Menschen verlassen den Flughafen in Brüssel nach den Explosionen.

© EPA/LAURENT DUBRULE

Belgien
03/22/2016

Ticker-Nachlese: Über 30 Tote bei IS-Terror in Brüssel

Der Flughafen und die Metro in Brüssel wurden von Anschlägen erschüttert, der IS hat sich zu den Anschlägen bekannt.

Der Flughafen und die Metro in Brüssel wurden am Dienstagmorgen von Anschlägen erschüttert, es gibt über 30 Tote und mehr als 230 Verletzte.

Die Ticker-Nachlese finden Sie weiter unten.

Was wir über die Anschläge wissen:

  • Gegen 8 Uhr früh haben sich in der Abflughalle des Brüsseler Flughafens Zaventem zwei Explosionen ereignet, der Flughafen wurde evakuiert.
  • Laut belgischer Staatsanwaltschaft wurde zumindest eine Explosion von einem Selbstmordattentäter ausgelöst.
  • Gegen 9 Uhr früh ist es auch zu einer Explosion bei der Metro-Station Maelbeek nahe der EU-Organisationen gekommen.
  • Es gibt laut dem nationalen Krisenzentrum Belgiens etwa 30 Tote - zehn am Flughafen, zwanzig in der Metrostation - und rund 230 Verletzte - 100 am Flughafen, 130 bei der Metrostation.
  • Der "Islamische Staat" hat sich zu dem Anschlag bekannt.
  • Der gesamte öffentliche Verkehr in Brüssel war den ganzen Tag über eingestellt; die Bürger von Brüssel sind dazu aufgerufen, dort zu bleiben, wo sie gerade sind.
  • Belgien und besonders der Brüsseler Stadtteil Molenbeek ist seit den Terroranschlägen in Paris besonders im Fokus; erst am Freitag wurde Salah Abdeslam gefasst, der seit den Anschlägen in der französischen Hauptstadt als Mittäter gesucht wurde.
  • Der Flughafen Brüssel hat eine Hotline für Betroffene eingerichtet: (0032) (0)2/753.73.00

Was wir nicht wissen:

  • Wie viele Menschen tatsächlich ums Leben gekommen oder verletzt sind. Sämtliche Angaben in den Medien sind nicht offiziell bestätigt.
  • Laut Innenministerium geht man aktuell nicht von österreichischen Opfern aus, auszuschließen ist es aufgrund der widersprüchlichen Nachrichtenlage nicht.
  • Wie viele Attentäter es gab.
  • Ob die Attentäter am Leben sind, ob sie auf der Flucht sind, ob sie sich alle gesprengt haben.
  • Ob es einen Zusammenhang mit der Verhaftung von Salah Abdeslam gibt.

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Ticker-Nachlese: Über 30 Tote bei IS-Terror in Brüssel

  • 03/22/2016, 9:41 PM

    Die Attentäter am Brüsseler Flughafen Zaventem haben die Bomben nach Behördenangaben in ihren Koffern in die Abflughalle gebracht. "Sie kamen per Taxi mit ihren Koffern, darin waren die Bomben versteckt", sagte der Bürgermeister der Gemeinde Zaventem, Francis Vermeiren, am Dienstag. Sie hätten die Taschen dann auf Gepäckwagen gelegt und seien in das Flughafengebäude gegangen.

    "Die ersten beiden Bomben explodierten", sagte Vermeiren. Der dritte Täter habe seinen Sprengsatz nicht zur Detonation gebracht. "Er muss in Panik geraten sein", fügte der Bürgermeister hinzu. Die Bombe wurde später von Sprengstoffexperten kontrolliert gezündet. Am Tatort habe er kriegsähnliche Szenen beobachtet, berichtete Vermeiren. "Es war grausam anzusehen."

  • 03/22/2016, 9:07 PM

    Wir beenden den Ticker-Tag zu den Anschlägen in Brüssel

  • 03/22/2016, 8:52 PM

    Nahverkehr soll besser geschützt werden

    Der Brüsseler Nahverkehr soll nach dem Anschlag besser geschützt werden. Die Nahverkehrsgesellschaft Stib teilte am Dienstagabend mit, man arbeite an einem "ultragesicherten Netz". Genauere Details sollten am Mittwoch in der Früh mitgeteilt werden.

    Der Brüsseler Nahverkehr kam nach den Attentaten nur langsam wieder in Gang. Der Metroverkehr blieb zunächst unterbrochen.

  • 03/22/2016, 8:31 PM

    Große Anteilnahme in Frankreich nach Anschlägen

    Die Anteilnahme im Nachbarland Frankreich ist besonders groß. Er habe angeordnet, die Flaggen an öffentlichen Gebäuden in Frankreich bis einschließlich Freitag auf Halbmast zu setzen, erklärte Präsident François Hollande wenige Stunden nach den Attentaten am Dienstag. Frankreich stehe an der Seite Belgiens.

    Der Pariser Eiffelturm erstrahlte am Abend in den belgischen Nationalfarben. Hunderte Menschen versammelten sich zum stillen Gedenken vor dem Rathaus der französischen Hauptstadt.

    Wahrzeichen erstrahlen in Belgiens Nationalfarben

  • 03/22/2016, 8:26 PM

    Höchste Alarmstufe in Brüssel

    Nach den Anschlägen rief die Regierung in Brüssel die höchste Alarmstufe aus. Dementsprechend patrouillieren schwerbewaffnete Polizisten und Soldaten in der Hauptstadt Belgiens. French soldiers patrol in Gare De Lyon railway sta… Foto: AP/Francois Mori BELGIUM-ATTACKS-SECURITY Foto: APA/AFP/PHILIPPE HUGUEN BELGIUM-ATTACKS Foto: APA/AFP/Belga/JAMES ARTHUR GEKIERE

  • 03/22/2016, 8:19 PM

    Experte gegen komplette Flughafenkontrollen

    Komplette Einlasskontrollen schon am Eingang von Flughäfen sind nach Einschätzung des ehemaligen Frankfurter Airport-Sicherheitschefs Volker Zintel nicht sinnvoll. Er halte diese Debatte nach den Terroranschlägen für eine "Phantomdiskussion", sagte Zintel der in Koblenz erscheinenden Rhein-Zeitung.

    Nach Ansicht des Experten haben die europäischen Flughäfen ein "gut funktionierendes Sicherheitssystem - ab der Sicherheitskontrolle". Ein Vorziehen der Kontrolle bringt seiner Meinung nach nichts: "Dann stellt sich der potenzielle Attentäter in Zukunft einfach vor das Terminal."

  • 03/22/2016, 8:11 PM

    Fico kritisiert "politische Korrektheit"

    Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico bezweifelt die Fähigkeit demokratischer Regierungen, den Terrorismus zu bekämpfen. Er sei besorgt, ob sie "mit ihrer typischen politischen Korrektheit" solche Probleme angehen können, sagte Fico. "Nur starke und stabile Regierungen sind in der Lage, auf solche Terrorakte zu reagieren", betonte der Regierungschef nach Angaben der Nachrichtenagentur TASR.

  • 03/22/2016, 7:51 PM

    Zusammenfassung: IS bekennt sich zu Anschlägen

    • Bei zwei Bombenanschlägen in Brüssel sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen, 230 wurden verletzt
    • Die Extremistenmiliz "Islamischer Staat bekannte sich zu den Anschlägen
    • Die Justiz fahndete nach einem der Attentäter
    • Die Polizei veröffentlichte ein Fahndungsfoto, das einen jungen Mann mit einem Trolley am Flughafen zeigt
    • Belgien rief die höchste Alarmstufe aus, mobilisierte Soldaten sowie zusätzliche Polizisten
    • Österreich und viele andere Staaten verschärften Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen und Bahnhöfen
    • Flug- und Bahnverkehr von und nach Brüssel wurden vorübergehend eingestellt
    • Die belgischen Behörden hatten Racheakte nach der Festnahme Salah Abdeslams in Brüssel befürchtet
    • Bei Hausdurchsuchungen an mehreren Orten seien eine IS-Flagge, ein Sprengsatz und chemische Substanzen gefunden worden

     

  • 03/22/2016, 7:43 PM

    Verdächtiges Auto aus Brüssel in Bayern gestoppt

    Die Polizei hat am Dienstag auf der Autobahn München-Salzburg drei Kosovaren festgenommen, die Verbindungen zu einem Terrornetzwerk haben könnten. Die Verdächtigen kamen aus Brüssel und waren mit einem in Belgien zugelassenen Wagen unterwegs. Hinweise auf einen Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Brüssel gebe es bisher nicht. Ermittelt werde aber wegen "Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat".

  • 03/22/2016, 7:39 PM

    Twitter als Medium für die Beileidsbezeugung

    Staats- und Regierungschefs haben am Dienstag den Nachrichtendienst Twitter dafür genutzt, um ihre Bestürzung über die Anschläge in Brüssel auszudrücken.

  • 03/22/2016, 7:30 PM

    Wahrzeichen erstrahlen in Belgiens Nationalfarben

    The black, yellow, and red colours of the Belgian Foto: REUTERS/STEFANO RELLANDINI Trevi-Brunnen in Rom GERMANY-BELGIUM-ATTACKS Foto: APA/AFP/ODD ANDERSEN Brandenburger Tor in Berlin The Eiffel Tower is seen with the black, yellow an Foto: REUTERS/PHILIPPE WOJAZER Eiffelturm in Paris

    Bilderstrecke: Trauer um die Opfer in Brüssel

  • 03/22/2016, 7:15 PM

    Thalys-Züge sollen am Mittwoch wieder fahren

    Die Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge sollen am Mittwoch ihre nach den Brüsseler Anschlägen unterbrochenen Fahrten wieder aufnehmen. Der Verkehr werde im gesamten Thalys-Netz mit Ausnahme weniger Züge sichergestellt. Die Züge fahren unter anderem von Nordrhein-Westfalen über Brüssel nach Paris. Nach den Anschlägen hatte das Unternehmen den Verkehr vollständig unterbrochen, nur am Abend sollten zwei Züge zwischen Paris und Brüssel fahren.

  • 03/22/2016, 6:58 PM

    König Philippe: Anschläge "feige und widerlich"

    Der belgische König Philippe hat die blutigen Anschläge in Brüssel als "feige und widerlich" verurteilt. In einer kurzen Ansprache an die Nation rief er am Dienstag dazu auf, auf die terroristische Bedrohung "mit Entschlossenheit, Ruhe und Würde" zu antworten. "Behalten wir Vertrauen in uns selbst", sagte der Monarch. "Dieses Vertrauen ist unsere Kraft."

    In Belgien ist es ausgesprochen selten, dass sich der König nach aktuellen Ereignissen direkt an die Bevölkerung wendet.

  • 03/22/2016, 6:54 PM

    Kerzen für die Opfer in Brüssel

    Nach den Terroranschlägen haben sich viele Menschen in Brüssel auf den Weg zur Börse gemacht, einem der zentralen Plätze der Stadt.
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    Es ist ein wenig wie ein großes Gemälde, entstanden aus Trauer.
    Es ist ein wenig wie ein großes Gemälde, entstanden aus Trauer.
    Kreide wird herumgereicht, um eine Botschaft auf dem Boulevard hinterlassen zu können.
    Kreide wird herumgereicht, um eine Botschaft auf dem Boulevard hinterlassen zu können.
    Andere stellen Kerzen und kleine Belgien-Fähnchen auf, legen Blumen nieder - oder bilden spontan eine Menschenkette.
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    "Unsere Freunde aus Belgien", heißt es in Paris.
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    Ein Meer aus Blumen und Kerzen sollen die Trauer symbolisieren. In der Mitte eine Zeichnung des französischen Karikaturist Plantu.
    Ein Meer aus Blumen und Kerzen sollen die Trauer symbolisieren. In der Mitte eine Zeichnung des französischen Karikaturist Plantu.
    Im italienischen Turin versammelten sich Menschen und gedachten den Opfern in Brüssel.
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    Hier in Berlin, in der belgischen Botschaft, entzündet ein Mann eine Kerze.
    Hier in Berlin, in der belgischen Botschaft, entzündet ein Mann eine Kerze.
    "Love" wird in Brüssel auf den Boden gekritzelt, ein Herz oder ein Peace-Zeichen.
    "Love" wird in Brüssel auf den Boden gekritzelt, ein Herz oder ein Peace-Zeichen.
    Der Eiffelturm in Paris erstrahlt in den belgischen Nationalfarben: Gelb, Rot und Schwarz.
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    Auch das Brandenburger Tor in Berlin...
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    ... und der Trevi-Brunnen in Rom, zeigen sich mit Belgien solidarisch.
    ... und der Trevi-Brunnen in Rom, zeigen sich mit Belgien solidarisch.
    Ein Wahrzeichen der belgischen Hauptstadt, der Manneken Pis.
    Ein Wahrzeichen der belgischen Hauptstadt, der Manneken Pis.

  • 03/22/2016, 6:41 PM

    Warnschüsse bei versuchter Festnahme in Amsterdam

    Bei einer versuchten Festnahme am Hauptbahnhof von Amsterdam sind nach Angaben der niederländischen Polizei Warnschüsse abgefeuert worden. Verletzt worden sei niemand, hieß es.

  • 03/22/2016, 6:23 PM

    IS-Flagge und Bombe bei Hausdurchsuchung gefunden

    Bei Hausdurchsuchungen in Brüssel haben Fahnder eine Flagge der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), einen Sprengsatz und chemische Substanzen gefunden. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstagabend mit.

    Berichte, wonach es auch in der flämischen Stadt Antwerpen zu einer Schießerei gekommen sein soll, dementierte die belgische Polizei unterdessen. Es habe einen "Vorfall" mit einer Person gegeben und die Situation sei unter Kontrolle. Es seien keine Schüsse abgegeben worden.

  • 03/22/2016, 6:21 PM

    Abdeslam steht in Verbindung mit Anschlägen

    Nach Informationen des politischen Nachrichtenportals Politico soll der mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam in Verbindung mit den Anschlägen in Brüssel stehen. Politico beruft sich auf einen ranghohen Beamten in Belgien, der anonym bleiben wollte.

    Abdeslam war vergangenen Freitag bei einem Großeinsatz der Polizei in der als Islamistenhochburg bekannten Brüsseler Gemeinde Molenbeek festgenommen worden. Terrorexperten wie Rolf Tophoven sehen die Anschläge in Brüssel als direkte Reaktion auf die Festnahme des mutmaßlichen Top-Terroristen.

    Die belgische Justiz kann vorerst noch keine Aussagen zu einer möglichen Verbindung zwischen den Terrorakten in Brüssel und jenen in Paris im Vorjahr herstellen.

     
     
  • 03/22/2016, 6:04 PM

    "Zu früh" für Verbindungen zu Paris

    Die belgische Justiz kann vorerst noch keine Aussagen zu einer möglichen Verbindung zwischen den Terrorakten in Brüssel und jenen in Paris im Vorjahr herstellen. Es sei noch "zu früh" dafür, sagte Staatsanwalt Frederic Van Leeuw bei einer Pressekonferenz. Derzeit fänden Durchsuchungen an mehreren Orten statt, einer der Attentäter vom Flughafen sei flüchtig.

    Die Ermittler gingen von zwei toten Selbstmordattentätern am Brüsseler Flughafen aus, sagte der Staatsanwalt. Einen dritten Mann hatte die Polizei zuvor zur Fahndung ausgeschrieben. Der Mann sei gesehen worden, wie er vom Flughafen wegrannte.

  • 03/22/2016, 5:33 PM

    Polizei fahndet mit Foto nach Terrorverdächtigem

    Die belgische Polizei hat auf Twitter ein Fahndungsfoto eines Terrorverdächtigen veröffentlicht. Das Bild zeigt einen Mann in weißer Jacke mit einem Flughafengepäckwagen und einer schwarzen Tasche.

  • 03/22/2016, 5:18 PM

    Euro nach Terroranschlägen leichter

    Die Terroranschläge in Brüssel haben den Kurs des Euro am Dienstag zeitweise deutlich geschwächt. Im Handelsverlauf glich die Gemeinschaftswährung zwar einen großen Teil der Verluste wieder aus, lag aber gegen 18 Uhr mit 1,1210 US-Dollar weiterhin unter dem Wert vom frühen Handel. Zwischenzeitlich war der Euro bis auf 1,1189 Dollar gefallen.

    Unmittelbar nach den Anschlägen mit dutzenden Toten und Verletzten hatte der Kurs des Euro sein Tagestief erreicht. "Die schrecklichen Ereignisse in Brüssel verdeutlichen, dass die geopolitischen Krisen und Risiken die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin beeinträchtigen können", sagte Jens Kramer, Experte bei der Landesbank Nord/LB.