Promis hängen in Strafverfahren fest: Was dauert da so lang?

Promis hängen in Strafverfahren fest: Was dauert da so lang?
Derzeit laufen gleich mehrere große Strafverfahren gegen Persönlichkeiten aus Sport, Kultur und Politik – mit überschaubaren Fortschritten. Arbeitet die Justiz so langsam oder gibt es Hindernisse? Eine Analyse.

Spätestens seit der Buwog-Causa, die sich heuer schon im 14. Jahr befindet, wird über die Beschleunigung von Strafverfahren diskutiert. Österreich bewegt sich bei der durchschnittlichen Verfahrensdauer zwar im Spitzenfeld. Die „clamorosen“ – die aufsehenerregenden und politisch brisanten – Fälle ziehen sich häufig über Jahre. Und es macht den Eindruck: Weder Kritik noch Reformen (wie das Zurückfahren der Berichtspflichten) noch das massive Aufstocken des Justiz-Budgets scheinen gefruchtet zu haben.

Die Causa Commerzialbank jährt sich bald zum dritten Mal, die Ibiza-Affäre mitsamt Spesen-Skandal um Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache „feiert“ ihr viertes Jubiläum. Die Lebensbeichte von Ex-ÖVP-Intimus Thomas Schmid ist knapp ein Jahr her, vom Kronzeugenstatus ist er aber noch weit entfernt.

Eine vergleichsweise kleine Angelegenheit – die mutmaßliche Falschaussage von Ex-Kanzler Sebastian Kurz – steckt seit Jahresbeginn in den Mühlen der Justiz fest. Und die Causa Teichtmeister hätte eigentlich schon im Februar verhandelt werden sollen.

Was dauert da so lang? Der KURIER hat nachgeforscht.

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