Polizist auf einem Segway am Dienstag in Schwechat

© APA/GEORG HOCHMUTH

Österreich
03/22/2016

Explosionen in Brüssel: Polizeipräsenz in Österreich verstärkt

Innenministerium: "Abstrakte Gefährdung" für Österreich. Kristenstab eingerichtet.

In Österreich wurde nach den Explosionen in Brüssel die Polizeipräsenz im gesamten öffentlichen Raum verstärkt - insbesondere auf Flughäfen, öffentlichen Plätzen und vor bestimmten Botschaften, sagte das Innenministerium gegenüber dem KURIER.

Zur Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen Wien-Schwechat wurden eine niederösterreichische Einsatzeinheit, Cobra-Beamte und Kriminalbeamte in Zivil in Marsch gesetzt. Auch auf Bahnhöfen und in allen Bereichen des öffentlichen Verkehrs wurde die Polizeibewachung verstärkt.

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KURIER/Michaela Reibenwei
Obwohl in Österreich nach den Terroranschlägen in Brüssel weiterhin nur eine "abstrakte Gefährdung" gegeben ist, sind die Sicherheitsmaßnahmen dennoch verschärft worden.
Flughafen Schwechat, Sicherheit…
Flughafen Schwechat, Sicherheit
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KURIER/Michaela Reibenwein
Flughafen Schwechat, Sicherheit…
Flughafen Schwechat, Sicherheit
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APA/GEORG HOCHMUTH
Insbesondere an Flughäfen, öffentlichen Verkehrsmitteln und bei internationalen Einrichtungen ist die Polizeipräsenz verstärkt worden. Koordiniert werden die Aktivitäten von einem Krisenstab.  
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ABD0039_20160322 - SCHWECHAT - ÖSTERREICH: Ein Polizist mit einem Spürhund am Flughafen Wien-Schwechat am Dienstag, 22. März 2016. Die Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen Wien-Schwechat wurden nach den Terroranschlägen in Brüssel verstärkt. - FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH
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KURIER/Jeff Mangione
Dem Krisenstab gehören Vertreter von Innen-, Außen-, Verteidigungs- und Infrastrukturministerium an. Die Maßnahmen werden teilweise zwar sichtbar sein, es gibt aber "keine Auswirkungen auf den aktuellen Lebensalltag", sagte Innenministeriums-Sprecher K
Asyl-Politik: Traiskirchner Protestaktion vor Inne
Demonstration von Traiskirchner Bürgern mit Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) gegen die Zustände im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen und die Asyl-Politik der Bundesregierung vor dem Innenministerium in Wien am 09.06.2015. Im Bild: Karl-Heinz Grundböck, Pressesprecher des BMI.
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KURIER/Jeff Mangione
Asyl-Politik: Traiskirchner Protestaktion vor Inne
Demonstration von Traiskirchner Bürgern mit Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) gegen die Zustände im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen und die Asyl-Politik der Bundesregierung vor dem Innenministerium in Wien am 09.06.2015. Im Bild: Karl-Heinz Grundböck, Pressesprecher des BMI.
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APA/GEORG HOCHMUTH
Der Direktor des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Peter Gridling, wollte für Österreich keine Entwarnung geben: "Wir können uns da nicht ausnehmen. Die Bedrohung durch den islamistischen Terror ist hoch."
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ABD0031_20160322 - SCHWECHAT - ÖSTERREICH: Blick auf dien Ankunftstafel am Flughafen Wien-Schwechat am Dienstag, 22. März 2016. Flüge von Brüssel nach Wien wurden nach Terroranschlägen in Brüssel gecancelt. - FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH
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Die Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen in Wien-Schwechat wurden ebenfalls erhöht. So waren seit der Früh mehr Polizisten "sowohl in Uniform als auch Beamte in Zivil" unterwegs, sagte Markus Haindl von der Landespolizeidirektion NÖ.
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KURIER/Michaela Reibenwei
Der Einsatz geschieht in Abstimmung mit der Spezialeinheit Cobra.  
Flughafen Schwechat, Sicherheit…
Flughafen Schwechat, Sicherheit
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Flughafen Schwechat, Sicherheit…
Flughafen Schwechat, Sicherheit
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APA/GEORG HOCHMUTH
An den Personenkontrollen ändert sich nichts, da diese seit den Terroranschlägen in Paris bereits hoch sind. "Sie sind äußerst intensiv", sagte Haindl.
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KURIER/Michaela Reibenwei
Auch bei den ÖBB verwies man auf die bereits bestehenden sehr hohen Sicherheitsstandards.
Flughafen Wien, erhöhte Sicherheitsvorkehrungen
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KURIER/Michaela Reibenwein
Flughafen Wien, erhöhte Sicherheitsvorkehrungen
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Kurier/juerg christandl
Derzeit gebe es "keinen Bedarf" diese noch weiter zu verschärfen, man sei aber in engem Kontakt mit den Behörden, sagte eine Sprecherin.
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Kurier/juerg christandl
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KURIER/Michaela Reibenwei
Auswirkungen auf den Fahrplan gibt es keine.
Flughafen Wien, erhöhte Sicherheitsvorkehrungen
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KURIER/Michaela Reibenwein
Flughafen Wien, erhöhte Sicherheitsvorkehrungen
Terror in Brüssel: Sicherheitsmaßnahmen in Österreich erhöht

Ein Stufensystem wie in anderen europäischen Hauptstädten existiert in Österreich jedoch nicht - die Sicherheitsmaßnahmen werden flexibel angepasst. Nach den Explosionen am Brüsseler Flughafen Zaventem ist dieser Airport jetzt gesperrt. Eine gegen 7.00 Uhr in Wien gestartete Maschine der AUA (Austrian Airlines), die dort hätte landen sollen, war zuvor umgeleitet worden.

Sämtliche Flüge von Brüssel nach Wien wurden am Vormittag gecancelt. Für besondere Sicherheitsvorkehrungen sei der Flughafen Wien in intensivem Kontakt mit den zuständigen Behörden und Ministerien.

Innenministerium: Aktuell "kein Österreich-Bezug"

Aktuell sei "kein Österreich-Bezug erkennbar", so das österreichische Innenministerium gegenüber dem KURIER. Routinemäßig seien aber in Österreich die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen erhöht worden, teilte Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck am Dienstagvormittag mit.

Für Mikl-Leitner kein Anlass für Panik

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) sieht nach den Brüsseler Terroranschlägen zwar Anlass zur Sorge, aber keinen Grund für Panik. Das sagte die Ressortchefin in einem kurzen Pressestatement Dienstagmittag. Über österreichische Opfer ist der Ministerin zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts bekannt.

Krisenstab

Mikl-Leitner betonte, dass man die Sicherheitsmaßnahmen an den Flughäfen verstärkt habe. Zudem gebe es mehr polizeiliche Präsenz bei internationalen Organisationen, an den Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Den Krisenstab mit Vertretern aus Innen-, Außen-, Verteidigungs- und Infrastrukturministerium steht der Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler, vor.

"Abstrakte Gefährdung"

Mikl-Leitner betonte, dass seit den Anschlägen in Paris auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo und einen koscheren Supermarkt in Paris ohnehin von einer erhöhten Terrorgefährdung ausgegangen werde. Es handle sich derzeit für Österreich um eine "abstrakte Gefährdung".

Die Anschläge in Brüssel verurteilte die Ministerin aufs Schärfste und bekundete ihr Mitgefühl mit den Angehörigen der Opfer. Ziel der Attentäter sei es, die Gesellschaft zu spalten sowie die europäischen Werte und die freie Gesellschaft anzugreifen. Mikl-Leitner warnte, dass die Hintermänner bestens ausgebildet und vorbereitet seien und darauf fokussiert, in der freien Welt Schrecken und Angst zu verbreiten. Dem müsse man sich entgegenstellen.

Auch Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) verurteilte die "feigen Terrorakte", die aber Europa "nicht erschüttern" könnten. "Wir werden uns dieser Barbarei entschieden entgegenstellen", so Kurz in einer Aussendung.

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