Lukas Perman vor einem Schrein in Tokio.

© Privat

Japan
12/17/2018

Sechs Gründe, warum Musicalstar Lukas Perman auf Japan steht

Lukas Perman liebt die Vielfalt des Inselstaates, die Höflichkeit der Menschen, die Suppenküchen und die Kirschblüte.

Koya-san ist einer der schönsten Plätze der Welt“, sagt Lukas Perman, zeigt Fotos und versucht die Magie dieses geheimnisvollen Berges in der Nähe von Kyoto zu beschreiben. Da die Siedlung der Geistlichen lange Zeit der Öffentlichkeit verschlossen blieb, spüre man bei den Tempel-Herbergen und der mystischen Wald-Begräbnisstätte eine besondere Spiritualität. „Das muss man gesehen haben.“

Der 38-jährige Sänger, der zur Zeit in dem erfolgreichen Musical „I am from Austria“ auf der Bühne des Raimund Theaters steht, war schon 2007 mit „Elisabeth“ monatelang und bis 2013 immer wieder für Produktionen und Konzerttourneen in Japan.

Vier Schriftarten

Er kennt mittlerweile nicht nur die schönsten und interessantesten Gegenden des Landes und die Mentalität der Japaner sehr genau, sondern auch ein bisschen deren Sprache. „Von der Grammatik und Aussprache ist Japanisch ja relativ leicht. Ich habe versucht, die Schrift zu erlernen, das ist irrsinnig schwer, weil die Japaner vier verschiedene Schriftarten haben. Am schwierigsten sind die Tausenden Kanji-Zeichen.“ In der Schule lernen die Kinder alle Schreibarten. Je nach Bildungsstand können die Japaner mehr oder weniger Kanji-Schriftzeichen. Die Sprache spiegelt die Gesellschaft wider, weil sie sehr hierarchisch aufgebaut ist.

„Es kommt darauf an, mit wem du redest. Wenn du mit einem höher gestellten Menschen sprichst, verwendest du andere Worte. Allein für ,Ich’ gibt es zehn verschiedene Ausdrücke“, erklärt der gebürtige Oberösterreicher.

„Japaner sind extrem höflich und gleichzeitig extrem undurchschaubar.“ Bei Vertragsverhandlungen komme man sehr schwer auf den Punkt. Die Höflichkeit verbiete ihnen, nein zu sagen. Europäern vergeben sie Fauxpas, schätzen sogar deren Lockerheit. „Trotzdem ist es mir einmal passiert, als ich einem coolen japanischen Musiker im Spaß gesagt habe, das war aber jetzt nicht so gut. Der ist total ausgeflippt und hat mich voll zur Sau gemacht, weil ich ihn vor anderen gedemütigt habe. Er hatte den Schmäh einfach nicht verstanden.“

Reisetipps

Japan kann man als Europäer sehr gut auch ohne Guide bereisen, „weil es erstens ein total sicheres Land ist und zweitens alles auch in Lateinschrift angeschrieben ist“, sagt der charmante Sänger. Wenn man das U-Bahn-System in Tokio durchschaut habe, erkenne man, wie einfach und logisch es sei, sich durch die 9,5-Millionen-Metropole zu bewegen.

Für die erste Reise ins Land der aufgehenden Sonne sollte man sich zwei Wochen Zeit nehmen. Drei Tage für Tokio, eine Tour zum Fujiyama und ein Aufenthalt bei einer der Onsen, die heißen Quellen Japans. Dampfende Flüsse, die unter Brücken fließen, traditionelle japanische Gasthäuser und Menschen, die in bequemen Yukata-Kimonos zum nächsten Badegang schlendern, lassen die Hektik der großen Metropolen in weite Ferne rücken.

Die Fahrt von Tokio nach Osaka im Schnellzug Shinkansen sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Die Strecke von 550 Kilometern fährt man in drei Stunden. Zu den Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt sehen sollte, zählen die Goldene Pagode von Kyoto, das interessante und bedrückende Museum in Hiroshima und wie anfangs beschrieben, die Magie von Koya-sun.

Familienurlaub

Früher bereiste er mit Freundin – mittlerweile Ehefrau – Marjan Shaki als Backpacker wochenlang die Welt. „Als wir jung waren, war es umso cooler, je weniger Geld man auf Reisen gebraucht hat.“ Seit Marjan und Lukas Eltern von zwei Töchtern – Liv Su (3,5) und Ivy Su (3 Monate) – sind, hat sich das Reiseverhalten geändert. „Wir haben keinen Bock mehr darauf, in Zimmern ohne Fenster, Dusche und Klo zu übernachten“, sagt der kluge Jungvater, der vor drei Jahren auch noch schnell seinen Mastertitel in Business Administration erlangte. Und wenn Sie sich fragen, warum beide Töchter als zweiten Vornamen Su heißen, dann fügen Sie doch einmal den Nachnamen Perman daran.

Die Hotspots von Lukas Perman

1. Der schönste Rundumblick in Tokio ist von der Bar im Grand Hyatt. An manchen Tagen mit Live-Jazz-Musik.

2. Ausruhen nach der Shoppingtour kann ich mich  sehr gut im großen Yoyogi Park im Tokioter Stadtteil Shibuya. Auf einer Bank sitzen, die Tai Chi-Gruppen beobachten und die herrlichen Gärten bewundern.

3. Mein Geheimtipp ist Koya-san, ein Berg unweit von Osaka, der geheimnisvollste der heiligen Berge Japans. Er entzieht sich jeder Beschreibung. Da die Siedlung der Geistlichen auf dem Koya-san der Öffentlichkeit lange Zeit verschlossen blieb, wohnt den Tempel-Herbergen und dem Wald-Friedhof auf  eine besondere Spiritualität bei. Mitten in der Natur, abseits High-Tech-Crazyness.

4. Traditionell japanisch übernachten  kann man  im alten buddhistischen  Tempel  Muryokoin Koya. Das ist kein typisches Touristenziel. Hier wird auch das traditionelle vegetarische Essen serviert. Sehr  typisch sind die  für Männer und Frauen getrennten Gemeinschaftsbäder,Onsen.

5. Bei all meinen Japan-Reisen besuchte ich in Tokio immer  den Fischmarkt Tsukiji, der  größte der Welt. Jetzt wurde er nach 83 Jahren in den Stadtteil Toyosu übersiedelt.  Aber rund um den alten Markt sind immer noch viele großartige Restaurants und Geschäfte.

6. Das beste Ausgehviertel in Osaka ist Ginza, wo auch viele  Boutiquen und Luxusrestaurants zu finden sind. Das Shoppingparadies liegt  im Viertel Umeda.

 

Anreise Mit austrian.com direkt von Wien nach Tokio.

Währung 1 € = 129 JPY, Japanischer Yen,

Übernachten  Grand Hyatt (Film: Lost in Translation) in Tokio parkhyatt.grandluxuryhotels.com/en
–  Muryokoin in Koya-san, ein altes Kloster mit Gästezimmern, sehr traditionell japanisch, großartig und nicht überlaufen. muryokoin.org/int
–  Hankyu International Hotel in Osaka, super Hotel mit toller Aussicht über die Stadt, hotel-hankyu-international.hotels-in-osaka.com/de/
– Ramada Hotel in Osaka, etwas günstiger, ramada-osaka.com/en/stay/index.html

Essen und Trinken  Heiroku Sushi ist ein super Running-Sushi in der Einkaufsstraße Omote in Tokio
–  Grillrestaurant Ichi in Osaka ist ein absolutes Muss. 2-5-29 Higashi Shinsaibashi Chuo-Ku | 4f-c, Osaka

Shoppen Yodabashi Camera, eine Kette, die den Elektronik-Wahnsinn in Japan zeigt. yodobashi.com/ec/unite/globaltop.html
– Shibuya 109 for Men and 109 for Women, gigantisches Kaufhaus mit super Geschäften für Klamotten.
– Stadtteil Harajuko, junge, stylische Mode

Sehenswürdigkeiten Okunoin ist der beeindruckendste und größte Friedhof Japans,   japan-experience.de/stadt-koya-san/okunoin
– Tokyu Orb Theater im Stadtteil Shibuya im 20. Stock mit über 2000 Plätzen. Ein tolles, modernes Theater, in dem Perman schon einige Male aufgetreten ist. theatre-orb.com/english/

Auskunft japan.travel.com

Musical Lukas Perman  spielt die  Hauptrolle in „I am from Austria“  – Das Musical mit den Hits von Rainhard Fendrich.  Bis Juni 2019 täglich außer montags im Raimund Theater, Tickets und Infos: www.musicalvienna.at,  Tel. 01/58885-111.
– Mit den Austropop-Hits wird Perman im November 2019 auf der Bühne des Metropol in Wien stehen.

 

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