Die Malediven gehören auf der Fernstrecke zu den Dauerbrennern.

© Dragana Heiermann

freizeit Reise
01/04/2019

Fünf Reisetrends fürs kommende Jahr

Von Pauschalreise bis Kreuzfahrt: Die Vorzeichen für das Reisejahr 2019 stehen gut.

von Caroline Kaltenreiner

Die Reiselust der Österreicherinnen und Österreicher ist ungebrochen, Pauschalreisen erleben ein Revival, Urlaube werden immer früher gebucht und Kreuzfahrten sind zu einem fixen Bestandteil der Urlaubsplanung geworden. Nachhaltigkeit, Overtourism, Probleme mit den Fluglinien und andere Reiseärgernisse beeinflussen das Reise- und Buchungsverhalten der Urlauberinnen und Urlauber.

Die Ruefa Geschäftsführer Helga Freund und Walter Krahl präsentieren ihren Reise-Kompass 2019:

Kreuzfahrten werden immer vielfältiger

Kreuzfahrten haben sich in den letzten Jahren als Urlaubsform etabliert, auch bei Familien, für die sie eine Alternative zum Cluburlaub geworden sind. "Wir erwarten uns im Kreuzfahrt-Segment nach den vergangenen beiden erfolgreichen Jahren für 2019 wieder ein zweistelliges Umsatzplus", freut sich Walter Krahl, Geschäftsführer von Ruefa, über die anhaltend große Nachfrage nach Schiffsreisen.

"Wir merken auch, dass das Interesse an Flusskreuzfahrten in den letzten Jahren deutlich zugelegt hat. 2018 entschieden sich schon 10% der Kreuzfahrtkunden von Ruefa für Schiffsreisen auf einem Fluss", so Krahl weiter. Beliebt sind vor allem die klassischen Routen auf den schönsten Wasserstraßen Europas. Ruefa verzeichnet 2018 bei Flusskreuzfahrten ein Umsatzplus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Obwohl vor allem viele Ozeanriesen immer größer werden, steigt auch die Nachfrage nach alternativen und exklusiven Kreuzfahrterlebnissen. Expeditionskreuzfahrten in abgelegenen Regionen der Welt wie Arktis, Antarktis oder am Amazonas werden immer beliebter, vor allem bei erfahrenen Kreuzfahrern. Wichtig ist bei diesen Reisen trotz des Expeditionscharakters ein hoher Level an Komfort. "Abenteuer und Luxus schließen sich auf Expeditionskreuzfahrten keinesfalls aus, sondern ergänzen einander sogar perfekt, wie zum Beispiel die neuen Schiffe Hanseatic nature und Hanseatic inspiration von Hapag Lloyd zeigen", erklärt Walter Krahl.

Eine Sparte, die sicher in Zukunft noch stark wachsen wird und die auch Kunden anspricht, die sich vielleicht für eine klassische Kreuzfahrt nicht interessieren, sind Segelkreuzfahrten. Reedereien wie Star Clippers oder Sea Cloud kombinieren den Abenteuercharakter eines Segeltörns mit dem Komfort eines Luxushotels und fahren Häfen abseits der Hauptrouten der großen Kreuzfahrtschiffe an.

Städtetrips boomen trotz Overtourism Problematik

Auch Städtereisen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Dauerbrenner für einen Citytrip in Europa sind Amsterdam, London, Barcelona und deutsche Städte wie Berlin oder Hamburg. Bei den internationalen Metropolen haben amerikanische Städte eindeutig die Nase vorne, vor allem New York, San Francisco und Miami. Auch Dubai und Tokio werden stark nachgefragt.  

Viele dieser Destinationen waren in letzter Zeit im Zusammenhang mit Overtourism in den Schlagzeilen. Überfüllte Plätze, der Eindruck, nur noch andere Touristen und keine Einheimischen mehr zu treffen, lange Wartezeiten bei Sehenswürdigkeiten und der Verlust des lokalen Flairs sind Ausprägungen des Problems. Trotzdem stehen für viele diese heißbegehrten Städte ganz oben auf der ToDo Liste. "Zwei Drittel der Österreicher vermeiden aufgrund von Overtourism bei ihrer Urlaubsplanung bestimmte Destinationen bzw. verzichten auf den Besuch bestimmter touristischer Attraktionen", gibt Helga Freund, Geschäftsführerin von Ruefa, einen ersten Einblick in die aktuellsten Umfrageergebnisse zum Thema aus dem Reisekompass 2019.

"In Europa gibt es so viele wunderschöne Städteziele, die mit der Attraktivität der Topdestinationen auf jeden Fall mithalten können. Es muss nicht immer die Hauptstadt sein, es lohnt sich auch, einmal einer kleineren Stadt abseits der Touristenpfade einen Besuch abzustatten", so Freund weiter. "Wer beliebte Städteziele wie Amsterdam, Venedig oder Barcelona trotzdem besuchen möchte, der sollte seinen Reise am besten in der Nebensaison und wenn möglich unter der Woche planen. Es lohnt sich, nicht nur die beliebtesten Sehenswürdigkeiten abzuklappern, sondern auch weniger bekannte Stadtteile zu besuchen, denn dort kann man auf jeden Fall noch das lokale Alltagsleben beobachten", empfiehlt Freund

Nachfrage nach Fernreisen immer größer

Das Interesse der Österreicher an Fernreisen wird immer größer und das ganzjährig. Die beliebtesten Fernreiseziele 2019 sind bei Ruefa die Badedestinationen Malediven, Thailand, Mauritius und die Dominikanische Republik. Die USA sind ganzjährig ein Dauerbrenner und Reisen nach Fernost liegen aktuell sehr im Trend. Vor allem Japan ist eine spannende Destination für erfahrene Asienurlauber.

"Ein neuer Geheimtipp für Fernreisen sind die Kapverden. Seit Winter gibt es einen Direktflug ab Wien, der von unseren Kunden sehr gut angenommen wird. Auch für Südafrika erwarten wir uns für das kommende Jahr dank des neuen Direktflugs von Austrian Airlines nach Kapstadt ein deutliches Plus", so Walter Krahl.

Kultur- und Kreativreisen im Trend

Die Österreicher nutzen die schönsten Wochen im Jahr auch zunehmend für Bildung und kreative Aktivitäten und schwärmen dafür in die ganze Welt aus, weiß man bei Ruefa, dem größten Anbieter von Studienreisen in Österreich. "Wir erwarten uns nach den Rekordjahren 2017 und 2018 auch für 2019 ein deutliches Umsatzplus in dieser Sparte. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr ist unsere Studienreise nach Apulien inklusive Besuch der europäischen Kulturhauptstadt 2019 Matera mit ihren berühmten Felswohnungen, den sogenannten 'Sassi'", erklärt Helga Freund.

Dauerbrenner bei kreativen Urlaubern ist auch die Sommerakademie auf der griechischen Insel Zakynthos, mit einem Angebot an über 100 Kursen. "60 Prozent der Gäste sind Stammkunden und kommen einerseits dank der Vielseitigkeit und der hohen Qualität des Kursprogramms und andererseits aufgrund der familiären, ungezwungenen Atmosphäre Jahr für Jahr wieder", erläutert Freund.

Frühbuchen ist zur Norm geworden

Früh zu buchen ist inzwischen in Österreich die Norm. Knapp die Hälfte der Österreicher bucht den Hautpurlaub mindestens 3 Monate vor Reiseantritt. Günstige Last-Minute Angebote gibt es de facto nicht mehr. "Ich empfehle, den Urlaub für den nächsten Sommer so früh wie möglich zu buchen, am besten sobald Sie sich für einen Reisezeitraum und eine Destination entschieden haben. Nur wer schon im Winter für den nächsten Sommer plant, kann noch aus den besten Hotels und Flugverbindungen wählen, spezielle Frühbucher-Rabatte nutzen und spart sich so insgesamt viel Geld bei den Reisekosten", empfiehlt Walter Krahl.  

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