Neuschnee sorgt für Staus und Straßensperren, Flughafen Wien zu
Bereits Donnerstagabend begann es in Wien stark zu schneien
Tiefwinterlich präsentiert sich der Freitagmorgen. Wie angekündigt, traf in der Nacht ein Tief aus Italien in Österreich ein und brachte jede Menge Neuschnee. Bis zu 44 Zentimeter Schnee sind im Lesachtal gefallen, um die 32 cm in Schröcken. Im Osten, rund um St. Pölten, Bad Vöslau oder dem Westen Wiens, fielen bis zu 20 Zentimeter.
In der Steiermark, im südlichen Burgenland und in den Karawanken kann kräftiger Schneefall bis heute Nachmittag anhalten. In Gleisdorf und in Leibnitz sind in der letzten Stunde rund fünf Zentimeter gefallen.
Hinzu kommt am Freitag starker Wind, der Bäume umstürzen lassen kann. Mit Entspannung ist erst für Freitag Nachmittag zu rechnen: Ab da soll sich der Schneefall in vielen Regionen deutlich abschwächen. Vom Norden her soll es aufklaren, im Mühl- und Waldviertel soll sich gar die Sonne zeigen.
Flughafen: Betrieb eingestellt
Räumfahrzeuge sind aktuell im Dauereinsatz, die Fahrbedingungen auf heimischen Straßen schwierig. Wer kann, dem wird geraten, einen Tag im Homeoffice zu verbringen. All jene, die sich in die Arbeit aufmachen, müssen mit doppelter Fahrzeit rechnen.
Der Betrieb am Flughafen Wien wurde eingestellt. "Aus derzeitiger Sicht sollen ab 9.00 Uhr wieder einzelne Starts möglich sein, ab 10.00 Uhr auch wieder Landungen", so ein Sprecher.
Hier ein Überblick über die Entwicklungen und die aktuelle Verkehrslage.
Neuerlicher Wintereinbruch in Österreich
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Beschwerlicher Weg mit dem Rad
Die Chronik-Redakteure nutzen alle Verkehrsmittel, um zu ihren Terminen zu kommen. Mit dem Rad ist es aber doch ein bisschen beschwerlicher als sonst, wie Josef Kleinrath einräumt.
© Josef Kleinrath -
Stromausfälle im Burgenland
Der heftige Schneefall und Verwehungen haben im Burgenland für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren gesorgt. Über 100 wurden gegen 7.00 Uhr gezählt, verteilt waren sie über das ganze Bundesland, hieß es aus der Landessicherheitszentrale auf APA-Anfrage. Im Südburgenland kam es laut Burgenland Energie auch zu lokalen Stromausfällen, da Bäume oder Äste unter der Schneelast brachen und auf Stromleitungen landeten. An der Behebung wird gearbeitet.
Die Feuerwehren mussten Autos aus dem Straßengraben ziehen oder umgestürzte Bäume von den Fahrbahnen entfernen. Unfälle mit Verletzten wurden bisher keine verzeichnet.
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Einsätze in Wiener Neudorf
Wie zahlreiche Feuerwehren in ganz Österreich steht auch die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf seit Beginn der prognostizierten Schneefälle bereits mehrfach im Einsatz.
So mussten unter anderem ein von der Fahrbahn abgekommener Pkw geborgen sowie mehrere Bäume, die der Schneelast nicht standgehalten haben, mittels Motorkettensäge entfernt werden.
Um auch bei winterlichen Straßenverhältnissen jederzeit einsatzbereit zu bleiben, wurden von den ehrenamtlichen Kräften zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge vorsorglich mit Schneeketten ausgerüstet.
© FF Wiener Neudorf -
Verkehrsunfall auf der A1
Ein auf dem Dach liegender Pkw und spiegelglatte Fahrbahn erwarteten die Einsatzkräfte in der Nacht auf Freitag bei einem Verkehrsunfall auf der A1 in Fahrtrichtung Wien. Winterliche Straßenverhältnisse hatten die Autobahn in eine äußerst rutschige Unfallstelle verwandelt.
Beim Eintreffen der Feuerwehr war die verunfallte Person bereits vom Rettungsdienst übernommen und medizinisch versorgt worden. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich daher auf die Absicherung der Unfallstelle sowie auf die Bergung des Fahrzeugs.
© FF Böheimkirchen -
Linie 66A: Busse hängen fest
Im Öffi-Verkehr in Wien läuft auch nicht alles reibungslos: Hier eine bekannte Engstelle in Liesing. Mehrere Busse der Linie 66A hängen in der Kurve Mehlführergasse/Antonkriegergasse fest.
© Privat -
Verkehrsupdate
A21 Wiener Außenring Autobahn: In beiden Richtungen auf gesamter Länge gesperrt. Laut ÖAMTC kann die Sperre erst am späteren Nachmittag aufgehoben werden. Ausweichen ist nur großräumig möglich.
A1 Westautobahn: Zwischen Loosdorf und dem Knoten Steinhäusl sind mehrere Lkw liegen geblieben. Abschnittsweise ist nur ein Fahrstreifen befahrbar.
S6 Semmering Schnellstraße: Richtung Bruck gibt es ab Gloggnitz eine Sperre wegen hängengebliebener Lkw.
A2 Südautobahn: Richtung Klagenfurt gibt es zwischen Sinabelkirchen und Gleisdorf Süd eine Sperre wegen hängengebliebener Lkw. Die Sperre zwischen Mooskirchen und Steinberg wurde aufgehoben.
A9 Pyhrnautobahn: In Richtung Linz gibt es bei Leibnitz eine Sperre.
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Betrieb auf Flughafen Wien eingestellt
Der Betrieb am Flughafen Wien in Schwechat ist vorübergehend eingestellt worden. "Aus derzeitiger Sicht sollen ab 9.00 Uhr wieder einzelne Starts möglich sein, ab 10.00 Uhr auch wieder Landungen. Es ist aber weiterhin mit Verzögerungen zu rechnen", teilte Airport-Sprecher Peter Kleemann mit.
"Wir empfehlen Reisenden, sich bei ihren Fluglinien über den Status ihrer gebuchten Flüge zu informieren", sagte Kleemann. Wenn Verbindungen abgesagt wurden, "ersuchen wir Passagiere, nicht zum Airport zu kommen". Ankommende Flüge wurden zu anderen Airports umgeleitet.
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Crash auf verschneiter Erlauftalstraße forderte fünf Verletzte
Bei Purgstall an der Erlauf kam es kurz vor Mitternacht zur Kollision zweier Fahrzeuge.
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Weitere Sperren
A10 Richtung Salzburg: Lkw-Unfall kurz nach dem Tauern-Tunnel. Der Verkehr wird schon vor dem Tunnel angehalten.
A2 Richtung Italien,: Hier gibt es eine Sperre nach einem Unfall zwischen St. André und Griffen.
A2 Richtung Klagenfurt: Zwischen Moskirchen und Steinberg ist der Assingbergtunnel wegen eines Unfalls gesperrt. Ausweichen ist über die B70 möglich.
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Weiteres Verkehrsupdate
A22 Donauuferautobahn Richtung Wien: Hier hat sich ein Unfall mit mehreren Fahrzeugen ereignet. Stau hat sich gebildet.
A2 Richtung Klagenfurt: Zwischen Mooskirchen und Steinberg ist der Assingbergtunnel wegen eines Unfalls gesperrt. Ausweichen kann man über die B70.
A9 Richtung Linz: Bei Leibnitz wird nach einem Unfall ein Lkw geborgen, Straße gesperrt.
S6 Richtung Wien: Zwischen Kindberg-West und Krieglach sind mehrere Lkw hängen geblieben.
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Die Lage auf den Straßen
Die A21, die Wiener Außenringautobahn ist über die gesamte Strecke noch bis zum späten Vormittag in beide Richtungen gesperrt. Ausweichen kann man hier nur großräumig über die A1 und durch das Wiener Stadtgebiet.
A1 Westautobahn Richtung Wien: Zwischen Melk und dem Knoten Steinhäusl haben sich mehrere LKW quergestellt. Streckenweise ist nur eine Fahrspur frei und es gibt Stau.
Zwischen Loosdorf und St. Pölten Süd gibts eine Sperre nach einem Lkw-Unfall. Hier wird über einen Parkplatz umgeleitet. Die Polizei empfiehlt ab Melk über die B1 auszuweichen.
St. Christophen und der Altlengbach ist nach einem Unfall nur der rechte Fahrstreifen frei. Stau hat sich gebildet.
S6 Richtung Bruck: Ab Gloggnitz besteht Schneekettenpflicht für alle Fahrzeuge. Hier sind zahlreiche LKW hängen geblieben.
A2 Richtung Wien: Sperre zwischen Pinkafeld und Zöbern wegen hängengebliebener LKW. Der Verkehr wird von der Polizei umgeleitet.
A2 Richtung Graz: Die Sperre zwischen Knoten Seebenstein und Grimmenstein wegen umgestürzter Bäume ist aufgehoben.
A9 Richtung Slowenien: Zwischen St. Michael und dem Kleinalmtunnel stehen mehrere LKW quer. Hier durchzukommen ist nicht möglich. Ausweichen kann man über die S6, Bruck und die S35.
A2 Richtung Italien: Die Sperre zwischen Packsattel und St. Leonhard ist aufgehoben. Die Unfallstelle ist geräumt.
In Wien ist die Amundsenstraße ist zwischen Hüttelbergstraße und Neuwaldeggerstraße in beide Richtungen gesperrt. Viele Bäume sind unter der Schneelast umgestürzt.
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ÖBB-Warnung: "Beeinträchtigung im Zugverkehr möglich"
Auch die ÖBB rüsten sich und machten ihre Passagiere bereits Donnerstag auf mögliche Unanehmlichkeiten wegen der Wetterverhältnisse aufmerksam.
Es seien ""Beeinträchtigung im Zugverkehr möglich", hieß es auf der Homepage der ÖBB; Fahrgäste wurden gebeten, sich "vor Fahrtantritt über ihre Verbindung zu informieren und mehr Zeit einzuplanen".
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Meteorologen sprechen von "markantem Wintereinbruch"
Ein markanter Wintereinbruch bringt am Freitag vor allem im Osten und Südosten Österreichs verbreitet Schnee bis in tiefe Lagen. Besonders im Nordosten und Südosten schneit es am Vormittag teils kräftig, warnte Geosphere Austria am Donnerstag.
Erst im Laufe des Nachmittags lässt der Niederschlag überall nach, am längsten hält er im Südosten sowie rund um den Arlberg an.
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Tirol: Fernpassstraße stundenlang gesperrt
Starker Schneefall hat am Donnerstag zwischenzeitlich zu einer Sperre der Fernpassstraße (B179) im Tiroler Außerfern zwischen Biberwier und Nassereith in beide Richtungen geführt. Die Räumdienste auf der schneebedeckten Fahrbahn waren im Dauereinsatz.
Die Sperre wurde schließlich laut Medienberichten nach rund zwei Stunden wieder aufgehoben. Es war zu langen Rückstaus gekommen. Eine Umleitung war nur großräumig möglich gewesen. Für Lkw galt auf der Strecke Kettenpflicht. In Tirol wurden bis Freitagfrüh verbreitet bis zu 30 Zentimeter Neuschnee prognostiziert - lokal in höheren Lagen auch mehr. Die Schneefallgrenze lag knapp über dem Inntal, in tiefen Lagen blieb es zunächst bei Schneeregen oder Regen.
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