Tänzer und Tänzerin vor einem Ausschnitt der groß im Hintergrund projizierten Erde

Tänzer und Tänzerin vor einem Ausschnitt der groß im Hintergrund projizierten Erde

© Barbara Pálffy

Kiku
01/13/2021

Tanzperformance - vorerst online - als Mahnung, den Planeten zu retten

„Die Insel“ sollte nun im Dschungel Wien laufen, wurde für Streaming aufgezeichnet. Der Kinder-KURIER war dabei.

von Heinz Wagner

Ein kleines Staubkorn im Lichte eines Sonnenstrahls – das ist unsere Erde. Fürs gesamte Weltall ziemlich unbedeutend, für uns aber einfach unser Lebensraum. Der einzige, der uns zur Verfügung steht. Eigentlich alt bekannt. Aber erst durch das immer stärker ins Bewusstsein sehr vieler Menschen dringende Wissen verbunden mit dem dazugehörigen Gefühl, verbreitet sich die Erkenntnis: Aufpassen darauf und sorgsam umgehen.

Einen weiteren Beitrag zur Verbreitung dieses Aufrufs zur Achtsamkeit will das Stück „Die Insel“ der Company Two in One leisten. Das stand diese Woche auf dem Spielplan, aber – eh schon wissen.

Die Gruppe spielte wenigstens einige Male für gut ein halbes Dutzend Kameras, die das Bühnengeschehen aus verschiedensten Perspektiven filmten, um eine qualitativ hochwertige Streaming-Version herzustellen. Für die Aufführungsserie in der zweiten Aprilhälfte dürfen alle ja auf eine analoge Live-Performance hoffen.

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Aus dem Plastik raustanzen

Bei einer der Aufzeichnungen durfte der Kinder-KURIER wie bei anderen Theater(general)proben dabei sein. Die Fakten rund um Klimawandel kommen – ebenso wie eindrucksvolle Bilder vom Weltall und der Erde – über Projektionen bzw. Stimmen aus dem Off. Auf der Bühne – einem quadratischen grünen mattenartigen Tanzboden – tauchen erst Łukasz Czapski und dann Elda Gallo in Plastik-Gewändern auf. Zusammengefügte Werbebanner und Plakate einmal in einem Overall, einmal in einem Kleid und zunächst auf der Bühne verstreuter Plastikmüll führen eines der Probleme, die wir Menschen unserem Heimatplaneten verschaffen, einfach sinnlich eindrücklich vor Augen.

Die beiden tanzen die Vermüllung ebenso wie das spätere Bemühen, den Mist wenigstens einzusammeln und letztlich zu vermeiden, indem sie sich ihrer Kostüme entkleiden – und dabei auch ihre Distanz zueinander überwinden. Phasenweise hatten sie davor sogar roboterartig agiert mit entsprechenden gekonnten Bewegungen.

Die rund ¾-stündige Performance - Inszenierung: Ákos Hargitay – ist eine Kombination aus beeindruckenden Bildern, teilweise poetisch anmutenden Texten und der getanzten Entwicklung von den Voll-Plastik-Fans hin zu achtsamen Menschen. Für letztere sind auch im Stück nicht zuletzt kämpferische junge Leute – Stichwort Greta, die in Zitaten und einem Graffiti auch bildmäßig vorkommt – federführend verantwortlich. „Die Insel“ will einen Beitrag dazu leisten, dass aus „Fridays for Futere“ ein „Every Day for Future" wird.

Follow@kikuheinz

Die Insel
Company Two in One
Multimediale Tanzperformance, ca. ¾ Stunde
Ab 10 Jahren

Inszenierung: Ákos Hargitay und Choreografie in Zusammenarbeit mit den Performer*innen
Performance: Elda Gallo, Łukasz Czapski

Dramaturgie, Assistenz: Michaela Hargitay
Musik: Gammon

Kostüm design: Norma Fülöp
Video: Ákos Hargitay

Wann & wo?

Wer sich für ONLINE Premier interessiert, ist herzlich willkommen. Alles, was du dafür machen musst: Eine eMail-Adresse und ein paar nette Worte senden an:
company2in1@gmail.com

Analog/live
20. bis 23. April 2021
Dschungel Wien: 1070, MuseumsQuartier
Telefon: (01) 522 07 20-20

dschungelwien.at/vorstellung/546

companytwoinone.org

Blog: islanddanceproject

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