Trotz Waffenruhe: Israel greift weiter im Südlibanon an
- Israel und die USA haben am 28. Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen.
- Seit 8. April gilt eine Waffenruhe. Gespräche zwischen den Konfliktparteien haben bisher keine Ergebnisse gebracht.
- Der Iran hat nach Darstellung von US-Präsident Trump einen Verzicht auf Atomwaffen zugesichert.
- Vertreter Israels und des Libanon haben sich auf eine Waffenruhe geeinigt. Israel will seine Bodentruppen aber vorerst nicht abziehen.
- Am Wochenende haben sich Israel und der Iran wieder Gefechte geliefert.
- US-Präsident Trump forderte beide Parteien auf, die gegenseitigen Angriffe sofort zu stoppen.
- Aktuell ruhen die Kämpfe, aber beide Seiten drohen im Fall von Verstößen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen. Die jüngsten Angriffe bedeuten laut Iran-Experte Walter Posch keine grundlegende Verschiebung der Kräfteverhältnisse im Nahen Osten.
- Laut US-Präsident Trump stehe man kurz vor einer Vereinbarung zur Beendigung des Krieges, eine Ankündigung, die man schon öfter gehört hat.
- Nahe der Straße von Hormus ist ein US-Militärhubschrauber abgestürzt.
- Ungeachtet einer Waffenruhe-Vereinbarung greift das israelische Militär weiter im Südlibanon an.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
- Warum die Hormus-Sperre eine Eskalation des Krieges wahrscheinlicher macht
- Indien bis Japan: Der Iran-Krieg stürzt Asien in die Energiekrise
- Wasser als Waffe: Die Golfstaaten haben einen verwundbaren Punkt
- Uran im Iran: US-Spezialeinheiten stehen vor höchst gefährlicher Mission
- Mohammad Bagher Ghalibaf: Die neue Schlüsselfigur im Iran
- Die Straße von Hormus ist dicht: Teure Folgen für Österreichs Esstische
Iran-Krieg
-
Trotz Waffenruhe: Israel greift weiter im Südlibanon an
Kurz nach einem israelischen Evakuierungsaufruf ist die Stadt Tyrus im Süden des Libanon nach Angaben der libanesischen Staatsmedien angegriffen worden. "Feindliche Kampfflugzeuge haben einen heftigen Angriff auf Tyrus gestartet", meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA am Dienstagvormittag. Nach Angaben aus Kreisen des libanesischen Zivilschutzes wurden dabei neun Menschen getötet und 27 weitere verletzt. Das israelische Militär äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.
Die israelische Armee hatte zuvor sämtliche Bewohner zum Verlassen der Stadt aufgerufen. Israel hatte Tyrus in den vergangenen Monaten wiederholt beschossen und dies mit Angriffen auf Stellungen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz begründet. Am Dienstag wurden erstmals nicht nur die Bewohner einzelner Viertel, sondern der ganzen Stadt, also auch des christlichen Viertels, zur Evakuierung aufgerufen
-
Israelisches Militär mit Evakuierungsaufruf für libanesische Küstenstadt
Trotz der wiederaufgenommenen Waffenruhe mit dem Iran hat das israelische Militär einen Evakuierungsaufruf für die libanesische Küstenstadt Tyros herausgegeben und damit vor möglichen Angriffen gewarnt. Erstmals umfasst der Aufruf auch das christliche Viertel der Stadt. Zur Begründung hieß es am Dienstag, Kämpfer der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz seien dort aktiv. Beweise dafür legte die Armee zunächst nicht vor. Bisherige Räumungsaufforderungen hatten das christliche Viertel ausgeklammert. Das israelische Militär hatte die Einwohner jedoch zuvor gewarnt, dass auch dieses Gebiet ins Visier genommen werden könnte, sollte die Hisbollah dort weiterhin präsent sein. Solchen Evakuierungsaufrufen folgen häufig Angriffe der israelischen Armee.
-
US-Kampfhubschrauber abgestürzt
Nahe der Straße von Hormus ist ein US-Militärhubschrauber abgestürzt. Die Piloten seien in Sicherheit, teilte US-Präsident Donald Trump am Dienstag mit. Es gehe ihnen gut. Niemand sei verletzt worden. Die US-Regierung werde im Laufe des Tages einen Bericht zu dem Vorfall vorlegen, kündigte er an. Weitere Details nannte Trump nicht.
Einem Bericht der New York Times zufolge stürzte der "Apache"-Kampfhubschrauber am Montag nahe der vom Iran kontrollierten und weitgehend blockierten Meerenge ab. Die beiden Besatzungsmitglieder seien gerettet worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Es sei zunächst unklar geblieben, ob der Hubschrauber durch iranischen Beschuss abgestürzt sei, einen technischen Defekt gehabt habe oder ein anderes Problem aufgetreten sei.
-
Trump: Verhandlungen über Abkommen "in den letzten Zügen"
US-Präsident Donald Trump hat den Abschluss einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs in den nächsten Tagen in Aussicht gestellt. "Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird", sagte Trump am Dienstag. Er halte den Abschluss der Verhandlungen in den kommenden "zwei oder drei Tage" für möglich.
Seit dem 8. April gilt eine brüchige Waffenruhe. In der Nacht auf Montag hatten Israel und der Iran erstmals seit Beginn der Feuerpause wieder Angriffe aufeinander gestartet. Im Verlauf des Tages verkündeten dann beide Länder, dass die Kampfaktionen vorerst wieder eingestellt worden seien. Die Gespräche über ein dauerhaftes Ende des Krieges waren zuletzt ins Stocken geraten.
-
Angriffe eingestellt: Iran und Israel drohen mit härteren Kämpfen
Nach einer neuen gefährlichen Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und Israel haben die Erzfeinde ihre wechselseitigen Angriffe vorerst wieder eingestellt. Beide Seiten drohten jedoch im Fall von Verstößen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen.
-
Trump warnt Netanyahu vor Krieg im Alleingang
US-Präsident Donald Trump warnt Netanyahu unterdessen vor einem erneuten Krieg gegen den Iran. Sollte es zu einem neuen Konflikt kommen, könnte Israel auf sich allein gestellt sein, sagte Trump in einem Interview des US-Nachrichtenportals Axios. "Ich habe gesagt: 'Bibi (Netanyahu), du solltest besser vorsichtig sein, oder du wirst sehr bald auf dich allein gestellt sein'", zitierte das Portal den US-Präsidenten.
-
Iran-Experte nach neuerlichen Angriffen: "Situation ist schlecht"
Die jüngsten Angriffe zwischen Iran und Israel bedeuten laut Iran-Experte Walter Posch keine grundlegende Verschiebung der Kräfteverhältnisse im Nahen Osten.
-
Iran will US-Seeblockade durchbrechen
Nach den Worten des iranischen Chefunterhändlers Mohammad Baqer Qalibaf will Teheran die von den USA errichtete Seeblockade durchbrechen. Man werde sie in eine weitere Niederlage für den Feind verwandeln, teilte Qalibaf auf seinem Telegram-Kanal mit. "Wir werden weder nur kämpfen noch nur verhandeln. Vielmehr werden wir zu unserer eigenen Zeit kämpfen und zu unserer eigenen Zeit verhandeln", erklärte er.
Das Ziel des Iran sei ein Ende des Krieges und eine stabile Sicherheit. Man habe kein Vertrauen in die Gegenseite, sagte Qalibaf weiter.
-
US-Militär greift Tanker mit Ziel iranischer Hafen an
Das US-Militär hat einen Tanker im Golf von Oman angegriffen, der einen iranischen Hafen ansteuern wollte. Der unbeladene Öltanker habe gegen die US-Blockade von iranischen Häfen verstoßen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (CENTCOM) auf der Plattform X mit. Man habe den Maschinen- und Steuerraum des unter der Flagge Palaus fahrenden Schiffes beschossen, nachdem die Besatzung Anweisungen nicht befolgt habe. Das Schiff sei manövrierunfähig.
Das indische Ministerium für Schifffahrt hatte zuvor mitgeteilt, dass ein Öltanker mit 24 indischen Seeleuten an Bord in Brand geraten sei. Es habe Berichte über ein Feuer auf der "MT Marivex" gegeben. Nach vorliegenden Informationen seien alle indischen Besatzungsmitglieder in Sicherheit.
Unweit davon befindet sich die für den weltweiten Handel wichtige Straße von Hormuz, die derzeit de facto durch den Iran blockiert wird. Die USA haben im Iran-Krieg deshalb ihrerseits eine Blockade von iranischen Häfen verhängt. Seit Beginn am 13. April seien laut CENTCOM sieben Schiffe manövrierunfähig gemacht worden.
-
AUA setzt Tel-Aviv-Flüge bis inklusive 12. Juni aus
Die Austrian Airlines setzen ihre Flüge von und nach Tel Aviv bis einschließlich 12. Juni aus. Das wurde Montagabend mit der Lufthansa Group Konzernsicherheit entschieden, wie die AUA mitteilte. Passagiere, die von diesen Flugstreichungen betroffen sind, werden laut Airline umgehend informiert und umgebucht. Über eine mögliche Wiederaufnahme der Flüge ab 13. Juni werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.
Die Lage vor Ort werde weiterhin genauestens beobachtet und evaluiert, so die Fluglinie. Wie der APA weiters mitgeteilt wurde, stornierte die AUA bereits Sonntagabend aufgrund der unklaren Sicherheitslage in der israelischen Großstadt den für Montagfrüh geplanten Flug OS1083/OS84.
-
Rakete aus dem Jemen in Saudi-Arabien abgestürzt
Eine aus dem Jemen abgefeuerte ballistische Rakete ist nach Angaben des saudischen Verteidigungsministeriums in Richtung eines "regionalen Staates" gestartet worden, jedoch aufgrund eines technischen Defekts vom Kurs abgekommen. Sie sei in einem unbewohnten Gebiet nahe der saudisch-jemenitischen Grenze niedergegangen. Nach Angaben des Ministeriums führten die technischen Probleme zunächst zu ungenauen Einschätzungen über das eigentliche Ziel des Angriffs.
Die mit dem Iran verbündete Houthi-Miliz im Jemen hatte in der Früh erstmals seit Wochen wieder einen Angriff auf Israel für sich beansprucht. Sie habe mehrere Raketen auf Israel gefeuert, teilte Militärsprecher Jahja Sari mit.
-
Irak und Syrien öffnen Luftraum wieder
Der Irak hat seinen vorübergehend geschlossenen Luftraum nach den jüngsten Angriffen im Iran-Krieg früher als erwartet wieder geöffnet. Die aktuelle Lage werde genau beobachtet, teilte die Behörde für zivile Luftfahrt der Staatsagentur INA zufolge mit. Im irakischen Luftraum würde das "höchste Maß an Sicherheit" gelten. Eigentlich wurde im Irak wegen der jüngsten Angriffe eine Sperrung für 72 Stunden verkündet, die bis Mittwochabend gedauert hätte.
Auch Syrien hat seinen Luftraum wieder geöffnet, wie die staatliche Nachrichtenagentur SANA unter Berufung auf die zuständigen Behörden meldete. Der Luftverkehr sowie der operative Betrieb am internationalen Flughafen Damaskus wurden ab dem Nachmittag wieder aufgenommen. Zuvor hieß es, der Luftraum solle noch bis 23.00 Uhr (21.00 Uhr MESZ) geschlossen bleiben.
-
Netanyahu bestätigt Feuerpause nach Angriffen
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt. Nach israelischen Angriffen im Iran habe Teheran das Feuer eingestellt, sagte Netanyahu in einer Video-Botschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man in aller Härte reagieren, kündigte Netanyahu an. "Israel hat das volle Recht zur Selbstverteidigung und wir setzen es, wenn nötig, um."
Der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz seien deutlich geschwächt, doch Israels Konflikt mit ihnen sei noch nicht beendet, erklärte Netanyahu. Beide hätten in den letzten 24 Stunden versucht, Israel eine "neue Gleichung" aufzuzwingen. "Sie dachten, sie könnten von libanesischem und iranischem Gebiet auf Israel schießen und dass wir nicht reagieren." Dies sei inakzeptabel und werde nicht passieren, betonte er.
-
Israel droht Hisbollah mit Angriffen auf Beirut-Vororte
Israel will auf jeden Hisbollah-Angriff im Norden des Landes mit einem Gegenangriff auf die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut reagieren. Diese gelten als Hochburg der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. "Für die Dahija (die südlichen Vororte von Beirut) gilt dasselbe wie für die Ortschaften im Norden Israels", sagte Verteidigungsminister Israel Katz. Auch für Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ist der Krieg nicht vorbei.
Der Iran und die Hisbollah sieht Netanyahu schwächer denn je. Für den Fall eines erneuten iranischen Angriffs auf Israel kündigte er eine "mächtige" Reaktion an.
"Die israelische Armee wird ihre Einsätze im Libanon gegen die Terrororganisation Hisbollah fortsetzen", sagte Katz ferner. "Wir weisen die Drohungen des Iran entschieden zurück." Jeder iranische Versuch, einen Zusammenhang zwischen dem Libanon und dem Iran herzustellen und Israel anzugreifen, werde "mit großer Härte beantwortet werden".
-
Iran meldet 15 Verletzte nach jüngsten Angriffen Israels
Bei den jüngsten, israelischen Angriffen auf den Iran sind nach iranischen Angaben bisher 15 Menschen verletzt worden. Eine der verletzten Personen sei derzeit noch im Krankenhaus, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Rettungsdienste des Landes. Es gebe bisher keine Toten infolge der Angriffe.
14 der Verletzten stammten demnach aus der für die iranische Petrochemie wichtigen Provinz Khuzestan am nördlichen Ende des Persischen Golfes. Einer der Verletzten stamme den Angaben zufolge aus der Hauptstadt Teheran. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
-
Iran-Krieg treibt Energiekosten: EU zahlt Milliarden für Importe
Aufgrund der steigenden Preise für fossile Brennstoffe wegen des Kriegs zwischen Israel, den USA und dem Iran sind die Ausgaben der EU für Importe innerhalb der vergangenen 100 Tage um 47 Milliarden Euro gestiegen. Die Auswirkungen auf die zu bezahlende Rechnung seien enorm, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission. "Das ist der Preis, den wir zahlen, ohne einen einzigen zusätzlichen Tropfen Energie zu erzeugen", betonte eine weitere Sprecherin.
Am wichtigsten sei aber, dass es bisher zu keinen Versorgungsengpässen gekommen sei. Die Versorgungssicherheit sei gewährleistet.
-
Israelischer Angriff: Antike Stätte im libanesischen Tyros beschädigt
Bei israelischen Angriffen auf die libanesische Stadt Tyros ist auch eine zum Unesco-Weltkulturerbe zählende archäologische Stätte beschädigt worden. Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen am Montag Trümmerteile und Beschädigungen im Umfeld der römischen Ruinen von Tyros, die von einem Angriff am Vortag herrührten. Der libanesische Kulturminister Ghassan Salamé rief dazu auf, die Ruinen von Tyros zu schützen.
Die Unesco hatte angesichts des Iran-Kriegs bereits im März ihre "tiefe Sorge" um die Welterbestätten in der Region geäußert. "Ich rufe dazu auf, nicht auf archäologische Stätten des Landes zu zielen," sagte Minister Salamé der Nachrichtenagentur AFP.
-
Iran sperrt gesamten Luftraum bis auf weiteres
Der Iran hat nach der jüngsten militärischen Eskalation mit Israel seinen gesamten Luftraum gesperrt. Das Flugverbot gelte bis auf weiteres, hieß es am Montag in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Sämtliche Verbindungen an allen iranischen Flughäfen seien gestrichen.
Zuvor hatte die iranische Luftfahrtbehörde nur für Teile des Landes ein Flugverbot verhängt. Die Sorge ist groß, dass der Konflikt mit Israel erneut eskaliert.
-
Auch Israel will Angriffe stoppen
Die Streitkräfte des Iran haben ihre Angriffe auf Israel für beendet erklärt. Die Islamische Republik habe zur Unterstützung des Libanons Israel eine "schmerzhafte Antwort" erteilt, hieß es am Montag in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung. "Vor diesem Hintergrund wird die Einstellung der Operationen der Streitkräfte bekanntgegeben." Auch Israel sagte ein Ende der Angriffe auf Ziele im Iran zu.
-
Fast 3.500 Angriffe Israels im Libanon während Waffenruhe
Israel hat den Libanon nach offiziellen Angaben seit Verkündung der Waffenruhe im April fast 3.500 Mal angegriffen. Das teilte der libanesische Premier Nawaf Salam am Montag in Beirut mit. Das sei die Zahl der israelischen Verstöße gegen die faktisch kaum wirksame Waffenruhe, die am 17. April in Kraft trat, bis zum vorigen Sonntag. Parallel zur jüngsten Eskalation mit dem Iran hat Israel seine Angriffe im Libanon auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz indes fortgesetzt.
Rund 30 Soldaten der Regierungsarmee und fast 20 weitere Sicherheitskräfte seien seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar und der erneuten Eskalation im Libanon getötet worden, teilte Salams Büro mit. Insgesamt wurden im Libanon nach offiziellen Angaben seitdem mehr als 3.500 Menschen getötet und mehr als 10.000 weitere verletzt.
Nach Zählung des israelischen Forschungszentrums ALMA griff die Hisbollah seit Beginn der Waffenruhe ihrerseits nahezu 1.000 Mal israelische Ziele an. Die meisten dieser Angriffe zielten auf israelische Truppen im Libanon und etwa ein Viertel auf israelisches Gebiet.
-
EU verschärft Sanktionen gegen Iran wegen Straße von Hormus
Die EU hat wegen der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus ihre Sanktionen gegen den Iran verschärft. Wie der Rat der Mitgliedstaaten mitteilte, ist das Provinzkommando Hormusgan der Marine der Revolutionsgarden betroffen. Zudem wurden auch ein stellvertretender Befehlshaber der Revolutionsgarden sowie der Sprecher des iranischen Verbands der Exporteure von Öl, Gas und petrochemischen Erzeugnissen mit Strafmaßnahmen belegt.
-
Trump und Netanjahu telefonieren erneut
US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben erneut ein Telefongespräch über einen möglichen Waffenstillstand geführt. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einem israelischen Regierungsvertreter.
-
Iran öffnet Luftraum wieder, Syrien verlängert Sperre
Der Irak hat seinen vorübergehend geschlossenen Luftraum nach den jüngsten Angriffen im Iran-Krieg früher als erwartet wieder geöffnet. Die aktuelle Lage werde genau beobachtet, teilte die Behörde für zivile Luftfahrt der Staatsagentur INA zufolge mit. Im irakischen Luftraum würde das „höchste Maß an Sicherheit“ gelten. Eigentlich wurde im Irak wegen der jüngsten Angriffe eine Sperrung für 72 Stunden verkündet, die bis Mittwochabend gedauert hätte.
Die Schließung von Syriens Luftraum wurde dagegen um weitere 12 Stunden verlängert bis 23.00 Uhr am heutigen Abend (22.00 MESZ). Eigentlich sollte der Flugverkehr in dem arabischen Land schon heute Vormittag wieder anlaufen. Beide Länder liegen geografisch zwischen dem Iran und Israel und damit auch in der Schusslinie im Fall gegenseitiger Angriffe der beiden Erzfeinde.
-
EU-Sanktionen gegen zwei Iraner
Die Europäische Union verhängt Sanktionen gegen zwei iranische Staatsbürger und eine Einheit der Revolutionsgarden wegen der Bedrohung des freien Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. Dies ist das erste Mal, dass die EU ihre neuen Befugnisse zur Bestrafung von Verstößen gegen die Freiheit der Schifffahrt nutzt, wie die Staatengemeinschaft mitteilt. Betroffen sind das Marinekommando der Revolutionsgarden in der Provinz Hormosgan sowie zwei Funktionäre. Die Aktionen des Iran seien inakzeptabel, erklärt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Durch die Meerenge wird etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert. Der Iran blockiert die Passage seit Ende Februar nach Angriffen der USA und Israels.
-
Iran erklärt Angriffe auf Israel vorerst für beendet
Der Iran erklärt seine Militäroperationen gegen Israel vorerst für beendet. Dies teilt das gemeinsame Kommando der Streitkräfte mit. Es warnt jedoch vor härteren Angriffen, sollte Israel seine Attacken im Libanon fortsetzen
-
Priester berichtet von Angst und Einschüchterung
Provokationen und Gewalttaten israelischer Siedler hätten unter der Bevölkerung der Christenstadt Taybeh im Westjordanland zu enormer Angst und Verunsicherung geführt. Das berichtete am Wochenende der örtliche lateinische Pfarrer Bashar Fawadleh, wie das Portal "VaticanNews" laut Kathpress meldete. Der Geistliche rief u. a. die internationale Staatengemeinschaft auf, endlich zu handeln und der Gewalt gegen die Bevölkerung ein Ende zu setzen.
-
Israels Militär entdeckt Tunnelsystem unter Burg Beaufort
Israels Armee hat zudem eigenen Angaben zufolge ein weitläufiges Tunnelsystem der Hisbollah unter der mittelalterlichen Burg Beaufort aufgedeckt. Die nur wenige Kilometer von der israelischen Grenze entfernt gelegenen Tunnel hätten der Miliz als Basis für Einsätze gedient, erklärte die Armee am Sonntag. Das Tunnelsystem sei ein "zentraler Knotenpunkt der Terrororganisation Hisbollah in diesem Gebiet" gewesen, hieß es weiter.
Den Armeeangaben zufolge wurde das Tunnelsystem vom Iran finanziert und so konzipiert, dass es Hunderten Kämpfern Schutz bieten kann. In einem etwa einen Kilometer langen Tunnel hätten israelische Soldaten sechs unterirdische Schächte, einen als Waffenlager genutzten Raum, einen Panzerabwehrraketenwerfer, Panzerabwehrraketen, Munition, Kampfausrüstung, medizinische Ausrüstung sowie Wohnräume mit Duschen, Toiletten, einen Operationssaal und Küchen", gefunden teilte das Militär mit.
-
US-Appell an libanesische Regierung
Der US-Botschafter im Libanon, Michael Issa, bezeichnete den jüngsten israelischen Angriff im Raum von Beirut am Montag als eine "politische Botschaft". Diese dürfe aber zu keiner noch schwereren Reaktion aus dem Libanon führen. "Wir in den Vereinigten Staaten haben beschlossen, die Konfrontation nicht noch weiter zu eskalieren", sagte Issa laut einer Mitteilung des libanesischen Staatspräsidenten Joseph Aoun bei einem gemeinsamen Treffen am Montag.
Israels Armee hatte die als Dahieh bekannten Vororte der libanesischen Hauptstadt am Sonntag erneut angegriffen - trotz einer Warnung des Iran, dass solch ein Angriff eine erneute Eskalation nach sich ziehen würde.
-
Libanon meldet israelische Angriffe im Süden des Landes
Parallel zur jüngsten Eskalation mit dem Iran hat Israel seine Angriffe im benachbarten Libanon auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz fortgesetzt. Die israelische Luftwaffe habe dort mehrere Orte im Süden bombardiert, berichtete die libanesische Staatsagentur NNA. Im Umfeld der Stadt Nabatiyeh seien dabei mindestens vier Menschen getötet worden. Israel greife die Stadt auch mit Artillerie an. Zudem rückten israelische Bodentruppen mit Maschinengewehren im Süden vor.
Aus Sicherheitskreisen hieß es, der schwere Beschuss der Stadt deute darauf hin, dass Israels Armee sich auf einen Vormarsch vorbereite. Auch der Hisbollah-Sender Al-Manar berichtete von neuen israelischen Angriffen auf etwa ein Dutzend Orte im Südlibanon. Die israelische Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.
-
Trump: Iran und Israel müssen Angriffe stoppen
US-Präsident Donald Trump fordert ein sofortiges Ende der gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und dem Iran. "Israel und der Iran müssen sofort aufhören zu 'schießen'“, schreibt Trump auf der Plattform Truth Social. Zuvor meldet Israel Angriffe auf eine petrochemische Anlage im Südwesten des Iran sowie auf weitere militärische Ziele. Berichten zufolge forderte Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Vorfeld auf, von weiteren Angriffen abzusehen.
-
Iran: Angriffe gefährden Friedensbemühungen
Der Iran warnt vor einem Scheitern der Friedensbemühungen von US-Präsident Donald Trump. Die israelischen Angriffe und die iranischen Gegenangriffe belasteten den „chaotischen diplomatischen Prozess“ mit den USA, teilt das Außenministerium mit. Zudem verstärke die Entwicklung das Misstrauen der Regierung in Teheran gegenüber Washington, sagt Ministeriumssprecher Esmail Baghaei. Die USA trügen die Verantwortung für die jüngsten Verletzungen der Waffenruhe, da Israel nicht ohne Rücksprache mit Washington handle.
-
Israel erklärt Iran-Angriff für beendet
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge einen "großangelegten Angriff" auf Ziele im Iran beendet. Dutzende Kampfflugzeuge hätten dabei "strategische Verteidigungssysteme" der iranischen Führung ins Visier genommen, teilte das israelische Militär am Vormittag mit.
Israels Armee habe dabei erst seit kurzem von Teheran eingesetzte Verteidigungssysteme in zahlreichen Gegenden des Landes zerstört. Im Krieg vor einigen Monaten hatte Israel Militärangaben zufolge die Verteidigungsfähigkeiten des Landes geschwächt. Der Iran habe mit dem Einsatz der neuen Systeme versucht, diese Fähigkeiten wiederherzustellen, hieß es in einer Mitteilung der Armee weiter. "Diese Angriffe erweitern die Handlungsfreiheit der israelischen Luftwaffe im iranischen Luftraum noch weiter." Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
-
Ölpreise steigen wieder deutlich
Die Ölpreise sind nach der jüngsten Eskalation im Nahen Osten wieder deutlich gestiegen. So kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im August am frühen Montagmorgen rund 97 US-Dollar. Das sind vier Prozent mehr als Ende vergangener Woche.
Die jüngste Eskalation weckt die Befürchtung eines erneuten offenen Konflikts zwischen den beiden Ländern. Ebenfalls droht damit auch ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und den USA zu scheitern. Zu Beginn des Jahres hatte die Eskalation im Nahen Osten den globalen Ölmarkt regelrecht erschüttert. Zwischenzeitlich ist der Ölpreis der Sorte Brent auf mehr als 120 Dollar pro Barrel gestiegen. Die weitgehende Blockade des Seewegs in der Straße von Hormus durch Iran gilt als größte Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarkts.
-
Israel greift petrochemische Anlage im Iran an
Israels Luftwaffe hat im Südwesten Irans eine Anlage der petrochemischen Industrie angegriffen. Das israelische Militär teilte am Morgen mit, dass es mehrere Ziele in der Anlage in der Hafenstadt Mahschahr im Südwesten des Landes ins Visier genommen habe. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.
Die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, berichtete unter Berufung auf einen stellvertretenden Gouverneur der iranischen Provinz Chusesten, dass Teile der Anlage bei dem Luftangriff beschädigt worden seien. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
-
Miliz im Irak droht mit neuen Angriffen
Die vom Iran unterstützte Miliz Kataib Hisbollah im Irak hat mit neuen Angriffen auf US-Militärstützpunkte in der Region gedroht. Sie werde solche Angriffe durchführen, wenn die USA sich direkt an der neuen Eskalation zwischen dem Iran und Israel beteiligten, teilte die Miliz in der Nacht mit. Die Mitteilung kam nach den jüngsten Raketenangriffen des Irans auf Israel.
Im Irak sind zahlreiche mächtige Milizen aktiv, die in unterschiedlichem Maß vom benachbarten Iran unterstützt werden. Seit Beginn des Iran-Kriegs haben diese Hunderte Angriffe auf Ziele in der Region für sich beansprucht, darunter auf US-Einrichtungen und auf Ziele kurdischer Gruppen. Die Kurden zählen im Iran zu den wichtigsten oppositionellen Gruppen und sind in der Region teils mit den USA verbündet. Im Irak haben einige Milizen nach Druck der USA angekündigt, ihre Waffen unter staatliche Kontrolle zu stellen. Kataib Hisbollah, eine der mächtigsten mit Teheran verbündeten Milizen, lehnt dies aber weiterhin ab.
-
Raketen in Jordaniens Luftraum
Bei den neuesten Angriffen des Irans auf Israel sind einige der Raketen in Jordaniens Luftraum eingedrungen. Das teilte ein Sprecher der jordanischen Regierung mit. Mehrere Raketen hätten Jordaniens Luftraum bei der "erneuten Eskalation" verletzt. Die jordanischen Streitkräfte würden die Situation genau beobachten. "Jordanien wird nicht zulassen, dass sein Gebiet oder sein Himmel in ein Schlachtfeld für irgendwen verwandelt werden."
Jordanien geriet durch seine geografische Lage zwischen dem Iran und Israel schon mehrfach in die Schusslinie im Konflikt der beiden Erzfeinde. Jordaniens Flugabwehr fing dabei mehrfach Raketen und Drohnen im eigenen Luftraum ab mit dem erklärten Ziel, die eigene Bevölkerung zu schützen. Das Königreich sah sich danach dem Vorwurf ausgesetzt, Israel zu verteidigen.
-
Israels Militär meldet Rakete aus dem Jemen
Nach Angaben des israelischen Militärs ist eine Rakete aus dem Jemen in Richtung Israel abgefeuert worden. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Gefahr abzufangen, teilte das Militär am frühen Morgen auf Telegram weiter mit. Die Bevölkerung war aufgerufen, Schutzanweisungen zu folgen. Später teilte das Militär mit, dass die Menschen die Bunker wieder verlassen könnten.
Im Jemen operiert die vom Iran unterstützte militant-islamistische Huthi-Miliz. Sie hatte in der Vergangenheit die "volle und unerschütterliche Solidarität" mit Teheran angekündigt. Immer wieder wird befürchtet, die Miliz werde sich aus dem Jemen in den Iran-Krieg einmischen.
-
Israel will auf Raketenangriff reagieren
Israel will nach Medienberichten hart auf die ersten iranischen Raketenangriffe seit zwei Monaten reagieren. Der israelische TV-Sender N12 sowie das Nachrichtenportal „ynet“ berichteten dies unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten israelischen Regierungsvertreter.
„Der Iran kann vergessen, dass wir das hinnehmen werden - die Reaktion wird hart ausfallen“, sagte der Repräsentant nach Angaben von „ynet“. Man werde „nicht zulassen, dass sie irgendwelche neuen Spielregeln schaffen und unsere Souveränität verletzen“.
Der Iran hat Israel erstmals seit zwei Monaten in mehreren Wellen mit Raketen angegriffen. Teheran reagierte damit auf einen Angriff Israels in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut, der wiederum eine Reaktion auf vorherige Raketenangriffe der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz auf Israels Norden darstellte. -
Raketen abgefangen
Aus dem Iran auf Israel abgefeuerte Raketen sind nach israelischen Militärangaben von der Luftabwehr abgefangen worden. Bisher seien zwei Angriffswellen identifiziert worden, teilte das Militär mit. Nach Angaben des israelischen TV-Senders N12 schlugen Raketentrümmer im Norden Israels ein, unter anderem nahe der Stadt Tiberias. Es gab zunächst keine Angaben zu Verletzten. Nach Informationen des israelischen Zivilschutzes wurde angesichts der ersten iranischen Angriffe seit zwei Monaten der Unterricht in allen Schulen am Montag abgesagt. Der internationale Flughafen bei Tel Aviv blieb nach Medienberichten zunächst geöffnet. -
Iran feuert laut israelischer Armee Raketen Richtung Israel
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Raketen identifiziert, die aus dem Iran auf Israel abgefeuert wurden. Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, teilte das israelische Militär Sonntagabend mit.
Unterdessen meldete auch der Iran nach Angaben von Staatsmedien das Abfeuern von zwei Raketensalven auf Israel. Die zweite Welle zielte auf das Zentrum des Landes, wie der staatliche Rundfunk berichtete.
-
Trump: Keine Aufhebung der Sanktionen ohne Friedensabkommen
US-Präsident Donald Trump will eingefrorene iranische Vermögenswerte erst nach dem Abschluss eines Friedensabkommens freigeben. Auch Sanktionen würden erst dann aufgehoben, sagt er in der NBC-Sendung "Meet the Press". Diese Schritte würden erst danach in Betracht gezogen, wenn sich der Iran entsprechend verhalte. Der Libanon müsse nicht Teil eines kurzfristigen Abkommens mit der Regierung in Teheran sein. "Ich denke, dass sie das gerne hätten, aber ich verlange es nicht."
Die USA stünden sehr kurz vor einer Einigung, andernfalls werde er das Land massiv angreifen, droht Trump erneut.
-
Nahost-Konflikt halbiert Gewinnprognose der Flugbranche
Die weltweite Luftfahrtbranche hat ihre Gewinnprognose für heuer wegen des Nahost-Konflikts fast halbiert. Der Weltluftfahrtverband IATA rechnet nun mit einem Nettogewinn der Branche von 23 Mrd. Dollar (19,8 Mrd. Euro), teilte er am Sonntag mit. Zuvor war er von rund 41 Mrd. Dollar ausgegangen. Als Gründe nannte der Verband höhere Treibstoffkosten und gestörte Flugkorridore. Die IATA vertritt mehr als 370 Airlines, die etwa 85 Prozent des weltweiten Flugverkehrs abwickeln.
-
Iranische Justiz bestätigte Haftstrafe gegen Regisseur Panahi
Die iranische Justiz hat eine einjährige Haftstrafe gegen den renommierten Regisseur Jafar Panahi bestätigt. Sein Anwalt Mostafa Nili teilte dem Onlineportal Emtedad am Sonntag mit, dass der Einspruch gegen das Urteil vom Revolutionsgericht in Teheran abgelehnt worden sei. Damit bleiben auch das zweijährige Ausreiseverbot sowie das Verbot jeglicher Mitgliedschaft in politischen und sozialen Gruppen bestehen, so Nili.
Panahi war wegen "Propaganda gegen das System" und der Unterstützung der Proteste - insbesondere der Frauenbewegung 2022 - verurteilt worden. Als zentralen Beweis führte das Gericht seinen heimlich gedrehten Film "Ein einfacher Unfall" an. Das Werk gewann 2025 die Goldene Palme in Cannes und war zudem für die Golden Globes und die Oscars nominiert.
-
"Terroristische Zellen": Israel hat Ziele im Libanon angegriffen
Das israelische Militär hat nach Regierungsangaben „terroristische“ Stützpunkte in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Angriffe auf die als Dahiyeh bekannte Hochburg der Hisbollah sei eine Reaktion auf den Beschuss israelischen Gebiets durch die Gruppe, wie Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz in einer gemeinsamen Erklärung mitteilen.
-
USA heben Einstufung der Bedrohungslage durch israelische Spionage an
Das US-Verteidigungsministerium hat Medienberichten zufolge seine Einschätzung der Bedrohungslage durch israelische Spionage auf die höchste Gefahrenstufe angehoben. Israels Fähigkeiten zur Spionage und Datenerfassung seien auf einem "kritischen Niveau", berichtete der Sender NBC News am Sonntag unter Berufung auf den US-Militärgeheimdienst (DIA). Laut NBC erfolgte die Hochstufung aufgrund von Bedenken über israelische Versuche, hochrangige US-Vertreter auszuspionieren.
Dabei sei es um Informationen über "interne Beratungen und die Entscheidungsfindung der Trump-Regierung" zu den Konflikten im Nahen Osten und in der Golfregion gegangen. Israel habe unter anderem versucht, den Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und den Politikchef des US-Verteidigungsministeriums Elbridge Colby abzuhören, berichtete die "New York Times".
-
Habeck wirft israelischen Siedlern "Terrorismus" vor
Der deutsche Grünen-Politiker und Ex-Vizekanzler Robert Habeck kritisiert das israelische Vorgehen im Westjordanland und im Gazastreifen scharf. Israel sei zwar bedroht, das rechtfertige aber nicht, dass Siedlerinnen und Siedler im Westjordanland mit "brutaler Gewalt" versuchen würden, Palästinenserinnen und Palästinenser aus dem Land zu drängen. "Das ist im Grunde Terrorismus, den die Siedler da vornehmen", so Habeck am Samstag in einem Podcast der Wochenzeitung "Die Zeit".
Habeck betonte, dass er einen sicheren Staat für jüdisches Leben aus der deutschen Geschichte heraus für zwingend erforderlich halte. Auch für den Überfall der radikalen Palästinenserorganisation Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel gebe es keine Rechtfertigung. Habeck kritisierte aber zugleich das Vorgehen der israelischen Regierung gegen die palästinensische Bevölkerung.
-
Weiter gegenseitige Angriffe Israels und der Hisbollah
Auch nach den jüngsten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon kehrt im Konflikt mit der Hisbollah keine Ruhe ein. Israels Armee meldete am Samstag Angriffe auf rund 150 Ziele der pro-iranischen Miliz im Süden des Libanon binnen 48 Stunden. Die Hisbollah attackierte ihrerseits erneut Ziele in Israel. Libanesischen Angaben zufolge wurden mindestens zwei Menschen bei israelischen Angriffen im Südlibanon getötet. Libanons Armeechef Rodolphe Hajkal reiste indes nach Pakistan.
Die israelische Armee erklärte, dass die Angriffe auf Hisbollah-Ziele Waffenlagern, Kommandozentralen und Raketenabschussvorrichtungen der Miliz gegolten hätten. Zuvor hatte die Armee die Bewohner von fünf Dörfern im Süden und Osten des Libanon zur Evakuierung aufgefordert. Sie sollten sich demnach in die Region nördlich des Flusses Sahrani in Sicherheit bringen.
-
US-Militär: Zwei iranische Kampfdrohnen abgeschossen
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben im Bereich der Straße von Hormus zwei iranische Kampfdrohnen abgeschossen. Diese hätten eine Bedrohung für die internationale Schifffahrt in der Meerenge dargestellt, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) in der Nacht auf Sonntag auf der Plattform X mit. US-Truppen seien weiterhin bereit, iranische Aggressionen abzuwehren.
-
Irans Team darf nur am WM-Spieltag in die USA
Die Nationalspieler des Irans werden nach Angaben des iranischen Botschafters in Mexiko nur an den Spieltagen für ihre WM-Partien in die USA einreisen dürfen. Noch am selben Tag müssten sie die Vereinigten Staaten wieder verlassen und in ihr Quartier im Nachbarland Mexiko zurückkehren, sagte Botschafter Abolfazl Pasandideh, wie Medien in der mexikanischen Stadt Tijuana berichteten.
Kommentare