Wintereinbruch: Ein Toter bei Räumarbeiten, Chaos am Flughafen
Tiefwinterlich präsentiert sich der Freitagmorgen. Wie angekündigt, traf in der Nacht ein Tief aus Italien in Österreich ein und brachte jede Menge Neuschnee. Bis zu 44 Zentimeter Schnee sind im Lesachtal gefallen, um die 32 cm in Schröcken. Im Osten, rund um St. Pölten, Bad Vöslau oder dem Westen Wiens, fielen bis zu 20 Zentimeter.
In der Steiermark, im südlichen Burgenland und in den Karawanken kann kräftiger Schneefall bis heute Nachmittag anhalten.
Hinzu kommt starker Wind, der Bäume umstürzen lassen kann. Mit Entspannung ist erst für Freitagnachmittag zu rechnen: Ab da soll sich der Schneefall in vielen Regionen deutlich abschwächen. Vom Norden her soll es aufklaren, im Mühl- und Waldviertel soll sich gar die Sonne zeigen.
Flughafen: Betrieb war eingestellt
Räumfahrzeuge sind seit den Nachtstunden im Dauereinsatz, die Fahrbedingungen auf heimischen Straßen schwierig. So war die A21 in beide Richtungen über mehrere Stunden gesperrt. Auf der A1 Richtung Wien wurde der Verkehr ab dem Knoten St. Pölten großräumig in die Bundeshauptstadt umgeleitet.
Der Betrieb am Flughafen Wien wurde stundenlang eingestellt. Ab 12 Uhr wurde mit Abflügen und Landungen wieder begonnen.
Hier ein Überblick über die Entwicklungen des Tages in einer Nachlese.
Neuerlicher Wintereinbruch in Österreich
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Wien: Mehr Unterkünfte für obdachlose Menschen
Der Fonds Soziales Wien (FSW) stellt angesichts der massiven Schneefälle weitere Unterkünfte für Obdachlose zur Verfügung. Insgesamt wurden vorübergehend 14 Plätze für nächtliche Notaufnahmen geschaffen.
Sie verteilen sich auf zwei bestehende Notquartiere, die im Rahmen des Winterpakets eingerichtet wurden, teilte der FSW mit. "Der neuerliche Wintereinbruch löst gerade für obdachlose Menschen eine extrem herausfordernde Zeit aus", hob FSW-Geschäftsführerin Susanne Winkler hervor. Die Plätze werden kurzfristig gemeinsam mit Partnerorganisationen zur Verfügung gestellt.
Aufgestockt wurde heuer schon mehrmals, der strenge Winter hat bereits mehrere Anpassungen erfordert. Ende Dezember wurden aufgrund von starker Kälte 30 Plätze im Winterpaket zusätzlich geschaffen, Anfang Jänner kamen 40 weitere hinzu. Das Winterpaket des FSW umfasst jährlich rund 1.000 Unterkünfte in 13 Notquartieren. Auch drei Wärmestuben gibt es. Letztere bieten Tagesaufenthalte im Warmen mit einer Kapazität für 255 Menschen gleichzeitig.
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Tirol: Wintersportler starb bei Lawinenabgang
Vater und Sohn fuhren in Nauders in Tirol von einer Piste in den freien Skiraum.
Dort wurden sie von einem großen Schneebrett mitgerissen.
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Steirische SPÖ verschiebt Parteitag
Für Samstag war im weststeirischen Eibiswald der Statutenparteitag der SPÖ Steiermark angegesetzt, der eine Strukturreform beschließen soll. Wegen des Wintereinbruchs entschloss sich die Landesgeschäftsführung, die Tagung zu verschieben.
Das sei der Sicherheit der Delegierten geschuldet, aber auch dem Umstand, dass unter den Teilnehmern viele Bürgermeisterinnen und Bürgwermeister seien, betonte Landesgeschäftsführer Florian Seifter: "Sie werden in ihren eigenen Gemeinden gebraucht, ebenso zahlreiche Mitglieder, die jetzt in Einsatzorganisationen gefordert sind. Darüberhinaus haben wir Delegierte aus der ganzen Steiermark, für deren Sicherheit wir Verantwortung getragen. Da nicht garantiert ist, dass die Wetterlage bis morgen wesentlich besser wird und eine gefahrenlose Anreise gewährleistet ist, gehen wir kein Risiko ein."
Der Parteitag soll nun am 28. Februar stattfinden.
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Wien und der Schnee: Früher war alles besser - oder?
Wirft man einen Blick in die Aufzeichnungen der verganenen Jahre, zeigt sich: Es war in Sachen Schnee alles schon mal deutlich schlimmer.
Die KURIER-Redakteure Amina Beganovic und Stefan Berndl haben sich die historischen Wetterdaten der Stadt Wien genauer angeschaut.
Erfahren Sie mehr darüber hier:
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Bilanz: 7 Bundesländer betroffen
Mehr als 1.300 Feuerwehren sind seit Donnerstagabend in Österreich im Einsatz, 13.000 Feuerwehrmitglieder rückten aus. Das gab der Bundesfeuerwehrverband Freitagnachmittag bekannt.
Betroffen ist nahezu ganz Österreich, nur Kärnten und Vorarlberg meldeten keine Einsätze wegen des Neuschnees.
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Steiermark: Hochrangiges Straßennetz massiv betroffen
Gegen Mittag meldete der Mobilitätsklub ÖAMTC massive Probleme auf dem hochrangigen Straßennetz in der Steiermark.
Betroffen sind:
- Packabschnitt der Südautobahn (A2): "Autofahrer müssen mit Sperren und wetterbedingten Behinderungen rechnen", hieß es auf der Homepage des Klubs. "Auch auf der begleitenden Packer Straße (B70) ging zu Mittag nichts mehr. Kilometerlange Staus waren die Folge."
- Pyhrnautobahn (A9) zwischen St. Michael und Spielfeld: Die A9 war vor allem Richtung Süden auf mehreren Abschnitten gesperrt. Auf der A2 standen die Kolonnen zwischen Hartberg und der Landesgrenze zum Burgenland still.
- Semmeringschnellstraße (S6): Auch hier waren mehrere Abschnitte gesperrt.
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Niederösterreich: Fußballklub sucht Helfer beim Schneeräumen
Vom SKU Amstetten kam am Freitag eine Art "Schnee-SOS": Der Klub bittet Fans, beim Räumen des völlig verschneiten Spielfeld im Stadion zu helfen.
Denn für Sonntag ist ein Match gegen Herta Wels geplant: "Wer hilft, kriegt eine Freikarte", lockt der Verein.
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Verkehrsupdate
Die Lage auf vielen Straßen ist immer noch angespannt.
- Gleich mehrere Sperren gibt es auf der A9 Richtung Slowenien.
- Nach einem Lkw-Unfall ist die A9 bei Traboch gesperrt. Hier kann man am besten über die B113 ausweichen.
- Wegen hängengebliebener Fahrzeuge ist die Strecke zwischen St. Michael und dem Gleinalmtunnel gesperrt. Der Verkehr wird über Bruck umgeleitet.
- Nach einem Unfall ist auch der Plabutschtunnel bei Graz gesperrt. Der Verkehr wird durchs Grazer Stadtgebiet umgeleitet.
- Wegen hängengebliebener Lkw ist die Strecke zwischen Wundschuh und Wildon gesperrt.
- Aufgrund eines Unfalls nach dem Tunnel, ist der Gleinalmtunnel in Fahrtrichtung Linz gesperrt.
- Probleme gibt es auch auf der Ausweichstrecke über die S6 Richtung Wien. Bei Leoben ist der Massenbergtunnel wegen hängen gebliebener Lkw weiter gesperrt. Hier wird der Verkehr über die B116 umgeleitet.
- Nur zäh voran geht es auch auf der A2 Richtung Wien. Wegen zahlreich hängengebliebener Fahrzeuge geht seit mittlerweile über drei Stunden zwischen Hartberg und Pinggau fast nichts mehr.
- Zwischen Grimmenstein und Pinggau brauchen Lkw in beide Fahrtrichtungen Schneeketten, auch zwischen Lieboch und dem Packsattel. Hier kommt es zu Staus, weil Lkw auf der Fahrbahn Ketten anlegen müssen.
- In Kärnten wird der Verkehr auf der Südautobahn beim Tunnelabschnitt zwischen Bad St. Leonhard und Steinberg blockweise abgefertigt.
- 45 Minuten Zeitverlust gibt es auch in Tirol - auf der B179 zwischen Nassereith und dem Fernpass.
- In Vorarlberg ist der Dalaaser Tunnel wegen Arbeiten nach einem Unfall in beide Richtungen gesperrt. Pkw werden über die Begleitstraße, über die L197 umgeleitet. Lkw müssen die Dauer der Sperre abwarten.
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Flughafen Wien: Betrieb geht wieder los
Stundenlang ging gar nichts mehr am Flughafen in Schwechat. Seit 12 Uhr fährt der Betrieb aber wieder hoch, teilte ein Sprecher des Airports mit.
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Wien: Augarten noch gesperrt
Der Augarten in Wien ist übrigens derzeit wegen der Räumungsarbeiten noch geschlossen, teilten die Österreichischen Bundesgärten mit.
Sobald die Räumarbeiten abgeschlossen und die Bäume auf Schneelast überprüft worden seien, würde der Park geöffnet, hieß es.
© Verena RichterDer Augarten war vorerst geschlossen
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Steiermark: 30.000 Haushalte ohne Strom
In der Steiermark haben die starken Schneefälle - besonders der schwere, nasse Schnee - zu zahlreichen Schäden an Stromleitungen geführt. Die Energie Steiermark sprach Freitagfrüh von rund 30.000 Haushalten ohne Strom.
Besonders die Süd-, Ost- und Weststeiermark sowie der Raum Graz waren betroffen. Die Energie Steiermark verwies darauf, dass an der Behebung der Stromschäden intensiv gearbeitet werde. Doch der Nassschnee dürfte wohl noch zu weiteren Schäden und damit zu Unterbrechungen führen. Gegen 8.30 Uhr waren mehr als 950 Trafostationen in der Steiermark nicht in Betrieb. Sogar zwei Hochspannungsleitungen waren von Schäden betroffen, was die Wucht der Schneemassen unterstreiche. "Aufgrund des Ausmaßes der Schäden werden die Reparaturarbeiten das gesamte Wochenende über andauern. Alle verfügbaren Kräfte aus der Steiermark wurden in den Süden mobilisiert“, hieß es seitens des Landesenergieversorgers. Die Gefahr, dass weitere Stromleitungen geschädigt werden, dürfte wohl noch den ganzen Freitag anhalten.
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Die Neuschneemengen im Detail
Knapp 40 Zentimeter in Langen am Arlberg auf der Vorarlberger Seite, knapp 20 Zentimeter im Osten: Auch wenn das vor allem in den östlichen Bundesländern schon länger nicht mehr gesehen wurde ‐ aus klimatologischer Sicht sind diese Neuschneemengen "nicht sehr außergewöhnlich", sagte Klimatologe Alexander Orlik von der Geosphere Austria am Freitag.
Die Neuschneemengen im Detail
- 42 Zentimeter Neuschnee gab es in den vergangenen 24 Stunden ‐ gemessen um 7 Uhr ‐ am Sonnblick in Salzburg in 3.109 Metern Seehöhe
- 38 Zentimeter Langen am Arlberg auf 1.221 Metern Seehöhe.
- In Lienz waren es 25 Zentimeter
- In Nauders in Tirol gab es 20 Zentimeter.
- Beim St. Pöltner Landhaus wurden 18 Zentimeter gemessen.
- In Wien auf der Hohen Warte waren es 17 Zentimeter.
- Auf 15 Zentimeter Neuschnee brachten es die Tiroler Orte Galzig und Reutte sowie das Kärntner Mallnitz und Wiener Neustadt in Niederösterreich.
Orlik wies darauf hin, dass es an der Wetterstation Wien Hohe Warte zum Beispiel im Dezember 2023 sowie im Februar der Jahre 2017 und 2015 Tage mit ähnlich viel Neuschnee wie heute gab. "Etwas weiter zurück ist, dass es in der gesamten Ostregion Österreichs, von Wien über Eisenstadt bis Graz, flächendeckend so viel geschneit hat wie jetzt: Das letzte derartige vergleichbare Ereignis war im Februar 2013", resümierte der Experte.
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Update der Wiener Linien: Alle Linien fahren, aber "unterschiedliche Intervalle"
Bei den Wiener Linien sind seit den Nachtstunden Hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im zusätzlich im Einsatz. "Trotz der Bemühungen, wie z.B. dem konstanten Räumen der Schienen, kam es am Morgen zu zahlreichen Verzögerungen bei Bus und Bim", teilte ein Sprecher Freitagvormmitag mit.
"Aktuell hat sich die Situation etwas verbessert. Alle Linien fahren, es kommt aber nach wie vor zu unterschiedlichen Intervallen", hieß es. Die Wiener Linien raten ihren Fahrgästen daher sich vor Fahrtantritt über etwaige Verzögerungen in den Betriebsinfos auf der Website oder der WienMobil App zu informieren und mehr Zeit einzuplanen. Sobald sich die Menge an Schnee auf den Straßen weiter reduziert, wird sich auch der Betrieb auf Bus- und Straßenbahnlinien normalisieren.
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Radfahren im verschneiten Wien: Bitte vorsichtig
Die Radwege in der Bundeshauptstadt sind zwar großteils geräumt, dennoch sollten sich heute nur sehr geübte Fahrer – und dann auch nur mit breiten Reifen mit gutem Profil – auf die "Pisten" wagen, schildert KURIER-Chronik-Kollege Christian Mayr, selbst passionierter Radler.
Denn an den Kreuzungen türmen sich immer wieder Schneehaufen auf, in denen das Vorderrad im schmierigen Terrain rasch weggleiten kann. Und: Vorsicht vor Fußgängern - weil viele Gehsteige nicht ordentlich geräumt sind, weichen viele auf die Radspur aus, berichtet Mayr.
© Christian MayrObacht beim Radfahren heute
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Wien: Die Öffis kämpfen sich durch Schnee und Matsch
So große Neuschneemengen sind für Wien mittlerweile ungewohnt. Das hat dann auch seine Folgen für den Betrieb der Wiener Linien: Seit Donnerstagabend seinen 200 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit 80 Räum- und Streufahrzeugen im Einsatz, um den öffentlichen Verkehr aufrecht zu halten.
Verspätungen auf fast allen Linien
Dennoch gab es massive Probleme bei den Öffis. So kam es bei allen Bussen und Straßenbahnlinien zu Verspätungen. Verzögerungen gab es auch bei den U-Bahn-Linien. Die winterlichen Bedingungen auf den Straßen machen es auf manchen Linien aktuell nicht möglich, den Betrieb wie gewohnt aufrecht zu halten, hieß es. Fahrgästen wurde geraten, sich vor Fahrtantritt über etwaige Verzögerungen zu informieren und mehr Zeit einzuplanen.
© Franziska TrautmannVerspätungen sind heute nicht ausgeschlossen
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Der Schnee kann auch schön sein
Die Probleme im Straßenverkehr und die Stromausfälle sind freilich gravierend, aber: Das Winterwetter hat auch seine schöne Seiten.
So eine Schneedecke im Wiener Stadtpark sollte - wer kann - genießen, das ist selten.
© Daniela WahlTiefster Winter im Wiener Stadtpark
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Wien im Schnee: 100 zusätzliche Einsätze für die Feuerwehr
Von Donnerstagabend (20 Uhr) bis Freitagfrüh ( 8 Uhr) verzeichnete die Berufsfeuerwehr Wien 100 zusätzliche Einsätze aufgrund der Witterung. Hauptsächlich handelte es sich dabei um umgestürzte Bäume oder lose Äste, die eine Gefahr darstellen sowie Verkehrsunfälle oder hängengebliebene Lkw, berichtete Sprecher Jürgen Figerl der APA.
Massive Probleme gab es auch bei den Öffis. So kam es bei allen Bussen und Straßenbahnlinien zu Verspätungen. Verzögerungen gab es auch bei den U-Bahn-Linien. Bei der Feuerwehr waren alle verfügbaren Einsatzkräfte unterwegs. Einige werden für Brand- und Menschenrettung zurückgehalten. In den frühen Morgenstunden nahmen die Notrufe zu, berichtete der Sprecher. Um 7.30 Uhr wurde erhöhte Einsatzbereitschaft ausgerufen, Einsätze werden von den Teams nun hintereinander abgearbeitet, ohne dass zwischendurch wieder eingerückt wird. Unterstützt werden die Feuerwehrleute vom Katastrophenhilfsdienst sowie den Freiwilligen Feuerwehren Breitenlee und Süßenbrunn. "Wir ersuchen, den Notruf nicht wegen kleinerer Äste, die keine Gefahr darstellen, zu wählen", sagte Figerl.
© Peter TemelZahlreiche Autos waren mit Schneehauben unterwegs.
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Update vom Flughafen Wien: Flughafen-Stopp voraussichtlich bis Mittag
Aufgrund des Winterwetters ist der Betrieb am Flughafen Wien in Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha) am Freitag vorübergehend eingestellt worden. Erst Mittags sollen Flüge und Landungen wieder möglich sein.
Lesen Sie mehr dazu hier:
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Steiermark: Behinderungen bei Krankentransporten
Das Rote Kreuz Steiermark gab bekannt, dass "aufgrund der anhaltenden starken Schneefälle nicht zeitkritische Krankentransporte in mehreren Regionen vorübergehend nicht durchgeführt werden können".
Betroffen sind derzeit diese Bezirke:
- Graz-Umgebung
- Graz
- Deutschlandsberg
- Leibnitz,
- Weiz
- Hartberg-Fürstenfeld
- Südoststeiermark.
Zeitkritische Transporte – insbesondere Dialysefahrten, Strahlentherapien sowie medizinisch dringend erforderliche Fahrten – werden weiterhin uneingeschränkt durchgeführt. Die rettungsdienstliche Versorgung ist selbstverständlich jederzeit sichergestellt. Betroffene Patientinnen und Patienten würden "aktiv durch das Rote Kreuz verständigt", hieß es.
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Stromausfälle in NÖ und Steiermark
Stromausfälle gibt es aufgrund der Schneemassen derzeit in den Bezirken Wiener Neustadt und Neunkirchen. In der Steiermark sind 400 Trafostationen ausgefallen besonders betroffen sind die Bezirke Leibnitz und Weiz. Die Behörden warnen vor unnötigen Autofahrten.
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Steiermark: AT-Alert für mehrere Bezirke
In der Steiermak hat die Landeswarnzentrale Freitagvormittag einen sogenannten AT-Alert ausgeschickt und vor massiven Beeinträchtigungen im Verkehr und Stromausfällen gewarnt. "Bleiben Sie - wenn möglich - zu Hause", hieß es.
Betroffen sind folgende Bezirke:
- Hartberg-Fürstenfeld
- Südoststeiermark
- Leibnitz
- Deutschlandsberg
- Weiz
- Graz-Umgebung
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Verspätungen bei den Öffis
Derzeit kommt es bei allen Straßenbahnen, Bussen und U-Bahnen zu Verspätungen, sagt eine Stimme in Dauerschleife in der Station durch. Als ob der Schnee nicht reichen würde, kam es am Karlsplatz bei der U2 zu einer Rauchentwicklung. Ein Bahnsteig wurde gesperrt.
Auch bei der U1 und U6 kommt es zu unregelmäßigen Intervallen.
Die U4 fährt derzeit nicht zwischen Landstraße und Schottenring. Grund ist ein Feuerwehreinsatz am Schwedenplatz.
© Josef Kleinrath -
Winterliche Verhältnisse am Stubenring in Wien
© Daniela Wahl -
Die Mitarbeiter der chinesischen Botschaft in Wien haben am Freitag schon frühmorgens Schnee geschaufelt.
© Daniela Wahl -
Verkehr
Die A21 ist in beiden Richtungen bis voraussichtlich zum späten Vormittag gesperrt. Auf der A1 Richtung Wien wird der Verkehr ab dem Knoten St. Pölten großräumig nach Wien umgeleitet.
© Hinterer -
Skigebiet Maiszinken hat geöffnet
Was Positives zwischendurch: Die Gemeinde Lunz am See (Bezirk Scheibbs) nutzt den Wintereinbruch und öffnet heute Nachmittag das kleine Familienschigebiet am Maiszinken ab 13:00 Uhr, der Schlepplift geht in Teilbetrieb bis zur Mittelstation. Der Zauberteppich für die kleinen Skianfänger wird auch in Betrieb genommen.
© ÖVP/ Lunz am See -
NÖ: Umgekippter Lkw
Ein mit Lebensmitteln beladener LKW kam bei starkem Schneefall in Kaumberg (Bezirk Lilienfeld) von der Fahrbahn ab und kippte um. Der Lenker blieb unverletzt, konnte das Führerhaus jedoch nicht selbstständig verlassen.
Die Feuerwehr Kaumberg befreite den Mann mittels Steckleiterteilen. Der LKW verbleibt vorerst an der Unfallstelle liegen, da die Ladung vor der Bergung umgeladen werden muss. Die Bergung erfolgt später durch eine Fachfirma.
© FF Kaumberg -
Verschneite A1
Aktueller Fahrbahnzustand A1 zwischen den Anschlussstellen Amstetten West und Ost 7.45 Uhr
© Atzenhofer -
Verzögerungen auch im Bahnverkehr
Zugfahrer müssen heute auch mehr Zeit einplanen. Österreichweit kann es zu Verspätungen und Ausfällen kommen, warnt die Stimme von Chris Lohner via Lautsprecher. Gelogen ist das nicht, wie man an der Anzeige erkennen kann.
© Preusser -
Wien: Linie U2 teilweise unterbrochen
Die Linie U2 fährt derzeit nur zwischen Seestadt und Museumsquartier. Die Sperre dauert voraussichtlich bis 8:15 Uhr, Grund ist ein schadhaftes Fahrzeug im Haltestellenbereich Karlsplatz.
Auch bei der U1 und U6 kommt es zu unregelmäßigen Intervallen.
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Auch im Bezirk Wiener Neustadt liegen etliche Zentimeter Neuschnee. Immerhin: Ab den Mittagsstunden wird Entspannung erwartet.
© Manuel Simbürger -
Feuerwehren im Dauereinsatz
Die Feuerwehr Amstetten berichtet, dass sie seit der Nacht im Dauereinsatz steht. Gefragt ist das schwere Kranfahrzeug. Derzeit ist auf der Westautobahn (A1) eine Lkw-Bergung im Gange.
© FF Amstetten -
Winterliche Verhältnisse im Nordburgenland
Auch im Nordburgenland herrschen tiefwinterliche Verhältnisse. Die Schaufel zeigt: Man ist vorbereitet.
© Wammerl -
Beschwerlicher Weg mit dem Rad
Die Chronik-Redakteure nutzen alle Verkehrsmittel, um zu ihren Terminen zu kommen. Mit dem Rad ist es aber doch ein bisschen beschwerlicher als sonst, wie Josef Kleinrath einräumt.
© Josef Kleinrath -
Stromausfälle im Burgenland
Der heftige Schneefall und Verwehungen haben im Burgenland für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren gesorgt. Über 100 wurden gegen 7.00 Uhr gezählt, verteilt waren sie über das ganze Bundesland, hieß es aus der Landessicherheitszentrale auf APA-Anfrage. Im Südburgenland kam es laut Burgenland Energie auch zu lokalen Stromausfällen, da Bäume oder Äste unter der Schneelast brachen und auf Stromleitungen landeten. An der Behebung wird gearbeitet.
Die Feuerwehren mussten Autos aus dem Straßengraben ziehen oder umgestürzte Bäume von den Fahrbahnen entfernen. Unfälle mit Verletzten wurden bisher keine verzeichnet.
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Einsätze in Wiener Neudorf
Wie zahlreiche Feuerwehren in ganz Österreich steht auch die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf seit Beginn der prognostizierten Schneefälle bereits mehrfach im Einsatz.
So mussten unter anderem ein von der Fahrbahn abgekommener Pkw geborgen sowie mehrere Bäume, die der Schneelast nicht standgehalten haben, mittels Motorkettensäge entfernt werden.
Um auch bei winterlichen Straßenverhältnissen jederzeit einsatzbereit zu bleiben, wurden von den ehrenamtlichen Kräften zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge vorsorglich mit Schneeketten ausgerüstet.
© FF Wiener Neudorf -
Verkehrsunfall auf der A1
Ein auf dem Dach liegender Pkw und spiegelglatte Fahrbahn erwarteten die Einsatzkräfte in der Nacht auf Freitag bei einem Verkehrsunfall auf der A1 in Fahrtrichtung Wien. Winterliche Straßenverhältnisse hatten die Autobahn in eine äußerst rutschige Unfallstelle verwandelt.
Beim Eintreffen der Feuerwehr war die verunfallte Person bereits vom Rettungsdienst übernommen und medizinisch versorgt worden. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich daher auf die Absicherung der Unfallstelle sowie auf die Bergung des Fahrzeugs.
© FF Böheimkirchen -
Linie 66A: Busse hängen fest
Im Öffi-Verkehr in Wien läuft auch nicht alles reibungslos: Hier eine bekannte Engstelle in Liesing. Mehrere Busse der Linie 66A hängen in der Kurve Mehlführergasse/Antonkriegergasse fest.
© Privat -
Verkehrsupdate
A21 Wiener Außenring Autobahn: In beiden Richtungen auf gesamter Länge gesperrt. Laut ÖAMTC kann die Sperre erst am späteren Nachmittag aufgehoben werden. Ausweichen ist nur großräumig möglich.
A1 Westautobahn: Zwischen Loosdorf und dem Knoten Steinhäusl sind mehrere Lkw liegen geblieben. Abschnittsweise ist nur ein Fahrstreifen befahrbar.
S6 Semmering Schnellstraße: Richtung Bruck gibt es ab Gloggnitz eine Sperre wegen hängengebliebener Lkw.
A2 Südautobahn: Richtung Klagenfurt gibt es zwischen Sinabelkirchen und Gleisdorf Süd eine Sperre wegen hängengebliebener Lkw. Die Sperre zwischen Mooskirchen und Steinberg wurde aufgehoben.
A9 Pyhrnautobahn: In Richtung Linz gibt es bei Leibnitz eine Sperre.
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Betrieb auf Flughafen Wien eingestellt
Der Betrieb am Flughafen Wien in Schwechat ist vorübergehend eingestellt worden. "Aus derzeitiger Sicht sollen ab 9.00 Uhr wieder einzelne Starts möglich sein, ab 10.00 Uhr auch wieder Landungen. Es ist aber weiterhin mit Verzögerungen zu rechnen", teilte Airport-Sprecher Peter Kleemann mit.
"Wir empfehlen Reisenden, sich bei ihren Fluglinien über den Status ihrer gebuchten Flüge zu informieren", sagte Kleemann. Wenn Verbindungen abgesagt wurden, "ersuchen wir Passagiere, nicht zum Airport zu kommen". Ankommende Flüge wurden zu anderen Airports umgeleitet.
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Weitere Sperren
A10 Richtung Salzburg: Lkw-Unfall kurz nach dem Tauern-Tunnel. Der Verkehr wird schon vor dem Tunnel angehalten.
A2 Richtung Italien,: Hier gibt es eine Sperre nach einem Unfall zwischen St. André und Griffen.
A2 Richtung Klagenfurt: Zwischen Moskirchen und Steinberg ist der Assingbergtunnel wegen eines Unfalls gesperrt. Ausweichen ist über die B70 möglich.
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