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Sieben neue Restaurants
03/01/2016

Sieben neue Restaurants

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Eröffnungen der vergangenen Wochen.

von Anita Kattinger

Kitch, 1010 Wien

Die Wiener Innenstadt hat eine neue hippe Pizzeria – das war trotz Neueröffnungen wie Miznon und Alloro auch dringend notwendig. Die Einrichtung zeigt, wo es lang geht: Neapolitanische Spezialitäten ja, aber keine karierten Tischdecken. Weiße Backsteinwände und ein weiß getünchter Pizzaofen, Holztische, Chesterfield-Sofas und offen gelegte Rohre an der Decke vermitteln eine Mischung aus Shabby- und Industrial Chic. Der aus Kampanien (Battipaglia) stammende Carmine Chilento kredenzt als Vorspeisen beispielsweise "Sardina/ Petersilie/ Zitrone/ Weiße Zwiebel/ Kapern/ Kalamata Oliven" (15 Euro) oder Fior di Latte/ Provola/ Pancetta/ Rucola (13,50 Euro). Die Pizza "Pulpo" mit Artischockencreme, Oktopus, Rauch-Salsiccia, Paprika (15 Euro) zeigt, dass Pizzen auch ohne Paradeissauce schmecken. Die Pizzen kosten zwischen 9,50 und 15 Euro.

Info: Kitch, Biberstraße 8, 1010 Wien, Montag bis Sonntag 11:30 bis 14:30 Uhr und 17:30 bis 23 Uhr

Alto, 1170 Wien

Und noch einmal Italia: Der Name des Restaurants kommt von "Alto Adige", dem italienischen Namen für Südtirol. Der Standort in Dornbach ist denkbar schlecht, aber mit der gastronomischen Partnerschaft zwischen René Steindachner und Meinrad Neunkirchner scheint ein Coup erfolgt zu sein. Gastronom Steindachner versorgt im Francesco seit Jahrzehnten die Döblinger mit Pizza und Pasta und zeigt mit dem Café Français nahe dem Jonas Reindl, wie ein schlechter Standort mit dem richtigen Konzept funktionieren kann. Neunkirchner steht wiederum wie kein anderer österreichische Haubenkoch für eine Küche voller Kräuter und Aromen. Der Kräuter-Spezialist entwickelte die kulinarische Linie der Trattoria, die ein Abbild der Alpenküche und des italienischen Lebensgefühls sein soll. Das klingt nach Schlutzkrapfen (10 Euro), Knödel-Trilogie (12 Euro), die Pizza "Drei Zinnen" wird mit Tomatensauce, verschiedenen Käsesorten, mit Süßwein marinierte Apfelstücke (13 Euro), die "Rosengarten" mit Tomatensauce, Mozzarella, Graukäse, Rucola, Lardo (13 Euro). Auf Wunsch werden die Pizzen mit Roggenteig aus Südtirol zubereitet.

Info: Alto, Dornbacher Straße 88, 1170 Wien, Montag bis Freitag 17 bis 24 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 24 Uhr

Brevis, 1020 Wien

Das Karmeliterviertel freut sich über einen Lokal-Zuwachs und wieder sind es Quereinsteiger, die sich den Sprung in die Gastronomie zutrauen. Der gebürtige Türke Osman Öndogan und seine Freundin Doris Fischer haben sich für einen Mix aus Brasserie, Bar und Shop entschieden. Das Mittagsmenü gibt es wahlweise mit zwei oder drei Gängen ab 9,80 Euro. Zutaten wie Gemüse und Käse vom kommen gleich direkt von regionalen Händlern am Karmelitermarkt. In der Happy Hour zwischen 18 und 20 Uhr serviert zu jedem Drink Cicchetti – italienische Brötchen mit pikanten Ausftrichen und Antipasti. Im integrierten Greißler-Shop lassen sich hochwertige Delikatessen wie traditionelle Finkensteiner-Teigwaren für die eigene Küche kaufen. Live-Musik und Lesungen sind demnächst geplant.

Info: Brevis, Schmelzgasse 3, 1020 Wien, Dienstag bis Freitag 11:30 bis 15 Uhr und 17:30 bis 2 Uhr, Sonntag 17:30 bis 24 Uhr

Strudls, 1070 Wien

Das helle Lokal hat sich auf Strudel spezialisiert. Mag vielleicht fad klingen, ist es angesichts der zahlreichen Variationen aber überhaupt nicht. So zieren etwa der Alpenländer-Strudel mit Bergkäse, Kartoffeln, Schnittlauch und Zwiebelsauce (7,9 Euro) oder der süße Nussknacker mit Nussmischung, Marille und weißer Schokolade (5,5 Euro) die Karte. Die Suppen gibt es um wohlfeile 4,5 Euro. Peter Duxler und Sebastian Pongruber beziehen viele Zutaten von kleinen Produzenten: Der Käse kommt von der Mattigtaler Hofkäserei, der Kaffe von der Rösterei Alt Wien.

Info: Strudl, Siebensterngasse 58, 1070 Wien, Montag bis Freitag 1:30 bis 20 Uhr, Samstag 10.30 bis 20 Uhr

Kommod, 1080 Wien

Kleines Lokal, kleine Speisekarte, alte Bäckerei: Die Quereinsteiger Stephan Stahl und Christina Unteregger haben mit dem Kommod ein zeitgeistiges Restaurant aufgemacht. Jeden Tag gibt es fünf bis sechs wechselnde Gerichte wie Stundenei mit sautierten Champignons und Miso-Schaum (8,80 Euro), knuspriges Huhn mit Senflinsen oder Topfenknöderl mit Tonkabohnen-Eis – für Restaurantkritiker einLokal zum Verlieben.

Info: Kommod, Strozzigasse 40, 1080 Wien, Dienstag bis Samstag 17 bis 24 Uhr

Erich, 1070 Wien

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah: Das Szene-Lokal Ulrich hat sich mit dem Erich wenige Meter entfernt ein hippes Bruder-Lokal mit goldener Bar und weißem Ziegelgemäuer gegönnt. Die Langschläfer wird's freuen, denn das Frühstück – Brot von Joseph – gibt es bis 16 Uhr. Abgerundet wird die Karte mit Tacos, Burger, Salaten und Kuchen.

Info: Erich, Neustiftgasse 27, 1070 Wien, Montag bis Sonntag 9 bis 2 Uhr

Pramerl & the Wolf, 1090 Wien

Der Sprech lautet "Casual Fine Dining, Bistronomie oder die Kunst des Weglassens" – übersetzt bedeutet das: Quereinsteiger baut Tschocherl im Servitenviertel um und serviert auf die Gäste abgestimmte Menüs. Karte im klassischen Sinn gibt es keine, die Kellner fragen nach der Größe des Hungers bzw. nach dem Zeitbudget. Vier Gänge kommen auf 39 Euro, sieben Gänge auf 63 Euro. Dass Ex-Unternehmensberater Wolfgang Zankl richtig kochen kann, zeigen die erstenRestaurantkritiken.

Info: Pramerl & the Wolf, Mittwoch bis Samstag 18 bis 24 Uhr

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