen wegen der Hitze dort nicht gehen können. Damit sind sie in ihrer Mobilität eingeschränkt. Umso wichtiger ist es, in den Bezirken verstärkt  Klimawandelanpassungsmaßnahmen umzusetzen", erklärt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky. 

ÖVP und Grüne wollen Wohnungslosigkeit eindämmen (siehe Infobox unten). Markus Hollendohner ist der Leiter der Wiener Wohnungslosenhilfe und will keine kurzfristigen Ansätze, sondern Perspektiven für die Betroffenen.

KURIER: Grüne und ÖVP warnen vor steigender Wohnungslosigkeit. Wie ist die Situation auf den Straßen?

Markus Hollendohner: Die aktuellsten Zahlen zeigen einen Rückgang. Wir spüren aber mehr Andrang bei den Beratungen, die Unsicherheit bei den Menschen wächst. Aus Erfahrung wissen wir, dass die Wohnungslosenzahlen erst Jahre nach Wirtschaftskrisen steigen.

Warum hat man dann den Eindruck, dass es derzeit viel mehr Menschen ohne Obdach gibt?

Die Pharmaindustrie wird dazu verpflichtet, ihre Lagerbestände für kritische Arzneimittel zu erhöhen:

Sie müsse von rund 700 wichtigen Medikamenten einen Bedarf von vier Monaten einlagern, teilte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Donnerstag in einer Aussendung mit. Neben Medikamenten gegen Erkältungssymptome zählen dazu auch Schmerzmittel, Antibiotika, aber auch Präparate für chronische Herz-Kreislauf- oder Lungen-Erkrankungen.

Politik

Olga Voglauer, Generalsekretärin der Grünen und Agrar-Sprecherin, über den Streit um das EU-Renaturierungsgesetz, die weitere Zusammenarbeit mit der ÖVP, die Nationalratswahl und die Lehren, die die Grünen aus dem Wirbel um EU-Spitzenkandidatin Lena Schilling gezogen haben. 

KURIER: Haben am Montag bei Ihnen in der Parteizentrale die Korken geknallt?

Olga Voglauer: Wir haben das wichtigste Naturschutzgesetz der Europäischen Union beschlossen, es sichert die Lebensgrundlage für unsere Kinder und Kindeskinder. Das ist ein Grund zum Feiern.

Sie haben dafür die Koalition riskiert. War es das wert?

Unsere Ministerin hat rechtlich abgewogen und konnte rechtskonform so entscheiden, wie es für künftige Generationen das Richtige ist.

Abgesehen von der rechtlichen und inhaltlichen Debatte: Dass sich eine Ministerin über das klare Nein des großen Koalitionspartners hinwegsetzt, ist nicht üblich.

 Es ist gelernte und gelebte Praxis, dass die zuständigen Minister im EU-Rat abstimmen, wie sie und ihre Ressorts es für richtig halten. Der Beschluss passt manchen nicht, aber es gab auch schon Entscheidungen von ÖVP-Ministern, die uns nicht gepasst haben – wie jene zu Schengen oder zur Agrarpolitik. 

Weil die anderen Kinder gemein waren, dürfen Sie jetzt auch zuhauen?

Nein, es ist einfach Fakt und gelebte Praxis, dass die zuständige Ministerin die Entscheidung trifft.

Wenn das so ein normaler Vorgang gewesen sein soll – warum regt sich die ÖVP dann so auf?

Ich kann es inhaltlich nicht nachvollziehen. Das Renaturierungsgesetz ist lange verhandelt worden, es gab mehr als 160 Abänderungsanträge und eine Mehrheit im EU-Parlament – mit Stimmen der EVP. Aber ich nehme zur Kenntnis, dass die ÖVP das Gesetz nicht gutheißt. Österreich könnte bei der Renaturierung eine Vorbild-Rolle einnehmen, unser Agrar-Umweltprogramm ist ein Best-Practice-Beispiel. Darauf sollten wir stolz sein, anstatt vor Dingen Angst zu machen, die gar nicht im Gesetz stehen.

KURIER: Für alle, die es nicht mitverfolgt haben: Können Sie in 5 Sätzen erklären, was seit Sonntag passiert ist?

Ein Rechtsbruch der Energieministerin. Sie hat das Recht und die Verfassung gebrochen, indem sie einen aufrechten Landeshauptleute-Beschluss und das Bundesministeriengesetz ignoriert hat. Sie hat in Brüssel für das Renaturierungsgesetz gestimmt und damit gegen die rechtlichen Bedingungen in Österreich verstoßen. 

Wem schadet das Renaturierungsgesetz – außer der Koalition? 

Das Gesetz hat einen großen Einfluss auf die heimische Land- und Forstwirtschaft und auf die Länder und Gemeinden und würde sie überregulieren. Deshalb gibt es in Österreich seitens jener, die es besonders betrifft, eine ablehnende Haltung. Die teilen wir übrigens mit Finnland, Italien, Polen und Schweden.

Die EU-Staaten haben sich auf ein neues Paket mit Sanktionen gegen Russland verständigt. Das teilte die derzeitige belgische EU-Ratspräsidentschaft am Donnerstag in Brüssel mit. Mit den geplanten Strafmaßnahmen soll insbesondere gegen die Umgehung von bereits bestehenden Sanktionen vorgegangen werden.

Diese führt beispielsweise dazu, dass Russlands Rüstungsindustrie noch immer westliche Technologie nutzen kann, um Waffen für den Krieg gegen die Ukraine herzustellen.

Erstmals Sanktionen gegen Flüssiggas

Zudem ist vorgesehen, erstmals scharfe EU-Sanktionen gegen Russlands milliardenschwere Geschäfte mit Flüssigerdgas (LNG) zu verhängen. Nach Angaben von Diplomaten soll verboten werden, dass Häfen wie der im belgischen Zeebrugge zur Verschiffung von russischem LNG in Drittstaaten genutzt werden. Dies soll dann dazu führen, dass Russland wegen mangelnder Transportkapazitäten weniger Flüssigerdgas verkaufen und weniger Geld in seinen Angriffskrieg stecken kann.

Von Josef Gebhard und Charlotte Pichler

Selbst ziehe es ihn nicht mehr zurück in die Politik. Schließlich sei er als Unternehmer ausgelastet, betont Ex-SPÖ-Kanzler Christian Kern. Auf Einladung des Public Relations Verbandes Austria nahm er am Mittwoch immerhin eine Analyse der politischen Kommunikation im Superwahljahr 2024 vor.

Weitere Meldungen

Im Zusammenhang mit dem Tod eines zweijährigen Mädchens mit Albinismus in Tansania sind der Vater des Kindes, ein katholischer Priester und sieben weitere Personen verhaftet worden. 

Die Leiche wurde nach Polizeiangaben in einem Abwasserkanal mit abgetrennten Gliedmaßen entdeckt. Das Kleinkind war am 30. Mai in der Ortschaft Bugandika im Nordwesten Tansanias aus der Obhut seiner Mutter entführt worden.

Bei Menschen mit Albinismus ist die Bildung des Pigments Melanin gestört, was zu heller Haut und hellen Haaren führt. 

Personen mit der Pigmentstörung werden in etlichen Ländern Afrikas diskriminiert und marginalisiert. Vielerorts herrscht der Aberglaube, ihre Körperteile, Haare und Haut besäßen magische Kräfte.

Der EU-Neuwagenmarkt legte im Mai den Rückwärtsgang ein: Die Neuzulassungen sanken um drei Prozent und lagen damit um satte 25 Prozent niedriger als im Vergleichsmonat im Vorkrisenjahr 2019. In Österreich sanken die Neuzulassungen im Mai um vier Prozent, was einen Rückgang gegenüber Mai 2019 um 35 Prozent darstellt. Das analysierte EY in einer aktuellen Erhebung.

Axel Preiss, Partner und Leiter Advanced Manufacturing & Mobility bei EY, sieht den europäischen Neuwagenmarkt weiterhin im Krisenmodus: „Die Nachfrage bleibt schwach und es gibt keine Anzeichen für eine signifikante Verbesserung der Situation. Im Vergleich zu den Verkaufszahlen vor der Pandemie werden in diesem Jahr EU-weit etwa 2,5 Millionen Neuwagen weniger verkauft werden. Dies führt zu erheblichen Überkapazitäten.“

Die Gründe?

Preiss sieht die schwächelnde Konjunktur, die  geopolitischen Spannungen und verloren gegangene Kaufkraft nach Jahren hoher Inflation als Hauptgründe für die schlechte Situation auf dem Neuwagenmarkt. 

Hinzu komme, dass der Wachstumstreiber der Vorjahre – die Elektromobilität – derzeit deutlich an Dynamik verliert. „Die Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung der Elektromobilität sorgt für Verunsicherung und Zurückhaltung bei den Käufern – trotz der Tatsache, dass viele Länder den Kauf eines Elektroautos weiterhin großzügig subventionieren“, so Preiss. 

Elektroautos: Marktanteil stark rückläufig

Im Mai sank die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos gegenüber dem Vorjahresmonat um zwölf Prozent, rückläufige Absatzzahlen wurden in 19 Ländern registriert. Der Marktanteil von Elektroautos lag mit 12,5 unter dem Niveau des Vorjahres, als er bei 13,8 Prozent lag. In 16 der 27 EU-Länder sank der Marktanteil.

Der Ausbau der Elektromobilität kommt ins Stocken“, erklärt Preiss. „In vielen Märkten verlieren Elektroautos Marktanteile, was teilweise auf auslaufende oder herabgesetzte Förderungen zurückzuführen ist, aber auch darauf, dass das Interesse an dieser Technologie weiterhin überschaubar ist. Der erste Schwung an innovationsfreudigen Käufern, besonders in städtischen Gebieten, wurde weitgehend erreicht. Es ist sich als schwierig, neue Kundenschichten zu gewinnen, die stärker auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und Aspekte wie Reichweite und Wiederverkaufswert achten. Industrie und Politik müssen neue Wege finden, um mehr Menschen für Elektroautos zu begeistern.“

Die Verbrenner kommen zurück (bzw. waren nie fort)

Für die Industrie sei die aktuelle Lage sehr herausfordernd, fügt Preiss hinzu: „Die Hersteller haben mit einem kontinuierlichen Absatzwachstum gerechnet und entsprechend ihre Pläne angepasst und investiert. Nun bleiben die Verkaufszahlen weit hinter den Erwartungen zurück. Stattdessen erleben wir eine Renaissance der Verbrennungsmotoren. Einige Hersteller passen ihre ambitionierten Elektroziele an diese neue Realität an und verlängern die gleichzeitige Produktion von Verbrennern und Elektroautos – was hohe Kosten verursacht.“

Die Branche benötigt nun Verlässlichkeit, betont Preiss: „Die aktuelle Debatte auf EU-Ebene über das Verbot der Verbrennungsmotoren ab 2035 trägt weiters zur Unsicherheit bei – obwohl die Branche angesichts des enormen Investitionsbedarfs eigentlich mehr Planungssicherheit brauchen würde. Wahrscheinlich wird sich an dieser Situation in den kommenden Monaten wenig ändern.“ Die von der EU-Kommission angekündigten höheren Importzölle auf Elektroautos aus China würden den Markt zusätzlich belasten, warnt Preiss: „Die geplanten Strafzölle sind aus mehreren Gründen kontraproduktiv. Höhere Preise werden bei vielen Modellen unter anderem die Folge sein. Und bei einem Handelskrieg werden alle verlieren.“

Madonna ist - die Wiener Fans wissen das - bekannt dafür, ihre Konzerte mit einiger Verspätung zu beginnen. In Brooklyn aber trieb sie dies im Dezember auf die Spitze: Erst um 22.30 Uhr (statt wie angekündigt 20.30 Uhr) startete sie ihren Auftritt. Zwei Fans,die am nächsten Tag früh aufstehen mussten, waren derart aufgebracht, dass sie klagten: Madonna habe ihnen ihren wohlverdienten Schlaf geraubt und - das Konzert war an einem Mittwoch - so erschwert, ihren beruflichen und familiären Verpflichtungen nachzugehen.

Sie bezichtigten den Popstar, den Veranstalter und die Location unfairer Geschäftspraktiken. Nun aber haben die Fans ihre Klage zurückgezogen, berichtet der Guardian. Es habe aber keine außergerichtliche Einigung mit Madonna gegeben. Madonnas Anwälte hatten die Verzögerung mit technischen Problemen argumentiert. Und die Fans müssten wissen, dass sie ihre Konzerte traditionell später beginnt als angekündigt.

2022 hatte Roger Federer im Doppel an der Seite von Rafael Nadal beim Laver Cup seinen tränenreichen Abschied gefeiert. Nun könnte man ihn wieder aufschlagen sehen. 

Federers langjähriger Konkurrent und Freund will im September beim Laver Cup in Berlin für das Team Europe gegen das Team Welt aufschlagen. Für das Doppel wird gemunkelt, hätte der Spanier in seinem wohl letzten Karriere-Jahr wohl einen Lieblingspartner. 

Schauspielerin und Sängerin Jennifer Hudson verriet im "Your Mama's Kitchen"-Podcast, dass sie als Jugendliche eine überraschende Entdeckung in Bezug auf ihre Familie machte.

Von Moderatorin und Journalistin Michele Norris nach ihren Geschwistern gefragt, enthüllte sie Spannendes. "Ihr Vater war eine große Persönlichkeit", so Norris. "Und Sie (...) haben irgendwann festgestellt, dass Sie viel mehr Geschwister haben, als Sie dachten?" Hudson bejahte. "Eine ganze Menge. Anscheinend hatte er 27 Kinder", entgegnete die 42-Jährige. "Das sind ganz schön viele", stellte Norris fest. 

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